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	<title>diagnose Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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	<title>diagnose Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>Neuer diagnostischer Ansatz bei Alzheimer?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Feb 2025 09:36:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wissenschaftler haben einen neuen Test entwickelt, der das Tau-Protein im Liquor (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit) nachweist. Dieser Biomarker könnte eine frühzeitige Diagnose von Alzheimer ermöglichen, noch bevor klinische Symptome auftreten. Studie im Nature&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/02/12/neuer-diagnostischer-ansatz-bei-alzheimer/">Neuer diagnostischer Ansatz bei Alzheimer?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wissenschaftler haben einen neuen Test entwickelt, der das Tau-Protein im Liquor (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit) nachweist. Dieser Biomarker könnte eine frühzeitige Diagnose von Alzheimer ermöglichen, noch bevor klinische Symptome auftreten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Studie im Nature Medicine</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einer kürzlich veröffentlichten Studie in <em>Nature Medicine</em> untersuchten Forscher die Phosphorylierung der Tau-Proteine an den Serinpositionen 262 und 356 als potenzielle Biomarker für frühe Alzheimer-Erkrankungen. Durch immunhistochemische Analysen von Autopsieproben mit unterschiedlichen Braak-Stadien (0–II und V–VI) stellten sie fest, dass diese spezifischen Phosphorylierungen bereits in frühen Krankheitsstadien auftreten. Diese Erkenntnisse könnten dazu beitragen, neue diagnostische Ansätze für die frühzeitige Erkennung von Alzheimer zu entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Methode bietet eine vielversprechende Alternative zu bisherigen Diagnoseverfahren und könnte die Früherkennung sowie Behandlungsmöglichkeiten erheblich verbessern. Besonders wichtig ist dies für Patienten, bei denen Alzheimer in einem sehr frühen Stadium erkannt wird, da hier therapeutische Maßnahmen möglicherweise effektiver greifen. Die neue Methode zur Alzheimer-Früherkennung könnte eine vielversprechende Alternative sein, weil sie spezifischer und empfindlicher ist als bisherige Tests.<br></p>



<div style="height:56px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Quellen: <a href="https://www.aerzteblatt.de/news/neuer-tau-nachweis-im-liquor-konnte-morbus-alzheimer-fruhzeitig-erkennen-1c9527b1-292f-41cb-9c1a-fe6dd0715bf7">Ärzteblatt</a> und <a href="https://www.nature.com/articles/s41591-024-03400-0">Nature.com</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/02/12/neuer-diagnostischer-ansatz-bei-alzheimer/">Neuer diagnostischer Ansatz bei Alzheimer?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Demenz: auf falscher Fährte bei Infektionen &#038; Schmerzen</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/03/11/demenz-auf-falscher-faehrte-bei-infektionen-schmerzen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Mar 2024 10:23:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Menschen mit Demenz sind einem besonderen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt. Symptome werden zu spät als solche Identifiziert, Diagnose und Behandlung setzen später an – oder auch gar nicht. &#8222;Wegen der Demenz.&#8220;.&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/03/11/demenz-auf-falscher-faehrte-bei-infektionen-schmerzen/">Demenz: auf falscher Fährte bei Infektionen &amp; Schmerzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Menschen mit Demenz sind einem besonderen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt. Symptome werden zu spät als solche Identifiziert, Diagnose und Behandlung setzen später an – oder auch gar nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-2e68991471e7fe31c7f53710c098dc86">&#8222;Wegen der Demenz.&#8220;. Wirklich?