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	<title>screening Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>KI-Sprachanalyse kann Hinweise geben – ersetzt aber keine Demenzdiagnostik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 05:09:09 +0000</pubDate>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine neue Studie in JAMA Neurology untersucht, ob künstliche Intelligenz aus kurzen Mitschnitten normaler Gespräche zwischen Patienten und Hausärzten Hinweise auf kognitive Beeinträchtigungen erkennen kann. Ausgewertet wurden Audioaufnahmen von 966 englischsprachigen Menschen ab 55 Jahren, bei denen bislang keine Demenz oder leichte kognitive Beeinträchtigung dokumentiert war. Als Vergleich diente der Montreal Cognitive Assessment, kurz MoCA.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wichtig: Es geht um Screening, nicht um Diagnose</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das Ergebnis klingt zunächst interessant: Das beste Modell erreichte in der externen Validierungsgruppe eine Sensitivität von 68,2 Prozent und eine Spezifität von 63,6 Prozent. Der positive Vorhersagewert lag jedoch nur bei 30,4 Prozent. Praktisch bedeutet das: Viele auffällige KI-Hinweise wären falsch positiv. Anders gesagt: Von den Personen, die das System als auffällig markiert, hätte ein großer Teil nach dem Studienkriterium keine kognitive Beeinträchtigung.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für die Praxis heißt das: Solche Verfahren könnten künftig helfen, in der Hausarztpraxis frühzeitig genauer hinzuschauen. Sie ersetzen aber keinen diagnostischen Standard. Eine Demenzdiagnose bleibt eine fachliche Gesamteinschätzung mit Anamnese, Fremdanamnese, kognitiver Testung, Alltagsbezug, Ausschluss anderer Ursachen und gegebenenfalls weiterführender fachärztlicher Diagnostik. Die Studie zeigt also nicht: „KI erkennt Demenz.“ Sie zeigt: Sprach- und Stimmmerkmale könnten ein zusätzlicher Hinweisgeber sein – mehr nicht.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="Quelle: Joseph T. Colonel, Jacqueline Becker, Lili Chan et al.: Acoustic Analysis of Primary Care Patient–Clinician Conversations to Screen for Cognitive Impairment. JAMA Neurology. Online veröffentlicht am 15. Juni 2026. doi: 10.1001/jamaneurol.2026.1868.">Quelle: Joseph T. Colonel, Jacqueline Becker, Lili Chan et al.: Acoustic Analysis of Primary Care Patient–Clinician Conversations to Screen for Cognitive Impairment. JAMA Neurology. Online veröffentlicht am 15. Juni 2026. doi: 10.1001/jamaneurol.2026.1868.</a></p>
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		<title>Handschrift als Hinweis auf kognitive Veränderungen?</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/05/26/handschrift-als-hinweis-auf-kognitive-veraenderungen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 18:29:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine neue Studie aus Portugal deutet darauf hin, dass sich kognitive Beeinträchtigungen auch in der Art zeigen können, wie Menschen schreiben. Gemeint ist dabei nicht einfach eine „schöne“ oder „unordentliche“&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/05/26/handschrift-als-hinweis-auf-kognitive-veraenderungen/">Handschrift als Hinweis auf kognitive Veränderungen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine neue Studie aus Portugal deutet darauf hin, dass sich kognitive Beeinträchtigungen auch in der Art zeigen können, wie Menschen schreiben. Gemeint ist dabei nicht einfach eine „schöne“ oder „unordentliche“ Handschrift. Entscheidend waren in der Untersuchung vor allem messbare Merkmale des Schreibvorgangs: Wie lange dauert es bis zum ersten Strich? Wie flüssig wird geschrieben? Wie oft wird der Stift neu angesetzt? Wie lange dauert die Schreibbewegung insgesamt?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Auffällig in der Untersuchung: einfache Aufgaben wie Linienziehen oder Punkte setzen unterschieden die Gruppen kaum. Deutlicher wurden die Unterschiede erst bei anspruchsvolleren Schreibaufgaben, insbesondere beim Schreiben nach Diktat. Dabei müssen Zuhören, Sprachverarbeitung, Arbeitsgedächtnis und feinmotorische Steuerung gleichzeitig zusammenspielen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Hinweis, keine Diagnose</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Forschenden sehen in der digitalen Handschriftanalyse deshalb eine mögliche Ergänzung für frühe Hinweise auf kognitive Veränderungen. Sie betonen aber auch die Grenzen: Die Studie war klein, die Ergebnisse sind nicht ohne Weiteres auf alle älteren Menschen übertragbar, und Einflüsse durch Medikamente wurden nicht systematisch berücksichtigt. Eine veränderte Handschrift ersetzt also keine Diagnostik. Sie kann allenfalls ein Baustein sein, der in Zukunft bei Screening und Verlaufskontrolle helfen könnte. Für die Praxis ist die Einordnung wichtig: eine zittrige, langsamere oder veränderte Handschrift ist bei älteren Menschen nicht automatisch ein Demenzzeichen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.frontiersin.org/journals/human-neuroscience/articles/10.3389/fnhum.2026.1820193/full">Frontiers in Human Neuroscience: Digital handwriting analysis for cognitive impairment detection in older adults</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Delirmanagement im Krankenhaus – über den Tellerrand hinaus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jun 2023 06:56:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hirnorganisches Psychosyndrom (HOPS), Durchgangssyndrom, akuter Verwirrtheitszustand, postoperative kognitive Dysfunktion – all das sind veraltete Bezeichnungen für einen besonderen Zustand: das Delir. Die heutige Buchvorstellung dreht sich darum, genauer gesagt, um&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/06/14/delirmanagement-im-krankenhaus-ueber-den-tellerrand-hinaus/">Delirmanagement im Krankenhaus – über den Tellerrand hinaus</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Hirnorganisches Psychosyndrom (HOPS), Durchgangssyndrom, akuter Verwirrtheitszustand, postoperative kognitive Dysfunktion – all das sind veraltete Bezeichnungen für einen besonderen Zustand: <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/09/01/aus-der-spur-geraten-patient-mit-demenz-und-delir/">das Delir</a>. Die heutige Buchvorstellung dreht sich darum, genauer gesagt, um das Delirmanagement im Krankenhaus.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Risiken und Prävention</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Delir ist ein Notfall, denn sowohl Ursachen als auch Folgen sind potentiell tödlich. Menschen mit Demenz haben ein besonders hohes Risiko, ein Delir zu erleiden. Die Folgen können u.a. starke und vor allen Dingen anhaltende Verschlechterungen der kognitiven Leistungsfähigkeit sein. <a href="https://amzn.to/3NrWHR0">Das Buch von Thomas Duning, Christopher Göpel, Janina Santos Cid und weiteren Autor*innen</a>* ist bei <a href="https://schluetersche.de/">schlütersche</a> erschienen (2021), umfasst 248 Seiten, unterteilt in 10 Hauptkapitel.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Buchaufbau</strong> (verk. Angabe; ohne Unterkapitel)</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Relevanz des Themas</li>



