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	<title>diagnostik Archive -</title>
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		<title>Demenz-Früherkennung mit KI</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Dec 2023 20:52:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mittels künstlicher Intelligenz ist es heute möglich, Veränderungen im Gehirn zu entdecken schon bevor erste Symptome auftreten. Im Einsatz ist u.a. bereits Software die mittels MRT-Daten Ärzte bei der Frühdiagnose&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/12/05/demenz-frueherkennung-mit-ki/">Demenz-Früherkennung mit KI</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Mittels künstlicher Intelligenz ist es heute möglich, Veränderungen im Gehirn zu entdecken schon bevor erste Symptome auftreten. Im Einsatz ist u.a. bereits Software die mittels MRT-Daten Ärzte bei der Frühdiagnose unterstützt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine frühe Diagnose bedeutet unter anderem frühzeitig Therapien beginnen zu können, die Symptome mildern bzw. den Fortschritt verlangsamen. Und Betroffene sowie deren Familien gewinnen Zeit. Zeit für ein selbstbestimmtes, selbständiges Leben und Zeit für Festlegungen und Pläne für die Phase, in der schließlich mehr Unterstützung benötigt wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color has-link-color wp-elements-b852e9f0c4341a7af3c8f9c075f9e19e">Demenz erkennen oder ausschließen, bevor sie manifest wird</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">

</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Die pathologischen Prozesse im Gehirn z.B. bei der Alzheimerkrankheit sind schleichend und finden bereits statt, lange bevor Außenstehenden z.B. Gedächtnisstörungen auffallen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">AIRAscore nutzt KI um die Früherkennung und Abklärung von neurodegenerativen Erkrankungen zu unterstützen bzw. zu ermöglichen. Die Software der <a href="https://www.airamed.de/de/startseite">Tübinger Firma AIRAmed GmbH</a> nutzt dafür tausende Datensätze und vermisst das Hirnvolumen und dessen Veränderungen auf Basis von MRT-Bilddaten des Kopfes.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color has-link-color wp-elements-39fc0e4ede5f38f9f5a6dfc97d0abfb6">Christiane Lindig, Mitgründerin und Leiterin der Unternehmensentwicklung der AIRAmed GmbH, sieht in der Früherkennung mit KI die Zukunft</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Frau Lindig, mit der AIRAscore Software soll eine bessere Früherkennung auch von Demenzerkrankungen möglich sein. Bei welchen Demenzen funktioniert das?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christiane Lindig:</strong> AIRAscore ist eine Software, die küntliche Intelligenz nutzt, um auf Basis von MRT-Bilddaten des Kopfes, das Hirnvolumen einzelner Hirnareale und Hirnstrukturen zu messen. Anhand dieser Messwerte kann der Arzt erkennen, ob überhaupt eine Erkrankung vorliegt und aus dem Verteilungsmuster eventuell pathologisch betroffener Bereiche kann er zusätzlich ableiten, um welche Art der Demenz es sich handelt. AIRAscore ist zur Befundung aller neurodegenerativen Erkrankungen geeignet, die mit einer Hirnvolumenabnahme einhergehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Die Früherkennung ist für die Therapie, aber auch die Lebensplanung der Betroffenen und ihrer Angehörigen wichtig. Schon vor dem ersten Auftreten von Symptomen sollen mittels Ihrer KI neurodegenerative Veränderungen festgestellt werden können. Doch ohne erste Symptome wird in der Regel kein Arzt wegen Problemen mit der kognitiven Leistungsfähigkeit konsultiert. Wann oder aus welchem Anlass sollten Mediziner Ihrer Auffassung nachher die KI-basierte Früherkennung zum Einsatz bringen?</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christiane Lindig: </strong>Die Hirnvolumetrie sollte mittelfristig als Screening- bzw. Vorsorgeuntersuchung ab einem bestimmten Alter eingesetzt werden.