Menschen mit Demenz und pflegende Angehörige als Mitentwickler gesucht

Ziel des Projekts wird es am Ende sein, die Kommunikation mit Unterstützung von Video-Feedback zu verbessern. Konkret wird dazu Filmmaterial aus dem Alltag ausgewertet und gemeinsam besprochen. Zuvor muss das Projekt jedoch geplant werden um es gut auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz abzustimmen.

Daher sucht ein Team des Lehrstuhls für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke für das Projekt ParDeVI* aktuell Interessierte, die sich beteiligten möchten. Dies geschieht über

  • Gruppengesprächen (Fokusgruppen) oder
  • Engagement im Beirat oder
  • der Mitentwicklung des Studienplans.

Es geht also im ersten Schritt nicht darum für Videoaufnahmen zur Verfügung zu stehen, sondern das Projektteam beratend zu unterstützen. Das partizipative Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung für zwölf Monate finanziert. Weitere Informationen finden Interessierte hier https://www.uni-wh.de/detailseiten/news/partizipatives-forschungsprojekt-soll-menschen-mit-demenz-und-pflegende-angehoerige-unterstuetzen-1036/.

Jochen Gust

*Partizipative fokusgruppenbasierte Entwicklung eines individualisierten Videofeedback-Interventions-Programms für zuhause lebende Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen

Möchten Sie über neue Artikel und Infos rund ums Thema Demenz informiert werden?

Abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter um nichts mehr zu verpassen.

Kein Spam! Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung.

Jochen Gust

Pflegefachperson, Projektmitarbeiter, Demenzbeauftrager im Krankenhaus, Autor, Moderator, Dozent

Related Posts

Pflegeversicherung: Gerechtigkeit hängt stärker vom Wohnort der Betroffenen ab als vom Pflegegrad

Ein Arbeitspapier der Fakultät für Sozialwissenschaft der RUB stellt der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) ein ungemütliches Zeugnis aus: Gerechtigkeitsfragen entstehen weniger nur durch „zu hohe Heimkosten“, sondern vor allem durch die…

Continue reading
Unsichtbarer Mehraufwand: Demenz ist im Krankenhaus (auch) ein Steuerungsproblem

 Patienten mit Demenz bringen im Krankenhaus nicht automatisch „mehr Pflege“, sondern ein anderes Profil von Pflegearbeit: mehr Präsenz, mehr Kommunikation, mehr Prävention, mehr Koordination. Genau dieses Profil verschwindet im Alltag…

Continue reading

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

You Missed

Warum Demenzschulungen mit einer ehrlichen Standortbestimmung beginnen sollten

Warum Demenzschulungen mit einer ehrlichen Standortbestimmung beginnen sollten

Warum Sie Krankenhauseinweisungen bei Demenz gut abwägen sollten

Warum Sie Krankenhauseinweisungen bei Demenz gut abwägen sollten

Empathisch leiden lassen: Warum Menschen mit Demenz mehr brauchen als Verständnis

Empathisch leiden lassen: Warum Menschen mit Demenz mehr brauchen als Verständnis

Gegeben, aber nicht genommen: der stille Medikationsfehler

Gegeben, aber nicht genommen: der stille Medikationsfehler

Neuer Alzheimer-Bluttest: Kann man damit den Krankheitsbeginn vorhersagen?

Neuer Alzheimer-Bluttest: Kann man damit den Krankheitsbeginn vorhersagen?

Enkel betreuen scheint gut fürs Gehirn zu sein

Enkel betreuen scheint gut fürs Gehirn zu sein