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	<title>Allgemein &amp; Speziell Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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	<title>Allgemein &amp; Speziell Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>Menschen mit Demenz versorgen: Verhalten doppelt lesen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 21:21:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Menschen mit Demenz brauchen in jeder Phase der Versorgung besondere Aufmerksamkeit. Nicht nur am Lebensende. Nicht nur im Rahmen von Palliative Care. Und nicht nur dann, wenn eine Situation bereits&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/05/07/menschen-mit-demenz-versorgen-verhalten-doppelt-lesen/">Menschen mit Demenz versorgen: Verhalten doppelt lesen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Menschen mit Demenz brauchen in jeder Phase der Versorgung besondere Aufmerksamkeit. Nicht nur am Lebensende. Nicht nur im Rahmen von Palliative Care. Und nicht nur dann, wenn eine Situation bereits eskaliert ist.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Der Grund ist einfach: Viele Menschen mit Demenz können Beschwerden, Bedürfnisse, Ängste oder Überforderung nicht mehr zuverlässig in Worte fassen. Schmerzen, Atemnot, Hunger, Durst, Scham, Harndrang, Kälte, Erschöpfung, Einsamkeit oder spirituelle Not zeigen sich dann häufig anders: durch Rückzug, Unruhe, Abwehr, Rufen, Weinen, Erstarren, Aggression, veränderte Mimik oder Körperspannung. Für Pflegefachpersonen bedeutet das: Sie müssen Verhalten nicht nur registrieren, sondern deuten. Sie sind oft die ersten, die Veränderungen bemerken. Und sie sind häufig diejenigen, die zwischen körperlicher Not, psychischer Belastung, Beziehungsgestaltung, Angehörigen und ärztlichen Entscheidungen vermitteln.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Verhalten doppelt lesen: Bedürfnis und körperliche Not</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In der Versorgung von Menschen mit Demenz sollte Verhalten immer doppelt gelesen werden: als möglicher Ausdruck eines Bedürfnisses – und als möglicher Hinweis auf körperliche Not.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein Beispiel: Ein Heimbwohner ruft wiederholt, schlägt die Decke weg und lässt keine Unterstützung bei der Körperpflege zu. Das kann Angst sein. Es kann Scham sein. Es kann Überforderung sein. Es kann aber auch Schmerz, Harndrang, Atemnot, Kälte, Schwindel, Infekt, Obstipation oder ein beginnendes Delir sein.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
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  <div style="font-size: 18px; font-weight: 700; margin-bottom: 10px; color: #8a0018;">
    Klare Haltung statt Pflege-Romantik
  </div>

  <p style="font-size: 16px; line-height: 1.55; margin: 0 0 12px 0;">
    Aus einer Infektion kann man niemanden „hinausvalidieren“. Schmerzen, Delir, Harndrang, Atemnot, Exsikkose oder Stoffwechselentgleisungen verschwinden nicht durch warme Worte.
  </p>

  <p style="font-size: 16px; line-height: 1.55; margin: 0;">
    Wertschätzung bleibt wichtig. Aber sie ersetzt keine professionelle Beobachtung, keine pflegefachliche Einschätzung und keine medizinische Abklärung. Pflegefachpersonen dürfen und müssen körperliche Warnzeichen ernst nehmen – auch dann, wenn Laien das Verhalten vorschnell nur psychologisch oder biografisch (ver-)erklären.
  </p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Deshalb braucht gute Demenzversorgung eine systematische Beobachtung. Hilfreiche Fragen sind:</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Was ist heute anders als sonst?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gab es einen Auslöser?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wie sind Mimik, Atmung, Hautfarbe, Körperhaltung und Körperspannung?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gibt es Hinweise auf Schmerz, Infekt, Harndrang, Obstipation, Hunger, Durst, Übelkeit oder Atemnot?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wird die Situation besser durch Ruhe, langsamere Ansprache, vertraute Personen, Lagerung, Wärme, Musik, Nähe oder Abstand?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Diese Deutung bleibt manchmal unsicher. Aber sie wird professioneller, wenn sie nicht zufällig geschieht, sondern im Team besprochen, dokumentiert und überprüft wird.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum ein &#8222;palliativer Blick&#8220; nicht erst am Lebensende beginnt</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Palliative Care wird oft erst mit Sterben, Schmerztherapie oder der letzten Lebensphase verbunden. Für Menschen mit Demenz ist das zu eng gedacht. Ein palliativer Blick bedeutet nicht automatisch: „Es wird nichts mehr getan.“ Er bedeutet vielmehr: Die Versorgung fragt frühzeitig nach Lebensqualität, Belastung, Würde, Symptomlinderung, Beziehung, Sicherheit, Halt und dem mutmaßlichen Willen des Menschen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bei Demenz ist dieser Blick besonders wichtig, weil der Verlauf schleichend ist. Es gibt oft keinen klaren Wendepunkt. Die Versorgung verändert sich Schritt für Schritt: mehr Stürze, mehr Infekte, mehr Schluckprobleme, Gewichtsverlust, weniger Belastbarkeit, mehr Erschöpfung, zunehmende Abhängigkeit, mehr Unruhe oder Rückzug. Gerade deshalb gehört eine palliative Haltung nicht nur in spezialisierte Palliativteams. Sie gehört in die stationäre Langzeitpflege, in die ambulante Versorgung, in die Tagespflege, ins Krankenhaus und in die Angehörigenberatung.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Leitfrage lautet nicht: „Ist dieser Mensch schon palliativ?“ Sondern: „Was braucht dieser Mensch jetzt, damit Belastung reduziert, Würde geschützt und Lebensqualität erhalten wird?“.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Entscheidungen werden schwieriger, wenn Sprache fehlt</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Menschen mit Demenz können häufig nicht mehr zuverlässig erklären, was sie möchten, was sie belastet oder welche Behandlung sie wünschen. Gleichzeitig bleiben Wille, Vorlieben, Abneigungen, Würde und Selbstbestimmung bedeutsam.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das macht Entscheidungen anspruchsvoll. Soll ein Mensch ins Krankenhaus eingewiesen werden? Ist eine Untersuchung noch hilfreich oder vor allem belastend? Wird eine Behandlung den Zustand verbessern oder zusätzlichen Stress verursachen? Was war früher wichtig? Was passt zum mutmaßlichen Willen? Was sagen Angehörige? Was beobachtet das Team?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Pflegefachpersonen spielen hier eine Schlüsselrolle. Sie erleben den Menschen im Alltag. Sie sehen, was beruhigt, was belastet, was Abwehr auslöst, was Nähe ermöglicht und wann sich ein Zustand verändert.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Diese Beobachtungen sind keine Nebensache. Sie sind entscheidungsrelevante Informationen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mehr zu Thema <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/03/14/warum-sie-krankenhauseinweisungen-abwaegen/">lesen Sie hier</a> und <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/21/verlegungsstress-nach-umzug-oder-heimaufnahme-was-ist-normal-und-was-ist-zu-tun/">hier</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Selbstbestimmung bleibt auch bei fortgeschrittener Demenz bedeutsam</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Auch wenn Entscheidungen schwieriger werden, verschwindet das Bedürfnis nach Einfluss auf das eigene Leben nicht. Menschen möchten sich nicht ausgeliefert fühlen. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/02/08/unterstuetzen-statt-uebernehmen/">Sie möchten nicht nur Objekt von Pflegehandlungen sein.</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wird Autonomie nicht beachtet, kann das Folgen haben: Abwehr, Rückzug, Passivität, Frustration oder Aggression. Umgekehrt können kleine Entscheidungsmöglichkeiten viel bewirken.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Religiöse, spirituelle und existenzielle Bedürfnisse gehören zur Versorgung dazu</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Menschen mit Demenz haben nicht nur körperliche Bedürfnisse. Sie brauchen auch Halt, Trost, Zugehörigkeit, Würde, Vertrautheit, Sinn, Versöhnung, Hoffnung und das Gefühl, nicht allein zu sein.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das ist nicht nur ein Thema für das Lebensende. Existenzielle Bedürfnisse können während der gesamten Versorgung sichtbar werden und ihren Ausdruck auch in Verhalten finden: bei Angst, Heimweh, Unruhe, Abschieden, Schmerzen, Krankenhausaufenthalten, Verlusten oder zunehmender Abhängigkeit. Dabei darf Religiosität nicht automatisch vorausgesetzt werden. Aber sie sollte auch nicht übersehen werden. Gerade bei hochaltrigen Menschen können Gebete, Lieder, Feste, Segenszeichen, Kirchenbesuche oder religiöse Rituale biografisch bedeutsam gewesen sein – auch wenn sie heute nicht mehr erklärt werden können.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine bessere Frage als „Sind Sie religiös?“ lautet deshalb oft an Angehörige: „Gab es früher Gebete, Lieder, Rituale, Feste, Musik, Orte, Symbole oder Gewohnheiten, die diesem Menschen Halt gegeben haben?“. Genauso wichtig ist die Frage: „Was sollte vermieden werden?“. Denn auch religiöse oder biografische Impulse können unpassend sein, wenn sie nicht zur Person passen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/Beduerfnisbild1.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/Beduerfnisbild1-1024x576.png" alt="" class="wp-image-3586" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/Beduerfnisbild1-1024x576.png 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/Beduerfnisbild1-300x169.png 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/Beduerfnisbild1-768x432.png 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/Beduerfnisbild1.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Biografiearbeit muss Konsequenzen haben</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/01/26/biographiearbeit-alptraum-oder-segen/">Biografiearbeit ist nur dann sinnvoll</a>, wenn aus ihr konkrete Folgen entstehen. Eine Sammlung von Informationen ohne praktische Konsequenz hilft wenig. Entscheidend ist die Frage: Was verändert sich dadurch in der Versorgung?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wenn bekannt ist, dass ein Mensch früher gern gesungen hat, kann Musik gezielt eingesetzt werden. Wenn ein bestimmter Name vertrauter ist, sollte er verwendet werden. Wenn jemand Berührungen am Kopf ablehnt, muss das Team es wissen. Wenn ein früheres Abendritual beruhigt, sollte es eingeplant werden. Wenn jemand auf bestimmte religiöse Zeichen positiv oder negativ reagiert, gehört auch das in die Dokumentation. Biografiearbeit wird nur wirksam, wenn sie in Alltagshandeln übersetzt wird. Ansonsten ist sie nicht mehr als eine Sammlung an Informationen, die letztlich überflüssig Zeit gebunden hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit: Demenzversorgung braucht Haltung, Deutung und vorausschauendes Handeln</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gute Versorgung von Menschen mit Demenz beginnt nicht erst, wenn Symptome eskalieren. Und ein palliativer Blick beginnt nicht erst in der Sterbephase. Über die gesamte pflegerische Versorgung hinweg geht es darum, Belastung zu erkennen, Bedürfnisse zu verstehen, Würde zu schützen, Selbstbestimmung so weit wie möglich zu erhalten und körperliche Not nicht zu übersehen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Pflegefachpersonen leisten dabei weit mehr als Unterstützung im Alltag. Sie beobachten, übersetzen, beruhigen, schützen, erklären, vermitteln und geben Halt. Der zentrale Satz für die Praxis lautet:</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bei Menschen mit Demenz müssen wir Verhalten doppelt lesen: als Ausdruck von Bedürfnissen – und als möglichen Hinweis auf körperliche Not.<br></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/05/07/menschen-mit-demenz-versorgen-verhalten-doppelt-lesen/">Menschen mit Demenz versorgen: Verhalten doppelt lesen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nach dem Vorfall nicht einfach weitermachen: Warum Sie in der Pflege einen Buddy-Check etablieren sollten</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/04/27/nach-dem-vorfall-nicht-einfach-weitermachen-warum-sie-in-der-pflege-einen-buddy-check-etablieren-sollten/</link>
					<comments>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/04/27/nach-dem-vorfall-nicht-einfach-weitermachen-warum-sie-in-der-pflege-einen-buddy-check-etablieren-sollten/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 09:53:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Pflegefachperson unterstützt einen Menschen mit Demenz. Plötzlich schlägt die Person um sich, tritt, kratzt, spuckt oder beschimpft sie. Die Kollegin weicht zurück, atmet durch und sagt: „Alles gut, kenne&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/04/27/nach-dem-vorfall-nicht-einfach-weitermachen-warum-sie-in-der-pflege-einen-buddy-check-etablieren-sollten/">Nach dem Vorfall nicht einfach weitermachen: Warum Sie in der Pflege einen Buddy-Check etablieren sollten</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine Pflegefachperson unterstützt einen Menschen mit Demenz. Plötzlich schlägt die Person um sich, tritt, kratzt, spuckt oder beschimpft sie. Die Kollegin weicht zurück, atmet durch und sagt: „Alles gut, kenne ich.“ Dann geht sie ins nächste Zimmer.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Genau hier beginnt das Problem</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Natürlich gehört es zur Professionalität, krankheitsbedingtes Verhalten einzuordnen. Ein Mensch mit Demenz schlägt meist nicht, weil er gezielt verletzen will. Oft versteht er die Situation nicht, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/11/02/huerden-und-stellungsfehler-das-provoziert-taetliche-uebergriffe-von-menschen-mit-demenz/">fühlt sich bedroht</a>, hat Schmerzen, Angst oder Scham. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/01/13/und-dann-schlug-sie-ploetzlich-zu/">Eine Analyse wie es zur Situation gekommen ist</a>, lohnt immer um sie künftig vermeiden zu können. Diese Einordnung schützt vor Schuldzuweisung und Gegenaggression. Aber sie bedeutet nicht, dass der Vorfall an der Pflegefachperson spurlos vorbeigeht.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein Schlag kann verletzen, auch wenn er krankheitsbedingt ausgelöst wurde. Bespuckt zu werden kann beschämend sein, auch wenn es nicht absichtlich demütigen soll. Eine Drohung kann nachhallen, auch wenn die betroffene Person fünf Minuten später nichts mehr davon weiß.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischen „Stell dich nicht so an“ und „Du brauchst Therapie“</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nach kritischen Ereignissen gibt es in Teams oft zwei Reflexe. Der eine lautet: „Das gehört dazu. Wir sind Profis.“ Der andere lautet: „Wenn dich das belastet, brauchst du professionelle Hilfe.“. Beides greift zu kurz. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ja, Pflegefachpersonen erleben in der Demenzpflege Krisen, Abwehr, Aggression, Sterben, Stürze und Überforderung. Aber Professionalität bedeutet nicht, unverwundbar zu sein. Und ein Buddy-Check ist auch keine Therapie. Er ist eine kurze kollegiale Sicherheits- und Stabilisierungsschleife.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ein Buddy-Check ist</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein Buddy-Check ist ein kurzer Blick auf die Kollegin oder den Kollegen nach einem kritischen Ereignis. Nicht als Verhör. Nicht als Schuldsuche. Sondern als einfache Klärung:</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bist du verletzt? Kannst du gerade weiterarbeiten? Brauchst du Abstand oder Ablösung? Ist die Versorgung der Person mit Demenz gesichert? Muss jemand informiert werden? Braucht es Dokumentation, Unfallmeldung, Arztkontakt oder später eine Nachbesprechung?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Der Buddy-Check dramatisiert nicht. Er verhindert aber, dass jemand nach Gewalt, Sturz, Tod, Reanimation, Fehler, Angehörigeneskalation oder einer beschämenden Situation allein im Funktionsmodus weiterläuft.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/04/buddycheck1.png"><img decoding="async" width="725" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/04/buddycheck1-725x1024.png" alt="" class="wp-image-3567" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/04/buddycheck1-725x1024.png 725w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/04/buddycheck1-212x300.png 212w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/04/buddycheck1-768x1085.png 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/04/buddycheck1.png 1055w" sizes="(max-width: 725px) 100vw, 725px" /></a></figure>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Wann er sinnvoll ist</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein Buddy-Check sollte angeboten werden nach körperlichen Angriffen wie Schlagen, Treten, Kratzen, Beißen, Stoßen oder Spucken. Ebenso nach Drohungen, massiver verbaler Eskalation, sexualisierten Grenzverletzungen, schweren Stürzen, Todesfällen, Reanimationen, Medikationsfehlern, Weglaufereignissen, Gewalt zwischen Bewohnern oder Patienten und massiven Angehörigeneskalationen. Und immer dann, wenn eine Kollegin / Kollege sagt oder zeigt: „Das geht mir gerade nahe.“. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Verbindlich sollte der Blick auf die Kollegin oder den Kollegen sein. Freiwillig bleibt, wie viel die betroffene Person erzählen möchte, ob sie das Angebot wahrnimmt oder nicht. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>So kann der Buddy-Check aussehen</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Anlass erkennen<br>Nach Gewalt, Drohung, Sturz, Tod, Fehler, massiver Eskalation oder sichtbarer Belastung.</li>



