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	<title>delir Archive -</title>
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		<title>Warum Sie Krankenhauseinweisungen bei Demenz gut abwägen sollten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2026 11:49:30 +0000</pubDate>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein Krankenhausaufenthalt kann für Menschen mit Demenz medizinisch notwendig sein. Gleichzeitig ist er oft mit erheblichen Risiken verbunden. Genau das macht die Entscheidung so schwierig. Denn das Akutkrankenhaus ist vor allem für Diagnostik, Überwachung, Eingriffe und schnelle Abläufe gebaut – nicht für Orientierung, Beziehungskontinuität und langsame alltagsnahe Stabilisierung.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für Menschen mit Demenz beginnt die Belastung oft schon mit dem Ortswechsel. Vertraute Personen, Routinen und Orientierungspunkte fallen plötzlich weg. Was für andere nur eine Verlegung ist, kann bei Demenz massiven Stress auslösen: Angst, Unruhe, Abwehr,<a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/05/die-pflege-von-menschen-mit-demenz-ist-auch-nachts-eine-herausforderung/"> Schlafstörungen</a>, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/18/mangel-und-unterernaehrung-bei-menschen-mit-demenz-ursachen-folgen-und-massnahmen/">Nahrungs- und Trinkprobleme</a> oder Rückzug, um nur einige zu nennen. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Hinzu <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/08/19/delir-im-krankenhaus-warum-menschen-mit-demenz-besonders-gefaehrdet-sind/">kommt das hohe Delirrisiko</a>. Eine Demenz ist ein unabhängiger <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/10/s3-leitlinie-delir-im-hoeheren-lebensalter-was-ist-neu/">Prädikator für ein erhöhtes Delirrisiko</a>. Schmerzen, Infekte, Schlafmangel, Exsikkose, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/28/gegeben-aber-nicht-genommen-der-stille-medikationsfehler/">Medikamente</a> und die ungewohnte Umgebung können rasch zu einer akuten Verschlechterung von Aufmerksamkeit, Denken und Verhalten führen. Auch Stürze, Funktionsverlust und <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/11/verhalten-verstehen-und-handhaben/">weitere Komplikationen</a> werden wahrscheinlicher. Viele Betroffene kommen deshalb in den Augen von Angehörigen oder den Kolleginnen und Kollegen der ambulanten Versorgung schlechter zurück, als sie eingewiesen wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum man Probleme nicht einfach an die Klinik abgeben kann</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Es ist zu einfach, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/17/unsichtbarer-mehraufwand-demenz-ist-im-krankenhaus-auch-ein-steuerungsproblem/">schwierige Situationen einfach an das Krankenhaus weiterzureichen</a> und zu erwarten, dass dort alles gelöst wird. Kliniken können akute medizinische Probleme behandeln. Sie können aber fehlende Vorausplanung, unklare Behandlungsziele, ungeklärte Zuständigkeiten oder uneinige Angehörige nicht einfach ersetzen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gerade bei Demenz prallen hier oft zwei Logiken aufeinander: Akutmedizin auf der einen Seite, demenzgerechte Versorgung auf der anderen. Was medizinisch machbar ist, ist nicht automatisch sinnvoll, verhältnismäßig oder lebensqualitätsfördernd.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vor der Einweisung muss die eigentliche Frage klar sein</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nicht jede Krise ist automatisch eine Klinikkrise. Gerade bei fortgeschrittener Demenz braucht es eine bewusste Abwägung von Nutzen, Belastung und realistischer Zielsetzung – nicht nur eine schnelle Reaktion auf Unsicherheit oder Druck. Mehr dazu in diesem kurzen Film. </p>



