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	<title>pflegende angehörige Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>Mundgesundheit bei Demenz: Warum Zahnvorsorge zu Hause kaum ankommt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 14:54:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Frau mit Demenz weist die Zahnbürste plötzlich zurück. Ein Mann mit Demenz kaut immer länger, spuckt Speisen aus oder lässt seine Zahnprothese liegen. Solche Veränderungen werden leicht als Folge&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/06/04/mundgesundheit-bei-demenz-warum-zahnvorsorge-zu-hause-kaum-ankommt/">Mundgesundheit bei Demenz: Warum Zahnvorsorge zu Hause kaum ankommt</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine Frau mit Demenz weist die Zahnbürste plötzlich zurück. Ein Mann mit Demenz kaut immer länger, spuckt Speisen aus oder lässt seine Zahnprothese liegen. Solche Veränderungen werden leicht als Folge der Erkrankung verstanden. Dahinter können jedoch Schmerzen, entzündetes Zahnfleisch, Mundtrockenheit oder eine schlecht sitzende Prothese stehen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gerade bei Menschen mit Demenz ist Mundgesundheit mehr als Zahnpflege. Beschwerden im Mund können Essen und Trinken erschweren, die Lebensqualität beeinträchtigen und sich in Unruhe, Rückzug oder Abwehr zeigen. Umso problematischer ist ein Befund <a href="https://www.barmer.de/resource/blob/1504958/aaa9bfee0d1a362ff717f042c0421896/dl-zahnreport-2026-data.pdf">des aktuellen Barmer-Zahnreports</a>: Ausgerechnet Pflegebedürftige, die zu Hause versorgt werden, erhalten besondere zahnärztliche Präventionsleistungen nur sehr selten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mundprobleme werden bei Demenz leicht übersehen</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mit fortschreitender Demenz können Betroffene Schmerzen oder Druckstellen im Mund häufig nicht mehr zuverlässig benennen. Manche finden nicht die richtigen Worte. Andere verstehen nicht mehr, weshalb ihnen eine Pflegeperson die Zähne reinigen oder eine Prothese herausnehmen möchte. Auch die eigenständige Mundpflege kann zunehmend lückenhaft werden, ohne dass dies sofort auffällt.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Pflegebedürftigkeit verschärft das Risiko</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ältere Menschen mit Pflegebedarf weisen häufiger eine beeinträchtigte Mundgesundheit auf als Gleichaltrige ohne Pflegebedarf. Die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie zeigte unter anderem: Mehr als die Hälfte der untersuchten älteren Menschen mit Pflegebedarf war vollständig zahnlos. Fast 30 Prozent benötigten Unterstützung bei der Mundhygiene. Nur knapp 39 Prozent nutzten zahnärztliche Versorgung kontrollorientiert, also nicht erst bei akuten Beschwerden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Zahnlosigkeit bedeutet dabei nicht, dass Mundgesundheit keine Rolle mehr spielt. Auch Menschen mit Vollprothesen können unter Druckstellen, Entzündungen, Pilzbefall, Belägen, Mundtrockenheit oder schlecht sitzendem Zahnersatz leiden. Bei Demenz kommen zusätzliche Schwierigkeiten hinzu: Die betroffene Person kann notwendige Pflegeschritte vergessen, Mundpflege als bedrohlich erleben oder Beschwerden nicht mehr verständlich äußern. Deshalb ist es besonders wichtig, Probleme frühzeitig zu erkennen – bevor Schmerzen, Gewichtsverlust oder akute Behandlungen entstehen.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Barmer-Zahnreport zeigt eine deutliche Versorgungslücke</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Pflegebedürftige Menschen haben Anspruch auf besondere zahnärztliche Präventionsleistungen. Dazu gehören ein Mundgesundheitsstatus, ein individueller Mundgesundheitsplan und eine Mundgesundheitsaufklärung. Diese Leistungen sollen dazu beitragen, Probleme frühzeitig zu erkennen und die tägliche Mund-, Zahn- und Prothesenpflege an die individuelle Situation anzupassen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Der Barmer-Zahnreport 2026 zeigt jedoch, dass diese Leistungen in der häuslichen Versorgung kaum ankommen. Ausgewertet wurden Abrechnungsdaten von Barmer-Versicherten ab 65 Jahren bis einschließlich 2024. Bei ambulant versorgten Pflegebedürftigen lag die Inanspruchnahme der zentralen besonderen Präventionsleistungen im Jahr 2024 bei nur etwa drei Prozent. Bei stationär versorgten Pflegebedürftigen waren es mehr als 25 Prozent. Selbst bei ambulant versorgten Menschen mit Pflegegrad 5 erreichte die Quote lediglich gut sieben Prozent.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das wiegt besonders schwer, weil nach den im Report herangezogenen Angaben des Statistischen Bundesamtes etwa 85 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt werden. Die größte Gruppe pflegebedürftiger Menschen wird von den eigens geschaffenen zahnärztlichen Präventionsangeboten also am wenigsten erreicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum Pflegeheime besser erreicht werden</strong></h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In Pflegeheimen hat die Nutzung der besonderen Präventionsleistungen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Ein wichtiger Grund sind Kooperationsverträge zwischen Einrichtungen und Zahnarztpraxen. In einem Pflegeheim kann eine Zahnarztpraxis mehrere Bewohner bei einem Besuch untersuchen. Zuständigkeiten und regelmäßige Kontakte lassen sich verbindlicher organisieren. Nach dem Barmer-Zahnreport wurden 2024 nahezu 80 Prozent der vor Ort erbrachten Leistungen zum Mundgesundheitsstatus in Einrichtungen mit einem zahnärztlichen Kooperationsvertrag erbracht.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In der häuslichen Pflege fehlt eine vergleichbare Struktur meist. Angehörige müssen wissen, dass der Anspruch besteht. Ein ambulanter Pflegedienst muss ein Problem erkennen und weitergeben. Eine Zahnarztpraxis muss bereit und organisatorisch in der Lage sein, einen Hausbesuch anzubieten. Gerade bei Menschen mit fortgeschrittener Demenz oder eingeschränkter Mobilität kann der Praxisbesuch jedoch kaum noch realistisch sein.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Folge: Der Anspruch besteht, erreicht den Alltag aber häufig nicht.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mit dem <a href="https://www.dnqp.de/fileadmin/HSOS/Homepages/DNQP/Dateien/Expertenstandards/Mundgesundheit/Mund_AV_Auszug.pdf">Expertenstandard „Förderung der Mundgesundheit in der Pflege“ des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung</a> in der Pflege gibt es seit 2023 einen fachlichen Rahmen für professionelle Pflege. Er fordert, dass Pflegefachpersonen einen Unterstützungsbedarf bei der Mundpflege erkennen, Mundprobleme systematisch einschätzen, individuelle Maßnahmen planen, Betroffene und Angehörige beraten und bei Bedarf weitere Expertise hinzuziehen.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<!-- Infokasten: Kernaussagen des Barmer-Zahnreports 2026 -->
<aside class="barmer-zahnreport-box" aria-label="Kernaussagen des Barmer-Zahnreports 2026">
  <style>
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  <h3>Was der Barmer-Zahnreport 2026 zeigt</h3>
  <p class="box-intro">
    Pflegebedürftige haben Anspruch auf besondere zahnärztliche Präventionsleistungen.
    In der häuslichen Versorgung kommen diese jedoch kaum an.
  </p>

  <ul>
    <li>
      Bei ambulant versorgten Pflegebedürftigen nutzten 2024 nur
      <span class="zahl">rund 3 Prozent</span> Leistungen wie Mundgesundheitsstatus,
      Mundgesundheitsplan und Mundgesundheitsaufklärung.
    </li>
    <li>
      In Pflegeheimen lag die Inanspruchnahme 2024 bei
      <span class="zahl">mehr als 25 Prozent</span> und hat sich seit 2019 etwa verdoppelt.
    </li>
    <li>
      Rund <span class="zahl">80 Prozent</span> der vor Ort erbrachten Leistungen
      zum Mundgesundheitsstatus und Mundgesundheitsplan fanden in Einrichtungen
      mit zahnärztlichem Kooperationsvertrag statt.
    </li>
    <li>
      Auch bei schwer Pflegebedürftigen bleibt die Versorgungslücke groß:
      Ambulant versorgte Menschen mit Pflegegrad 4 oder 5 erhielten die
      Präventionsleistungen zuletzt nur zu <span class="zahl">knapp 6 Prozent</span>.
    </li>
    <li>
      Der Zugang hängt stark vom Wohnort ab: Bei Pflegeheimbewohnern reichte
      die Quote 2024 von <span class="zahl">16,8 Prozent in Niedersachsen</span>
      bis <span class="zahl">45,5 Prozent in Berlin</span>.
    </li>
  </ul>