<li>Kognitive Störungen und Demenzerkrankungen</li>



<li>Multiprofessionelles Delirmanagement</li>



<li>Pharmakotherapie</li>



<li>Konzept d. Universitätsklinikums Münster</li>



<li>Personenzentrierte Grundhaltung im Umgang mit Demenz und Delir im Krankenhaus</li>



<li>Konzept der Angehörigenberatung</li>



<li>Der Besuchsdienst als Delirprävention</li>



<li>Sozioökonomische Relevanz</li>



<li>Blick in die Zukunft</li>
</ul>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">

</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Demenz und Delir</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einführung via Definition und Erklärungen zum Thema Demenz und deliranten Zuständen beinhaltet auch die Beschreibung (und Konsequenz) aus der Diagnostik. Die notwendigen Schritte und Interpretation der Befunde werden gut beschrieben und anschaulich mit Grafiken und Tabellen unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab Seite 66 werden die spezifisch notwendigen Maßnahmen im Krankenhaus zur Begleitung von delirgefährdeten Patienten beschrieben. Richtigerweise wird auf die bezugschaffende Maßnahmen und personelle Kontinuität sowie Aktivierung und Orientierung wert gelegt, ebenso wie auf die Erfassung patientenindividueller Bedürfnisse.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Assessment und personenzentrierte Pflege</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Verschiedene Assessments werden vorgestellt, u.a. Geriatrische Depressionsskala (GDS), der Mini-Mental-Status-Test (MMST / MMSE) und weitere. Etwas dünn ist das Delirscreening geraten,  mit lediglich CAM (und CAMICU) sowie Delirium Rating Scale Revised (DRS-R-98). Im Kapitel des Medizinischen Delirmanagement geht es um das Delirmanagment an sich, welches nicht nur auf Prävention zielt, sondern auch Maßnahmen vorstellt für den Fall eines manifesten Delirs. Für Demenzbeauftragte ist das Schema des Delirmanagements der UK Münster hier interessant, da es übersichtlich das in vielen Krankenhäusern fehlende notwendige strukturierte Vorgehen darlegt. Viel zu oft ist es für betroffene Patienten und <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/24/delir-im-krankenhaus-was-angehoerige-brauchen/">ihre Angehörigen</a> im Krankenhaus in Deutschland immer noch Glückssache, ob und wie mit dem Thema Delir zielführend umgegangen wird. Dieses Kapitel hätte gerne noch ausführlicher sein dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eher kürzer hätte der Teil des Buchs ab der Seite 121 sein dürfen: hier ist es mir stellenweise zu selbstbezüglich für bzw. über das Universitätsklinikum Münster einerseits, andererseits wird es zum Teil sehr allgemein bzw. grundsätzlich, wenn es um Gesprächsführung nach Carl Rogers (ab S. 133) oder um den <a href="https://amzn.to/42B3D2F">personenzentrierten Ansatz nach Kitwood*</a> (ab S. 137) geht: das brauchen Pflegefachleute und Demenzprofis eher nicht zum tausendsten Mal bzw. nicht in einem Buch dieses Titels in dem Umfang. Enger am Thema Delir zu bleiben wäre besser gewesen, allerdings finden sich gute Einschübe die für das Thema Delir im Krankenhaus nochmals sensibilisieren, wenn es z.B. um die <em>„Krankenhausumgebung als Faktor für herausforderndes Verhalten“</em> geht (S. 154). Langweilig wird’s ggfs. für Pflegeprofis, wenn ihnen z.B. auf S. 173 das (vereinfachte) 4-Ohren-Modell nach Schulz von Thun vorgelegt wird – da fragt man sich schon, ob sich das Buch an ausgebildete Fachkräfte richtet? Auch die Seiten über 10-Minuten-Aktivierung, natürlich auch Validation und Berührungseinheiten nach einem Sondersuperspezialkonzept – in einem Buch zum Thema Delirmanagement alles andere als zwingend. In einem Fachbuch diesen Titels in dem Umfang für mich sogar eher Platzhalter, da im Wesentlichen absolute „Basics“ dargestellt werden und die Autor*innen durchaus inhaltlich etwas mehr hätten wagen können und bieten dürfen. Zumindest für (Altenpflege)Profis: höchstens Standardwissen in der Mitte des letzten Buchdrittels.