<li class="has-medium-font-size">Kurz absichern<br>„Bist Du verletzt?“<br>„Kannst Du weiterarbeiten?“<br>„Brauchst Du Abstand, Ablösung oder Hilfe?“</li>



<li class="has-medium-font-size">Versorgung ordnen<br>Wer kümmert sich jetzt um die Person mit Demenz? Wer übernimmt Dokumentation, Leitungskontakt, Arztkontakt oder Angehörigeninformation?</li>



<li class="has-medium-font-size">Belastung ernst nehmen<br>Kein „Stell dich nicht so an“. Kein Verhör. Kein Schuldgespräch. Ein Satz reicht oft: „Das war gerade viel. Wir schauen jetzt, was nötig ist.“. </li>



<li class="has-medium-font-size">Weiteren Bedarf prüfen<br>Reicht der kurze Check? Oder braucht es Entlastungsgespräch, Unfallmeldung, Gefährdungsanzeige, Supervision, Betriebsarzt oder sogar professionelle Hilfe?</li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Ich hab doch Erfahrung &#8211; das macht mir nichts mehr aus.&#8220; </h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Viele erfahrene Pflegefachpersonen entwickeln eine hohe Belastungsroutine. Sie bleiben ruhig, wenn jemand schreit, abwehrt oder schlägt. Diese Routine ist wertvoll und gerade in einem Beruf mit hohem Druck auch unabdingbar. Aber Routine ist nicht Unverletzlichkeit.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wiederholte Gewalt, Demütigung und Bedrohung können sich leise ablagern: als Erschöpfung, Gereiztheit, Zynismus, Schlafproblem, Rückzug oder Verlust an Mitgefühl. Manchmal merkt man die Belastung nicht sofort. Sondern daran, dass man härter im Ton wird, weniger Geduld hat, bestimmte Personen meidet oder nach Diensten schlechter abschaltet. Und für Leitungskräfte und Institutionen wird am Ende oftmals eine Stundenreduzierung oder sogar eine &#8222;Kündigung aus dem Nichts&#8220; daraus. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Der Buddy-Check unterstellt niemandem Schwäche. Er fragt nur: Hat diese Situation gerade etwas mit Dir gemacht – körperlich, innerlich oder für die nächsten Arbeitsschritte? Er kann ein festes, entlastendes Element der Teamroutine werden, dass in einem spannungsreichen Arbeitsfeld tätig ist. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Nicht jeder ist als Buddy geeignet</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div style="background:#eaf6ff; border-left:6px solid #2f80c9; padding:22px 24px; margin:28px 0; border-radius:10px; font-size:18px; line-height:1.55; color:#1f2933;">
  <h3 style="margin-top:0; margin-bottom:14px; font-size:24px; line-height:1.25; color:#174a7c;">
    Buddy-Check für Führungskräfte
  </h3>

  <p style="margin:0 0 14px 0;">
    So machen Sie aus einer guten Idee einen verlässlichen Ablauf:
  </p>

  <ol style="margin:0; padding-left:24px;">
    <li style="margin-bottom:10px;">
      <strong>Standard festlegen:</strong><br>
      Der Buddy-Check wird als kurzer Pflichtschritt nach definierten kritischen Ereignissen eingeführt – nicht als freiwillige Nettigkeit.
    </li>

    <li style="margin-bottom:10px;">
      <strong>Zuständigkeit klären:</strong><br>
      Pro Dienst muss klar sein: Wer startet den Buddy-Check? Wer kann kurz ablösen? Wer informiert bei Bedarf die Leitung?
    </li>