  <p class="quelle">
    Quelle: Barmer-Zahnreport 2026, Datenbasis: vertragszahnärztliche
    Abrechnungsdaten von Barmer-Versicherten ab 65 Jahren, Auswertungszeitraum
    2013 bis 2024.
    <a href="https://www.barmer.de/presse/infothek/studien-und-reporte/zahnreporte/zahnreport-2026-1504928"
       target="_blank" rel="noopener">
      Zur Veröffentlichung der Barmer
    </a>
  </p>
</aside>

</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Es gibt einen Expertenstandard – weshalb bleibt die Lücke trotzdem bestehen?</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Pflegefachpersonen können beobachten, ob eine Prothese nicht mehr getragen wird, ob eine Person beim Zähneputzen abwehrend reagiert oder ob Essen zunehmend schwerfällt. Sie können Mundpflege unterstützen, beraten, dokumentieren und eine zahnärztliche Abklärung anregen. Sie können aber keinen fehlenden Hausbesuch ersetzen und keine zahnärztliche Behandlung selbst durchführen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Genau hier liegt der Unterschied: Der Expertenstandard beschreibt gute pflegerische Begleitung. Der Barmer-Zahnreport misst, ob bestimmte zahnärztliche Präventionsleistungen tatsächlich erbracht und abgerechnet wurden. Dass die Quote in der ambulanten Versorgung so niedrig bleibt, spricht deshalb nicht automatisch gegen die Arbeit einzelner Pflegefachpersonen oder Angehöriger. Es zeigt vor allem, dass pflegerische Beobachtung und zahnärztlicher Zugang zu Hause noch nicht verlässlich miteinander verbunden sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Welche Leistungen stehen Pflegebedürftigen zu?</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gesetzlich versicherte Menschen mit Pflegegrad haben <a href="https://www.g-ba.de/downloads/17-98-4557/2018-06-05_G-BA_Patienteninformation_Mundgesundheit_bf.pdf">Anspruch auf zusätzliche zahnärztliche Leistungen</a> zur Verhütung von Zahnerkrankungen. Dazu gehören:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Mundgesundheitsstatus: Einmal je Kalenderhalbjahr beurteilt die Zahnärztin oder der Zahnarzt den Zustand von Zähnen, Zahnfleisch, Mundschleimhäuten und gegebenenfalls vorhandenem Zahnersatz.</li>



<li class="has-medium-font-size">Mundgesundheitsplan: Auf Grundlage der Untersuchung werden individuelle Empfehlungen für Mund-, Zahn- und Prothesenpflege festgehalten.</li>



<li class="has-medium-font-size">Mundgesundheitsaufklärung: Einmal je Kalenderhalbjahr können die empfohlenen Maßnahmen erklärt und praktisch gezeigt werden. Mit Zustimmung der betroffenen Person können Angehörige oder andere unterstützende Personen einbezogen werden.</li>



<li class="has-medium-font-size">Entfernung harter Zahnbeläge: Pflegebedürftige haben einmal je Kalenderhalbjahr Anspruch auf die Entfernung von Zahnstein.</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bei eingeschränkter Mobilität können diese Leistungen auch im häuslichen Umfeld oder in einer Pflegeeinrichtung erbracht werden, sofern keine zahnmedizinischen Gründe dagegensprechen. Eine laienverständliche Patienteninformation hierzu bietet der Gemeinsame Bundesausschuss. Eine übersichtliche Online-Erklärung stellt außerdem die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung bereit.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mundgesundheit darf kein Zufallsfund bleiben</strong></h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Der aktuelle Zahnreport zeigt: Es fehlt nicht an Wissen darüber, wie bedeutsam Mundgesundheit bei Pflegebedürftigkeit ist. Es gibt besondere Leistungsansprüche, einen pflegerischen Expertenstandard und Informationsmaterialien für Angehörige und Fachpersonen. Was weiterhin fehlt, ist ein verlässlicher Zugang – besonders für die vielen pflegebedürftigen Menschen, die zu Hause leben. Bei Menschen mit Demenz ist diese Lücke besonders folgenreich. Sie können Zahnschmerzen, Druckstellen oder Entzündungen häufig nicht mehr eindeutig mitteilen. Mundprobleme zeigen sich dann möglicherweise als Abwehr, Rückzug oder verändertes Essverhalten.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wer solche Veränderungen beobachtet, sollte deshalb auch an den Mund denken. Nicht jede Ablehnung ist eine Folge der Demenz. Manchmal ist sie ein Hinweis darauf, dass etwas schmerzt – und dass eine zahnärztliche Abklärung längst notwendig wäre.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Quellen und nützliche Informationen</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size"><a href="Barmer: Zahnreport 2/2026 – Versorgung Pflegebedürftiger und Inanspruchnahme besonderer Präventionsleistungen.">Barmer: Zahnreport 2/2026 – Versorgung Pflegebedürftiger und Inanspruchnahme besonderer Präventionsleistungen.</a></li>



<li class="has-medium-font-size"><a href="https://www.g-ba.de/downloads/17-98-4557/2018-06-05_G-BA_Patienteninformation_Mundgesundheit_bf.pdf">Gemeinsamer Bundesausschuss: Patienteninformation „Zusätzliche zahnärztliche Leistungen für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen“.</a></li>



<li class="has-medium-font-size"><a href="https://www.deutsche-alzheimer.de/fileadmin/Alz/pdf/factsheets/infoblatt28-mundgesundheit-demenz-dalzg.pdf">Deutsche Alzheimer Gesellschaft: Infoblatt 28 „Mundgesundheit und Demenz“.</a></li>



<li class="has-medium-font-size"><a href="DNQP: Expertenstandard „Förderung der Mundgesundheit in der Pflege“.">DNQP: Expertenstandard „Förderung der Mundgesundheit in der Pflege“.</a></li>



<li class="has-medium-font-size"><a href="https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/083-047">AWMF/DGZMK/DGAZ: S2k-Leitlinie „Zahnmedizinische Betreuung geriatrischer Patienten“, Version 1.1, 2026.</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/06/04/mundgesundheit-bei-demenz-warum-zahnvorsorge-zu-hause-kaum-ankommt/">Mundgesundheit bei Demenz: Warum Zahnvorsorge zu Hause kaum ankommt</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Pflegereform: Was sich ändern könnte</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/05/11/pflegereform-was-sich-aendern-koennte/</link>
					<comments>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/05/11/pflegereform-was-sich-aendern-koennte/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 14:44:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat erste Eckpunkte ihrer geplanten Pflegereform vorgestellt. Die Pflegegrade sollen nicht abgeschafft werden. Bei den Pflegegraden 1 bis 3 sollen die Anspruchsvoraussetzungen aber offenbar wieder stärker an&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat erste Eckpunkte ihrer geplanten Pflegereform vorgestellt. Die Pflegegrade sollen nicht abgeschafft werden. </p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/finanzentwicklung-1024x768.png" alt="" class="wp-image-3591" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/finanzentwicklung-1024x768.png 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/finanzentwicklung-300x225.png 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/finanzentwicklung-768x576.png 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/finanzentwicklung-1320x990.png 1320w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/05/finanzentwicklung.png 1448w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bei den Pflegegraden 1 bis 3 sollen die Anspruchsvoraussetzungen aber offenbar wieder stärker an die ursprünglichen wissenschaftlichen Empfehlungen angelehnt werden. Der Hintergrund ist die angespannte Finanzlage der Pflegeversicherung. Die Zahl der Leistungsberechtigten ist seit Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs stark gestiegen. Warken verweist auf ein erwartetes Defizit von mehr als 7,5 Milliarden Euro im Jahr 2027 und mehr als 15 Milliarden Euro im Jahr 2028. Damit steht die Pflegeversicherung vor der Frage, wie Leistungen künftig zielgenauer eingesetzt werden können.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Was 2017 anders umgesetzt wurde</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff wurde 2017 ein wichtiger Schritt vollzogen. Pflegebedürftigkeit wurde nicht mehr fast nur über körperliche Hilfe bei einzelnen Verrichtungen verstanden. Auch kognitive und psychische Einschränkungen, Orientierung, Kommunikation und Alltagsbewältigung wurden stärker berücksichtigt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das war besonders für Menschen mit Demenz ein Fortschritt. Ihr Unterstützungsbedarf entsteht oft nicht nur durch körperliche Einschränkungen, sondern durch Orientierungslosigkeit, fehlende Tagesstruktur, Anleitungsbedarf, Verhaltensveränderungen oder fehlende Krankheitseinsicht.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gleichzeitig wurde der Zugang zu Leistungen großzügiger geregelt als ursprünglich empfohlen. Der Expertenbeirat hatte für den neuen Pflegegrad 1 einen Einstieg ab 15 Punkten vorgeschlagen. Gesetzlich umgesetzt wurde aber: Pflegebedürftigkeit beginnt bereits ab 12,5 Punkten. Pflegegrad 1 reicht seitdem von 12,5 bis unter 27 Punkten. Dadurch kamen Menschen mit geringeren Einschränkungen früher in den Leistungsbezug.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum das heute überprüft wird</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Es geht wohl nicht darum, den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff grundsätzlich zurückzudrehen. Es geht vielmehr um die Frage, ob die unteren Pflegegrade noch so abgegrenzt sind, dass Leistungen vor allem dort ankommen, wo ein erheblicher und dauerhafter Unterstützungsbedarf besteht. Gerade Pflegegrad 1 war ursprünglich eher als niedrigschwelliger, präventiver Unterstützungsgrad gedacht: mit Beratung, Pflegehilfsmitteln, Wohnumfeldmaßnahmen und begrenzter Kostenerstattung. Tatsächlich entstand ein breiterer Leistungszugang, unter anderem mit Entlastungsbetrag und weiteren Ansprüchen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div style="border-left: 6px solid #2f6f73; background: #eef7f7; padding: 18px 20px; margin: 24px 0; border-radius: 8px; font-family: Arial, sans-serif; color: #1f2933; line-height: 1.55;">
  <h3 style="margin-top: 0; margin-bottom: 10px; color: #1f4f53; font-size: 1.15em;">
    Warum die Zahl der Leistungsbeziehenden so stark gestiegen ist
  </h3>

