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	<title>Prävention Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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	<title>Prävention Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>Kindheit wirkt nach: Langzeitstudie über Alzheimer-Risiko, Gefäßrisiken und „kognitive Reserve“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 07:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Präventionsübersichten nennen „Bildung“ als Schutzfaktor gegen Demenz. Das stimmt als grobe Richtung – ist aber unscharf. Eine neue prospektive Kohortenstudie aus Alzheimer’s &#38; Dementia trennt genauer: Welche frühen Einflüsse&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/30/fruehe-lebensjahre-demenzrisiko-studie-alzheimer-nicht-alzheimer/">Kindheit wirkt nach: Langzeitstudie über Alzheimer-Risiko, Gefäßrisiken und „kognitive Reserve“</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Viele Präventionsübersichten nennen „Bildung“ als Schutzfaktor gegen Demenz. Das stimmt als grobe Richtung – ist aber unscharf. Eine neue <a href="https://alz-journals.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/alz.70967">prospektive Kohortenstudie</a> aus Alzheimer’s &amp; Dementia trennt genauer: Welche frühen Einflüsse liegen vermutlich hinter dem Bildungseffekt, und unterscheiden sie sich je nach Demenzform?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurzfassung der Ergebnisse</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Forschenden zeigen an einer nahezu lebenslangen Beobachtungskohorte: Entscheidend sind vor allem Einflüsse, die vor dem Ende der High School liegen (Kindheit/Jugend). Spätere Bildungsjahre im jungen Erwachsenenalter (College/weiterführende Abschlüsse) hatten in den Modellen keinen eigenständigen Schutzeffekt vor Demenz.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Und noch wichtiger: Die Mechanismen unterscheiden sich je nach Demenzform.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Nicht-Alzheimer-Demenzen (häufig mit Gefäßschäden assoziiert): eher verbunden mit Ressourcen im Elternhaus, besonders elterlichem Einkommen und auch Bildung der Mutter. </li>



<li class="has-medium-font-size">Alzheimer-Demenz: eher verbunden mit Markern der „kognitiven Reserve“ in der Jugend, hier über Jugend-IQ und schulische Leistung (High-School-Rang). </li>



<li class="has-medium-font-size">Zusätzlich: Gute schulische Leistung in der Jugend schwächte in den Analysen den Zusammenhang zwischen genetischem Risiko (APOE-Risikoscore) und Alzheimer-Demenz ab.</li>
</ul>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div style="background:#f2f7ff;border:1px solid #d7e6ff;border-radius:10px;padding:16px;line-height:1.5;">
  <h3 style="margin:0 0 10px 0;font-size:18px;">Praxis-Übersetzung in 3 Punkten</h3>
  <ul style="margin:0;padding-left:18px;">
    <li>
      <strong>Biografie als Hinweis:</strong> Bei belasteter Kindheit eher den „Gefäßpfad“ mitdenken und Gefäß- und Funktionsrisiken
      (z. B. Blutdruck, Diabetes, Schlaf, Bewegung, Schmerz, Sinnesdefizite, Isolation) eng begleiten und früh handeln.
    </li>
    <li>
      <strong>„Kognitive Reserve“ im Alltag:</strong> Nicht IQ, sondern Kompensation. Konsequenz: klare Struktur, Reizreduktion, machbare Aufgaben
      mit Erfolgserlebnissen und Aktivierung als Funktionsschutz statt Beschäftigung.
    </li>
    <li>
      <strong>Angehörige entlasten:</strong> Die Vorgeschichte erklärt Unterschiede, ohne zu bewerten. Gleichzeitig bleibt heute viel gestaltbar:
      Sicherheit, Beziehung, Umfeld, Risikomanagement und somatische Trigger konsequent behandeln.
    </li>
  </ul>
</div>

