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	<title>hamburg Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>Mutmachgeschichte direkt aus dem Leben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Mar 2024 17:59:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Herz und eine Pflege - so lautet der Titel des hier rezensierten Buchs von Rashid Hamid. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/03/29/mutmachgeschichte-direkt-aus-dem-leben/">Mutmachgeschichte direkt aus dem Leben</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Viele Bücher in Sachen Demenz die in den vergangenen Jahren erschienen sind, haben etwas gemeinsam: sie fassen lediglich bereits Bekanntes nochmals neu oder anders zusammen. Alles schon mal dagewesen, alles bereits veröffentlicht – nur halt noch nicht von jedem Verlag. Dasselbe gilt für die pdf-Broschürenflut im Internet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Umso erfreulicher – um die Katze jetzt schon aus dem Sack zu lassen &#8211; an dieser Stelle auf das Buch von Rashid Hamid hinzuweisen. Es ist zwar kein Buch in Sachen Demenz, auch kein Fachpflegebuch – aber es macht etwas erfrischend anders. <a href="https://www.rowohlt.de/buch/rashid-hamid-ein-herz-und-eine-pflege-9783499012556">Rohwolt hat mit der Herausgabe</a> dieses 176 seitigen Taschenbuchs einen Treffer gelandet. Die Rede ist von *<a href="https://amzn.to/4cDH3gg">„Ein Herz und eine Pflege“ von Rashid Hamid</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-d7abc02b71e22c4ad362fc62406c0bbb">Der Tiktoktexter</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Autor ist Altenpfleger und Inhaber eines Pflegedienstes in Hamburg. Im Buch, welches mit Unterstützung von Ariane Grundies entstanden ist, erzählt er von seinem Werdegang und seiner Arbeit in der Altenpflege. Bekannt ist Hamid (offenbar) bisher vor allem für seinen TikTok-Kanal, den ich nicht kenne – aber offenbar mehr als 250000 andere Menschen (Follower; Stand 29.03.24). Ich bin also insofern nicht voreingenommen, weil ich nicht zu seinen „Tiktok-Fans“ zähle. Wohl aber wurde ich in der Vergangenheit von der ein oder anderen Branchenkollegin schon auf den Account hingewiesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-b8bc2f080d2c198ca0d88f00ed1e1fad">Was macht das Buch aus?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anders ist für mich, dass Hamid zwar darin nicht die Härten die Pflege hat ausspart, auch nicht versucht den Eindruck zu erwecken, bei ihm oder seinem Pflegedienst sei alles eitel Sonnenschein. Dann wäre es kaum mehr als in Buchform veröffentlichte Eigenwerbung – sowas langweilt mich nach wenigen Seiten. Der Autor erzählt also aus seinem – aus unserem – Beruf und den Dingen die man so erlebt, erträgt und die einen immer wieder staunen lassen. </p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><a href="https://amzn.to/4cDH3gg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="520" height="791" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/RashidHamid.jpg" alt="" class="wp-image-2380" style="width:425px;height:auto" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/RashidHamid.jpg 520w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/RashidHamid-197x300.jpg 197w" sizes="(max-width: 520px) 100vw, 520px" /></a></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Von den Dingen, die Menschen zu Menschen machen, von den Erlebnissen, die in dieser Form wohl nur Pflegende erfahren auf der fein austarierten Grenze professioneller Distanz und menschlicher Nähe. Und vielleicht auch davon, dass wir unweigerlich das ein oder andere Mal diese Distanz unterschreiten, bis wir zurückfinden. Im Prinzip – für Altenpflegerinnen und Altenpfleger – nicht grundsätzlich etwas Neues oder völlig Außergewöhnliches. Jedoch erzählt Rashid Hamid dies mit einer erfrischend wirkenden, ansteckenden Freude die er irgendwie zwischen die Zeilen gepackt hat, dass es durchaus ansteckend wirkt. Und authentisch. Man glaubt, man kann sich diesen Kollegen wirklich gut vorstellen. Sich vorstellen mit ihm zu sprechen, zu diskutieren, sich auszutauschen wie es oft nur Pflegeberufler untereinander können. Man weiß. Man hat erlebt.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-964626c85efdcbc7fbebe59d34ad18f5">Ein starkes Zeichen für die Pflege</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man sich viel im „Pflegeinternet“ bewegt, begegnet man vielfach Pflegeberuflern oder ehemaligen Pflegeberuflern, die Foren oder SocialMedia-Plattformen scheinbar vor allem dazu nutzen, ihre Frustration zum Ausdruck zu bringen. Oft verbunden mit beißendem Spott beschreiben sie die Zustände, die sie so sehr belasten. Da kommt so ein Buch gerade recht (vielleicht auch der Tiktok-Account).