<figure class="wp-block-video"><video height="720" style="aspect-ratio: 1280 / 720;" width="1280" controls src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/03/KHvermeidenFinal.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=y3d7IfwZuEM">Das Video finden Sie auch auf Youtube. </a></figcaption></figure>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Pflegefachpersonen spielen in dieser Abwägung eine wichtige Rolle. Sie beobachten Veränderungen oft zuerst, schätzen Risiken mit ein, bringen Alternativen vor Ort ins Gespräch und helfen, Entscheidungen fachlich nachvollziehbar zu machen. Leitfragen können dabei helfen, in Akutsituationen strukturierter zu prüfen, statt reflexhaft einzuweisen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Am Ende geht es nicht darum, jede Einweisung zu verhindern. Es geht darum, unnötige und belastende Einweisungsautomatismen zu vermeiden – und nur dann einzuweisen, wenn ein klares, realistisches und patientenzentriertes Ziel dahintersteht. Das ist meiner Erfahrung nach leider durchaus nicht immer der Fall. </p>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
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		<title>Empathisch leiden lassen: Warum Menschen mit Demenz mehr brauchen als Verständnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 07:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wer mit Menschen mit Demenz arbeitet oder lebt, hört heute oft Sätze wie diese: Man müsse mehr mitfühlen. Man müsse verstehen, dass Verhalten Ausdruck von Not ist. Man brauche die&#8230;</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wer mit Menschen mit Demenz arbeitet oder lebt, hört heute oft Sätze wie diese: Man müsse mehr mitfühlen. Man müsse verstehen, dass Verhalten Ausdruck von Not ist. Man brauche die richtige Haltung. Das alles stimmt. Und doch beginnt genau hier auch ein Problem, das mir immer wieder begegnet: Empathie allein lindert noch kein Leid.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein Mensch mit Demenz hat nicht weniger Schmerzen, nur weil wir ihm freundlich begegnen. Er ist nicht weniger verängstigt, nur weil wir verständnisvoll nicken. Er schläft nicht besser, weil wir sein nächtliches Rufen „einordnen“ können. Und eine Verstopfung, ein Harnwegsinfekt, Hunger, Durst, Reizüberflutung oder ein beginnendes Delir verschwinden nicht durch Zuwendung allein.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das klingt härter, als es gemeint ist. Aber genau dieser Punkt wird im Alltag oft zu weich formuliert. Haltung ist wichtig. Sehr wichtig sogar. Nur: Haltung ohne Analyse bleibt oft unzureichend. Und Unzulänglichkeit bedeutet für Betroffene nicht Neutralität, sondern häufig anhaltendes Leid.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verstehen ist nicht dasselbe wie helfen ist nicht dasselbe wie pflegerisches Handeln</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Es ist zweifellos ein Fortschritt, dass in Schulungen heute weniger über „schwierige Bewohner“ und mehr über Bedürfnisse, Biografie, Würde und Beziehung gesprochen wird. Das war notwendig. Pflege hat lange genug unter einem Denken gelitten, das Verhalten vor allem kontrollieren wollte.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nur ist die &#8222;Gegenbewegung&#8220; manchmal genauso verkürzt. Dann klingt es so, als genüge es schon, Verhalten anders zu bewerten: nicht als Störung, sondern als Ausdruck. Nicht als Angriff, sondern als Botschaft. Nicht als Widerstand, sondern als Not.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Genau an diesem Punkt wird es heikel. Denn mitunter entsteht der Eindruck, als könne Haltung fachliche Kompetenz ersetzen. Als reiche es aus, empathisch zu sein, um dem Menschen gerecht zu werden. Das tut es nicht.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wer zwar anerkennt, dass ein Verhalten einen Grund hat, diesen Grund aber nicht systematisch prüft, ändert für den betroffenen Menschen oft zu wenig. Dann wird aus einem an sich richtigen Gedanken schnell eine beruhigende Erzählung für Helfende: „Wir haben verstanden, warum er so ist.“ Für die betroffene Person kann das trotzdem heißen: Der Schmerz bleibt. Die Überforderung bleibt. Die Angst bleibt. Die Auslöser bleiben. Und mit ihnen das Leid.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Haltung und Empathie gehören fachlich dazu – aber sie sind nicht alles</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Empathie kann verhindern, dass wir Menschen moralisch abwerten. Sie ersetzt aber keine pflegerische Kompetenz. Jeder Laie kann mitfühlen. Das ist menschlich und wertvoll. Pflegefachpersonen müssen jedoch mehr leisten. Sie müssen beobachten, ohne sich vom ersten Eindruck täuschen zu lassen. Sie müssen Veränderungen wahrnehmen, Hypothesen bilden, Ursachen prüfen und gezielt handeln.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gerade dort, wo Demenz vermittelt, geschult oder konzeptionell begleitet wird, reicht es nicht, nur Haltung zu predigen. Wer professionell Verantwortung trägt, muss mehr vermitteln als Zugewandtheit. Es geht auch um Schmerzerkennung, Delir, Überforderung, Kommunikation, Umgebung, Auslöser, Verlauf und ganz konkrete Maßnahmen. Es ist teilweise erstaunlich, wer heute alles glaubt Pflegefachpersonen schulen zu können. Führungskräfte scheinen auch immer wieder vor lauter „Haltung“ zu vergessen, dass &#8222;Nettsein&#8220; nicht Aufgabe der Pflege ist. Vor diesem Hintergrund sind die &#8222;Pflege mit Herz&#8220;-Stelleanzeigen und ein &#8222;Wir-haben-alte-Menschen-doch-so-lieb&#8220;-Bild auf SocialMedia durchaus manchmal vielsagend. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Herausforderndes Verhalten ist ein Hinweis. Manchmal ein leiser, manchmal ein massiver</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Unruhe kann auf Schmerzen hinweisen. Aggression kann Ausdruck von Angst sein. Abwehr bei der Körperpflege kann bedeuten, dass jemand friert, sich schämt, die Handlung nicht versteht oder eine Bewegung weh tut. Rückzug kann Überforderung sein – oder Depression. Nächtliches Rufen kann Einsamkeit bedeuten, aber auch Desorientierung, Durst, Schmerzen oder einen gestörten Tag-Nacht-Rhythmus. Ständiges Aufstehen kann Bewegungsdrang sein, aber ebenso Harndrang, innere Unruhe oder das Bedürfnis, „nach Hause“ zu müssen.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<div style="background:#ffffff; border-left:6px solid #7a5aa6; padding:28px 32px; margin:32px 0; border-radius:10px; box-shadow:0 2px 8px rgba(0,0,0,0.04);">
  <p style="margin:0; font-size:1.65rem; line-height:1.7; color:#222222; font-weight:500;">
    Wer hier nur mitfühlt, aber nicht prüft, bleibt an der Oberfläche. Das kann freundlich aussehen und kurzfristig sogar beruhigend wirken – und dennoch unzureichend sein.
  </p>
</div>
</div>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gerade darin liegt die fachliche Herausforderung: Das sichtbare Verhalten sagt noch nicht, was die Ursache ist. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mit anderen Worten: Wer Verhaltenssymptome nur als „demenztypisch“ hinnimmt oder nur beziehungsorientiert beantwortet, riskiert, behandelbare Ursachen zu übersehen. Das ist nicht nur ein fachliches Defizit. Es ist für den betroffenen Menschen eine reale Belastung. Wichtige und in der Praxis tragfähige und umsetzbare Strategien und Vorgehensweisen zu etablieren hat daher die größere Bedeutung, als &#8222;Freundlichkeit&#8220; zu trainieren. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Empathie ist unverzichtbar. Aber sie ist kein Ersatz für Analyse</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wer Menschen mit Demenz wirklich helfen will, darf sich nicht damit zufriedengeben, Verhalten freundlich zu betrachten. Er muss nach Ursachen suchen, Auslöser erkennen, körperliche Belastungen mitdenken, Situationen verändern und die Wirkung seines Handelns prüfen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mitgefühl ohne Fachlichkeit kann gut gemeint sein. Für Betroffene bleibt es trotzdem oft unzureichend. Oder zugespitzt gesagt: Nett sein nimmt keinem Menschen mit Demenz den Schmerz durch Harnverhalt. Fachlich gutes Handeln am Ende schon. Denken Sie immer daran: Haltung darf nicht gegen Analyse ausgespielt werden &#8211; und sie auch nicht überstimmen oder gar dazu führen, dass sie für Pflegeprofis obsolet wird. </p>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Verhalten verstehen und handhaben – wie geht man sachlich und kriteriumsgeleitet vor?</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/11/verhalten-verstehen-und-handhaben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 17:25:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In Klinik, ambulanter Versorgung und Pflegeheimen begegnet Ihnen Verhalten, das als seltsam, auch als „abnorm“ oder „herausfordernd“ erlebt wird: Unruhe, Abwehr, Rufen, Aggression, Weglaufdrang, Misstrauen, Mitmachen verweigern, Entkleiden, dauerndes Klingeln,&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/11/verhalten-verstehen-und-handhaben/">Verhalten verstehen und handhaben – wie geht man sachlich und kriteriumsgeleitet vor?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In Klinik, ambulanter Versorgung und Pflegeheimen begegnet Ihnen Verhalten, das als seltsam, auch als „abnorm“ oder „herausfordernd“ erlebt wird: Unruhe, Abwehr, Rufen, Aggression, Weglaufdrang, Misstrauen, Mitmachen verweigern, Entkleiden, dauerndes Klingeln, Fixiertsein auf ein Thema. Die entscheidende Frage ist selten: &#8222;Wie kriege ich das weg?&#8220; – sondern: &#8222;Was will mir dieses Verhalten sagen, und was braucht die Person jetzt, damit sich die Situation normalisiert?&#8220;. Da der Pflegealltag vielerorts häufig von Zeitdruck geprägt ist, braucht es griffige, einprägsame Methoden. Schritte, die auch unter Druck gelingen sind wichtiger als der gute Rat: &#8222;Setzen Sie sich doch mal ne halbe Stunde zum Betroffenen.&#8220; &#8211; weil man &#8222;die halbe Stunde&#8220; im normalen Dienst einfach meist nicht hat. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Herausforderndes Verhalten wirkt im Moment oft wie ein persönlicher Angriff oder wie „reine Unkooperativität“. Im Alltag hilft es, den emotionalen Impuls kurz zu parken und in einen strukturierten Modus zu wechseln: erst beobachten, dann prüfen, dann handeln – und das Ganze so dokumentieren, dass es in Übergabe, Visite und Verlegungsbericht sofort nutzbar ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Drei Merksätze, die Sie durch fast jede Situation tragen</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/02/zwischenbild1-1-scaled.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="538" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/02/zwischenbild1-1-1024x538.jpg" alt="" class="wp-image-3443" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/02/zwischenbild1-1-1024x538.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/02/zwischenbild1-1-300x158.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/02/zwischenbild1-1-768x403.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/02/zwischenbild1-1-1536x806.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/02/zwischenbild1-1-2048x1075.jpg 2048w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/02/zwischenbild1-1-1320x693.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Der einfache 5-Schritt-Algorithmus: STOPP – PRÜFEN – EINORDNEN – HANDELN – DOKUMENTIEREN</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">STOPP: Sichern Sie in den ersten 20 Sekunden Beziehung und Sicherheit, indem Sie Tempo rausnehmen (Merksatz: Langsam werden, um schneller zu werden). Halten Sie ggfs. Abstand, bleiben Sie offen in der Körperhaltung, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/03/19/stay-focused-kontakt-und-kommunikationsverhalten-verbessern/">sprechen Sie ruhig und in kurzen Sätzen</a>, reduzieren Sie nötigenfalls Reize (Licht, Lärm, Personenanzahl) und bieten Sie echte Wahlmöglichkeiten an (zwei akzeptable Optionen). Wenn möglich, spricht nur eine Bezugsperson. Mini-Sätze, die fast immer tragen: „Ich sehe, das ist gerade zu viel. Ich bleibe bei Ihnen.“ / „Wir machen erst eine kurze Pause. Dann schauen wir gemeinsam weiter.“ / „Sie müssen das nicht jetzt. Wollen Sie erst sitzen oder erst trinken?“</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">PRÜFEN: Wechseln Sie direkt in den „Körper zuerst“-Schnellcheck, vor allem wenn das Verhalten plötzlich kippt (Merksatz: <strong>Wenn Verhalten plötzlich kippt, ist es oft Körper</strong>) und nicht auf den ersten Blick eine in Frage kommende Ursache wahrscheinlich ist. Prüfen Sie je nach Setting systematisch Schmerz (auch „stumm“: Mimik, Schonhaltung, Abwehr bei Berührung), Harndrang/Obstipation/Übelkeit, Atemnot/Hypoxie, Fieber/Infekt/Dehydratation, Hypo-/Hyperglykämie und Blutdruckentgleisung, Nebenwirkungen/Interaktionen (neue Medikamente, Dosisänderungen, Sedierung), Sinnesprobleme (Brille/Hörgerät fehlt, Blendung, Dunkelheit) sowie Entzug (Nikotin, Alkohol, Benzodiazepine) und Schlafmangel. Pragmatischer Merksatz: Wenn Sie keinen Auslöser finden: Abstimmung mit Team / Arzt und: behandeln Sie zuerst das Naheliegende, das gefährlich ist oder zu werden droht.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">EINORDNEN: Trennen Sie konsequent Fakten von Deutung (Merksatz: Fakt ist messbar. Deutung ist eine Hypothese). Beschreiben Sie konkret, was passiert (was, wie lange, wie oft, in welcher Situation, mit welchen Worten) und markieren Sie erst danach Ihre Vermutung als Hypothese, statt sie als Eigenschaft der Person zu formulieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Drei robuste Interventionsblöcke, die fast immer helfen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">A) Orientierung und Kontrolle zurückgeben</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">ankündigen, erklären, in kleine Schritte zerlegen</li>



<li class="has-medium-font-size">Zustimmung aktiv einholen (auch nonverbal)</li>



<li class="has-medium-font-size">Optionen: „Jetzt oder in 10 Minuten?“ – „Links oder rechts?“</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">B) Reiz und Tempo anpassen</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Umgebung beruhigen, Personenzahl reduzieren</li>



<li class="has-medium-font-size">Pausen einbauen, Tätigkeiten verkürzen</li>



<li class="has-medium-font-size">bekannte Routinen nutzen (gleiche Reihenfolge, gleiche Worte)</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">C) Beziehung und Würde schützen</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">nicht diskutieren, nicht belehren, nicht „gewinnen“</li>



<li class="has-medium-font-size">bei Abwehr: „Rückzug statt Druck“</li>



<li class="has-medium-font-size">bei Angst: „Sicherheitssätze“ wiederholen, nicht argumentieren</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wenn Gefahr im Verzug ist:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Teamruf, klare Rollen, Schutz vor Verletzungen</li>



