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	<title>Bundesgesundheitsministerium Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>Pflegereform: Was sich ändern könnte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 14:44:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat erste Eckpunkte ihrer geplanten Pflegereform vorgestellt. Die Pflegegrade sollen nicht abgeschafft werden. Bei den Pflegegraden 1 bis 3 sollen die Anspruchsvoraussetzungen aber offenbar wieder stärker an&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/05/11/pflegereform-was-sich-aendern-koennte/">Pflegereform: Was sich ändern könnte</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat erste Eckpunkte ihrer geplanten Pflegereform vorgestellt. Die Pflegegrade sollen nicht abgeschafft werden. </p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/finanzentwicklung-1024x768.png" alt="" class="wp-image-3591" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/finanzentwicklung-1024x768.png 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/finanzentwicklung-300x225.png 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/finanzentwicklung-768x576.png 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/finanzentwicklung-1320x990.png 1320w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/finanzentwicklung.png 1448w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bei den Pflegegraden 1 bis 3 sollen die Anspruchsvoraussetzungen aber offenbar wieder stärker an die ursprünglichen wissenschaftlichen Empfehlungen angelehnt werden. Der Hintergrund ist die angespannte Finanzlage der Pflegeversicherung. Die Zahl der Leistungsberechtigten ist seit Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs stark gestiegen. Warken verweist auf ein erwartetes Defizit von mehr als 7,5 Milliarden Euro im Jahr 2027 und mehr als 15 Milliarden Euro im Jahr 2028. Damit steht die Pflegeversicherung vor der Frage, wie Leistungen künftig zielgenauer eingesetzt werden können.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Was 2017 anders umgesetzt wurde</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff wurde 2017 ein wichtiger Schritt vollzogen. Pflegebedürftigkeit wurde nicht mehr fast nur über körperliche Hilfe bei einzelnen Verrichtungen verstanden. Auch kognitive und psychische Einschränkungen, Orientierung, Kommunikation und Alltagsbewältigung wurden stärker berücksichtigt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das war besonders für Menschen mit Demenz ein Fortschritt. Ihr Unterstützungsbedarf entsteht oft nicht nur durch körperliche Einschränkungen, sondern durch Orientierungslosigkeit, fehlende Tagesstruktur, Anleitungsbedarf, Verhaltensveränderungen oder fehlende Krankheitseinsicht.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gleichzeitig wurde der Zugang zu Leistungen großzügiger geregelt als ursprünglich empfohlen. Der Expertenbeirat hatte für den neuen Pflegegrad 1 einen Einstieg ab 15 Punkten vorgeschlagen. Gesetzlich umgesetzt wurde aber: Pflegebedürftigkeit beginnt bereits ab 12,5 Punkten. Pflegegrad 1 reicht seitdem von 12,5 bis unter 27 Punkten. Dadurch kamen Menschen mit geringeren Einschränkungen früher in den Leistungsbezug.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum das heute überprüft wird</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Es geht wohl nicht darum, den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff grundsätzlich zurückzudrehen. Es geht vielmehr um die Frage, ob die unteren Pflegegrade noch so abgegrenzt sind, dass Leistungen vor allem dort ankommen, wo ein erheblicher und dauerhafter Unterstützungsbedarf besteht. Gerade Pflegegrad 1 war ursprünglich eher als niedrigschwelliger, präventiver Unterstützungsgrad gedacht: mit Beratung, Pflegehilfsmitteln, Wohnumfeldmaßnahmen und begrenzter Kostenerstattung. Tatsächlich entstand ein breiterer Leistungszugang, unter anderem mit Entlastungsbetrag und weiteren Ansprüchen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div style="border-left: 6px solid #2f6f73; background: #eef7f7; padding: 18px 20px; margin: 24px 0; border-radius: 8px; font-family: Arial, sans-serif; color: #1f2933; line-height: 1.55;">
  <h3 style="margin-top: 0; margin-bottom: 10px; color: #1f4f53; font-size: 1.15em;">
    Warum die Zahl der Leistungsbeziehenden so stark gestiegen ist
  </h3>

  <p style="margin: 0 0 12px 0;">
    Das aktuelle IGES-Gutachten für den GKV-Spitzenverband zeigt: Seit Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs im Jahr 2017 nehmen deutlich mehr Menschen Leistungen der sozialen Pflegeversicherung in Anspruch, als damals prognostiziert wurde. Der Anteil der Pflegebedürftigen an den gesetzlich Versicherten stieg von 4,6 Prozent im Jahr 2017 auf 7,6 Prozent im Jahr 2024.
