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	<title>pflegebevollmächtigter Archive -</title>
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		<title>Pflegebevollmächtigter möchte im Amt bleiben &#8211; weiterhin gegen Impfpflicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Nov 2021 08:12:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[impfung]]></category>
		<category><![CDATA[pflegebevollmächtigter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aktuell stiegen die Corona-Fallzahlen wieder und der Winter steht erst noch bevor. Zum Teil gab es schwere Impfdurchbrüche in Pflegeheimen, auch mit Toten. Wieder und wieder haben Gesundheitspolitiker wie beispielsweise&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2021/11/01/pflegebevollmaechtigter-moechte-im-amt-bleiben-weiterhin-gegen-impfpflicht/">Pflegebevollmächtigter möchte im Amt bleiben &#8211; weiterhin gegen Impfpflicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Aktuell stiegen die Corona-Fallzahlen wieder und der Winter steht erst noch bevor. Zum Teil gab es schwere <a href="https://www.rnd.de/politik/corona-in-pflegeheimen-impfdurchbrueche-steigen-ist-man-fuer-den-herbst-geruestet-63OPSKNEY5FFRCW5CGXJE7DQMU.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Impfdurchbrüche in Pflegeheimen</a>, auch mit Toten. Wieder und wieder haben Gesundheitspolitiker wie beispielsweise der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen Karl-Josef Laumann insbesondere <a href="https://www.altenheim.net/artikel/2021/2021_7/2021_07_27_laumann_impfung-pflegekraefte" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pflegekräfte aufgerufen</a>, sich impfen zu lassen. Bereits im Januar kritisierte der <a href="https://www.pflegebevollmaechtigter.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Andreas Westerfellhaus</a>, in einem <a href="https://www.deutschlandfunk.de/pflegebeauftragter-westerfellhaus-mich-impfen-zu-lassen-das.694.de.html?dram:article_id=490274" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beitrag des Deutschlandfunks die Impfskepsis</a> mancher Pflegender. Wo stehen wir aus Sicht des Pflegebevollmächtigten heute?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Herr Westerfellhaus, Sie habe auch Krankenpfleger gelernt und als solcher gearbeitet. Ärgert es Sie besonders, wenn Kolleginnen und Kollegen aus der eigenen Branche sich nicht impfen lassen oder gar Falschbehauptungen zur Impfung in sozialen Medien teilen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Andreas Westerfellhaus: </strong>Natürlich ist es ärgerlich und fatal, wenn Falschaussagen in den sozialen Netzwerken verbreitet werden. Ich bin aber überzeugt, dass die meisten Pflegekräfte sich der Konsequenzen durch das Coronavirus sehr bewusst sind, verantwortungsvoll handeln und zuletzt auch den bestmöglichsten Schutz für die Pflegebedürftigen wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Eine Impfpflicht für Pflegekräfte lehnten Sie im September ab, berichtete z.B. das Ärzteblatt. Wie stehen Sie heute dazu, angesichts der Impfdurchbrüche in Pflegeheimen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Andreas Westerfellhaus:</strong> Ich bin nach wie vor gegen eine Impfpflicht. Damit lösen wir keine Probleme, insbesondere gegen Impfdurchbrüche würde sie ja nichts bewirken. Ich appelliere aber noch einmal an alle Pflegekräfte, die noch nicht geimpft sind, ihre Impfentscheidung mit Professionalität und fachlichem Wissen, wie es durch viele Studienergebnisse und Experten zur Verfügung gestellt wird, zu treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Glauben Sie, wenn die Fallzahlen weiter steigen und es zu weiteren Fällen in Pflegeeinrichtungen kommt, dass im Winter 2021/2022 ähnlich restriktive Besuchsregeln drohen wie zuletzt, als die Einrichtungen nahezu abgeschottet waren für Besucher*innen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Andreas Westerfellhaus:</strong> Es darf nicht noch einmal zu Besuchsverboten und anderen gravierenden Einschränkungen kommen, wie wir sie in den ersten Wellen der Pandemie erleben mussten. Deshalb halte ich es auch für sehr wichtig, dass wir möglichst bundesweit einheitliche Regelungen haben, die eine klare Richtschnur geben. Zudem ist es weiterhin nötig die Pflegeeinrichtungen zu schützen, zum Beispiel durch die Fortführung von Testungen für Personal und Besucher in den Pflegeeinrichtungen auch über die Jahreswende hinaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">J<strong>ochen Gust:</strong> Können Sie 3 Punkte nennen, die aus Ihrer Sicht die neue Bundesregierung sofort angehen muss, sobald sie die Amtsgeschäfte übernimmt?