<li class="has-medium-font-size">medizinische Abklärung priorisieren (z. B. akutes Delir, Hypoxie, Hypoglykämie)</li>



<li class="has-medium-font-size">freiheitsentziehende Maßnahmen sind Hochrisiko: immer verhältnismäßig, begründet, so kurz wie möglich, sauber dokumentiert und nach Hausstandard/gesetzlichen Vorgaben</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Dokumentieren: Kurz, standardisiert, übergabefähig</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Merksatz: Dokumentation ist Teamgedächtnis und Patientensicherheit.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nutzen Sie ein kurzes Schema, das in Übergabe, Visite und Verlegungsbericht andockt. Am praktikabelsten ist ein kurzer Eintrag im Muster Situation – Observation – Vermutete Faktoren – Maßnahme – Effekt.</p>



<!-- Infobox: S-O-V-M-E für Übergabe / Informationsweitergabe -->
<section class="infobox-so-vme" aria-label="S-O-V-M-E Schema für Übergabe, Visite und Verlegungsbericht">
  <div class="infobox-so-vme__header">
    <span class="infobox-so-vme__icon" aria-hidden="true"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4e4.png" alt="📤" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></span>
    <h3 class="infobox-so-vme__title">Kurzschema für Übergabe, Visite und Verlegungsbericht</h3>
  </div>

  <p class="infobox-so-vme__lead">
    Nutzen Sie ein kurzes Schema, das in Übergabe, Visite und Verlegungsbericht andockt:
  </p>

  <div class="infobox-so-vme__acronym">
    <span class="infobox-so-vme__tag">S-O-V-M-E</span>
    <span class="infobox-so-vme__meaning">(Situation – Observation – Vermutete Faktoren – Maßnahme – Effekt)</span>
  </div>

  <ul class="infobox-so-vme__list">
    <li><span class="infobox-so-vme__letter">S</span> Situation: Wann, wo, wodurch ausgelöst?</li>
    <li><span class="infobox-so-vme__letter">O</span> Observation: Was genau, wie stark, wie lange?</li>
    <li><span class="infobox-so-vme__letter">V</span> Vermutete Faktoren: Körper/Kopf/Kontext (nur als Hypothese markieren)</li>
    <li><span class="infobox-so-vme__letter">M</span> Maßnahme: Was wurde konkret getan?</li>
    <li><span class="infobox-so-vme__letter">E</span> Effekt: Was hat sich geändert, woran erkennbar?</li>
  </ul>
</section>

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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wir bewerten Verhalten nicht moralisch – wir lösen ein Versorgungsproblem. Wenn Ihr Team eine gemeinsame Sprache hat (Fakt vs. Deutung, Körper-Kopf-Kontext, S-O-V-M-E), sinkt das Konfliktpotential im Team, Übergaben werden kürzer, und die betroffene Person erlebt mehr Sicherheit und weniger Eskalation. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/17/unsichtbarer-mehraufwand-demenz-ist-im-krankenhaus-auch-ein-steuerungsproblem/">Gerade Krankenhäuser sollten zudem darauf achten, dass möglicher Mehraufwand auch dokumentiert wird.</a> </p>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/11/verhalten-verstehen-und-handhaben/">Verhalten verstehen und handhaben – wie geht man sachlich und kriteriumsgeleitet vor?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Verlegungsstress nach Umzug oder Heimaufnahme – was ist normal und was ist zu tun?</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/21/verlegungsstress-nach-umzug-oder-heimaufnahme-was-ist-normal-und-was-ist-zu-tun/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jan 2026 19:56:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[Agitation]]></category>
		<category><![CDATA[angehörigenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Wohnortwechsel ist für viele ältere Menschen belastend. Bei Menschen mit Demenz kommt oft noch dazu: Orientierung, Routine, vertraute Gesichter und “Lesbarkeit” der Umgebung sind zentrale Sicherheitsanker. Wenn diese wegfallen,&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/21/verlegungsstress-nach-umzug-oder-heimaufnahme-was-ist-normal-und-was-ist-zu-tun/">Verlegungsstress nach Umzug oder Heimaufnahme – was ist normal und was ist zu tun?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein Wohnortwechsel ist für viele ältere Menschen belastend. Bei Menschen mit Demenz kommt oft noch dazu: Orientierung, Routine, vertraute Gesichter und “Lesbarkeit” der Umgebung sind zentrale Sicherheitsanker. Wenn diese wegfallen, kann der Übergang wie ein Schock wirken. In der Forschung wird das als Umzugs-/Verlegungsstress beschrieben (englisch häufig: Relocation Stress Syndrome, teils auch Transfer Trauma). Typisch sind Angst, depressive Symptome, Rückzug oder Verwirrtheit – besonders in den ersten Wochen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wichtig: Nicht jede Verschlechterung ist “der Umzug”</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Viele Einzüge ins Pflegeheim passieren nicht geplant, sondern nach einer Krise: <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/14/sturzrisiko-bei-demenz-nicht-nur-die-medikamente-zaehlen/">Sturz</a>, Krankenhausaufenthalt, Delir, akute Überforderung zu Hause. Dann überlagern sich mehrere Stressoren, und Ursache/Wirkung sind auch in Studien nicht immer sauber trennbar. Genau deshalb lohnt es sich in der Praxis, den Übergang als Hochrisikophase zu behandeln – unabhängig davon, “wie gut das Heim ist”.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In der Anpassungsphase werden in Übersichtsarbeiten immer wieder ähnliche Muster beschrieben: mehr depressive Zeichen, mehr Unruhe/Agitation, mehr Rückzug, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/10/s3-leitlinie-delir-im-hoeheren-lebensalter-was-ist-neu/">zeitweise mehr Verwirrtheit</a>, teils auch Einbußen bei Kognition und körperlicher Stabilität bzw. mehr Sturzereignisse rund um die Aufnahmephase.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das kann normal sein, wenn es:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">in Wellen kommt (gute und schlechte Tage),</li>



<li class="has-medium-font-size">klar mit Tageszeiten/Überforderung zusammenhängt (abends, bei vielen Reizen),</li>



<li class="has-medium-font-size">innerhalb von 2–6 Wochen abnimmt oder sich zumindest stabilisiert,</li>



<li class="has-medium-font-size">durch Sicherheit, Struktur, Beziehung sichtbar gebessert werden kann.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">5 wichtige Punkte für die Pflege bei der Neuaufnahme</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In diesem kurzen Video sind kompakt 5 wesentliche Punkte benannt, die die professionelle Pflege im Blick haben sollte. Und was ist eigentlich mit der Frage &#8222;besuchen oder nicht besuchen?&#8220;. </p>



<figure class="wp-block-video"><video height="720" style="aspect-ratio: 1280 / 720;" width="1280" controls src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/01/FinalUmzugLangzeitpflege.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption">Das Video können Sie auch via Youtube im Kanal &#8222;Demenz: Aufmerksam gemacht&#8220; abrufen. <a href="https://youtu.be/sHG7mAtpdfY">Klicken Sie einfach hier.</a> </figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Umzugsstress ist mehr als “nur Stimmung”</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Umzugsstress kann depressive Symptome im ersten Jahr nach Umzug in eine Langzeitpflegeeinrichtung vorhersagen – unabhängig davon, ob eine kognitive Beeinträchtigung vorliegt. Das macht Umzugsstress zu einem eigenständigen Risikofaktor, den Pflegefachpersonen aktiv monitoren können. Zusätzlich scheint der “Weg in die Einrichtung” relevant zu sein: Wer direkt aus Akut-/Postakutversorgung verlegt wird, hat ein erhöhtes Depressionsrisiko im ersten Jahr (im Vergleich zu anderen Zuzugswegen).Neuere Arbeiten zeigen auch differenziertere Verläufe. Wenn Menschen in eine passendere, sicherere oder besser unterstützende Umgebung wechseln, können Veränderungen eher kurzfristig sein und müssen nicht automatisch zu langfristigen Verschlechterungen führen. Entscheidend sind Kontext und Übergangsgestaltung.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für Angehörige finden Sie hier eine Mini-Checkliste für die Umzugsphase (pdf). </p>



<div class="wp-block-file"><a id="wp-block-file--media-9c52e9a1-37dc-4586-9405-11c25cc67c88" href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/01/ChecklisteUmzugDemenzjg.pdf">Umzug in die Langzeitpflege</a><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/01/ChecklisteUmzugDemenzjg.pdf" class="wp-block-file__button wp-element-button" download aria-describedby="wp-block-file--media-9c52e9a1-37dc-4586-9405-11c25cc67c88">Herunterladen</a></div>



<h2 class="wp-block-heading">Pflege ist besonders gefordert: die ersten Tage</h2>



<!-- Praxis-Checkliste: größere Schrift (WordPress Custom HTML) -->
<h2>Praxis-Checkliste: Was Sie in den ersten 14 Tagen konkret tun können</h2>