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es geschieht immer wieder: Symptome werden dem Verlauf der Demenz zugeschrieben und andere gesundheitliche Probleme übersehen. Nachvollziehbar ist das, wenn und weil viele Fähigkeiten von Menschen mit Demenz nach und nach zurückgehen. Auch die, sich in üblicher Weise mitzuteilen. Wortfindungsstörungen bis hin zum völligen Verlust der verbalen Ausdrucksfähigkeit – so weit, so bekannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch Verhaltensänderungen werden allzu schnell der Demenz zugeschrieben, ohne näher hinzusehen. Was <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/12/21/akut-verwirrt-das-duerfen-wir-nicht-hinnehmen/">beim Thema Delir</a> zunehmend zumindest in Krankenhäusern ins Bewusstsein rückt, ist vielerorts noch kein Thema. Ein Grund ist, dass beim Thema Demenz sehr viele Schulungen angeboten werden die sich rein auf Themenkreise der psychosozialen Befindlichkeiten konzentrieren. Aktivierung und Beschäftigung und jede Menge gute Absichten, den Betroffenen „Gutes zu tun“. Das gilt auch für den Umgang mit herausforderndem Verhalten. Ziel und Erwartung ist häufig, Betroffene zu verstehen. Und zwar in inneren (seelische, emotionalen etc.) Vorgängen zu verstehen.</p>



<p class="has-light-gray-background-color has-background wp-block-paragraph"><em>Ein typisches Beispiel: der 81jährige Mann mit Demenz der nach seiner Mutter ruft, sehnt sich nach Geborgenheit, fühlt sich unsicher, verloren, hat Angst etc. – das ist mittlerweile zur Standardannahme geraten: Mama bedeutet Schutz, Geborgenheit, Sicherheit.</em> Mal abgesehen davon, dass solche Kurz-Schlüsse sicher nicht jeder individuellen Betrachtung standhalten, sehe ich selten in Büchern, Artikeln oder Vorträgen die körperliche Komponente. Wenn schon, war Mama auch die erste die gepustet hat, wenn`s weh tat, oder? Mama zuvorderst hat in der Regel ihr Kind betüddelt, wenn es krank war. Also: Schmerzen, eine Infektion vielleicht? Zu oft kein Thema.  </p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-cba9c3ef243ab8e323d80c4867042ca3">Menschen mit Demenz haben Körper</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um einem Missverständnis vorzubeugen: es geht hier keineswegs darum, Menschen mit Demenz in ihren psychosozialen Bedürfnissen und ihrer emotionalen Lage nicht begegnen zu wollen und zu müssen. Das steht völlig außer Frage. Es geht hier um ein Ungleichgewicht. Es bleiben Menschen mit Körpern. Und Körper können Probleme haben und machen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.pains.at/schmerzmedizin/schmerzen-im-alter-oft-uebersehen-aber-gut-behandelbar/">Es ist seit längerem bekannt, dass Menschen mit Demenz signifikant weniger Schmerzmittel erhalten, als Menschen ohne Demenz. </a>Meiner Meinung nach ist dies zumindest auch dem Umstand geschuldet, dass eine Demenz die Wahrnehmung der sorgenden Umgebung beeinträchtigt. Bleiben wir wach darin, Menschen in all ihren Facetten zu sehen – und verzichten wir so oft es geht auf ein „Bescheidwissen“ Kraft der Diagnose Alzheimer. Gerade Pflegeprofis müssen im Zusammenhang wach sein und bleiben – trotz aller Schulungen zwischen Wertschätzung und validierendem Umgang. Das gehört zu den Fähigkeiten von Pflegefachleuten, die von vielen Seiten unterschätzt werden. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/Beitragsbild1InfektionSchmerzentrotzDemenzjpg.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/Beitragsbild1InfektionSchmerzentrotzDemenzjpg-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-2335" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/Beitragsbild1InfektionSchmerzentrotzDemenzjpg-1024x576.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/Beitragsbild1InfektionSchmerzentrotzDemenzjpg-300x169.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/Beitragsbild1InfektionSchmerzentrotzDemenzjpg-768x432.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/Beitragsbild1InfektionSchmerzentrotzDemenzjpg.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-a8dc7015ce96d60db988bf4ec44220ba">Ein Mensch &#8211; viel zu bedenken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Betroffene sind in der Regel ältere Menschen die mehrere Erkrankungen haben. Auch und gerade deshalb ist pflegerische und medizinische Expertise nicht durch Betreuung und Aktivierung ersetzbar. Hilfs- und Assistenzberufe können hier ebenfalls nur sehr begrenzt wirksam werden – denn wenn ernste Probleme Betroffener hinter dem „Demenz-Vorhang“ verborgen sind, gibt es für sie meist keinen Anlass, überhaupt dahinter blicken zu wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menschen mit Demenz im fortgeschrittenen Stadium sind anfälliger für Infektionen – insbesondere der Atem- und Harnwege. Generell steigt das Risiko für alte, multimorbide Menschen an, Komplikationen im Rahmen einer Infektion zu erleiden. Die Immunantwort kann verzögert