</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für die Praxis ist der differenzierte Blick zentral. Wenn Nicht-Alzheimer-Demenzen stärker mit frühen sozialen Ressourcen zusammenhängen, passt das zu einem Gefäß-/Umweltpfad: frühe Armut, Stress, schlechterer Zugang zu gesunder Entwicklung und später mehr kardiovaskuläre Risiken. Die Studie argumentiert explizit: Wenn man nur Bildungsjahre misst, vermischt man Lebensphasen. Man sieht dann nicht, ob der Effekt eher aus Kindheit/Jugend stammt oder aus späterer Ausbildung. In dieser Kohorte war der relevante Anteil offenbar vor dem Ende der Schulzeit zu verorten.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Wichtige Einschränkungen der Studie</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die WLS besteht überwiegend aus weißen High-School-Absolventen aus Wisconsin; die Ergebnisse sind daher nicht automatisch auf alle Bevölkerungsgruppen übertragbar. Die Autoren betonen außerdem, dass die Stichprobe eher etwas „vorteilhafter“ ist und der Einfluss früher Nachteile dadurch sogar unterschätzt sein könnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Prävention differenziert betrachten</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Studie schärft den Blick: Nicht „Bildung“ im Allgemeinen schützt, sondern spezifische, frühe Mechanismen – und diese unterscheiden sich je nach Demenzform. Für die Versorgung bedeutet das: Demenzprävention und Demenzversorgung profitieren von einem Lebenslauf-Blick, der soziale Vorgeschichte, Gefäßrisiken und kognitive Reserve auseinanderhält, statt alles in einem Bildungsindikator zu verstecken.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: erd P, Sicinski K, Williams V, Asthana S, Engelman M. Early-life influences on the risk for later-life Alzheimer’s and non-Alzheimer’s dementia: A nearly full life course prospective cohort study. Alzheimer’s &amp; Dementia. 2026;22:e70967. <a href="https://doi.org/10.1002/alz.70967">https://doi.org/10.1002/alz.70967</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/30/fruehe-lebensjahre-demenzrisiko-studie-alzheimer-nicht-alzheimer/">Kindheit wirkt nach: Langzeitstudie über Alzheimer-Risiko, Gefäßrisiken und „kognitive Reserve“</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Unsichtbarer Mehraufwand: Demenz ist im Krankenhaus (auch) ein Steuerungsproblem</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/17/unsichtbarer-mehraufwand-demenz-ist-im-krankenhaus-auch-ein-steuerungsproblem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jan 2026 10:45:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> Patienten mit Demenz bringen im Krankenhaus nicht automatisch „mehr Pflege“, sondern ein anderes Profil von Pflegearbeit: mehr Präsenz, mehr Kommunikation, mehr Prävention, mehr Koordination. Genau dieses Profil verschwindet im Alltag&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/17/unsichtbarer-mehraufwand-demenz-ist-im-krankenhaus-auch-ein-steuerungsproblem/">Unsichtbarer Mehraufwand: Demenz ist im Krankenhaus (auch) ein Steuerungsproblem</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"> Patienten mit Demenz bringen im Krankenhaus nicht automatisch „mehr Pflege“, sondern ein anderes Profil von Pflegearbeit: mehr Präsenz, mehr Kommunikation, mehr Prävention, mehr Koordination. Genau dieses Profil verschwindet im Alltag leicht hinter Routinewerten, ADL-Logiken und knappen Übergaben. Das Ergebnis ist eine paradoxe Lage: Die Station arbeitet sichtbar am Limit, aber in der Organisationslogik wirkt es wie Normalbetrieb.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für Führung und Pflegeleitung ist das kein „Pflegeproblem“, sondern ein Steuerungsproblem. Denn solange Zusatzaufwand und Risikodynamik nicht strukturiert abgebildet sind, werden sie weder planbar noch argumentierbar. Und was nicht planbar ist, wird im Akutbetrieb zwangsläufig reaktiv gelöst: mit Feuerwehrmodus, 1:1-Bindungen ohne Vorwarnung, fixierungsnahen Situationen, eskalierenden Angehörigengesprächen und vermeidbaren Komplikationen. Hinzu kommt, dass eine fehlende Abbildung den tatsächlichen Aufwand unsichtbar macht. Damit sind Ergebnisse schlecht steuerbar &#8211; und auch nicht nutzbar zum Beispiel für die Öffentlichkeitsarbeit. </p>



<h2 class="wp-block-heading">„Nicht dokumentiert“ ist meist auch „nicht geplant“ </h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Krankenhäuser steuern über Daten, Routinen und Standards: Dienstbesetzung, Skill-Mix, Prozessdesign, Risiko- und Qualitätsmanagement, Schnittstellen zum Entlassmanagement. Wenn das abweichende Pflegeprofil bei Demenzpatienten in diesen Logiken nicht auftaucht, entsteht eine systematische Verzerrung:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Der Aufwand wird als „Normalfall“ missverstanden. Personalplanung und Erwartungsmanagement passen nicht zur Realität.</li>



<li class="has-medium-font-size">Risiken werden zu Einzelfällen erklärt, statt als wiederkehrende Prozessrisiken behandelt.</li>



<li class="has-medium-font-size">Ökonomische Argumente bleiben weich: Ohne strukturierte Abbildung wirkt der Hinweis auf Mehrarbeit wie subjektive Belastung, nicht wie nachvollziehbarer Leistungs- und Risikofaktor.</li>



<li class="has-medium-font-size">Lernen wird verhindert: Häufungen (z. B. „Nächte kippen“, „Diagnostik triggert Abwehr“, „Essen und Trinken eskaliert“) bleiben unsichtbar, weil es keine vergleichbare Sprache und keine Marker gibt.</li>