<div style="font-size:1.15em; line-height:1.6;">
  <ul>
    <li>Ein fester Tagesanker: gleiche Begrüßung, gleicher Sitzplatz, gleiche Kernrituale</li>
    <li>Eine Bezugsperson definieren (Team + Angehörige), mit klarer Erreichbarkeit</li>
    <li>Reizmanagement: lieber weniger Angebote, dafür verlässlich und wiederholbar</li>
    <li>Orientierung leicht machen: sichtbare Orientierungspunkte, ruhige Wege, gute Beleuchtung</li>
    <li>Schmerzen, Infekte, Nebenwirkungen aktiv ausschließen (nicht abwarten)</li>
    <li>Trink- und Esssituation beobachten und niedrigschwellig stützen</li>
    <li>Jeden Tag eine kurze „Was hat geholfen?“-Notiz: Situation – Beobachtung – vermutete Auslöser – Maßnahme – Wirkung</li>
  </ul>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In der Praxis ist Verlegungsstress kein „weiches Thema“, sondern eine absehbare Risikophase, in der sich Sicherheit, Stimmung, Schlaf, Mobilität und Versorgungskomplexität in kurzer Zeit verschieben können. Behandeln Sie die ersten Wochen deshalb als eine strukturierte &#8222;Übergangspflege&#8220;: weniger Aktionismus, mehr Verlässlichkeit, klare Bezugspersonen, ein gut lesbares Umfeld und ein konsequenter Blick auf Schmerz, Infekte, Delirzeichen sowie Ess- und Trinkverhalten. Wenn Sie Veränderungen früh als Verlauf erkennen und gezielt gegensteuern, verhindern Sie, dass aus normaler Anpassungsbelastung ein länger anhaltender Abwärtstrend wird – und machen zugleich sichtbar, was Pflege in dieser Phase wirklich leistet: Stabilität herstellen, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/02/demenz-und-desorientierung-viel-mehr-als-nicht-von-a-nach-b-zu-finden/">Orientierung sichern</a> und Beziehung als Schutzfaktor systematisch nutzen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Zum Weiterlesen / Quellen</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7048638/">Costlow K, et al. (2019). The impact of relocation stress on cognitively impaired and cognitively unimpaired long-term care residents. (Volltext bei PubMed Central).</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1041610224013590">Sury L, et al. (2013). Moving in: adjustment of people living with dementia going into a nursing home and their families. International Psychogeriatrics. (ScienceDirect Übersichtsseite). </a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35930794/">Plys E, et al. (2022). Depression within the First Year of Relocation to Residential Care/Assisted Living: Where You Come From Matters. (PubMed).</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://link.springer.com/article/10.1186/s12877-020-01542-7">Gaugler JE, et al. (2020). The Residential Care Transition Module: a single-blinded randomized controlled evaluation of a telehealth support intervention for family caregivers of persons with dementia living in residential long-term care. BMC Geriatrics.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12560283/">Urbanski DP, et al. (2025). Process evaluation of the Residential Care Transition Module (RCTM). (Volltext bei PubMed Central).</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S002074891730086X">Müller C, et al. (2017). Interventions to support people with dementia and their caregivers in the transition from home care to nursing home care: systematic review. International Journal of Nursing Studies. (ScienceDirect Abstractseite).</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/21/verlegungsstress-nach-umzug-oder-heimaufnahme-was-ist-normal-und-was-ist-zu-tun/">Verlegungsstress nach Umzug oder Heimaufnahme – was ist normal und was ist zu tun?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Unsichtbarer Mehraufwand: Demenz ist im Krankenhaus (auch) ein Steuerungsproblem</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/17/unsichtbarer-mehraufwand-demenz-ist-im-krankenhaus-auch-ein-steuerungsproblem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jan 2026 10:45:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> Patienten mit Demenz bringen im Krankenhaus nicht automatisch „mehr Pflege“, sondern ein anderes Profil von Pflegearbeit: mehr Präsenz, mehr Kommunikation, mehr Prävention, mehr Koordination. Genau dieses Profil verschwindet im Alltag&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/17/unsichtbarer-mehraufwand-demenz-ist-im-krankenhaus-auch-ein-steuerungsproblem/">Unsichtbarer Mehraufwand: Demenz ist im Krankenhaus (auch) ein Steuerungsproblem</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"> Patienten mit Demenz bringen im Krankenhaus nicht automatisch „mehr Pflege“, sondern ein anderes Profil von Pflegearbeit: mehr Präsenz, mehr Kommunikation, mehr Prävention, mehr Koordination. Genau dieses Profil verschwindet im Alltag leicht hinter Routinewerten, ADL-Logiken und knappen Übergaben. Das Ergebnis ist eine paradoxe Lage: Die Station arbeitet sichtbar am Limit, aber in der Organisationslogik wirkt es wie Normalbetrieb.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für Führung und Pflegeleitung ist das kein „Pflegeproblem“, sondern ein Steuerungsproblem. Denn solange Zusatzaufwand und Risikodynamik nicht strukturiert abgebildet sind, werden sie weder planbar noch argumentierbar. Und was nicht planbar ist, wird im Akutbetrieb zwangsläufig reaktiv gelöst: mit Feuerwehrmodus, 1:1-Bindungen ohne Vorwarnung, fixierungsnahen Situationen, eskalierenden Angehörigengesprächen und vermeidbaren Komplikationen. Hinzu kommt, dass eine fehlende Abbildung den tatsächlichen Aufwand unsichtbar macht. Damit sind Ergebnisse schlecht steuerbar &#8211; und auch nicht nutzbar zum Beispiel für die Öffentlichkeitsarbeit. </p>



<h2 class="wp-block-heading">„Nicht dokumentiert“ ist meist auch „nicht geplant“ </h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Krankenhäuser steuern über Daten, Routinen und Standards: Dienstbesetzung, Skill-Mix, Prozessdesign, Risiko- und Qualitätsmanagement, Schnittstellen zum Entlassmanagement. Wenn das abweichende Pflegeprofil bei Demenzpatienten in diesen Logiken nicht auftaucht, entsteht eine systematische Verzerrung:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Der Aufwand wird als „Normalfall“ missverstanden. Personalplanung und Erwartungsmanagement passen nicht zur Realität.</li>



<li class="has-medium-font-size">Risiken werden zu Einzelfällen erklärt, statt als wiederkehrende Prozessrisiken behandelt.</li>



<li class="has-medium-font-size">Ökonomische Argumente bleiben weich: Ohne strukturierte Abbildung wirkt der Hinweis auf Mehrarbeit wie subjektive Belastung, nicht wie nachvollziehbarer Leistungs- und Risikofaktor.</li>



<li class="has-medium-font-size">Lernen wird verhindert: Häufungen (z. B. „Nächte kippen“, „Diagnostik triggert Abwehr“, „Essen und Trinken eskaliert“) bleiben unsichtbar, weil es keine vergleichbare Sprache und keine Marker gibt.</li>



<li class="has-medium-font-size">Verbesserungen und ergebnisse die das Krankenhaus hinsichtlich des handlings und Verhaltens der Betroffenen erzielen, bleiben ungesehen und ungenutzt. </li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Konsequenz: Nicht nur Mitarbeitende leiden unter &#8222;unerwarteter&#8220; Mehrbelastung. Auch die Organisation verliert Steuerungsfähigkeit. Sie sieht zu spät, wo Risiken entstehen, welche Maßnahmen wirken und wo Prozesse angepasst werden müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Patientensicherheit als Prozessfrage: Delir, Sturz, Aspiration, Eskalationen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Im Krankenhaus sind die zentralen Gefährdungen bei Menschen mit Demenz selten „die Demenz“. An sich ist eine Demenz ohnehin nicht krankenhauspflichtig. Es sind akute Entgleisungen und Folgekaskaden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Delir und delirnahe Verläufe: wechselnde Aufmerksamkeit, Tag-Nacht-Umkehr, plötzliche Verwirrtheit, Halluzinationen.</li>



<li class="has-medium-font-size">Stürze und Verletzungen: häufig als Folge von Unruhe, impulsivem Aufstehen, Überforderung in ungewohnter Umgebung.</li>



<li class="has-medium-font-size">Aspiration, Pneumonie, Mangelernährung/Exsikkose: wenn Schluckauffälligkeiten und Ess- und Trinkunterstützung nicht früh genug sichtbar werden.</li>



<li class="has-medium-font-size">Eskalationen in körpernahen Situationen oder bei Diagnostik/Transport: Abwehr, Angst, Aggression, Fixierungs- oder Sedierungsdruck.</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Leitlinien betonen seit Jahren: Delir ist häufig, hat schwere Folgen (u. a. längere Verweildauer, höhere Mortalität, Funktionsverlust) und erfordert systematische Prävention, Erkennung und Behandlung.  Wichtig für die Führungslogik: Das sind keine „Patiententhemen“, sondern Prozessereignisse. Sie binden Personal, stören Abläufe, erzeugen Zusatzdiagnostik, Beschwerden, Dokumentationsaufwand und erschweren Entlassentscheidungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Typische Aufwandtreiber im Alltag: wo Zeit wirklich gebunden wird</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wenn ich in Krankenhaus-Teams frage, wo Zeit „verschwindet“, kommen selten große Einzelaufgaben. Stattdessen sind es wiederkehrende Mikrointerventionen, die sich pro Schicht addieren. Das ist die reale Pflegearbeit. Sie wird nur häufig nicht als steuerungsrelevante Leistung codiert. Genau hier entsteht der Bruch zwischen „gefühlt viel mehr“ und „organisatorisch nicht sichtbar“.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
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<div style="background:#d9f0ff; padding:18px 20px; border-radius:10px; border:1px solid #b9e2ff; line-height:1.5;">
  <div style="font-size:22px; font-weight:700; margin:0 0 10px 0;">
    Führungslogik in einem Satz
  </div>
  <div style="font-size:18px; margin:0;">
    Nicht zusätzliche Dokumentation ist das Ziel, sondern ein kurzer, standardisierter Datensatz, der Risiken früh sichtbar macht und Entscheidungen steuerbar macht.
  </div>
</div>

