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	<title>Politik und Panorama Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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	<title>Politik und Panorama Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>KI-Sprachanalyse kann Hinweise geben – ersetzt aber keine Demenzdiagnostik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 05:09:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine neue Studie in JAMA Neurology untersucht, ob künstliche Intelligenz aus kurzen Mitschnitten normaler Gespräche zwischen Patienten und Hausärzten Hinweise auf kognitive Beeinträchtigungen erkennen kann. Ausgewertet wurden Audioaufnahmen von 966&#8230;</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine neue Studie in JAMA Neurology untersucht, ob künstliche Intelligenz aus kurzen Mitschnitten normaler Gespräche zwischen Patienten und Hausärzten Hinweise auf kognitive Beeinträchtigungen erkennen kann. Ausgewertet wurden Audioaufnahmen von 966 englischsprachigen Menschen ab 55 Jahren, bei denen bislang keine Demenz oder leichte kognitive Beeinträchtigung dokumentiert war. Als Vergleich diente der Montreal Cognitive Assessment, kurz MoCA.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wichtig: Es geht um Screening, nicht um Diagnose</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das Ergebnis klingt zunächst interessant: Das beste Modell erreichte in der externen Validierungsgruppe eine Sensitivität von 68,2 Prozent und eine Spezifität von 63,6 Prozent. Der positive Vorhersagewert lag jedoch nur bei 30,4 Prozent. Praktisch bedeutet das: Viele auffällige KI-Hinweise wären falsch positiv. Anders gesagt: Von den Personen, die das System als auffällig markiert, hätte ein großer Teil nach dem Studienkriterium keine kognitive Beeinträchtigung.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für die Praxis heißt das: Solche Verfahren könnten künftig helfen, in der Hausarztpraxis frühzeitig genauer hinzuschauen. Sie ersetzen aber keinen diagnostischen Standard. Eine Demenzdiagnose bleibt eine fachliche Gesamteinschätzung mit Anamnese, Fremdanamnese, kognitiver Testung, Alltagsbezug, Ausschluss anderer Ursachen und gegebenenfalls weiterführender fachärztlicher Diagnostik. Die Studie zeigt also nicht: „KI erkennt Demenz.“ Sie zeigt: Sprach- und Stimmmerkmale könnten ein zusätzlicher Hinweisgeber sein – mehr nicht.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="Quelle: Joseph T. Colonel, Jacqueline Becker, Lili Chan et al.: Acoustic Analysis of Primary Care Patient–Clinician Conversations to Screen for Cognitive Impairment. JAMA Neurology. Online veröffentlicht am 15. Juni 2026. doi: 10.1001/jamaneurol.2026.1868.">Quelle: Joseph T. Colonel, Jacqueline Becker, Lili Chan et al.: Acoustic Analysis of Primary Care Patient–Clinician Conversations to Screen for Cognitive Impairment. JAMA Neurology. Online veröffentlicht am 15. Juni 2026. doi: 10.1001/jamaneurol.2026.1868.</a></p>
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		<title>Demenzprävention ist mehr als Bewegung und gesunde Ernährung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 11:45:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[American Heart Association]]></category>
		<category><![CDATA[Darmmikrobiom]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Demenzprävention und Gehirngesundheit dürfen nicht auf „mehr Bewegung und gesünder essen“ verkürzt werden. Darauf weist ein neues wissenschaftliches Statement der American Heart Association hin. Die Autorinnen und Autoren beschreiben Gehirngesundheit&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Demenzprävention und Gehirngesundheit dürfen nicht auf „mehr Bewegung und gesünder essen“ verkürzt werden. Darauf weist ein neues wissenschaftliches Statement der American Heart Association hin. Die Autorinnen und Autoren beschreiben Gehirngesundheit als Ergebnis vieler Einflüsse über die gesamte Lebensspanne – von frühen Kindheitserfahrungen bis ins hohe Alter.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt stehen ausdrücklich nicht nur klassische vaskuläre Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder Rauchen. Das Papier rückt weitere Faktoren in den Blick: psychische Gesundheit, chronischer Stress, Schlafqualität, Umweltbelastungen, chronische Entzündung, das Darmmikrobiom, soziale Benachteiligung, Bildung, belastende Kindheitserfahrungen, chronische Erkrankungen und Infektionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gehirngesundheit unter Bedingungen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Damit wird deutlich: Wer über Demenzprävention spricht, darf die Verantwortung nicht allein beim einzelnen Menschen abladen. Natürlich bleiben Bewegung, ausgewogene Ernährung, guter Schlaf, Rauchverzicht und ein maßvoller Umgang mit Alkohol wichtig. Aber sie sind nur ein Teil des Bildes. Gehirngesundheit hängt auch davon ab, unter welchen Bedingungen Menschen aufwachsen, arbeiten, wohnen, altern und medizinisch versorgt werden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Botschaft des AHA-Statements ist deshalb weniger eine einfache Verhaltensregel als ein Perspektivwechsel: Gehirngesundheit entsteht im Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren. Wer Demenzprävention ernst nimmt, muss dieses Zusammenspiel berücksichtigen – im Alltag, in der Versorgung und in politischen Entscheidungen.