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	<title>assessment Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>Verlegungsstress nach Umzug oder Heimaufnahme – was ist normal und was ist zu tun?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jan 2026 19:56:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Wohnortwechsel ist für viele ältere Menschen belastend. Bei Menschen mit Demenz kommt oft noch dazu: Orientierung, Routine, vertraute Gesichter und “Lesbarkeit” der Umgebung sind zentrale Sicherheitsanker. Wenn diese wegfallen,&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/21/verlegungsstress-nach-umzug-oder-heimaufnahme-was-ist-normal-und-was-ist-zu-tun/">Verlegungsstress nach Umzug oder Heimaufnahme – was ist normal und was ist zu tun?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein Wohnortwechsel ist für viele ältere Menschen belastend. Bei Menschen mit Demenz kommt oft noch dazu: Orientierung, Routine, vertraute Gesichter und “Lesbarkeit” der Umgebung sind zentrale Sicherheitsanker. Wenn diese wegfallen, kann der Übergang wie ein Schock wirken. In der Forschung wird das als Umzugs-/Verlegungsstress beschrieben (englisch häufig: Relocation Stress Syndrome, teils auch Transfer Trauma). Typisch sind Angst, depressive Symptome, Rückzug oder Verwirrtheit – besonders in den ersten Wochen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wichtig: Nicht jede Verschlechterung ist “der Umzug”</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Viele Einzüge ins Pflegeheim passieren nicht geplant, sondern nach einer Krise: <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/14/sturzrisiko-bei-demenz-nicht-nur-die-medikamente-zaehlen/">Sturz</a>, Krankenhausaufenthalt, Delir, akute Überforderung zu Hause. Dann überlagern sich mehrere Stressoren, und Ursache/Wirkung sind auch in Studien nicht immer sauber trennbar. Genau deshalb lohnt es sich in der Praxis, den Übergang als Hochrisikophase zu behandeln – unabhängig davon, “wie gut das Heim ist”.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In der Anpassungsphase werden in Übersichtsarbeiten immer wieder ähnliche Muster beschrieben: mehr depressive Zeichen, mehr Unruhe/Agitation, mehr Rückzug, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/10/s3-leitlinie-delir-im-hoeheren-lebensalter-was-ist-neu/">zeitweise mehr Verwirrtheit</a>, teils auch Einbußen bei Kognition und körperlicher Stabilität bzw. mehr Sturzereignisse rund um die Aufnahmephase.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das kann normal sein, wenn es:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">in Wellen kommt (gute und schlechte Tage),</li>



<li class="has-medium-font-size">klar mit Tageszeiten/Überforderung zusammenhängt (abends, bei vielen Reizen),</li>



<li class="has-medium-font-size">innerhalb von 2–6 Wochen abnimmt oder sich zumindest stabilisiert,</li>



<li class="has-medium-font-size">durch Sicherheit, Struktur, Beziehung sichtbar gebessert werden kann.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">5 wichtige Punkte für die Pflege bei der Neuaufnahme</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In diesem kurzen Video sind kompakt 5 wesentliche Punkte benannt, die die professionelle Pflege im Blick haben sollte. Und was ist eigentlich mit der Frage &#8222;besuchen oder nicht besuchen?&#8220;. </p>



<figure class="wp-block-video"><video height="720" style="aspect-ratio: 1280 / 720;" width="1280" controls src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/01/FinalUmzugLangzeitpflege.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption">Das Video können Sie auch via Youtube im Kanal &#8222;Demenz: Aufmerksam gemacht&#8220; abrufen. <a href="https://youtu.be/sHG7mAtpdfY">Klicken Sie einfach hier.</a> </figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Umzugsstress ist mehr als “nur Stimmung”</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Umzugsstress kann depressive Symptome im ersten Jahr nach Umzug in eine Langzeitpflegeeinrichtung vorhersagen – unabhängig davon, ob eine kognitive Beeinträchtigung vorliegt. Das macht Umzugsstress zu einem eigenständigen Risikofaktor, den Pflegefachpersonen aktiv monitoren können. Zusätzlich scheint der “Weg in die Einrichtung” relevant zu sein: Wer direkt aus Akut-/Postakutversorgung verlegt wird, hat ein erhöhtes Depressionsrisiko im ersten Jahr (im Vergleich zu anderen Zuzugswegen).Neuere Arbeiten zeigen auch differenziertere Verläufe. Wenn Menschen in eine passendere, sicherere oder besser unterstützende Umgebung wechseln, können Veränderungen eher kurzfristig sein und müssen nicht automatisch zu langfristigen Verschlechterungen führen. Entscheidend sind Kontext und Übergangsgestaltung.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für Angehörige finden Sie hier eine Mini-Checkliste für die Umzugsphase (pdf). </p>



<div class="wp-block-file"><a id="wp-block-file--media-9c52e9a1-37dc-4586-9405-11c25cc67c88" href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/01/ChecklisteUmzugDemenzjg.pdf">Umzug in die Langzeitpflege</a><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/01/ChecklisteUmzugDemenzjg.pdf" class="wp-block-file__button wp-element-button" download aria-describedby="wp-block-file--media-9c52e9a1-37dc-4586-9405-11c25cc67c88">Herunterladen</a></div>



<h2 class="wp-block-heading">Pflege ist besonders gefordert: die ersten Tage</h2>



<!-- Praxis-Checkliste: größere Schrift (WordPress Custom HTML) -->
<h2>Praxis-Checkliste: Was Sie in den ersten 14 Tagen konkret tun können</h2>