<br>Die Früherkennung pathologischer Veränderungen des Hirnvolumens ist wichtig, um positiv auf den Krankheitsverlauf einwirken zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spätetens mit Zulassung der neuen Medikamente gegen Alzheimer, die nur im Frühstadium angewendet werden dürfen, braucht es unkomplizierte und zuverlässige Möglichkeiten, um dieses Frühstadium zu erkennen. Und man darf nicht vergessen: Die Hirnvolumetrie kann nicht nur Auskunft darüber geben, ob bereits eine Erkrankung vorliegt. Sie kann auch die Sorge einer ernsten Erkrankung nehmen.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/pexels-anna-shvets-4226119-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2102" style="width:325px;height:auto" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/pexels-anna-shvets-4226119-683x1024.jpg 683w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/pexels-anna-shvets-4226119-200x300.jpg 200w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/pexels-anna-shvets-4226119-768x1152.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/pexels-anna-shvets-4226119-1024x1536.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/pexels-anna-shvets-4226119-1365x2048.jpg 1365w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/pexels-anna-shvets-4226119-1320x1980.jpg 1320w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/pexels-anna-shvets-4226119-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Aspekt wird oftmals unterschätzt, aber die Demenzen sind die zweitgefürchtetste Erkrankung nach Krebs. Eine unauffällige Auswertung kann außerdem eine wichtige und solide Datengrundlage sein, um eventuell später auftretende Veränderungen besser beurteilen und zeitlich einordnen zu können.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color has-link-color wp-elements-0ec185a31abb83afc4b2f1b94e086db4">Kosten &#8211; und ab wann ist KI-Früherkennung Standard?</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Entstehen Betroffenen zusätzliche Kosten durch die zusätzliche Auswertung der MRT-Bilder?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christiane Lindig:</strong> Die Auswertung durch AIRAscore wird in Deutschland aktuell als Igel- oder privatärztliche Leistung erbracht und muss selbst bezahlt werden. Die meisten privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten jedoch bereits.<br>Die Kosten für eine Auswertung durch AIRAscore belaufen sich auf unter 150€.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Eine Demenz hat vielfältige und weitreichende Auswirkungen, nicht nur für die Betroffenen selbst. Früherkennung ist daher zentral. Warum ist die Auswertung bildgebender Verfahren mittels KI noch nicht überall Standard?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christiane Lindig:</strong> Bis heute gibt es in der Radiologie, anders als in anderen Fachdisziplinen, nur sehr wenige Messmethoden. Die Befundung erfolgt vorwiegend rein visuell.<br>Die technischen Möglichkeiten zur schnellen Verarbeitung von 3D-Bilddaten gibt es erst seit kurzer Zeit. Wie immer bei morderner Technik dauert es seine Zeit bis sich diese als Standard etabliert. Und die Tatsache, dass Softwarelösungen zur Unterstützung bei der radiologischen Befundung noch nicht von den Kassen erstattet werden, macht es nicht einfacher und stellt in der Tat eine Hemmschwelle für Nutzung im klinischen Alltag dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Wenn KI uns die Möglichkeit bietet, am Gehirn frühzeitig Veränderungen festzustellen und Befunde einzuordnen – bietet es sich nicht an, das Verfahren auch auf andere Organe anzuwenden? Abseits von der Früherkennung von Demenzen &#8211; welche Möglichkeiten sehen Sie da in Zukunft zur Früherkennung anderer Erkrankungen an Organen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christiane Lindig:</strong>&nbsp;Es gibt bereits viele verschiedene KI-Lösungen, die Radiologen in Zukunft dabei unterstützen werden, bessere, frühere oder schnellere Befunde zu machen. <a href="https://patient.airamed.de/de/airascore-structure-patient">AIRAscore ist ein Beispiel für eine Software</a>, die eine Aufgabe löst, die ohne KI und durch eine reine Sichtbefundung erst sehr viel später möglich wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis sich der Einsatz von KI-Lösungen im radiologischen Alltag wirklich als Standard etabliert hat, aber diese Entwicklung ist unaufhaltsam und nur eine Frage der Zeit.