  <p style="margin: 0 0 12px 0;">
    Das aktuelle IGES-Gutachten für den GKV-Spitzenverband zeigt: Seit Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs im Jahr 2017 nehmen deutlich mehr Menschen Leistungen der sozialen Pflegeversicherung in Anspruch, als damals prognostiziert wurde. Der Anteil der Pflegebedürftigen an den gesetzlich Versicherten stieg von 4,6 Prozent im Jahr 2017 auf 7,6 Prozent im Jahr 2024.
  </p>

  <p style="margin: 0 0 12px 0;">
    Als Hauptursache nennt das Gutachten nicht allein die demografische Entwicklung. Entscheidend sei vielmehr, dass seit 2017 mehr Pflegeleistungen beantragt werden – häufiger auch von im Durchschnitt jüngeren und weniger stark beeinträchtigten Personen.
  </p>

  <p style="margin: 0; font-size: 0.88em; color: #4b5563;">
    Quelle: IGES Institut im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes: 
    <a href="https://www.gkv-spitzenverband.de/pflegeversicherung/forschung/modellprojekte/pflege_abgeschlossene_projekte_8/pflegepraevalenzen.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer" style="color: #1f4f53; text-decoration: underline;">
      Erklärungsfaktoren für die Entwicklung der Pflegeprävalenzen seit 2017
    </a>, veröffentlicht 2026.
  </p>
</div>
</div>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Neben strengeren Zugangsvoraussetzungen bei den Pflegegraden 1 bis 3 sind weitere Änderungen im Gespräch. Dazu gehören weniger Einzelleistungen und transparentere Budgets, ein Budget für Akut- und Notfälle sowie ein Anspruch auf professionelle Pflegebegleitung, vor allem zur Unterstützung Angehöriger.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Zugleich soll stärker betont werden, dass die Pflegeversicherung eine Teilleistungsversicherung bleibt und keine Vollabsicherung bietet. Außerdem werden spätere oder gestreckte Zuschüsse bei längeren Heimaufenthalten, eine Begrenzung der Heimkosten, höhere Belastungen höherer Einkommen, eine bessere Anlage des Pflegevorsorgefonds sowie mehr Prävention, geriatrische Rehabilitation und Erhalt der Selbstständigkeit genannt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Richtung ist damit erkennbar: Die Pflegeversicherung soll übersichtlicher, finanziell tragfähiger und stärker auf tatsächliche Pflegebedürftigkeit ausgerichtet werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum die Reform notwendig ist</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ohne Reform droht die Pflegeversicherung immer tiefer in eine Finanzierungskrise zu geraten. Das betrifft nicht nur Beitragszahlende, sondern am Ende auch Pflegebedürftige, Angehörige, ambulante Dienste und Einrichtungen. Wenn Ausgaben dauerhaft schneller steigen als Einnahmen, entsteht politischer Druck: Beiträge steigen, Leistungen werden gekürzt oder der Bund muss stärker einspringen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine Reform ist deshalb nicht nur eine Sparmaßnahme. Sie ist auch der Versuch, die Pflegeversicherung langfristig handlungsfähig zu halten. Denn ein System, das finanziell aus dem Gleichgewicht gerät, verliert Verlässlichkeit – gerade für diejenigen, die später auf Pflege angewiesen sind.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Besonders wichtig wird dabei sein, zwischen leichter Unterstützung und echter Pflegebedürftigkeit sauber zu unterscheiden. Frühe Hilfen können sinnvoll sein, etwa um Angehörige zu entlasten oder eine Wohnraumanpassung zu ermöglichen. Gleichzeitig muss die Pflegeversicherung ihre begrenzten Mittel so einsetzen, dass Menschen mit erheblichem Unterstützungsbedarf nicht schlechter gestellt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die offene Streitfrage</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Kritik gibt es dennoch. Patientenschützer, Linke und Caritas warnen davor, die Reform zu stark bei Pflegebedürftigen und Angehörigen anzusetzen. Sie fordern unter anderem, versicherungsfremde Leistungen stärker aus Steuermitteln zu finanzieren.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Dabei steht auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in der Kritik. Er weigere sich weiterhin, versicherungsfremde Leistungen aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren. Der Bundesrat hatte zuvor auf Initiative Baden-Württembergs gefordert, dass der Bund solche gesamtgesellschaftlichen Aufgaben aus Steuermitteln bezahlt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Diese Kritik ändert aber nichts an der Grundfrage: Die Pflegeversicherung braucht eine tragfähige Neuordnung. Entscheidend wird sein, ob die Reform nur Leistungen begrenzt – oder ob sie zugleich mehr Klarheit, bessere Steuerung und verlässliche Unterstützung für wirklich pflegebedürftige Menschen schafft.</p>



<p class="has-pale-cyan-blue-background-color has-background has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für Menschen mit Demenz bleibt wichtig: Ihr Unterstützungsbedarf darf nicht wieder unterschätzt werden. Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff war hier ein fachlicher Fortschritt. Eine Reform sollte deshalb nicht die Anerkennung kognitiver und psychischer Einschränkungen zurücknehmen, sondern die Leistungen zielgenauer, transparenter und langfristig finanzierbar machen.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Quellen</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.aerzteblatt.de/news/warken-gibt-erste-details-zur-pflegereform-bekannt-19b2589d-a2ef-4f1b-bee7-0fe2fa6a22a2?utm_source=chatgpt.com">Ärzteblatt: Warken gibt erste Details zur Pflegereform bekannt</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/pflegeversicherung/forschung/projekte_unterseiten/IGES_Entwicklung_Pflegepraevalenz_Abschlussbericht_final-2026-04-22.pdf?utm_source=chatgpt.com">GKV-Spitzenverband / IGES: Entwicklung der Pflegeprävalenzen und weiterer Kennzahlen seit Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="GKV-Spitzenverband: Starker Anstieg Pflegebedürftigkeit – Zugang zur Pflege in unteren Pflegegraden prüfen">GKV-Spitzenverband: Starker Anstieg Pflegebedürftigkeit – Zugang zur Pflege in unteren Pflegegraden prüfen</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/bundesrat-versicherungsfremde-leistungen-aus-bundessteuermitteln-finanzieren?utm_source=chatgpt.com">Baden-Württemberg: Bundesrat fordert Finanzierung versicherungsfremder Leistungen aus Bundessteuermitteln</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Alzheimer-Demenz: Rapid Review bündelt Evidenz und setzt Leitplanken für eine einheitlichere Versorgung</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/22/alzheimer-demenz-rapid-review-buendelt-evidenz-und-setzt-leitplanken-fuer-eine-einheitlichere-versorgung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Dec 2025 16:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer-Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[ambulante Versorgung]]></category>
		<category><![CDATA[BMG-Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[case management]]></category>
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		<category><![CDATA[demenzdiagnostik]]></category>
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		<category><![CDATA[evidenzbasierte Versorgung]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesundheitsökonomie]]></category>
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		<category><![CDATA[sektorenübergreifende versorgung]]></category>
		<category><![CDATA[versorgungsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungspfad]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das IGES Institut und der Arbeitsbereich Altersmedizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main haben im Rahmen eines vom Bundesministerium für Gesundheit beauftragten Projekts einen Rapid Review vorgelegt. Ziel ist die Entwicklung&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/22/alzheimer-demenz-rapid-review-buendelt-evidenz-und-setzt-leitplanken-fuer-eine-einheitlichere-versorgung/">Alzheimer-Demenz: Rapid Review bündelt Evidenz und setzt Leitplanken für eine einheitlichere Versorgung</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.iges.com/">IGES Institut </a>und der Arbeitsbereich Altersmedizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main haben im Rahmen eines vom <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/index.html">Bundesministerium für Gesundheit</a> beauftragten Projekts einen Rapid Review vorgelegt. Ziel ist die Entwicklung eines „realistischen“ Versorgungspfades für Menschen mit Alzheimer-Demenz und ihre Angehörigen – evidenzbasiert und umsetzbar mit den verfügbaren Mitteln im ambulanten Versorgungssetting.</p>