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Andreas Westerfellhaus:</strong> Die Herausforderungen sind doch allen klar: wir brauchen bessere Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung für alle Pflegekräfte. Dafür ist eine echte Personalbemessung sowohl im Krankenhaus als auch in der Langzeitpflege Voraussetzung. Und als letzten Punkt möchte ich die Selbstbestimmung der Pflegebedürftigen nennen. Diese müssen wir z.B. durch bedarfsgerechte, individuelle und flexible Angebote ermöglichen. Wenn ich die Signale der neuen parlamentarischen Mehrheit höre, liegen diese Herausforderungen auf dem Tisch der Koalitionsverhandlungen. Aber auch die Pflegekräfte selbst müssen dafür sorgen, dass Ihre Forderungen deutlich und möglichst mit einer Stimme gehört werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Die CDU wird nicht mehr Teil der kommenden Bundesregierung sein. Wird das Amt des Pflegebevollmächtigten auch unter einer Ampel-Koalition weiter von Ihnen ausgeübt werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">A<strong>ndreas Westerfellhaus:</strong> Die Entscheidung darüber, wer der oder die neue Pflegebevollmächtigte wird, trifft das neue Kabinett. Ich finde diesen Posten gerade jetzt besonders wichtig und würde gerne weiter mit meiner Expertise und meiner ganzen Kraft die angesprochenen Herausforderungen angehen.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Ich danke Herrn Westerfellhaus für seine Antworten. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Foto © Pflegebevollmächtigter, Fotograf Holger Gross</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2021/11/01/pflegebevollmaechtigter-moechte-im-amt-bleiben-weiterhin-gegen-impfpflicht/">Pflegebevollmächtigter möchte im Amt bleiben &#8211; weiterhin gegen Impfpflicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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		<title>Pflegebevollmächtigter A. Westerfellhaus: Projekt zur Beratung von Führungskräften in der Pflege (GAP) für bessere Arbeitsbedingungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jan 2021 12:59:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[altenpflege]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Andreas Westerfellhaus ist Staatsekretär und Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung. In seiner Pressemitteilung vom 28.12.2020 teilte er mit, im Januar 2021 ein neues Projekt für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege zu starten:&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2021/01/13/pflegebevollmaechtigter-a-westerfellhaus-projekt-zur-beratung-von-fuehrungskraeften-in-der-pflege-gap-fuer-bessere-arbeitsbedingungen/">Pflegebevollmächtigter A. Westerfellhaus: Projekt zur Beratung von Führungskräften in der Pflege (GAP) für bessere Arbeitsbedingungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.pflegebevollmaechtigter.de/amt-und-person.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Andreas Westerfellhaus</a> ist Staatsekretär und Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung. In seiner <a href="https://www.pflegebevollmaechtigter.de/details/arbeitsbedingungen-in-der-pflege-verbessern-durch-berater-vor-ort.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pressemitteilung vom 28.12.2020</a> teilte er mit, im Januar 2021 ein neues Projekt für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege zu starten: GAP &#8211;  &#8222;Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege zur Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf&#8220;. Auch z.B. die <a href="https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/pflege-mit-beratung-zu-besseren-arbeitsbedingungen-17121426.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">FAZ berichtete</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Externe Berater sollen dabei Führungskräfte in der Pflege schulen, um zu besseren Arbeitsbedingungen beizutragen. Mit der Beratung und Schulung wurde die <a href="https://www.bqs.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Firma BQS</a> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/BQS_Institut_f%C3%BCr_Qualit%C3%A4t_%26_Patientensicherheit" target="_blank" rel="noreferrer noopener">betraut</a>. Zum Projekt hat Andreas Westerfellhaus mir einige Fragen beantwortet:</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/01/L1030592-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-646" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/01/L1030592-1024x683.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/01/L1030592-300x200.