<li class="has-medium-font-size">Verbesserungen und ergebnisse die das Krankenhaus hinsichtlich des handlings und Verhaltens der Betroffenen erzielen, bleiben ungesehen und ungenutzt. </li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Konsequenz: Nicht nur Mitarbeitende leiden unter &#8222;unerwarteter&#8220; Mehrbelastung. Auch die Organisation verliert Steuerungsfähigkeit. Sie sieht zu spät, wo Risiken entstehen, welche Maßnahmen wirken und wo Prozesse angepasst werden müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Patientensicherheit als Prozessfrage: Delir, Sturz, Aspiration, Eskalationen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Im Krankenhaus sind die zentralen Gefährdungen bei Menschen mit Demenz selten „die Demenz“. An sich ist eine Demenz ohnehin nicht krankenhauspflichtig. Es sind akute Entgleisungen und Folgekaskaden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Delir und delirnahe Verläufe: wechselnde Aufmerksamkeit, Tag-Nacht-Umkehr, plötzliche Verwirrtheit, Halluzinationen.</li>



<li class="has-medium-font-size">Stürze und Verletzungen: häufig als Folge von Unruhe, impulsivem Aufstehen, Überforderung in ungewohnter Umgebung.</li>



<li class="has-medium-font-size">Aspiration, Pneumonie, Mangelernährung/Exsikkose: wenn Schluckauffälligkeiten und Ess- und Trinkunterstützung nicht früh genug sichtbar werden.</li>



<li class="has-medium-font-size">Eskalationen in körpernahen Situationen oder bei Diagnostik/Transport: Abwehr, Angst, Aggression, Fixierungs- oder Sedierungsdruck.</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Leitlinien betonen seit Jahren: Delir ist häufig, hat schwere Folgen (u. a. längere Verweildauer, höhere Mortalität, Funktionsverlust) und erfordert systematische Prävention, Erkennung und Behandlung.  Wichtig für die Führungslogik: Das sind keine „Patiententhemen“, sondern Prozessereignisse. Sie binden Personal, stören Abläufe, erzeugen Zusatzdiagnostik, Beschwerden, Dokumentationsaufwand und erschweren Entlassentscheidungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Typische Aufwandtreiber im Alltag: wo Zeit wirklich gebunden wird</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wenn ich in Krankenhaus-Teams frage, wo Zeit „verschwindet“, kommen selten große Einzelaufgaben. Stattdessen sind es wiederkehrende Mikrointerventionen, die sich pro Schicht addieren. Das ist die reale Pflegearbeit. Sie wird nur häufig nicht als steuerungsrelevante Leistung codiert. Genau hier entsteht der Bruch zwischen „gefühlt viel mehr“ und „organisatorisch nicht sichtbar“.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
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  <div style="font-size:22px; font-weight:700; margin:0 0 10px 0;">
    Führungslogik in einem Satz
  </div>
  <div style="font-size:18px; margin:0;">
    Nicht zusätzliche Dokumentation ist das Ziel, sondern ein kurzer, standardisierter Datensatz, der Risiken früh sichtbar macht und Entscheidungen steuerbar macht.
  </div>
</div>

</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<h2 class="wp-block-heading">Handlungsfähigkeit, ohne in Eurobeträge ausweichen zu müssen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Prozessanpassungen (Diagnostikabläufe, Transportlogik, Schlafschutz, Reizreduktion), ein passender Personal- und Skill-Mix (definierte Sicherheitszeiten, gezielte 1:1-Optionen, priorisierte Spitzenzeiten), gezielte Qualifizierung (Delirmanagement, Kommunikation, Ess- und Trinkunterstützung inklusive Schluckwarnzeichen) sowie klare Pfade und Standards (Delirpfad, Schluckauffälligkeits-Standard, Transferregeln, Eskalationsregeln) machen Versorgung planbar und sicherer. Gleichzeitig wird Rechtssicherheit greifbarer: Bei Stürzen, fixierungsnahen Situationen oder Beschwerden zählt häufig die nachvollziehbare Kette „erkannt – begründet – gehandelt“. Leitlinien betonen, dass strukturierte Erkennung und Management dokumentierbar und nachvollziehbar sein müssen, weil Delir und vergleichbare Risiken erhebliche Folgen haben.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Brücke zur Praxis: wie eine kurze Verlaufsdokumentation den Alltag stabilisiert</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine kurze, verlaufsorientierte Dokumentation wirkt in der Praxis meist schneller als große Programme, weil sie genau an den neuralgischen Punkten ansetzt: Übergabequalität, Frühbesprechung, Eskalationsregeln, Entlassplanung.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="675" height="367" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/01/Steuerung1.jpg" alt="" class="wp-image-3390" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/01/Steuerung1.jpg 675w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/01/Steuerung1-300x163.jpg 300w" sizes="(max-width: 675px) 100vw, 675px" /></figure>
</div>


<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Aktuell passt dazu auch die Entwicklung der Leitlinienlandschaft: In Deutschland gibt es inzwischen eine S3-Leitlinie „Delir im höheren Lebensalter“ (AWMF-Register), die Prävention, Diagnostik und Therapie sektorenübergreifend adressiert. Das unterstreicht, dass Delir- und Risikomanagement im Krankenhaus kein Randthema ist, sondern Standard werden soll.</p>