<div style="font-size:1.15em; line-height:1.6;">
  <ul>
    <li>Ein fester Tagesanker: gleiche Begrüßung, gleicher Sitzplatz, gleiche Kernrituale</li>
    <li>Eine Bezugsperson definieren (Team + Angehörige), mit klarer Erreichbarkeit</li>
    <li>Reizmanagement: lieber weniger Angebote, dafür verlässlich und wiederholbar</li>
    <li>Orientierung leicht machen: sichtbare Orientierungspunkte, ruhige Wege, gute Beleuchtung</li>
    <li>Schmerzen, Infekte, Nebenwirkungen aktiv ausschließen (nicht abwarten)</li>
    <li>Trink- und Esssituation beobachten und niedrigschwellig stützen</li>
    <li>Jeden Tag eine kurze „Was hat geholfen?“-Notiz: Situation – Beobachtung – vermutete Auslöser – Maßnahme – Wirkung</li>
  </ul>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In der Praxis ist Verlegungsstress kein „weiches Thema“, sondern eine absehbare Risikophase, in der sich Sicherheit, Stimmung, Schlaf, Mobilität und Versorgungskomplexität in kurzer Zeit verschieben können. Behandeln Sie die ersten Wochen deshalb als eine strukturierte &#8222;Übergangspflege&#8220;: weniger Aktionismus, mehr Verlässlichkeit, klare Bezugspersonen, ein gut lesbares Umfeld und ein konsequenter Blick auf Schmerz, Infekte, Delirzeichen sowie Ess- und Trinkverhalten. Wenn Sie Veränderungen früh als Verlauf erkennen und gezielt gegensteuern, verhindern Sie, dass aus normaler Anpassungsbelastung ein länger anhaltender Abwärtstrend wird – und machen zugleich sichtbar, was Pflege in dieser Phase wirklich leistet: Stabilität herstellen, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/02/demenz-und-desorientierung-viel-mehr-als-nicht-von-a-nach-b-zu-finden/">Orientierung sichern</a> und Beziehung als Schutzfaktor systematisch nutzen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Zum Weiterlesen / Quellen</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7048638/">Costlow K, et al. (2019). The impact of relocation stress on cognitively impaired and cognitively unimpaired long-term care residents. (Volltext bei PubMed Central).</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1041610224013590">Sury L, et al. (2013). Moving in: adjustment of people living with dementia going into a nursing home and their families. International Psychogeriatrics. (ScienceDirect Übersichtsseite). </a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35930794/">Plys E, et al. (2022). Depression within the First Year of Relocation to Residential Care/Assisted Living: Where You Come From Matters. (PubMed).</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://link.springer.com/article/10.1186/s12877-020-01542-7">Gaugler JE, et al. (2020). The Residential Care Transition Module: a single-blinded randomized controlled evaluation of a telehealth support intervention for family caregivers of persons with dementia living in residential long-term care. BMC Geriatrics.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12560283/">Urbanski DP, et al. (2025). Process evaluation of the Residential Care Transition Module (RCTM). (Volltext bei PubMed Central).</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S002074891730086X">Müller C, et al. (2017). Interventions to support people with dementia and their caregivers in the transition from home care to nursing home care: systematic review. International Journal of Nursing Studies. (ScienceDirect Abstractseite).</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/21/verlegungsstress-nach-umzug-oder-heimaufnahme-was-ist-normal-und-was-ist-zu-tun/">Verlegungsstress nach Umzug oder Heimaufnahme – was ist normal und was ist zu tun?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<item>
		<title>Demenz: Abwehrend? Übergriffig? Oder vielleicht doch ganz anders?</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/11/21/demenz-abwehrend-uebergriffig-oder-vielleicht-doch-ganz-anders/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Nov 2025 21:25:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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		<category><![CDATA[vestibuläres system]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Verhalten eines anderen Menschen zu deuten, ist schwer genug. Das Verhalten von Menschen mit Demenz zu interpretieren, kann eine noch größere Herausforderung sein. Fehlinterpretationen sind dabei nicht nur ärgerlich&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/11/21/demenz-abwehrend-uebergriffig-oder-vielleicht-doch-ganz-anders/">Demenz: Abwehrend? Übergriffig? Oder vielleicht doch ganz anders?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das Verhalten eines anderen Menschen zu deuten, ist schwer genug. Das Verhalten von Menschen mit Demenz zu interpretieren, kann eine noch größere Herausforderung sein. Fehlinterpretationen sind dabei nicht nur ärgerlich – sie können gravierende Folgen haben, zum Beispiel wenn <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/03/11/demenz-auf-falscher-faehrte-bei-infektionen-schmerzen/">Infektionen, Schmerzen</a> oder Schwindel dahinterstecken und unbehandelt bleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Empathie allein reicht nicht aus </h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Stellen Sie sich vor, Sie müssen sich einer größeren Operation unterziehen. Sie haben zwei Empfehlungen:</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">• Krankenhaus A: Alle sind „supernett“, die Atmosphäre ist warm und menschlich.<br>• Krankenhaus B: Dort arbeiten ausgewiesene Expertinnen und Experten, die sehr viele Eingriffe genau dieser Art durchführen – mit hervorragenden Ergebnissen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wo würden Sie sich operieren lassen?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ideal ist natürlich die Kombination: fachliche Exzellenz und ein gutes, zugewandtes Miteinander. In der Versorgung von Menschen mit Demenz gilt genau das Gleiche: Verständnis, Geduld und eine freundliche Haltung sind unverzichtbar. Aber sie dürfen professionelle pflegerische Wachsamkeit nicht ersetzen. Sonst wird es gefährlich – wie im Fall von Herrn M.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Herr M.: „Aggressiv und sexuell übergriffig“?</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Herr M. hat eine weit fortgeschrittene Demenz. Verbale Kommunikation gelingt kaum noch. Er wirkt stark untergewichtig, ausgezehrt. Für einige Zeit kommt er nach einem Krankenhausaufenthalt zur Kurzzeitpflege in ein Pflegeheim. Schon in den ersten Tagen zeigt sich ein auffälliges Muster:<br>Jede Mobilisation wird zur Kraftprobe. Beim Setzen auf die Bettkante, beim Transfer in den Rollstuhl oder in den Pflegesessel hält sich Herr M. mit großer Kraft an allem fest, was er greifen kann: Bettgitter, Matratze, Nachttisch, Kleidung der Pflegenden. Es kommt zu Griffspuren und Blutergüssen. Das Team versucht zunächst alles: ruhiges Zureden, kurze Erklärungen, längere Gespräche, „Aromatherapie“ mit Lavendel um eine beruhigende Atmosphäre zu schaffen. Doch der Erfolg bleibt aus. Stück für Stück geht den Mitarbeitenden die Geduld aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Eklat</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div style="background:#f9fafb; border:1px solid #e5e7eb; padding:1.25rem 1.5rem; border-radius:8px; max-width:700px; font-size:1.3rem; line-height:1.6;">
  <p style="margin-top:0; margin-bottom:0.7rem; font-size:1.4rem;">
    Warum Menschen mit Demenz anfälliger für Schwindel sind – kurz erklärt
  </p>

  <ul style="margin:0 0 0.6rem 1.4rem; padding:0;">
    <li>Schäden im „Vestibular-Netzwerk“ des Gehirns:
      Die Gleichgewichtsinformation aus dem Innenohr wird in Hirnstamm, Kleinhirn, Thalamus, Inselrinde und parietalen Arealen verarbeitet. Bei Demenz sind Teile dieses Netzwerks (z. B. temporo-parietale Regionen) oft mitbetroffen – die Integration von Gleichgewichts-, Seh- und Tiefensensibilität wird unsicher.</li>

    <li>Hippocampus und räumliche Orientierung:
      Der Hippocampus ist wichtig für Orientierung, Raumgefühl und Navigation. In vielen Demenzformen (vor allem Alzheimer) schrumpft er deutlich. Studien zeigen: vestibuläre Störungen gehen mit Hippocampus-Atrophie und kognitiven Einbußen einher. Das Gehirn kann Position und Bewegung im Raum schlechter einschätzen – Betroffene fühlen sich schneller „schwankend“ oder verloren.</li>

    <li>Weiße Substanz und Kleingefäßerkrankung:
      Bei älteren Menschen mit Demenz finden sich häufig Mikroinfarkte und Veränderungen der weißen Substanz. Diese stören die Leitungsbahnen zwischen Motorik-, Gleichgewichts- und Planungsarealen. Folge: Gang- und Standunsicherheit, „Schwankschwindel“, unerklärte Stürze – auch ohne klaren Drehschwindel.</li>