sein, die Lungenfunktion ist ggfs. ohnehin verringert, die Haut weniger elastisch und die Durchblutung reduziert usw. . Und ja, sie können unter <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/02/schmerz-und-demenz/">Schmerzen leiden</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Pflegefachleute stehen, oftmals unter denkbar ungünstigen Rahmenbedingungen, unter dem Druck und der Herausforderung, Menschen mit und ohne Demenz stets komplett zu sehen. Ihnen darf es nicht ausreichen, sich mit Ansätzen zur Befriedigung möglicher psychosozialer Bedürfnisse zufriedenzugeben. Als Demenzbeauftragte Ihres Krankenhauses müssen Sie darauf achten, dass kein Ungleichgewicht in der Versorgung entsteht.</p>



<div style="height:58px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelbild: Yaroslav Shuarev on pexels</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/03/11/demenz-auf-falscher-faehrte-bei-infektionen-schmerzen/">Demenz: auf falscher Fährte bei Infektionen &amp; Schmerzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Mehr als vergesslich: warum es schadet, Demenzerkrankungen auf Vergesslichkeit zu reduzieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Sep 2023 14:30:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Demenzerkrankungen mit Vergesslichkeit zu erklären ist wie Depressionen auf schlechte Laune zu reduzieren. Wenn von Demenz die Rede ist, wird häufig hauptsächlich oder sogar ausschließlich von Vergesslichkeit gesprochen. Gegen Vergesslichkeit&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/09/01/mehr-als-vergesslich-warum-es-schadet-demenzerkrankungen-auf-vergesslichkeit-zu-reduzieren/">Mehr als vergesslich: warum es schadet, Demenzerkrankungen auf Vergesslichkeit zu reduzieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Demenzerkrankungen mit Vergesslichkeit zu erklären ist wie Depressionen auf schlechte Laune zu reduzieren. Wenn von Demenz die Rede ist, wird häufig hauptsächlich oder sogar ausschließlich von Vergesslichkeit gesprochen. Gegen Vergesslichkeit helfen allerdings Kalender, Zettel mit Nachrichten an sich selbst oder eben auch der berühmte „Knoten im Taschentuch“. Auch ein Hinweis von Dritten, dass man etwas vergessen hat „heilt“ die Wirkung von Vergesslichkeit im Alltag. Bei Demenzerkrankungen helfen diese Dinge jedoch nur eine gewisse Zeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-secondary-color has-text-color has-link-color wp-elements-a6b1005cb33c77330064f86ea237046a">Verführerisches Vergessen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pflegende Angehörige berichteten mir kürzlich aus Beratungen, wie sehr Vergesslichkeit im Zentrum der Erklärungen stand (Krankenhaus). Dabei haben Demenz vielfältige Folgen im Verlauf, je nach Grunderkrankung. Komorbidität ist im Alter üblich – und Menschen mit Demenz sind zu immer weniger Kompensationsleistungen in der Lage. Wird dies ignoriert, kann dies dazu führen, dass weder Betroffene noch pflegende Angehörige sich ausreichend ernstgenommen fühlen. Vergesslichkeit – wenn es denn so einfach wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im täglichen Umgang führt diese Konzentrationen auf diesen Aspekt von Demenzerkrankungen schnell dazu, dass sogar Betroffenen mit fortgeschrittener Demenz korrigierend begegnet wird. Erinnerungsappelle („Das hab ich Dir doch erzählt.“) sind ein Ausdruck davon, ebenso wie Belehrungen (Ich hab Ihnen doch schon 5x gesagt, dass Sie die Station nicht verlassen dürfen.“).</p>



<h2 class="wp-block-heading has-secondary-color has-text-color has-link-color wp-elements-47afc35fc53568c1670b7555fd546a47">Vergesslichkeit ist keine Demenz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vergesslichkeit, Gedächtnisprobleme – dem können viele Ursachen zu Grunde liegen. Keine davon muss mit einer Demenz zusammenhängen. Kennzeichnend für eine Demenzerkrankung ist aber die mit ihr einhergehende Merkfähigkeitsstörung. Die wiederholende Korrekturen und Belehrungen sind bei einer fortgeschrittenen Demenz ebenso sinnlos wie heikel. Sie können Rückzug provozieren, destruktiv auf Beziehung und Kommunikation wirken und Konfliktsituationen verschärfen oder provozieren. Wenn wir jemandem – z.B. einem Kind – wiederholt etwas erklären dann deshalb, weil wir erwarten, dass es hinzulernt und sein Verhalten entsprechend anpasst. Die Reduzierung von Demenz auf Vergesslichkeit führt schließlich bei Pflege- und Betreuungskräften wie pflegenden Angehörigen zu Frustration: der Lerneffekt wiederholender Erklärungen bleibt bei Menschen mit Demenz (irgendwann) aus – und nicht selten wird Betroffenen Unwillen, Renitenz oder irgendeine Art von „Charaktermangel“ offen oder latent unterstellt. Häufig wird unterstellt es fehle an „Haltung“ seitens der sorgenden Umgebung. In Schulungen und Gesprächen erlebe ich eher, dass die vielfältigen Auswirkungen von Demenzerkrankungen entweder nebensächlich hinter das Vergesslichkeits-Modell zurückgetreten sind, oder intellektuell zwar zur Kenntnis genommen, aber nicht verinnerlicht sind.