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	<title>nrw Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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	<title>nrw Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>Herbergen für Menschen mit Demenz &#8211; 5 Standorte in NRW geplant</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2025 07:22:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Pflege von älteren Menschen und Menschen mit Demenz in den Niederlanden unterscheidet sich in einigen Aspekten grundsätzlich von der deutschen. Das beginnt schon damit, dass die Kommunen eine sehr&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/03/04/herbergen-fuer-menschen-mit-demenz-5-standorte-in-nrw-geplant/">Herbergen für Menschen mit Demenz &#8211; 5 Standorte in NRW geplant</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Pflege von älteren Menschen und Menschen mit Demenz in den Niederlanden unterscheidet sich in einigen Aspekten grundsätzlich von der deutschen. Das beginnt schon damit, dass die Kommunen eine sehr viel aktivere Rolle spielen, da sie für soziale Angebote und Dienstleistungen verantwortlich sind und die Finanzierung über Steuermittel erfolgt. Auch haben die Niederlande eine lange Tradition darin, Menschen in die Gemeinschaft zu integrieren, die individuelle Lebensgeschichte zu beachten und Normalität und teilhabe mit passenden Angeboten zu ermöglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-dbe2683eb8571c710ca0151fd20220ce"><strong>Herbergier – Gastgeber für Menschen mit Demenz</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Herbergier&#8220; ist ein niederländisches Wort und bedeutet auf Deutsch sinngemäß &#8222;Gastgeber&#8220;<strong>.</strong> <a href="https://www.herbergier.de/">Das Herbergier-Konzept</a> basiert auf kleinen, familiären Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz. In diesen Einrichtungen leben die Bewohner gemeinsam mit dem Gastgeberpaar, das in den Niederlanden auch „Unternehmerpaar“ genannt wird. Die Gastgeber und die Mitarbeitenden strukturieren und bieten den Rahmen &#8211; der Bewohnende gestaltet selber! Der Fokus liegt dabei auf einer warmherzigen und persönlichen Betreuung in einer Umgebung, die ein möglichst normales Leben trotz der Erkrankung ermöglicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-998be92415390aebc2ee4933c39910ab">Deutschlandstart 2026</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%"><div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.linkedin.com/in/sabine-dr-becker-klunder-81914782/"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="946" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-1024x946.jpg" alt="" class="wp-image-2732" style="width:221px;height:auto" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-1024x946.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-300x277.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-768x710.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-1536x1419.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-2048x1892.jpg 2048w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-1320x1220.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Dr. Sabine Becker-Klunder<br>Ländermanagerin Deutschland</figcaption></figure>
</div></div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Das Herbergier-Konzept wird in Deutschland von der niederländischen Organisation <a href="https://www.dedrienotenboomen.nl/">De Drie Notenboomen (DDN)</a> als Franchisegeber eingeführt. DDN, Entwicklerin und Eigentümerin der Franchise-Formel &#8222;De Herbergier&#8220;, plant das erfolgreiche niederländische Modell auch in Deutschland zu etablieren. Für die Umsetzung in Deutschland sucht DDN <a href="https://www.herbergier.de/nachrichten/wir-suchen-franchisenehmerpaare">Gastgeberpaare als Franchisenehmer</a>, die gemeinsam mit DDN das Konzept an deutsche Bedürfnisse anpassen und umsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.herbergier.de/kontakt">Dr. Sabine Becker-Klunder</a> ist Gesundheits- und Krankenpflegerin, Pädagogin und promovierte Gesundheitswissenschaftlerin. Sie ist bei DDN International in Amsterdam beschäftigt und setzt sich dafür ein, das niederländische Wohnkonzept &#8222;Herbergier&#8220; in Deutschland zu etablieren.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-d14fc802bf20050e5e08865bbe6c702f">4 Antworten zum Herbergier-Konzept </h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Frau Becker-Klunder – was unterscheidet die Wohngemeinschaft Herbergier von den in Deutschland vorhandenen Demenz-Wohngemeinschaften?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. Sabine Becker-Klunder:</strong> Für mich sind es drei Dinge, die so speziell sind, dass ich mich für diese Aufgabe gerne engagiere: 1. das Gastgeberpaar wohnt im gleichen Gebäudekomplex, wohl in einer eigenständigen Wohnung für die Privatsphäre aber gleichzeitig so nah, dass sie die Bewohnenden kennen und für die Qualität Garant stehen. 2. die niederländische Sicht auf die Erscheinungsform „dementielle Veränderung“, unterschiedliche Gedächtnisschwächen, die geprägt ist von Erhöhung der Lebensqualität durch Schaffung von Glücksmomenten statt einer Fokussierung auf Lebensquantität. Und 3. die Organisation innerhalb einer Wohngruppe, wo die Mitarbeitenden in respektvoller Weise im Prozess coachend mitgenommen werden, so dass sie sich selbststeuernd kontinuierlich verbessern können.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Beim Herbergier-Konzept gibt es ein Gastgeberpaar, dass hauptverantwortlich die Begleitung und Versorgung von Menschen mit Demenz organisiert. Da 24/7 Bedarf ist, können die Gastgeber dies unmöglich allein stemmen. Gehen Sie davon aus, dass in Deutschland zusätzlich ambulante Dienste engagiert werden oder werden die Gastgeber Mitarbeiter dafür einstellen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. Sabine Becker-Klunder:</strong> In der Tat – die Gastgeber können diese Aufgabe sicher nicht alleine erfüllen. Abrechnungstechnisch melden Sie einen eigenen Pflegedienst an. Sie stellen ihre Mitarbeitenden selber ein, so dass sie einen Mix haben aus Betreuungs- und Pflegefachkräften. Gemeinsam begleiten Sie die Bewohnenden und ihre An- und Zugehörigen.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="579" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/Flux_Dev_Several_senior_citizens_are_walking_around_in_a_beaut_2-1024x579.jpeg" alt="" class="wp-image-2739" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/Flux_Dev_Several_senior_citizens_are_walking_around_in_a_beaut_2-1024x579.jpeg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/Flux_Dev_Several_senior_citizens_are_walking_around_in_a_beaut_2-300x170.jpeg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/Flux_Dev_Several_senior_citizens_are_walking_around_in_a_beaut_2-768x434.jpeg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/Flux_Dev_Several_senior_citizens_are_walking_around_in_a_beaut_2-1320x746.jpeg 1320w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/Flux_Dev_Several_senior_citizens_are_walking_around_in_a_beaut_2.jpeg 1472w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.herbergier.de/standorte">Zudem wird DDN zeitnah 5 Herbergier-Standorte in NRW gründen</a>. Denn natürlich muss ein Gastgeberpaar auch mal in Urlaub fahren können und dann vertreten die anderen Franchisenehmer diesen Standort. Auch hier spiegelt sich die zusammenarbeitende Arbeitskultur wider.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-251605bdffbdc5d82ac77fa4485981c9">Es muss ein Paar sein &#8211; Recklinghausen soll starten</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Als Franchise-Geber bestimmt DDN die Ausrichtung des Herbergiers – können Sie wesentliche Eckpunkte nennen, die erfüllt sein müssen um Franchisenehmer werden zu können?