    <li>Autonome Dysregulation:
      Besonders bei Lewy-Körper- und Parkinson-Demenz ist das vegetative Nervensystem betroffen. Blutdruck und Herzschlag passen sich langsamer an Lagewechsel an. Orthostatische Hypotonie („Blutdruck sackt beim Aufstehen ab“) führt zu Schwarzwerden vor Augen, Benommenheit und Schwindel – oft ohne dass die Betroffenen das benennen können.</li>

    <li>Überlastete Sinnesintegration:
      Das Gehirn muss ständig Sehen, Gleichgewichtssinn und Körperwahrnehmung abgleichen. Bei Demenz gelingt dieser Abgleich schlechter, vor allem in unruhigen, optisch „vollen“ Umgebungen. Widersprüchliche Signale (z. B. viel Bewegung im Blickfeld, aber stillstehender Körper) werden schneller als Schwindel oder Unsicherheit erlebt.</li>

    <li>Verstärkende Faktoren:
      Hinzu kommen typische „Begleiter“ des Alters: Hör- und Sehverlust, Polyneuropathie, Medikamente mit Schwindel- und Sturzrisiko. Bei Demenz wirken diese Faktoren stärker, weil Kompensation und Rückmeldung („mir ist schwindlig“) eingeschränkt sind.</li>
  </ul>

  <p style="margin:0; font-size:1.1rem; color:#6b7280;">
    Beispielhafte Studien: Agrawal Y et al. Vestibular impairment and cognitive decline in older adults (2019); Lim SJ et al. Vestibular loss increases risk of dementia (Sci Rep 2023); Aedo-Sanchez C et al. Vestibular dysfunction and its association with cognitive impairment (Front Neurosci 2024).
  </p>
</div>

</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eines Tages soll Herr M. wieder von zwei Pflegenden vom Bett in den Pflegesessel mobilisiert werden. Das bekannte Bild: Er klammert sich an Matratze und Bettgestell, „wehrt sich“, wie das Team es nennt. Schließlich gelingt es, ihn auf die Füße zu stellen. Beim Drehen und Hinsetzen greift Herr M. erneut wild um sich. In diesem Moment trifft er eine Kollegin an der Brust.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für das ohnehin bereits genervte Team ist die Situation eindeutig: das geht so nicht mehr.<br>Von „sexuellem Übergriff“, „Sexualstraftat“ und „Gewalttäter“ ist die Rede. Die Tochter wird etwa eine Stunde später telefonisch informiert – emotional, wütend, mit klarer Ankündigung: Der Kurzzeitpflegeplatz sei vermutlich verloren, eine Einweisung in die Psychiatrie dringend erforderlich. Die Tochter ist völlig fassungslos. Tränenreich entschuldigt sie sich für ihren Vater, beschreibt ihn als früher liebevollen, respektvollen Menschen und ist völlig ratlos, ob sie einer Einweisung in eine Psychiatrie zustimmen soll.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Die erste Begegnung</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Auf Station erlebe ich Herrn M. zum ersten Mal. Ich habe zu diesem Zeitpunkt bereits viele Spekulationen aus dem Team gehört: mögliche traumatische Erlebnisse, „ungelebte Sexualität“, frühere Gewalt – vieles, was das Verhalten erklären soll. Belegt davon ist wie so oft nichts. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Herr M. liegt im Halbdunkel im Bett, mit einer Tagesdecke zugedeckt, die Augen geschlossen. Die Arme sind ausgestreckt, die Hände liegen am oberen Rand der Oberschenkel. Erst auf den zweiten Blick wird klar: Sie „liegen“ dort nicht zufällig, sondern üben Druck aus – er hält sich offenbar an sich selbst fest. Ich spreche ihn an. Keine Reaktion. Erst als ich deutlich lauter werde, bewegt sich sein Kopf suchend, die Augen öffnen sich kurz, scheinen aber nichts zu fixieren. Er findet mich nicht – und schließt sie wieder.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ich setze mich neben ihn auf die Bettkante und lege eine Hand auf seinen Unterarm. Er öffnet die Augen, greift schnell nach meiner Hand und hält sie fest. Es ist Kraft dahinter, aber er versucht nicht, meine Hand wegzuschieben oder zu stoßen. Das fällt mir sofort auf. Es fühlt sich eher an, als „lauert“ er. Er wartet ab, was ich als nächstes tun werde und gleichzeitig ist sein großer Krafteinsatz auch irgendwie eine Botschaft der Warnung.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Herr M. wirkt auf mich „fertig“, erschöpft, fahrig, sieht fahl aus. Ich schiebe es spontan fälschlicherweise auf das Untergewicht und die stressigen Tage.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div style="background:#f9fafb; border:1px solid #e5e7eb; padding:1.25rem 1.5rem; border-radius:8px; max-width:700px; font-size:1.4rem; line-height:1.6;">
  <p style="margin-top:0; margin-bottom:0.7rem; font-weight:600; font-size:1.5rem;">
    Schwindel-Verdacht bei Demenz – mögliche Anzeichen
  </p>
  <p style="margin:0 0 0.7rem 0; font-size:1.3rem;">
    Besonders wichtig, wenn die Person stark kognitiv eingeschränkt ist und sich kaum oder gar nicht mehr verbal äußern kann:
  </p>
  <ul style="margin:0 0 0.7rem 1.4rem; padding:0; font-size:1.3rem;">
    <li><strong>Augen:</strong> Nystagmus („Augenpendeln“), Augen werden bei Bewegung fest geschlossen, starrer oder suchender Blick.</li>
    <li><strong>Reaktion auf Lagewechsel:</strong> starke Unruhe beim Drehen, Aufsetzen, Umsetzen; festes Festklammern an Bettgitter, Matratze, Kleidung, Hand; Abwehr bestimmter Bewegungen.</li>
    <li><strong>Vegetative Zeichen:</strong> Übelkeit, häufiges Schlucken, Lippenlecken, Würgereiz; Erbrechen ohne andere deutliche Ursache; Blässe, kalter Schweiß.</li>
    <li><strong>Haltung von Kopf und Körper:</strong> auffällige Kopfhaltung; Zusammenzucken oder Angst bei kleinen Kopfbewegungen; sichtbares „Sichern“ mit Füßen/Händen.</li>
  </ul>
  <p style="margin:0; font-size:1.2rem;">
    Merksatz: Treten mehrere dieser Zeichen wiederholt in Zusammenhang mit Lagewechsel oder Kopfbewegung auf, Schwindel ernst nehmen und ärztlich abklären. Bei neuen Lähmungen, Sprachstörung, Doppelbildern oder starken Kopfschmerzen: Notfall – Rettungsdienst rufen.
  </p>
</div>

</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Die „Abwehr“ unter der Lupe</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nachdem die anwesende Kollegin den Raum verlassen hat, entscheide ich mich, seinen „Problemmoment“ ganz bewusst zu erleben: die Mobilisation. Schon beim Beginn des Lagewechsels kommt es zu dem bekannten Bild: unartikuliertes Schimpfen, Drücken, Zupacken, Abwehr. Doch es fällt schnell etwas auf: </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Je näher wir der aufrechten Position kommen, desto mehr verwandelt sich die Gegenwehr in ein panisches Festhalten und Um-sich-Greifen. Im Sitzen verstärkt sich das: Herr M. leckt sich wiederholt über die Lippen, wirkt hoch angespannt, die Hände suchen Halt, der Blick ist unstet, die Augen werden immer wieder krampfhaft geschlossen. Das Bild erinnert eher an massive Unsicherheit und Angst, als an gezielte Aggression oder gar einen „sexuellen Übergriff“.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In der anschließenden Fallbesprechung setzen wir im Pflegeteam die Beobachtungen systematisch zusammen:</p>