<h2 class="wp-block-heading"> <br>Ergebnis: Was der Rapid Review liefert</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Im Zentrum steht eine strukturierte Auswertung von 442 wissenschaftlichen Publikationen (identifiziert: 2.125 Quellen; eingeschlossen: 442) aus dem Zeitraum ab 2018. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Evidenz">Die Evidenz</a> wurde thematisch in fünf Bereiche gebündelt: Ursachen und Risikofaktoren, Prävention, Diagnostik, Therapie sowie Versorgungsangebote.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die zusammengefassten Befunde unterstreichen, dass Alzheimer-Demenz einen personzentrierten, interdisziplinären Versorgungsansatz erfordert – und dass ein zukunftsfähiger Versorgungspfad multimodal, flexibel und sektorenübergreifend angelegt sein sollte. Also nichts, was wir nicht eigentlich schon wissen. Besonders deutlich wird im Review jedoch auch der Handlungsdruck aus Versorgungsperspektive: Pflegende Angehörige übernehmen einen Großteil der Unterstützung und berichten häufig, dass die Navigation im komplexen Gesundheitssystem schwierig ist.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div style="background:#e9f4ff;border:1px solid #cfe6ff;border-radius:10px;padding:14px 16px;margin:16px 0;line-height:1.45;">
  <div style="font-size:1.05em;margin:0 0 8px 0;">Was ist ein Rapid Review?</div>
  <p style="margin:0 0 8px 0;">
    Ein Rapid Review ist eine beschleunigte Form der Literaturübersicht. Er bündelt den aktuellen Stand der Forschung zu einer klaren Fragestellung in kurzer Zeit, um Entscheidungen in Praxis und Politik zu unterstützen.
  </p>
  <ul style="margin:0;padding-left:18px;">
    <li>arbeitet mit transparenten, vorab definierten Such- und Auswahlkriterien</li>
    <li>nutzt pragmatische Abkürzungen (z. B. begrenzter Zeitraum, weniger Datenbanken, teils weniger Doppelprüfung)</li>
    <li>liefert schneller Ergebnisse als ein klassisches systematisches Review, kann aber einzelne Studien eher übersehen</li>
  </ul>
</div>
</div>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Parallel steigen die volkswirtschaftlichen Belastungen: Für Deutschland werden die Demenzkosten für 2020 auf rund 20,4 Milliarden Euro geschätzt; der Anteil an allen Krankheitskosten stieg von 3,6 Prozent (2002) auf 4,7 Prozent (2020).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Anforderungen sich für den Versorgungspfad ableiten lassen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Aus den Ergebnissen leiten die Autorinnen und Autoren konkrete Implikationen ab. Dazu gehören insbesondere: ein modularer Aufbau (passend zu Risikoprofil, Erkrankungsstadium und Begleiterkrankungen), klar definierte Verantwortlichkeiten und Kommunikationswege zwischen den beteiligten Akteuren sowie die feste Integration von Prävention, gestufter Diagnostik, abgestuften Therapiebausteinen (pharmakologisch und nicht-pharmakologisch) und palliativen Aspekten in späteren Stadien. Ebenfalls ausdrücklich genannt: systematische Entlastungs- und Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige sowie Qualitätssicherung und Evaluation, damit Innovationen nur bei nachgewiesenem Versorgungsnutzen in den Pfad übernommen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Worauf das Gesamtprojekt hinausläuft</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das dreijährige Forschungsprojekt verfolgt zwei Kernziele: (1) die sektorenübergreifende Zusammenarbeit der an der Versorgung beteiligten Akteure zu stärken und (2) die Versorgungsqualität für Menschen mit Alzheimer-Demenz im Vergleich zur derzeitigen Versorgung messbar zu verbessern und abzusichern.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Auf den Rapid Review folgt eine Analyse des Soll-Zustands (unter Einbezug weiterer Quellen) und dann der Ist-Zustand mit Versorgungsdefiziten und Hürden in der ambulanten medizinischen Versorgung. Geplant sind Experteninterviews (Oktober bis Dezember 2025), Fokusgruppen (Februar/März 2026) sowie anschließend bundesweite Befragungen relevanter Akteursgruppen und danach auch Betroffener und Angehöriger. Der Ansatz ist ausdrücklich partizipativ, um einen praxistauglichen, bedarfs- und bedürfnisgerechten Versorgungspfad zu entwickeln.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://www.versorgungspfad-demenz.de/">Mehr Informationen unter versorgungspfad-demenz.de. </a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/22/alzheimer-demenz-rapid-review-buendelt-evidenz-und-setzt-leitplanken-fuer-eine-einheitlichere-versorgung/">Alzheimer-Demenz: Rapid Review bündelt Evidenz und setzt Leitplanken für eine einheitlichere Versorgung</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kanzler kritisiert Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reform der Pflegeversicherung</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/18/kanzler-kritisiert-bund-laender-arbeitsgruppe-zur-reform-der-pflegeversicherung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Dec 2025 18:50:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Bund-Länder-Arbeitsgruppe]]></category>
		<category><![CDATA[claudia moll]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierung Pflege]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Merz]]></category>
		<category><![CDATA[gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Pflege zu Hause]]></category>
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		<category><![CDATA[pflegeberatung]]></category>
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		<category><![CDATA[pflegekosten]]></category>
		<category><![CDATA[pflegekrise]]></category>
		<category><![CDATA[pflegende angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[pflegepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[pflegereform]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegeversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Regierungsbefragung]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialstaat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Bund-Länder-Arbeitsgruppe für die Zukunft der Pflege kritisiert. Die Arbeit des Gremiums sei mit einem „nicht befriedigenden Ergebnis“ zu Ende gegangen, sagte Merz am Mittwoch&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/18/kanzler-kritisiert-bund-laender-arbeitsgruppe-zur-reform-der-pflegeversicherung/">Kanzler kritisiert Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reform der Pflegeversicherung</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Bund-Länder-Arbeitsgruppe für die Zukunft der Pflege kritisiert. Die Arbeit des Gremiums sei mit einem „nicht befriedigenden Ergebnis“ zu Ende gegangen, sagte Merz am Mittwoch (17.12.2025) im Bundestag. Über das Thema müsse im nächsten Jahr noch ausführlich gesprochen werden.<br>Merz antwortete während der Regierungsbefragung auf eine Frage der SPD-Abgeordneten und ehemaligen Pflegebevollmächtigten Claudia Moll. Sie bat ihn um eine „Botschaft“ an Pflegebedürftige. Dazu sagte der Kanzler, ihm sei vor allem wichtig, dass sich heutige und künftige Pflegebedürftige auf „die Solidarität unseres Sozialstaates“ verlassen könnten. Das gelte in besonderer Weise für Menschen im Pflegeheim.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><video controls src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/12/BKKritikPflegeversicherung.mp4"></video></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Quelle: Deutscher Bundestag (Parlamentsfernsehen), Regierungsbefragung im Deutschen Bundestag, 17.12.2025. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading">Finanzfragen weiter offen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Arbeitsgruppe, bestehend aus Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Bundesländern, hatte am vergangenen Donnerstag ihre Ergebnisse veröffentlicht. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/13/zukunftspakt-pflege-und-die-chancen-fuer-die-versorgung-von-menschen-mit-demenz/">Lesen Sie dazu auch hier.</a><br></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/18/kanzler-kritisiert-bund-laender-arbeitsgruppe-zur-reform-der-pflegeversicherung/">Kanzler kritisiert Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reform der Pflegeversicherung</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bedingt pflegebereit: weniger als die Hälfte kann sich die Versorgung Angehöriger vorstellen</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/11/28/bedingt-pflegebereit-weniger-als-die-haelfte-kann-sich-die-versorgung-angehoeriger-vorstellen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 09:08:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[arbeitgeberverband pflege]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[häusliche versorgung von menschen mit demenz]]></category>
		<category><![CDATA[insa]]></category>
		<category><![CDATA[pflege]]></category>
		<category><![CDATA[pflegebereitschaft]]></category>
		<category><![CDATA[pflegende angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[pflegepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[versorgungslücken im gesundheitswesen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nicht einmal die Hälfte der Deutschen traut sich die Pflege naher Angehöriger zu: Laut einer INSA-Umfrage im Auftrag des Arbeitgeberverbands Pflege (AGVP) geben nur 43,7 Prozent an, Angehörige sowohl pflegen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/11/28/bedingt-pflegebereit-weniger-als-die-haelfte-kann-sich-die-versorgung-angehoeriger-vorstellen/">Bedingt pflegebereit: weniger als die Hälfte kann sich die Versorgung Angehöriger vorstellen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nicht einmal die Hälfte der Deutschen traut sich die Pflege naher Angehöriger zu: Laut einer INSA-Umfrage im Auftrag des Arbeitgeberverbands Pflege (AGVP) geben nur 43,7 Prozent an, Angehörige sowohl pflegen zu können als auch zu wollen. Jeder Dritte (34,4 Prozent) sieht sich aufgrund der eigenen Lebensumstände nicht in der Lage dazu, weitere 10,7 Prozent möchten grundsätzlich nicht pflegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pflegebereitschaft ist begrenzt – und bei Demenz ist die Versorgung besonders anspruchsvoll</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Umfrage zeigt: Schon allgemein traut sich nur ein Teil der Menschen zu, Angehörige zu pflegen. Bei Demenz kommen zusätzlich im Verlauf herausfordernde Verhaltensweisen und später eine völlige Abhängigkeit der Betroffenen &#8211; d.h. eine 24-Stunden-Aufmerksamkeit für Pflegende, hinzu. Realistisch heißt das: Für viele Familien ist eine ausschließliche häusliche Versorgung von Menschen mit Demenz weder leistbar noch dauerhaft gesund.</p>