<p class="has-light-green-cyan-background-color has-background wp-block-paragraph">Mein Tipp für die Umsetzung (für Pflegeleitung und PDL)<br>Starten Sie nicht mit einem perfekten Konzept, sondern mit einem testbaren Minimal-Set auf einer Pilotstation: 8 Marker, 1 Zeitband, 1 Ereignisschema. Nach vier Wochen sehen Sie schon Muster (Schicht, Diagnostik, Aufnahmephase). Danach entscheiden Sie datenbasiert, was wirklich ergänzt werden muss.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Unsichtbarer Mehraufwand ist kein individuelles Belastungsthema, sondern ein Systemfehler in der Steuerung. Menschen mit Demenz bringen im Krankenhaus ein anderes Pflegeprofil mit: Präsenz, Kommunikation, Prävention und Koordination. Wenn dieses Profil nicht strukturiert abgebildet wird, bleiben Risiken, Aufwand und wirksame Maßnahmen unsichtbar. Ein  standardisiertes Minimal-Set reicht häufig aus, um Patientensicherheit, Planbarkeit, Rechtssicherheit und Entlassqualität spürbar zu verbessern.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/17/unsichtbarer-mehraufwand-demenz-ist-im-krankenhaus-auch-ein-steuerungsproblem/">Unsichtbarer Mehraufwand: Demenz ist im Krankenhaus (auch) ein Steuerungsproblem</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Alzheimer-Demenz: Rapid Review bündelt Evidenz und setzt Leitplanken für eine einheitlichere Versorgung</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/22/alzheimer-demenz-rapid-review-buendelt-evidenz-und-setzt-leitplanken-fuer-eine-einheitlichere-versorgung/</link>
					<comments>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/22/alzheimer-demenz-rapid-review-buendelt-evidenz-und-setzt-leitplanken-fuer-eine-einheitlichere-versorgung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Dec 2025 16:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das IGES Institut und der Arbeitsbereich Altersmedizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main haben im Rahmen eines vom Bundesministerium für Gesundheit beauftragten Projekts einen Rapid Review vorgelegt. Ziel ist die Entwicklung&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/22/alzheimer-demenz-rapid-review-buendelt-evidenz-und-setzt-leitplanken-fuer-eine-einheitlichere-versorgung/">Alzheimer-Demenz: Rapid Review bündelt Evidenz und setzt Leitplanken für eine einheitlichere Versorgung</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.iges.com/">IGES Institut </a>und der Arbeitsbereich Altersmedizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main haben im Rahmen eines vom <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/index.html">Bundesministerium für Gesundheit</a> beauftragten Projekts einen Rapid Review vorgelegt. Ziel ist die Entwicklung eines „realistischen“ Versorgungspfades für Menschen mit Alzheimer-Demenz und ihre Angehörigen – evidenzbasiert und umsetzbar mit den verfügbaren Mitteln im ambulanten Versorgungssetting.</p>