&nbsp;Dabei wird die KI den Radiologen in den meisten Anwendungsfällen noch lange nicht ersetzen, aber sie wird ihm wertvolle Unterstützung für eine noch bessere Patientenversorgung liefern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Ich danke Ihnen für Ihre Antworten.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Fotos: Anna Shavets on pexels</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/12/05/demenz-frueherkennung-mit-ki/">Demenz-Früherkennung mit KI</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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		<title>Pflegeexpertin Imane Henni Rached: verstehende Diagnostik bei Demenz</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/07/18/pflegeexpertin-imane-henni-rached-verstehende-diagnostik-bei-demenz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jul 2023 14:59:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz können für die sorgende Umgebung schwer zu nehmen sein. Zusammenfassend spricht man von „herausforderndem Verhalten“, wenn Betroffene z.B. große Unruhe zeigen, der Kontakt von Gereiztheit&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/07/18/pflegeexpertin-imane-henni-rached-verstehende-diagnostik-bei-demenz/">Pflegeexpertin Imane Henni Rached: verstehende Diagnostik bei Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz können für die sorgende Umgebung schwer zu nehmen sein. Zusammenfassend spricht man von „herausforderndem Verhalten“, wenn Betroffene z.B. große Unruhe zeigen, der Kontakt <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/01/13/und-dann-schlug-sie-ploetzlich-zu/">von Gereiztheit geprägt ist</a> oder es gar zu selbstgefährdenden Verhaltensweisen wie sogenannten <em><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/11/03/verlaufen-vermisst-verstorben/">Hinlauftendenzen</a></em> kommt. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Medikamente als Krücken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Praxis wird dem Verhalten von Menschen mit Demenz häufig mit Medikamenten begegnet, die darauf zielen die „Störung“ die Betroffene mit ihrem Tun verursachen zu begrenzen oder abzustellen. Menschen mit Demenz erhalten überdurchschnittlich häufig und lange sogenannte Psychopharmaka – auch, weil <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/12/11/pillen-statt-personal-die-pflege-von-menschen-mit-demenz-ist-nicht-ausreichend-durch-kompetentes-personal-abgesichert/">die Versorgung nicht durch ausreichend kompetentes Personal sichergestellt ist</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Krankenhäuser im Wandel der Demenz</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/01/27/die-mangelnde-abbildung-der-aufwaendigeren-demenzbetreuung-im-drg-system-stellt-ein-grosses-problem-dar/">Krankenhäuser haben ein Sonderproblem</a>, welche die Demographie in Deutschland mit sich bringt: <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/12/11/wie-gut-ich-das-kenne-liebe-regina-demenzversorgung-ist-nur-nice-to-have/">mehr alte Menschen bedeutet auch mehr alte Patienten mit Demenz</a>. Seit Jahren nehmen die entsprechenden Zahlen zu. <a href="https://www.dggeriatrie.de/spezialstationen-fuer-patienten-mit-kognitiver-einschraenkung">Doch nur wenige Krankenhäuser sind auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz ausreichend vorbereitet. </a>Das hat den Effekt, dass Klinikaufenthalte für Betroffene risikoreich sind. Überdurchschnittlich oft erleiden <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/09/01/aus-der-spur-geraten-patient-mit-demenz-und-delir/">sie delirante Zustände</a>, haben ein erhöhtes Risiko nosokomialer Infektionen, das Mortalitätsrisiko ist für sie erhöht und häufig geht es für sie nicht mehr zurück nach Hause, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/10/29/die-muss-ins-heim-wirklich/">sondern ins Pflegeheim</a>. </p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:auto 32%"><div class="wp-block-media-text__content">