<ul class="wp-block-list has-medium-font-size">
<li>starke Unruhe und „Abwehr“ vor allem bei Lagewechseln</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list has-medium-font-size">
<li>sobald der Körper bewegt oder aufgerichtet wird, wandelt sich die „Abwehr“ vollständig in ein Greifen, Festklammern: Halt-suchen.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list has-medium-font-size">
<li>suchende Augen, häufiges Augen schließen – direkt dann, wenn Bewegung beginnt so die Mehrheitsmeinung im Team, auffälliges Lippenlecken wurde auch zuvor bereits dokumentiert und Mundtrockenheit vermutet.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list has-medium-font-size">
<li>In liegender, halbliegender und sogar sitzender Position versiegt die Abwehr nach und nach völlig.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list has-medium-font-size">
<li>Herr M. wirkt in keiner Position jemals richtig entspannt, es sei denn er schläft.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list has-medium-font-size">
<li>Hinzu kommen Anamnesepunkte, die bislang kaum beachtet wurden: Gefäßerkrankungen, und mehrere Stürze in der Vorgeschichte.</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die weitere Abklärung ergibt: Herr M. leidet unter ausgeprägtem Schwindel, ausgelöst durch eine Kombination aus Kreislaufproblemen und vestibulärer Störung. Es handelt sich also nicht um „grundlose Aggression“ und auch nicht um zielgerichtet sexualisiertes Verhalten, sondern um ein massives, körperlich begründetes Unsicherheits- und Fallgefühl – das er nur noch über Bewegung und Zupacken ausdrücken kann bzw. zu verhindern oder abzuschwächen sucht.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In der Einrichtung zuvor war das nicht erkannt worden. Man hat mit großem gutem Willen versucht, empathisch, freundlich und beruhigend auf das vermeintlich „abwehrende Verhalten“ zu reagieren. Es gab viele Deutungen über mögliche Traumata oder psychische Belastungen, aber kaum eine gezielte körperliche Spurensuche.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was wir aus diesem Fall lernen können</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div style="background:#f9fafb; border:1px solid #e5e7eb; padding:1.25rem 1.5rem; border-radius:8px; max-width:750px; font-size:1.4rem; line-height:1.6;">
  <p style="margin-top:0; margin-bottom:0.7rem; font-size:1.6rem;">
    Potenziell problematische Medikamente bei Demenz und Schwindel
  </p>

  <p style="margin:0 0 0.6rem 0;">
    Vorsicht ist besonders geboten bei folgenden Wirkstoffgruppen (immer ärztlich prüfen lassen – keine Eigenänderung der Medikation):
  </p>

  <ul style="margin:0 0 0.7rem 1.6rem; padding:0;">
    <li>Blutdrucksenker und andere kardiovaskuläre Medikamente:
      (z. B. Antihypertensiva, einige Antiarrhythmika) – können Schwindel, orthostatische Hypotonie und Stürze begünstigen.</li>
    <li>Diuretika:
      (entwässernde Medikamente) – Risiko für Volumenmangel, Blutdruckabfall und Kreislauf-Schwindel.</li>
    <li>Psychopharmaka:
      (Antipsychotika, sedierende Antidepressiva, Benzodiazepine, Z-Schlafmittel) – sedierend, teils anticholinerg, mit erhöhtem Risiko für Schwindel, Gangunsicherheit und Stürze.</li>
    <li>Antiepileptika:
      – häufig mit Nebenwirkungen wie Benommenheit, Ataxie und Schwindel verbunden.</li>
    <li>Opioid-Analgetika:
      – können zu Sedierung, Blutdruckabfall, Benommenheit und Schwindel führen.</li>
    <li>Stark anticholinerge Medikamente:
      (z. B. einige Blasenmedikamente, ältere H1-Antihistaminika, bestimmte Antidepressiva/Neuroleptika) – verschlechtern Kognition, Sehen, Kreislaufregulation und erhöhen damit indirekt Schwindel- und Sturzrisiko.</li>
    <li>Demenzmedikamente aus der Gruppe der Cholinesterasehemmer:
      (Donepezil, Rivastigmin, Galantamin) – können bei einem Teil der Betroffenen Schwindel, Bradykardie und Synkopen auslösen.</li>
  </ul>

  <p style="margin:0 0 0.4rem 0;">
    In der Pflegepraxis wichtig: Schwindelzeichen (z. B. Festklammern, Übelkeit, Blässe, Nystagmus, Unsicherheit beim Aufrichten) immer im Zusammenhang mit der aktuellen Medikation denken und strukturiert an Ärztin/Hausarzt zurückmelden – niemals Medikamente eigenständig weglassen oder dosieren.
  </p>

  <p style="margin:0; font-size:1.1rem; color:#6b7280;">
    Beispielhafte Quelle: Seppala LJ et al. &#8222;Fall-risk-increasing drugs and falls in older adults: a systematic review and meta-analysis.&#8220; Age Ageing. 2018.
  </p>
</div>