<h2 class="wp-block-heading"> <br>Ergebnis: Was der Rapid Review liefert</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Im Zentrum steht eine strukturierte Auswertung von 442 wissenschaftlichen Publikationen (identifiziert: 2.125 Quellen; eingeschlossen: 442) aus dem Zeitraum ab 2018. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Evidenz">Die Evidenz</a> wurde thematisch in fünf Bereiche gebündelt: Ursachen und Risikofaktoren, Prävention, Diagnostik, Therapie sowie Versorgungsangebote.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die zusammengefassten Befunde unterstreichen, dass Alzheimer-Demenz einen personzentrierten, interdisziplinären Versorgungsansatz erfordert – und dass ein zukunftsfähiger Versorgungspfad multimodal, flexibel und sektorenübergreifend angelegt sein sollte. Also nichts, was wir nicht eigentlich schon wissen. Besonders deutlich wird im Review jedoch auch der Handlungsdruck aus Versorgungsperspektive: Pflegende Angehörige übernehmen einen Großteil der Unterstützung und berichten häufig, dass die Navigation im komplexen Gesundheitssystem schwierig ist.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div style="background:#e9f4ff;border:1px solid #cfe6ff;border-radius:10px;padding:14px 16px;margin:16px 0;line-height:1.45;">
  <div style="font-size:1.05em;margin:0 0 8px 0;">Was ist ein Rapid Review?</div>
  <p style="margin:0 0 8px 0;">
    Ein Rapid Review ist eine beschleunigte Form der Literaturübersicht. Er bündelt den aktuellen Stand der Forschung zu einer klaren Fragestellung in kurzer Zeit, um Entscheidungen in Praxis und Politik zu unterstützen.
  </p>
  <ul style="margin:0;padding-left:18px;">
    <li>arbeitet mit transparenten, vorab definierten Such- und Auswahlkriterien</li>
    <li>nutzt pragmatische Abkürzungen (z. B. begrenzter Zeitraum, weniger Datenbanken, teils weniger Doppelprüfung)</li>
    <li>liefert schneller Ergebnisse als ein klassisches systematisches Review, kann aber einzelne Studien eher übersehen</li>
  </ul>
</div>
</div>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Parallel steigen die volkswirtschaftlichen Belastungen: Für Deutschland werden die Demenzkosten für 2020 auf rund 20,4 Milliarden Euro geschätzt; der Anteil an allen Krankheitskosten stieg von 3,6 Prozent (2002) auf 4,7 Prozent (2020).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Anforderungen sich für den Versorgungspfad ableiten lassen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Aus den Ergebnissen leiten die Autorinnen und Autoren konkrete Implikationen ab. Dazu gehören insbesondere: ein modularer Aufbau (passend zu Risikoprofil, Erkrankungsstadium und Begleiterkrankungen), klar definierte Verantwortlichkeiten und Kommunikationswege zwischen den beteiligten Akteuren sowie die feste Integration von Prävention, gestufter Diagnostik, abgestuften Therapiebausteinen (pharmakologisch und nicht-pharmakologisch) und palliativen Aspekten in späteren Stadien. Ebenfalls ausdrücklich genannt: systematische Entlastungs- und Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige sowie Qualitätssicherung und Evaluation, damit Innovationen nur bei nachgewiesenem Versorgungsnutzen in den Pfad übernommen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Worauf das Gesamtprojekt hinausläuft</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das dreijährige Forschungsprojekt verfolgt zwei Kernziele: (1) die sektorenübergreifende Zusammenarbeit der an der Versorgung beteiligten Akteure zu stärken und (2) die Versorgungsqualität für Menschen mit Alzheimer-Demenz im Vergleich zur derzeitigen Versorgung messbar zu verbessern und abzusichern.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Auf den Rapid Review folgt eine Analyse des Soll-Zustands (unter Einbezug weiterer Quellen) und dann der Ist-Zustand mit Versorgungsdefiziten und Hürden in der ambulanten medizinischen Versorgung. Geplant sind Experteninterviews (Oktober bis Dezember 2025), Fokusgruppen (Februar/März 2026) sowie anschließend bundesweite Befragungen relevanter Akteursgruppen und danach auch Betroffener und Angehöriger. Der Ansatz ist ausdrücklich partizipativ, um einen praxistauglichen, bedarfs- und bedürfnisgerechten Versorgungspfad zu entwickeln.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://www.versorgungspfad-demenz.de/">Mehr Informationen unter versorgungspfad-demenz.de. </a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/22/alzheimer-demenz-rapid-review-buendelt-evidenz-und-setzt-leitplanken-fuer-eine-einheitlichere-versorgung/">Alzheimer-Demenz: Rapid Review bündelt Evidenz und setzt Leitplanken für eine einheitlichere Versorgung</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mehr Befugnisse, weniger Bürokratie: Was das neue Gesetz für die Versorgung bedeuten könnte</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/11/07/mehr-befugnisse-weniger-buerokratie-was-das-neue-gesetz-fuer-die-versorgung-bedeuten-koennte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Nov 2025 14:55:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[beschluss zur kompetenzerweiterung]]></category>
		<category><![CDATA[bundestag]]></category>