    <li style="margin-bottom:10px;">
      <strong>Zeitfenster ermöglichen:</strong><br>
      Führungskräfte erlauben ausdrücklich, dass eine Pflegefachperson nach einem Vorfall kurz aus der Situation genommen wird.
    </li>

    <li style="margin-bottom:10px;">
      <strong>Schlank dokumentieren:</strong><br>
      Nicht Gesprächsinhalte dokumentieren, sondern nur: Buddy-Check angeboten, Weiterleitung nötig, Ablösung organisiert.
    </li>

    <li style="margin-bottom:0;">
      <strong>Nachsteuern:</strong><br>
      Leitung prüft regelmäßig: Wird der Buddy-Check genutzt? Gibt es Häufungen? Braucht das Team Schulung, Entlastung oder klarere Abläufe?
    </li>
  </ol>
</div>

</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für einen Buddy-Check braucht es ein Mindestmaß an Vertrauen und Vertraulichkeit. Geeignet sind Kolleginnen und Kollegen, die ruhig, diskret und nicht wertend sind. Die zuhören können, ohne sofort zu belehren. Die entlasten, ohne zu verharmlosen.<br>Ungeeignet sind Personen, die Vorfälle weitererzählen, Schuld verteilen, andere beschämen oder alles mit einem „Das ist doch normal bei Demenz!“ abtun. Eine einfache Faustregel lautet: Buddy ist nicht, wer am meisten redet. Buddy ist, wem andere auch nach einem schlechten Moment noch vertrauen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Der Buddy-Check richtet sich zunächst an die Pflegefachperson. Aber er schützt auch die Versorgung.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Menschen mit Demenz nehmen Anspannung, Ärger, Angst, Hast und Unsicherheit oft sehr deutlich wahr. Ein angespannter Tonfall, ein schneller Griff oder eine gekränkte Reaktion können neue Abwehr auslösen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein kurzer Buddy-Check kann verhindern, dass aus einem Vorfall eine Eskalationskette wird. Eine Kollegin kann übernehmen, Abstand schaffen und mitdenken: Was hat die Person mit Demenz gerade erlebt? Was braucht sie jetzt? Und was braucht die Pflegefachperson, um wieder ruhig und sicher handeln zu können?</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Natürlich braucht nicht jeder nach einem kritischen Ereignis Therapie. Das wäre lebensfremd. Aber jedes kritische Ereignis verdient einen kurzen professionellen Blick auf die betroffenen Kollegen. Der Buddy-Check macht Teams auch nicht empfindlicher. Er macht sie professioneller. Er schließt die Lücke zwischen Vorfall und Weiterarbeiten – genau dort, wo Pflegefachpersonen oft funktionieren müssen, obwohl sie innerlich noch nicht wieder stabil sind.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gute Pflege gelingt besser, wenn auch die Helfenden nach belastenden Momenten nicht allein gelassen werden. Ein Buddy-Check als Teamroutine lässt sich vergleichsweise einfach und schnell implementieren. Er hat zudem den niedrigschwelligen Vorteil, dass jene die ihn brauchen bestenfalls auf jene treffen, die tägliches Arbeitsumfeld, Umstände und Situation kennen, statt als Dritte von Außen Dinge (er)klären zu wollen. </p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/04/27/nach-dem-vorfall-nicht-einfach-weitermachen-warum-sie-in-der-pflege-einen-buddy-check-etablieren-sollten/">Nach dem Vorfall nicht einfach weitermachen: Warum Sie in der Pflege einen Buddy-Check etablieren sollten</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Neue Studie: Auch frühe Demenzen sind oft mit beeinflussbaren Risiken verbunden</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/04/11/fruehe-demenzen-sind-oft-mit-beeinflussbaren-risiken-verbunden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 05:53:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Ärzteblatt]]></category>
		<category><![CDATA[demenzforschung]]></category>
		<category><![CDATA[demenzprävention]]></category>
		<category><![CDATA[frühe Alzheimer-Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[frühe Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[frühe Demenzen]]></category>
		<category><![CDATA[klinik]]></category>
		<category><![CDATA[Lancet-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[modifizierbare Risikofaktoren]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktoren]]></category>
		<category><![CDATA[vaskuläre Risikofaktoren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Demenzen vor dem 65. Lebensjahr gelten oft als vor allem genetisch bedingt. Eine neue Auswertung mehrerer großer Kohortenstudien zeichnet jedoch ein anderes Bild: Auch bei frühen Demenzen spielen modifizierbare Risikofaktoren&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/04/11/fruehe-demenzen-sind-oft-mit-beeinflussbaren-risiken-verbunden/">Neue Studie: Auch frühe Demenzen sind oft mit beeinflussbaren Risiken verbunden</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Demenzen vor dem 65. Lebensjahr gelten oft als vor allem genetisch bedingt. Eine neue Auswertung mehrerer großer Kohortenstudien zeichnet jedoch ein anderes Bild: Auch bei frühen Demenzen spielen modifizierbare Risikofaktoren eine wichtige Rolle – teils sogar stärker als bei später einsetzenden Demenzen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Laut der im Fachjournal The Lancet Healthy Longevity veröffentlichten Untersuchung waren die meisten bekannten Risikofaktoren bei frühen Demenzen stärker mit dem Erkrankungsrisiko verbunden als bei spät beginnenden Demenzen. Ausnahmen waren laut Studienangaben unter anderem körperliche Inaktivität, Alkoholkonsum und „race“ als erfasste soziodemografische Variable.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nicht nur &#8222;Schicksal&#8220;</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wichtig ist das vor allem für die Prävention: Die Studie stützt die Annahme, dass frühe Demenzen keineswegs nur Schicksal oder Genetik sind. Vielmehr rücken auch hier beeinflussbare Faktoren stärker in den Blick – etwa vaskuläre Risiken, psychische Belastungen oder Sinnesbeeinträchtigungen. Das passt zu den bereits bekannten Empfehlungen der Lancet-Kommission, nach denen ein erheblicher Teil von Demenzfällen durch Prävention zumindest verzögert werden könnte.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für die Praxis heißt das: Wer über Demenzprävention spricht, sollte nicht nur an Hochaltrigkeit denken. Auch bei jüngeren Erwachsenen mit Belastungsfaktoren lohnt sich ein genauer Blick auf behandelbare und vermeidbare Risiken.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Quellen und weitere Infos: </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://www.aerzteblatt.de/news/fruhe-demenzen-haufiger-mit-modifizierbaren-risikofakt">Deutsches Ärzteblatt. (2026, 10. April). Frühe Demenzen häufiger mit modifizierbaren Risikofaktoren verbunden als spätere.</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://www.thelancet.com/journals/lanhl/article/PIIS2666-7568(26)00015-2/fulltext">The Lancet Healthy Longevity. (2026, 2. April). Risk factors for early-onset and late-onset dementia.</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/04/11/fruehe-demenzen-sind-oft-mit-beeinflussbaren-risiken-verbunden/">Neue Studie: Auch frühe Demenzen sind oft mit beeinflussbaren Risiken verbunden</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Schreien und Rufen bei Demenz: Beruhigen allein reicht nicht</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/04/05/schreien-und-rufen-bei-demenz-beruhigen-allein-reicht-nicht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 08:59:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[altenpflege]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Angehörige bei Demenz]]></category>
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		<category><![CDATA[Demenz im Pflegealltag]]></category>
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		<category><![CDATA[herausforderndes verhalten]]></category>
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		<category><![CDATA[pflege]]></category>
		<category><![CDATA[pflegefachliche Beobachtung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Menschen mit Demenz anhaltend schreien oder rufen, ist das für alle Beteiligten eine Belastungsprobe. Angehörige geraten an ihre Grenzen, Pflegefachpersonen erleben Hilflosigkeit, und auch in Kliniken oder Pflegeheimen wird&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/04/05/schreien-und-rufen-bei-demenz-beruhigen-allein-reicht-nicht/">Schreien und Rufen bei Demenz: Beruhigen allein reicht nicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wenn Menschen mit Demenz anhaltend schreien oder rufen, ist das für alle Beteiligten eine Belastungsprobe. Angehörige geraten an ihre Grenzen, Pflegefachpersonen erleben Hilflosigkeit, und auch in Kliniken oder Pflegeheimen wird das Phänomen schnell als massive Störung erlebt. Gerade darin liegt ein Teil des Problems: Das Verhalten erzeugt Druck. Möglichst schnell soll wieder Ruhe einkehren. Doch wer Schreien und Rufen nur als Lärm oder gar als bloßes Fehlverhalten versteht, übersieht oft, worum es eigentlich geht und schränkt die eigenen Handlungsoptionen ein.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Denn anhaltendes Schreien ist ein hochbelastendes Dauersignal. Es kann Ausdruck von Not, Überforderung, Schmerz, Angst, Stress, innerer Unruhe oder misslingender Kommunikation sein. In der Fachliteratur wird dieses Verhalten meist unter Begriffen wie „persistent vocalizations“ oder „disruptive vocalizations“ beschrieben. Zugleich zeigt die Forschung: Die Studienlage ist begrenzt und uneinheitlich, gerade deshalb ist im Alltag ein systematisches pflegefachliches Vorgehen so wichtig.</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="720" style="aspect-ratio: 1280 / 720;" width="1280" controls src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/04/SchreienKurzSketchFinal.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption"><a href="https://www.youtube.com/channel/UCBkAPMP0XeRVcd9TA2WlY-w">Weitere kurze, informative Filme zum Thema Demenz finden Sie auf dem Youtubekanal: Demenz: Aufmerksam gemacht. </a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Nicht nur Lärm, sondern ein Signal</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Schreien und Rufen ist bei Demenz nicht automatisch absichtsvoll, aggressiv oder „charakterbedingt“. Es kann zwar auch mit der Hirndegeneration selbst zusammenhängen, etwa als Teil neuropsychiatrischer Symptome. Fachlich wäre es aber zu kurz gegriffen, das Verhalten allein darauf zu reduzieren. Häufig ist es sinnvoller, von einem Zusammenspiel aus Hirnveränderungen, körperlichen Belastungen, Umweltreizen, Interaktion und unbefriedigten Bedürfnissen auszugehen. Genau deshalb lohnt es sich, hinter das Verhalten zu schauen, statt nur gegen das Symptom anzukämpfen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Hilfreich ist ein Perspektivwechsel: Nicht sofort fragen „Wie kriegen wir das weg?“, sondern zuerst „Was könnte hier gerade dahinterstecken?“ Diese Frage löst nicht alles. Aber sie schützt davor, vorschnell nur das Symptom zum Schweigen zu bringen.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<div style="background:#dff1fb; padding:18px 20px; border-radius:8px; font-size:18px; line-height:1.6; color:#1f2d3d;">
  Schreien und Rufen lässt sich nicht immer vollständig beenden. Aber oft lässt sich die Situation besser verstehen, eingrenzen oder abschwächen. Dafür braucht es ein gemeinsames Vorgehen. Angehörige sollten nicht mit dem Eindruck alleinbleiben, sie hätten einfach „nicht genug beruhigt“. Pflegefachpersonen wiederum brauchen Rückhalt dafür, dass systematische Beobachtung und kleinschrittiges Ausprobieren keine Nebensache, sondern Kern der Versorgung sind.
</div>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Anhaltendes Schreien und Rufen bei Demenz ist so belastend, weil es fast nie nur Lärm ist. Es ist meist ein Signal für Not, Überforderung oder misslingende Kommunikation und trifft zugleich auf ein Versorgungssystem, in dem genau die nötige intensive Ursachenarbeit oft schwer umzusetzen ist. Gerade deshalb braucht es mehr als Beruhigen. Es braucht Beobachtung, Geduld, Dokumentation und den Mut, auch kleine Hinweise ernst zu nehmen. Weitere Informationen finden Sie in anderen Artikeln zum <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/01/27/schreien-und-rufen-als-extremphaenomen/">Thema Schreien und Rufen</a> auf dieser Webseite. Ein <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2021/06/06/verhalten-im-grenzbereich-schreien-und-rufen-bei-demenz/">Interview mit einem Experten </a>finden Sie hier. </p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">(Amazon Affiliate-Link): <a href="https://amzn.to/4meL4Np">Eine etwas umfangreichere Beschreibung des Phänomens und mögliche Lösungsschritte für die Pflege finden Sie in dieser Praxishilfe</a> (Amazon-Affiliate-Link). </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/04/05/schreien-und-rufen-bei-demenz-beruhigen-allein-reicht-nicht/">Schreien und Rufen bei Demenz: Beruhigen allein reicht nicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<item>
		<title>Reaktanz bei Menschen mit Demenz: Wenn Hilfe als Druck erlebt wird</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/04/01/reaktanz-bei-menschen-mit-demenz-wenn-hilfe-als-druck-erlebt-wird/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 08:14:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[altenpflege]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