</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Der Fall von Herrn M. zeigt deutlich, wie schnell Verhalten von Menschen mit Demenz fehlinterpretiert werden kann – und wie wichtig es ist, körperliche Ursachen konsequent mitzudenken. Einige Kerngedanken für den Alltag:</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">1. Verhalten zuerst als Signal verstehen<br>Bevor wir Verhalten als „aggressiv“, „übergriffig“ oder „unkooperativ“ etikettieren, lohnt sich die genaue Beobachtung und eine Fallbesprechung. Wogegen richtet sich die Reaktion eigentlich? Wie sieht sie konkret aus und in welchen Situationen tritt sie auf und in welchen Situationen nicht?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">2. Situationen genau betrachten<br>Treten Abwehr und „Greifen“ vor allem dann auf, wenn Kopf und Oberkörper bewegt oder aufgerichtet werden? Wenn ja, gehört Schwindel auf die Liste der Verdachtsmomente – neben Schmerzen, Luftnot, Angst oder orthostatischen Problemen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">3. Beobachten statt nur einordnen<br>Eine kurze, präzise Beobachtung („beim Aufsetzen klammert sich Herr M. fest, schließt die Augen, wirkt blass, Lippenlecken, hört auf, wenn er wieder liegt“) hilft Ärztinnen und Ärzten viel mehr als die pauschale Einschätzung „aggressiv“ oder „übergriffig“.</p>
</div>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Empathie ist unverzichtbar. Aber sie ersetzt keine klinische Aufmerksamkeit. Menschen mit Demenz brauchen beides: freundliche, zugewandte Begleitung und ein Team, das körperliche Symptome erkennt, ernst nimmt und zur Sprache bringt. Das zeigt auch, warum die Versorgung von Menschen mit Demenz Fachpersonen braucht. Herr M. lebt in der Zwischenzeit wieder Zuhause und wird von der Tochter mit Unterstützung eines Pflegedienstes und eines Betreuungsdienstes versorgt. Eine Einweisung in die Psychiatrie hat nie stattgefunden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/11/21/demenz-abwehrend-uebergriffig-oder-vielleicht-doch-ganz-anders/">Demenz: Abwehrend? Übergriffig? Oder vielleicht doch ganz anders?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Akut verwirrt: das dürfen wir nicht hinnehmen</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/12/21/akut-verwirrt-das-duerfen-wir-nicht-hinnehmen/</link>
					<comments>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/12/21/akut-verwirrt-das-duerfen-wir-nicht-hinnehmen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Dec 2023 15:29:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[4at]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[assessment]]></category>
		<category><![CDATA[delir und demenz]]></category>
		<category><![CDATA[delir und medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[delirogene arzneistoffe]]></category>
		<category><![CDATA[delirskala]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[geriater]]></category>
		<category><![CDATA[geriatrie]]></category>
		<category><![CDATA[geriatrisches assessment]]></category>
		<category><![CDATA[krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[pflege]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ein Problem, dass jegliches Verhalten – auch plötzliche Verhaltensänderungen von Menschen mit Demenz, ebendieser automatisch zugeschrieben werden. Das führt dazu, dass z.B. Schmerzen die Betroffene haben nicht oder&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/12/21/akut-verwirrt-das-duerfen-wir-nicht-hinnehmen/">Akut verwirrt: das dürfen wir nicht hinnehmen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein Problem, dass jegliches Verhalten – auch plötzliche Verhaltensänderungen von Menschen mit Demenz, ebendieser automatisch zugeschrieben werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das führt dazu, dass z.B. Schmerzen die Betroffene haben nicht oder verspätet adäquat behandelt werden. Auch beim Thema Delir besteht dieses Risiko für Menschen mit Demenz. Mit fatalen – mitunter tödlichen – Folgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-bc5e23aa0f2f31fc88bb0128e3af6294">Mehr Wissen senkt das Risiko</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/06/14/delirmanagement-im-krankenhaus-ueber-den-tellerrand-hinaus/">In Krankenhäusern</a>, Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten findet das Thema Delir nicht immer die entsprechende Beachtung. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/09/01/aus-der-spur-geraten-patient-mit-demenz-und-delir/">Ich schrieb schon einmal dazu.</a> Auch <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/24/delir-im-krankenhaus-was-angehoerige-brauchen/">die Rolle der Angehörigen</a>, die bei einer solch akuten Zustandsveränderung nicht nur mit ihren Sorgen häufig relativ alleingelassen, sondern auch als Versorgungshilfen nicht eingebunden werden, wird in Zukunft aufgrund des Fachkräftemangels eine höhere Beachtung finden müssen. Demenzbeauftragte müssen die Thematik entsprechend aufgreifen und Prozesse und Systematiken entwickeln und anpassen. Dabei muss die Zielsetzung selbstverständlich darin bestehen, angemessene Abläufe und Reaktionen beim Verdacht auf ein Delir zu entwickeln und Mitarbeitende zu sensibilisieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich besteht das Ziel häufig aber vor allem auch darin, nicht jede Verhaltensweise und schon gar nicht Verhaltensänderung von Patienten mit Demenz, gedanklich und tatsächlich auf die zugrundeliegende Demenz zurückzuführen. Vielmehr ist doch richtig: die Reaktion des Patienten auf einen akuten Umstand lässt sich vielfach auf seine Demenzerkrankung zurückführen: aber die Ursache nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-5a9e86e62578dd3cd647eb29a4bf5e80">Alt und voller Arznei &#8211; die Magie der Geriatrie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Demenzerkrankungen sind bereits ein Risikofaktor an sich dafür, in einen deliranten Zustand zu geraten. Das Lebensalter, Flüssigkeitsmangel und Infektionen sind weitere. <a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/lebensgefaehrliche-verwirrtheit/seite/alle/?cHash=67e368f48328a44b6b0d62448a5f2701">Medikamente</a> spielen gerade bei Menschen mit Demenz eine zusätzliche, große Rolle. Insbesondere durch den Personalmangel verschärft, wird <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/10/26/non-compliance-in-therapie-und-reha-verweigert-das-therapeutische-setting/">dem Verhalten Betroffener häufig mit Medikamenten begegnet</a>, die das Risiko für ein Delir erhöhen können.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/HauptbildimText-scaled.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/HauptbildimText-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2185" style="width:881px;height:auto" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/HauptbildimText-1024x1024.