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    <title id="title">Grobe Schätzung: Versorgungssituation von Menschen mit Demenz</title>
    <desc id="desc">
      Kreisdiagramm: etwa 65 Prozent der Menschen mit Demenz werden zu Hause versorgt, etwa 35 Prozent leben im Pflegeheim.
    </desc>

    <!-- Kreiszentrum (60,60), Radius 50 -->

    <!-- 65 %: Zu Hause versorgt -->
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    <!-- Beschriftung im großen Segment (zu Hause) -->
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      <tspan x="40" dy="-2">Zu Hause</tspan>
      <tspan x="40" dy="10">ca. 65 %</tspan>
    </text>

    <!-- Beschriftung im kleinen Segment (Pflegeheim) -->
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      <tspan x="85" dy="-2">Pflegeheim</tspan>
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    </text>
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  <div class="demenz-pie-caption">
    Grobe Schätzung für Deutschland: Anteil der Menschen mit Demenz in häuslicher Versorgung
    im Vergleich zur stationären Pflege (Basis: Demenz- und Pflegestatistik 2023/24).
  </div>
</div>

</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mehr professionelle und gemischte Versorgungsformen sind nötig. Politik muss die häusliche Versorgung strukturell absichern. Dazu gehört die Stärkung niedrigschwelliger häuslicher Angebote, Tagespflege, Kurzzeitpflege &#8211; im Prinzip jede Form der Kombination aus häuslicher Versorgung durch Angehörige und professioneller Pflege. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Umfrage unterstreicht: Ohne gute Rahmenbedingungen wird es bei Demenz eher zu Überforderung, Abbrüchen der häuslichen Pflege und Verlegenheitsaufnahmen in Krankenhäuser kommen. Schon heute kann es je nach Region sehr schwer sein, entlastende Angebote überhaupt zu bekommen. Zu befürchten ist auch, dass der &#8222;graue Pflegemarkt&#8220; und Schwarzarbeit wachsen werden, fehlt es an bezahlbaren und erreichbaren Angeboten.   </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Begrenzte Pflegebereitschaft und steigende Zahl von Menschen mit Demenz </h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mit dem Älterwerden vieler Menschen in der Republik, wird auch die absolute Zahl von Menschen mit Demenz zunehmen. Es ist naheliegend, dass in der Folge Lücken in der Versorgung zu Hause für die Betroffenen wahrscheinlicher werden. Das spricht dafür, dass Menschen mit Demenz tendenziell früher im Verlauf in eine stationäre Versorgung wechseln könnten. Nicht unbedingt wegen ihrer „Pflegebedürftigkeit an sich“, sondern, weil das familiäre System schneller erschöpft ist. Wenn weniger Menschen bereit sind, zu pflegen, konzentriert sich die reale Pflege auf einen kleineren Teil der Familien – diese sind dann besonders belastet. Belastung ist ein klassischer Risikofaktor für Fehler, Vernachlässigung und Konflikte.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="Quelle: zur Umfrage des AGVP von INSA geht es hier.">Quelle: zur Umfrage des AGVP von INSA geht es hier.</a>  </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/11/28/bedingt-pflegebereit-weniger-als-die-haelfte-kann-sich-die-versorgung-angehoeriger-vorstellen/">Bedingt pflegebereit: weniger als die Hälfte kann sich die Versorgung Angehöriger vorstellen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gefahr der finanziellen Ausbeutung: Menschen mit Demenz besonders gefährdet</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/10/14/gefahr-der-finanzielle-ausbeutung-menschen-mit-demenz-besonders-gefaehrdet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Oct 2025 06:51:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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		<category><![CDATA[zqp analyse]]></category>
		<category><![CDATA[zqp studie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ZQP-Analyse 2025 beleuchtet finanzielle Ausbeutung pflegebedürftiger Menschen aus Sicht von 1.006 pflegenden Angehörigen. Im Zentrum stehen Nähebeziehungen und professionelle Unterstützung – Cyberkriminalität wird ausdrücklich getrennt betrachtet. Insgesamt berichten 16&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/10/14/gefahr-der-finanzielle-ausbeutung-menschen-mit-demenz-besonders-gefaehrdet/">Gefahr der finanziellen Ausbeutung: Menschen mit Demenz besonders gefährdet</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die ZQP-Analyse 2025 beleuchtet finanzielle Ausbeutung pflegebedürftiger Menschen aus Sicht von 1.006 pflegenden Angehörigen. Im Zentrum stehen Nähebeziehungen und professionelle Unterstützung – Cyberkriminalität wird ausdrücklich getrennt betrachtet. Insgesamt berichten 16 % der Befragten von mindestens einem Verdachtsfall finanziellen Missbrauchs in den letzten zwölf Monaten; bei Demenz liegt dieser Anteil signifikant höher (23 %) als ohne Demenz (14 %).</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Im familiären und nachbarschaftlichen Umfeld nennen 8 % einen frischen Verdachtsfall (weitere 7 % länger zurückliegend). Genannt werden u. a. das An-sich-Bringen von Geld/Wertsachen (3 %), Manipulation zu Übertragungen (3 %), Unterschlagung bei Besorgungen (2 %) sowie das Vereinnahmen von Pflegegeld ohne Zustimmung (1 %). Häufig stammt der Verdacht von der pflegebedürftigen Person selbst (50 %) oder von Angehörigen (49 %). Auch Missbrauch von Vorsorge-/Bankvollmachten wird berichtet (3 % in den letzten zwölf Monaten).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verdacht auf Leistungsbetrug &#8211; Cyberkriminalität und Geschenke nachrangig </h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wo externe Dienste eingebunden sind, erinnern sich 12 % an Verdachtsfälle gegen professionelle Unterstützerinnen/Unterstützer im letzten Jahr. Konkret geht es etwa um abgerechnete, aber nicht (voll) erbrachte Leistungen (10 %), über die Wünsche hinausgehende Leistungen (4 %), unrechtmäßig an sich gebrachte Werte (2 %) oder das gezielte Beeinflussen zu Geschenken (1 %). Zusammengenommen nennt die Studie damit ein deutliches Risikobild für Menschen mit Demenz in Nähe- und Unterstützungssystemen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Parallel zeigen die Befragten eine hohe Grundsorge: 90 % halten Pflegebedürftige allgemein für besonders gefährdet, finanziell geschädigt zu werden; 50 % sorgen sich konkret um die von ihnen betreute Person, bei Demenz 55 %. Zugleich brauchen viele Betroffene Hilfe bei Geldgeschäften: 57 % der Angehörigen unterstützen regelmäßig, derweil ein Teil der Pflegebedürftigen weiterhin über eigene Ressourcen verfügt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Cyberkriminalität bleibt ein wichtiger, aber nachgeordneter Befund: 37 % berichten mindestens einen Fall von (versuchtem) Betrug/Trickdiebstahl durch Unbekannte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Transparenz und finanzielle Selbstbestimmung</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Finanzielle Ausbeutung spielt sich oft dort ab, wo Vertrauen herrscht – in Familie, Freundeskreis und professioneller Hilfe. Menschen mit Demenz sind dabei besonders vulnerabel. Prävention bedeutet deshalb, finanzielle Selbstbestimmung sensibel zu sichern, Zuständigkeiten transparent zu regeln (z. B. bei Vollmachten) und zugleich Angehörige zu entlasten und zu informieren; Cyberrisiken sollten mitgedacht, aber nicht isoliert behandelt werden.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.zqp.de/angebot/finanzielle-ausbeutung/">Eggert, S., &amp; Teubner, C. (2025). Finanzielle Ausbeutung pflegebedürftiger Menschen und die Perspektive pflegender Angehöriger in Deutschland. Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP), Berlin. DOI: 10.71059/ATJI8885. ISSN (online): 3052-0231.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Welt-Alzheimer-Tag: Mensch sein und bleiben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2025 18:36:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Deutschland leben derzeit rund 1,9 Millionen Menschen mit Demenz. Bis 2050 könnten es fast drei Millionen sein. Der Grund: Immer mehr Menschen erreichen ein sehr hohes Alter – und&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/09/20/welt-alzheimer-tag-mensch-sein-und-bleiben/">Welt-Alzheimer-Tag: Mensch sein und bleiben</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In Deutschland leben derzeit rund 1,9 Millionen Menschen mit Demenz. Bis 2050 könnten es fast drei Millionen sein. Der Grund: Immer mehr Menschen erreichen ein sehr hohes Alter – und damit das Lebensalter, in dem das Erkrankungsrisiko stark steigt. Mit den geburtenstarken Jahrgängen wird die zahl betroffener seitegen &#8211; und unser Gesundheits- und Sozialsystem prägen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schon heute eine Herausforderung</h2>