</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<h2 class="wp-block-heading">Handlungsfähigkeit, ohne in Eurobeträge ausweichen zu müssen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Prozessanpassungen (Diagnostikabläufe, Transportlogik, Schlafschutz, Reizreduktion), ein passender Personal- und Skill-Mix (definierte Sicherheitszeiten, gezielte 1:1-Optionen, priorisierte Spitzenzeiten), gezielte Qualifizierung (Delirmanagement, Kommunikation, Ess- und Trinkunterstützung inklusive Schluckwarnzeichen) sowie klare Pfade und Standards (Delirpfad, Schluckauffälligkeits-Standard, Transferregeln, Eskalationsregeln) machen Versorgung planbar und sicherer. Gleichzeitig wird Rechtssicherheit greifbarer: Bei Stürzen, fixierungsnahen Situationen oder Beschwerden zählt häufig die nachvollziehbare Kette „erkannt – begründet – gehandelt“. Leitlinien betonen, dass strukturierte Erkennung und Management dokumentierbar und nachvollziehbar sein müssen, weil Delir und vergleichbare Risiken erhebliche Folgen haben.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Brücke zur Praxis: wie eine kurze Verlaufsdokumentation den Alltag stabilisiert</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine kurze, verlaufsorientierte Dokumentation wirkt in der Praxis meist schneller als große Programme, weil sie genau an den neuralgischen Punkten ansetzt: Übergabequalität, Frühbesprechung, Eskalationsregeln, Entlassplanung.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="675" height="367" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/01/Steuerung1.jpg" alt="" class="wp-image-3390" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/01/Steuerung1.jpg 675w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/01/Steuerung1-300x163.jpg 300w" sizes="(max-width: 675px) 100vw, 675px" /></figure>
</div>


<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Aktuell passt dazu auch die Entwicklung der Leitlinienlandschaft: In Deutschland gibt es inzwischen eine S3-Leitlinie „Delir im höheren Lebensalter“ (AWMF-Register), die Prävention, Diagnostik und Therapie sektorenübergreifend adressiert. Das unterstreicht, dass Delir- und Risikomanagement im Krankenhaus kein Randthema ist, sondern Standard werden soll.</p>



<p class="has-light-green-cyan-background-color has-background wp-block-paragraph">Mein Tipp für die Umsetzung (für Pflegeleitung und PDL)<br>Starten Sie nicht mit einem perfekten Konzept, sondern mit einem testbaren Minimal-Set auf einer Pilotstation: 8 Marker, 1 Zeitband, 1 Ereignisschema. Nach vier Wochen sehen Sie schon Muster (Schicht, Diagnostik, Aufnahmephase). Danach entscheiden Sie datenbasiert, was wirklich ergänzt werden muss.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Unsichtbarer Mehraufwand ist kein individuelles Belastungsthema, sondern ein Systemfehler in der Steuerung. Menschen mit Demenz bringen im Krankenhaus ein anderes Pflegeprofil mit: Präsenz, Kommunikation, Prävention und Koordination. Wenn dieses Profil nicht strukturiert abgebildet wird, bleiben Risiken, Aufwand und wirksame Maßnahmen unsichtbar. Ein  standardisiertes Minimal-Set reicht häufig aus, um Patientensicherheit, Planbarkeit, Rechtssicherheit und Entlassqualität spürbar zu verbessern.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/17/unsichtbarer-mehraufwand-demenz-ist-im-krankenhaus-auch-ein-steuerungsproblem/">Unsichtbarer Mehraufwand: Demenz ist im Krankenhaus (auch) ein Steuerungsproblem</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>S3-Leitlinie „Delir im höheren Lebensalter“: Was ist neu?</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/10/s3-leitlinie-delir-im-hoeheren-lebensalter-was-ist-neu/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2026 08:12:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[Akutkrankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[altenpflege]]></category>
		<category><![CDATA[AWMF 109-001]]></category>
		<category><![CDATA[delir]]></category>
		<category><![CDATA[Delir im höheren Lebensalter]]></category>
		<category><![CDATA[delirprävention]]></category>
		<category><![CDATA[delirrisiko]]></category>
		<category><![CDATA[delirscreening]]></category>
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		<category><![CDATA[S3-Leitlinie]]></category>
		<category><![CDATA[Tertiärprävention]]></category>
		<category><![CDATA[Ursachenbehandlung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Delir gehört zu den häufigsten und zugleich folgenreichsten Komplikationen im höheren Lebensalter. Neu ist jetzt nicht, dass Delir „wichtig“ ist – neu ist, dass es erstmals eine S3-Leitlinie gibt, die&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/10/s3-leitlinie-delir-im-hoeheren-lebensalter-was-ist-neu/">S3-Leitlinie „Delir im höheren Lebensalter“: Was ist neu?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Delir gehört zu den<a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/04/23/persistentes-delir-weit-verbreitet-und-langanhaltend/"> häufigsten und zugleich folgenreichsten</a> Komplikationen im höheren Lebensalter. Neu ist jetzt nicht, dass Delir „wichtig“ ist – neu ist, dass es erstmals eine S3-Leitlinie gibt, die das Thema konsequent über alle Versorgungsbereiche hinweg zusammenbindet: von der <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/25/delir-dauer-der-aufnahme-steigert-das-risiko/">Notaufnahme</a> über die Akutstation bis in die Langzeitpflege und die Nachsorge. Menschen mit Demenz sind besonders gefährdet, ein Delir zu erleiden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet „S3“</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">„S3“ steht für die höchste Qualitätsstufe medizinischer Leitlinien in Deutschland. Das heißt: Empfehlungen entstehen nicht nur aus Expertenmeinungen, sondern auf Basis systematisch bewerteter Studienlage und eines formalen Konsensverfahrens. Für die Pflegepraxis bedeutet das: Die Empfehlungen sind in der Regel transparenter begründet und verlässlicher als bei S1 (Expertenkonsens ohne systematische Evidenzaufarbeitung) oder S2 (Teilschritte, aber nicht zwingend beides zusammen).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der große Unterschied zu früher: ein transsektoraler Rahmen statt „Insellösungen“</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Viele Einrichtungen kannten Delirempfehlungen bisher vor allem aus einzelnen Kontexten: neurologische Akutversorgung, Intensivstation, Alkoholentzugsdelir oder palliative Situationen. Die neue S3-Leitlinie <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/09/01/aus-der-spur-geraten-patient-mit-demenz-und-delir/">„Delir im höheren Lebensalter“</a> setzt hier einen deutlich breiteren Rahmen: Sie richtet sich an Menschen über 65 Jahre, fokussiert auf nicht <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/03/05/antipsychotika-zur-delirbehandlung/">substanzbedingtes Delir </a>(ICD-10 F05) und beschreibt einen durchgängigen Versorgungspfad – inklusive Langzeitpflege sowie Nachsorge/Reha.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ist im Alltag wirklich neu?</p>



<ol class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Delir-Risiko früher und sichtbarer erfassen – auch in der Langzeitpflege<br>Die Leitlinie stärkt ein pragmatisches Delir-Risikoscreening als Standard: bereits in der Notaufnahme, im akutstationären Bereich und präoperativ im chirurgischen Setting. Für Pflegefachpersonen besonders relevant: Auch in der Langzeitpflege soll Delirrisiko bei Aufnahme sowie bei relevanten Veränderungen (z. B. Infekt, Immobilität, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/06/22/delir-risiko-arzneimittel/">Medikationswechsel</a>) aktiv mitgedacht und in der Dokumentation sichtbar gekennzeichnet werden. </li>



<li class="has-medium-font-size">Delirscreening als Prozess – nicht nur als „wir machen das schon“<br>Dass Delir erkannt werden soll, ist nicht neu. Neu ist, wie deutlich die Leitlinie die Umsetzung als Prozess beschreibt: Screening gezielt bei Risiko und in Phasen hoher Vulnerabilität. Dabei sollen Frequenz und Dauer so angelegt sen, dass fluktuierende Symptome nicht übersehen werden. Und Schulung als Qualitätsstandard: vor Instrumenteneinsatz Delir-/Delirmanagement-Schulung plus Screening-Training; mindestens jährliche Schulungsangebote.</li>
</ol>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein wichtiger Praxispunkt ist außerdem der Umgang mit Belastung und Ablehnung: Wiederholtes Screening kann belastend sein; eine Ablehnung ist zu respektieren. Dann soll auf Fremdbeobachtung und besonders aufmerksames klinisches Beobachten ausgewichen werden. Das ist eine klare Leitplanke für die tägliche Arbeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Überblick</h2>