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/HauptbildimText-300x300.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/HauptbildimText-150x150.jpg 150w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/HauptbildimText-768x768.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/HauptbildimText-1536x1536.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/HauptbildimText-2048x2048.jpg 2048w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/HauptbildimText-1320x1320.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist übrigens generell ein <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/07/03/altersmedizin-notwendig-aber-nicht-die-regel/">„Zauber der Geriatrie“</a>, den ich nicht selten beobachten durfte und darf: Menschen werden völlig verwirrt ins Krankenhaus eingeliefert, oder im medikamentösen Dämmerschlaf. Die Geriaterin / der Geriater nimmt von aktuell 12 verordneten Mitteln erstmal die Hälfte raus – und, oh Wunder, der Patient wird klarer, wacher, ansprechbar.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-171ee5a63c485efebc03d43936b40fbf">Demenzbeauftragte: kein Erfolg ohne Anpassung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wissen ist relativ zügig und einfach aufgebaut – Pflegeprofis sind (berufslebenslang) Lernende. Das Problem ist die Etablierung im betrieblichen Alltag. Wie sollen systematisch delirante Zustände bei Menschen mit Demenz erkannt? Und zwar auch dann, wenn die Patienten nicht die Vorhänge von den Fenstern reißen und Mitarbeitende schlagen? Bei allen Patienten ab Lebensalter X ein Delir-Assessment durchführen? <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/12/11/wie-gut-ich-das-kenne-liebe-regina-demenzversorgung-ist-nur-nice-to-have/">In welcher (zusätzlichen) Zeit?</a> Viele Kolleginnen und Kollegen werden aufgrund des personellen Druckzustandes abwinken, offen oder verdeckt gegen die Idee opponieren. Zuviel, zu zeitaufwändig. Nicht das auch noch zusätzlich. Und wer stellt überhaupt sicher, dass das Ergebnis irgendeine Konsequenz hat? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erfahrung lehrte mich, dass die Einführung eines Delirscreeings besser akzeptiert wird, wenn es ein vorgeschaltetes „Sieb“ gibt, das bei festgelegten Kriterien zum Einsatz kommt. Und nur bei den Patienten, die in diesem Sieb hängen bleiben, wir tatsächlich ein Delir-Screening und die zugehörige „Maschinerie“ in Gang gesetzt. Das ist im Effekt weniger Zeitaufwand und daher schneller etabliert und akzeptiert. Dafür können Demenzbeauftragte selbst ein System entwickeln. Oder z.B. etwas nutzen wie <a href="https://www.the4at.com/">den 4-AT-Test, der in verschiedenen Sprachen zur Verfügung steht.</a> Es ist eine <a href="https://static1.squarespace.com/static/543cac47e4b0388ca43554df/t/5c876db0ee6eb0145fe6aa2c/1552379313585/4ATgerman2018V1.3.pdf">sehr schnelle Art der Testung</a>, die dabei helfen kann, jene Patienten zu identifizieren, die sich näher im Hinblick auf ein Delir angeschaut werden müssen. Das senkt die Hürde, ist niedrigschwelliger, weil mit geringerem zeitlichem Aufwand verbunden, als z.B. alle Patienten ab Alter X einem vollständigen und aufwändigerem Delir-Screening unterziehen zu müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demenzbeauftragte haben häufig hohe und höchste Ansprüche, um die Versorgung von Patienten mit Demenz im Krankenhaus zu verbessern. Nicht vergessen werden dürfen, bei aller Kunst und Konzeption, Planung und Zielsetzung diejenigen die das im Alltag umsetzen sollen. Bei ihnen, direkt am Patienten entscheidet sich, ob eine bessere Versorgung von Menschen mit Demenz gelingt.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/ihr-persoenlicher-gespraechstermin/">Jochen Gust</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/12/21/akut-verwirrt-das-duerfen-wir-nicht-hinnehmen/">Akut verwirrt: das dürfen wir nicht hinnehmen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Delirmanagement im Krankenhaus – über den Tellerrand hinaus</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/06/14/delirmanagement-im-krankenhaus-ueber-den-tellerrand-hinaus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jun 2023 06:56:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[assessment]]></category>
		<category><![CDATA[betreuung]]></category>
		<category><![CDATA[cam]]></category>
		<category><![CDATA[delir]]></category>
		<category><![CDATA[delirium]]></category>
		<category><![CDATA[geriatrie]]></category>
		<category><![CDATA[hirnorganisches psychosyndrom]]></category>
		<category><![CDATA[krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[pflege]]></category>
		<category><![CDATA[pharmakotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[screening]]></category>
		<category><![CDATA[uniklinik]]></category>
		<category><![CDATA[uniklinikum münster]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hirnorganisches Psychosyndrom (HOPS), Durchgangssyndrom, akuter Verwirrtheitszustand, postoperative kognitive Dysfunktion – all das sind veraltete Bezeichnungen für einen besonderen Zustand: das Delir. Die heutige Buchvorstellung dreht sich darum, genauer gesagt, um&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/06/14/delirmanagement-im-krankenhaus-ueber-den-tellerrand-hinaus/">Delirmanagement im Krankenhaus – über den Tellerrand hinaus</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Hirnorganisches Psychosyndrom (HOPS), Durchgangssyndrom, akuter Verwirrtheitszustand, postoperative kognitive Dysfunktion – all das sind veraltete Bezeichnungen für einen besonderen Zustand: <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/09/01/aus-der-spur-geraten-patient-mit-demenz-und-delir/">das Delir</a>. Die heutige Buchvorstellung dreht sich darum, genauer gesagt, um das Delirmanagement im Krankenhaus.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Risiken und Prävention</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Delir ist ein Notfall, denn sowohl Ursachen als auch Folgen sind potentiell tödlich. Menschen mit Demenz haben ein besonders hohes Risiko, ein Delir zu erleiden. Die Folgen können u.a. starke und vor allen Dingen anhaltende Verschlechterungen der kognitiven Leistungsfähigkeit sein. <a href="https://amzn.to/3NrWHR0">Das Buch von Thomas Duning, Christopher Göpel, Janina Santos Cid und weiteren Autor*innen</a>* ist bei <a href="https://schluetersche.de/">schlütersche</a> erschienen (2021), umfasst 248 Seiten, unterteilt in 10 Hauptkapitel.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Buchaufbau</strong> (verk. Angabe; ohne Unterkapitel)</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Relevanz des Themas</li>



