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	<title>Desorientierung Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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	<title>Desorientierung Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>Delir bei Demenz: Wenn die Akutphase vorbei ist, bleibt dennoch das Risiko</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 16:33:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Delir ist akut gefährlich. Aber auch nach dem scheinbaren Abklingen darf es pflegefachlich nicht abgehakt werden. Wenn Unruhe, Halluzinationen oder starke Desorientierung nachlassen, entsteht leicht der Eindruck von Stabilisierung.&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/07/07/delir-bei-demenz-wenn-die-akutphase-vorbei-ist-bleibt-dennoch-das-risiko/">Delir bei Demenz: Wenn die Akutphase vorbei ist, bleibt dennoch das Risiko</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein Delir ist akut gefährlich. Aber auch nach dem scheinbaren Abklingen darf es pflegefachlich nicht abgehakt werden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wenn Unruhe, Halluzinationen oder starke Desorientierung nachlassen, entsteht leicht der Eindruck von Stabilisierung. Dieser Eindruck kann trügen. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/04/23/persistentes-delir-weit-verbreitet-und-langanhaltend/">Ein Delir kann persistieren</a>, hypoaktiv weiterbestehen oder zwar remittieren, aber neue funktionelle Risiken hinterlassen: weniger Mobilität, schlechtere Trinkmenge, mehr Stürze, Dysphagie, Schlafstörungen, neue Angst und ein erhöhtes Risiko für weitere Delire.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gerade bei Menschen mit Demenz ist das frühere Ausgangsniveau nach einem Delir nicht immer wieder erreichbar. Die entscheidende pflegefachliche Frage lautet deshalb nicht: Ist die Person wieder wie vorher? Sondern: Ist das Delir remittiert – und welche neuen oder verstärkten Risiken bleiben danach bestehen?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für Pflegefachpersonen ist deshalb nicht nur die akute Delirerkennung wichtig. Entscheidend ist auch, was danach passiert. Und damit dann auch wieder erneut klar, wer die Hauptlast hinsichtlich Versorgung und auch Prävention trägt. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wann ist ein Delir denn vorbei?</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein Delir gilt fachlich als remittiert, wenn die delirtypischen Merkmale nicht mehr nachweisbar sind: keine akute oder fluktuierende Aufmerksamkeitsstörung, keine auffällige Veränderung von Bewusstsein, Wahrnehmung, Denken oder psychomotorischem Verhalten im Sinne des Delirs.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bei Menschen mit Demenz ist das schwer zu beurteilen, weil Demenzsymptome und Delirsymptome überlappen. Maßstab ist der Zustand vor dem Delir – auch wenn dieser Zustand nach dem Delir nicht wieder vollständig erreicht wird. Dazu braucht es strukturierte Beobachtung, Fremdanamnese und bei Verdacht ein standardisiertes Screening. Geeignet sind je nach Setting zum Beispiel 4AT, Nu-DESC, DOS/DOSS, auf Intensivstationen CAM-ICU oder ICDSC. Der 4AT erfasst unter anderem Wachheit, Orientierung/Kognition, Aufmerksamkeit und akute Veränderung beziehungsweise fluktuierenden Verlauf. Bei schwerer Demenz muss das Ergebnis besonders vorsichtig im Verlauf und mit Fremdinformation interpretiert werden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wichtig ist: Ein Screening ersetzt nicht die fachliche Gesamtbeurteilung. Es verhindert aber, dass Pflege nur nach Eindruck dokumentiert: „besser“, „ruhiger“, „verwirrt“ oder „klarer“.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie lange muss Pflege nach einem Delir aufmerksam bleiben?</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Pflege muss immer aufmerksam sein. Deswegen verlangt professionelle Pflege eben auch mehr, als Laienpflege. </p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine harte Frist gibt es nachfolgend eines deliranten Zustandes so nicht. Fachlich sinnvoll ist eine gestufte Nachsorge.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für mindestens drei Monate sollte ein erlittenes Delir als aktives Risikoereignis präsent bleiben. Diese Frist ist keine starre Leitlinienvorgabe, aber sie ist pflegefachlich begründbar. Eine deutsche Nachbeobachtungsstudie zu Menschen mit Demenz beziehungsweise Delir auf Demenz fand, dass innerhalb der ersten drei Monate nach Entlassung 14 Prozent der Patientinnen und Patienten mit Delir auf Demenz starben, aber keine Person aus der Vergleichsgruppe mit Demenz ohne Delir.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div style="border: 2px solid #8a4b00; background: #fff7e8; padding: 18px 20px; margin: 24px 0; border-radius: 10px; font-family: inherit; color: #222; line-height: 1.55; font-size: 18px;">
  