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</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Krankenhäuser: Etwa ein Viertel der über 65-Jährigen im Krankenhaus lebt mit Demenz, oft ohne dass dies erkannt ist. Strukturen für Akutmedizin passen schlecht zu den Bedürfnissen Betroffener. Orientierungslosigkeit, Delirien und verlängerte Aufenthalte sind die Folge. Noch fehlt es an flächendeckenden demenzsensiblen Stationen, geschultem Personal und konsequenter Einbindung der Angehörigen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Pflegeheime: die Mehrheit der Bewohner haben eine Demenz. Einrichtungen sind längst zu Demenzpflegezentren geworden – allerdings vielerorts mit chronischem Personalmangel. Beziehungspflege kommt oft zu kurz. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"> Angehörige als Hauptstütze: Rund zwei Drittel aller Menschen mit Demenz werden zu Hause durch Angehörige betreut. Sie tragen schon heute die Hauptlast, und das wird sich auch künftig kaum ändern. Politik setzt stärker auf Unterstützung und Entlastung der Familien als auf eine vollständige Übernahme durch professionelle Dienste. Doch ohne bessere Rahmenbedingungen droht Überlastung, die auch die Gesundheit der Pflegenden gefährdet.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Prävention und Therapien nutzen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Demenz ist nicht nur Schicksal. Studien zeigen, dass möglicherweise bis zu 40 Prozent (theoretisches Maximum) der Erkrankungen durch Präventionsmaßnahmen vermeidbar wären. Prävention wirkt zudem auch dann noch, wenn die Krankheit bereits besteht: Bewegung, ausgewogene Ernährung, geistige Aktivität und soziale Kontakte können den Verlauf positiv beeinflussen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die aktualisierte medizinische Leitlinie empfiehlt kognitive Stimulation, Ergo- und Musiktherapie sowie körperliche Aktivität. <a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/038-013l_S3_Demenzen_2025-07.pdf">Diese Maßnahmen sind wirksam, werden aber viel zu selten angeboten. Auch die Diagnostik hinkt hinterher, obwohl ein Teil der Demenzen ursächlich behandelbar wäre.</a> </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In den vergangenen Jahren hat sich bereits viel bewegt: Demenzfreundliche Krankenhäuser, spezialisierte Pflegekonzepte, mehr Aufklärung in der Gesellschaft und erste krankheitsmodifizierende Therapien zeigen, dass Fortschritt möglich ist. Immer mehr Kommunen bauen Netzwerke auf, die Betroffenen und ihren Familien Unterstützung bieten. Diese Entwicklungen machen deutlich: Wir sind der Herausforderung nicht hilflos ausgeliefert – mit Wissen, Solidarität und Engagement lässt sich die Versorgung Schritt für Schritt verbessern.</p>



<!-- ==== Demenz-Timeline • 3 Zeilen • CSS-only Animation • Ende 2025 („Hoffnung“) ==== -->
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        <div class="card">Donepezil zugelassen</div>
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      <li>
        <span class="dot" aria-hidden="true"></span><span class="stem" aria-hidden="true"></span>
        <div class="year">2000</div>
        <div class="card">Rivastigmin zugelassen</div>
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        <div class="year">2001</div>
        <div class="card">Galantamin zugelassen</div>
      </li>
      <li>
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        <div class="year">2002/2003</div>
        <div class="card">Memantin: EU 2002, USA 2003</div>
      </li>
    </ol>
    <div class="endcap" aria-hidden="true">…</div>
  </section>

  <!-- Zeile 2 -->
  <section class="lane l2" aria-label="Zeitstrahl Zeile 2">
    <header><div>2012</div><div>2019</div></header>
    <div class="rail"><div class="progress" aria-hidden="true"></div></div>
    <ol>
      <li>
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        <div class="year">2012</div>
        <div class="card">Start der „Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz“</div>
      </li>
      <li>
        <span class="dot" aria-hidden="true"></span><span class="stem" aria-hidden="true"></span>
        <div class="year">2013</div>
        <div class="card">G8 Dementia Summit (London)</div>
      </li>
      <li>
        <span class="dot" aria-hidden="true"></span><span class="stem" aria-hidden="true"></span>
        <div class="year">2017</div>
        <div class="card">WHO Global Action Plan zu Demenz (2017–2025)</div>
      </li>
      <li>
        <span class="dot" aria-hidden="true"></span><span class="stem" aria-hidden="true"></span>
        <div class="year">2017</div>
        <div class="card">Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff (Deutschland)</div>
      </li>
      <li>
        <span class="dot" aria-hidden="true"></span><span class="stem" aria-hidden="true"></span>
        <div class="year">2019</div>
        <div class="card">WHO-Leitlinie zur Risikoreduktion von Demenz</div>
      </li>
    </ol>
    <div class="endcap" aria-hidden="true">…</div>
  </section>

  <!-- Zeile 3 -->
  <section class="lane l3" aria-label="Zeitstrahl Zeile 3">
    <header><div>2020</div><div>2025</div></header>
    <div class="rail"><div class="progress" aria-hidden="true"></div></div>
    <ol>
      <li>
        <span class="dot" aria-hidden="true"></span><span class="stem" aria-hidden="true"></span>
        <div class="year">2020</div>
        <div class="card">Nationale Demenzstrategie (Deutschland)</div>
      </li>
      <li>
        <span class="dot" aria-hidden="true"></span><span class="stem" aria-hidden="true"></span>
        <div class="year">2021</div>
        <div class="card">Aducanumab: FDA beschl. Zulassung</div>
      </li>
      <li>
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        <div class="year">2023</div>
        <div class="card">Lecanemab: FDA reguläre Zulassung</div>
      </li>
      <li>
        <span class="dot" aria-hidden="true"></span><span class="stem" aria-hidden="true"></span>
        <div class="year">2024</div>
        <div class="card">Donanemab: FDA-Zulassung</div>
      </li>
      <li aria-label="Ende 2025">
        <span class="dot" aria-hidden="true"></span><span class="stem" aria-hidden="true"></span>
        <div class="year">2025</div>
        <div class="card"><strong>Hoffnung</strong></div>
      </li>
    </ol>
    <div class="endcap"><strong>Ende: 2025</strong></div>
  </section>
</div>
<!-- ==== /Demenz-Timeline ==== -->