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/09/MehralsVergesslichkeitbild1.png"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/09/MehralsVergesslichkeitbild1-1024x576.png" alt="" class="wp-image-1854" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/09/MehralsVergesslichkeitbild1-1024x576.png 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/09/MehralsVergesslichkeitbild1-300x169.png 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/09/MehralsVergesslichkeitbild1-768x432.png 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/09/MehralsVergesslichkeitbild1.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich sind die Krankheitsverläufe individuell und auch von der zu Grunde liegenden Demenz abhängig. Nicht für alle gilt alles, die Ausprägung der Symptome sind unterschiedlich, klar. Dennoch sollten Gesundheitsprofis, z.B. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/11/02/was-macht-eigentlich-ein-demenzbeauftragter-im-krankenhaus/">Demenzbeauftragte im Krankenhaus</a> oder Mitarbeitende von Beratungsstellen im Blick haben, dass gerade pflegenden Angehörigen in ihren sehr fordernden  häuslichen Pflegesituation Unrecht geschieht, wenn ihnen Überforderung unterstellt wird weil sie unter einem Dach mit einer lediglich <em>vergesslichen</em> Person leben. Wenn die umfassende Wirkung einer Demenzerkrankung nicht dargestellt, in ihren Facetten erklärt und besprochen wird fehlen entscheidende Handlungs- und Reaktionsmöglichkeiten &#8211; auch im ärztlichen, pflegerischen und betreuenden Alltag. Das stresst alle Beteiligten am Ende unnötig und kann am Ende zu falschen Handlungen und Maßnahmen gegenüber Betroffenen führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Praxiswirksame Schulungen und Beratungen müssen unbedingt die verschiedenen Aspekte von Demenzerkrankungen im Blick haben und nicht etwa daran mitwirken, Vergesslichkeit mit einer Demenzerkrankung gleichzusetzen bzw. jedes Verhalten Betroffener dadurch erklären zu wollen. Das greift einfach zu kurz. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/09/01/mehr-als-vergesslich-warum-es-schadet-demenzerkrankungen-auf-vergesslichkeit-zu-reduzieren/">Mehr als vergesslich: warum es schadet, Demenzerkrankungen auf Vergesslichkeit zu reduzieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Pflegeexpertin Imane Henni Rached: verstehende Diagnostik bei Demenz</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/07/18/pflegeexpertin-imane-henni-rached-verstehende-diagnostik-bei-demenz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jul 2023 14:59:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz können für die sorgende Umgebung schwer zu nehmen sein. Zusammenfassend spricht man von „herausforderndem Verhalten“, wenn Betroffene z.B. große Unruhe zeigen, der Kontakt von Gereiztheit&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/07/18/pflegeexpertin-imane-henni-rached-verstehende-diagnostik-bei-demenz/">Pflegeexpertin Imane Henni Rached: verstehende Diagnostik bei Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz können für die sorgende Umgebung schwer zu nehmen sein. Zusammenfassend spricht man von „herausforderndem Verhalten“, wenn Betroffene z.B. große Unruhe zeigen, der Kontakt <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/01/13/und-dann-schlug-sie-ploetzlich-zu/">von Gereiztheit geprägt ist</a> oder es gar zu selbstgefährdenden Verhaltensweisen wie sogenannten <em><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/11/03/verlaufen-vermisst-verstorben/">Hinlauftendenzen</a></em> kommt. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Medikamente als Krücken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Praxis wird dem Verhalten von Menschen mit Demenz häufig mit Medikamenten begegnet, die darauf zielen die „Störung“ die Betroffene mit ihrem Tun verursachen zu begrenzen oder abzustellen. Menschen mit Demenz erhalten überdurchschnittlich häufig und lange sogenannte Psychopharmaka – auch, weil <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/12/11/pillen-statt-personal-die-pflege-von-menschen-mit-demenz-ist-nicht-ausreichend-durch-kompetentes-personal-abgesichert/">die Versorgung nicht durch ausreichend kompetentes Personal sichergestellt ist</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Krankenhäuser im Wandel der Demenz</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/01/27/die-mangelnde-abbildung-der-aufwaendigeren-demenzbetreuung-im-drg-system-stellt-ein-grosses-problem-dar/">Krankenhäuser haben ein Sonderproblem</a>, welche die Demographie in Deutschland mit sich bringt: <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/12/11/wie-gut-ich-das-kenne-liebe-regina-demenzversorgung-ist-nur-nice-to-have/">mehr alte Menschen bedeutet auch mehr alte Patienten mit Demenz</a>. Seit Jahren nehmen die entsprechenden Zahlen zu. <a href="https://www.dggeriatrie.de/spezialstationen-fuer-patienten-mit-kognitiver-einschraenkung">Doch nur wenige Krankenhäuser sind auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz ausreichend vorbereitet. </a>Das hat den Effekt, dass Klinikaufenthalte für Betroffene risikoreich sind. Überdurchschnittlich oft erleiden <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/09/01/aus-der-spur-geraten-patient-mit-demenz-und-delir/">sie delirante Zustände</a>, haben ein erhöhtes Risiko nosokomialer Infektionen, das Mortalitätsrisiko ist für sie erhöht und häufig geht es für sie nicht mehr zurück nach Hause, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/10/29/die-muss-ins-heim-wirklich/">sondern ins Pflegeheim</a>. </p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:auto 32%"><div class="wp-block-media-text__content">
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>&#8222;Die Herausforderung liegt vor allem daran, dass oftmals von vielen Seiten die Erwartungshaltung besteht, den Menschen mit Demenz und seinen Verhaltensweisen medikamentös „einzustellen“.</em></strong></p>
<cite> Pflegeexpertin Imane Henni Rached</cite></blockquote>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="313" height="473" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/ImaneHenniRached.png" alt="" class="wp-image-1793 size-full" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/ImaneHenniRached.png 313w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/ImaneHenniRached-199x300.png 199w" sizes="(max-width: 313px) 100vw, 313px" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Personalmangel ist vor allen Dingen auch ein Zeitmangel – und Zeit ist es, was Patienten mit Demenz häufig in besonderem Maße erfordern, will man sie angemessen versorgen, behandeln, therapieren <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/06/19/betreuung-unter-druck/">und auch betreuen</a>. Ein weiteres Problem ist die Missinterpretation sogenannten herausfordernden Verhaltens. Allzu schnell wird jedes Problem, jede Äußerung und jede absonderliche Verhaltensweise schlicht „der Demenz“ zugeschrieben. Die dahinterstehenden Bedürfnisse werden nicht erkannt oder ignoriert, so dass unter Umständen lediglich reaktive Maßnahmen wie Medikamente zur Dämpfung zum Einsatz kommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Andere Wege gehen: verstehende Diagnostik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Haus Alsenztal der Rheinhessen-Fachklinik Alzey geht man einen anderen Weg. Imane Henni Rached ist Pflegeexpertin APN (Advanced Practice Nurse) und Altenpflegerin und kann das erläutern:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Frau Henni Rached, können Sie auf eine Kurzformel bringen, was die wesentliche Verbesserung der verstehenden Diagnostik im Krankenhaus ist und welche Effekte sie hat?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Imane Henni Rached: </strong>Die wesentliche Verbesserung der <a href="https://www.landeskrankenhaus.de/media/Landeskrankenhaus/Landeskrankenhaus/Aktuelles/NeeDz-Interventionen.jpg">„verstehenden Diagnostik“</a> ist, dass wir im multiprofessionellen Team versuchen die Verhaltensweisen des Menschen mit Demenz zu verstehen. Dies geschieht dadurch, dass wir die Perspektive der Betroffenen einnehmen und uns fragen: „Warum verhält sich dieser Mensch in der bestimmten Art und Weise? Was ist sein Bedürfnis?