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. Sabine Becker-Klunder:</strong> Ja – DDN setzt den Rahmen, aber gefüllt wird die Ausrichtung des Herbergiers durch die Franchisenehmer – das macht die Häuser individuell so unterschiedlich. Formelle Anforderung ist, dass es sich um ein Paar handelt – verheiratet oder nicht. Bei einem Paar ergänzen sich häufig die Eigenschaften – sozial mit analytisch, weich mit hart, gesprächig mit still. Durch diese Ergänzung können sich viele Bewohnenden angesprochen fühlen. Zudem haben Paare Höhen und Tiefen gemeinsam durchlebt, so dass sie das „Abenteuer Herbergier“ für fünf Jahre angehen können. Eine/r der beiden muss eine PDL Ausbildung haben, dies hat technische und qualitätssichernde Gründe, allerdings ist eine Affinität und Kenntnis zu Menschen mit Gedächtnisschwäche für beide eine Voraussetzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Geplant ist der Deutschlandstart 2026 in Recklinghausen – können Sie mehr zum Franchisegeber sagen? Stehen Privatpersonen dahinter oder ein bereits etablierter Träger der Pflege? Gibt es weitere Standorte, bei denen die Planung einen konkreteren Ausblick erlaubt?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. Sabine Becker-Klunder:</strong> Hier in den Niederlanden gibt es das Wohnen in Gruppe – ähnlich wie in Deutschland seit mehr als 25 Jahren. DDN war hierbei Pionier und der Anlass war sehr persönlich. Der DDN-Gründer Hans van Putten entwickelte anfänglich für seinen Sohn Thomas die Wohnform Thomashuis, für junge geistig eingeschränkte Menschen. Aus dieser Erfahrung heraus folgte schnell das Herbergier-Konzept, für dementiell veränderte Menschen. 2016 hat der Arzt und Unternehmer Loek Winter DDN erworben und seitdem ständig weiterentwickelt. Inzwischen gibt es in den Niederlanden 130 Thomashäuser und 55 Herbergiers. In den Niederlanden sind wir also sehr erfolgreich, in Deutschland starten wir mit einem Haus, so dass wir erste Erfahrungen sammeln können. Allerdings bin ich, wie bereits erwähnt, bereits damit beschäftigt, in anderen Städten in NRW nach Standorten zu schauen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Ich danke Ihnen für Ihre Antworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Herbergier-Konzept beinhaltet nicht nur eine besondere Konzeption des Aufbaus und der Struktur des Zusammenlebens. Im Umgang mit Betroffenen gehört ganz wesentlich dazu, mehr Freiheit, auch mehr Entscheidungsfreiheit, zu ermöglichen, individuelle Wünsche zu berücksichtigen und Prägungen und Eigenarten in die Gemeinschaft zu integrieren.<br>Ich bin auf die Etablierung gespannt und werde wieder berichten.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/03/04/herbergen-fuer-menschen-mit-demenz-5-standorte-in-nrw-geplant/">Herbergen für Menschen mit Demenz &#8211; 5 Standorte in NRW geplant</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>MAGS (NRW) rechnet mit Etablierung der Übergangspflege in 2023</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/07/01/mags-nrw-rechnet-mit-etablierung-der-uebergangspflege-in-2023/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Jul 2023 08:17:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem 01.01.2023 können Krankenhäuser in NRW eine Tagespauschale für Übergangspflege in Höhe von 237,50€ abrechnen. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) erwartet eine Etablierung&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/07/01/mags-nrw-rechnet-mit-etablierung-der-uebergangspflege-in-2023/">MAGS (NRW) rechnet mit Etablierung der Übergangspflege in 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 01.01.2023 können Krankenhäuser in NRW eine Tagespauschale für Übergangspflege in Höhe von 237,50€ abrechnen. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) erwartet eine Etablierung in der Fläche in diesem Jahr</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Übergangspflege als Entlassungspuffer</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übergangspflege im Krankenhaus ist im § 39e SGB V geregelt. Sie ist auf maximal 10 Tage beschränkt. Hintergrund ist, dass häufig nicht ausreichend Möglichkeiten der Weiterversorgung für Patienten vorhanden sind, die eigentlich entlassen werden sollten. Vor allem der Mangel an Kurzzeitpflegeplätzen führt immer wieder zu Versorgungsbrüchen, Drehtüreffekten und / oder zur Erlösminderung der behandelnden Klinik. Krankenhäuser haben nun die Möglichkeit, sich unter bestimmten Bedingung die Weiterversorgung eines eigentlich zu entlassenden Patienten vergüten zu lassen (Landesvertrag nach § 132m SGB V), quasi Kurzzeitpflege im Krankenhaus durchzuführen. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/06/29/kurzzeitpflege-verzweifelt-gesucht-uebergangspflege/">Eine Grundinformationen finden Sie hier.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Kurzzeitpflege soll gestärkt werden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Antwort vom 30.06.2023 teilte das Ministerium mit, dass die Übergangspflege in diesem Jahr etabliert wird. Dementsprechend soll 2024 eine erste Auswertung erfolgen. Auf Landesebene soll die Anzahl der Kurzzeitpflegeplätze erhöht werden. Dazu werden in Nordrhein-Westfalen Maßnahmen auf den Weg gebracht wie</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eine bessere Vergütung (30%) für Pflegeheime die ein bis zwei Plätze ausschließlich für Kurzzeitpflege vorhalten (sog. Fix/Flex-Regelung).</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Möglichkeit, Kurzzeitpflegepatienten in Pflegeheimen nach Pflegegrad 3 statt 2 abzurechnen.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Beibehaltung von Doppelzimmern in Pflegeheimen, auch wenn die Einzelzimmerquote von 80% unterschritten wird sofern ausschließlich Kurzzeitpflegegäste dort aufgenommen wurden.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Obergrenze von 80 Plätzen je Einrichtung darf überschritten werden, wenn zusätzlich je Dauerpflegeplatz ein Kurzzeitpflegeplatz geschaffen wird bis zu einer Maximalkapazität von 120 Plätzen.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Versorgungsprobleme nehmen zu</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Immer häufiger klagen gerade pflegende Angehörige über große Schwierigkeiten bei der Heimplatzsuche. Aber auch eine ambulante (Weiter-)Versorgung scheint immer öfter schwer zu finden. Der Fachkräftemangel schlägt auf die Versorgung durch – Anbieter kommen an die Grenzen, was ihnen leistbar ist und Kolleginnen und Kollegen aus der Pflege wissen allesamt von Situationen zu berichten, in denen diese Grenzen überschritten wurden und werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übergangspflege zu etablieren ist ein sinnvoller Schritt, ebenso wie das Angebot an Kurzzeitpflegeplätzen zu erhöhen. Allerdings pflegen weder Räume noch Betten Menschen. Auf eine ausreichende Anzahl von Pflegeprofis kommt es an, damit weder Übergangs- noch Kurzzeitpflege mehr ist, als ein „Aufheben“ bis zur nächsten Eskalation.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelbild: generiert via labs.openai</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/07/01/mags-nrw-rechnet-mit-etablierung-der-uebergangspflege-in-2023/">MAGS (NRW) rechnet mit Etablierung der Übergangspflege in 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Visite per Bildschirm: Telemedizin im Pflegeheim</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/03/29/visite-per-bildschirm-telemedizin-im-pflegeheim/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2023 19:20:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hausärztemangel aller Orten. Vor allem in ländlichen Gebieten kann es selbst für relativ junge Menschen schwer sein, einen neuen Hausarzt zu finden oder einen (zeitnahen) Termin zu bekommen. Von Facharztterminen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/03/29/visite-per-bildschirm-telemedizin-im-pflegeheim/">Visite per Bildschirm: Telemedizin im Pflegeheim</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Hausärztemangel aller Orten. Vor allem in ländlichen Gebieten kann es selbst für relativ junge Menschen schwer sein, einen neuen Hausarzt zu finden oder einen (zeitnahen) Termin zu bekommen. Von Facharztterminen ganz zu schweigen. Pflegebedürftige Menschen in Einrichtungen sind vom Ärztemangel nochmal ganz anders und besonders betroffen. Und es wird nicht besser werden. Immer weniger Ärztinnen und Ärzte mit immer weniger Zeit treffen auf immer mehr Pflegebedürftige in Altenheimen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Digitalisierung als Ausweg?