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		<category><![CDATA[Umgang mit Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstand in der Pflege]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pflegefachpersonen kennen solche Situationen: Ein Mensch mit Demenz zieht bei der Körperpflege die Decke hoch, dreht den Kopf weg oder sagt entschieden: „Lassen Sie mich in Ruhe.“ Beim Essen wird&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/04/01/reaktanz-bei-menschen-mit-demenz-wenn-hilfe-als-druck-erlebt-wird/">Reaktanz bei Menschen mit Demenz: Wenn Hilfe als Druck erlebt wird</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Pflegefachpersonen kennen solche Situationen: Ein Mensch mit Demenz zieht bei der Körperpflege die Decke hoch, dreht den Kopf weg oder sagt entschieden: „Lassen Sie mich in Ruhe.“ Beim Essen wird der Löffel abgewehrt, beim Aufstehen die Hand zurückgezogen, beim Wechseln von Inkontinenzmaterial steigt plötzlich die Spannung. Schnell entsteht dann der Eindruck, jemand „mache nicht mit“ oder sei „schwierig“.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Oft steckt dahinter Reaktanz: ein verständlicher innerer Widerstand gegen erlebten Druck, Fremdbestimmung oder Überrumpelung. Gerade bei Menschen mit Demenz ist dieses Thema im Pflegealltag zentral. Denn gute Pflege muss nicht nur fachlich richtig sein. Sie muss auch so gestaltet werden, dass ein Mensch sich nicht ausgeliefert fühlt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine kompakte Information bietet dieser Film:</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="720" style="aspect-ratio: 1280 / 720;" width="1280" controls src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/04/ReaktanzFinal.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=J7IMldNCI08">Diesen und weitere Info-Filme zum Thema Demenz können Sie auch über Youtube anschauen.</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Was Reaktanz bedeutet</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Reaktanz ist Widerstand, der entsteht, wenn Menschen sich gedrängt oder in ihrer Selbstbestimmung eingeschränkt fühlen. Einfach gesagt: Wenn jemand den Eindruck hat, „ich soll hier zu etwas gebracht werden“, kommt oft eine Gegenreaktion. Man will dann gerade nicht tun, was verlangt, empfohlen oder durchgesetzt wird.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Psychologisch ist das gut nachvollziehbar. Menschen haben ein Grundbedürfnis nach Selbstbestimmung, Kontrolle und eigener Entscheidung. Sobald dieses Gefühl bedroht ist, entsteht innerer Widerstand. Dieser richtet sich oft nicht einmal gegen die Sache selbst, sondern gegen die Art, wie sie vermittelt oder durchgesetzt wird.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Je stärker der Druck, desto größer oft die Reaktanz.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Reaktanz bei Menschen mit Demenz besonders wichtig ist</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Menschen mit Demenz erleben den Alltag häufig als unsicher, verwirrend oder schwer durchschaubar. Vieles ist unklar, manches fremd, manches beängstigend. Umso wichtiger wird das Gefühl, wenigstens über den eigenen Körper, den eigenen Abstand oder den aktuellen Moment <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/02/08/unterstuetzen-statt-uebernehmen/">noch mitentscheiden zu können.</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wenn dann jemand schnell, bestimmt, korrigierend oder ohne ausreichende Anbahnung auftritt, kann das leicht als Übergriff erlebt werden. Die betroffene Person kann ihr Unbehagen oft nicht mehr differenziert erklären. Stattdessen zeigt sich der Widerstand über Verhalten.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Reaktanz zeigt sich im pflegerischen Alltag besonders häufig in Situationen, die körpernah, schambesetzt oder mit Zeitdruck verbunden sind. Dazu gehören vor allem die Körperpflege, das Anreichen von Essen und Trinken, das Aufstehen oder Umsetzen, die Medikamentengabe, das Wechseln von Inkontinenzmaterial oder Maßnahmen, die gegen den erkennbaren Willen der Person „durchgesetzt“ werden sollen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gerade dort, wo Nähe, Tempo und Fremdbestimmung zusammenkommen, steigt das Risiko für Widerstand.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nicht jede Ablehnung ist Reaktanz</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">So wichtig das Konzept ist: Nicht jede Ablehnung bei Demenz ist automatisch Reaktanz. Hinter Abwehr können auch Schmerzen, Angst, Scham, Kälte, Überforderung, Missverständnisse, Hörprobleme, eine ungünstige Tagesform oder eine depressive Stimmung stehen. Auch Hunger, Durst, Müdigkeit, eine ungewohnte Pflegeperson oder eine zu laute Umgebung können eine Rolle spielen.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div style="background:#dff3ff; border-left:6px solid #5aa9d6; padding:18px 20px; margin:20px 0; border-radius:8px; font-size:18px; line-height:1.6; color:#1f2d3d;">
  <p style="margin:0 0 12px 0;">
    Reaktanz ist deshalb nicht vorschnell eine Erklärung, sondern eher ein Hinweis: Die Person erlebt gerade etwas als zu viel, zu nah, zu schnell oder zu fremdbestimmt.
  </p>
  <p style="margin:0;">
    Für Pflegefachpersonen ist genau das entscheidend. Sie sollten Widerstand nicht vorschnell als „schwieriges Verhalten“ bewerten, sondern als Signal verstehen, dass die Situation anders gestaltet werden muss.
  </p>
</div>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Was Pflegefachpersonen besser nicht tun sollten</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wenn Reaktanz sichtbar wird, verschärft sich die Lage häufig durch gut gemeinte, aber ungünstige Reaktionen. Dazu gehören vor allem Drängen, Diskutieren, Korrigieren, mehrfaches Auffordern in kurzer Folge oder das Weitermachen gegen erkennbaren Widerstand.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Auch Sätze wie „Sie müssen jetzt“, „Stellen Sie sich nicht so an“ oder „Das haben wir doch eben erklärt“ erhöhen meist den Druck. Gleiches gilt, wenn Zeitnot sichtbar gemacht wird oder die betroffene Person vor anderen korrigiert wird.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Je deutlicher die Person das Gefühl bekommt, dass über sie hinweg entschieden wird, desto größer wird oft die Gegenreaktion.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was stattdessen sofort hilfreich sein kann</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In akuten Situationen ist nicht die perfekte Erklärung entscheidend, sondern ein ruhiger, klarer und entlastender Umgang.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Hilfreich ist zunächst, kurz innezuhalten. Nicht sofort weiterarbeiten. Abstand und Tempo prüfen. Blickkontakt suchen, ohne zu bedrängen. Die Situation mit einem einfachen Satz entschärfen. Und, wenn möglich, eine kleine Wahlmöglichkeit anbieten.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Zum Beispiel:<br>„Ich mache langsam.“<br>„Sie entscheiden mit.“<br>„Wir können kurz warten.“<br>„Möchten Sie erst das Gesicht oder erst die Hände waschen?“<br>„Ich sehe, dass Ihnen das gerade unangenehm ist.“</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Solche Sätze wirken nicht deshalb, weil sie besonders raffiniert sind. Sie wirken, weil sie (das Gefühl von) Kontrolle zurückgeben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erst Beziehung, dann Handlung</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine der wichtigsten pflegerischen Regeln im Umgang mit Reaktanz lautet: Erst Beziehung, dann Handlung.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das heißt konkret: nicht einfach anfangen, sondern erst ankommen. Mit Namen ansprechen. Sich bemerkbar machen. Die Situation knapp erklären. Nur einen Schritt auf einmal ankündigen. Den Menschen nicht sofort anfassen. Und auf Mimik, Körperspannung und Unruhe früh achten.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Viele eskalierende Situationen entstehen nicht, weil eine Maßnahme grundsätzlich unmöglich wäre, sondern weil der Einstieg misslingt. Pflege gelingt häufig besser, wenn sie angebahnt statt befohlen wird. Wie viele andere Dinge übrigens auch &#8211; nicht nur bei Menschen mit Demenz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/04/01/reaktanz-bei-menschen-mit-demenz-wenn-hilfe-als-druck-erlebt-wird/">Reaktanz bei Menschen mit Demenz: Wenn Hilfe als Druck erlebt wird</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Altersschwerhörigkeit: nicht nur ein Hörproblem</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/03/24/altersschwerhoerigkeit-nicht-nur-ein-hoerproblem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 21:10:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Altersschwerhörigkeit wird oft vor allem als Kommunikationsproblem wahrgenommen. Die aktuelle Forschung legt aber nahe, dass mehr dahinterstecken könnte: Eine 2026 veröffentlichte Studie stützt die Annahme, dass Altersschwerhörigkeit und kognitive Einbußen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/03/24/altersschwerhoerigkeit-nicht-nur-ein-hoerproblem/">Altersschwerhörigkeit: nicht nur ein Hörproblem</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Altersschwerhörigkeit wird oft vor allem als Kommunikationsproblem wahrgenommen. Die aktuelle Forschung legt aber nahe, dass mehr dahinterstecken könnte: Eine 2026 veröffentlichte Studie stützt die Annahme, dass Altersschwerhörigkeit und kognitive Einbußen biologisch im Gehirn miteinander verknüpft sein können. Die Forscher fanden Hinweise darauf, dass sich bei Presbyakusis nicht nur das Hören verschlechtert, sondern auch Hirnregionen verändert sind, die für Aufmerksamkeit, Gedächtnis und andere kognitive Leistungen wichtig sind.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wer schlechter hört, wirkt mitunter unaufmerksam, vergesslich oder desorientiert. Tatsächlich kann es aber sein, dass Gesprächsinhalte nicht sicher ankommen, Reize falsch eingeordnet werden oder die kognitive Belastung in Gesprächen stark zunimmt. Die Studie zeigt genau in diese Richtung: Je ausgeprägter die Hörprobleme waren, desto eher zeigten sich auch Zusammenhänge mit schlechteren Ergebnissen in kognitiven Tests.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hörbeeinträchtigungen früh erkennen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für die Praxis heißt das nicht, dass Schwerhörigkeit automatisch Demenz verursacht. Aber es heißt, dass Pflegefachpersonen Hörverluste ernst nehmen sollten. Wenn Bewohner oder Patienten sich zurückziehen, auffallend oft nachfragen, Inhalte missverstehen oder in Gesprächen rasch erschöpfen, sollte nicht nur an „Verwirrtheit“ gedacht werden, sondern auch an ein mögliches Hörproblem. Eine gute Hörumgebung, deutliches Sprechen, Blickkontakt, reduzierte Nebengeräusche und die Prüfung vorhandener Hörhilfen sind deshalb keine Kleinigkeiten, sondern wichtige pflegerische Maßnahmen.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Studie:<br><a href="https://www.eneuro.org/content/13/3/ENEURO.0294-25.2026">Wang X. et al. (2026): Functional-Structural Disruption in Presbycusis: Evidence from Multimodal MRI. eNeuro, 13(3), ENEURO.0294-25.2026.</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://www.aerzteblatt.de/news/warum-ein-horverlust-im-alter-zum-kognitiven-abbau-fuhren-kann-09dd5cf9-e595-41ec-a07b-683d2a76b814">Das Ärzteblatt berichtete hier. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/03/24/altersschwerhoerigkeit-nicht-nur-ein-hoerproblem/">Altersschwerhörigkeit: nicht nur ein Hörproblem</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Warum Demenzschulungen mit einer ehrlichen Standortbestimmung beginnen sollten</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/03/23/warum-demenzschulungen-mit-einer-ehrlichen-standortbestimmung-beginnen-sollten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2026 08:40:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wer mit Menschen mit Demenz arbeitet, braucht nicht nur Wissen, sondern vor allem Handlungssicherheit im Alltag. Viele Pflegefachpersonen erleben jedoch, dass genau diese Sicherheit je nach Situation unterschiedlich ausgeprägt ist.&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/03/23/warum-demenzschulungen-mit-einer-ehrlichen-standortbestimmung-beginnen-sollten/">Warum Demenzschulungen mit einer ehrlichen Standortbestimmung beginnen sollten</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wer mit Menschen mit Demenz arbeitet, braucht nicht nur Wissen, sondern vor allem Handlungssicherheit im Alltag. Viele Pflegefachpersonen erleben jedoch, dass genau diese Sicherheit je nach Situation unterschiedlich ausgeprägt ist. Manches gelingt gut, anderes verunsichert immer wieder. Genau deshalb kann es sinnvoll sein, vor einer Schulung erst einmal den eigenen Standpunkt zu klären.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Fortbildungen helfen am meisten, wenn sie an den tatsächlichen Bedarf anknüpfen. Wer schon vorher weiß, wo Unsicherheiten liegen, kann Inhalte gezielter aufnehmen, eigene Fragen klarer formulieren und Schulungen besser für den Berufsalltag nutzen. Es geht also nicht darum, jemanden zu bewerten, sondern darum, Stärken und Lernfelder sichtbar zu machen. Und Schulungsteilnehmer dürfen berechtigt Fragen (vor-)formulieren und ihre Erwartungen erklären. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Selbstreflexion ist professionell</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Sich den eigenen Bedarf einzugestehen, ist kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil: Es ist eine Voraussetzung für professionelles Lernen. Wer ehrlich auf den eigenen Arbeitsalltag schaut, schafft die Grundlage dafür, dass Schulungen nicht nur interessant sind, sondern wirklich entlasten und Handlungssicherheit geben. Problematisch ist daran höchstens, wenn Führungskräfte oder Träger die Selbstreflexion zur Bewertung von Mitarbeitenden nutzen möchten. Das führt zu unehrlichen Aussagen und Bedarfsmeldungen. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Machen Sie jetzt Ihren persönlichen Selbstcheck</p>