<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Deutschland steuert auf eine deutliche Zunahme von Demenzfällen zu. Krankenhäuser und Pflegeheime sind schon heute gefordert, Angehörige tragen den größten Teil der Versorgung. Gleichzeitig gibt es Chancen: Prävention, frühzeitige Diagnostik, wirksame Therapien und lokale Netzwerke können helfen, die Herausforderungen zu bewältigen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine Demenz nimmt vieles, aber nicht das Menschsein. Gefühle und Bedürfnisse bleiben – und damit auch unsere Verantwortung, Betroffenen Würde, Teilhabe und Menschlichkeit zu sichern. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:57px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.deutsche-alzheimer.de/artikel/gemeinsame-pressemitteilung-zum-welt-alzheimertag-2025-demenz-mensch-sein-und-bleiben">Stellungnahme Deutsche Alzheimer Gesellschaft. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.nationale-demenzstrategie.de/aktuelles/artikel/gemeinsam-fuer-mehr-sichtbarkeit-bundesweite-aktionen-zum-welt-alzheimertag-und-zur-woche-der-demenz-2025">Nationale Demenzstrategie</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.wegweiser-demenz.de/wwd/aktiv-werden/jubilaeum-des-wegweiser-demenz">Jubiläum Wegweiser Demenz</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/09/20/welt-alzheimer-tag-mensch-sein-und-bleiben/">Welt-Alzheimer-Tag: Mensch sein und bleiben</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Angehörige bleiben größter Pflegedienst in Deutschland – Politik muss Strukturen anpassen</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/09/16/angehoerige-bleiben-groesster-pflegedienst-in-deutschland-politik-muss-strukturen-anpassen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Sep 2025 07:18:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[abgrenzung der professionellen pflege]]></category>
		<category><![CDATA[diw]]></category>
		<category><![CDATA[finanzierungslücke der pflege]]></category>
		<category><![CDATA[pflegende angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[reformen der pflegeversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[struktureformen im gesundweitswesen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein aktueller Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt erneut die enorme Bedeutung der informellen Pflege in Deutschland. Millionen Menschen versorgen ihre Angehörigen oder Bekannten, oft zusätzlich zu Beruf&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/09/16/angehoerige-bleiben-groesster-pflegedienst-in-deutschland-politik-muss-strukturen-anpassen/">Angehörige bleiben größter Pflegedienst in Deutschland – Politik muss Strukturen anpassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein aktueller Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt erneut die enorme Bedeutung der informellen Pflege in Deutschland. Millionen Menschen versorgen ihre Angehörigen oder Bekannten, oft zusätzlich zu Beruf und eigenen Verpflichtungen. Zwei Drittel dieser Pflege findet außerhalb des eigenen Haushalts statt – meist durch Kinder, Schwiegerkinder oder Enkel für (Schwieger-)Eltern und Großeltern. Ein Drittel leisten Angehörige im eigenen Haushalt, hier vor allem Partnerinnen und Partner. Auffällig ist: Pflege beginnt vielfach schon vor der Zuerkennung eines offiziellen Pflegegrades.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Studie macht deutlich, dass die Belastungen stark variieren. Während innerhäusliche Pflege meist mit einer Rund-um-die-Uhr-Verantwortung verbunden ist, sind außerhäusliche Pflegearrangements häufig punktueller organisiert – allerdings ebenfalls mit erheblichen zeitlichen und finanziellen Kosten. Im Durchschnitt entstehen pflegenden Haushalten monatlich zusätzliche Ausgaben von rund 100 Euro, bei innerhäuslicher Pflege oft deutlich mehr. Haushalte mit pflegebedürftigen Personen verfügen zudem über ein unterdurchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Frauen tragen weiterhin die Hautplast</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Besonders relevant: Frauen tragen weiterhin die Hauptlast. Zwei Drittel der Hauptpflegepersonen sind weiblich, innerhäuslich im Durchschnitt 61 Jahre alt, außerhäuslich 54 Jahre. Während außerhäuslich Pflegende überwiegend erwerbstätig sind, übernehmen im eigenen Haushalt vielfach bereits Rentnerinnen und Rentner die Versorgung.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Politisch rückt derzeit die Einführung eines Familienpflegegeldes als Lohnersatzleistung in den Fokus. Doch der Bericht warnt vor einer zu engen Orientierung am Elterngeldmodell: Pflegephasen sind oft nicht planbar und können sehr lange andauern. Befristete Leistungen greifen daher zu kurz, insbesondere für Menschen, die dauerhaft und umfassend pflegen, etwa Eltern von Kindern mit Behinderungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Klare Grenzen zur professionellen Pflege</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das Fazit ist eindeutig: Angehörige und Bekannte sind der größte Pflegedienst des Landes – doch sie dürfen nicht als billige Ressource betrachtet werden. Um die steigende Zahl Pflegebedürftiger zu bewältigen, braucht es nicht nur punktuelle finanzielle Unterstützung, sondern vor allem strukturelle Reformen der Pflegeversicherung. Es eine klare Abgrenzung der Rolle informeller Pflege: Angehörige können und sollen weiterhin eine zentrale Stütze sein, aber nicht die strukturellen Defizite der professionellen Pflege ausgleichen. Das bedeutet, dass Politik verbindlich definieren muss, welche Aufgaben der professionelle Sektor übernehmen muss – und welche ergänzend von Angehörigen getragen werden können, ohne diese dauerhaft zu überlasten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: Brandt, M.; Ehrlich, U.; Geyer, J.; Haan, P.; Kelle, N. (2025): <em>Größter Pflegedienst in Deutschland: Millionen Menschen pflegen Angehörige inner- und außerhalb ihres Haushalts.</em> DIW Wochenbericht Nr. 37/2025, S. 592–598. DOI: <a href="https://doi.org/10.18723/diw_wb:2025-37-1">10.18723/diw_wb:2025-37-1</a> </p>
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		<title>Pflege Angehörige: Einkommen ok – aber überlastet</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/09/11/pflege-angehoerige-einkommen-ok-aber-ueberlastet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 14:08:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[arm durch pflege]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[einkommen pflegender angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[einkommen pflegender angehöriger]]></category>
		<category><![CDATA[macht pflege arm]]></category>
		<category><![CDATA[pflege]]></category>
		<category><![CDATA[pflegegeld]]></category>
		<category><![CDATA[pflegende angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[pflegende angehörige zeitlich unter druck]]></category>
		<category><![CDATA[studie institut der deutschen wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[vereinbarkeit pflege und beruf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Deutschland übernehmen Millionen Menschen Pflegeaufgaben für Angehörige. Was viele befürchten: dadurch in die Armut gedrängt zu werden. Das lässt sich nach einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/09/11/pflege-angehoerige-einkommen-ok-aber-ueberlastet/">Pflege Angehörige: Einkommen ok – aber überlastet</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In Deutschland übernehmen Millionen Menschen Pflegeaufgaben für Angehörige. Was viele befürchten:  dadurch in die Armut gedrängt zu werden. Das lässt sich nach einer <a href="https://www.iwkoeln.de/">Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)</a> empirisch so nicht bestätigen. Sie zeigt: finanzielle Unterschiede zwischen pflegenden und nicht pflegenden Menschen sind vergleichsweise gering. Der eigentliche Engpass liegt woanders – bei der Zeit, die Pflege kostet, und bei der fehlenden Flexibilität im Arbeitsleben. Besonders junge Frauen tragen hier die größte Last.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer pflegt in Deutschland?</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">2022 haben rund 5,65 Millionen Menschen in Deutschland Angehörige gepflegt. Darunter waren 4,22 Millionen im erwerbsfähigen Alter zwischen 18 und 66 Jahren. Sie gehören zu der sogenannten „Sandwich-Generation“: Menschen, die gleichzeitig Beruf, Familie und Pflegeaufgaben vereinbaren müssen. Auffällig ist die ungleiche Verteilung nach Geschlecht: Frauen übernehmen deutlich häufiger Pflege als Männer. In der Altersgruppe zwischen 18 und 50 Jahren liegt der Frauenanteil bei rund 65 Prozent. Auch im höheren Alter sind Frauen überrepräsentiert, wenn auch mit abnehmendem Abstand. Pflege bleibt also nach wie vor weiblich – mit Folgen für Einkommen und Lebenszufriedenheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Einkommen: nur ein scheinbarer Nachteil?</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Betrachtet man nur die individuellen Bruttoeinkommen, liegen pflegende Personen klar zurück. Jüngere Pflegende (18–50 Jahre): 3.023 € brutto im Monat, verglichen mit 3.607 € bei Nicht-Pflegenden. Ältere Pflegende (50–66 Jahre): 3.385 € brutto, verglichen mit 4.082 € bei Nicht-Pflegenden. Das entspricht etwa 86–87 Prozent des Einkommensniveaus von Nicht-Pflegenden. Besonders deutlich sind die Unterschiede bei Frauen: Pflegende Frauen zwischen 50 und 66 Jahren verdienen im Schnitt nur 2.598 € brutto, während Männer mit Pflegeverantwortung im gleichen Alter 4.617 € erzielen. Diese Zahlen deuten zunächst auf ein erhebliches Armutsrisiko hin. Doch die Studie zeigt, dass dieser Blick zu kurz greift.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Haushaltsnettoeinkommen: Ausgleich durch Transfers und Partner</h2>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Entscheidend ist das Haushaltsnettoeinkommen, also das verfügbare Einkommen nach Steuern, Sozialabgaben und Transfers, geteilt durch die Haushaltsgröße. Hier schrumpfen die Unterschiede erheblich. Im Schnitt liegt das bedarfsgewichtete Haushaltsnettoeinkommen bei 2.351 € für Nicht-Pflegende und bei 2.285 € für Pflegende. Der Unterschied beträgt lt. der Untersuchung also gerade einmal 66 € im Monat.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<!-- Mini-Balkendiagramm: Haushaltsnettoeinkommen (bedarfsgewichtet) -->
<figure style="display:block; margin:1rem auto; width:280px; max-width:100%; border:1px solid #e5e7eb; border-radius:10px; padding:12px; background:#ffffff; box-shadow:0 1px 2px rgba(0,0,0,.04); font-family:system-ui,-apple-system,Segoe UI,Roboto,Helvetica,Arial,sans-serif; color:#111827;">
  <figcaption style="font-size:14px; font-weight:600; margin-bottom:8px; text-align:center;">
    Haushaltsnettoeinkommen (bedarfsgewichtet)
  </figcaption>