  </p>

  <p style="margin: 0 0 12px 0;">
    Als Hauptursache nennt das Gutachten nicht allein die demografische Entwicklung. Entscheidend sei vielmehr, dass seit 2017 mehr Pflegeleistungen beantragt werden – häufiger auch von im Durchschnitt jüngeren und weniger stark beeinträchtigten Personen.
  </p>

  <p style="margin: 0; font-size: 0.88em; color: #4b5563;">
    Quelle: IGES Institut im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes: 
    <a href="https://www.gkv-spitzenverband.de/pflegeversicherung/forschung/modellprojekte/pflege_abgeschlossene_projekte_8/pflegepraevalenzen.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer" style="color: #1f4f53; text-decoration: underline;">
      Erklärungsfaktoren für die Entwicklung der Pflegeprävalenzen seit 2017
    </a>, veröffentlicht 2026.
  </p>
</div>
</div>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Neben strengeren Zugangsvoraussetzungen bei den Pflegegraden 1 bis 3 sind weitere Änderungen im Gespräch. Dazu gehören weniger Einzelleistungen und transparentere Budgets, ein Budget für Akut- und Notfälle sowie ein Anspruch auf professionelle Pflegebegleitung, vor allem zur Unterstützung Angehöriger.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Zugleich soll stärker betont werden, dass die Pflegeversicherung eine Teilleistungsversicherung bleibt und keine Vollabsicherung bietet. Außerdem werden spätere oder gestreckte Zuschüsse bei längeren Heimaufenthalten, eine Begrenzung der Heimkosten, höhere Belastungen höherer Einkommen, eine bessere Anlage des Pflegevorsorgefonds sowie mehr Prävention, geriatrische Rehabilitation und Erhalt der Selbstständigkeit genannt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Richtung ist damit erkennbar: Die Pflegeversicherung soll übersichtlicher, finanziell tragfähiger und stärker auf tatsächliche Pflegebedürftigkeit ausgerichtet werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum die Reform notwendig ist</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ohne Reform droht die Pflegeversicherung immer tiefer in eine Finanzierungskrise zu geraten. Das betrifft nicht nur Beitragszahlende, sondern am Ende auch Pflegebedürftige, Angehörige, ambulante Dienste und Einrichtungen. Wenn Ausgaben dauerhaft schneller steigen als Einnahmen, entsteht politischer Druck: Beiträge steigen, Leistungen werden gekürzt oder der Bund muss stärker einspringen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine Reform ist deshalb nicht nur eine Sparmaßnahme. Sie ist auch der Versuch, die Pflegeversicherung langfristig handlungsfähig zu halten. Denn ein System, das finanziell aus dem Gleichgewicht gerät, verliert Verlässlichkeit – gerade für diejenigen, die später auf Pflege angewiesen sind.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Besonders wichtig wird dabei sein, zwischen leichter Unterstützung und echter Pflegebedürftigkeit sauber zu unterscheiden. Frühe Hilfen können sinnvoll sein, etwa um Angehörige zu entlasten oder eine Wohnraumanpassung zu ermöglichen. Gleichzeitig muss die Pflegeversicherung ihre begrenzten Mittel so einsetzen, dass Menschen mit erheblichem Unterstützungsbedarf nicht schlechter gestellt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die offene Streitfrage</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Kritik gibt es dennoch. Patientenschützer, Linke und Caritas warnen davor, die Reform zu stark bei Pflegebedürftigen und Angehörigen anzusetzen. Sie fordern unter anderem, versicherungsfremde Leistungen stärker aus Steuermitteln zu finanzieren.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Dabei steht auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in der Kritik. Er weigere sich weiterhin, versicherungsfremde Leistungen aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren. Der Bundesrat hatte zuvor auf Initiative Baden-Württembergs gefordert, dass der Bund solche gesamtgesellschaftlichen Aufgaben aus Steuermitteln bezahlt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Diese Kritik ändert aber nichts an der Grundfrage: Die Pflegeversicherung braucht eine tragfähige Neuordnung. Entscheidend wird sein, ob die Reform nur Leistungen begrenzt – oder ob sie zugleich mehr Klarheit, bessere Steuerung und verlässliche Unterstützung für wirklich pflegebedürftige Menschen schafft.</p>