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Rolle der Ehrenamtlichen, Kosten und Blick in die Zukunft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ehrenamtliche Arbeit kann auch im Krankenhaus viel beitragen, ist gar nicht wichtig genug einzuschätzen. Zurecht befasst sich daher auch dieses Buch damit. Ein Delir zu managen, Veränderungen festzustellen und entsprechend zu handeln ist eine Herausforderung für jede Klinik, jedes Pflegeheim und jeden ambulanten Dienst. Allerdings darf kein Konzept darauf beruhen, Kontinuität und Intensität sowie das professionelle Handeln an Ehrenamtliche (Laien!) auszulagern. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/12/01/kein-recht-auf-betreuung/">Vielmehr muss an allen Ecken und Ende dafür gestritten werden, die notwendige Zeit dafür zu erkämpfen, statt kurzgeschulten, netten und engagierten Mitmenschen diese wichtigen Aufgaben zu übertragen.</a> Da Ehrenamtliche Begleitung benötigen und gerade beim Thema Delir sehr gezielt eingesetzt werden müssen, ist dieser Abschnitt zum Handling auch in einem Delirmanagement-Buch kein Fehler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr interessant, auch für versierte Demenzbeauftragte, sind wieder die Erläuterungen wenn es um die Kosten geht. Weil genau hier der Kampf um eine gute, optimale Versorgung von Patienten mit Demenz und Delir geführt werden muss. Entsprechende Zahlen zu ermitteln – und hier zeigt das Buch Möglichkeiten auf, ist von enormer Bedeutung: sehr gut und sehr wichtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der angegebene „Blick in die Zukunft“ umfasst wenige Seiten am Schluss des Buches und ist einerseits sehr allgemein gehalten und andererseits mehr oder minder „werblich“ für das Universitätsklinikum –  ohne diesem Kapitel hätte dem Buch nichts gefehlt.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Mein Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kaufempfehlung mit Einschränkung:</strong> die interessanten Teile des Buchs für spezialisierte Pflegefachleute z.B. aus der Geriatrie, Demenzbeauftragte und engagierte Altenpflegeprofis liegen einerseits in der Gestaltung der ersten 4 Kapitel, die sehr eingängig und praxisrelevant sind. Gut aufbereitet und dargestellt, vielleicht nicht stets neu, aber stets wissenswert. Andererseits fällt das Niveau bzw. der angebotene Erkenntnisgewinn des Buchs anschließend deutlich ab und dürfte bis auf einige Ausnahmeseiten erst wieder in Kapitel 9 so richtig gegeben sein. Grund ist, dass über weite Strecken zuviel <em>„Pflegebasiswissen“</em>, sozusagen Grundschule, aufbereitet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Auszubildende und all jene, die sich erstmalig intensiver mit dem Thema Delir auseinandersetzen möchten oder müssen, oder neu sind in der Position <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/11/02/was-macht-eigentlich-ein-demenzbeauftragter-im-krankenhaus/">eines / einer Demenzbeauftragten</a> ist <a href="https://amzn.to/3NrWHR0">das Buch dennoch ein guter Tipp</a>*. Insbesondere wegen der gelungen Darstellung, aber auch den praktischen Hinweisen zur Umsetzung bietet es gute Informationen und kann einige Ideen liefern, welche Felder beackert werden müssen in der Klinik. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Pflegeprofis im Krankenhaus die sonst eher nicht so sehr am Thema Demenz oder Delir interessiert waren oder aufgrund ihres Arbeitsbereiches nicht weiter damit konfrontiert, hier durchaus viel herausziehen können. Auch diesen Kolleginnen und Kollegen sei das Buch empfohlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Alternative zum hier vorgestellten Buch ist <a href="https://amzn.to/3X3b7KM">„Akute Verwirrtheit &#8211; Delir im Alter. Praxishandbuch für Pflegende und Mediziner“*</a>. Hier würde ich mich allerdings über eine neue Auflage / Edition freuen, da die letzte aus 2009 ist meines Wissens.