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei allen – berechtigten – Beschwerden über die Bedingungen in der Pflege tritt oftmals völlig in den Hintergrund, was für ein wunderbarer Beruf das ist. Rashid Hamid und Ariane Grundies setzen mit diesem Buch einen klares, sehr willkommenes Ausrufezeichen dafür.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Coverbild: Rowohlt-Verlag ; Titelbild-Hintergrund: Rafael Cosquiere on pexels</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In dieser Buchvorstellung:</strong> Ein Herz und eine Pflege: Vom Glück, für andere da zu sein; von Rashid Hamid und Ariane Grundies; <a href="https://www.rowohlt.de/">Rowohldt Verlag</a>; 2. Edition (30. Januar 2024); Taschenbuch 13,00 Euro.</p>



<p class="has-light-gray-background-color has-background wp-block-paragraph"><em>*Auf dieser Webseite / in einzelnen Artikeln sind bei einigen Links zu Produkten – Büchern z.B., sog. Amazon-Affiliate-Links gesetzt. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen: für den Käufer ändert sich nichts, jedoch bekomme ich eine kleine Werbekostenerstattung.</em></p>



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		<title>&#8222;Der Aufwand für den Aufbau bzw. den Dauerbetrieb darf nicht unterschätzt werden.&#8220;</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/05/04/der-aufwand-fuer-den-aufbau-bzw-den-dauerbetrieb-darf-nicht-unterschaetzt-werden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 May 2022 17:26:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[agaplesion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Zahl derjenigen Kliniken die sich auf die besonderen Bedürfnisse von Patienten mit Demenz eingestellt haben, sind auch 2022 noch überschaubar. Dennoch gibt es Krankenhäuser, die sich mit dieser wachsenden&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/05/04/der-aufwand-fuer-den-aufbau-bzw-den-dauerbetrieb-darf-nicht-unterschaetzt-werden/">&#8222;Der Aufwand für den Aufbau bzw. den Dauerbetrieb darf nicht unterschätzt werden.&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl derjenigen Kliniken die sich auf die besonderen Bedürfnisse von Patienten mit Demenz eingestellt haben, sind auch 2022 noch überschaubar. Dennoch <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/11/03/wie-finde-ich-ein-demenzfreundliches-krankenhaus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gibt es Krankenhäuser,</a> die sich mit dieser wachsenden Patientengruppe intensiv beschäftigen. Das <a href="https://www.d-k-h.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg</a> ist eine solche Einrichtung. </p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-center"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/05/Agaplesion2017_01_25_DrMller-Schulz_dies-0631-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-1029 size-full" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/05/Agaplesion2017_01_25_DrMller-Schulz_dies-0631-1024x683.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/05/Agaplesion2017_01_25_DrMller-Schulz_dies-0631-300x200.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/05/Agaplesion2017_01_25_DrMller-Schulz_dies-0631-768x512.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/05/Agaplesion2017_01_25_DrMller-Schulz_dies-0631-1536x1024.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/05/Agaplesion2017_01_25_DrMller-Schulz_dies-0631-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-text-align-center has-tertiary-color has-text-color has-large-font-size wp-block-paragraph">5 Fragen an  Dr. med. Matthias Müller-Schulz, Chefarzt der Medizinisch-Geriatrischen Klinik</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Das Klinikum in Hamburg war eines der ersten Krankenhäuser in Deutschland, das sich mit einem besonderen Konzept auf die besonderen Bedürfnisse von Patienten mit der Nebendiagnose Demenz eingestellt hat. Bis heute wird die Arbeit fortgeführt und kann daher berechtigterweise erfolgreich wie auch notwendig genannt werden. Aber weshalb sind es bis heute nur relativ wenige Krankenhäuser, die sich auf den Weg zur demenzfreundlichen Klinik gemacht haben?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. M. Müller-Schulz:</strong> Es stimmt, das DKH war eines der Vorreiter mit seiner <a href="https://www.d-k-h.de/leistungsspektrum/weitere-schwerpunkte/demenz-patienten" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Station Siloah</a> &#8211; ein Konzept für kognitive Geriatrie bzw. für die Krankenhausbetreuung dementer Patienten, die wegen anderer Erkrankungen ins Krankenhaus müssen. Der Aufwand für den Aufbau bzw. den Dauerbetrieb darf nicht unterschätzt werden. Man braucht kontinuierlich qualifiziertes Personal, das sich für diese besondere Tätigkeit begeistern kann; eigentlich müssten z.B. alle Mitarbeiter des Krankenhauses im Umgang mit Demenz geschult werden. Das demenzfreundliche Krankenhaus müsste oben auf der Umsetzungsliste vieler Klinikleitungen stehen, aber oft sind andere Ziele drängender oder mehr im Fokus. Insgesamt lässt sich so etwas an kleineren Kliniken sicher einfacher umsetzen als bei einem Maximalversorger.