  <div style="font-weight: 700; font-size: 20px; margin-bottom: 12px; color: #5c3200;">
    <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/26a0.png" alt="⚠" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Delir bleibt ein Risikomarker
  </div>

  <p style="margin: 0 0 14px 0;">
    Auch nach dem scheinbaren Abklingen bleibt ein Delir dauerhaft 
    <strong>anlassbezogen relevant</strong>.
  </p>

  <ul style="margin: 12px 0 16px 0; padding-left: 1.2em;">
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f9a0.png" alt="🦠" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Infekt</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4a7.png" alt="💧" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Exsikkose</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1fa79.png" alt="🩹" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Sturz oder Operation</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/26a1.png" alt="⚡" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Schmerz</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f6bd.png" alt="🚽" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Harnverhalt oder Obstipation</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f48a.png" alt="💊" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Sedierung oder Medikamentenänderung</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f501.png" alt="🔁" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Ortswechsel</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f9e0.png" alt="🧠" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> auffällige Verhaltensänderung</li>
  </ul>

  <p style="margin: 0;">
    In diesen Situationen muss ein <strong>erneutes Delir früh mitgedacht</strong> werden. 
    Die S3-Leitlinie nennt ein Delir in der Vorgeschichte ausdrücklich als 
    <strong>Risikofaktor für ein weiteres Delir</strong>.
  </p>

