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	<title>biomarker Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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	<item>
		<title>Neuer Alzheimer-Bluttest: Kann man damit den Krankheitsbeginn vorhersagen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 07:42:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine neue Studie, veröffentlicht im Nature Medicine, sorgt gerade für viel Aufmerksamkeit: Forschende haben ein Verfahren vorgestellt, mit dem sich mithilfe eines Bluttests grob abschätzen lässt, wann erste Alzheimer-Symptome auftreten&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/24/neuer-alzheimer-bluttest-kann-man-damit-den-krankheitsbeginn-vorhersagen/">Neuer Alzheimer-Bluttest: Kann man damit den Krankheitsbeginn vorhersagen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine neue Studie, veröffentlicht im Nature Medicine, sorgt gerade für viel Aufmerksamkeit: Forschende haben ein Verfahren vorgestellt, mit dem sich mithilfe eines Bluttests grob abschätzen lässt, wann erste Alzheimer-Symptome auftreten könnten. Das klingt spektakulär – und ist wissenschaftlich tatsächlich ein wichtiger Schritt. Aber: Für die Arztpraxis im Alltag ist das noch keine „Glaskugel“.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Forschenden haben einen Blutmarker untersucht, genauer gesagt plasma %p-tau217. Dieser Marker steht in Zusammenhang mit Alzheimer-typischen Veränderungen im Gehirn (Amyloid und Tau). Ziel war nicht nur zu prüfen, ob ein Risiko vorliegt, sondern ob sich auch ein ungefährer Zeitpunkt für den Symptombeginn modellieren lässt.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Dafür wurden sogenannte „Clock-Modelle“ verwendet – also Modelle, die Biomarker-Verläufe über die Zeit abbilden. Die Grundlage waren Längsschnittdaten aus zwei unabhängigen Kohorten. Im Abstract werden dafür n=258 und n=345 genannt.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div style="margin: 18px 0; border: 1px solid #b9d7f5; border-radius: 8px; overflow: hidden; font-family: Arial, sans-serif;">
  <div style="background: #0b2e59; color: #ffffff; padding: 10px 14px; font-size: 16px; line-height: 1.4;">
    Wichtig für die Einordnung
  </div>
  <div style="background: #eaf4ff; color: #1f2d3d; padding: 14px; font-size: 15px; line-height: 1.6;">
   Stand heute gilt:<br>
    Kein exakter persönlicher Fahrplan, keine sichere Vorhersage für Einzelpersonen, und noch kein Routineinstrument für beschwerdefreie Menschen im Alltag. Der größte Nutzen liegt derzeit in der Forschung und Studienplanung.
  </div>
</div>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Einordnung für Pflegefachpersonen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Solche Studien sind wichtig, weil sie zeigen, wie stark sich die Alzheimer-Diagnostik verändert. Blutbasierte Biomarker werden in Zukunft wahrscheinlich an Bedeutung gewinnen. Für die Praxis bleibt aber entscheidend, Befunde nicht zu überinterpretieren und weiterhin klinische Beobachtung, Verlauf und Alltagsfunktion ernst zu nehmen.Ein Medienbericht über einen „Bluttest gegen Alzheimer“ kann schnell Angst auslösen. Die aktuelle Datenlage rechtfertigt keine sichere persönliche Zeitprognose. Wer Sorgen wegen Gedächtnisproblemen hat, sollte nicht auf einen Zukunftstest hoffen, sondern eine seriöse diagnostische Abklärung bei Hausarzt, Neurologie oder Gedächtnisambulanz anstoßen. (Dann geht es zuerst um aktuelle Beschwerden, nicht um ein hypothetisches Datum in vielen Jahren.)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wichtige Einschränkung</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Forschenden bzw. die begleitende <a href="https://medicine.washu.edu/news/blood-test-clocks-predict-when-alzheimers-symptoms-will-start/">Einordnung aus WashU</a> betonen, dass solche Tests bei kognitiv unauffälligen Menschen derzeit außerhalb von Forschung und klinischen Studien nicht empfohlen sind. Das ist wichtig, weil die öffentliche Berichterstattung sonst leicht mehr verspricht, als die Daten im Moment tragen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Studie ist ein spannender Fortschritt:<br>weg von der Frage „Alzheimer-Risiko ja oder nein?“ hin zur Frage „wann könnten Symptome ungefähr beginnen?“. Aber Stand heute gilt: Kein exakter persönlicher Fahrplan, keine sichere Vorhersage für Einzelpersonen. Der Nutzen liegt derzeit in der Forschung und Studienplanung.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Quellen</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://www.nature.com/articles/s41591-026-04206-y?">Petersen KK, Milà-Alomà M, Li Y et al. (2026): Predicting onset of symptomatic Alzheimer’s disease with plasma p-tau217 clocks. Nature Medicine. Veröffentlicht am 19. Februar 2026.</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://medicine.washu.edu/news/blood-test-clocks-predict-when-alzheimers-symptoms-will-start/">Ergänzende Einordnung (Universität/Studienumfeld):<br>Washington University School of Medicine in St. Louis (19. Februar 2026): Blood test “clocks” predict when Alzheimer’s symptoms will start.