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.ahajournals.org/doi/10.1161/STR.0000000000000518">Marsh EB et al.: Brain Health Across the Life Span: A Framework for Future Studies. Scientific Statement der American Heart Association, veröffentlicht in Stroke, 2026. DOI: 10.1161/STR.0000000000000518.</a></p>
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		<title>Pflegereform: Was sich ändern könnte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 14:44:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat erste Eckpunkte ihrer geplanten Pflegereform vorgestellt. Die Pflegegrade sollen nicht abgeschafft werden. Bei den Pflegegraden 1 bis 3 sollen die Anspruchsvoraussetzungen aber offenbar wieder stärker an&#8230;</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat erste Eckpunkte ihrer geplanten Pflegereform vorgestellt. Die Pflegegrade sollen nicht abgeschafft werden. </p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bei den Pflegegraden 1 bis 3 sollen die Anspruchsvoraussetzungen aber offenbar wieder stärker an die ursprünglichen wissenschaftlichen Empfehlungen angelehnt werden. Der Hintergrund ist die angespannte Finanzlage der Pflegeversicherung. Die Zahl der Leistungsberechtigten ist seit Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs stark gestiegen. Warken verweist auf ein erwartetes Defizit von mehr als 7,5 Milliarden Euro im Jahr 2027 und mehr als 15 Milliarden Euro im Jahr 2028. Damit steht die Pflegeversicherung vor der Frage, wie Leistungen künftig zielgenauer eingesetzt werden können.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Was 2017 anders umgesetzt wurde</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff wurde 2017 ein wichtiger Schritt vollzogen. Pflegebedürftigkeit wurde nicht mehr fast nur über körperliche Hilfe bei einzelnen Verrichtungen verstanden. Auch kognitive und psychische Einschränkungen, Orientierung, Kommunikation und Alltagsbewältigung wurden stärker berücksichtigt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das war besonders für Menschen mit Demenz ein Fortschritt. Ihr Unterstützungsbedarf entsteht oft nicht nur durch körperliche Einschränkungen, sondern durch Orientierungslosigkeit, fehlende Tagesstruktur, Anleitungsbedarf, Verhaltensveränderungen oder fehlende Krankheitseinsicht.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gleichzeitig wurde der Zugang zu Leistungen großzügiger geregelt als ursprünglich empfohlen. Der Expertenbeirat hatte für den neuen Pflegegrad 1 einen Einstieg ab 15 Punkten vorgeschlagen. Gesetzlich umgesetzt wurde aber: Pflegebedürftigkeit beginnt bereits ab 12,5 Punkten. Pflegegrad 1 reicht seitdem von 12,5 bis unter 27 Punkten. Dadurch kamen Menschen mit geringeren Einschränkungen früher in den Leistungsbezug.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum das heute überprüft wird</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Es geht wohl nicht darum, den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff grundsätzlich zurückzudrehen. Es geht vielmehr um die Frage, ob die unteren Pflegegrade noch so abgegrenzt sind, dass Leistungen vor allem dort ankommen, wo ein erheblicher und dauerhafter Unterstützungsbedarf besteht. Gerade Pflegegrad 1 war ursprünglich eher als niedrigschwelliger, präventiver Unterstützungsgrad gedacht: mit Beratung, Pflegehilfsmitteln, Wohnumfeldmaßnahmen und begrenzter Kostenerstattung. Tatsächlich entstand ein breiterer Leistungszugang, unter anderem mit Entlastungsbetrag und weiteren Ansprüchen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div style="border-left: 6px solid #2f6f73; background: #eef7f7; padding: 18px 20px; margin: 24px 0; border-radius: 8px; font-family: Arial, sans-serif; color: #1f2933; line-height: 1.55;">
  <h3 style="margin-top: 0; margin-bottom: 10px; color: #1f4f53; font-size: 1.15em;">
    Warum die Zahl der Leistungsbeziehenden so stark gestiegen ist
  </h3>

  <p style="margin: 0 0 12px 0;">
    Das aktuelle IGES-Gutachten für den GKV-Spitzenverband zeigt: Seit Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs im Jahr 2017 nehmen deutlich mehr Menschen Leistungen der sozialen Pflegeversicherung in Anspruch, als damals prognostiziert wurde. Der Anteil der Pflegebedürftigen an den gesetzlich Versicherten stieg von 4,6 Prozent im Jahr 2017 auf 7,6 Prozent im Jahr 2024.