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/01/L1030592-768x512.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/01/L1030592-1536x1024.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/01/L1030592-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Andreas Westerfellhaus; Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung<br>Fotograf: Holger Gross</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Jochen Gust: </strong>Herr Westerfellhaus, sind mangelnde Führungsfähigkeiten oder -qualitäten aus Ihrer Sicht ein zentrales Problem der Altenhilfe?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Andreas Westerfellhaus:</strong> Es gibt viele Einrichtungen, die keine Probleme haben Mitarbeiter zu finden und zu halten. Bei anderen herrscht eine ständige Fluktuation und ein Mangel an Personal. Das hat oft etwas mit dem Management und der Führung eines Unternehmens zu tun. Das zentrale Problem für den Pflegefachkräftemangel sind ja nun einmal die Arbeitsbedingungen. Wenn die Personaldecke dünn ist, Mehrarbeit, Überstunden und Rückrufe aus dem Frei alltäglich sind, ist dies kaum attraktiv für die Beschäftigten. Und wenn es dann dem Management nicht gelingt gegenzusteuern, darf man sich nicht wundern, dass Pflegekräfte aus Eigenschutz ihre Arbeitszeit reduzieren oder ganz aus dem Beruf rausgehen. Das verschärft natürlich die Personalproblematik in der Pflege und wirft das „Henne-Ei“-Problem auf: Braucht es zuerst mehr Personal oder bessere Arbeitsbedingungen? Für beides hat die Politik bereits Antworten mit diversen Programmen geliefert. Und trotzdem scheint es für viele Führungskräfte zu schwierig, sich darum im laufenden Betrieb zu kümmern. Wie man es schafft, diesen Knoten zu durchschlagen, habe ich 2019 in dem Pilotprojekt zur Umsetzung guter Arbeitsbedingungen in der Pflege untersuchen lassen. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass sich die Arbeitsbedingungen verbessert haben, nachdem durch eine Bestandsanalyse Handlungsfelder identifiziert, spezifische Instrumente empfohlen und Führungskräfte entsprechend geschult wurden. Den größten Nutzen zogen die Einrichtungen dann aus der professionellen Umsetzungsbegleitung externer Berater vor Ort. Die positiven Ergebnisse der externen Evaluation haben mich dazu veranlasst, das Projekt im Rahmen der Konzertierten Aktion Pflege bundesweit auszurollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Wie sieht die konkrete Beratung für die Führungskräfte aus, was soll vermittelt werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Andreas Westerfellhaus:</strong> Im Pilotprojekt wurden einrichtungsindividuelle Bedarfsanalysen durchgeführt. Sie erlaubten es, die tatsächlichen Gegebenheiten, die Wahrnehmung der Führungskräfte und die Sicht der Mitarbeitenden zu differenzieren und so die Ist-Situation der konkreten Pflegeeinrichtung aus verschiedenen Perspektiven zu analysieren. Anschließend fanden zur Anwendung der Instrumente Schulungen der Führungskräfte in Kleingruppen statt. Dabei wurden einzelne Instrumente vorgestellt, der Umgang mit dem Instrumentenkoffer geschult und anhand von Beispielleitfäden sowie Gruppendiskussionen geübt. Am Ende des Schulungstages wurden den Einrichtungen die Ergebnisse der jeweiligen Bedarfsanalyse mitgeteilt und bis zu 6 passenden Leitfäden empfohlen. Am häufigsten waren dies übrigens der Leitfaden zur Kommunikation mit den Beschäftigten, die Erfolgskommunikation und zur Personalgewinnung. Die konkrete Umsetzung musste dann jede Leitungskraft selbst in Ihrer Pflegeeinrichtung verantworten. Unterstützt wurden sie an drei Vor-Ort Beratertagen. Die Berater waren selbst hochqualifizierte Pflegefachkräfte mit langjähriger Führungserfahrung und Beraterqualifikationen und konnten auf die typischen Umsetzungsprobleme und Fragen mit Tipps und individuellem Coaching die Leitungskräfte unterstützen. Da alle Führungskräfte einen unterschiedlichen Bildungs- und Erfahrungshintergrund hatten, mussten in vielen Einrichtungen signifikante Teile der Vor-Ort-Beratung für die Sensibilisierung der Führungskraft und eine Einführung ins Thema aufgewendet werden. Dabei stand die Befähigung der Führungskraft, Veränderungsprozesse zu gestalten, im Vordergrund. Diese wurde in vielen Beratungstagen durch intensive Reflexionsgespräche ergänzt, die bei gut ausgebildeten und erfahrenen Führungskräften nur in geringem Umfang notwendig waren. Pflegequalifikationen der Berater und das Anbringen von praxisnahen Beispielen bzw. „best-practice“ Erfahrungen haben dabei eine motivierende Arbeitsatmosphäre für die Führungskräfte geschaffen, die in einer hohen Effizienz der Umsetzungsprozesse mündete.