</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://www.aerzteblatt.de/news/morbus-alzheimer-bluttest-kann-beginn-der-symptome-auf-wenige-jahre-genau-voraussagen-49a85613-a018-46f8-a07f-cdd42d64aabb">Deutsches Ärzteblatt (23.02.2026): Morbus Alzheimer: Bluttest kann Beginn der Symptome auf wenige Jahre genau voraussagen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Spezifität bestimmter Biomarker für Alzheimer fraglich</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/04/04/spezifitaet-bestimmter-biomarker-fuer-alzheimer-fraglich/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Apr 2025 07:45:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[äerzteblatt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bisher galten die phosphorylierten Tau-Proteine p-tau 181 und p-tau 217 als sehr spezifische Biomarker für Alzheimer. In Nature wurde veröffentlicht, dass diese jedoch auch bei ALS erhöht sind. Für die&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/04/04/spezifitaet-bestimmter-biomarker-fuer-alzheimer-fraglich/">Spezifität bestimmter Biomarker für Alzheimer fraglich</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Bisher galten die phosphorylierten Tau-Proteine p-tau 181 und p-tau 217 als sehr spezifische Biomarker für Alzheimer. In Nature wurde veröffentlicht, dass diese jedoch auch bei ALS erhöht sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Alzheimerforschung ist das ein kleiner Dämpfer, weil die Hoffnung auf <em>exklusive</em> Marker für Alzheimer getrübt wird. Die Studie in<a href="https://www.nature.com/articles/s41467-025-57144-7"> <em>Nature Communications</em></a> berichtet, dass die phosphorylierten Tau-Proteine p-tau 181 und p-tau 217 nicht nur bei Alzheimer-Patienten, sondern auch bei Patienten mit amyotropher Lateralsklerose (ALS) im Serum erhöht sind. Untersuchungen von Muskelbiopsien mittels Immunhistochemie und Massenspektrometrie zeigten zudem das Vorhandensein dieser Proteine im Muskelgewebe, insbesondere eine erhöhte Reaktivität in atrophischen Muskelfasern bei ALS-Patienten. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass phosphoryliertes Tau aus degenerierenden Muskelfasern freigesetzt werden könnte, was die erhöhten Serumwerte bei ALS erklärt. Die Studie legt nahe, dass p-tau 181 und p-tau 217 potenziell als Biomarker sowohl für ALS als auch für Alzheimer dienen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.nature.com/articles/s41467-025-57144-7">Nature Communications</a> und <a href="https://www.aerzteblatt.de/news/erfolgversprechende-biomarker-fur-alzheimerdiagnose-nicht-spezifisch-genug-d3f85465-47d5-420d-98ea-2c10d090b746">Ärzteblatt</a>. </p>
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		<title>Verzögerter REM-Schlaf als frühes Anzeichen für Alzheimer?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Feb 2025 10:05:52 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/02/10/verzoegerter-rem-schlaf-als-fruehes-anzeichen-fuer-alzheimer/">Verzögerter REM-Schlaf als frühes Anzeichen für Alzheimer?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Schlaf spielt eine entscheidende Rolle für unsere geistige Gesundheit. Besonders der REM-Schlaf, in dem wir intensiv träumen, ist für Gedächtnis und Lernprozesse wichtig. Aktuelle Studien zeigen, dass Verzögerungen beim Eintritt in den REM-Schlaf mit einem erhöhten Risiko für Alzheimer verbunden sein könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Forscher haben festgestellt, dass Menschen mit Alzheimer länger brauchen, um in den REM-Schlaf zu gelangen. In einer Untersuchung mit älteren Teilnehmern wiesen Betroffene höhere Konzentrationen der Alzheimer-typischen Proteine Amyloid und Tau auf. Zudem waren ihre Werte des schützenden Proteins BDNF geringer. Bereits 1989 wurde in einer frühen Studie eine verlängerte REM-Latenz als möglicher Biomarker für Alzheimer identifiziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verzögerung des REM-Schlafs könnte darauf hinweisen, dass das Gehirn Erinnerungen nicht mehr optimal verarbeitet. Da sich Alzheimer oft über Jahre oder Jahrzehnte entwickelt, könnte die Messung der REM-Schlaf-Latenz eine mögliche Methode zur frühen Erkennung sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Guter Schlaf senkt das Risiko</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Risiko für Alzheimer zu senken, ist guter Schlaf entscheidend. Experten raten dazu, einen festen Schlafrhythmus einzuhalten, vor dem Schlafengehen auf Bildschirme zu verzichten und große Mahlzeiten oder Alkohol am Abend zu meiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschung auf diesem Gebiet steckt noch in den Anfängen, aber die Erkenntnisse zeigen, wie wichtig es ist, Schlaf als Gesundheitsfaktor ernst zu nehmen. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/02/01/schlafstoerungen-und-demenz-antworten-von-prof-dr-koepke-zum-projekt-monopol-sleep/">Etwas zum Umgang mit Schlafstörungen bei Demenz finden Sie hier. </a></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Quellen: <a href="http://REM latency in Alzheimer's disease">REM Latency</a> // <a href="https://www.mdr.de/wissen/medizin-gesundheit/Spaeter-REM-Schlaf-koennte-Anzeichen-fuer-Alzheimer-sein-100.html?utm_source=chatgpt.com">Bericht des MDR</a>. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><a href="https://www.ppm-online.org/shop/demenzpflege-im-fokus/">In diesem Jahr wird zudem ein <em>Sonderheft</em> zum Umgang mit Schlafstörungen bei Demenz für Demenzpflege im Fokus erscheinen. </a></p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/02/10/verzoegerter-rem-schlaf-als-fruehes-anzeichen-fuer-alzheimer/">Verzögerter REM-Schlaf als frühes Anzeichen für Alzheimer?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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