  </p>

  <p style="margin: 0 0 12px 0;">
    Als Hauptursache nennt das Gutachten nicht allein die demografische Entwicklung. Entscheidend sei vielmehr, dass seit 2017 mehr Pflegeleistungen beantragt werden – häufiger auch von im Durchschnitt jüngeren und weniger stark beeinträchtigten Personen.
  </p>

  <p style="margin: 0; font-size: 0.88em; color: #4b5563;">
    Quelle: IGES Institut im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes: 
    <a href="https://www.gkv-spitzenverband.de/pflegeversicherung/forschung/modellprojekte/pflege_abgeschlossene_projekte_8/pflegepraevalenzen.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer" style="color: #1f4f53; text-decoration: underline;">
      Erklärungsfaktoren für die Entwicklung der Pflegeprävalenzen seit 2017
    </a>, veröffentlicht 2026.
  </p>
</div>
</div>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Neben strengeren Zugangsvoraussetzungen bei den Pflegegraden 1 bis 3 sind weitere Änderungen im Gespräch. Dazu gehören weniger Einzelleistungen und transparentere Budgets, ein Budget für Akut- und Notfälle sowie ein Anspruch auf professionelle Pflegebegleitung, vor allem zur Unterstützung Angehöriger.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Zugleich soll stärker betont werden, dass die Pflegeversicherung eine Teilleistungsversicherung bleibt und keine Vollabsicherung bietet. Außerdem werden spätere oder gestreckte Zuschüsse bei längeren Heimaufenthalten, eine Begrenzung der Heimkosten, höhere Belastungen höherer Einkommen, eine bessere Anlage des Pflegevorsorgefonds sowie mehr Prävention, geriatrische Rehabilitation und Erhalt der Selbstständigkeit genannt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Richtung ist damit erkennbar: Die Pflegeversicherung soll übersichtlicher, finanziell tragfähiger und stärker auf tatsächliche Pflegebedürftigkeit ausgerichtet werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum die Reform notwendig ist</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ohne Reform droht die Pflegeversicherung immer tiefer in eine Finanzierungskrise zu geraten. Das betrifft nicht nur Beitragszahlende, sondern am Ende auch Pflegebedürftige, Angehörige, ambulante Dienste und Einrichtungen. Wenn Ausgaben dauerhaft schneller steigen als Einnahmen, entsteht politischer Druck: Beiträge steigen, Leistungen werden gekürzt oder der Bund muss stärker einspringen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine Reform ist deshalb nicht nur eine Sparmaßnahme. Sie ist auch der Versuch, die Pflegeversicherung langfristig handlungsfähig zu halten. Denn ein System, das finanziell aus dem Gleichgewicht gerät, verliert Verlässlichkeit – gerade für diejenigen, die später auf Pflege angewiesen sind.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Besonders wichtig wird dabei sein, zwischen leichter Unterstützung und echter Pflegebedürftigkeit sauber zu unterscheiden. Frühe Hilfen können sinnvoll sein, etwa um Angehörige zu entlasten oder eine Wohnraumanpassung zu ermöglichen. Gleichzeitig muss die Pflegeversicherung ihre begrenzten Mittel so einsetzen, dass Menschen mit erheblichem Unterstützungsbedarf nicht schlechter gestellt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die offene Streitfrage</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Kritik gibt es dennoch. Patientenschützer, Linke und Caritas warnen davor, die Reform zu stark bei Pflegebedürftigen und Angehörigen anzusetzen. Sie fordern unter anderem, versicherungsfremde Leistungen stärker aus Steuermitteln zu finanzieren.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Dabei steht auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in der Kritik. Er weigere sich weiterhin, versicherungsfremde Leistungen aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren. Der Bundesrat hatte zuvor auf Initiative Baden-Württembergs gefordert, dass der Bund solche gesamtgesellschaftlichen Aufgaben aus Steuermitteln bezahlt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Diese Kritik ändert aber nichts an der Grundfrage: Die Pflegeversicherung braucht eine tragfähige Neuordnung. Entscheidend wird sein, ob die Reform nur Leistungen begrenzt – oder ob sie zugleich mehr Klarheit, bessere Steuerung und verlässliche Unterstützung für wirklich pflegebedürftige Menschen schafft.</p>