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		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[verordnungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Bundestag hat am 6. November 2025 das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege beschlossen. Für Menschen mit Demenz und ihre Teams könnte das heißen: schneller handeln, gezielter&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/11/07/mehr-befugnisse-weniger-buerokratie-was-das-neue-gesetz-fuer-die-versorgung-bedeuten-koennte/">Mehr Befugnisse, weniger Bürokratie: Was das neue Gesetz für die Versorgung bedeuten könnte</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag hat am 6. November 2025 das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege beschlossen. Für Menschen mit Demenz und ihre Teams könnte das heißen: schneller handeln, gezielter beraten, weniger Papier.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie das Gesetz wirken könnte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pflegefachpersonen würden erweiterte Befugnisse erhalten und könnten in klar definierten Grenzen eigenverantwortlich Leistungen erbringen – teils nach ärztlicher Erstdiagnose, teils unmittelbar auf Basis einer pflegerischen Diagnose. In der häuslichen Versorgung würde die Präventionsberatung gestärkt: Pflegefachpersonen dürften passende Empfehlungen direkt aussprechen. Gleichzeitig würde der Bürokratieabbau greifen: Die Dokumentation würde auf das notwendige Maß begrenzt, Prüfungen würden früher angekündigt und Doppelprüfungen nach Möglichkeit vermieden; Einrichtungen mit hohem Qualitätsniveau würden von längeren Prüfintervallen profitieren. Digitale Pflegeanwendungen (DiPA) würden schneller in die Versorgung gelangen. Kommunen würden bessere Datengrundlagen für die Pflegeplanung erhalten, und innovative gemeinschaftliche Wohnformen sowie flexible Modellansätze in stationären Settings würden erleichtert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Konkreter Nutzen für die Versorgung von Menschen mit Demenz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Betroffene würde das schnellere Hilfe im Alltag bedeuten: weniger Wartezeit auf Unterschriften und eine zügigere Reaktion bei typischen Problemfeldern wie Sturzrisiko, Exsikkose, Schmerzen, Wunden, Unruhe oder Schlafstörungen. Eine verschlankte Dokumentation schüfe mehr Zeit am Menschen – für Beziehungsgestaltung, Milieuarbeit und Gespräche mit Angehörigen. Diese Angehörigenarbeit könnte häufiger und direkter stattfinden und damit Sicherheit und Routine spürbar verbessern. Zudem ließen sich geeignete digitale Unterstützungen – von Erinnerungs- und Aktivierungstools bis zu Anleitungs-Apps – einfacher und strukturierter in den Pflegealltag einbinden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ab wann gilt was?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kurzfristig – also etwa bis 3 Monate nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt (voraussichtlich Dezember 2025 bis Februar 2026) – würden vor allem die „schnellen“ Teile greifen: verschlankte Dokumentation, früher angekündigte Prüfprozesse und erleichterte DiPA-Verfahren. Für die genaue Tätigkeitsliste, welche ärztlichen Leistungen Pflegefachpersonen eigenverantwortlich übernehmen dürften, wären Beschlüsse der Selbstverwaltung nötig. Realistisch ließe sich ein Korridor von rund 3–9 Monaten für Entwürfe, Anhörungen und Beschlüsse ansetzen (etwa März bis September 2026), gefolgt von Ministeriumsprüfung und Veröffentlichung. Damit könnte die Inkraftsetzung erster übertragener Tätigkeiten im Zeitraum Juni bis Dezember 2026 liegen. Eine flächige Umsetzung – mit angepassten Verträgen, SOPs, Schulungen und IT-Prozessen – dürfte je nach Thema weitere Monate beanspruchen; vielerorts wäre daher mit einer breiten Wirksamkeit nicht vor Spätsommer 2026 und Frühjahr 2027 zu rechnen.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/befugniserweiterungsgesetz-bundestag-06-11-25.html">Zur Pressemitteilung des BMG</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/026/2102641.pdf">Drucksache 21/2641 des Bundestags</a> (pdf)<br></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/11/07/mehr-befugnisse-weniger-buerokratie-was-das-neue-gesetz-fuer-die-versorgung-bedeuten-koennte/">Mehr Befugnisse, weniger Bürokratie: Was das neue Gesetz für die Versorgung bedeuten könnte</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Kaffee gegen Demenz?</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/05/09/kaffee-gegen-demenz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 May 2022 12:03:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Links und Weiterführendes]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Koffein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sein individuelles Risiko im Alter eine Demenz zu entwickeln, kann man senken. Vielfach gibt es dazu ganz allgemeine, gesundheitsbezogene Tipps die grundsätzlich gut für die Gesundheit sind: viel Bewegung, ausgewogene&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/05/09/kaffee-gegen-demenz/">Kaffee gegen Demenz?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Sein individuelles Risiko im Alter eine Demenz zu entwickeln, kann man senken. Vielfach gibt es dazu ganz allgemeine, gesundheitsbezogene Tipps die grundsätzlich gut für die Gesundheit sind: viel Bewegung, ausgewogene Ernährung, das Rauchen sein lassen usw. . </p>