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nutzen Sie Facebook? <a href="https://www.facebook.com/demenz.krankenhaus/">Folgen Sie auch dort dieser Seite um regelmäßig News, Hinweise und Links zu den Themen Demenz, Alter und Pflege zu erhalten</a>.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<p class="has-white-color has-accent-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><strong>In dieser Vorstellung: Delirmanagement im Krankenhaus: Risiken erkennen und präventiv handeln. Das demenzsensible Konzept des Universitätsklinikums Münster Gebundene Ausgabe – 30. April 2021; von Thomas Duning (Autor), Christoph Göpel (Autor), Janina Santos Cid (Autor); ‎ 248 Seiten; ISBN-10: ‎ 3842608462; 39,95€. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Buchvorstellungen finden Sie hier im Blog, z.B. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/18/buch-von-m-schmieder-dement-aber-nicht-vergessen/">„Dement, aber nicht vergessen“ von Michael Schmieder</a> oder <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/27/alzheimer-demenz-grundlagen-diagnose-therapie/">Grundlagen zu Diagnostik und Therapie bei Alzheimer und Demenz von Prof. Förstl.</a></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-light-gray-background-color has-background wp-block-paragraph"><em>*Auf dieser Webseite / in einzelnen Artikeln sind bei einigen Links zu Produkten – Büchern z.B., sog. Amazon-Affiliate-Links gesetzt. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen: für den Käufer ändert sich nicht, jedoch bekomme ich eine kleine Werbekostenerstattung.</em></p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelfoto original: Tima Miroshnichenko on pexels</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/06/14/delirmanagement-im-krankenhaus-ueber-den-tellerrand-hinaus/">Delirmanagement im Krankenhaus – über den Tellerrand hinaus</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Demenz: die Zukunft der Früherkennung und Behandlung werden in Bayern erforscht</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2021/02/05/demenz-die-zukunft-der-frueherkennung-und-behandlung-werden-in-bayern-erforscht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2021 11:01:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine leichte kognitive Störung im Alter („mild cognitive impairment“, MCI) beeinträchtigt den Alltag Betroffener in der Regel nicht bzw. nicht in einem Maß, welches die selbständige Lebensführung stark beeinträchtigt. Jedoch&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2021/02/05/demenz-die-zukunft-der-frueherkennung-und-behandlung-werden-in-bayern-erforscht/">Demenz: die Zukunft der Früherkennung und Behandlung werden in Bayern erforscht</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Eine leichte kognitive Störung im Alter (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Leichte_kognitive_Beeintr%C3%A4chtigung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„mild cognitive impairment“, MCI</a>) beeinträchtigt den Alltag Betroffener in der Regel nicht bzw. nicht in einem Maß, welches die selbständige Lebensführung stark beeinträchtigt. Jedoch erhöht das Vorliegen eines MCI die Wahrscheinlichkeit, eine Demenz zu entwickeln ganz erheblich. Zugleich geht man davon aus, dass das Fortschreiten der nachlassenden kognitiven Fähigkeiten verhindert oder zumindest derart verzögert werden kann, dass die Betroffenen keine Demenz mehr entwickeln oder zumindest der Schweregrad positiv beeinflusst wird. Zunächst müssen die Betroffenen hierfür aber erst einmal gefunden werden. Ist dies Geschehen, geht es um eine erfolgversprechende Behandlung, um ein gezieltes Training der kognitiven Fähigkeiten.</p>