<li>Kognitive Störungen und Demenzerkrankungen</li>



<li>Multiprofessionelles Delirmanagement</li>



<li>Pharmakotherapie</li>



<li>Konzept d. Universitätsklinikums Münster</li>



<li>Personenzentrierte Grundhaltung im Umgang mit Demenz und Delir im Krankenhaus</li>



<li>Konzept der Angehörigenberatung</li>



<li>Der Besuchsdienst als Delirprävention</li>



<li>Sozioökonomische Relevanz</li>



<li>Blick in die Zukunft</li>
</ul>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">

</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Demenz und Delir</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einführung via Definition und Erklärungen zum Thema Demenz und deliranten Zuständen beinhaltet auch die Beschreibung (und Konsequenz) aus der Diagnostik. Die notwendigen Schritte und Interpretation der Befunde werden gut beschrieben und anschaulich mit Grafiken und Tabellen unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab Seite 66 werden die spezifisch notwendigen Maßnahmen im Krankenhaus zur Begleitung von delirgefährdeten Patienten beschrieben. Richtigerweise wird auf die bezugschaffende Maßnahmen und personelle Kontinuität sowie Aktivierung und Orientierung wert gelegt, ebenso wie auf die Erfassung patientenindividueller Bedürfnisse.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Assessment und personenzentrierte Pflege</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Verschiedene Assessments werden vorgestellt, u.a. Geriatrische Depressionsskala (GDS), der Mini-Mental-Status-Test (MMST / MMSE) und weitere. Etwas dünn ist das Delirscreening geraten,  mit lediglich CAM (und CAMICU) sowie Delirium Rating Scale Revised (DRS-R-98). Im Kapitel des Medizinischen Delirmanagement geht es um das Delirmanagment an sich, welches nicht nur auf Prävention zielt, sondern auch Maßnahmen vorstellt für den Fall eines manifesten Delirs. Für Demenzbeauftragte ist das Schema des Delirmanagements der UK Münster hier interessant, da es übersichtlich das in vielen Krankenhäusern fehlende notwendige strukturierte Vorgehen darlegt. Viel zu oft ist es für betroffene Patienten und <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/24/delir-im-krankenhaus-was-angehoerige-brauchen/">ihre Angehörigen</a> im Krankenhaus in Deutschland immer noch Glückssache, ob und wie mit dem Thema Delir zielführend umgegangen wird. Dieses Kapitel hätte gerne noch ausführlicher sein dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eher kürzer hätte der Teil des Buchs ab der Seite 121 sein dürfen: hier ist es mir stellenweise zu selbstbezüglich für bzw. über das Universitätsklinikum Münster einerseits, andererseits wird es zum Teil sehr allgemein bzw. grundsätzlich, wenn es um Gesprächsführung nach Carl Rogers (ab S. 133) oder um den <a href="https://amzn.to/42B3D2F">personenzentrierten Ansatz nach Kitwood*</a> (ab S. 137) geht: das brauchen Pflegefachleute und Demenzprofis eher nicht zum tausendsten Mal bzw. nicht in einem Buch dieses Titels in dem Umfang. Enger am Thema Delir zu bleiben wäre besser gewesen, allerdings finden sich gute Einschübe die für das Thema Delir im Krankenhaus nochmals sensibilisieren, wenn es z.B. um die <em>„Krankenhausumgebung als Faktor für herausforderndes Verhalten“</em> geht (S. 154). Langweilig wird’s ggfs. für Pflegeprofis, wenn ihnen z.B. auf S. 173 das (vereinfachte) 4-Ohren-Modell nach Schulz von Thun vorgelegt wird – da fragt man sich schon, ob sich das Buch an ausgebildete Fachkräfte richtet? Auch die Seiten über 10-Minuten-Aktivierung, natürlich auch Validation und Berührungseinheiten nach einem Sondersuperspezialkonzept – in einem Buch zum Thema Delirmanagement alles andere als zwingend. In einem Fachbuch diesen Titels in dem Umfang für mich sogar eher Platzhalter, da im Wesentlichen absolute „Basics“ dargestellt werden und die Autor*innen durchaus inhaltlich etwas mehr hätten wagen können und bieten dürfen. Zumindest für (Altenpflege)Profis: höchstens Standardwissen in der Mitte des letzten Buchdrittels.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Rolle der Ehrenamtlichen, Kosten und Blick in die Zukunft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ehrenamtliche Arbeit kann auch im Krankenhaus viel beitragen, ist gar nicht wichtig genug einzuschätzen. Zurecht befasst sich daher auch dieses Buch damit. Ein Delir zu managen, Veränderungen festzustellen und entsprechend zu handeln ist eine Herausforderung für jede Klinik, jedes Pflegeheim und jeden ambulanten Dienst. Allerdings darf kein Konzept darauf beruhen, Kontinuität und Intensität sowie das professionelle Handeln an Ehrenamtliche (Laien!) auszulagern. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/12/01/kein-recht-auf-betreuung/">Vielmehr muss an allen Ecken und Ende dafür gestritten werden, die notwendige Zeit dafür zu erkämpfen, statt kurzgeschulten, netten und engagierten Mitmenschen diese wichtigen Aufgaben zu übertragen.</a> Da Ehrenamtliche Begleitung benötigen und gerade beim Thema Delir sehr gezielt eingesetzt werden müssen, ist dieser Abschnitt zum Handling auch in einem Delirmanagement-Buch kein Fehler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr interessant, auch für versierte Demenzbeauftragte, sind wieder die Erläuterungen wenn es um die Kosten geht. Weil genau hier der Kampf um eine gute, optimale Versorgung von Patienten mit Demenz und Delir geführt werden muss. Entsprechende Zahlen zu ermitteln – und hier zeigt das Buch Möglichkeiten auf, ist von enormer Bedeutung: sehr gut und sehr wichtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der angegebene „Blick in die Zukunft“ umfasst wenige Seiten am Schluss des Buches und ist einerseits sehr allgemein gehalten und andererseits mehr oder minder „werblich“ für das Universitätsklinikum –  ohne diesem Kapitel hätte dem Buch nichts gefehlt.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Mein Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kaufempfehlung mit Einschränkung:</strong> die interessanten Teile des Buchs für spezialisierte Pflegefachleute z.B. aus der Geriatrie, Demenzbeauftragte und engagierte Altenpflegeprofis liegen einerseits in der Gestaltung der ersten 4 Kapitel, die sehr eingängig und praxisrelevant sind. Gut aufbereitet und dargestellt, vielleicht nicht stets neu, aber stets wissenswert. Andererseits fällt das Niveau bzw. der angebotene Erkenntnisgewinn des Buchs anschließend deutlich ab und dürfte bis auf einige Ausnahmeseiten erst wieder in Kapitel 9 so richtig gegeben sein. Grund ist, dass über weite Strecken zuviel <em>„Pflegebasiswissen“</em>, sozusagen Grundschule, aufbereitet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Auszubildende und all jene, die sich erstmalig intensiver mit dem Thema Delir auseinandersetzen möchten oder müssen, oder neu sind in der Position <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/11/02/was-macht-eigentlich-ein-demenzbeauftragter-im-krankenhaus/">eines / einer Demenzbeauftragten</a> ist <a href="https://amzn.to/3NrWHR0">das Buch dennoch ein guter Tipp</a>*. Insbesondere wegen der gelungen Darstellung, aber auch den praktischen Hinweisen zur Umsetzung bietet es gute Informationen und kann einige Ideen liefern, welche Felder beackert werden müssen in der Klinik. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Pflegeprofis im Krankenhaus die sonst eher nicht so sehr am Thema Demenz oder Delir interessiert waren oder aufgrund ihres Arbeitsbereiches nicht weiter damit konfrontiert, hier durchaus viel herausziehen können. Auch diesen Kolleginnen und Kollegen sei das Buch empfohlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Alternative zum hier vorgestellten Buch ist <a href="https://amzn.to/3X3b7KM">„Akute Verwirrtheit &#8211; Delir im Alter. Praxishandbuch für Pflegende und Mediziner“*</a>. Hier würde ich mich allerdings über eine neue Auflage / Edition freuen, da die letzte aus 2009 ist meines Wissens.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nutzen Sie Facebook? <a href="https://www.facebook.com/demenz.krankenhaus/">Folgen Sie auch dort dieser Seite um regelmäßig News, Hinweise und Links zu den Themen Demenz, Alter und Pflege zu erhalten</a>.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<p class="has-white-color has-accent-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><strong>In dieser Vorstellung: Delirmanagement im Krankenhaus: Risiken erkennen und präventiv handeln. Das demenzsensible Konzept des Universitätsklinikums Münster Gebundene Ausgabe – 30. April 2021; von Thomas Duning (Autor), Christoph Göpel (Autor), Janina Santos Cid (Autor); ‎ 248 Seiten; ISBN-10: ‎ 3842608462; 39,95€. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Buchvorstellungen finden Sie hier im Blog, z.B. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/18/buch-von-m-schmieder-dement-aber-nicht-vergessen/">„Dement, aber nicht vergessen“ von Michael Schmieder</a> oder <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/27/alzheimer-demenz-grundlagen-diagnose-therapie/">Grundlagen zu Diagnostik und Therapie bei Alzheimer und Demenz von Prof. Förstl.</a></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-light-gray-background-color has-background wp-block-paragraph"><em>*Auf dieser Webseite / in einzelnen Artikeln sind bei einigen Links zu Produkten – Büchern z.B., sog. Amazon-Affiliate-Links gesetzt. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen: für den Käufer ändert sich nicht, jedoch bekomme ich eine kleine Werbekostenerstattung.</em></p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelfoto original: Tima Miroshnichenko on pexels</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/06/14/delirmanagement-im-krankenhaus-ueber-den-tellerrand-hinaus/">Delirmanagement im Krankenhaus – über den Tellerrand hinaus</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Schmerz und Demenz</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/02/schmerz-und-demenz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2023 08:19:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schmerzen bei Menschen mit Demenz zu erkennen, kann schwierig sein. Auch gibt es Hinweise, dass Betroffene schmerztherapeutisch versorgt sind, als Menschen ohne Demenz. Verhaltensänderungen deren Ursache in Schmerzen liegen werden&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/02/schmerz-und-demenz/">Schmerz und Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Schmerzen bei Menschen mit Demenz zu erkennen, kann schwierig sein. Auch gibt es Hinweise, dass Betroffene schmerztherapeutisch versorgt sind, als Menschen ohne Demenz. Verhaltensänderungen deren Ursache in Schmerzen liegen werden mitunter mit Neuroleptika begegnet, die Menschen mit <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/12/11/pillen-statt-personal-die-pflege-von-menschen-mit-demenz-ist-nicht-ausreichend-durch-kompetentes-personal-abgesichert/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Demenz hierzulande ohnehin in einem Übermaß erhalten</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Schmerzen erkennen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer Schmerzen hat, wird normalerweise etwas dagegen unternehmen. &nbsp;Je nach Art und Ursache greifen Menschen zu Hausmittelchen, nehmen Schmerzmittel und oder wenden sich im Zweifelsfall an einen Arzt. Bei fortgeschrittener Demenz haben Betroffene all diese Möglichkeiten in der Regel nicht mehr bzw. können nicht selbständig zu diesen Maßnahmen greifen. Für Dritte kann es ausgesprochen schwer sein, überhaupt zu erkennen, dass Betroffene Schmerzen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gründe dafür liegen u.a.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>in den<a href="https://amzn.to/40XSFDs" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> zurückgehenden sprachlichen Fähigkeiten</a> Betroffener bis hin zu Einwortsätzen oder dem völligen Verstummen</li>