“ Das ist manchmal eine richtige Detektivarbeit – im Endeffekt geht es immer um Versuch und Irrtum, besonders wenn PatientInnen ihre Bedürfnisse nicht mehr artikulieren können. Die Effekte sind ehrlicherweise ganz unterschiedlich, nicht immer lässt sich das Bedürfnis ausfindig machen. Letztendlich hat es einen großen Nutzen für die Betroffenen, wenn auf z.B. Grundbedürfnisse eingegangen werden kann. Wenn jemand motorisch unruhig ist, weil er oder sie zur Toilette muss, dann nützt ein Beruhigungsmittel leider nichts.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Nun sind die Vorgehensweisen – Verhaltensweisen und Äußerungen von Menschen mit Demenz im individuellen Kontext zu betrachten &#8211;  nicht grundsätzlich neu, in der speziellen Pflege von Menschen mit Demenz teilweise seit vielen Jahren etabliert.<a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/02/05/es-ist-ein-unding-dass-es-keine-kriterien-dafuer-gibt/"> Sie in einem Krankenhaus zum Standard zu machen</a>, nochmal eine ganz andere Herausforderung – oder?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Imane Henni Rached: </strong>Das stimmt. Die Herausforderung liegt vor allem daran, dass oftmals von vielen Seiten die Erwartungshaltung besteht, den Menschen mit Demenz und seinen Verhaltensweisen medikamentös „einzustellen“. Wir bieten ein umfangreiches Schulungsprogramm für die MitarbeiterInnen an, haben unterschiedlichste psychosoziale Interventionen etabliert, haben auch durch Fallbesprechungen und Umsetzung von Dementia Care Mapping das Verhalten und vor allem die Reaktion von MmD auf Handlungen der MitarbeiterInnen näher unter die Lupe genommen und reflektiert. Trotz allem bleibt es ein immerwährender Prozess, die Mindset-Änderung geschieht nicht über Nacht und am Ende muss unsere Haltung und Behandlung von herausfordernden Verhaltensweisen auch in die Gesellschaft getragen und von dieser getragen werden. Es muss verstanden werden, dass Psychopharmaka nur das vermeintlich leichtere Mittel der Wahl sind, da Evidenzen gering und die Folgen für PatientInnen sehr hoch sind. Dazu stehe ich auch im Kontakt mit den Pflegeheimen und Angehörigen und<a href="https://www.landeskrankenhaus.de/media/Landeskrankenhaus/Landeskrankenhaus/Aktuelles/Needz_RFK.pdf"> lade zu meiner Pflegeexperten-Sprechstunde ein</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Um den Gründen für Verhaltensweisen, insbesondere bei der im Verlauf stark eingeschränkten verbalen Kommunikationsfähigkeit Betroffener, auf die Spur zu kommen, ist manchmal ein regelrechtes detektivisches Wissenwollen erforderlich. Nachforschen, ausprobieren, Fehler machen, erneut ausprobieren – wie kommt es, dass man sich bei der Rheinhessen-Fachklinik Alzey die Zeit dafür nimmt – obwohl es doch so sehr an Zeit mangelt überall im Gesundheitswesen?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/HausAlsenztal-5-1024x548.jpg" alt="" class="wp-image-1800" style="width:532px;height:285px" width="532" height="285" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/HausAlsenztal-5-1024x548.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/HausAlsenztal-5-300x161.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/HausAlsenztal-5-768x411.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/HausAlsenztal-5-1536x822.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/HausAlsenztal-5-900x480.jpg 900w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/HausAlsenztal-5-1320x706.jpg 1320w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/07/HausAlsenztal-5.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 532px) 100vw, 532px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Imane Henni Rached: </strong>Unser NeeDz-Projekt, indem es um die Verstehende Diagnostik herausfordernden Verhaltens von Menschen mit Demenz in die Gerontopsychiatrie geht, wurde für 2 Jahre gefördert vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung. Dadurch war es möglich meine Stelle als Pflegeexpertin APN (Advanced Practice Nurse) zu schaffen, aber auch auf Station Voraussetzungen zu schaffen nicht-medikamentöse/psychosoziale Maßnahmen zu etablieren. Wir haben zum Beispiel einen Therapieraum geschaffen, indem es überhaupt möglich ist z.B. einen Menschen mit Demenz und psychomotorischer Unruhe in einer ruhigeren Umgebung mit beispielsweise beruhigender Musik und Aromatherapie zur Ruhe zu bringen. Das sind auch für die Pflegepersonen ganz andere Voraussetzungen mal eine pflege-therapeutische Intervention zu gestalten. Es war aber vor allem sehr wichtig, dass die MitarbeiterInnen