<p class="has-pale-cyan-blue-background-color has-background has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für Menschen mit Demenz bleibt wichtig: Ihr Unterstützungsbedarf darf nicht wieder unterschätzt werden. Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff war hier ein fachlicher Fortschritt. Eine Reform sollte deshalb nicht die Anerkennung kognitiver und psychischer Einschränkungen zurücknehmen, sondern die Leistungen zielgenauer, transparenter und langfristig finanzierbar machen.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Quellen</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.aerzteblatt.de/news/warken-gibt-erste-details-zur-pflegereform-bekannt-19b2589d-a2ef-4f1b-bee7-0fe2fa6a22a2?utm_source=chatgpt.com">Ärzteblatt: Warken gibt erste Details zur Pflegereform bekannt</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/pflegeversicherung/forschung/projekte_unterseiten/IGES_Entwicklung_Pflegepraevalenz_Abschlussbericht_final-2026-04-22.pdf?utm_source=chatgpt.com">GKV-Spitzenverband / IGES: Entwicklung der Pflegeprävalenzen und weiterer Kennzahlen seit Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="GKV-Spitzenverband: Starker Anstieg Pflegebedürftigkeit – Zugang zur Pflege in unteren Pflegegraden prüfen">GKV-Spitzenverband: Starker Anstieg Pflegebedürftigkeit – Zugang zur Pflege in unteren Pflegegraden prüfen</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/bundesrat-versicherungsfremde-leistungen-aus-bundessteuermitteln-finanzieren?utm_source=chatgpt.com">Baden-Württemberg: Bundesrat fordert Finanzierung versicherungsfremder Leistungen aus Bundessteuermitteln</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zukunftspakt Pflege und die Chancen für die Versorgung von Menschen mit Demenz</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/13/zukunftspakt-pflege-und-die-chancen-fuer-die-versorgung-von-menschen-mit-demenz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Dec 2025 08:35:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 11. Dezember 2025 hat die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ ihre fachliche Arbeit abgeschlossen und ein Papier mit Optionen für eine Struktur- und Finanzierungsreform der Pflegeversicherung samt Roadmap vorgelegt. Wichtig ist&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/13/zukunftspakt-pflege-und-die-chancen-fuer-die-versorgung-von-menschen-mit-demenz/">Zukunftspakt Pflege und die Chancen für die Versorgung von Menschen mit Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Am 11. Dezember 2025 hat die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ ihre fachliche Arbeit abgeschlossen und ein Papier mit Optionen für eine Struktur- und Finanzierungsreform der Pflegeversicherung samt Roadmap vorgelegt.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wichtig ist dabei: Das Dokument ist kein Gesetz. Es sind Vorschläge und Optionen „unter Finanzierungsvorbehalt“ – und außerdem steht im Papier als Maßgabe, dass keine Vorschläge gemacht werden sollen, die zu Mehrausgaben führen, soweit diese nicht unmittelbar demografisch bedingt sind.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für die Demenzversorgung würden die Vorschläge vor allem dann spürbar, wenn frühe Unterstützung (Prävention, Reha, Pflegegrad 1), verlässliche Lotsung („Kümmerer“) und Krisenhilfen außerhalb der Regelzeiten tatsächlich verbindlich umgesetzt werden. Risiko: Wenn im Zuge der Finanzierung Zugänge oder Leistungsansprüche in der Frühphase enger werden, kämen Hilfen später – und Krisen würden wahrscheinlicher.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<!-- Infokasten: Bund-Länder-Kommission (WordPress-HTML-Block) -->
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  <div style="font-size:22px; line-height:1.25; margin:0 0 10px 0;">
    Was ist eine Bund-Länder-Kommission in diesem Kontext?