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>&#8222;Die Herausforderung liegt vor allem daran, dass oftmals von vielen Seiten die Erwartungshaltung besteht, den Menschen mit Demenz und seinen Verhaltensweisen medikamentös „einzustellen“.</em></strong></p>
<cite> Pflegeexpertin Imane Henni Rached</cite></blockquote>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="313" height="473" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/ImaneHenniRached.png" alt="" class="wp-image-1793 size-full" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/ImaneHenniRached.png 313w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/ImaneHenniRached-199x300.png 199w" sizes="(max-width: 313px) 100vw, 313px" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Personalmangel ist vor allen Dingen auch ein Zeitmangel – und Zeit ist es, was Patienten mit Demenz häufig in besonderem Maße erfordern, will man sie angemessen versorgen, behandeln, therapieren <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/06/19/betreuung-unter-druck/">und auch betreuen</a>. Ein weiteres Problem ist die Missinterpretation sogenannten herausfordernden Verhaltens. Allzu schnell wird jedes Problem, jede Äußerung und jede absonderliche Verhaltensweise schlicht „der Demenz“ zugeschrieben. Die dahinterstehenden Bedürfnisse werden nicht erkannt oder ignoriert, so dass unter Umständen lediglich reaktive Maßnahmen wie Medikamente zur Dämpfung zum Einsatz kommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Andere Wege gehen: verstehende Diagnostik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Haus Alsenztal der Rheinhessen-Fachklinik Alzey geht man einen anderen Weg. Imane Henni Rached ist Pflegeexpertin APN (Advanced Practice Nurse) und Altenpflegerin und kann das erläutern:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Frau Henni Rached, können Sie auf eine Kurzformel bringen, was die wesentliche Verbesserung der verstehenden Diagnostik im Krankenhaus ist und welche Effekte sie hat?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Imane Henni Rached: </strong>Die wesentliche Verbesserung der <a href="https://www.landeskrankenhaus.de/media/Landeskrankenhaus/Landeskrankenhaus/Aktuelles/NeeDz-Interventionen.jpg">„verstehenden Diagnostik“</a> ist, dass wir im multiprofessionellen Team versuchen die Verhaltensweisen des Menschen mit Demenz zu verstehen. Dies geschieht dadurch, dass wir die Perspektive der Betroffenen einnehmen und uns fragen: „Warum verhält sich dieser Mensch in der bestimmten Art und Weise? Was ist sein Bedürfnis?“ Das ist manchmal eine richtige Detektivarbeit – im Endeffekt geht es immer um Versuch und Irrtum, besonders wenn PatientInnen ihre Bedürfnisse nicht mehr artikulieren können. Die Effekte sind ehrlicherweise ganz unterschiedlich, nicht immer lässt sich das Bedürfnis ausfindig machen. Letztendlich hat es einen großen Nutzen für die Betroffenen, wenn auf z.B. Grundbedürfnisse eingegangen werden kann. Wenn jemand motorisch unruhig ist, weil er oder sie zur Toilette muss, dann nützt ein Beruhigungsmittel leider nichts.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Nun sind die Vorgehensweisen – Verhaltensweisen und Äußerungen von Menschen mit Demenz im individuellen Kontext zu betrachten &#8211;  nicht grundsätzlich neu, in der speziellen Pflege von Menschen mit Demenz teilweise seit vielen Jahren etabliert.<a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/02/05/es-ist-ein-unding-dass-es-keine-kriterien-dafuer-gibt/"> Sie in einem Krankenhaus zum Standard zu machen</a>, nochmal eine ganz andere Herausforderung – oder?