<p class="has-pale-cyan-blue-background-color has-background has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für Menschen mit Demenz bleibt wichtig: Ihr Unterstützungsbedarf darf nicht wieder unterschätzt werden. Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff war hier ein fachlicher Fortschritt. Eine Reform sollte deshalb nicht die Anerkennung kognitiver und psychischer Einschränkungen zurücknehmen, sondern die Leistungen zielgenauer, transparenter und langfristig finanzierbar machen.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Quellen</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.aerzteblatt.de/news/warken-gibt-erste-details-zur-pflegereform-bekannt-19b2589d-a2ef-4f1b-bee7-0fe2fa6a22a2?utm_source=chatgpt.com">Ärzteblatt: Warken gibt erste Details zur Pflegereform bekannt</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/pflegeversicherung/forschung/projekte_unterseiten/IGES_Entwicklung_Pflegepraevalenz_Abschlussbericht_final-2026-04-22.pdf?utm_source=chatgpt.com">GKV-Spitzenverband / IGES: Entwicklung der Pflegeprävalenzen und weiterer Kennzahlen seit Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="GKV-Spitzenverband: Starker Anstieg Pflegebedürftigkeit – Zugang zur Pflege in unteren Pflegegraden prüfen">GKV-Spitzenverband: Starker Anstieg Pflegebedürftigkeit – Zugang zur Pflege in unteren Pflegegraden prüfen</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/bundesrat-versicherungsfremde-leistungen-aus-bundessteuermitteln-finanzieren?utm_source=chatgpt.com">Baden-Württemberg: Bundesrat fordert Finanzierung versicherungsfremder Leistungen aus Bundessteuermitteln</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/05/11/pflegereform-was-sich-aendern-koennte/">Pflegereform: Was sich ändern könnte</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Swen Staack über Demenzpolitik, Pflege und falsche Hoffnungen</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/04/14/3539/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 18:23:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Swen Staack ist Geschäftsführer der Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V. und seit November 2024 1. Vorsitzender der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.. Dazu noch einer der Sprecher der AG Landesfachstellen Demenz der&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Swen Staack ist Geschäftsführer der <a href="https://www.alzheimer-sh.de/">Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V.</a> und seit November 2024 1. <a href="https://www.deutsche-alzheimer.de/">Vorsitzender der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.</a>. Dazu noch einer der Sprecher der AG Landesfachstellen Demenz der Länder.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ich habe ihn nach seiner persönlichen Meinung zu gerade aktuellen Themen rund um Demenz gefragt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Herr Staack, Sie sagen selbst, Sie regen sich gerade über vieles auf. Was ist im Moment der Punkt, an dem Sie beim Thema Demenzpolitik in Deutschland am meisten fassungslos macht?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Swen Staack:</strong> Das stimmt. Da gibt es leider gerade einige Themen: von der Diskussion um die neuen Medikamente über den Zukunftspakt Pflege bis hin zur Neuausrichtung der Nationalen Demenzstrategie. Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen, aber auch viele Menschen, die sich beruflich oder ehrenamtlich um das Thema Demenz kümmern, sind verunsichert. Zu Recht.