<table style="width:100%; border-collapse:separate; border-spacing:0; font-family:Arial, sans-serif; font-size:15px; line-height:1.45; border:1px solid #d9d9d9; border-radius:8px; overflow:hidden;">
  <thead>
    <tr>
      <th style="width:50%; text-align:left; padding:14px 14px; background:#e9e9e9; color:#222; border-bottom:1px solid #d9d9d9; vertical-align:top;">
        Bisher / alt (typische Praxislage)
      </th>
      <th style="width:50%; text-align:left; padding:14px 14px; background:#dff0ff; color:#222; border-bottom:1px solid #d9d9d9; vertical-align:top;">
        Neu in der S3-Leitlinie 109-001 (pflegerelevant)
      </th>
    </tr>
  </thead>

  <tbody>
    <tr>
      <td style="padding:14px 14px; background:#f2f2f2; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Delir-Management war häufig settingabhängig und inhaltlich verteilt; Übergänge zwischen Krankenhaus und Langzeitpflege waren oft nicht sauber geregelt.
      </td>
      <td style="padding:14px 14px; background:#e8f4ff; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Durchgängiger, transsektoraler Versorgungspfad: Empfehlungen sind ausdrücklich für Notaufnahme, Akutstation, Langzeitpflege und Nachsorge gedacht – mit Fokus auf Team-Umsetzbarkeit.
      </td>
    </tr>

    <tr>
      <td style="padding:14px 14px; background:#f2f2f2; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Delirrisiko wurde in der Pflege oft eher implizit erkannt (Erfahrung), statt als Standardprozess dokumentiert.
      </td>
      <td style="padding:14px 14px; background:#e8f4ff; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Risikoscreening als strukturierter Standard: Notaufnahme, stationär und auch bei Aufnahme in die Langzeitpflege sowie bei relevanten Veränderungen; hohes Risiko soll sichtbar dokumentiert werden.
      </td>
    </tr>

    <tr>
      <td style="padding:14px 14px; background:#f2f2f2; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        In der Langzeitpflege wurde Delirprävention teils über einzelne Routinen gedacht (z. B. Bilanzierung als Hauptmaßnahme).
      </td>
      <td style="padding:14px 14px; background:#e8f4ff; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Flüssigkeitsbilanzierung nicht als isolierte Einzelmaßnahme zur Delirprävention; stattdessen bedarfsgerechte Multikomponenten-Ansätze.
      </td>
    </tr>

    <tr>
      <td style="padding:14px 14px; background:#f2f2f2; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Delirscreening: Häufigkeit/Timing uneinheitlich; fluktuierende Symptome wurden leichter übersehen.
      </td>
      <td style="padding:14px 14px; background:#e8f4ff; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Screening so häufig und so lange, dass fluktuierende Symptome erfasst werden; Algorithmus als Handreichung.
      </td>
    </tr>

    <tr>
      <td style="padding:14px 14px; background:#f2f2f2; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Schulungen zu Screening-Instrumenten waren unregelmäßig; Instrumente wurden uneinheitlich angewandt.
      </td>
      <td style="padding:14px 14px; background:#e8f4ff; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Qualitätsanforderung: vor Einsatz Schulung zu Delir/Delirmanagement und Screening-Training; mindestens jährliche Schulungsangebote.
      </td>
    </tr>

    <tr>
      <td style="padding:14px 14px; background:#f2f2f2; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Bei Ablehnung oder Belastung durch Screening fehlte oft ein klarer Alternativweg.
      </td>
      <td style="padding:14px 14px; background:#e8f4ff; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Ablehnung ist zu respektieren; dann auf Fremdbeobachtung bzw. besonders engmaschige klinische Beobachtung ausweichen.
      </td>
    </tr>

    <tr>
      <td style="padding:14px 14px; background:#f2f2f2; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Instrumentenwahl war oft hausstandardgetrieben; Notaufnahme und Langzeitpflege blieben teils außen vor.
      </td>
      <td style="padding:14px 14px; background:#e8f4ff; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Settingbezogene Instrumentenempfehlungen: Notaufnahme z. B. 4AT oder CAM; Akutstation u. a. CAM-Algorithmus/4AT/Nu-DESC/DOS; Langzeitpflege vorrangig klinische Beobachtung, anlassbezogen ergänzt durch Instrumente.
      </td>
    </tr>

    <tr>
      <td style="padding:14px 14px; background:#f2f2f2; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Medikamentöse Präventionsideen (Melatonin, niedrig dosierte Antipsychotika, Benzodiazepine zur Beruhigung) kamen in der Praxis vor.
      </td>
      <td style="padding:14px 14px; background:#e8f4ff; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Klare Nicht-Empfehlungen zur Delirprävention: keine Benzodiazepine prä-/intraoperativ, keine Antipsychotika, kein Melatonin, keine Cholinesterasehemmer allein zur Prävention.
      </td>
    </tr>

    <tr>
      <td style="padding:14px 14px; background:#f2f2f2; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Prävention oft als Sammlung von Einzelmaßnahmen statt konsequenter Bündelansatz.
      </td>
      <td style="padding:14px 14px; background:#e8f4ff; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Multikomponentenprogramme werden priorisiert: bei chirurgischen Patienten mit Demenz täglich individualisiert; in der Langzeitpflege ebenfalls multikomponentig, angepasst an Bedarfe (z. B. Schlafförderung, Tagesaktivierung).
      </td>
    </tr>

    <tr>
      <td style="padding:14px 14px; background:#f2f2f2; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Nach Delirereignissen gab es bei Verlegungen oder Entlassungen häufig Informationsverluste (Auslöser, Risiko, Status, Plan fehlen).
      </td>
      <td style="padding:14px 14px; background:#e8f4ff; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Strukturierter Informationstransfer mit Mindestinhalten: Risiko, auslösende Faktoren, Delirereignis, aktueller kognitiver und physischer Status; ePA als Kommunikationsweg erwähnt.
      </td>
    </tr>

    <tr>
      <td style="padding:14px 14px; background:#f2f2f2; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Tertiärprävention (Folgen reduzieren, Rückfälle vermeiden) war pflegerisch oft nicht klar mit Bausteinen hinterlegt.
      </td>
      <td style="padding:14px 14px; background:#e8f4ff; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
        Empfehlung zu individualisierten Maßnahmen zur kognitiven, sozialen und motorischen Aktivierung als Tertiärprävention.
      </td>
    </tr>
<tr>
  <td style="padding:14px 14px; background:#f2f2f2; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
    Akutphase: Sicherheitslogik dominierte; freiheitsentziehende Maßnahmen wurden teils früh erwogen.
  </td>
  <td style="padding:14px 14px; background:#e8f4ff; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
    Kernaussage: Ursachen/Auslöser behandeln, Therapie bis Symptomabklingen, körpernahe freiheitsentziehende Maßnahmen vermeiden.
  </td>
<td style="padding:14px 14px; background:#f2f2f2; color:#222; border-top:1px solid #e6e6e6; vertical-align:top;">
      </td></tr></tbody></table>



<div style="height:37px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was heißt das konkret für Ihre Pflegepraxis?</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Delirrisiko sichtbar machen (nicht nur „im Kopf behalten“), besonders bei Aufnahme und bei Veränderungen.</li>



<li class="has-medium-font-size">Screening so organisieren, dass Fluktuation nicht durchrutscht (und das Team dafür schulen).</li>



<li class="has-medium-font-size">Prävention als Bündel denken (Schlaf, Aktivierung, Orientierung, Umgebung), nicht als Einzelroutine.</li>



<li class="has-medium-font-size">Bei Ablehnung von Screenings: respektieren, aber strukturiert über Beobachtung und Fremdanamnese auffangen und die Dokumenation nutzen.</li>



