Persistentes Delir – weit verbreitet und langanhaltend

Eine aktualisierte systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse hat die Prävalenz und Dauer von persistierendem Delirium bei älteren Krankenhauspatienten untersucht. Die Analyse umfasste 23 Studien mit insgesamt 3.186 Patienten (durchschnittliches Alter 82 Jahre; 41 % mit Demenz).

Delir auch nach der Krankenhausentlassung

  • Bei der Entlassung aus dem Krankenhaus litten 36 % der Patienten weiterhin an Delirium.
  • Auch zwölf Monate nach der Entlassung zeigten 16 % der Patienten anhaltende Delirium-Symptome.
  • Die Prävalenz des persistierenden Deliriums nahm über die Zeit hinweg nur geringfügig ab.

Die Studie hebt hervor, dass persistierendes Delirium ein weit verbreitetes und langanhaltendes Problem darstellt, das möglicherweise in eine chronische Form übergeht und mit Demenz in Verbindung stehen könnte. Zur Bewältigung dieses Problems wird ein integrierter Ansatz über verschiedene Gesundheitseinrichtungen hinweg empfohlen, um frühzeitige Erkennung, Nachsorge und Rehabilitationsmöglichkeiten zu gewährleisten

Quelle: Deliriumjournal

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Jochen Gust

Pflegefachperson, Projektmitarbeiter, Demenzbeauftrager im Krankenhaus, Autor, Moderator, Dozent

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