Was macht eigentlich ein/e Demenzbeauftragte/r im Krankenhaus?

Grundsätzlich kann man zwei Arten von Demenzbeauftragten unterscheiden.

  1. Diejenigen, deren Aufgabe primär die Beschäftigung und Betreuung von Patienten mit Demenz ist:

Im Vordergrund steht dabei die individuelle einzel- oder Gruppenbetreuung, ganz ähnlich der Mitarbeiter des Sozialdienstes in einem Pflegeheim oder jener zusätzlicher Betreuungskräfte und auch Ehrenamtlern.

2. Jene Demenzbeauftragte, deren Aufgaben sich nicht oder weniger auf das Tun direkt am Patienten beziehen. Zu den Aufgaben gehören u.a.:

  • die Versorgungsprozesse und -abläufe zu optimieren,
  • den Schulungsstand zu verbessern,
  • die Ausstattung anzupassen,
  • die Assessments und Dokumentation von der Aufnahme bis zur Entlassung (immer wieder) anzupassen bzw. Vorschläge dazu zu machen,
  • auch die Konzeption und den Aufbau besonderer Stationen kann eine Aufgabe sein,
  • die Angehörigenberatung in Zusammenarbeit mit dem Entlassungsmanagement,
  • Veranstaltungen und Arbeitskreise / Qualitätszirkel durchzuführen und oder zu leiten,
    sowie letztlich die Zusammenarbeit in und mit allen Abteilungen des Krankenhauses beim Thema Demenz. Häufig gehört auch die Initiierung oder Pflege der Zusammenarbeit mit externen Organisationen dazu.
Demenzbeauftragte/r, DemenzCoach in der Hierarchie.

Es gibt kein einheitliches Berufsbild. Zu erkennen ist aber, dass die Anforderungen und der Umfang höchst unterschiedlich sein können. Demenzbeauftragte gibt es mit entsprechenden Fort- und Weiterbildungen – und ohne. Synonym werden in verschiedenen Krankenhäusern Begriffe wie „DemenzcoachIn“, „DemenzbegleiterIn“, „DemenzmanagerIn“ o.ä. verwendet.
Leider gibt es noch immer Einrichtungen die (mit Erfolg) darauf setzen, dass diese Arbeit ehrenamtlich und oder in der Freizeit erfolgen soll und kann.
Demenzbeauftragte können grundsätzlich hierarchisch allen Abteilungen unterstehen – also sowohl der Pflege, der Therapie, dem medizinischen Dienst oder auch dem Sozialdienst zugeordnet sein. Wenn grundsätzliche Veränderungen herbeigeführt werden sollen und müssen kann es von großem Vorteil sein, direkt und ausschließlich dem Direktorium oder einem Mitglied davon zugeordnet zu sein.

Fortbildungen für Demenzbeauftragte im Krankenhaus gibt es zum Beispiel bei aufschwungalt.de oder der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.