</div>

</div>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nach einem Delir bedeutet „drei Monate aufmerksam bleiben“ nicht, dass täglich routinemäßig ein Delirbogen ausgefüllt werden muss. Ich meine damit eine niedrigere Schwelle für pflegefachliches Handeln. Jede akute Veränderung gegenüber dem bekannten Zustand muss ernst genommen werden: neue Schläfrigkeit, schwankende Aufmerksamkeit, Trinkmengenrückgang, Mobilitätsverlust, Sturz, Schmerzzeichen, Fieber, Harnverhalt, Obstipation, Halluzinationen, Angst oder auffällige Unruhe. Wer viel oder gar ausschließlich mit Menschen mit Demenz arbeitet, steht stets im Risiko Verhaltensveränderungen &#8222;der Demenz&#8220; zuzuordnen. Daher dieser Aufruf zur besonderen Sensibilität nach einer deliranten Episode. Das frühere Delir ist deshalb kein abgeschlossener Eintrag in der Vorgeschichte, sondern ein Risikohinweis für die aktuelle Versorgung.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein durchgemachtes Delir erhöht das Risiko für weitere Delire</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Frage nach dem Rezidivrisiko lässt sich nicht mit einer einzigen belastbaren Prozentzahl für „Menschen mit Demenz nach Delir“ beantworten. Dafür unterscheiden sich Settings, Demenzschwere, Frailty, Multimorbidität, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/28/gegeben-aber-nicht-genommen-der-stille-medikationsfehler/">Medikation</a>, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/03/11/demenz-auf-falscher-faehrte-bei-infektionen-schmerzen/">Infektlast</a> und Erhebungsmethoden zu stark.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Richtung ist aber klar: Ein Delir in der Vorgeschichte gilt als Risikofaktor für ein weiteres Delir. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/10/s3-leitlinie-delir-im-hoeheren-lebensalter-was-ist-neu/">Die S3-Leitlinie</a> formuliert für die Tertiärprävention, dass die nach einem Delir relevanten Risikofaktoren und deren Management weiter bedeutsam bleiben. In der stationären Langzeitpflege seien präventive nicht-pharmakologische Maßnahmen essenziell, um erneute Delirien zu vermeiden. Zugleich sei kontinuierliche interdisziplinäre Beobachtung nötig, um ein Wiederauftreten frühzeitig zu erkennen und eine rasche Ursachenbehandlung zu ermöglichen. Pflegefachlich folgt daraus: Wer einmal ein Delir hatte, gehört bei neuer akuter Belastung wieder in die Delir-Risikogruppe. Bei Menschen mit Demenz gilt das besonders.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Willkommen in der Drehtür: <strong>Entlassung nach Delir ohne Nachsorgeempfehlung bleibt Risiko</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/06/29/kurzzeitpflege-verzweifelt-gesucht-uebergangspflege/">Krankenhäuser entlassen Menschen mit Demenz</a> nicht selten nach einem behandelten oder sich bessernden Delir. Die akute Ursache ist therapiert, die Medikation angepasst, die Person wirkt ruhiger oder wieder besser erreichbar. Oder wehrt sich wenigstens weniger gegen die Versorgung. Hilfreich wäre, konkrete Aussage zur Delirnachsorge zu treffen.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/07/delirnachsorgegrafik.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="725" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/07/delirnachsorgegrafik-725x1024.png" alt="" class="wp-image-3691" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/07/delirnachsorgegrafik-725x1024.png 725w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/07/delirnachsorgegrafik-212x300.png 212w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/07/delirnachsorgegrafik-768x1085.png 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/07/delirnachsorgegrafik.png 1055w" sizes="(max-width: 725px) 100vw, 725px" /></a></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wenn ein Mensch mit Demenz während des Aufenthalts ein Delir hatte, reicht es nicht, nur die Medikation zu übergeben. Die Anschlussversorgung muss wissen, ob das Delir remittiert war oder ob noch Auffälligkeiten bestanden, welche Form beobachtet wurde, welche Auslöser wahrscheinlich waren und worauf Pflege, Hausarztpraxis und Angehörige in den nächsten Tagen und Wochen achten sollen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Krankenhäuser stehen hier in der Verantwortung. Ein behandeltes oder gebessertes Delir ist kein erledigtes Randereignis, sondern ein relevantes Risiko für die weitere Versorgung. Deshalb gehören in Arztbrief und Pflegeverlegungsbericht konkrete ärztliche und pflegefachliche Handlungsempfehlungen: Wann ist eine erneute ärztliche Rückmeldung nötig? Welche Warnzeichen sprechen für ein persistierendes oder erneutes Delir? Welche körperlichen Auslöser müssen weiter beobachtet werden? Welche Medikationsrisiken bestehen? Welche Einschränkungen sind neu hinzugekommen?</p>
</div>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Delirnachsorge muss deshalb Teil der Entlassungsqualität sein – ärztlich und pflegefachlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was Pflege konkret beobachten muss</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nach einem Delir reicht eine allgemeine Formulierung wie „weiter beobachten“ nicht aus. Beobachtung muss konkretisiert werden. Pflegefachlich relevant sind vor allem: Aufmerksamkeit und Wachheit bzw. Fluktuation, Mobilität und Transfers (Bedarf), Essen, Trinken und Schlucken, Ausscheidung, Schlaf-Wach-Rhythmus, Schmerz und Infektzeichen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nach einem Delir darf Pflege nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Auch wenn das Delir formal vorbei ist, bleibt es relevant: zunächst wegen möglicher Persistenz, dann wegen erhöhter Komplikations- und Sterberisiken, langfristig wegen des Risikos weiterer Delire. In Verlegungsberichten bzw. Entlassbriefen darf und sollte dieser Nachsorgebedarf deutlich betont werden. </p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Quellen bzw. weitere Links zum Thema</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie / Deutsche Gesellschaft für Geriatrie. S3-Leitlinie „Delir im höheren Lebensalter“. AWMF-Register Nr. 109-001. 