Pflegen bis zuletzt?

Pflege ist ein toller Beruf. Viele Kolleginnen und Kollegen können sich nicht vorstellen, etwas anderes zu machen. Aber in der Pflege arbeiten bis zur Rente bei diesen Bedingungen und Belastungen – wie kann das gehen?

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und freie Wohlfahrtspflege (BGW) hat sich damit beschäftigt, wie Pflegeprofis bis zur Rente im Beruf verbleiben können.

Um hierüber Erkenntnisse zu gewinnen, hat die BGW Pflegende der Altersgruppe 50+ befragt. Für ein langes verbleiben in der Pflege haben sich unter anderem folgende Aspekte herauskristallisiert:

  • Gute Einarbeitung und verlässliche Dienstplanung,
  • Rahmenbedingungen (Ausstattung – sowohl personell als auch mit Arbeits-/Hilfsmitteln)
  • Die Entlastung von eigentlich pflegefremden Aufgaben
  • Möglichkeiten und Förderung von Fort- und Weiterbildungen
  • Team- und Arbeitskultur, Anerkennung, Führungs- und Unternehmenskultur
  • u.a.

Stimmen die Bedingungen nicht, insbesondere seitens der Arbeitgeber, reduzieren Pflegeberufler häufig die Stunden oder wechseln den Arbeitgeber, bevor der Beruf verlassen wird.

Den Projektbericht „Ein Leben lang in der Pflege“ von Michaela Sorber und Björn Teigelake finde Sie hier als pdf-Datei.

Titelfoto: RDNE Stock project on pexels

Möchten Sie über neue Artikel und Infos rund ums Thema Demenz informiert werden?

Abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter um nichts mehr zu verpassen.

Kein Spam! Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung.

Jochen Gust

Pflegefachperson, Projektmitarbeiter, Demenzbeauftrager im Krankenhaus, Autor, Moderator, Dozent

Related Posts

Sturzrisiko bei Demenz: Nicht nur die Medikamente zählen

Sturzgefahr bei Menschen mit Demenz wird häufig schnell mit „zu vielen Medikamenten“ oder „Psychopharmaka“ erklärt. Ein aktueller Posterbeitrag (Posterpräsentation) aus Alzheimer’s & Dementia setzt hier einen wichtigen Kontrapunkt: In einer…

Continue reading
S3-Leitlinie „Delir im höheren Lebensalter“: Was ist neu?

Delir gehört zu den häufigsten und zugleich folgenreichsten Komplikationen im höheren Lebensalter. Neu ist jetzt nicht, dass Delir „wichtig“ ist – neu ist, dass es erstmals eine S3-Leitlinie gibt, die…

Continue reading

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

You Missed

Sturzrisiko bei Demenz: Nicht nur die Medikamente zählen

Sturzrisiko bei Demenz: Nicht nur die Medikamente zählen

S3-Leitlinie „Delir im höheren Lebensalter“: Was ist neu?

S3-Leitlinie „Delir im höheren Lebensalter“: Was ist neu?

BGH stärkt den Willen betreuter Menschen: Ablehnung eines Angehörigen als Betreuer ist maßgeblich

BGH stärkt den Willen betreuter Menschen: Ablehnung eines Angehörigen als Betreuer ist maßgeblich

Die Pflege von Menschen mit Demenz ist auch nachts eine Herausforderung

Die Pflege von Menschen mit Demenz ist auch nachts eine Herausforderung

Demenz und Desorientierung: viel mehr, als nicht von A nach B zu finden

Demenz und Desorientierung: viel mehr, als nicht von A nach B zu finden

Demenz und Psychopharmaka: „zu viel“ ist oft „zu lang“ – und wie Pflege Einfluss nehmen kann

Demenz und Psychopharmaka: „zu viel“ ist oft „zu lang“ – und wie Pflege Einfluss nehmen kann