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Wo können sich Einrichtungen und ambulante Dienste bewerben und nach welchen Kriterien werden oder wurden diese von wem ausgesucht?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Andreas Westerfellhaus:</strong> Das Nachfolge-Projekt „Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege zur Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf (GAP)“startet zunächst damit, ein Projektbüro als Ansprechpartner für alle 30.000 Pflegeeinrichtungen zu etablieren. Eine eigene Webseite wird aufgebaut, um über die Projektaktivitäten zu informieren. Zudem müssen Schulungskapazitäten geschaffen, externe Berater qualifiziert und die Leitfäden aus dem Pilotprojekt aktualisiert und vervollständigt werden. Grundsätzlich wird die Akquise und Kommunikation über das Projektbüro laufen, sobald dieses arbeitsfähig ist. Unsere selbstgesteckte Zielmarke ist die Zahl von mindestens 750 ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, die bis Ende 2023 aus dem gesamten Bundesgebiet teilnehmen sollen. Vorrangig richtet sich unser Angebot jedoch an kleine und mittelständige Pflegeeinrichtungen. Vorgesehen ist, alle Pflegeeinrichtungen noch im ersten Quartal über das Projekt zu informieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Wie hoch ist das Budget für das Projekt und erwarten Sie Verzögerungen bei der Durchführung aufgrund der Corona-Pandemie?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Andreas Westerfellhaus:</strong> Tja, die Corona-Pandemie kann uns natürlich einen Strich durch die Rechnung machen. Allerdings höre ich voller Sorge, dass viele Pflegekräfte am Ende ihrer Kräfte und einige fest entschlossen sind, nach der Pandemie aus dem Beruf auszusteigen. Um das zu verhindern, müssen wir also gerade jetzt ein Zeichen setzen und zeigen, dass wir ernsthaft an besseren Arbeitsbedingungen arbeiten. Da es projektbedingt einen Vorlauf von ca. sechs Monaten braucht, bevor die ersten Einrichtungen teilnehmen können, hoffe ich außerdem, dass wir mit Blick auf die Pandemie aus dem Gröbsten raus sind und vielleicht wieder so etwas wie Normalität eingekehrt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Frage der Projektfinanzierung ist diese zweigeteilt: Aus den Mitteln des Ausgleichsfonds der Pflegeversicherung werden in den Jahren 2019 bis 2024 jährlich bis zu 100 Mio. Euro bereitgestellt, um Maßnahmen der Pflegeeinrichtungen zu fördern, die das Ziel haben, die Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf für ihre in der Pflege tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verbessern. Das Projekt „GAP“ ist so angelegt, dass diese Bundesfördermittel genutzt werden können. Für die dreijährige Projektdurchführung stelle ich darüber hinaus eigene Projektmittel bereit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Pflegefachfrauen und -männer kritisieren, dass zuerst die massiven personellen Probleme gelöst werden müssten, statt Geld für Berater auszugeben. Was entgegnen Sie dem?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Andreas Westerfellhaus:</strong> Die Konzertierte Aktion Pflege hat gezeigt, dass es viele Baustellen zur Bekämpfung des Pflegefachkräftemangels gibt, die im Grunde gleichzeitig angepackt werden müssen. So steht auch die Einführung eines verbindlichen Personalbemessungssystems, das zu einem deutlichen Personalaufwuchs führen wird, auf der Agenda. Damit verbunden ist die Neujustierung der interprofessionellen Zusammenarbeit der Gesundheitsfachberufe, Veränderungen der landesrechtlichen Fachkraftquoten, der Einsatz akademisierter Pflegepersonen sowie ein zielgerichteter Technikeinsatz zur Entbürokratisierung und Entlastung der Pflegekräfte. Auch die neue Pflegeausbildung oder die leichtere Anwerbung und Anerkennung ausländischer Pflegefachkräfte sind wichtige Maßnahmen, die ineinandergreifen müssen, um zu spürbar besseren Arbeitsbedingungen zu führen. Mein Projekt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist ein kleiner Baustein auf diesem Weg.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Foto: Pflegebevollmächtigter Holger Gross</p>



<p class="wp-block-paragraph">Titelfoto: Tetiana SHYSHKINA on Unspl</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2021/01/13/pflegebevollmaechtigter-a-westerfellhaus-projekt-zur-beratung-von-fuehrungskraeften-in-der-pflege-gap-fuer-bessere-arbeitsbedingungen/">Pflegebevollmächtigter A. Westerfellhaus: Projekt zur Beratung von Führungskräften in der Pflege (GAP) für bessere Arbeitsbedingungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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