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      <h2>Wie sicher fühle ich mich in der Demenzpflege?</h2>
      <p>Ein Selbstcheck zur ehrlichen Standortbestimmung</p>

      <div class="notice">
        Dieser Selbstcheck ist keine Prüfung und kein Leistungsnachweis. Er soll helfen, Unterschiede sichtbar zu machen:
        Was gelingt bereits sicher? In welchen Situationen besteht noch Unsicherheit oder konkreter Fortbildungsbedarf?
      </div>

      <p>Bitte kreuzen Sie nicht an, was fachlich wünschenswert wäre, sondern was Ihrem tatsächlichen Erleben im Alltag entspricht.</p>

      <div class="meta-row">
        <div>
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      </div>
    </div>

    <div class="scale-legend">
      <table>
        <tr>
          <th>Selbstreflexion Demenz</th>
          <th>1<br>trifft gar nicht zu</th>
          <th>2<br>trifft eher nicht zu</th>
          <th>3<br>teils-teils</th>
          <th>4<br>trifft eher zu</th>
          <th>5<br>trifft voll zu</th>
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      </table>
    </div>

    <div class="progress">
      <div class="progress-bar-outer">
        <div class="progress-bar-inner" id="sc-progress-bar"></div>
      </div>
      <div class="progress-text" id="sc-progress-text">0 von 20 Aussagen beantwortet</div>
    </div>

    <div class="questions-box" id="questions-container"></div>

    <div class="button-row">
      <button type="button" class="btn-primary" id="evaluate-btn">Auswertung anzeigen</button>
      <button type="button" class="btn-secondary" id="reset-btn">Alles zurücksetzen</button>
      <button type="button" class="btn-secondary" id="print-btn">Drucken / als PDF speichern</button>
    </div>

    <div class="result-box" id="result-box">
      <h3>Ihre Auswertung</h3>

      <div class="score-grid">
        <div class="score-card">
          <div class="small">Beantwortete Aussagen</div>
          <div class="big" id="answered-count">0 / 20</div>
        </div>
        <div class="score-card">
          <div class="small">Gesamtpunkte</div>
          <div class="big" id="total-score">0</div>
        </div>
        <div class="score-card">
          <div class="small">Grobe Gesamttendenz</div>
          <div class="big" id="average-score">0,0</div>
        </div>
      </div>

      <div class="result-text" id="result-text"></div>

      <p class="disclaimer">
        Die grobe Gesamttendenz fasst Ihre Selbsteinschätzung über alle Aussagen hinweg zusammen. Wichtiger als dieser Einzelwert sind die Aussagen, bei denen Sie niedrige Werte vergeben haben. Diese sind gelb markiert.
      </p>
    </div>
  </div>

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    (function () {
      const questions = [
        "Ich kann typische Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz im Alltag meist gut einordnen.",
        "Ich erkenne oft, ob hinter einem Verhalten eher Angst, Überforderung, Schmerzen oder Orientierungslosigkeit stehen könnten.",
        "Ich weiß, wie ich Menschen mit Demenz so ansprechen kann, dass sie sich eher verstanden als unter Druck gesetzt fühlen.",
        "Ich kann meist auch dann ruhig bleiben, wenn ein Mensch mit Demenz unruhig, laut oder abwehrend reagiert.",
        "Ich fühle mich sicher darin, pflegerische Handlungen nicht vorschnell durchzusetzen, wenn Widerstand entsteht.",
        "Ich weiß, wie ich bei Körperpflege, Anziehen oder Mobilisation vorgehen kann, damit möglichst wenig Abwehr entsteht.",
        "Ich merke meist rechtzeitig, wann eine Situation besser unterbrochen, beruhigt oder anders angegangen werden sollte.",
        "Ich kann auch unter Zeitdruck respektvoll und demenzsensibel handeln.",
        "Ich fühle mich sicher im Umgang mit Menschen mit Demenz, die immer wieder dieselben Fragen stellen.",
        "Ich komme auch dann gut zurecht, wenn ein Mensch mit Demenz ständig etwas einfordert oder nach etwas verlangt.",
        "Ich kann einschätzen, wann plötzliche Veränderungen auf ein akutes medizinisches Problem hindeuten könnten.",
        "Ich denke bei Unruhe oder Verhaltensveränderungen selbstverständlich auch an mögliche körperliche Ursachen wie Schmerzen, Infektion, Exsikkose oder Delir.",
        "Ich fühle mich sicher, wenn es um Essen, Trinken und mögliche Risiken in diesem Bereich geht.",
        "Ich erkenne oft, was einem Menschen mit Demenz Orientierung, Sicherheit oder Mitmachen erleichtert.",
        "Ich weiß, wie ich schwierige Situationen Angehörigen verständlich und professionell erklären kann.",
        "Ich fühle mich in Gesprächen mit belasteten, besorgten oder kritischen Angehörigen ausreichend sicher.",
        "Ich weiß, was ich bei schwierigen Situationen knapp, sachlich und fachlich sinnvoll dokumentieren sollte.",
        "Ich bemerke bei mir selbst rechtzeitig, wenn mich eine Situation in der Demenzpflege überfordert oder verunsichert.",
        "Ich weiß, wann ich Unterstützung, Rücksprache oder eine Fallbesprechung brauche, und erhalte diese Unterstützung in meinem Team oder durch Vorgesetzte auch tatsächlich.",
        "Ich kann gut benennen, in welchen Bereichen der Demenzpflege ich mir mehr Wissen oder mehr praktische Anleitung wünsche."
      ];