  <!-- Achse / Chart-Wrapper -->
  <div role="img" aria-label="Vergleich bedarfsgewichtetes Haushaltsnettoeinkommen: Nicht-Pflegende 2.351 Euro, Pflegende 2.285 Euro." style="display:block; width:100%;">

    <!-- Nicht-Pflegende -->
    <div style="display:flex; align-items:center; justify-content:space-between; margin:6px 0 4px;">
      <span style="font-size:12px; line-height:1; color:#374151;">Nicht-Pflegende</span>
      <span style="font-size:12px; line-height:1; color:#374151;">2.351&nbsp;€</span>
    </div>
    <div style="height:14px; background:#f3f4f6; border-radius:7px; overflow:hidden;">
      <div style="width:100%; height:100%; background:#2563eb; border-radius:7px;"></div>
    </div>

    <!-- Pflegende -->
    <div style="display:flex; align-items:center; justify-content:space-between; margin:10px 0 4px;">
      <span style="font-size:12px; line-height:1; color:#374151;">Pflegende</span>
      <span style="font-size:12px; line-height:1; color:#374151;">2.285&nbsp;€</span>
    </div>
    <div style="height:14px; background:#f3f4f6; border-radius:7px; overflow:hidden;">
      <!-- 2.285 / 2.351 ≈ 97.2% -->
      <div style="width:97.2%; height:100%; background:#10b981; border-radius:7px;"></div>
    </div>
  </div>

  <!-- Legende -->
  <p style="margin:10px 0 0; font-size:11px; line-height:1.3; color:#6b7280; text-align:center;">
    Bedarfsgewichtung „übersetzt“ Haushaltseinkommen in ein vergleichbares Pro-Kopf-Maß.
  </p>
</figure>
</div>
</div>
</div>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Auch beim Armutsrisiko zeigt sich kaum eine Differenz: 15,3 Prozent der Nicht-Pflegenden und 15,9 Prozent der Pflegenden gelten als armutsgefährdet. Pflege führt also nicht automatisch in die Armut, wie oft befürchtet wird. Der Grund: Partner-Einkommen und staatliche Leistungen wie Pflegegeld (ab Pflegegrad 2) federn finanzielle Einbußen ab. In vielen Fällen ermöglicht erst dieser Ausgleich, dass Angehörige Pflege überhaupt übernehmen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die eigentliche Belastung: Zeit und Vereinbarkeit</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Während die finanzielle Lage überraschend stabil wirkt, zeigt sich das eigentliche Problem an anderer Stelle: in der zeitlichen Belastung. Pflegeaufgaben summieren sich neben Beruf und Familie zu einer Mehrfachbelastung, die sich in der Zufriedenheit niederschlägt. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Pflegende berichten durchweg von geringerer Zufriedenheit mit Arbeitsplatz, Einkommen und Gesundheit. Besonders junge Frauen zwischen 18 und 50 Jahren schneiden hier am schlechtesten ab – sie zählen zu den unzufriedensten Gruppen überhaupt. Das Institut kommt daher zum Schluss: Politisch sinnvoller als zusätzliche Geldleistungen wäre es, mehr zeitliche Flexibilität zu schaffen. Ein Beispiel ist die Umstellung von täglicher auf wöchentliche Höchstarbeitszeiten, wie sie im Koalitionsvertrag diskutiert wird. Für viele Pflegende wäre das eine entscheidende Entlastung.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Studie weist auch darauf hin, dass es nicht nur um individuelle Entscheidungen geht, sondern auch um strukturelle Faktoren: Berufe mit geringerem Anforderungsniveau, fehlende Aufstiegsmöglichkeiten oder gesellschaftliche Erwartungen, dass Töchter und Ehefrauen eher pflegen als Söhne oder Männer.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Konsequenzen für Politik und Gesellschaft</h2>
</div></div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/09/imtextbildiwstudie-683x1024.png" alt="" class="wp-image-3088" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/09/imtextbildiwstudie-683x1024.png 683w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/09/imtextbildiwstudie-200x300.png 200w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/09/imtextbildiwstudie-768x1152.png 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/09/imtextbildiwstudie.png 1024w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Zahlen belegen, dass Angehörigenpflege nicht automatisch zu einer finanziellen Katastrophe führt. Dennoch darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass Pflegende mit erheblichen Belastungen leben. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Pflege ist keine Armutsfalle laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft. Die Unterschiede im Wohlstandsniveau sind gering, jedoch ist Zeit ist der entscheidende Faktor. Mehr Flexibilität im Arbeitsrecht wäre für Pflegende hilfreicher als zusätzliche Geldleistungen lt. dieser Untersuchung. Frauen tragen die Hauptlast. Junge Frauen unter 50 sind besonders stark belastet und unzufrieden. Wer über Pflegepolitik spricht, sollte daher den Blick weiten: Es geht nicht nur um finanzielle Hilfen, sondern vor allem um Strukturen, die Pflege mit Beruf und Familie vereinbar machen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die IW-Studie zeigt ein differenziertes Bild: Pflege durch Angehörige ist finanziell weniger riskant, als viele denken. Aber sie ist ein Zeitfresser, der Karrieren hemmt, Gesundheit belastet und Lebenszufriedenheit mindert. Wenn Politik hier ansetzen will, dann nicht nur mit Geld – sondern mit flexiblen Arbeitszeiten, verlässlicher Unterstützung und einem Kulturwandel, der Pflege als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begreift.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: Maximilian Stockhausen (2025): <a href="https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/IW-Trends/PDF/2025/IW-Trends_2025-02-05_Stockhausen.pdf">Einkommen und Pflege – Eine Analyse der finanziellen Situation von privat Pflegenden. IW-Trends 2/2025</a>, Institut der deutschen Wirtschaft Köln.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/09/11/pflege-angehoerige-einkommen-ok-aber-ueberlastet/">Pflege Angehörige: Einkommen ok – aber überlastet</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Depression bei pflegenden Angehörigen: soziale Bedingungen beeinflussen Risiko</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/06/30/depression-bei-pflegenden-angehoerigen-soziale-bedingungen-beeinflussen-risiko/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jun 2025 08:03:08 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Studie von Cho und Hwang untersuchte 528 pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz in den USA. Etwa 16 % der pflegenden Angehörigen litten unter Depressionen – ein Wert, der deutlich höher ist als in der Allgemeinbevölkerung. Ziel der Untersuchung war es, herauszufinden, welche sozialen Faktoren (soziale Determinanten der Gesundheit) mit dem Risiko für Depressionen zusammenhängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es zeigte sich, dass sogenannte „intermediäre Determinanten“ wie das Leben mit einem Ehe- oder Lebenspartner und die Teilnahme an Pflege-Trainingsprogrammen das Risiko einer Depression signifikant senken. Diese schützenden Faktoren wirkten auch dann noch, wenn andere Einflüsse wie Alter, Geschlecht, Bildung oder Einkommen berücksichtigt wurden.</p>



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    <strong>Ohne Partner</strong><br>
    Höheres Depressionsrisiko
  </div>

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    <strong>Mit Partner</strong><br>
    Deutlich geringeres Risiko
  </div>

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    <strong>Ohne Training</strong><br>
    Eher höheres Risiko
  </div>

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    <strong>Mit Training</strong><br>
    Sehr geringes Risiko
  </div>

</div>

</div>



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<p class="wp-block-paragraph">Die Autoren betonen: Pflegende Angehörige brauchen bessere Unterstützung durch Schulungen, Beratung und soziale Netzwerke. Solche Angebote sollten leichter zugänglich gemacht werden, um psychische Belastungen frühzeitig zu erkennen und zu mindern. Dadurch kann nicht nur das Wohlbefinden der Pflegenden verbessert, sondern auch die Qualität der Versorgung von Menschen mit Demenz gesichert werden.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse unterstreichen zudem die Bedeutung von Partnerschaft und sozialem Rückhalt: Wer als Pflegender nicht allein ist, hat bessere Chancen, die Belastungen der Pflege zu bewältigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quelle:</strong> Cho &amp; Hwang, <em>Alzheimer’s &amp; Dementia</em> 2025; DOI: <a class="" href="https://doi.org/10.1002/alz.70325">10.1002/alz.70325</a></p>
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