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schon öfter war auch hier im Blog die Digitalisierung im Gesundheitswesen ein Thema – z.B. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/06/15/roboter-in-pflege-und-betreuung-moeglichkeiten-und-grenzen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">im Interview mit Professor Bendel.</a> Ende Februar 2023 fand im Rahmen der <a href="https://ruhrgebietskonferenz-pflege.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ruhrgebietskonferenz Pflege</a> ein Digitalisierungsgipfel statt. Einer der Referenten war Arno Brauckmann, Pflegedienstleiter bei der Stiftung Evangelisches Alten- und Pflegeheim Gemünd. Dort findet die ärztliche Visite (auch) per Bildschirm statt im Rahmen des Projektes AIDA, gefördert durch <a href="https://www.efre.nrw.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EFRE</a> und mitumgesetzt von <a href="https://docsinclouds.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Docs in Clouds</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Arno Brauckmann war so freundlich, hier einige Fragen zur Televisite im Pflegeheim zu beantworten:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div><figcaption class="wp-element-caption">Weitere Videos finden Sie im Kanal: <a href="Aufmerksam gemacht." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Demenz: Aufmerksam gemacht. </a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Ohne Moos nix Digitalisierung</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/01/19/bad-sassendorf-innovationszentrum-fuer-die-pflege/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pflegeberufler sind technologieoffen</a> – und die Seniorinnen und Senioren stehen ebensowenig auf der Bremse wie deren Angehörige oder die Einrichtungen. Woran es bislang in der Fläche fehlt ist eine auskömmliche Refinanzierung der notwendigen Investitionen und der laufenden Kosten. Soll es, außerhalb von Inselförderungen und Projekten, zügig vorangehen müssen Politik und Kassen hier nachlegen. Denn wir können wohl sicher sein: zumindest mittelfristig wird die personelle Situation im Gesundheitswesen nicht besser. Unabhängig davon ob man die Entwicklung zur Telemedizin als neue Normalität der ärztlichen Visite begrüßt oder nicht – mittelfristig führt kaum ein Weg daran vorbei.  </p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Fotos: Titlbildkombi: Anna Nekrashevich u. Antoni Shkraba via pexels; Logo und Porträtfoto mit freundl. Genehmigung v. A. Brauckmann</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/03/29/visite-per-bildschirm-telemedizin-im-pflegeheim/">Visite per Bildschirm: Telemedizin im Pflegeheim</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Digitalisierung: Pflegebetten als sensible Helfer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2023 17:46:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vielerorts sind die Bedingungen für eine angemessene Pflege schwierig: es mangelt an Fachpersonal und das teilweise noch immer verstaubte und nie richtig gewesene Image der Pflegebranche zwischen „Herz haben“ und&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/02/15/digitalisierung-pflegebetten-als-sensible-helfer/">Digitalisierung: Pflegebetten als sensible Helfer</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Vielerorts sind die Bedingungen für eine angemessene Pflege schwierig: es mangelt an Fachpersonal und das teilweise noch immer verstaubte und nie richtig gewesene Image der Pflegebranche zwischen „Herz haben“ und &#8222;Seniorenreinigung&#8220; schreckt gerade junge Leute vom Beruf ab. Dabei ist das Gesundheitswesen und speziell die Pflege ein enorm vielfältiges, anspruchsvolles Feld – und Motor für manche Innovation. Die Pflegeprofis der Zukunft werden (noch mehr) als heute auch Profis der digitalen Versorgung sein. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Digitalisierung bedeutet weder pdf noch Roboter</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pflegefachleute sind technologieoffen. Zurecht jedoch häufig sehr skeptisch, wenn unter Digitalisierung entweder nur der Einsatz von <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/06/15/roboter-in-pflege-und-betreuung-moeglichkeiten-und-grenzen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Robotern</a> verstanden wird, oder, dass Papierformulare jetzt auch als pdf-Dateien im eigenen Intranet abrufbar sind.<a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/05/26/virtuelle-fahrradtouren-spass-und-bewegung-trotz-demenz-und-mobilitaetseinschraenkungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Moderne Technik im Gesundheitswesen </a>ersetzt weder pflegerisches Handeln noch die <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/01/21/betreuung-und-aktivierung-2-kartensets-und-1-buch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aktivierung und Betreuung</a> von Mensch zu Mensch. Ähnlich wie in neuen Fahrzeugen können intelligente Systeme jedoch entscheidenden Anteil daran haben, schwere Schäden zu verhindern.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Verirrt und gestürzt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kolleginnen und Kollegen – gerade, aber nicht nur aus dem Nachtdienst kennen das: man findet einen Pflegebedürftigen gestürzt im Zimmer vor. Und neben allem anderen schießen einem auch Fragen durch den Kopf wie: wann war mein letzter Kontrollgang? Wann habe ich ihn das letzte Mal gesehen? Hätte ich früher wieder reinschauen müssen? Zur Sturzvermeidung wird manchmal mit <a href="https://amzn.to/3jVd1Oz" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Alarmtrittmatten</a> gearbeitet, manchmal werden auch Matratzen vor Betten gelegt, um mögliche Sturzfolgen zu mindern. Man geht davon aus, dass <a href="https://smart-altern.de/thema-sturz-statistische-erhebung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr als die Hälfte der Senioren in Pflegeheimen mindestens einmal im Jahr stürzt</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch beim Thema <a href="https://www.wegweiser-demenz.de/wwd/alltag-und-pflege/alltagssituationen/lauftendenzen-bewegungsdrang" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hin-/Weglauftendenz</a> kommen u.a. <a href="https://amzn.to/3I9YMxs" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Alarmtrittmatten</a> zum Einsatz. Wenn Menschen mit fortgeschrittener Demenz absichtlich oder zufällig unbegleitet ihre gewohnte Wohnumgebung verlassen, können sie in Lebensgefahr geraten. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Von der Alarmtrittmatte zum intelligenten Pflegebett</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/SafeSenseunterMatratze-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1477" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/SafeSenseunterMatratze-768x1024.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/SafeSenseunterMatratze-225x300.jpg 225w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/SafeSenseunterMatratze-1152x1536.jpg 1152w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/SafeSenseunterMatratze-1536x2048.