  </div>

  <div style="font-size:18px; line-height:1.55; margin:0;">
    „Bund-Länder-Kommission“ ist hier keine einzelne Behörde, sondern ein politisch abgestimmtes Arbeitsformat:
    Bund und Länder setzen gemeinsam einen Arbeitsauftrag, lassen auf der Fachebene Vorschläge ausarbeiten und nutzen
    diese als Grundlage für spätere politische Entscheidungen und Gesetzgebung.
  </div>

  <div style="font-size:18px; line-height:1.55; margin:12px 0 0 0;">
    Im Papier wird das ausdrücklich so beschrieben: Die politische Ebene (Bundesministerin für Gesundheit und die für Pflege
    zuständigen Länder-Ministerinnen/Minister bzw. Senatorinnen/Senatoren) nimmt den Bericht der Fach-Arbeitsgemeinschaften
    zur Kenntnis und bewertet ihn als Grundlage für anstehende Entscheidungen.
  </div>
</div>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">5 Vorschläge und ihre mögliche Wirkung</h2>



<p class="has-pale-cyan-blue-background-color has-background wp-block-paragraph">Wichtig: bei den nachfolgend dargestellten Punkten handelt es sich um eine Auswahl, nicht etwa um das gesamte Ergebnis. Am Ende des Artikels finden Sie einen Link zum vollständigen Ergebnispapier. </p>



<ol class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Prävention und Reha stärken<br>Pflegerelevante Risiken sollen früher erkannt werden, u. a. durch die Erprobung freiwilliger regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen (Gesundheits-Check-up) für ältere Menschen. Außerdem sollen Strategien, Programme, Fördermittel und Leistungen der GKV sowie die Leistungserbringung in Pflegeeinrichtungen stärker auf präventive und rehabilitative Bedarfe ausgerichtet werden.</li>
</ol>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz:</strong> Früher erkennen, früher unterstützen; Funktionen und Selbstständigkeit können länger erhalten bleiben.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">2. „Kümmerer vor Ort“ in der Häuslichkeit<br>„Kümmerer vor Ort“: mehr fachliche Begleitung in der Häuslichkeit – inklusive Pflegekrisen<br>Die bisherigen Beratungs- und Schulungsansätze werden als zu punktuell und zu wenig abgestimmt beschrieben. Vorgeschlagen wird ein zusammengefasstes Angebot „fachlicher Begleitung und Unterstützung“, das Pflegebedürftigen (auch ohne Pflegedienst) und An- und Zugehörigen konkrete Hilfestellungen gibt, insbesondere in Pflegekrisen. Das kann auch durch Kommunen und weitere Akteure erbracht werden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz:</strong> Weniger „Zuständigkeits-Lücken“, mehr konkrete Anleitung und Krisenhilfe für Angehörige – bevor Situationen eskalieren.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">3. Notfallbudget (Nacht/Randzeiten/Wochenende)</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ergänzend soll ein Notfallbudget geschaffen werden, damit in der Nacht, zu Randzeiten, an Wochenenden sowie in Krisensituationen verlässlich Unterstützung verfügbar ist.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz:</strong> Akute Krisen (Unruhe, Sturz, Verwirrtheit) können häufiger durch kurzfristige Hilfen abgefedert werden statt durch Rettungsdienst oder Einweisung.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">4. Gebündelte Budgets, weniger Bürokratie ambulant</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Zur Vereinfachung des Leistungsrechts wird als erster Schritt vorgeschlagen, verschiedene ambulante Leistungen in einem Sachleistungs- und einem Entlastungsbudget zu bündeln, zu flexibilisieren und einfacher zugänglich zu machen. Zusätzlich soll ergebnisoffen geprüft werden, ob die heutigen Leistungen zu sektoren- und wohnformenunabhängigen Leistungsbudgets weiterentwickelt werden können.