      const container = document.getElementById("questions-container");
      const progressBar = document.getElementById("sc-progress-bar");
      const progressText = document.getElementById("sc-progress-text");
      const evaluateBtn = document.getElementById("evaluate-btn");
      const resetBtn = document.getElementById("reset-btn");
      const printBtn = document.getElementById("print-btn");
      const resultBox = document.getElementById("result-box");
      const answeredCountEl = document.getElementById("answered-count");
      const totalScoreEl = document.getElementById("total-score");
      const averageScoreEl = document.getElementById("average-score");
      const resultTextEl = document.getElementById("result-text");

      function renderQuestions() {
        questions.forEach((question, index) => {
          const card = document.createElement("div");
          card.className = "question-card";

          const qText = document.createElement("div");
          qText.className = "question-text";
          qText.innerHTML = '<span class="question-number">' + (index + 1) + '.</span>' + question;

          const radioRow = document.createElement("div");
          radioRow.className = "radio-row";

          const labels = [
            "1<br>gar nicht",
            "2<br>eher nicht",
            "3<br>teils-teils",
            "4<br>eher zu",
            "5<br>voll zu"
          ];

          for (let value = 1; value <= 5; value++) {
            const label = document.createElement("label");
            label.className = "radio-option";
            label.innerHTML = '<input type="radio" name="q' + index + '" value="' + value + '"><span>' + labels[value - 1] + '</span>';

            label.addEventListener("click", function () {
              setTimeout(() => {
                updateSelectedStates(index);
                updateProgress();
              }, 0);
            });

            radioRow.appendChild(label);
          }

          card.appendChild(qText);
          card.appendChild(radioRow);
          container.appendChild(card);
        });
      }

      function updateSelectedStates(questionIndex) {
        const options = document.querySelectorAll('input[name="q' + questionIndex + '"]');

        options.forEach((radio) => {
          const label = radio.closest(".radio-option");
          label.classList.remove("selected", "selected-low");

          if (radio.checked) {
            if (radio.value === "1" || radio.value === "2") {
              label.classList.add("selected-low");
            } else {
              label.classList.add("selected");
            }
          }
        });
      }

      function getAnswers() {
        const values = [];
        for (let i = 0; i < questions.length; i++) {
          const checked = document.querySelector('input[name="q' + i + '"]:checked');
          values.push(checked ? parseInt(checked.value, 10) : null);
        }
        return values;
      }

      function updateProgress() {
        const answers = getAnswers();
        const answered = answers.filter(v => v !== null).length;
        const percent = (answered / questions.length) * 100;

        progressBar.style.width = percent + "%";
        progressText.textContent = answered + " von " + questions.length + " Aussagen beantwortet";
      }

      function getResultText(avg, answered) {
        if (answered < questions.length) {
          return "<p>Bitte beantworten Sie möglichst alle Aussagen, damit die Einordnung aussagekräftiger wird.</p>";
        }

        if (avg >= 4.2) {
          return "<p>Ihre Selbsteinschätzung spricht insgesamt für eine hohe Sicherheit in vielen Bereichen der Demenzpflege. Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, einzelne Themen gezielt zu vertiefen, um Handlungssicherheit weiter auszubauen.</p>";
        }

        if (avg >= 3.2) {
          return "<p>Ihre Angaben zeigen ein gemischtes Bild: In einigen Bereichen besteht bereits Sicherheit, in anderen zeigt sich noch Unterstützungs- oder Vertiefungsbedarf. Achten Sie besonders auf die gelb markierten Antworten.</p>";
        }

        return "<p>Ihre Selbsteinschätzung deutet darauf hin, dass in mehreren Bereichen noch deutliche Unsicherheiten bestehen. Das ist keine Schwäche, sondern ein wichtiger Hinweis darauf, wo Fortbildung, Reflexion und praktische Anleitung im Alltag entlasten können. Achten Sie besonders auf die gelb markierten Antworten.</p>";
      }

      evaluateBtn.addEventListener("click", function () {
        const answers = getAnswers();
        const answered = answers.filter(v => v !== null).length;
        const total = answers.reduce((sum, value) => sum + (value || 0), 0);
        const average = answered ? (total / answered) : 0;

        answeredCountEl.textContent = answered + " / " + questions.length;
        totalScoreEl.textContent = total;
        averageScoreEl.textContent = average.toFixed(1).replace(".", ",");
        resultTextEl.innerHTML = getResultText(average, answered);

        resultBox.style.display = "block";
        resultBox.scrollIntoView({ behavior: "smooth", block: "start" });
      });

      resetBtn.addEventListener("click", function () {
        const radios = document.querySelectorAll('#demenz-selbstcheck-app input[type="radio"]');
        radios.forEach(radio => {
          radio.checked = false;
        });

        const selectedLabels = document.querySelectorAll("#demenz-selbstcheck-app .radio-option");
        selectedLabels.forEach(label => label.classList.remove("selected", "selected-low"));

        document.getElementById("sc-name").value = "";
        document.getElementById("sc-date").value = "";

        resultBox.style.display = "none";
        answeredCountEl.textContent = "0 / 20";
        totalScoreEl.textContent = "0";
        averageScoreEl.textContent = "0,0";
        resultTextEl.innerHTML = "";

        updateProgress();
        window.scrollTo({ top: 0, behavior: "smooth" });
      });

      printBtn.addEventListener("click", function () {
        window.print();
      });

      renderQuestions();
      updateProgress();
    })();
  </script>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Worum es bei guten Schulungen gehen sollte</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gute Demenzschulungen dürfen nicht am Alltag vorbeigehen. Sie sollten dort ansetzen, wo Pflegefachpersonen tatsächlich Unterstützung brauchen: bei Kommunikation, Beobachtung, Umgang mit belastenden Situationen, Zusammenarbeit im Team, Dokumentation und dem besseren Verständnis für die Lebenswelt von Menschen mit Demenz.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bevor Schulungen wirken können, braucht es oft erst einen ehrlichen Blick auf den eigenen Standpunkt. Eine solche Standortbestimmung hilft, den persönlichen Bedarf klarer zu erkennen und Fortbildungen gezielter zu nutzen. Genau darin liegt ihr Wert: nicht als Test, sondern als praktische Hilfe für den Berufsalltag.</p>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/03/SelbstcheckDemenzdik-1.pdf">Selbstcheck als pdf-Datei.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/03/23/warum-demenzschulungen-mit-einer-ehrlichen-standortbestimmung-beginnen-sollten/">Warum Demenzschulungen mit einer ehrlichen Standortbestimmung beginnen sollten</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Warum Sie Krankenhauseinweisungen bei Demenz gut abwägen sollten</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/03/14/warum-sie-krankenhauseinweisungen-abwaegen/</link>
					<comments>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/03/14/warum-sie-krankenhauseinweisungen-abwaegen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2026 11:49:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[Advance Care Planning]]></category>
		<category><![CDATA[Akutkrankenhaus]]></category>
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		<category><![CDATA[Bevollmächtigte]]></category>
		<category><![CDATA[delir]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Krankenhausaufenthalt kann für Menschen mit Demenz medizinisch notwendig sein. Gleichzeitig ist er oft mit erheblichen Risiken verbunden. Genau das macht die Entscheidung so schwierig. Denn das Akutkrankenhaus ist vor&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/03/14/warum-sie-krankenhauseinweisungen-abwaegen/">Warum Sie Krankenhauseinweisungen bei Demenz gut abwägen sollten</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein Krankenhausaufenthalt kann für Menschen mit Demenz medizinisch notwendig sein. Gleichzeitig ist er oft mit erheblichen Risiken verbunden. Genau das macht die Entscheidung so schwierig. Denn das Akutkrankenhaus ist vor allem für Diagnostik, Überwachung, Eingriffe und schnelle Abläufe gebaut – nicht für Orientierung, Beziehungskontinuität und langsame alltagsnahe Stabilisierung.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für Menschen mit Demenz beginnt die Belastung oft schon mit dem Ortswechsel. Vertraute Personen, Routinen und Orientierungspunkte fallen plötzlich weg. Was für andere nur eine Verlegung ist, kann bei Demenz massiven Stress auslösen: Angst, Unruhe, Abwehr,<a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/05/die-pflege-von-menschen-mit-demenz-ist-auch-nachts-eine-herausforderung/"> Schlafstörungen</a>, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/18/mangel-und-unterernaehrung-bei-menschen-mit-demenz-ursachen-folgen-und-massnahmen/">Nahrungs- und Trinkprobleme</a> oder Rückzug, um nur einige zu nennen. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Hinzu <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/08/19/delir-im-krankenhaus-warum-menschen-mit-demenz-besonders-gefaehrdet-sind/">kommt das hohe Delirrisiko</a>. Eine Demenz ist ein unabhängiger <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/10/s3-leitlinie-delir-im-hoeheren-lebensalter-was-ist-neu/">Prädikator für ein erhöhtes Delirrisiko</a>. Schmerzen, Infekte, Schlafmangel, Exsikkose, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/28/gegeben-aber-nicht-genommen-der-stille-medikationsfehler/">Medikamente</a> und die ungewohnte Umgebung können rasch zu einer akuten Verschlechterung von Aufmerksamkeit, Denken und Verhalten führen. Auch Stürze, Funktionsverlust und <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/11/verhalten-verstehen-und-handhaben/">weitere Komplikationen</a> werden wahrscheinlicher. Viele Betroffene kommen deshalb in den Augen von Angehörigen oder den Kolleginnen und Kollegen der ambulanten Versorgung schlechter zurück, als sie eingewiesen wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum man Probleme nicht einfach an die Klinik abgeben kann</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Es ist zu einfach, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/17/unsichtbarer-mehraufwand-demenz-ist-im-krankenhaus-auch-ein-steuerungsproblem/">schwierige Situationen einfach an das Krankenhaus weiterzureichen</a> und zu erwarten, dass dort alles gelöst wird. Kliniken können akute medizinische Probleme behandeln. Sie können aber fehlende Vorausplanung, unklare Behandlungsziele, ungeklärte Zuständigkeiten oder uneinige Angehörige nicht einfach ersetzen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gerade bei Demenz prallen hier oft zwei Logiken aufeinander: Akutmedizin auf der einen Seite, demenzgerechte Versorgung auf der anderen. Was medizinisch machbar ist, ist nicht automatisch sinnvoll, verhältnismäßig oder lebensqualitätsfördernd.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vor der Einweisung muss die eigentliche Frage klar sein</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nicht jede Krise ist automatisch eine Klinikkrise. Gerade bei fortgeschrittener Demenz braucht es eine bewusste Abwägung von Nutzen, Belastung und realistischer Zielsetzung – nicht nur eine schnelle Reaktion auf Unsicherheit oder Druck. Mehr dazu in diesem kurzen Film. </p>