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/SafeSenseunterMatratze-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Durch ein Gespräch mit dem <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/01/19/bad-sassendorf-innovationszentrum-fuer-die-pflege/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Leiter des Digitalen Pflegezentrums</a> Bad Sassendorf bin ich auf den „Bettenhersteller“ <a href="https://www.wi-bo.com/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wissner-Bosserhoff</a> aufmerksam geworden. Nicht nur, aber auch für <a href="https://www.demenz-pflegen.de/ratgeber/?widget%5b391%5d%5bcampaignId%5d=33490" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Demenz Pflege und Betreuung</a> schaue ich mir regelmäßig Produkte an und Berichte darüber. Und Wissner-Bosserhoff stellt eben nicht nur einfach Pflegebetten her, sondern bietet mit dem <a href="https://safe-sense3.wi-bo.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">SafeSense-System</a> noch mehr an. Da die Firma in Wickede an der Ruhr sitzt  &#8211; also quasi um die Ecke, war es ein Leichtes hinzufahren und sich das anzuschauen: das dort produzierte SafeSense3-System hat mehrere Features, was das Pflegebett vom reinen Schlafplatz zum digitalen Pflegeassistenzsystem aufwerten soll. Das sieht man dem Bett an sich zunächst nicht an: die Sensorik befindet sich unter dem Bett bzw. unter der Matratze. </p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Beispiel<strong> Bed-Exit-Monitoring</strong>. Steht der Pflegebedürftige auf, wird die Pflege informiert. Das System lässt sich dabei so fein justieren, dass die Pflegefachfrau vom Dienst nicht etwa dauernd (falsch) alarmiert wird, nur weil der Bewohner nachts zur Toilette geht. Das Alarmintervall kann eingestellt werden – von der Sofortmeldung bis zur notwendigen zeitlichen Toleranz die es für einen Toilettengang individuell haben muss. Das verhindert unnötige Rennerei für die Pflege und verschafft zugleich mehr Sicherheit. In verschiedenen denkbaren Konstellationen können solche Bettsensoren auch dazu beitragen, Fixierungen zu vermeiden. Das System kann auch Puls und Atemfrequenz messen – ohne, dass der Heimbewohner bzw. Patient irgendwie selbst verkabelt wäre: der Sensor liegt ja unter der Matratze. Dargestellt werden die Daten und ggfs. Alarmmeldungen auf einem übersichtlich gehaltenen Bildschirm &#8211;  z.B. auf dem PC im Stationszimmer.  </p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Druckgeschwüre vermeiden &amp; Feuchtigkeitsalarm</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Richtig sinnvoll – das System wurde mir vorgeführt von Produktmanager Lars Kossmann, Sebastian Plothe und Katharina Adrian (beide Marketing), kam mir jedoch eine weitere Form der „Bewegungsüberwachung“ vor: Dekubitus vermeiden durch die systemseitige Feststellung, ob genug Eigenbewegung da ist. </p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Das bringt in der Pflege ggfs. nicht nur eine Zeitersparnis – wenn genug Bewegung da ist, sind schließlich keine positionsunterstützenden Maßnahmen notwendig. Durch die Darstellung über 24 Stunden mittels Grafik lassen sich auf einen Blick auch noch weitere Erkenntnisse ableiten und Risiken identifizieren. Weiter ist ein Feuchtigkeitssensor im Portfolio als Bettauflage (auch „Glücksstädter“ oder „Hospitex“ genannt), so dass die Pflege eine entsprechende Meldung erhält, wenn Handlungsbedarf besteht. Das könnte in der Praxis dazu beitragen, die Bewohner nachts nicht unnötig wecken zu müssen zur Kontrolle. Wer sich die umfangreichen Möglichkeiten anschauen will, sollte <a href="https://safe-sense3.wi-bo.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Homepage besuchen</a>. </p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/HerrPlotheimBett-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1478" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/HerrPlotheimBett-768x1024.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/HerrPlotheimBett-225x300.jpg 225w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/HerrPlotheimBett-1152x1536.jpg 1152w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/HerrPlotheimBett-1536x2048.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/HerrPlotheimBett-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Informationen schützen – Daten müssen der Pflege dienen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte mich zuvor noch nie mit einem intelligenten Bettsystem beschäftigt. Und nicht alles was es kann&nbsp; &#8211; oder vielleicht in Zukunft noch können wird – ist mir persönlich gleich wichtig. Wichtig ist aber, dass die Möglichkeiten der Digitalisierung uns in der Pflege zur Verfügung gestellt werden, uns und damit den uns anvertrauten Menschen dienen. Ich habe mehrmals im Gespräch nachgefragt: bei SafeSense3 haben mir die Anwesenden versichert: es werden keine Daten der Nutzer durch die Firma selbst abgerufen oder für Firmenzwecke ausgewertet. Die Speicherung (max. 24 Stunden) erfolgt datenschutzkonform lokal im Pflegeheim oder Krankenhaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich ebenfalls gut finde am System: der Sensor und die Box – der Technikkram &#8211; liegt unter dem Bett bzw. unter der Matratze. Keine Kabel im Weg, nichts was Bewohner / Pflegebedürftige zusätzlich stören oder eine Stolperfalle darstellen könnte fiel mir während der Vorführung auf – und ja, ich habe auch unters Bett geschaut. Die Bettauflage mit Kabel jedoch lädt vielleicht manchen Pflegebedürftigen ein, gerade mit Demenz, daran herumzufummeln. Was passiert, wenn man das Kabel bei scharfgestelltem System einfach herauszieht, habe ich vergessen zu erfragen. Wahrscheinlich erfolgt auch dann eine Meldung an die Pflege.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Entwicklungen – zusätzliche Features – sind bei <a href="https://www.wi-bo.com/de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wissner-Bosserhoff</a> in der Pipeline. Wann ist zwar noch nicht klar (oder man wollte es mir nicht verraten), aber auch für die häusliche Pflege soll es in der Zukunft intelligente Bettlösungen aus Wickede geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Digitalisierung dient Pflegebedürftigen und Pflegenden bei der Bewältigung des Alltags, trägt zur Prävention bei und unterstützt darin, mit den knappen Zeitressourcen besser umzugehen:  abseits der sonstigen „Belustigungsinstrumente“ und Servicegeräte die sonst häufig unter Digitalisierung der Pflege verstanden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">PS: KollegInnen und Kollegen die ein solches System bereits im Einsatz auf Ihrer Station haben: teilt gerne Eure Erfahrung in einem Kommentar mit.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div><figcaption class="wp-element-caption">Youtube-Teaser</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/02/15/digitalisierung-pflegebetten-als-sensible-helfer/">Digitalisierung: Pflegebetten als sensible Helfer</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Heimbewohner im Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Feb 2022 20:19:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[heimaufsicht]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