<br><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz: </strong>Unterstützungsleistungen könnten passgenauer und schneller genutzt werden (z. B. Entlastung, Aufsicht, Alltagshilfen), mit weniger Antragshürden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">5. Flächenversorgung absichern und Finanzierung skizzieren</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bei regionaler Unterversorgung sollen Pflegekassen und Kommunen mehr Möglichkeiten bekommen, selbst Träger von Pflegeeinrichtungen zu werden; zudem werden konkrete Unterstützungspflichten der Pflegekassen bei fehlenden Angeboten sowie bessere Datengrundlagen für Pflegeplanung und Pflege-(personal)-Monitoring genannt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz:</strong> In Regionen mit Unterversorgung könnten Angebote schneller entstehen; zugleich hängt viel davon ab, ob frühe Zugänge (v. a. Pflegegrad 1) eher ausgebaut oder erschwert werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Breite Kritik am Ergebnis</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Am Ergebnispapier wird vor allem kritisiert, dass es eher eine Sammlung von Prüfaufträgen und Optionen ist als ein Paket mit klaren politischen Festlegungen. Die Finanzierung bleibt weitgehend offen („Finanzierungsvorbehalt“), wodurch unklar ist, welche Vorschläge überhaupt realistisch umgesetzt werden können. Besonders sensibel sind die angedeuteten Instrumente zur Ausgabendämpfung: Änderungen bei Zugangsschwellen oder eine reduzierte Leistung in der Anfangsphase könnten nach Ansicht von Kritikerinnen und Kritikern ausgerechnet dann entlastende Hilfen verzögern, wenn Familien sie am dringendsten brauchen (Frühphase, Pflegekrisen). Zudem wird die Umsetzbarkeit neuer Aufgaben wie „fachliche Begleitung/Kümmerer“ hinterfragt, solange kein belastbares Konzept für Personal, Qualifikationsmix und Zuständigkeiten vorliegt. Ein großes Problem: uns läuft die Zeit davon. Wirklich neu ist an den Vorschlägen nichts &#8211; die Politik muss endlich &#8222;ins Machen&#8220; kommen. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://www.deutsche-alzheimer.de/artikel/deutsche-alzheimer-gesellschaft-zu-ergebnissen-der-bund-laender-ag-zukunftspakt-pflege-ansaetze-vorhanden-loesungen-fehlen">Folgerichtig auch die Kritik der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) kommentiert die am 11.12.2025 vorgestellten Ergebnisse der Bund-Länder-AG „Zukunftspakt Pflege“ und kommt im Kern zu dem Fazit: gute Ansätze, aber zu wenig konkrete, praxistaugliche Lösungen.</a></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/zukunftspakt-pflege-11-12-2025.html">Das vollständige Ergebnis der Bund-Länder-Kommission wurde vom Gesundheitsministerium hier veröffentlicht. Die Dokumente können dort heruntergeladen werden. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/13/zukunftspakt-pflege-und-die-chancen-fuer-die-versorgung-von-menschen-mit-demenz/">Zukunftspakt Pflege und die Chancen für die Versorgung von Menschen mit Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Stambulante Pflege &#8211; Kritik und offene Fragen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Apr 2024 17:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[altenpflege]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach plant eine Art Hybrid aus ambulanter und stationärer Pflege. „Stambulante Pflege“ soll nach seinen Plänen eine Art dritten Weg in der Versorgung Pflegebedürftiger werden. Die Frage ist:&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/04/23/stambulante-pflege-kritik-und-offene-fragen/">Stambulante Pflege &#8211; Kritik und offene Fragen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach plant eine Art Hybrid aus ambulanter und stationärer Pflege. „Stambulante Pflege“ soll nach seinen Plänen eine Art dritten Weg in der Versorgung Pflegebedürftiger werden. Die Frage ist: warum?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch in diesem Jahr, vor dem Sommer, möchte der Bundesgesundheitsminister ein entsprechendes Gesetz vorlegen. Damit würde diese neue Versorgungsform Teil der Regelversorgung werden können. Bislang gibt es vor allem eines: Unklarheiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-3d53827bc13106924f5c24568180d36f">Stambulante Pflege – ein neues Konzept?</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/01/03/aufbruch-in-ein-besseres-gesundheitssystem-grosse-chance-mit-karl-lauterbach/">Minister Lauterbach</a> hat in der Vergangenheit erläutert, dass die stambulante Versorgungsform für Menschen gedacht sei, die noch zu fit fürs Pflegeheim sind – aber auch nicht mehr in ihrer Wohnung bleiben können. Stambulante Pflege soll daher eine -Rund-um-die-Uhr-Versorgung sicherstellen in dafür bestimmten Räumlichkeiten. Klingt als Konzept noch nicht direkt neu. Ökonomisch sinnvoll sei das auch – denn Pflegeheimbetreiber könnten sich mit ambulanten Diensten zusammentun. Heißt das im Endeffekt, dass Personalmangel in der stationären Altenpflege durch das hinzuziehen bzw. die klassische Zusammenarbeit mit ambulanten Pflegediensten abgefangen werden soll (und umgekehrt)?