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Imane Henni Rached: </strong>Das stimmt. Die Herausforderung liegt vor allem daran, dass oftmals von vielen Seiten die Erwartungshaltung besteht, den Menschen mit Demenz und seinen Verhaltensweisen medikamentös „einzustellen“. Wir bieten ein umfangreiches Schulungsprogramm für die MitarbeiterInnen an, haben unterschiedlichste psychosoziale Interventionen etabliert, haben auch durch Fallbesprechungen und Umsetzung von Dementia Care Mapping das Verhalten und vor allem die Reaktion von MmD auf Handlungen der MitarbeiterInnen näher unter die Lupe genommen und reflektiert. Trotz allem bleibt es ein immerwährender Prozess, die Mindset-Änderung geschieht nicht über Nacht und am Ende muss unsere Haltung und Behandlung von herausfordernden Verhaltensweisen auch in die Gesellschaft getragen und von dieser getragen werden. Es muss verstanden werden, dass Psychopharmaka nur das vermeintlich leichtere Mittel der Wahl sind, da Evidenzen gering und die Folgen für PatientInnen sehr hoch sind. Dazu stehe ich auch im Kontakt mit den Pflegeheimen und Angehörigen und<a href="https://www.landeskrankenhaus.de/media/Landeskrankenhaus/Landeskrankenhaus/Aktuelles/Needz_RFK.pdf"> lade zu meiner Pflegeexperten-Sprechstunde ein</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Um den Gründen für Verhaltensweisen, insbesondere bei der im Verlauf stark eingeschränkten verbalen Kommunikationsfähigkeit Betroffener, auf die Spur zu kommen, ist manchmal ein regelrechtes detektivisches Wissenwollen erforderlich. Nachforschen, ausprobieren, Fehler machen, erneut ausprobieren – wie kommt es, dass man sich bei der Rheinhessen-Fachklinik Alzey die Zeit dafür nimmt – obwohl es doch so sehr an Zeit mangelt überall im Gesundheitswesen?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/HausAlsenztal-5-1024x548.jpg" alt="" class="wp-image-1800" style="width:532px;height:285px" width="532" height="285" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/HausAlsenztal-5-1024x548.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/HausAlsenztal-5-300x161.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/HausAlsenztal-5-768x411.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/HausAlsenztal-5-1536x822.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/HausAlsenztal-5-900x480.jpg 900w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/HausAlsenztal-5-1320x706.jpg 1320w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/HausAlsenztal-5.jpg 1600w" sizes="(max-width: 532px) 100vw, 532px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Imane Henni Rached: </strong>Unser NeeDz-Projekt, indem es um die Verstehende Diagnostik herausfordernden Verhaltens von Menschen mit Demenz in die Gerontopsychiatrie geht, wurde für 2 Jahre gefördert vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung. Dadurch war es möglich meine Stelle als Pflegeexpertin APN (Advanced Practice Nurse) zu schaffen, aber auch auf Station Voraussetzungen zu schaffen nicht-medikamentöse/psychosoziale Maßnahmen zu etablieren. Wir haben zum Beispiel einen Therapieraum geschaffen, indem es überhaupt möglich ist z.B. einen Menschen mit Demenz und psychomotorischer Unruhe in einer ruhigeren Umgebung mit beispielsweise beruhigender Musik und Aromatherapie zur Ruhe zu bringen. Das sind auch für die Pflegepersonen ganz andere Voraussetzungen mal eine pflege-therapeutische Intervention zu gestalten. Es war aber vor allem sehr wichtig, dass die MitarbeiterInnen verstehen, wie wichtig es ist, die Ursache für das Verhalten herauszufinden, oder zumindest alle Faktoren durchzugehen, um nichts zu übersehen. Häufig finden wir Infekte <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/02/schmerz-und-demenz/">oder Schmerzen</a>, die hinter den herausfordernden Verhaltensweisen stehen, oftmals sind es aber auch banale Dinge wir das Bedürfnis nach Wertschätzung, Anerkennung, Sinn und Beschäftigung. Ich denke dieser Ansatz ist einfach nur menschenwürdig, dass auf Bedürfnisse eingegangen wird und nicht mit Psychopharmaka sediert wird. Nichts anderes als das haben unsere alten Menschen verdient. Es bleibt aber auch bei uns stets eine Herausforderung, denn der Fachkräftemangel in der Pflege geht auch an uns nicht vorbei – doch wir bleiben dran!