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		<category><![CDATA[Pflegeheim]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Internet ist aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Normalerweise betrachten wir es als völlig selbstverständlich, dass es „da“ ist und funktioniert. Wer kennt sie nicht, die spöttischen Kommentare zu&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/02/15/heimbewohner-im-netz/">Heimbewohner im Netz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Internet ist aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Normalerweise betrachten wir es als völlig selbstverständlich, dass es „da“ ist und funktioniert. Wer kennt sie nicht, die spöttischen Kommentare zu den Funklöchern bei der Deutschen Bahn? Stellen Sie sich vor, in einigen Jahren könnten Sie selbst dauerhaft „im Funkloch“ leben. Obwohl ein Internetzugang <a href="https://de.statista.com/themen/2033/internetnutzung-in-deutschland/#topicHeader__wrapper" target="_blank" rel="noreferrer noopener">für Sie bisher völlig selbstverständlich</a> war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsinn? Nun, solange Sie nicht im Pflegeheim leben vielleicht schon. Denn dort ist ein Internetzugang keineswegs selbstverständlich. Jedenfalls nicht, wenn Sie dort zu den Bewohnern zählen. Das ist ein unhaltbarer Zustand, denn der fehlende Zugang zum Internet bedeutet auch eine erhebliche Einschränkung der Teilhabemöglichkeiten, schränkt z.B. auch den sichtbaren Kontakt zu Familienmitgliedern ein. Kolleg*innen aus Pflege- und Betreuung können ein Lied davon singen, gerade im Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="recht-auf-netz-unterschiede-in-den-bundeslandern">Recht auf Netz &#8211; Unterschiede in den Bundesländern</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie sich die einzelnen Bundesländer zum Thema Internetzugang für Heimbewohner stellen wird das Thema eines Artikels in einer der <a href="https://www.ppm-online.org/shop/demenz-pflege-betreuung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kommenden Ausgaben von Demenz Pflege und Betreuung</a> sein. Im Zuge der Recherche dazu sind viele Antworten und Nachrichten zum Ist-Stand angefallen. Seit 2019 lebe ich selbst in NRW. Das mag ein Umstand sein warum ich hier speziell für &#8222;mein&#8220; Bundesland einmal versuche darzustellen, was mir (auch) vorliegt:  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Hintergrund:</strong></em> Der Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen hat 2019 beschlossen, dass die Einrichtungen ihren Bewohnern die technischen Voraussetzungen schaffen müssen das Internet zu nutzen – sprich, es muss ein Zugang möglich sein (<a href="https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_detail?sg=0&amp;menu=0&amp;bes_id=28425&amp;anw_nr=2&amp;aufgehoben=N&amp;det_id=428977" target="_blank" rel="noreferrer noopener">§ 5 Abs. 3 WTG</a>). Der Internetanschluss wurde damit zum Merkmal der Wohnqualität, ebenso wie es beispielsweise ein Telefonanschluss ist. Damit das nicht missverständlich ist: es muss eine Zugangsmöglichkeit geben. Das heißt nicht, dass Tablets und Laptops zur Verfügung gestellt werden müssen, sondern sozusagen der „Leitungszugang“. Dies nicht nur für den <a href="http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/justizportal_nrw.cgi?t=164494596915352548&amp;sessionID=1993372796881548159&amp;chosenIndex=Dummy_nv_68&amp;templateID=document&amp;source=context&amp;source=context&amp;highlighting=off&amp;xid=7230777,8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Individualbereich, sondern auch in Gemeinschaftsbereichen</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="anspruch-haben-und-in-anspruch-nehmen-konnen">Anspruch haben &#8211; und in Anspruch nehmen können</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ist NRW (einigen) anderen Bundesländern im Sinne der Pflegeheimbewohner einen Schritt voraus. Zunächst hatte ich erwartet, dass das <a href="https://www.mags.nrw/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen</a> eine Übersicht darüber hat, ob die Einrichtungen dieser &#8222;neuen&#8220; Pflicht auch nachkommen. Hat es aber nicht. Da die Überprüfung, ob die baulich-technischen Voraussetzungen in den Einrichtungen für einen Zugang zum Internet der Heimbewohner vorhanden sind Sache der örtlich zuständigen WTG-Behörden (Heimaufsichten) ist, habe ich dort angefragt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich lässt sich das Resümee ziehen, dass die Gesetzesänderung ein Erfolg ist und greift. Zumindest in so weit, wie Auskünfte dazu zu bekommen waren. Allerdings ist die Bandbreite der Antworten aus den Landkreisen und Städten groß. Von dezidierten Kenntnissen der Verhältnisse in den Einrichtungen bis zur Ahnungslosigkeit ist alles vertreten. Zwar verwiesen einzelne Behörden bzw. Kreise zurecht auf die Belastungen durch die Corona-Pandemie und darauf, dass dementsprechend die Einrichtungen nicht überall vollständig geprüft werden konnten. Dennoch ist es bemerkenswert, dass einige Kreise bzw. WTG-Behörden präzise Angaben machen konnten während andere damit auffielen, überhaupt keine Aussage zum Stand der Umsetzung machen zu können. Einige wenige haben überhaupt nicht auf die Anfrage(n) reagiert. So kam es vor, dass Antworten eintrafen die freundlicherweise das Prüfprozedere beschrieben, jedoch keine  oder nur vage Antworten auf die Frage gaben, wie viele Einrichtungen denn nun einen Internetzugang zur Verfügung stellen. Weiter hatte ich gefragt, ob hierfür den Heimbewohnern zusätzliche Kosten berechnet würden. Dies ist eine Frage die nur wenige beantworten konnten, aber auch nicht Gegenstand der Regelprüfung der WTG-Behörden (Heimaufsichten) ist. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="regierungsbezirke-in-nrw-und-internetzugange-fur-pflegeheimbewohner">Regierungsbezirke in NRW und Internetzugänge für Pflegeheimbewohner</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="807" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezMuensterfinal-3-1024x807.jpg" alt="" class="wp-image-964" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezMuensterfinal-3-1024x807.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezMuensterfinal-3-300x236.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezMuensterfinal-3-768x605.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezMuensterfinal-3-1536x1210.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezMuensterfinal-3-2048x1613.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><img loading="lazy" decoding="async" width="650" height="109" class="wp-image-960" style="width: 650px;" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-scaled.jpg" alt="" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-scaled.jpg 2560w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-300x51.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-1024x173.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-768x129.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-1536x259.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-2048x345.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px" /></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="874" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezDetmoldfinal-1-874x1024.jpg" alt="" class="wp-image-972" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezDetmoldfinal-1-874x1024.jpg 874w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezDetmoldfinal-1-256x300.jpg 256w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezDetmoldfinal-1-768x899.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezDetmoldfinal-1-1312x1536.jpg 1312w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezDetmoldfinal-1-1749x2048.jpg 1749w" sizes="auto, (max-width: 874px) 100vw, 874px" /><figcaption><img loading="lazy" decoding="async" width="650" height="109" class="wp-image-960" style="width: 650px;" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-scaled.jpg" alt="" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-scaled.jpg 2560w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-300x51.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-1024x173.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-768x129.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-1536x259.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-2048x345.