2025/2026.<br>Wichtig für Risikofaktoren, Follow-up Care, Tertiärprävention und Informationstransfer.<br><a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/109-001">https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/109-001</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Houdelet-Oertel, A., Lauer, R., Molitor, V., Walter, R., Dörner, J., Palm, R., Otte, I., Vollmar, H. C., &amp; Holle, B. Prevalence of delirium among older nursing home residents: a systematic review and meta-analysis. European Geriatric Medicine. 2026.<br>Wichtig für Delir im Pflegeheim.<br><a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s41999-026-01422-0">https://link.springer.com/article/10.1007/s41999-026-01422-0</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Whitby, J., Nitchingham, A., Caplan, G., Davis, D., &amp; Tsui, A. Persistent delirium in older hospital patients: an updated systematic review and meta-analysis. Delirium. 2022.<br>Wichtig für persistierendes Delir nach der Akutphase.<br><a href="https://deliriumjournal.com/article/36822-persistent-delirium-in-older-hospital-patients-an-updated-systematic-review-and-meta-analysis">https://deliriumjournal.com/article/36822-persistent-delirium-in-older-hospital-patients-an-updated-systematic-review-and-meta-analysis</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schnorr, T. S., Fleiner, T. F., Schroeder, H., Reupke, I., Woringen, F., Trumpf, R., Schroeder, S., Zijlstra, W., &amp; Haussermann, P. Post-discharge mortality in patients with delirium and dementia: A 3-year follow up study. Frontiers in Psychiatry. 2022.<br>Wichtig für die frühe Hochrisikophase nach Delir auf Demenz.<br><a href="https://www.frontiersin.org/journals/psychiatry/articles/10.3389/fpsyt.2022.835696/full">https://www.frontiersin.org/journals/psychiatry/articles/10.3389/fpsyt.2022.835696/full</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">National Institute for Health and Care Excellence. Delirium in adults. Quality statement 5: Communication of diagnosis to GPs. NICE Quality Standard QS63.<br>Wichtig für die Forderung, ein aktuelles oder abgeklungenes Delir in der Entlassungskommunikation ausdrücklich zu benennen.<br><a href="https://www.nice.org.uk/guidance/qs63/chapter/quality-statement-5-communication-of-diagnosis-to-gps">https://www.nice.org.uk/guidance/qs63/chapter/quality-statement-5-communication-of-diagnosis-to-gps</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/07/07/delir-bei-demenz-wenn-die-akutphase-vorbei-ist-bleibt-dennoch-das-risiko/">Delir bei Demenz: Wenn die Akutphase vorbei ist, bleibt dennoch das Risiko</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Demenz und Desorientierung: viel mehr, als nicht von A nach B zu finden</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/02/demenz-und-desorientierung-viel-mehr-als-nicht-von-a-nach-b-zu-finden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jan 2026 14:23:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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		<category><![CDATA[Delir-Abgrenzung]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/02/demenz-und-desorientierung-viel-mehr-als-nicht-von-a-nach-b-zu-finden/">Demenz und Desorientierung: viel mehr, als nicht von A nach B zu finden</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wenn von „Desorientierung“ oder &#8222;Orientierungslosigkeit&#8220; die Rede ist, wird das Thema häufig auf einen einzigen Punkt verkürzt: Menschen mit Demenz finden z.B. das Bad nicht oder verirren sich auf dem Weg nach Hause. Das kommt vor – aber diese Verkürzung ist fachlich riskant. Sie macht aus einem komplexen neurokognitiven Problem ein reines Navigationsproblem. In der Folge greifen Anpassungs- und Umgangsstrategien zu kurz, Missverständnisse häufen sich, und Verhalten wird vorschnell als „unkooperativ“ oder „auffällig“ eingeordnet &#8211; obwohl es sich bei näherer Betrachtung um eine nachvollziehbare Reaktion auf den Verlust von Orientierung handelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Orientierungsqualitäten gibt es?</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Orientierung ist eine Grundfunktion, mit der Menschen sich in der Welt und in sich selbst verorten: Wo bin ich, wann ist jetzt, was passiert hier, wer ist vor mir – und wer bin ich selbst? Bei Demenz können genau diese Qualitäten einzeln oder gemeinsam beeinträchtigt sein. Wer das versteht, kann Verhalten besser deuten, Risiken früher erkennen und Pflege individueller gestalten. Daher ist es wichtig zu wissen, worum es geht wenn von Desorientierung die Rede ist. Mehr dazu in diesem kurzen Film zum Thema:</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1084 / 1080;" width="1084" controls src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/01/DemenzundOrientierungF.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption"><a href="https://youtube.com/shorts/7fpH0kcXnhk?feature=share">Hier können Sie das Video auf Youtube ansehen.</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Differenzierung macht Pflege besser</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Je genauer Pflegefachleute verstehen, welche Orientierungsqualität eingeschränkt ist, desto zielgerichteter können sie reagieren. Das verändert die Praxis ganz konkret:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Verhalten wird als Signal gelesen (nicht als Absicht).</li>