<figure class="wp-block-video"><video height="720" style="aspect-ratio: 1280 / 720;" width="1280" controls src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/03/KHvermeidenFinal.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=y3d7IfwZuEM">Das Video finden Sie auch auf Youtube. </a></figcaption></figure>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Pflegefachpersonen spielen in dieser Abwägung eine wichtige Rolle. Sie beobachten Veränderungen oft zuerst, schätzen Risiken mit ein, bringen Alternativen vor Ort ins Gespräch und helfen, Entscheidungen fachlich nachvollziehbar zu machen. Leitfragen können dabei helfen, in Akutsituationen strukturierter zu prüfen, statt reflexhaft einzuweisen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Am Ende geht es nicht darum, jede Einweisung zu verhindern. Es geht darum, unnötige und belastende Einweisungsautomatismen zu vermeiden – und nur dann einzuweisen, wenn ein klares, realistisches und patientenzentriertes Ziel dahintersteht. Das ist meiner Erfahrung nach leider durchaus nicht immer der Fall. </p>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/03/14/warum-sie-krankenhauseinweisungen-abwaegen/">Warum Sie Krankenhauseinweisungen bei Demenz gut abwägen sollten</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<item>
		<title>Empathisch leiden lassen: Warum Menschen mit Demenz mehr brauchen als Verständnis</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/03/11/empathisch-leiden-lassen-warum-menschen-mit-demenz-mehr-brauchen-als-verstaendnis/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 07:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[Abwehr bei der Pflege]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer mit Menschen mit Demenz arbeitet oder lebt, hört heute oft Sätze wie diese: Man müsse mehr mitfühlen. Man müsse verstehen, dass Verhalten Ausdruck von Not ist. Man brauche die&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/03/11/empathisch-leiden-lassen-warum-menschen-mit-demenz-mehr-brauchen-als-verstaendnis/">Empathisch leiden lassen: Warum Menschen mit Demenz mehr brauchen als Verständnis</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wer mit Menschen mit Demenz arbeitet oder lebt, hört heute oft Sätze wie diese: Man müsse mehr mitfühlen. Man müsse verstehen, dass Verhalten Ausdruck von Not ist. Man brauche die richtige Haltung. Das alles stimmt. Und doch beginnt genau hier auch ein Problem, das mir immer wieder begegnet: Empathie allein lindert noch kein Leid.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein Mensch mit Demenz hat nicht weniger Schmerzen, nur weil wir ihm freundlich begegnen. Er ist nicht weniger verängstigt, nur weil wir verständnisvoll nicken. Er schläft nicht besser, weil wir sein nächtliches Rufen „einordnen“ können. Und eine Verstopfung, ein Harnwegsinfekt, Hunger, Durst, Reizüberflutung oder ein beginnendes Delir verschwinden nicht durch Zuwendung allein.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das klingt härter, als es gemeint ist. Aber genau dieser Punkt wird im Alltag oft zu weich formuliert. Haltung ist wichtig. Sehr wichtig sogar. Nur: Haltung ohne Analyse bleibt oft unzureichend. Und Unzulänglichkeit bedeutet für Betroffene nicht Neutralität, sondern häufig anhaltendes Leid.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verstehen ist nicht dasselbe wie helfen ist nicht dasselbe wie pflegerisches Handeln</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Es ist zweifellos ein Fortschritt, dass in Schulungen heute weniger über „schwierige Bewohner“ und mehr über Bedürfnisse, Biografie, Würde und Beziehung gesprochen wird. Das war notwendig. Pflege hat lange genug unter einem Denken gelitten, das Verhalten vor allem kontrollieren wollte.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nur ist die &#8222;Gegenbewegung&#8220; manchmal genauso verkürzt. Dann klingt es so, als genüge es schon, Verhalten anders zu bewerten: nicht als Störung, sondern als Ausdruck. Nicht als Angriff, sondern als Botschaft. Nicht als Widerstand, sondern als Not.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Genau an diesem Punkt wird es heikel. Denn mitunter entsteht der Eindruck, als könne Haltung fachliche Kompetenz ersetzen. Als reiche es aus, empathisch zu sein, um dem Menschen gerecht zu werden. Das tut es nicht.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wer zwar anerkennt, dass ein Verhalten einen Grund hat, diesen Grund aber nicht systematisch prüft, ändert für den betroffenen Menschen oft zu wenig. Dann wird aus einem an sich richtigen Gedanken schnell eine beruhigende Erzählung für Helfende: „Wir haben verstanden, warum er so ist.“ Für die betroffene Person kann das trotzdem heißen: Der Schmerz bleibt. Die Überforderung bleibt. Die Angst bleibt. Die Auslöser bleiben. Und mit ihnen das Leid.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Haltung und Empathie gehören fachlich dazu – aber sie sind nicht alles</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Empathie kann verhindern, dass wir Menschen moralisch abwerten. Sie ersetzt aber keine pflegerische Kompetenz. Jeder Laie kann mitfühlen. Das ist menschlich und wertvoll. Pflegefachpersonen müssen jedoch mehr leisten. Sie müssen beobachten, ohne sich vom ersten Eindruck täuschen zu lassen. Sie müssen Veränderungen wahrnehmen, Hypothesen bilden, Ursachen prüfen und gezielt handeln.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gerade dort, wo Demenz vermittelt, geschult oder konzeptionell begleitet wird, reicht es nicht, nur Haltung zu predigen. Wer professionell Verantwortung trägt, muss mehr vermitteln als Zugewandtheit. Es geht auch um Schmerzerkennung, Delir, Überforderung, Kommunikation, Umgebung, Auslöser, Verlauf und ganz konkrete Maßnahmen. Es ist teilweise erstaunlich, wer heute alles glaubt Pflegefachpersonen schulen zu können. Führungskräfte scheinen auch immer wieder vor lauter „Haltung“ zu vergessen, dass &#8222;Nettsein&#8220; nicht Aufgabe der Pflege ist. Vor diesem Hintergrund sind die &#8222;Pflege mit Herz&#8220;-Stelleanzeigen und ein &#8222;Wir-haben-alte-Menschen-doch-so-lieb&#8220;-Bild auf SocialMedia durchaus manchmal vielsagend. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Herausforderndes Verhalten ist ein Hinweis. Manchmal ein leiser, manchmal ein massiver</h2>