verstehen, wie wichtig es ist, die Ursache für das Verhalten herauszufinden, oder zumindest alle Faktoren durchzugehen, um nichts zu übersehen. Häufig finden wir Infekte <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/02/schmerz-und-demenz/">oder Schmerzen</a>, die hinter den herausfordernden Verhaltensweisen stehen, oftmals sind es aber auch banale Dinge wir das Bedürfnis nach Wertschätzung, Anerkennung, Sinn und Beschäftigung. Ich denke dieser Ansatz ist einfach nur menschenwürdig, dass auf Bedürfnisse eingegangen wird und nicht mit Psychopharmaka sediert wird. Nichts anderes als das haben unsere alten Menschen verdient. Es bleibt aber auch bei uns stets eine Herausforderung, denn der Fachkräftemangel in der Pflege geht auch an uns nicht vorbei – doch wir bleiben dran!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Die Etablierung der verstehenden Diagnostik war sicher ein Prozess, der ebenfalls mit einigem Aufwand verbunden war. Als Demenzbeauftragter im Krankenhaus habe ich selbst erlebt, wie viele Widerstände zu überwinden sind, wie mühsam es sein kann Veränderungen in Abläufen und Strukturen herbeizuführen. Wie haben Sie das erlebt und haben Sie abschließend einen guten Rat oder einen <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/11/02/was-macht-eigentlich-ein-demenzbeauftragter-im-krankenhaus/">Tipp für Pflegefachleute, die in ihrem Krankenhaus ebenfalls Veränderungen für Patienten mit Demenz herbeiführen wollen</a>?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Imane Henni Rached: </strong>Widerstände zu überwinden ist nicht immer leicht, im Endeffekt braucht man einen langen Atem und Durchhaltevermögen. Doch wenn man selbst für eine Sache von Grund auf „brennt“ kann man meistens auch Andere begeistern. Ich würde mal behaupten, dass ein Großteil der Pflegepersonen in den Pflegeberuf gegangen ist, weil er oder sie Menschen helfen möchte und eine bestmögliche Patientenversorgung gewährleisten möchte. Die Bedingungen des Alltags, der Personalmangel, die politischen Finanzierungsgrundlagen, all das erschwert uns die tägliche Arbeit. Doch es bringt auch nichts auf nicht-funktionierende alte Strukturen zu beharren und „den Kopf in den Sand zu stecken“. Wenn man Veränderungen hervorbringen möchte muss man ins Tun kommen, die Wege dazu können ganz unterschiedlich sein, pflegepolitisch, beratend gegenüber KollegInnen und Angehörigen oder im 1:1-Kontakt am Patienten. Was gut tut ist Netzwerkarbeit, auch über Sektorengrenzen hinweg, Vernetzungen mit denjenigen, die auch für eine gute Patientenversorgung kämpfen, das baut Vorurteile ab und stärkt!<br></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Fotos: v. Imane Henni Rached; Portrait und das Haus Alsenztal</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelbild: iStock ID:587941910</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/07/18/pflegeexpertin-imane-henni-rached-verstehende-diagnostik-bei-demenz/">Pflegeexpertin Imane Henni Rached: verstehende Diagnostik bei Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Alzheimer &#038; Demenz: Grundlagen, Diagnose, Therapie</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/27/alzheimer-demenz-grundlagen-diagnose-therapie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 May 2023 18:54:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[basiswissen]]></category>
		<category><![CDATA[behandlung]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
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		<category><![CDATA[grundlagen]]></category>
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		<category><![CDATA[Neuroleptika]]></category>
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		<category><![CDATA[therapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei C.H. Beck Wissen ist ein Buch erschienen, das die medizinischen Grundlagen, Diagnostik, Behandlung und Therapie von Demenzerkrankungen kompakt zusammenfasst und erklärt. Autor ist niemand geringeres als Prof. Dr. Hans&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/27/alzheimer-demenz-grundlagen-diagnose-therapie/">Alzheimer &amp; Demenz: Grundlagen, Diagnose, Therapie</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bei <a href="https://www.beck-shop.de/reihen/chbeck-wissen/233?adword=google&amp;gclid=EAIaIQobChMIwf2ggZCW_wIVhQaLCh1qSwUwEAAYASAAEgLTlfD_BwE">C.H. Beck Wissen</a> ist ein Buch erschienen, das die medizinischen Grundlagen, Diagnostik, Behandlung und Therapie