</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-d8dfab6183bb8224fc553aa536ff18f3">Anbieter mit Stellungnahme</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://ruhrgebietskonferenz-pflege.de/">Die Ruhrgebietskonferenz Pflege</a> ist eine 2018 gegründete Arbeitgeberinitiative, die verbands- und trägerübergreifend 28 Pflegeunternehmen mit mehr als 15.000 Mitarbeitenden repräsentiert. Roland Weigel von Konkret Consult Ruhr GmbH aus Gelsenkirchen ist Koordinator für Organisation und Kommunikation bei der Initiative.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Herr Weigel, egal wo ich wohne oder wie ich lebe – Pflege und Betreuung kommen modular dazu. Ist das nicht ein toller Grundgedanke der „stambulanten Pflege“ des Bundesgesundheitsministers?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Roland Weigel:</strong> Jede Idee, die hilft, die Versäulung der Leistungsbereiche durchlässiger zu machen ist zu begrüßen. Sektorenübergreifende Gesamtversorgung diskutieren wir ja schon seit 10 Jahren und an der Sinnhaftigkeit dieses Ansatzes gibt es aus meiner Sicht keinen Zweifel. Fragen Sie aber mal die Akteure, die sich auf den Weg gemacht haben, nach ihren Erfahrungen. Alle können ihnen von einem jahrelangen Verhandlungsmarathon berichten, der extrem viele Ressourcen gebunden hat. Wir brauchen stattdessen einen radikalen Schnitt, der keine neuen Sektoren bringt, sondern die vorhandenen Leistungsbereiche zusammenführt. Der Vorschlag aus dem BMG will aber keine grundlegende Reform sondern dem sowieso schon überkomplexen System einen Sektor hinzufügen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Bisher gibt es unter den ambulanten Wohnformen Modellprojekte, aber auch etablierte Formen – z.B. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/09/20/kommunikation-in-demenz-wohngemeinschaften/">Wohngemeinschaften</a>. Ist für Sie klar erkennbar, wie sich „stambulante Pflege“ hier einfügt – bzw. abgrenzt?</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Roland Weigel:</strong> Das ist ja genau unsere Kritik an dem Ansatz. Es wäre ja zu begrüßen, wenn wir in allen Bundesländern ambulant betreute Wohngemeinschaften oder sektorenübergreifende Gesamtversorgungverträge hätten. Das BMG streut hier der Öffentlichkeit Sand in die Augen.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="807" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/04/RWeigel-807x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2405" style="width:188px;height:auto" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/04/RWeigel-807x1024.jpg 807w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/04/RWeigel-237x300.jpg 237w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/04/RWeigel-768x974.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/04/RWeigel-1211x1536.jpg 1211w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/04/RWeigel-1615x2048.jpg 1615w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/04/RWeigel-1320x1674.jpg 1320w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/04/RWeigel.jpg 2015w" sizes="(max-width: 807px) 100vw, 807px" /><figcaption class="wp-element-caption">Roland Weigel</figcaption></figure>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Könnte das Interesse der Politik hinter dieser Versorgungsform letztlich nicht eine Flexibilisierung der Zusammenarbeit zwischen ambulanten Pflegediensten und stationären Anbietern sein, um auf den Fachkräftemangel reagieren zu können? Auch die Arbeitskraft der Nutzer selbst sowie <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/04/16/studie-oftmals-koennen-leistungen-nicht-in-anspruch-genommen-werden-weil-die-anbieter-oder-plaetze-fehlen/">ihrer Angehörigen</a> soll möglicherweise eingebunden werden – auch das vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Roland Weigel:</strong> Die ewige Abgrenzung von Personal und Sachmitteln zwischen den Leistungsbereichen ist doch schon lange einer der ärgerlichen Hemmschuhe bei der Entwicklung von neuen und flexiblen Versorgungsformen. Es ist vollkommen richtig über mehr Flexibilität und die Einbindung der familiären sowie zivilgesellschaftlichen Ressourcen nachzudenken. Das ist auch nicht unsere Kritik. Wir halten aber den Ansatz der Entwicklung eines zusätzlichen Sektors für grundlegend falsch. Das führt nämlich wieder nur zu ewig langen Abstimmungs- und Abgrenzungsprozessen. Dafür haben wir keine Zeit.