<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder wird auch Kaffee auf seine mögliche Wirkung untersucht. Die Ergebnisse im Kurzvideo zusammengefasst:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div><figcaption>Kaffee- oder Teetrinker*in? </figcaption></figure>



<h2 class="has-tertiary-color has-text-color wp-block-heading">Kurzvideos zum Thema Demenz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Youtubekanal Demenz: Aufmerksam gemacht finden Sie eine Reihe von Kurzvideos (sog. &#8222;Shorts&#8220; &#8211; Filme mit einer Länge von höchstens 60 Sekunden):</p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td>Kaffee &#8211; wirkt er gegen Demenz? 5 Infos dazu.</td><td><a href="https://www.youtube.com/shorts/mv3kXuyLs9I" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.youtube.com/shorts/mv3kXuyLs9I</a></td></tr><tr><td>Herausforderndes Verhalten 5 Dinge, die Sie wissen sollten.</td><td><a href="https://www.youtube.com/shorts/Fmeqo9D3aNo" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.youtube.com/shorts/Fmeqo9D3aNo </a></td></tr><tr><td>Schlaf &amp; Demenz: für ruhigere Nächte sorgen.</td><td><a href="https://www.youtube.com/shorts/TL_eu3h-vMQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.youtube.com/shorts/TL_eu3h-vMQ </a></td></tr><tr><td>Schreien &amp; Rufen: 5 Infos zum Extremphänomen.</td><td><a href="https://www.youtube.com/shorts/udsvOl3F0Nc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.youtube.com/shorts/udsvOl3F0Nc</a></td></tr><tr><td>Demenz in Deutschland: 5 Fakten zu Demenzerkrankungen.</td><td><a href="https://www.youtube.com/shorts/lINcYVViR5w" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.youtube.com/shorts/lINcYVViR5w</a></td></tr><tr><td>&#8222;Medikamente? Brauch ich nicht!&#8220; 5 Dinge die Sie zur Verweigerung der Medikation wissen sollten.</td><td><a href="https://www.youtube.com/watch?v=e8cmR3XHqd4" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.youtube.com/watch?v=e8cmR3XHqd4</a></td></tr></tbody></table><figcaption>Shorts bei Demenz: Aufmerksam gemacht</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Kanal werden regelmäßig neue Videos eingestellt &#8211; wenn Ihnen Informationen zum Thema Demenz wichtig sind, abonnieren Sie ihn am besten gleich &#8211; dann verpassen Sie nichts mehr. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/05/09/kaffee-gegen-demenz/">Kaffee gegen Demenz?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
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		<title>“There is no glory in prevention.” – es liegt kein Ruhm in der Prävention</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/07/31/there-is-no-glory-in-prevention-es-liegt-kein-ruhm-in-der-praevention/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2020 10:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
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		<category><![CDATA[Bringschuld]]></category>
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		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diesen Satz bzw. Diese Wahrheit kennen alle Gesundheitsberufler. Sie spüren seine Auswirkungen jeden Tag – und sehen die Folgen für sich und andere. Auch der Virologe Christian Drosten sagte diesen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/07/31/there-is-no-glory-in-prevention-es-liegt-kein-ruhm-in-der-praevention/">“There is no glory in prevention.” – es liegt kein Ruhm in der Prävention</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Diesen Satz bzw. Diese Wahrheit kennen alle Gesundheitsberufler. Sie spüren seine Auswirkungen jeden Tag – und sehen die Folgen für sich und andere. Auch der Virologe Christian Drosten sagte diesen Satz im empfehlenswerten <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html" target="_blank" aria-label="undefined (opens in a new tab)" rel="noreferrer noopener">NDR-Podcast zum Thema Corona</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der aktuellen Pandemie zeigt es sich extrem, dass viele Menschen gar nicht in der Lage sind Ursache und Wirkung zu begreifen. Deutschland hat(te) im Vergleich zu anderen Ländern – die Corona-Lage relativ gut im Griff. Sowohl was die Infektionszahlen, als auch die wirtschaftlichen Folgen betrifft. Das hat sehr viel damit zu tun, dass Deutschland ein reiches Land ist. Und auch mit jenen Menschen, die bereit und in der Lage sind sich solidarisch und vernünftig zu verhalten. Und zwar auch dann, wenn sie selbst keinen unmittelbaren persönlichen Vorteil davon haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich gibt es einen egoistischen, narzisstischen Bevölkerungsanteil. Und auch einen eher einfach gestrickten, bei dem es nicht Unwille ist sich an einfache Maßnahmen der Prävention wie eine Mund-Nasen-Abdeckung zu halten, sondern Unvermögen. Die Kapazität zwischen den Ohren reicht schlicht nicht aus und bestenfalls dazu, braunblaue Gestalten zu wählen. Weil ja immer irgendwer anders an allem schuld ist. Das ist auch die Klientel, die durch Präventionsprogramme normalerweise nicht erreicht werden kann – sie müssten ja selbst etwas tun, statt Schuldige im Außen zu kategorisieren. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Buß- und Ordnungsgelder für jene, die sich nicht an Präventionsmaßnahmen halten sind richtig und wichtig. Die meisten Menschen in Deutschland stören sie nicht, denn sie verhalten sich vernünftig und angemessen in der Situation – und daher betreffen mögliche Strafen sie schlicht nicht. Wohl aber treffen sie gesundheitliche Risiken, wenn sich Personen absichtlich asozial verhalten und glauben, Sie haben das Recht andere zu gefährden in dem sie Maßnahmen unterlaufen oder ignorieren, welche dazu dienen die<a aria-label="undefined (opens in a new tab)" href="https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Ausbreitung der Pandemie</a> zu verhindern.</p>



<h2 class="has-text-align-center has-primary-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-heading">Diabetes sollte weh tun</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Es wäre ein Geschenk an die Menschheit, wenn Diabetes im Frühstadium weh` täte.“, hat mal ein befreundeter Arzt zu mir gesagt im Rahmen einer Diskussion zur Prävention. Er meinte damit, dass viele Menschen möglicherweise durch ihre Lebensweise beeinflussen würden, gar nicht erst welchen zu bekommen bzw. schwere und Ausprägung (der Folgen) zu mildern. Und ja, bevor ich jetzt die ein oder andere Mail dazu bekomme: er und ich wissen, dass es nichtbeinflussbare Faktoren dabei gibt. </p>