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Die Etablierung der verstehenden Diagnostik war sicher ein Prozess, der ebenfalls mit einigem Aufwand verbunden war. Als Demenzbeauftragter im Krankenhaus habe ich selbst erlebt, wie viele Widerstände zu überwinden sind, wie mühsam es sein kann Veränderungen in Abläufen und Strukturen herbeizuführen. Wie haben Sie das erlebt und haben Sie abschließend einen guten Rat oder einen <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/11/02/was-macht-eigentlich-ein-demenzbeauftragter-im-krankenhaus/">Tipp für Pflegefachleute, die in ihrem Krankenhaus ebenfalls Veränderungen für Patienten mit Demenz herbeiführen wollen</a>?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Imane Henni Rached: </strong>Widerstände zu überwinden ist nicht immer leicht, im Endeffekt braucht man einen langen Atem und Durchhaltevermögen. Doch wenn man selbst für eine Sache von Grund auf „brennt“ kann man meistens auch Andere begeistern. Ich würde mal behaupten, dass ein Großteil der Pflegepersonen in den Pflegeberuf gegangen ist, weil er oder sie Menschen helfen möchte und eine bestmögliche Patientenversorgung gewährleisten möchte. Die Bedingungen des Alltags, der Personalmangel, die politischen Finanzierungsgrundlagen, all das erschwert uns die tägliche Arbeit. Doch es bringt auch nichts auf nicht-funktionierende alte Strukturen zu beharren und „den Kopf in den Sand zu stecken“. Wenn man Veränderungen hervorbringen möchte muss man ins Tun kommen, die Wege dazu können ganz unterschiedlich sein, pflegepolitisch, beratend gegenüber KollegInnen und Angehörigen oder im 1:1-Kontakt am Patienten. Was gut tut ist Netzwerkarbeit, auch über Sektorengrenzen hinweg, Vernetzungen mit denjenigen, die auch für eine gute Patientenversorgung kämpfen, das baut Vorurteile ab und stärkt!<br></p>



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<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



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<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Fotos: v. Imane Henni Rached; Portrait und das Haus Alsenztal</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelbild: iStock ID:587941910</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/07/18/pflegeexpertin-imane-henni-rached-verstehende-diagnostik-bei-demenz/">Pflegeexpertin Imane Henni Rached: verstehende Diagnostik bei Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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		<title>Alzheimer &#038; Demenz: Grundlagen, Diagnose, Therapie</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/27/alzheimer-demenz-grundlagen-diagnose-therapie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 May 2023 18:54:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[basiswissen]]></category>
		<category><![CDATA[behandlung]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
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		<category><![CDATA[frontotemporale demenz]]></category>
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		<category><![CDATA[Neuroleptika]]></category>
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		<category><![CDATA[therapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei C.H. Beck Wissen ist ein Buch erschienen, das die medizinischen Grundlagen, Diagnostik, Behandlung und Therapie von Demenzerkrankungen kompakt zusammenfasst und erklärt. Autor ist niemand geringeres als Prof. Dr. Hans&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/27/alzheimer-demenz-grundlagen-diagnose-therapie/">Alzheimer &amp; Demenz: Grundlagen, Diagnose, Therapie</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bei <a href="https://www.beck-shop.de/reihen/chbeck-wissen/233?adword=google&amp;gclid=EAIaIQobChMIwf2ggZCW_wIVhQaLCh1qSwUwEAAYASAAEgLTlfD_BwE">C.H. Beck Wissen</a> ist ein Buch erschienen, das die medizinischen Grundlagen, Diagnostik, Behandlung und Therapie von Demenzerkrankungen kompakt zusammenfasst und erklärt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Autor ist niemand geringeres als <a href="https://www.for2293.uni-muenchen.de/people/pis/foerstl/index.html">Prof. Dr. Hans Förstl</a>, ein sich seit Jahrzehnten mit seiner Expertise zum Thema Demenz, Neurobiologie und Theory of Mind einbringt und <a