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px" /></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezArnsbergfinal-1024x889.jpg" alt="" class="wp-image-942" width="833" height="722" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezArnsbergfinal-1024x889.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezArnsbergfinal-300x260.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezArnsbergfinal-768x667.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezArnsbergfinal-1536x1333.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezArnsbergfinal-2048x1778.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 833px) 100vw, 833px" /><figcaption><img loading="lazy" decoding="async" width="650" height="109" class="wp-image-960" style="width: 650px;" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-scaled.jpg" alt="" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-scaled.jpg 2560w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-300x51.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-1024x173.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-768x129.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-1536x259.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-2048x345.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px" /></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezDuesseldorffinal-1024x994.jpg" alt="" class="wp-image-944" width="826" height="802" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezDuesseldorffinal-1024x994.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezDuesseldorffinal-300x291.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezDuesseldorffinal-768x745.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezDuesseldorffinal-1536x1491.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezDuesseldorffinal-2048x1988.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 826px) 100vw, 826px" /><figcaption><img loading="lazy" decoding="async" width="650" height="109" class="wp-image-960" style="width: 650px;" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-scaled.jpg" alt="" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-scaled.jpg 2560w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-300x51.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-1024x173.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-768x129.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-1536x259.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-2048x345.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px" /></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="721" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezKoelnfinal-1-1024x721.jpg" alt="" class="wp-image-966" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezKoelnfinal-1-1024x721.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezKoelnfinal-1-300x211.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezKoelnfinal-1-768x541.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezKoelnfinal-1-1536x1081.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/RegBezKoelnfinal-1-2048x1442.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><img loading="lazy" decoding="async" width="650" height="109" class="wp-image-960" style="width: 650px;" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-scaled.jpg" alt="" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-scaled.jpg 2560w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-300x51.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-1024x173.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-768x129.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-1536x259.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/02/Legende-2-2048x345.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px" /></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Teilweise blieb Interpretationsspielraum offen, so dass eine Zuordnung nicht ganz einfach war. Etwa bei Antworten, dass der WTG-Behörde nicht bekannt sei, dass es in ihrem Gebiet Einrichtungen gäbe die die Voraussetzungen nicht erfüllen würden. Solche Antworten können etwas ganz anderes bedeuten als &#8222;wir haben geprüft / festgestellt / wissen&#8220;. Auch der Verweis auf in Teilen noch laufende oder geplante Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen zeigte vereinzelt, dass die WTG-Behörden die Dinge detailliert im Blick haben.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht in jeder Antwort, aber durchaus erwähnenswert vertreten, konnten einzelne Behörden bzw. Kreise auch eine Unterscheidung vornehmen ob und in wie weit WLan zur Verfügung steht bzw. in Teilen sogar, ob dies sowohl für Individual- als auch Gemeinschaftsbereiche gilt.  </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="starkes-auskunftsgefalle">Starkes Auskunftsgefälle</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das &#8222;Gefälle&#8220; der Antworten aus den verschiedenen Regierungsbezirken, aber auch innerhalb dieser, war auffallend. Während einerseits einige Regionen genaue Kenntnisse haben und sogar Hinweise auf die geplante Umsetzung geben können (hervorzuheben etwa die Städteregion Aachen, auch Köln und Leverkusen sowie z.B. Oberhausen od. Mülheim zeigten sich gut informiert) und wo sie noch nicht vollständig erfolgt ist, reicht es andererseits in einigen anderen Kreisen gerade mal für ein <em>&#8222;die gewünschten Daten liegen hier nicht vor.&#8220;</em>. Die Arbeitsweise der WTG-Behörden und das Interesse der Kreise an der Umsetzung der baulich-technischen Voraussetzungen in den Pflegeheimen damit Heimbewohner auf das Internet zugreifen können, scheint sehr unterschiedlich ausgeprägt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Hintergrund, dass die Qualität der erteilten Auskünfte bzw. der vorgehaltenen Daten sehr unterschiedlich sind, muss möglicherweise auch seitens der Verwaltungen konkretisiert werden welche Daten erfasst und aufbereitet werden müssen um dem Prüfauftrag gerecht zu werden. Auch die personelle Ausstattung der einzelnen WTG-Behörden kann eine Rolle gespielt haben, schien jedoch vor dem Hintergrund einiger Antworten und dem eigentlichen Zweck, der ja kein Blogbeitrag ist, nicht mit vertretbarem Aufwand zu klären. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="wtg-wirkt">WTG wirkt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">So unterschiedlich die Auskünfte hinsichtlich ihrer Aussagekraft auch waren &#8211; insgesamt besteht in den allermeisten Kreisen ganz offensichtlich ein großes Interesse daran, dass die baulich-technischen Voraussetzungen für einen Zugang zum Internet für Heimbewohner auch geschaffen werden. Mehr noch: zumindest überwiegend scheint dies, bei allen Unschärfen,  bereits der Fall zu sein. <br></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Update 16.02.2022: Karte Regierungsbezirk Münster: Aktualisierung Coesfeld. Update 18.02.2022: Karte Regierungsbezirk Köln aktualisiert: Städteregion Aachen. Update 23.02.2022; Minden-Lübbecke aktualisiert. </p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelfoto original von Markus Spiske von Pexels</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/02/15/heimbewohner-im-netz/">Heimbewohner im Netz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Stationäre Welle? Ambulante Pflege zu Zeiten der Corona-Pandemie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Dec 2021 16:56:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[ambulant]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
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		<category><![CDATA[pflegedienst]]></category>