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-color has-link-color wp-elements-ea40154627bbaa775a05628d4cbd9010" style="color:#2f0a52">Neue Alzheimer-Medikamente: Hoffnung, Evidenz und Verunsicherung</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Warum ärgert Sie die aktuelle Diskussion um <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/04/15/eu-kommission-gibt-neuen-wirkstoff-frei-lecanemab-erhaelt-zulassung/">Lecanemab </a>und <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/09/29/eu-kommission-genehmigt-alzheimer-medikament-mit-donanemab/">Donanemab</a>? Eigentlich ist es doch ein Schritt nach vorne. Geht es Ihnen vor allem darum, dass zu einseitig Hoffnung verkauft wird – oder darum, dass Betroffene nun wieder zwischen Euphorie und Enttäuschung hängenbleiben?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Swen Staack:</strong> Für mich fühlt es sich tatsächlich so an, als würden mit Hoffnungen und Ängsten von Menschen Politik gemacht und Profite gesucht.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Von Anfang an wurde – sicher auch unterstützt durch die Pharmafirmen – über Medien die Aussicht auf einen bahnbrechenden Durchbruch bei der Behandlung der Alzheimer-Krankheit erzeugt. Das ist angesichts der vorliegenden Studien aber völlig überzogen, egal wie man die Daten interpretiert. Nicht umsonst haben IQWiG und G-BA auf Grundlage der vom Hersteller vorgelegten Studiendaten keinen Zusatznutzen gegenüber dem bisherigen Therapiestandard erkannt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für die Forschung mögen diese Medikamente mit Hoffnung verbunden sein, weil sie vielleicht einen Weg in die richtige Richtung weisen. Aber man darf Hoffnung nicht mit Evidenz verwechseln. Die klinische Wirksamkeit wurde momentan als nicht bedeutsam eingestuft und wird für die Betroffenen im Alltag wenig bis gar nicht spürbar sein.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Zur Verunsicherung haben auch kritische Stimmen von Fachverbänden beigetragen, die das IQWiG heftig kritisiert haben, etwa mit dem Argument, man könne hier kausal statt nur symptomatisch behandeln. Das stimmt zwar. Aber das Ergebnis der Behandlung macht eben keinen großen Unterschied. Da frage ich mich manchmal schon nach möglichen Interessenkonflikten. Für Laien sind diese Zulassungsdiskussionen kaum noch nachvollziehbar. Und bei jährlichen Gesamtbehandlungskosten von über 34.000 Euro stellt sich auch die Frage der Verhältnismäßigkeit. Die Erkenntnisse des G-BA bedeuten ja nicht automatisch, dass die Medikamente nicht verfügbar sind. Ziel ist nun, mit dem GKV-Spitzenverband eine Preisgestaltung durchzusetzen, die sich an der nachgewiesenen Wirksamkeit orientiert.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Dazu kommt noch etwas anderes: In der öffentlichen Diskussion geht es gefühlt nur noch um die Alzheimer-Krankheit, um frühe Krankheitsstadien und um medikamentöse Behandlungsansätze. Alle Menschen, die für diese Medikamente gar nicht infrage kommen – weil die Erkrankung zu weit fortgeschritten ist, weil sie eine andere Demenzform haben oder weil einer der vielen Ausschlussgründe greift –, geraten aus dem Fokus. Und das sind bei weitem die meisten Betroffenen. Und ganz wichtig: Es gibt eine ganze Reihe weiterer Behandlungsmöglichkeiten, deren positive Effekte auf den Verlauf seit langem bekannt und nachgewiesen sind. Dazu gehören neben Medikamenten auch nicht-medikamentöse Ansätze wie Ergotherapie, Musiktherapie, Hirnleistungstraining und körperliches Training. Die dürfen keinesfalls vergessen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-color has-link-color wp-elements-a5561e022e9e47678161e03f9727b54c" style="color:#2f0a52">Pflegeversicherung: gute Ansätze, aber viel Flickschusterei</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Stichwort Pflegeversicherung. Wie sehen Sie die Vorschläge der<a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/F/FinanzKommission_Gesundheit/FinanzKommissionGesundheit_Erster_Bericht_20260330.pdf"> Bund-Länder-Arbeitsgruppe?</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Swen Staack:</strong> Grundsätzlich ist es erst einmal positiv, dass sich überhaupt etwas tut. Nach Jahren der Flickschusterei wäre das ja auch dringend nötig. Aber ein großer Wurf ist der neue Vorschlag bei weitem nicht. Es bleibt eben genau dabei: Flickschusterei.