<li class="has-medium-font-size">Kommunikation wird passender: weniger Korrektur, mehr Einordnung, mehr Sicherheit.</li>



<li class="has-medium-font-size">Risiken werden früher erkannt: Delir, Schmerzen, Exsikkose, Infekte, Medikamentennebenwirkungen.</li>



<li class="has-medium-font-size">Maßnahmen werden individueller: Umgebung, Tagesstruktur, Reizniveau, Biografie, Teamabsprachen.</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Am Ende ist Desorientierung kein einzelnes Symptom, sondern eine veränderte Art, Welt, Menschen, Situation und Körper zu erleben. Nur mit erweitertem Wissen über die Wirkungen von Demenzerkrankungen in ihren verschiedenen Facetten und Ausprägungen gelingt eine angemessene, respektvolle und individuelle Pflege. Wer Orientierung differenziert betrachtet, reduziert Eskalationen, stärkt Sicherheit – und arbeitet näher an dem, was Betroffene tatsächlich erleben.</p>



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<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
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		<title>Desorientierung: mehr als nicht von A nach B kommen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Mar 2023 15:16:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/03/07/desorientierung-mehr-als-nicht-von-a-nach-b-kommen/">Desorientierung: mehr als nicht von A nach B kommen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Demenzerkrankungen werden häufig generalisiert mit Vergesslichkeit erklärt. Vielleicht weil das Gedächtnis – wenn es denn nicht mehr wie gewohnt funktioniert, als erstes auch der Umgebung auffällt. Absprachen und Termine werden vergessen – das bekommt die Umgebung mit. Kompensationsstrategien die Betroffene entwickeln können anfangs noch helfen, reichen aber irgendwann nicht mehr aus. Eine Demenzerkrankung bedeutet aber weit mehr, als die Nachteile zunehmender Vergesslichkeit zu erleben.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Desorientierung und Demenz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Verschiedene kognitive Fähigkeiten und Prozesse können im Rahmen einer Demenz beeinträchtigt werden. Es ist dabei wichtig zu beachten und zu verstehen, dass Demenzen keine „Gleichmacher“ sind. Fähigkeitseinschränkungen oder Schwierigkeiten die Betroffene haben, sind unterschiedlich ausgeprägt, können zu unterschiedlichen Zeitpunkten manifest werden und sich auf ganz verschiedene Weise zeigen – oder gar nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund einer Nachfrage hier einige Beispiel zum Thema Orientierung bzw. Desorientierung. Diese sind hier nicht abschließend (vollständig). Vielmehr soll damit an dieser Stelle aufgezeigt werden, wie eine Demenz auf die dargestellten Orientierungsqualitäten wirken kann und welche Folgen ggfs. damit verbunden sind.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/03/Folie1-1-1024x576.png" alt="" class="wp-image-1498" width="1024" height="576" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/03/Folie1-1-1024x576.png 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/03/Folie1-1-300x169.png 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/03/Folie1-1-768x432.png 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/03/Folie1-1.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



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<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Verstehen hat Wirkung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Beispiele zeigen: Vorträge und Schulungen sollten das Thema Orientierung aufgreifen, aber keinesfalls auf ein umherirren / verlaufen reduzieren. Schon deshalb nicht, weil in der Versorgung eine Menge getan werden kann, um Menschen mit Demenz bei der Orientierung zu jeder Qualität zu unterstützen. Dies kann von einer situations- und fähigkeitsfördernden Ansprache bis hin zur Ausstattung der Umgebung mit entsprechender Beschilderung, Kontrastfarben, der Vermeidung von Veränderungen in der Wohnumgebung bis hin zur Nutzung von Technologie ganz verschiedene Aspekte umfassen. Welche Unterstützungsmaßnahmen wann bei wem greifen und sinnvoll sind, bleibt eine der spannenden Antworten, die Pflege und Betreuung bieten kann.   </p>



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<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
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