		<category><![CDATA[treiß]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Corona-Pandemie ist keineswegs die Ursache für die Zustände in der professionellen Pflege. Sie zeigt nun aber auch der Allgemeinbevölkerung was passiert, wenn man einen essentiellen Bereich der Gesundheitsversorgung jahrelang&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2021/12/10/stationaere-welle-ambulante-pflege-zu-zeiten-der-corona-pandemie/">Stationäre Welle? Ambulante Pflege zu Zeiten der Corona-Pandemie</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Corona-Pandemie ist keineswegs die Ursache für die Zustände in der professionellen Pflege. Sie zeigt nun aber auch der Allgemeinbevölkerung was passiert, wenn man einen essentiellen Bereich der Gesundheitsversorgung jahrelang &#8222;auf Reserve&#8220; laufen lässt. Die Schilderungen aus den Krankenhäusern in Deutschland machen betroffen. Die Überlastung durch Covid-19 sind medial dauerpräsent. Und das ist gut und richtig so, denn immernoch hat ein Teil der Bevölkerung nicht verstanden, <a href="https://www.zusammengegencorona.de/impfen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">was zu tun bzw. </a>was besser <a href="https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/alltag-in-zeiten-von-corona/im-alltag-maske-tragen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zu lassen</a> ist. </p>



<h2 class="has-primary-color has-text-color has-large-font-size wp-block-heading" id="die-pandemie-ist-nicht-stationar">Die Pandemie ist nicht stationär</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Betrachtet man die Berichterstattung kann man fast den Eindruck gewinnen, es handle sich vor allem um eine <em>stationäre</em> 4. Welle. Ein Krankenhaus- und Pflegeheimproblem, sozusagen. Die Pandemie spielt sich jedoch in allen Lebensbereichen ab. Und sie trifft auch die ambulante Pflege.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/12/pngtrblogartikelambulant2-1024x576.png" alt="" class="wp-image-877" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/12/pngtrblogartikelambulant2-1024x576.png 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/12/pngtrblogartikelambulant2-300x169.png 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/12/pngtrblogartikelambulant2-768x432.png 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/12/pngtrblogartikelambulant2-1536x864.png 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/12/pngtrblogartikelambulant2.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Pflegende führen ihren Beruf seit vielen Jahren unter Druck aus. Die Corona-Pandemie belastet nicht nur die Intensivpflege. Es darf bezweifelt werden, ob es nach all den Monaten überhaupt noch einen Bereich der Pflege gibt, der <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/04/21/die-covid-pandemie-ist-fuer-die-an-demenz-erkrankten-der-super-gau/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">nicht in Mitleidenschaft</a> gezogen wäre. Zur Situation der ambulanten Versorgung habe ich den<a href="https://www.lfk-online.de/pflegedienste.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Landesverband freie ambulante Krankenpflege NRW e.V. befragt. Christop Treiß</a> ist dort Geschäftsführer &#8211; hier sind seine Antworten:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Wir befinden uns in der vierten Welle der Corona-Pandemie. Die Berichterstattung ist vielfältig, meist jedoch auf Krankenhäuser bezogen. Wie erlebt die ambulante Pflege die vierte Welle? Welche besonderen Belastungen melden Ihre Mitglieder zurück?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christoph Treiß:</strong> Die ambulante Pflege ist natürlich ebenfalls von der vierten Welle erfasst. Und mit jeder Welle werden die Belastungen für Mitarbeiter und Unternehmen größer. Denn auch aufgrund des allgemeinen Personalmangels gibt es kaum eine Möglichkeit, sich von dem Dauerdruck zu erholen. Dabei sind nicht nur diejenigen betroffen, die als Mitarbeiter in einem ambulanten Pflegedienst diese Menschen versorgen, sondern auch die, die als Pflegebedürftige zu Hause versorgt werden. Und sie alle haben wiederum Kinder oder Angehörige, die ebenfalls erkranken können. Wir sind ein „Frauenberuf“ – sobald ein Kind in Quarantäne muss oder ins Homeschooling, hat das Auswirkungen auf unsere Dienst- und Einsatzpläne. Dadurch entsteht ein noch höherer Organisations- und Planungsaufwand in der ambulanten Pflege. Denn oft bricht frühmorgens vor einer Tour ein Mitarbeiter weg, der kurzfristig ersetzt werden muss. Dafür muss dann ein Kollege aus dem Frei oder dem Urlaub zurückgeholt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Höhere Infektionszahlen bedeuten auch, dass es in der häuslichen Umgebung der Pflegebedürftigen vielleicht zu Impfdurchbrüchen kommt. Das sorgt für ein ständiges Gefühl der Unsicherheit – muss ich noch mehr testen, um sicherzugehen? Doch gerade die Testungen sind in Hoch-Zeiten ein extremer organisatorischer, personeller und finanzieller Aufwand. Hier gibt es gesetzliche Vorgaben, denen die Pflegedienste nachkommen müssen, selbst wenn allein die Beschaffung von Tests kaum möglich ist und die Preise extrem steigen. Die Vorgaben ändern sich zudem häufig, gerade wenn die Politik mit schnellen Maßnahmen versucht, die Lage in den Griff zu bekommen. Alle Regelungen müssen im Pflegedienst stets auf aktuellem Stand sein, die Dokumentation angepasst und die Maßnahmen entsprechend durchgeführt werden. Wenn sich dies jede Woche ändert, bedeutet das natürlich ebenfalls Stress sowie viele Stunden, die statt für die Pflege für Büroarbeit eingesetzt werden müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kommt natürlich die emotionale Belastung. Denn jeder Erkrankte und Verstorbene steht für ein Schicksal. Das Erfüllende am Pflegeberuf sind ja gerade die menschlichen Beziehungen. Und unsere Pflegekräfte hängen nicht nur körperlich durch, sondern sind durch die hohe emotionale Belastung auch psychisch inzwischen zum Teil völlig ausgelaugt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Möchte man ein Pflegeheim oder ein Krankenhaus betreten, ist ein aktueller Corona-Test notwendig, was eine relative Sicherheit bietet. Anders sieht es selbstverständlich Zuhause aus – dort gibt es keine Testverpflichtung für Besucher, noch haben ambulante Pflegekräfte eine Möglichkeit nachzuvollziehen, wer zuletzt beim Kunden zu besuch war. Wie gehen die ambulant tätigen Kolleginnen und Kollegen mit diesem erhöhten Risiko um? Was bedeutet es für die Leistungsanbieter?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christoph Treiß:</strong> In der Häuslichkeit des Kunden haben die Mitarbeiter von Pflegediensten keinen großen Einfluss auf die Sicherheit – weder ihre eigene noch die des Pflegebedürftigen. Auch ist dieser auf Besucher angewiesen, beispielsweise auf Physiotherapeuten oder Fußpfleger. Aber auch Angehörige sind oft in die Pflege involviert und kommen teils täglich vorbei. Die Pflegekräfte in der ambulanten Pflege können sämtliche Sicherheitsmaßnahmen einhalten und ihre Kunden auch per PoC-Antigen-Test testen, aber sie können keine Gewissheit darüber haben, dass sie sicher vor Infektion geschützt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Momentan erlauben die Vorgaben eine wöchentliche Testung von Pflegebedürftigen in der Häuslichkeit. Eine Verpflichtung dazu besteht jedoch nicht. Und die Regeln ändern sich mit den immer wieder aktualisierten Gesetzen auch ständig. Für Leistungsanbieter, die ihr Personal natürlich bestmöglich schützen wollen, ist es daher schwierig, Schritt zu halten mit den Vorgaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Welche Lehren können aus dem bisherigen Geschehen für die ambulante pflegerische Versorgung in Deutschland gezogen werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christoph Treiß:</strong> Wenn der bisherige Verlauf der Pandemie und vor allem die ersten beiden großen Wellen eines gezeigt haben, dann ist es die Bedeutung der häuslichen Versorgung von Pflegebedürftigen. Wir haben es bei uns in Nordrhein-Westfalen, aber auch deutschlandweit