<li class="has-medium-font-size">Übergaben nach Delirereignis verbindlich standardisieren (Risiko, Auslöser, aktueller Status, Plan).</li>
</ul>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Quellen / weitere Information: <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/109-001">AWMF Leitlinienregister: S3-Leitlinie „Delir im höheren Lebensalter“</a> (Reg.-Nr. 109-001, Version 1.0, Stand 30.04.2025). </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Überarbeitung: AWMF Leitlinienregister: S1-Leitlinie <a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/030-006">„Delir und Verwirrtheitszustände inklusive Alkoholentzugsdelir“</a> (Reg.-Nr. 030-006).</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/10/s3-leitlinie-delir-im-hoeheren-lebensalter-was-ist-neu/">S3-Leitlinie „Delir im höheren Lebensalter“: Was ist neu?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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		<item>
		<title>Delir im Krankenhaus – warum Menschen mit Demenz besonders gefährdet sind</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/08/19/delir-im-krankenhaus-warum-menschen-mit-demenz-besonders-gefaehrdet-sind/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Aug 2025 07:11:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Delir gehört zu den häufigsten akuten Komplikationen bei älteren Patientinnen und Patienten im Krankenhaus – und es ist zugleich eine der am meisten unterschätzten. Für Pflegefachpersonen ist das Thema&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/08/19/delir-im-krankenhaus-warum-menschen-mit-demenz-besonders-gefaehrdet-sind/">Delir im Krankenhaus – warum Menschen mit Demenz besonders gefährdet sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Delir gehört zu den häufigsten akuten Komplikationen bei älteren Patientinnen und Patienten im Krankenhaus – und es ist zugleich eine der am meisten unterschätzten. Für Pflegefachpersonen ist das Thema hochrelevant, weil die Folgen gravierend sind: längere Liegezeiten (Verweildauer), erhöhte Komplikationsraten, bleibender kognitiver Abbau und Folgen für die Selbstversorgungsfähigkeit sowie ein deutlich erhöhtes Sterberisiko. Besonders gefährdet sind Menschen mit einer bereits bestehenden Demenz. Für sie bedeutet <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/25/delir-dauer-der-aufnahme-steigert-das-risiko/">ein Krankenhausaufenthalt</a> oft nicht nur eine anlassbedingte medizinische Herausforderung, sondern einen radikalen Bruch mit ihrer vertrauten Welt. Vertraute Routinen, bekannte Gesichter und Orientierungspunkte brechen plötzlich weg. Das Gehirn reagiert darauf mit einer akuten Entgleisung: einem Delir.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Delirante Zustände sind Krankenhausalltag</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein erheblicher Teil dieser Patientengruppe kommt bereits mit einem Delir ins Krankenhaus. Schätzungen sprechen von etwa einem Drittel aller demenzkranken Patientinnen und Patienten, die schon bei der Aufnahme delirant sind. Das bedeutet, dass Pflegefachpersonen im Krankenhaus es bei fast jedem zweiten Menschen mit Demenz mit einem Delir zu tun haben – entweder bei der Aufnahme oder im <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/04/23/persistentes-delir-weit-verbreitet-und-langanhaltend/">weiteren Verlauf</a>. In Summe zeigt sich bei etwa der Hälfte der Menschen mit Demenz im Krankenhaus ein Delir: ca. 20 % bereits bei Aufnahme, weitere rund 30 % im Verlauf. In der klinischen Praxis <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/01/11/marienkrankenhaus-soest-demenz-und-delir-geht-im-krankenhaus-schnell-hand-in-hand/">sind Menschen mit Demenz und Delir also keine Ausnahme</a>, sondern Alltag.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Delir als &#8222;Stressfolge&#8220;? Das Krankenhaus ist ideal dafür</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Warum triggert gerade das Krankenhausumfeld akute Verwirrtheit so stark? Um das zu verstehen, lohnt sich ein Blick ins Gehirn. Bei Menschen mit Demenz sind bereits zentrale Strukturen für Gedächtnis, Orientierung und Aufmerksamkeit geschädigt. Der Botenstoff Acetylcholin, der für die Steuerung dieser Funktionen eine entscheidende Rolle spielt, ist im Mangel. Schon im stabilen häuslichen Umfeld bedeutet dies eine verringerte Fähigkeit, sich an Veränderungen anzupassen. Kommt es dann zu einem abrupten Umgebungswechsel – fremde Zimmer, grelles Licht, ständige Geräusche, wechselndes Personal – wird das fragile Gleichgewicht empfindlich gestört. Dabei kommt es in keiner Weise darauf an, ob der Krankenhausaufenthalt bzw. der Umgebungswechsel lange geplant oder angekündigt war, sondern allein auf das Erleben des Menschen mit Demenz, für den die Situation neu ist: das Gehirn kann die Flut neuer Eindrücke nicht mehr sortieren, und „kippt“ in der Folge in ein Delir.</p>



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<head>
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  <title>Delir bei Demenz im Krankenhaus – Häufigkeit</title>

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  <div class="wrap">
    <div class="card" role="figure" aria-label="Kreisdiagramm zur Häufigkeit von Delir bei Menschen mit Demenz im Krankenhaus">

      <h1>Delir bei Demenz im Krankenhaus: Wann tritt es auf?</h1>
      <p>Beispielhafte Verteilung nach Studienlage: etwa die Hälfte entwickelt ein Delir.</p>

      <div class="row">
        <div style="flex:1 1 380px; min-width:280px;">
          <canvas id="delirPie" aria-describedby="desc"></canvas>
        </div>
        <div style="flex:1 1 260px; min-width:240px;">
          <strong>Dargestellte Kategorien</strong>
          <ul>
            <li><span style="opacity:.8">Schon bei Aufnahme mit Delir (20 %)</span></li>
            <li><span style="opacity:.8">Entwickeln Delir während des Aufenthalts (30 %)</span></li>
            <li><span style="opacity:.8">Kein Delir im gesamten Verlauf (50 %)</span></li>
          </ul>
          <footer id="desc">
            Hinweis: Werte als Prozentanteile an allen stationär behandelten Menschen mit <em>Demenz</em>. Summe = 100 %.
          </footer>
        </div>
      </div>

      <noscript>
        <p><strong>Hinweis:</strong> JavaScript ist deaktiviert. Nachfolgend die Werte als Tabelle:</p>
        <table border="1" cellpadding="6">
          <tr><th>Kategorie</th><th>Prozent</th></tr>
          <tr><td>Schon bei Aufnahme mit Delir</td><td>20&nbsp;%</td></tr>
          <tr><td>Entwickeln Delir während des Aufenthalts</td><td>30&nbsp;%</td></tr>
          <tr><td>Kein Delir im gesamten Verlauf</td><td>50&nbsp;%</td></tr>
        </table>
      </noscript>
    </div>
  </div>

  <script>
    const labels = [
      "Schon bei Aufnahme mit Delir",
      "Entwickeln Delir während des Aufenthalts",
      "Kein Delir im gesamten Verlauf"
    ];
    const values = [20, 30, 50];
    const colors = ["#4E79A7", "#F28E2B", "#76B7B2"];

    const ctx = document.getElementById('delirPie').getContext('2d');
    Chart.register(ChartDataLabels);

    const delirChart = new Chart(ctx, {
      type: 'pie',
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        labels: labels,
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          data: values,
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          hoverOffset: 6
        }]
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              boxWidth: 10,
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            }
          },
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                const label = ctx.label || "";
                const val = ctx.parsed;
                return `${label}: ${val}%`;
              }
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          datalabels: {
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  </script>
</body>
</html>