<h2 class="has-text-align-center has-primary-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-heading">Demenz &amp; Prävention</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Menschen mit Demenz sind Opfer des fehlenden Präventionsruhms. <a aria-label="undefined (opens in a new tab)" href="https://www.wegweiser-demenz.de/informationen/medizinischer-hintergrund-demenz/vorbeugung-und-praevention.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Programme, Initiativen, Aufklärung zur Vorbeugung sind rar</a>, setzen ein wenn die gesundheitlichen Probleme bereits massiv sind und eher Inselangebote, nicht Teil der Regelversorgung. Klar – eines Tages eine Demenz zu bekommen halten viele Menschen für unwahrscheinlich einerseits, andererseits sind Demenzerkrankungen altersassoziiert. Weit weg, viele, sehr viele Jahre hin bis wir überhaupt in den möglichen Risikobereich geraten. Meinen wir. <a href="https://www.deutsche-alzheimer.de/die-krankheit/demenz-im-juengeren-lebensalter.html" target="_blank" aria-label="undefined (opens in a new tab)" rel="noreferrer noopener">Dabei gibt es auch in jüngeren Jahren erkrankte</a>. Die <a aria-label="undefined (opens in a new tab)" href="https://www.aerztezeitung.de/Medizin/20-Empfehlungen-zur-Demenz-Praevention-256072.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">WHO gibt Empfehlungen</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann sind da noch <a href="https://www.zqp.de/praevention-haeusliche-pflege/" target="_blank" aria-label="undefined (opens in a new tab)" rel="noreferrer noopener">die pflegenden Angehörigen</a>. Häufig treffen sie keine „wache“ Entscheidung für die Pflege und Betreuung. Sie schliddern hinein, helfen, weil Hilfe nötig ist und nach und nach wird es immer mehr. Weil sie mitfühlend sind, weil sie lieben, weil sie solidarisch sind, weil sie Pflichtgefühl haben und aus hundert weiteren Gründen. Frauen leisten das zumeist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier fehlen Angebote. Damit überhaupt verstanden wird was auf einen zukommt. Und dann entschieden werden kann. Das deutsche Gesundheitswesen ist gut, bei all seinen Schwächen, Nöten und Fehlern. Aber es ist zu sehr darauf ausgerichtet, einzuspringen wenn „es schon passiert“ ist. &nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn flächendeckend in<a aria-label="undefined (opens in a new tab)" href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/p/praevention.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> allen Bereichen Präventionsangebote zu wenig</a> im Vordergrund stehen, nur als Projekte finanziert werden oder mehr oder minder trickreich abgerechnet werden können – es gibt sie durchaus.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><img decoding="async" width="150" height="239" class="wp-image-461" style="width: 150px;" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2020/07/allie-rQ5Ysu8zo5s-unsplash-scaled.jpg" alt="" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2020/07/allie-rQ5Ysu8zo5s-unsplash-scaled.jpg 1606w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2020/07/allie-rQ5Ysu8zo5s-unsplash-188x300.jpg 188w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2020/07/allie-rQ5Ysu8zo5s-unsplash-642x1024.jpg 642w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2020/07/allie-rQ5Ysu8zo5s-unsplash-768x1224.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2020/07/allie-rQ5Ysu8zo5s-unsplash-964x1536.jpg 964w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2020/07/allie-rQ5Ysu8zo5s-unsplash-1285x2048.jpg 1285w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></p>



<h2 class="has-text-align-center has-primary-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-heading">Holschuld &#8211; nicht Bringschuld</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings schieben wir die unschönen Seiten des Lebens gerne weg. Weit weg. Wir möchten nicht daran denken, dass auch wir eines Tages krank werden können, infiziert, pflegebedürftig, dement, abhängig, sterbend. Das rüttelt an unserem Selbstbild vom fitten, vitalen, selbstbestimmten Menschen. Niemand mag das. Gesundheitsberufler wissen es besser. Und sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Tun sie natürlich auch. Ärzte rauchen nicht, Pflegekräfte haben kein Übergewicht und Sorgen für sich mit einer guten Work-Life-Balance. Angehörige die sich um ein Familienmitglied mit Demenz kümmern haben sich über sich selbst längst Gedanken gemacht und daher eine Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht angefertigt. Ja?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir im Gesundheitswesen sind mit den Folgen fehlenden frühzeitigen Kümmerns täglich konfrontiert. Deshalb machen wir es besser, sind Beispiele für andere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich jedenfalls habe mit bald Mitte 40 in diesem Jahr erstmalig den Gesundheitscheck, den meine Krankenkasse bezahlt, in Anspruch genommen. <br>Er heißt 35+. <br>Ein Hautkrebsscreening habe ich mir ebenfalls fest vorgenommen. <br>Zur Sicherheit. Zur Prävention. Möglichst bald irgendwann demnächst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleiben Sie gesund. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Ihr</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:246px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Photo 1 by Dan Meyers on Unsplash</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Photo 2 by Allie on Unsplash</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/07/31/there-is-no-glory-in-prevention-es-liegt-kein-ruhm-in-der-praevention/">“There is no glory in prevention.” – es liegt kein Ruhm in der Prävention</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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