an den Sterbezahlen gesehen: Die ambulante Pflege stellt eine Art Schutzwall dar – mit den getroffenen Maßnahmen konnten wir in der häuslichen Versorgung die Menschen deutlich besser schützen als der stationäre Bereich, wo es in Pflegeheimen viele Ausbrüche und leider auch Todesfälle gab. Die eigene Häuslichkeit bietet alten und pflegebedürftigen Menschen da einen deutlich besseren Schutz, insbesondere wenn darüber hinaus von allen Besuchern entsprechende Hygienemaßnahmen eingehalten werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben aber auch gesehen, dass die Belastung durch die pandemische Lage in der ambulanten Pflege ebenfalls gestiegen ist. Während die Öffentlichkeit ihren Blick hauptsächlich auf Krankenhäuser und stationäre Pflegeeinrichtungen lenkt, muss deutlich festgestellt werden: Zwei Drittel aller Pflegebedürftigen werden noch immer zu Hause versorgt. Damit ist die ambulante Pflege DIE große Stütze im System. Und das sollte honoriert werden – nicht nur finanziell, sondern vor allem mit vernünftigen Arbeitsbedingungen. Das bedeutet zunächst einmal mehr Personal. Jedem ist klar, dass Pflegekräfte nicht auf Bäumen wachsen, aber die Anstrengungen, um neue Pflegekräfte zu gewinnen, sollten noch einmal verstärkt werden, auch von politischer Seite. Die Steuerungsinstrumente existieren: eine schnellere Anerkennung ausländischer Abschlüsse, eine gleichwertige Entlohnung in ambulanter Langzeitpflege und stationärer Akutpflege, steuerfreie Zuschläge, eine steuerfinanzierte Ausbildung. Der Grundsatz „ambulant vor stationär“ darf dabei nicht aus den Augen verloren werden.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Ich danke Herrn Treiß für seine Antworten.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Foto: Teaser Pexels; Ron Lach; Foto: Christoph Treiß v.  Jana Wriedt Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit LfK &#8211; Landesverband freie ambulante</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2021/12/10/stationaere-welle-ambulante-pflege-zu-zeiten-der-corona-pandemie/">Stationäre Welle? Ambulante Pflege zu Zeiten der Corona-Pandemie</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Start-up aus Aachen möchte pflegende Angehörige unterstützen &#8211; App gestartet</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2021/10/07/start-up-aus-aachen-moechte-pflegende-angehoerige-unterstuetzen-app-gestartet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Oct 2021 12:59:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[aachen]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[eldertech]]></category>
		<category><![CDATA[häusliche pflege]]></category>
		<category><![CDATA[nrw]]></category>
		<category><![CDATA[pflegende angehörige]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Deutschland leben mehr als 4 Mio. Menschen mit Pflegebedarf. Etwa 80% werden in der eigenen Häuslichkeit versorgt.Ungefähr die Hälfte davon ausschließlich durch Angehörige. Unterstützung dringend geboten Angehörige sind dabei&#8230;</p>
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<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland leben mehr als 4 Mio. Menschen mit Pflegebedarf. Etwa 80% werden in der eigenen Häuslichkeit versorgt.Ungefähr die Hälfte davon ausschließlich durch Angehörige. </p>



<h2 class="has-primary-color has-text-color wp-block-heading">Unterstützung dringend geboten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Angehörige sind dabei <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/pflege-zu-hause.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vielfältigen Belastungen ausgesetzt</a>, die Versorgung des pflegebedürftigen Familienmitgliedes erfordert Kraft, Geld, Nerven und viel Zeit. Nicht immer reichen die bisherigen Hilfeformen aus, die Herausforderungen zu stemmen. Zwar haben in den <a href="https://www.vdk.de/deutschland/pages/themen/pflege/83130/kaum_verbesserungen_vdk-tv_zeigt_wie_unzureichend_die_pflegereform_2021_ist" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vergangenen Jahren Pflegereformen</a> auch immer wieder zum Ziel gehabt, die häuslichen Situationen zu stützen und Belastung zu reduzieren, jedoch ist der Alltag der Angehörigen – überwiegend Frauen – noch immer von einer hohen Stressbelastung geprägt. Für die häusliche Versorgung eines Menschen mit Demenz ist ein stabiles sorgendes Umfeld ein entscheidender Faktor, damit es nicht zu einem verfrühten Heimübertritt kommt, den die meisten Menschen sich nicht wünschen. Anders formuliert: der Umzug ins Pflegeheim ist bei weitem nicht immer durch die Schwere der Erkrankung oder den Grad der Pflegebedürftigkeit getriggert: vielmehr bricht das sorgende häusliche System unter den vielfältigen Belastungen zusammen. In der Summe geht’s dann Zuhause nicht mehr.</p>



<h2 class="has-primary-color has-text-color wp-block-heading">Digitalisierung nimmt nicht alle Sorgen – kann sie aber mindern</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Pflege wird häufig unter Digitalisierung eine Dienstplansoftware verstanden oder ein Zeiterfassungssystem. Manchmal auch, dass umständliche Prozesse „digital gemacht“ werden – also Formular X halt auch als pdf zum Selbstausdrucken online zur Verfügung steht. Dabei bedeutet die Digitalisierung sowohl für die professionelle Pflege und Betreuung als auch die häusliche Versorgung umfassende Änderungen mit geradezu revolutionären Chancen, gerade auch wenn es um SmartHome-Anwendungen geht. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/10/ELDERTECH-Team_vlnr-Anna-Lisa-Cramer-David-Fiebig-Andre-Fiebig-Laura-Hajek-Artur-Janiszek-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-830" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/10/ELDERTECH-Team_vlnr-Anna-Lisa-Cramer-David-Fiebig-Andre-Fiebig-Laura-Hajek-Artur-Janiszek-1024x681.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/10/ELDERTECH-Team_vlnr-Anna-Lisa-Cramer-David-Fiebig-Andre-Fiebig-Laura-Hajek-Artur-Janiszek-300x199.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/10/ELDERTECH-Team_vlnr-Anna-Lisa-Cramer-David-Fiebig-Andre-Fiebig-Laura-Hajek-Artur-Janiszek-768x511.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/10/ELDERTECH-Team_vlnr-Anna-Lisa-Cramer-David-Fiebig-Andre-Fiebig-Laura-Hajek-Artur-Janiszek.jpg 1411w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Das Team von Eldertech aus Aachen: vlnr Anna-Lisa Cramer, David Fiebig, André Fiebig, Laura Hajek, Artur Janiszek</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://eldertech.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Startup Eldertech</a> aus dem nordrhein-westfälischen Aachen stellt sich der Herausforderung und möchte – in einem ersten Schritt – Angehörige in der häuslichen Pflege unterstützen. Am 06. Oktober hat es seine App gelauncht, die nun bis zum Jahresende kostenfrei genutzt werden kann. Mittels der App soll eine vereinfachte Videotelefonie ermöglicht werden. Auch eine intelligente Steuerung bzw. Überwachung eines Tablettenspenders und Organisationstools zur Vereinfachung des Pflegealltags sind laut Eldertech möglich. „Wir legen großen Wert darauf, dass die App besonders einfach zu bedienen ist. Vor allem für die Senioren und Seniorinnen wollen wir durch möglichst wenig Nutzungsaktivitäten Technik-Frust vermeiden“, so Gründer André Fiebig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ganze <a href="https://eldertech.de/wp-content/uploads/2021/10/Pressemitteilung-App-Release-ELDERTECH-6.10.2021.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pressemitteilung lesen Sie hier</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Erfahrungen mit der Eldertech-App interessieren mich – schreiben Sie gerne einen Kommentar oder eine Nachricht.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
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