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Ob ein Krankenhaus „demenzfreundlich“ ist, welche Kriterien erfüllt sein müssen, ist nicht festgelegt. Sabine Tschainer-Zangl, ehemalige Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft bildet heute über ihr Institut Demenzbeauftragte für Krankenhäuser aus. Sie sagte einmal: <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/02/05/es-ist-ein-unding-dass-es-keine-kriterien-dafuer-gibt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Es ist ein Unding, dass es keine Kriterien dafür gibt.“</a>. Wie sehen Sie das – und welche Kriterien sollte ein Krankenhaus im Sinne bestmöglicher Outcomes auch für Patienten mit Demenz mindestens erfüllen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. M. Müller-Schulz:</strong> Vorschläge für Kriterien gibt es viele. Meines Erachtens wichtig ist schon zu Beginn die folgende Unterscheidung: ist eine Demenz definitiv bekannt oder demarkiert sie sich erst durch Akuterkrankung oder Wechsel der umgebenden Reizsituation? Übliche Triage-Systeme werden diesen Patienten häufig nicht gerecht. Generell sollten alle Krankenhäuser auch in den Notaufnahmen „ruhige Zonen“, vielleicht auch mit besonderem Lichtkonzept, einrichten und vulnerable Patienten durch Screening schnell identifizieren und möglichst zügig adäquat behandeln können. Eine Kennzeichnung / ein Ampelsystem könnte hilfreich sein. Des Weiteren sollte es einen <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/11/02/was-macht-eigentlich-ein-demenzbeauftragter-im-krankenhaus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Demenzbeauftragten</a> fürs Haus und patientennah eingesetzte Demenzbegleiter/Demenzlotsen geben, die zum Beispiel zu Untersuchungen begleiten und eine vertraute Ausstrahlung hervorrufen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Im Rahmen der 2020 ausgerufenen <a href="https://www.nationale-demenzstrategie.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nationalen Demenzstrategie</a> sollen u.a. Empfehlungen zur Delirprävention und zum Delirmanagement erarbeitet werden. Die DKG will darauf hinwirken, dass organisatorische Abläufe den Patienten angepasst werden z.B. in der Vermeidung von Wartezeiten oder der Minimierung von Ortswechseln für Untersuchungen. In wie weit erwarten Sie, dass die Nationale Demenzstrategie einen Schub für die Arbeit für und mit Patienten mit Demenz im Krankenhaus in Deutschland hervorrufen wird?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. M. Müller-Schulz:</strong> Die von mir oben beschriebenen Maßnahmen können diese Abläufe schon positiv beeinflussen. Bei unserer demographischen Entwicklung ist eine Frühdetektion/Screening in der Aufnahmesituation unumgänglich. Die Medizin sollte wenn möglich zum Menschen kommen. Insgesamt alles sinnvolle und nötige Dinge, die in unseren Notaufnahmen inhaltlich und wirtschaftlich häufig noch nicht adäquat abgebildet sind. Hier kann ich mir einen positiven Schub durch die Nationale Demenzstrategie gut vorstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Bitte ergänzen Sie: Nicht wenige Aufnahmen ins Krankenhaus von Patienten mit Demenz wären vermeidbar, wenn…</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. M. Müller-Schulz:</strong> …zeit- und Wohnortnah einer Intensivierung ambulanter und stationärer Pflege sowie medizinischer Leistungen, bei akuter Änderung des Bedarfs, möglich wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Nehmen wir an, Ihnen stünden unbegrenzte Mittel zum Neubau eines Krankenhauses in einer Großstadt zur Verfügung. Würden Sie eine oder mehrere Sonderstationen für Patienten mit Demenz einrichten oder die gesamte Klinik unter dem Blickwinkel „demenzfreundlich“ errichten lassen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. M. Müller-Schulz:</strong> Ich würde auf mehreren Stationen einen vom Konzept her demenzfreundlichen Bereich     einrichten; wenn dies nicht möglich ist, auch nur eine Station. Dies dürfte aber nicht zu einer Ausgrenzung oder Ghettoisierung führen und würde trotzdem eine Schulung aller Mitarbeiter bedingen. </p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Fotos: AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG gemeinnützige GmbH / Unternehmenskommunikation</p>
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