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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Unruhe kann auf Schmerzen hinweisen. Aggression kann Ausdruck von Angst sein. Abwehr bei der Körperpflege kann bedeuten, dass jemand friert, sich schämt, die Handlung nicht versteht oder eine Bewegung weh tut. Rückzug kann Überforderung sein – oder Depression. Nächtliches Rufen kann Einsamkeit bedeuten, aber auch Desorientierung, Durst, Schmerzen oder einen gestörten Tag-Nacht-Rhythmus. Ständiges Aufstehen kann Bewegungsdrang sein, aber ebenso Harndrang, innere Unruhe oder das Bedürfnis, „nach Hause“ zu müssen.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<div style="background:#ffffff; border-left:6px solid #7a5aa6; padding:28px 32px; margin:32px 0; border-radius:10px; box-shadow:0 2px 8px rgba(0,0,0,0.04);">
  <p style="margin:0; font-size:1.65rem; line-height:1.7; color:#222222; font-weight:500;">
    Wer hier nur mitfühlt, aber nicht prüft, bleibt an der Oberfläche. Das kann freundlich aussehen und kurzfristig sogar beruhigend wirken – und dennoch unzureichend sein.
  </p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gerade darin liegt die fachliche Herausforderung: Das sichtbare Verhalten sagt noch nicht, was die Ursache ist. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mit anderen Worten: Wer Verhaltenssymptome nur als „demenztypisch“ hinnimmt oder nur beziehungsorientiert beantwortet, riskiert, behandelbare Ursachen zu übersehen. Das ist nicht nur ein fachliches Defizit. Es ist für den betroffenen Menschen eine reale Belastung. Wichtige und in der Praxis tragfähige und umsetzbare Strategien und Vorgehensweisen zu etablieren hat daher die größere Bedeutung, als &#8222;Freundlichkeit&#8220; zu trainieren. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Empathie ist unverzichtbar. Aber sie ist kein Ersatz für Analyse</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wer Menschen mit Demenz wirklich helfen will, darf sich nicht damit zufriedengeben, Verhalten freundlich zu betrachten. Er muss nach Ursachen suchen, Auslöser erkennen, körperliche Belastungen mitdenken, Situationen verändern und die Wirkung seines Handelns prüfen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mitgefühl ohne Fachlichkeit kann gut gemeint sein. Für Betroffene bleibt es trotzdem oft unzureichend. Oder zugespitzt gesagt: Nett sein nimmt keinem Menschen mit Demenz den Schmerz durch Harnverhalt. Fachlich gutes Handeln am Ende schon. Denken Sie immer daran: Haltung darf nicht gegen Analyse ausgespielt werden &#8211; und sie auch nicht überstimmen oder gar dazu führen, dass sie für Pflegeprofis obsolet wird. </p>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/03/11/empathisch-leiden-lassen-warum-menschen-mit-demenz-mehr-brauchen-als-verstaendnis/">Empathisch leiden lassen: Warum Menschen mit Demenz mehr brauchen als Verständnis</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Gegeben, aber nicht genommen: der stille Medikationsfehler</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/28/gegeben-aber-nicht-genommen-der-stille-medikationsfehler/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Feb 2026 11:19:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[Adhärenz]]></category>
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		<category><![CDATA[Schluckstörung]]></category>
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		<category><![CDATA[Tablette im Mund]]></category>
		<category><![CDATA[Übergabe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Szenario kennen viele Kolleginnen und Kollegen in der Pflege: beim abendlichen Zu-Bett-Bringen findet man eine Tablette in der Kleidung, im Bett oder auf dem Boden. Oft angelutscht oder angekaut.&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/28/gegeben-aber-nicht-genommen-der-stille-medikationsfehler/">Gegeben, aber nicht genommen: der stille Medikationsfehler</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das Szenario kennen viele Kolleginnen und Kollegen in der Pflege: beim abendlichen Zu-Bett-Bringen findet man eine Tablette in der Kleidung, im Bett oder auf dem Boden. Oft angelutscht oder angekaut.  Nicht selten ist die Reaktion ein Achselzucken. Ab in den Müll damit – und weiter im Dienst. Manchmal sind Tablettenfunde derart normalisiert, dass die Information noch nicht einmal innerhalb von Teams weitergegeben wird. Keine Übergabe, keine Dokumentation, keine Rückmeldung an behandelne Ärzte. Und das ist ein Fehler. Denn der Fund ist nicht „nur“ eine unangenehme Kleinigkeit, sondern ein Medikationsereignis. Und wenn es nicht als solches behandelt wird, bleiben Risiken unsichtbar, wiederholen sich – und können medizinisch, organisatorisch und rechtlich relevant werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Sie Tablettenfunde nicht bagatellisieren sollten</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine Tablette, die später aufgefunden wird, bedeutet zunächst: die tatsächliche Einnahme ist unsicher. Damit wird aus „Medikament gegeben“ möglicherweise „Medikament nicht eingenommen“. Das kann unterschiedliche Folgen haben – je nach Wirkstoff und Situation. Denkbar sind </p>



<ul class="wp-block-list has-medium-font-size">
<li>Unterdosierung und Therapieversagen (z.B. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/16/schmerzmanagement-im-alter-neu-sortiert-was-die-neue-s3-leitlinie-geripain-bringt/">Schmerzen</a>, Blutdruckentgleisung, zunehmende Unruhe etc.)</li>



<li>Doppelgabengefahr, wenn „vorschnell nachgegeben“ wird</li>



<li>Aspiration oder Schleimhautreizungen, wenn Tabletten im Mund immer wieder angelöst werden</li>



<li>Wiederholungsrisiko: Wenn niemand informiert wird, bleibt das Muster bestehen und wird zum Dauerproblem &#8211; noch dazu zu einem, von dem es keine offizielle Kenntnis gibt</li>



<li>Überdosierungen: die beabsichtigte Wirkung kann nicht eintreten &#8211; der behandelnde Arzt erhöht in der Folge die Dosis. </li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Was in der Praxis immer wieder falsch läuft</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Zum Teil erlebe ich einen sehr laxen Umgang mit der Thematik. Das bei Frau X oder Herrn Y immer wieder (!) nicht eingenommene Tabletten in Essensresten, im Müll, eingewickelt in Servietten oder zufällig beim Bettenmachen findet, sei &#8222;ganz normal&#8220;, sagte man mir. Eine Pflegeassistentin in <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/10/11/warum-kommen-menschen-mit-demenz-ins-pflegeheim-und-wann-ist-der-richtige-zeitpunkt/">einem Pflegeheim</a> erklärte mir nebenbei, dass sie &#8222;gar nicht mehr Bescheid&#8220; sage, weil sowieso niemand darauf reagiere. Funde werden kommentarlos entsorgt, nicht als Medikationsereignis behandelt. </p>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wie mit Tablettenfunden umgegangen werden sollte, sehen Sie hier im Film.</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/02/TablettengenommenFinal-1.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption"><a href="https://youtu.be/nzvEC9WsSPI">Dieses Video können Sie auch auf Youtube sehen und teilen.</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">2 Fehler, die gefährlich werden</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Fehler 1: Der Fund wird „entsorgt“ statt als Medikationsereignis behandelt. Genau hier entstehen Folgeschäden: Beim nächsten Dienst weiß niemand, dass Kontrolle nötig ist, dass die Person Tabletten „bunkert“ oder weglegt, oder dass eine Anpassung der Darreichungsform sinnvoll wäre.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Fehler 2: Keine Übergabe, keine Dokumentation, keine Rückkopplung. Ohne Dokumentation wird aus einem echten Risiko ein unsichtbares Risiko. Und ohne Übergabe bleibt die nächste Pflegefachperson blind. Das ist der Grund, warum manche Bewohner oder Patienten über Tage oder Wochen „angeblich alles bekommen“ – und trotzdem instabil bleiben oder werden, je nach dem.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Der Vorgang an sich, dass ein Mensch mit Demenz Medikamente &#8222;bunkert&#8220;, wieder herausnimmt, irgendwo liegen lässt oder einfach ablehnt, ist an sich nicht völlig ungewöhnlich. Die pflegefachliche Reaktion darf aber deshalb nicht in einem &#8222;ist doch egal&#8220; bestehen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Sie als Pflegefachpersonen tun sollten</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Funde werden konsequent als Medikationsereignis eingeordnet.</li>



<li class="has-medium-font-size">Es wird versucht, zu identifizieren was genau gefunden wurde und wann der eigentliche Einnahmezeitpunkt hätte sein sollen.</li>



<li class="has-medium-font-size">Vorschnelles Handeln ohne Klärung und Absprachen wird unterbunden &#8211; es wird nicht automatisch „nachgeben“ solange etwas unklar ist.</li>



<li class="has-medium-font-size">Rückmeldung an den behandelnden Arzt / Ärztin nach Risiko und Kontext.</li>



<li class="has-medium-font-size">Saubere Dokumentation und Übergabe.</li>



<li class="has-medium-font-size">Ggfs. Darreichungsform überprüfen und Alternativen besprechen.</li>



<li class="has-medium-font-size">Muster prüfen: wann kommt das vor? Kontext? Äußerungen? Wie ist der Vorgang?</li>



<li class="has-medium-font-size">Grenzen einhalten: keine &#8222;kreativen Eigenlösungen&#8220; &#8211; z.B. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=e8cmR3XHqd4">der verdeckten Medikamentengabe</a> bei Ablehnung.</li>



<li class="has-medium-font-size">Erforderlichenfalls Einnahmekontrolle sicherstellen.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine gefundene Tablette ist kein „kleiner Zwischenfall“, sondern ein Warnsignal: Die Einnahme war unsicher – und damit auch die Wirkung der Therapie. Entscheidend ist nicht, ob die Tablette im Müll landet, sondern ob das Ereignis im Team ankommt: mit kurzer Dokumentation, klarer Übergabe und einem Plan für die nächste Gabe (beobachtete Einnahme, Cheeking-Risiko, Darreichungsform prüfen). So wird aus einem achselzuckenden Moment ein professioneller Sicherheitsstandard – zum Schutz der betroffenen Person und zur Entlastung des Teams.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Quellen und weitere Infos:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">ZQP: Sicherheit bei der Medikation (Grundlagen, Risikopunkte, Hilfsmittel): <a href="https://www.zqp.de/thema/medikation/?utm_source=chatgpt.com">https://www.zqp.de/thema/medikation/</a></li>



<li class="has-medium-font-size">ZQP: Medikationsfehler bei pflegebedürftigen Menschen vermeiden (Presse/Infos): <a href="https://www.zqp.de/presse/medikationsfehler-vermeiden/?utm_source=chatgpt.com">https://www.zqp.de/presse/medikationsfehler-vermeiden/</a></li>



<li class="has-medium-font-size">Smith et al. (2017): Medication non-adherence in persons with dementia or cognitive impairment (systematische Übersichtsarbeit, PLOS ONE): <a href="https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371%2Fjournal.pone.0170651&amp;utm_source=chatgpt.com">https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0170651</a></li>



<li class="has-medium-font-size">§ 1832 BGB Ärztliche Zwangsmaßnahmen (amtlicher Text): <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1832.html?utm_source=chatgpt.com">https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1832.html</a></li>



<li class="has-medium-font-size">Wegweiser Demenz: Betreuungsrecht – ärztliche Zwangsmaßnahmen (Einordnung): <a href="https://www.wegweiser-demenz.de/wwd/rechtliches/rechte-und-pflichten/betreuungsrecht-aerztliche-zwangsmassnahmen?utm_source=chatgpt.com">https://www.wegweiser-demenz.de/wwd/rechtliches/rechte-und-pflichten/betreuungsrecht-aerztliche-zwangsmassnahmen</a></li>



<li class="has-medium-font-size">Fachartikel (Nursing/Medikation bei Demenz): <a href="https://www.magonlinelibrary.com/doi/pdf/10.12968/nrec.2008.10.1.27955?download=true&amp;utm_source=chatgpt.com">https://www.magonlinelibrary.com/doi/pdf/10.12968/nrec.2008.10.1.27955?download=true</a></li>



<li class="has-medium-font-size">Studie zu Praxis und Risiken beim Zerkleinern von Medikamenten (Open Access, PMC): <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12877580/?utm_source=chatgpt.com">https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12877580/</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/28/gegeben-aber-nicht-genommen-der-stille-medikationsfehler/">Gegeben, aber nicht genommen: der stille Medikationsfehler</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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