<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale Rolle spielt dabei das Ungleichgewicht der Neurotransmitter. Während Acetylcholin fehlt, steigt gleichzeitig die Aktivität des Botenstoffes Dopamin. Das führt zu Halluzinationen, motorischer Unruhe und Wahnideen – typische Symptome, die Pflegefachpersonen im Krankenhausalltag sofort erkennen. Hinzu kommen die körperlichen Belastungen, die fast jeder stationäre Aufenthalt mit sich bringt: Operationen, Infekte, Flüssigkeitsmangel oder Medikamente, die selbst delirfördernd wirken können. Für ein Gehirn, das durch die Demenz bereits vorgeschädigt ist, entsteht so eine Art „perfect storm“ – die Kombination mehrerer Risikofaktoren, die unmittelbar ins Delir münden. Auch Stresshormone verstärken diesen Prozess. Ein Krankenhausaufenthalt bedeutet für viele Menschen mit Demenz eine massive Stressreaktion. Der Hypothalamus aktiviert die Hormonachse, Cortisol wird ausgeschüttet. In einem gesunden Gehirn wird dieser Mechanismus irgendwann wieder herunterreguliert. Bei Demenz gelingt das nicht mehr ausreichend.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schwierig für die Pflege: die Delir-Dynamik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pflegefachpersonen kennen die Symptome aus dem Alltag: Plötzlich wirkt ein Patient stark verlangsamt, zieht sich zurück, isst und trinkt kaum noch – oder er wird auffallend unruhig, versucht aufzustehen, zupft an den Infusionsschläuchen oder ruft laut nach Angehörigen. Nicht selten wechseln sich diese Phasen innerhalb von Stunden ab. Ein Delir ist dynamisch, es verändert sich, und gerade deshalb ist es <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/03/05/antipsychotika-zur-delirbehandlung/">so schwer zu greifen.</a> Die Herausforderung im Krankenhaus: Ein Delir wird oft übersehen oder für „normale“ Verhaltensauffälligkeit bei Demenz gehalten. Dabei handelt es sich um eine eigenständige, potenziell lebensgefährliche Komplikation.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Konsequente Delir-Arbeit ist das Gebot</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Praxis ist klar: das Risiko eines Delirs ist bei Demenz nicht nur erhöht – es ist nahezu erwartbar. Delirprävention beginnt schon bei der Aufnahme. Eine sorgfältige Anamnese, die Einbeziehung von Angehörigen so weit möglich, Orientierungshilfen – von einer Uhr im Blickfeld bis zu vertrauten Gegenständen am Bett – sind einfache, aber wirksame Maßnahmen. Ebenso entscheidend ist eine ruhige, klare Kommunikation, die sich an den Möglichkeiten der Betroffenen orientiert. Auch die enge Zusammenarbeit im interdisziplinären Team ist essenziell: Nur wenn Pflege, Medizin und Angehörige an einem Strang ziehen, lässt sich das Delirrisiko spürbar senken.<br></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/08/19/delir-im-krankenhaus-warum-menschen-mit-demenz-besonders-gefaehrdet-sind/">Delir im Krankenhaus – warum Menschen mit Demenz besonders gefährdet sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Untersuchung: Vorsicht beim Einsatz von Benzodiazepinen</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/06/13/untersuchung-vorsicht-beim-einsatz-von-benzodiazepinen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2025 07:53:41 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[sedierung agitierter älterer patienten]]></category>
		<category><![CDATA[studie zu nebenwirkungen bei älteren menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei älteren Menschen mit schwerer Agitation geht es immer wieder auch um die Herausforderung in bestimmten Situationen rasch für Beruhigung zu sorgen, wenn nicht-medikamentöse Maßnahmen versagen. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/06/13/untersuchung-vorsicht-beim-einsatz-von-benzodiazepinen/">Untersuchung: Vorsicht beim Einsatz von Benzodiazepinen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bei älteren Menschen mit schwerer Agitation geht es immer wieder auch um die Herausforderung in bestimmten Situationen rasch für Beruhigung zu sorgen, wenn nicht-medikamentöse Maßnahmen versagen. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit fasst nun erstmals die Sicherheit verschiedener Medikamente zusammen, die in der Notaufnahme oder im Rettungsdienst zum Einsatz kommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Komplikationen für Atmung, Kreislauf und Delir</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Untersucht wurden insgesamt neun Studien mit 838 Patient:innen, die Antipsychotika der ersten (Haloperidol, Droperidol) und zweiten Generation (Olanzapin, Quetiapin, Ziprasidon) sowie Benzodiazepine (Lorazepam, Midazolam) erhielten. Erfasst wurden dabei vor allem atembezogene Komplikationen (Apnoe, Hypoxie, Intubation) und kardiovaskuläre Ereignisse (Arrhythmien, Hypotonie) sowie <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/06/22/delir-risiko-arzneimittel/">verschlechterte Delirsymptome</a> und Sterblichkeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt traten bei 16,8 % aller behandelten Patient:innen unerwünschte Ereignisse auf. Besonders auffällig war das Risiko unter Midazolam: Über die Hälfte der älteren Menschen (53 %) entwickelte Komplikationen, mit einer fünffach erhöhten Wahrscheinlichkeit gegenüber Haloperidol. Lorazepam lag hier deutlich niedriger, blieb aber nicht ohne Nebenwirkungen. Unter den Antipsychotika zeigte Quetiapin das günstigste Profil mit signifikant weniger Komplikationen als Haloperidol, während Droperidol und Olanzapin im mittleren Bereich lagen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Überwachung möglicher Nebenwirkung zwingend</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Praxis heißt das: Benzodiazepine sollten bei älteren Patienten mit schwerer Agitation nur mit großer Vorsicht eingesetzt werden. Wenn medikamentöse Beruhigung unumgänglich ist, kann Quetiapin aufgrund seines vergleichsweise niedrigen Nebenwirkungsrisikos eine gute Alternative zu Haloperidol sein. Unabhängig von der Wahl des Wirkstoffs bleibt eine enge Überwachung von Atmung und Herz-Kreislauf-Funktion essenziell.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://agsjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jgs.19485">Zur Studie: Comparative Safety of Medications for Severe Agitation: A Geriatric Emergency Department Guidelines 2.0 Systematic Review</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/06/13/untersuchung-vorsicht-beim-einsatz-von-benzodiazepinen/">Untersuchung: Vorsicht beim Einsatz von Benzodiazepinen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Delir: Dauer der Aufnahme steigert das Risiko</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/25/delir-dauer-der-aufnahme-steigert-das-risiko/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jan 2025 14:09:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Einer US-Veröffentlichung zur Folge steigern lange Wartezeiten in den Notaufnahmen das Risikofür Patienten, ein Delir zu erleiden. Die Studie &#8222;Boarding Duration in the Emergency Department and Inpatient Delirium and Severe&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/25/delir-dauer-der-aufnahme-steigert-das-risiko/">Delir: Dauer der Aufnahme steigert das Risiko</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Einer US-Veröffentlichung zur Folge steigern lange Wartezeiten in den Notaufnahmen das Risikofür Patienten, ein Delir zu erleiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie &#8222;Boarding Duration in the Emergency Department and Inpatient Delirium and Severe Agitation&#8220; untersuchte den Zusammenhang zwischen der Verweildauer in der Notaufnahme und dem Risiko für Delirium und schwere Agitation. Die Ergebnisse zeigten, dass mit jeder zusätzlichen Stunde des Wartens in der Notaufnahme das Risiko für Delirium und schwere Agitation um 4,8 % anstieg. Patienten, die mehr als 10 Stunden in der Notaufnahme verbrachten, hatten ein um 23,9 % höheres Risiko im Vergleich zu denen, die weniger als 10 Stunden dort verweilten. Diese Daten unterstreichen die Bedeutung einer zügigen Verlegung von Patienten aus der Notaufnahme, um das Risiko für Delirium und schwere Agitation zu minimieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: June 11, 2024. doi:10.1001/jamanetworkopen.2024.16343; Corresponding Author: Joshua W. Joseph, MD, MS, MBE, Department of Emergency Medicine, Brigham and Women’s Hospital, 75 Francis St, Neville House, Second Floor, Boston, MA 02115 (jjoseph24@mgb.org). <a href="https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2819838 ">https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2819838 </a></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/25/delir-dauer-der-aufnahme-steigert-das-risiko/">Delir: Dauer der Aufnahme steigert das Risiko</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Viele Bausteine führen zum demenzfreundlichen Krankenhaus</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/01/24/viele-bausteine-fuehren-zum-demenzfreundlichen-krankenhaus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jan 2024 18:43:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Motor zum „demenzfreundlichen Krankenhaus“ zu sein ist, global gesprochen, Kernaufgabe von Demenzbeauftragten. Zum Ziel geht es jedoch nur Schritt für Schritt. Immer wieder melden sich Kolleginnen und Kollegen aus Kliniken,&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/01/24/viele-bausteine-fuehren-zum-demenzfreundlichen-krankenhaus/">Viele Bausteine führen zum demenzfreundlichen Krankenhaus</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Motor zum „demenzfreundlichen Krankenhaus“ zu sein ist, global gesprochen, Kernaufgabe von Demenzbeauftragten. Zum Ziel geht es jedoch nur Schritt für Schritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder melden sich Kolleginnen und Kollegen aus Kliniken, deren Aufgabe ist in der eigenen Klinik das demenzfreundliche / demenzsensible Krankenhaus zu verwirklichen. Die Möglichkeiten, aber auch die Aufgaben und Herausforderungen sind vielfältig. Alles muss auf den Prüfstand: von der Aufnahme bis zur Entlassung.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-31978502213b883d86249153cbe3e079">Ihr langer Atem ist gefragt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vorausgeschickt: <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/02/05/es-ist-ein-unding-dass-es-keine-kriterien-dafuer-gibt/">gehen Sie das Thema nicht allein an</a>. Vielfach berichten <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/11/02/was-macht-eigentlich-ein-demenzbeauftragter-im-krankenhaus/">Demenzbeauftragte</a>, dass „von allen Seiten“ Wünsche an sie herangetragen werden &#8211; die am besten möglichst sofort erfüllt werden sollten. Als Demenzbeauftragte müssen Sie sich daher nicht nur selbst Struktur geben, sondern Bausteine für Ihr Krankenhaus identifizieren und diesen nach Machbarkeit Priorität einräumen bzw. sie dahingehend ordnen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/01/Auswahlbausteine1.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/01/Auswahlbausteine1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-2226" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/01/Auswahlbausteine1-1024x576.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/01/Auswahlbausteine1-300x169.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/01/Auswahlbausteine1-768x432.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/01/Auswahlbausteine1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-196ff963094ebd6fed3504e5d6794b76">Verzahnung führt zum Erfolg</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder Baustein ist wichtig und hat einen Effekt. Das demenzfreundliche Krankenhaus jedoch zeichnet sich nicht etwa dadurch aus, dass lediglich eine einzige Einzelmaßnahme umgesetzt wird wie z.B. die Schulung der Mitarbeitenden. Die große Bandbreite der notwendigen Veränderungen kann erschlagend sein, oder als kaum überwindbares „Problemgebirge“ erscheinen. Schließlich sind Krankenhäuser mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert, die es zu verbessern gilt. Der Fachkräftemangel, politische Reformen, mangelnde länderseitige Finanzierung notwendiger Investitionen und und und…. .</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demenzbeauftragte müssen einen Fahrplan haben und diesen innerhalb des Krankenhauses zumindest auf Leitungsebene konsertieren. Versäumen Sie nicht, in einer Gesamtdarstellung zum Beispiel im Rahmen von Schulungen, Projekttreffen oder auch Betriebsversammlungen Ihren Fahrplan aufzuzeigen. Es handelt sich nicht um Geheimwissen noch sollten Sie durch mangelnde Transparenz den Flurfunk und den Widerstand innerhalb des Hauses stärken. Die Darstellung Ihres Fahrplans wird nicht nur wichtiges Feedback bringen. Es klärt für Kolleginnen und Kollegen auch und immer wieder, dass es der Mitarbeit vieler Stellen der Organisation bedarf. Das demenzfreundliche Krankenhaus ist das Ergebnis der Bemühungen und der Veränderung der gesamten Organisation – und auch ein gemeinsam zu erreichender Erfolg. Laden Sie Interessierte daher nicht nur dazu ein, demenzsensibel mitzudenken, sondern beteiligen Sie möglichst viele Mitarbeitende konkret an der Umsetzung einzelner Bausteine.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Frische Infos und News zum Thema Demenz können Sie auch <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/10/23/demenzinfos-auf-dem-smartphone-whatsapp-kanal-demenz-gestartet/">über diesen WhatsApp-Kanal erhalten</a>. </p>
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