<li>den nachlassenden Fähigkeiten Körpersignale zu deuten und oder zu lokalisieren</li>



<li>die (anerzogene) Neigung älterer Menschen, Dritten Schmerzen nicht mitzuteilen</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Signale richtig deuten</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz1-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-1559 size-full" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz1-1024x1024.png 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz1-300x300.png 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz1-150x150.png 150w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz1-768x768.png 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz1-1536x1536.png 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz1-2048x2048.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Problem ist, dass eine Demenz an sich nicht schmerzhaft ist – aber Betroffene eine Reihe <a href="https://amzn.to/3Vl5sih" target="_blank" rel="noreferrer noopener">weitere Erkrankungen oder Zustände haben können, die Schmerzen verursachen.</a> Da die Demenz in jeder Betrachtung, z.B. bei Verhaltensänderungen, im Vordergrund steht, wird an Schmerzen als Ursache gar nicht mehr gedacht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-tertiary-color">Beispiel: </mark>Frau D. hat bereits vor 5 Jahren die Diagnose Alzheimer erhalten. Sie spricht schon lange nicht mehr bzw. was sie sagt, ist nicht mehr zu verstehen. In den letzten Tagen läuft die sonst so ruhige alte Dame auf den Fluren des Pflegeheimes hin und her, wirkt unruhig und zunehmend gereizt und abwehrend den Mitarbeitenden gegenüber. Mit dem behandelnden Hausarzt kommt man überein, die Dame mit Risperidon zu versorgen, um die demenzbedingte zunehmende Unruhe zu dämpfen. Eigentlich hat Frau D. Zahnschmerzen…..</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Schmerzen erkennen bei Demenz</h2>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Viele <a href="https://foam-rd.health.blog/2019/03/13/numerische-schmerzskala-hilfreich-oder-zahlenbingo/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schmerzskalen arbeiten mit Selbstauskünften </a>die entweder auf Bildern, Grafiken oder Texten / Zahlen aufbauen. Grundsätzlich gilt selbstverständlich auch für Menschen mit Demenz: die Eigenauskunft hat Vorrang und das höhere Gewicht. Jemand der angibt Schmerzen zu haben, ist immer ernst zu nehmen.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz2-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-1561 size-full" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz2-1024x1024.png 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz2-300x300.png 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz2-150x150.png 150w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz2-768x768.png 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz2-1536x1536.png 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz2-2048x2048.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile gibt es auch mehrere standardisierte Verfahren, um <a href="https://amzn.to/40ZUhwy" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schmerzen trotz Demenz</a> zu erkennen. Leider sind sie längst nicht überall etabliert.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>BESD-Skala (Beurteilung von Schmerz bei Demenz)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Als <a href="https://www.oegari.at/web_files/dateiarchiv/editor/besd-skala.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">pdf-Datei z.B. hier</a> oder <a href="https://ag-d.ch/fileadmin/user_upload/downloads/pdf/BESD_beurteilung_schmerzen_demenz.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier erhältlich</a>. Eine Anleitung findet <a href="https://www.schmerzgesellschaft.de/fileadmin/pdf/BESD_Kurzanleitung_130626.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">sich hier</a>. &nbsp;</p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>BISAD-Skala</strong></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich wie die BESD-Skala, umfasst allerdings auch die Veränderungen in der Beweglichkeit und im Sozialverhalten des Patienten. <a href="https://netzwerk-palliativmedizin-essen.de/wp-content/uploads/2019/03/BISAD_2011.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Als pdf-Datei z.B. hier </a>erhältlich oder <a href="https://www.oegari.at/web_files/dateiarchiv/editor/bisad-skala.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">auch hier</a> und hier <a href="https://www.schmerzgesellschaft.de/fileadmin/pdf/BISAD_Kurzanleitung_2012_06.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">eine Info dazu</a>.  </p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Serial Trial Intervention (STI)</strong></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Weniger eine Skala, denn <a href="https://medizinsoziologie-reha-wissenschaft.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/m_cc01/medizinsoziologie-reha-wissenschaft/STI-D_Projektbericht.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">eine Vorgehensweise</a> kann man <a href="https://vbmb.ch/userfiles/downloads/Tagung_Schmerz/Resume/Fischer_Schmerzassessment_Demenz.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">etwas hier</a> oder <a href="https://gesguk.at/wp-content/uploads/2020/08/Geyrhofer_Demenz.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier dazu finden</a>.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt eine ganze Reihe weiterer Assessments zu Schmerzen,<a href="https://www.pflegeportal.ch/pflegeportal/ZOPA_Das_Zurich_Observation_Pain_Assessment.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> z.B. ZOPA</a>. Pflegefachleute sollten auch unbedingt den <a href="https://www.dnqp.de/fileadmin/HSOS/Homepages/DNQP/Dateien/Expertenstandards/Schmerzmanagement_2020/Schmerz-Akt2020_Auszug.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Expertenstandard Schmerzmanagement zu Grunde legen</a>, um ein strukturiertes Vorgehen hinsichtlich der Beachtung und Überprüfung von Schmerzen bei Menschen mit Demenz zu etablieren. Im Idealfall steht eine <a href="https://www.medi-karriere.de/weiterbildung/pain-nurse/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">spezialisierte Pain Nurse</a> einem Pflegeteam zur Seite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für pflegende Angehörige hat auch die <a href="https://www.deutsche-alzheimer.de/fileadmin/Alz/pdf/factsheets/infoblatt18_schmerz_erkennen_dalzg.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V</a>. Informationen sowie der <a href="https://www.wegweiser-demenz.de/wwd/medizinisches/behandlung/demenz-und-schmerz-180118" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wegweiser Demenz des BMFSFJ</a>.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelfoto: Andrea Piacquadio</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-light-gray-background-color has-background wp-block-paragraph">In diesem Artikel führen einige Links zu Büchern auf Amazon, sog. Amazon-Affiliate-Links,. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen: für den Käufer ändert sich nichts, jedoch bekomme ich eine kleine Werbekostenerstattung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/02/schmerz-und-demenz/">Schmerz und Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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