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Im Maßnahmenpapier heißt es gleich am Anfang, dass die Vorschläge nicht zu Mehrausgaben führen sollen. Das gibt die Richtung vor – und in meinen Augen ist das die völlig falsche Richtung. Vielleicht saßen deshalb eher ministerielle Verwaltungsexperten in der Arbeitsgruppe und keine Fachleute aus Pflege und anderen Professionen. Diese wurden am Ende nur noch angehört. Auch die DAlzG konnte sich äußern – allerdings wie viele andere Verbände nur kurz und in meiner Wahrnehmung wenig wertschätzend.<br>Es gibt durchaus positive Punkte: die Stärkung von Prävention und Beratung, die Neugestaltung der Verhinderungspflege und eine flexiblere Budgetlösung für Sach- und Entlastungsleistungen im ambulanten Bereich. Auch im stationären Bereich wären die vollständige Übernahme der medizinischen Behandlungspflege durch die gesetzliche Krankenversicherung oder ein Sockel-Spitze-Tausch sinnvoll, also eine Begrenzung der Eigenanteile. Wenn das denn tatsächlich kommt. Denn das kostet Geld.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Sinnvoll ist auch, Verhinderungspflege für Tages- und Nachtpflege nutzbar zu machen oder die Kurzzeitpflege zu stärken. Das eigentliche Problem ist aber ein anderes: Kurzzeitpflegeplätze haben riesige Wartezeiten oder sind in manchen Regionen gar nicht verfügbar. Gleiches gilt oft für die Tagespflege. Und über Nachtpflege brauchen wir gar nicht erst reden – da gibt es deutschlandweit kaum Plätze. Was nützt Menschen ein Recht auf Leistungen, die de facto vielerorts gar nicht verfügbar sind? Das ist Augenwischerei. Besonders kritisch sehe ich die mögliche Streichung des Entlastungsbetrags in Pflegegrad 1. Gerade Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen brauchen alltagsunterstützende Angebote, die Selbstständigkeit fördern und entlasten. Der Wegfall würde die ambulante Versorgung weiter schwächen, obwohl diese Hilfen oft schon lange vor einer formalen Einstufung dringend gebraucht werden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ebenso problematisch ist die geplante hälftige Zahlung des Pflegegeldes in Pflegegrad 2 und 3 über mehrere Monate bei erstmaliger Einstufung. Das würde den Einstieg in das Unterstützungssystem erheblich erschweren. Die Idee einer fachlichen Begleitung ist auf dem Papier erstmal gut. Aber angesichts des Fachkräftemangels völlig unrealistisch – besonders dann, wenn das nur Pflegefachkräfte leisten sollen. Wo sollen die denn herkommen? Auch die Pflegestützpunkte könnten das bei der Vielzahl der Fälle kaum leisten. Im Entwurf heißt es dann wieder: Das Angebot könne auch durch Kommunen und weitere Akteure erbracht werden. Dieses „kann, sollte, würde, blabla“ kennen wir doch. Jeder, der sich mit dem Thema auskennt, weiß, dass dann oft nichts passiert. Kritisch ist auch die geplante Veränderung der Schwellenwerte für die Anerkennung von Pflegegraden nach Maßgaben von 2013. Das hätte gravierende Folgen für Menschen mit Demenz, weil Unterstützungsangebote im Alltag erst deutlich später greifen würden. Ein erschwerter früher Zugang zum Hilfesystem erhöht aber das Risiko, schneller pflegebedürftig zu werden und früher aus dem häuslichen Umfeld herauszufallen. Ein bekanntes Muster: kurzfristig wird gespart, langfristig wieder mehr ausgegeben. Aber dann ist vielleicht längst ein anderer Minister zuständig.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mein Fazit: In der Bund-Länder-Arbeitsgruppe gibt es einige gute Ansätze. Aber sie müssen konkretisiert werden – und ohne ausreichende Finanzierung wird das nicht funktionieren. Das muss man den Bürgern auch ehrlich sagen, statt immer zuerst auf die nächste Wahl zu schauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-color has-link-color wp-elements-f23c65e6c795c24590f145f7e39f2fb8" style="color:#2f0a52">Nationale Demenzstrategie: viel begonnen, zu wenig verbindlich</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Zur Nationalen Demenzstrategie: Sie läuft Ende 2026 aus und soll weitergeführt werden. Ist sie ein Erfolg gewesen?