href="https://amzn.to/43tOr8j">Autor*</a> und Herausgeber weiterer Bücher und ungezählter Fachartikel ist. Nachdem ich hier kürzlich ein *<a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/18/buch-von-m-schmieder-dement-aber-nicht-vergessen/">Buch insbesondere für Angehörige vorgestellt*</a> habe und eines, welches sich speziell mit dem Thema *<a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/24/delir-im-krankenhaus-was-angehoerige-brauchen/">Angehörige von Delir-Patienten*</a> beschäftigt, nun also eine Publikation mit Grundlagen und Basiswissen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Von den Grundlagen bis zur Prävention</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch ist 2021 erschienen und umfasst 124 Seiten. Förstl stellt darin von den Grundlagen über die Diagnostik, die Prävention und Behandlung kompakt und übersichtlich sehr viel Wissenswertes rund ums Thema Demenz dar. Er verzichtet weitgehend auf allzu medizinischen Fachjargon, so dass auch Leser*innen ohne fachlichen Schwerpunkt die verschiedenen Themen nachvollziehbar und verständlich dargelegt werden. Es ist dadurch vergleichsweise leicht zu lesen, für ein Buch mit diesem Anspruch. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Nichts ausgelassen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Autor spricht im Buch auch „alltägliche“ Probleme an, die Demenzerkrankungen mit sich bringen – vom Autofahren bis zur *V<a href="https://amzn.to/431TPQl">eränderungen des Schlafs*</a>. Ob Frontotemporale Demenz, Alzheimer, vaskuläre Demenzen, Korsakow, weiteren Formen und Mischformen – dem Leser werden die verschiedenen Varianten und Arten sowie deren zu Grunde liegende Ursachen (soweit bekannt) gut erklärt, aber ebenso mit Irrtümern aufgeräumt. Auch einige Empfehlungen zum Umgang (Aktivieren ohne Stress) finden sich, wobei Förstl richtigerweise darauf verzichtet, tiefer in – vorwiegend pflegerische – Probleme und Herangehensweisen einzusteigen. Therapeutische Interventionen bzw. medikamentöse Behandlung gehört selbstredend in ein solches Buch, dass auch einen Abschnitt zu Covid19 enthält.</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>&#8222;Einerseits behaupten böswillige Defätisten, es gebe noch gar keine Therapie für die Demenz, und andererseits verkünden schamlose Scharlatane mit einer ungeheuerlichen Dreistigkeit, Demenz und Alzheimer seien mit einer Spezialdiät und ein paar schlauen Tricks jetzt schon zu vermeiden und zu heilen. Beides zeugt von Unverstand.&#8220;</strong></em></p>
<cite>*<a href="https://amzn.to/43fHNTx">Prof. Dr. Hans Förstl in Alzheimer und Demenz</a>*; C.H. Beck Wissen; S. 102</cite></blockquote>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Wohltuend ist die Deutlichkeit an einigen Stellen ebenso wie der Autor es versteht, durch Vergleiche zum Verständnis einiger Sachverhalte beizutragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein empfehlenswertes Buch rund ums Thema Demenz mit jeder Menge Basiswissen und durchaus auch etwas mehr. Enthalten sind 17 Abbildungen und 15 Tabellen Gut getan hätte dem Buch ein anderes, größeres Format und etwas Farbe – bei dem völlig vertretbaren Preis von unter 10 Euro wäre das aber vielleicht viel verlangt. &nbsp;</p>



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<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<p class="has-light-gray-background-color has-background wp-block-paragraph"><em><em>*Auf dieser Webseite / in diesem Artikel sind bei einigen Links zu Produkten – Büchern z.B., sog. Amazon-Affiliate-Links gesetzt und mit Stern * gekennzeichnet. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen: für den Käufer ändert sich nicht, jedoch bekomme ich eine kleine Werbekostenerstattung.</em></em></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelfoto: karolina grabowska on pexels</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/27/alzheimer-demenz-grundlagen-diagnose-therapie/">Alzheimer &amp; Demenz: Grundlagen, Diagnose, Therapie</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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