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Ich bedanke mich für Ihre Antworten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ruhrgebietskonferenz Pflege hat am 18.04.2024 eine umfangreiche Stellungnahme zu den offenen Fragen der stambulanten Pflege veröffentlicht. <a href="https://ruhrgebietskonferenz-pflege.de/stationaerambulante-nebelkerze/">Sie können sie hier nachlesen</a>.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelfoto Jsme Mila on pexels</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/04/23/stambulante-pflege-kritik-und-offene-fragen/">Stambulante Pflege &#8211; Kritik und offene Fragen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Corona: keine Testpflicht, keine Strafen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2020 16:40:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[.Test]]></category>
		<category><![CDATA[Abstrich]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundesgesundheitsministerium]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Hygieneregel]]></category>
		<category><![CDATA[Isolation]]></category>
		<category><![CDATA[krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegeheim]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Menschen mit Demenz halten sich nicht an Hygieneregeln. Auch werden sie ggfs. erforderliche Testungen möglicherweise verweigern: kein Zwang, keine Strafen, sagt das Bundesgesundheitsministerium. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/11/12/corona-keine-testpflicht-keine-strafen/">Corona: keine Testpflicht, keine Strafen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Menschen mit Demenz gehören zu den besonders gefährdeten Personen schwere Verläufe bei einer Infektion mit dem Corona-Virus zu erleiden. Neben dem zumeist höheren Lebensalter können andere Erkrankungen das Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung begünstigen – im fortgeschrittenen Stadium einer Demenz ist auch das Immunsystem geschwächt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um eine Verbreitung von des Sars-CoV-2-Virus einzudämmen bzw. zu verhindern, sind viele Maßnahmen ergriffen worden in diesem Jahr. Besonders wichtig die AHA-Regel, die zwischenzeitlich um L + C erweitert wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">A = Abstand halten</p>



<p class="wp-block-paragraph">H = Hygieneregeln beachten</p>



<p class="wp-block-paragraph">A = Alltagsmaske tragen</p>



<p class="wp-block-paragraph">L und C stehen für Lüften und dafür die Corona-WarnApp zu nutzen.</p>



<h4 class="has-text-align-center has-primary-color has-text-color wp-block-heading">Menschen mit Demenz halten sich nicht an Hygieneregeln</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Maßnahmen sind sinnvoll und wichtig. Was geschieht aber, wenn Menschen mit Demenz im Krankenhaus oder in Pflegeeinrichtungen entsprechend <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/04/21/die-covid-pandemie-ist-fuer-die-an-demenz-erkrankten-der-super-gau/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">nötige Bestimmungen nicht einhalten</a>, weil sie sich die Regeln nicht merken können und oder deren Notwendigkeit nicht verstehen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst einmal sind es in erster Linie Pflegende, welche für die Einhaltung von Hygienebestimmungen durch Menschen mit Demenz<a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/03/12/demenz-in-der-isolation/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> im Krankenhaus</a> oder Pflegeheim sorgen sollen. Sie laufen den Betroffenen nach, bringen sie zurück in ihre Zimmer, waschen ihnen die Hände, ziehen wenn die Situation es erfordert ihnen Alltagsmasken an und aus und wieder zurecht, wenn sie verrutscht sind usw. . Wie hält man Menschen mit Demenz davon ab, ein Isolierzimmer zu verlassen oder eine entsprechende Zone nicht zu betreten?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies kann vielfach nur unter ständiger menschlicher Begleitung gelingen. Hauptsächlich durch Pflegende, an denen es schon vor Corona an allen Ecken und Kanten mangelte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist zu befürchten, dass neben allen Schwierigkeiten und Folgen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 eines Tages auch attestiert werden muss: es war auch das Jahr, in dem Fixierungen bei Menschen mit Demenz zugenommen haben und der Verbrauch an Psychopharmaka in die Höhe geschossen ist. Sofern das untersucht wird.</p>