<h2 class="has-text-align-center has-primary-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-heading">Online-Screening und computergestütztes Training</h2>



<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/02/Graessel_2013_Portrait-1-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-673" width="327" height="489" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/02/Graessel_2013_Portrait-1-683x1024.jpg 683w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/02/Graessel_2013_Portrait-1-200x300.jpg 200w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/02/Graessel_2013_Portrait-1-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 327px) 100vw, 327px" /><figcaption>Prof. Dr. med. Elmar Gräßel, Leiter des Zentrums für Medizinische Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Erlangen.</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Elmar_Gr%C3%A4%C3%9Fel" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Professor Dr. Elmar Gräßel</a> vom <a href="https://www.uk-erlangen.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Universitätsklinikum Erlangen</a> erforscht derzeit mit einem Team sowie seinen Kooperationspartnern von der <a href="https://www.th-nuernberg.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Technischen Hochschule Nürnberg</a> hierfür Verfahren, die eine Früherkennung (Screening) per Videotelefonie möglich machen, sowie die Wirkung eines Trainings der kognitiven Fähigkeiten am Computer (computerised cognitive training &#8211; cct).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verfahren bietet mehrere Vorteile:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>An einem Screening teilzunehmen ist auch für mobilitätseingeschränkte ältere Menschen (leichter) möglich.</li><li>Es ist niedrigschwellig. Menschen, die den Gang zu einer Gedächtnissprechstunde scheuen, können sich online testen lassen.</li><li>Auch <em>l</em>ändliche Bereiche können mit dieser Methode abgedeckt werden, wenn spezialisierte Fachärzte und Angebote vor Ort nicht vorhanden sind.</li><li>Es entzerrt einen möglichen fachärztlichen Terminstau und Wartezeiten, insbesondere wenn Menschen fürchten, betroffen zu sein, die wahrgenommenen Probleme aber nicht einem MCI zuzuordnen sind.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">„Ein Großteil der Teilnehmenden können wir beruhigen – es liegen bei ihnen keine Auffälligkeiten vor, die nicht alterstypisch wären.“, so Professor Gräßel im Gespräch. Auch das ist ein wichtiger Effekt der Untersuchung: Menschen Sorgen in dieser Richtung nehmen zu können.</p>



<h2 class="has-text-align-center has-primary-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-heading">Keine online-Diagnose</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Screenings kommen sowohl die Mini-Mental-State-Examination (MMSE) also auch das Montreal Cognitive Assessment (MoCA) zum Einsatz. Letzteres ist deutlich sensitiver, wenn es um die Früherkennung geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Forscher Gräßel erklärt, dass es von entscheidender Bedeutung für die Teilnehmenden sei, eine klare und verständliche Aussage im Anschluss an die Testverfahren zu erhalten. „Wir diagnostizieren keine Demenz online!“, betont er. Stellt sich im Screeningverfahren der Verdacht auf eine Demenz ein, sind weitere Untersuchungen und eine leitliniengerechte Diagnostik bei medizinischen Experten unbedingt notwendig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betroffene mit einer leichten kognitiven Störung dagegen erhalten Übungen, die sie am Computer oder Tablet durchführen können und deren Effekt untersucht wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Voraussichtlich im Spätsommer oder Herbst werden die Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt werden können.</p>



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<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust<br></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelfoto by Agence Olloweb on Unsplash</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2021/02/05/demenz-die-zukunft-der-frueherkennung-und-behandlung-werden-in-bayern-erforscht/">Demenz: die Zukunft der Früherkennung und Behandlung werden in Bayern erforscht</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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