von Demenzerkrankungen kompakt zusammenfasst und erklärt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Autor ist niemand geringeres als <a href="https://www.for2293.uni-muenchen.de/people/pis/foerstl/index.html">Prof. Dr. Hans Förstl</a>, ein sich seit Jahrzehnten mit seiner Expertise zum Thema Demenz, Neurobiologie und Theory of Mind einbringt und <a href="https://amzn.to/43tOr8j">Autor*</a> und Herausgeber weiterer Bücher und ungezählter Fachartikel ist. Nachdem ich hier kürzlich ein *<a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/18/buch-von-m-schmieder-dement-aber-nicht-vergessen/">Buch insbesondere für Angehörige vorgestellt*</a> habe und eines, welches sich speziell mit dem Thema *<a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/24/delir-im-krankenhaus-was-angehoerige-brauchen/">Angehörige von Delir-Patienten*</a> beschäftigt, nun also eine Publikation mit Grundlagen und Basiswissen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Von den Grundlagen bis zur Prävention</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch ist 2021 erschienen und umfasst 124 Seiten. Förstl stellt darin von den Grundlagen über die Diagnostik, die Prävention und Behandlung kompakt und übersichtlich sehr viel Wissenswertes rund ums Thema Demenz dar. Er verzichtet weitgehend auf allzu medizinischen Fachjargon, so dass auch Leser*innen ohne fachlichen Schwerpunkt die verschiedenen Themen nachvollziehbar und verständlich dargelegt werden. Es ist dadurch vergleichsweise leicht zu lesen, für ein Buch mit diesem Anspruch. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Nichts ausgelassen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Autor spricht im Buch auch „alltägliche“ Probleme an, die Demenzerkrankungen mit sich bringen – vom Autofahren bis zur *V<a href="https://amzn.to/431TPQl">eränderungen des Schlafs*</a>. Ob Frontotemporale Demenz, Alzheimer, vaskuläre Demenzen, Korsakow, weiteren Formen und Mischformen – dem Leser werden die verschiedenen Varianten und Arten sowie deren zu Grunde liegende Ursachen (soweit bekannt) gut erklärt, aber ebenso mit Irrtümern aufgeräumt. Auch einige Empfehlungen zum Umgang (Aktivieren ohne Stress) finden sich, wobei Förstl richtigerweise darauf verzichtet, tiefer in – vorwiegend pflegerische – Probleme und Herangehensweisen einzusteigen. Therapeutische Interventionen bzw. medikamentöse Behandlung gehört selbstredend in ein solches Buch, dass auch einen Abschnitt zu Covid19 enthält.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">

</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>&#8222;Einerseits behaupten böswillige Defätisten, es gebe noch gar keine Therapie für die Demenz, und andererseits verkünden schamlose Scharlatane mit einer ungeheuerlichen Dreistigkeit, Demenz und Alzheimer seien mit einer Spezialdiät und ein paar schlauen Tricks jetzt schon zu vermeiden und zu heilen. Beides zeugt von Unverstand.&#8220;</strong></em></p>
<cite>*<a href="https://amzn.to/43fHNTx">Prof. Dr. Hans Förstl in Alzheimer und Demenz</a>*; C.H. Beck Wissen; S. 102</cite></blockquote>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Wohltuend ist die Deutlichkeit an einigen Stellen ebenso wie der Autor es versteht, durch Vergleiche zum Verständnis einiger Sachverhalte beizutragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein empfehlenswertes Buch rund ums Thema Demenz mit jeder Menge Basiswissen und durchaus auch etwas mehr. Enthalten sind 17 Abbildungen und 15 Tabellen Gut getan hätte dem Buch ein anderes, größeres Format und etwas Farbe – bei dem völlig vertretbaren Preis von unter 10 Euro wäre das aber vielleicht viel verlangt. &nbsp;</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<p class="has-light-gray-background-color has-background wp-block-paragraph"><em><em>*Auf dieser Webseite / in diesem Artikel sind bei einigen Links zu Produkten – Büchern z.B., sog. Amazon-Affiliate-Links gesetzt und mit Stern * gekennzeichnet. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen: für den Käufer ändert sich nicht, jedoch bekomme ich eine kleine Werbekostenerstattung.</em></em></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelfoto: karolina grabowska on pexels</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/27/alzheimer-demenz-grundlagen-diagnose-therapie/">Alzheimer &amp; Demenz: Grundlagen, Diagnose, Therapie</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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