<h4 class="has-text-align-center has-primary-color has-text-color wp-block-heading">Teststrategie</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den wichtigsten Maßnahmen des Infektionsschutzes und der Verhinderung einer unkontrollierten Zunahme an Covid-19-Erkrankungen gehört die Durchführung entsprechender Tests. Mit der am 15. Oktober 2020 in Kraft getretenen Verordnung hat die Bundesregierung dies geregelt, um zusätzlich einen <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/2020/faq-antigen-schnelltests.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">besseren Schutz in Kliniken und Pflegeheimen</a> zu erreichen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was aber, wenn sich Menschen mit Demenz in Unkenntnis der Notwendigkeit weigern, an einem solchen Test mitzuwirken? Den Vorgang ablehnen, sich wehren? Auch wird nur bleiben, dass vor allem Pflegefachfrauen und -männer zusammen mit Angehörigen versuchen dürften, zu überzeugen.</p>



<h4 class="has-text-align-center has-primary-color has-text-color wp-block-heading">Kein Zwang</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/08/05/natuerlich-nein-ueber-zwangsbehandlungen-und-fachkraeftemangel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zwang</a>, der Einsatz von Gewalt, bei Nichteinwilligung und Abwehr des Vorgangs darf es nicht geben. Dennoch bleibt, wie beim Einhalten entsprechender Hygieneregeln die Befürchtung, dass immer wieder „nachgeholfen“ werden wird. Mehr oder weniger sanft. So hoch der Druck im Einzelnen sein mag und so vernünftig und nachvollziehbar die Gründe dafür individuell sein mögen: Recht wird deshalb nicht daraus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Nachfrage erklärt das <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bundesministerium für Gesundheit</a>:</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-default"><img decoding="async" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2020/11/bildantwortbmgtestdemenz-Kopie-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-600" width="721" height="721" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2020/11/bildantwortbmgtestdemenz-Kopie-1024x1024.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2020/11/bildantwortbmgtestdemenz-Kopie-300x300.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2020/11/bildantwortbmgtestdemenz-Kopie-150x150.jpg 150w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2020/11/bildantwortbmgtestdemenz-Kopie-768x768.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2020/11/bildantwortbmgtestdemenz-Kopie-1536x1536.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2020/11/bildantwortbmgtestdemenz-Kopie-2048x2048.jpg 2048w" sizes="(max-width: 721px) 100vw, 721px" /><figcaption>(Antwort v. 12.11.2020 aus d. Referat L7 (Pressestelle), Hervorhebungen von mir / JG)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Infektionsschutz, Isolation, Quarantäne, Hygieneregeln und auch die Testungen bleiben besonders sensible Themen in der praktischen Durchführung mit Menschen mit Demenz. Pflegende, Betreuungskräfte, Angehörige und Betreuer müssen darauf achten, dass aus Versuchen zu überzeugen, aus Begleitung und Anleitung keine widerrechtliche Durchsetzung wird. Empfehlungen des Robert Koch Instituts zum <a href="https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Alten_Pflegeeinrichtung_Empfehlung.pdf?__blob=publicationFile" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Management von Covid-19 in Alten- und Pflegeeinrichtungen finden Sie hier.</a></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Bleiben Sie gesund. <br>Jochen Gust</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div style="height:244px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Foto von Mufid Majnun/ Unsplash</p>
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