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Swen Staack:</strong> Die Erarbeitung und Verabschiedung der Nationalen Demenzstrategie im Jahr 2020 war aus meiner Sicht zunächst ein starkes politisches Signal: Demenz wurde als gesamtgesellschaftliche Herausforderung anerkannt. Dass die Fortführung nun auch im Koalitionsvertrag steht, unterstreicht das.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Leider hat sich in den vergangenen Jahren aber gezeigt, dass die NDS nicht die nötige Durchschlagskraft hatte, um die Lebensrealität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen spürbar und nachhaltig zu verbessern. Es gab erhebliche Schwächen: den weitgehend fehlenden direkten Einbezug von Menschen mit Demenz und Angehörigen, die schlechte bis gar nicht vorhandene finanzielle Ausstattung vieler Maßnahmen und die fehlende Verbindlichkeit.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Natürlich gab es positive Effekte. Dazu gehören etwa die Landesfachstellen Demenz, deren Arbeitsgemeinschaft inzwischen fachlich unverzichtbar und gut vernetzt ist, die vielen Lokalen Allianzen, die Etablierung der Woche der Demenz oder die Entwicklung eines Versorgungspfades Demenz. Es gibt noch viele weitere gute Maßnahmen. Das Problem ist nur: Vieles wurde nur modellhaft als Projekt umgesetzt. Oft erfolgreich und gewinnbringend – aber ohne Übergang in die Regelversorgung. Mobile Beratung im ländlichen Raum oder Dementia Care Management sind dafür gute Beispiele. Beides funktioniert nachweislich gut, wird aber nicht verstetigt, weil es Geld kostet.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Und manche Maßnahmen, die im Monitoring als „erfüllt“ geführt werden, verärgern mich massiv, weil die Menschen dort schlicht veräppelt werden. Wenn etwa die Maßnahme „Parkerleichterung für Menschen mit Demenz“ als erfüllt gilt, nur weil der Bund im <a href="https://www.wegweiser-demenz.de/">Wegweiser Demenz</a> Informationen zur Beantragung eingestellt hat, dann erleichtert das in der Realität gar nichts.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Oder die angeblich erfüllte Maßnahme zur „Verbesserung des Zugangs zu aufsuchender psychologischer Beratung von Angehörigen“. Im Monitoring heißt es sinngemäß: Hausbesuche von Psychotherapeuten seien in der gesetzlichen Krankenversicherung bereits vorgesehen, man sehe keinen Handlungsbedarf. Ich kenne nur keinen einzigen Angehörigen, der jemals einen solchen Therapeuten zum Hausbesuch gesehen hätte.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Und noch ein Beispiel: Die „Umsetzung des Expertenstandards Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz in der pflegerischen Praxis im Krankenhaus“ gilt als voll erfüllt, weil die Deutsche Krankenhausgesellschaft in ihren Gremien zum Expertenstandard Entlassmanagement informiert hat. Da fällt mir dann wirklich nichts mehr ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-color has-link-color wp-elements-c648a2e70fbc8f8011214dde4b1b6f8a" style="color:#2f0a52">Ab 2027: Fortsetzung mit offenen Fragen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Nun steht ein neues Konzept der NDS ab 2027 im Raum. Wie stehen Sie dazu?</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Swen Staack:</strong> Zunächst einmal ist für mich wichtig und positiv, dass die NDS fortgesetzt wird. Ein Teil der Kritik wurde offenbar aufgegriffen. So sollen künftig – und das ist ganz wichtig – Menschen mit Demenz stärker und verlässlich eingebunden werden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Geplant ist außerdem, jeweils für drei Jahre Arbeitsgruppen einzurichten, die sich an prioritären strategischen Zielen orientieren und diese entlang der WHO-Vorgaben bearbeiten. Im ersten Jahr sollen konkrete Maßnahmen formuliert werden, in den beiden folgenden Jahren geht es um die Umsetzung. Danach zieht man Bilanz, veröffentlicht Ergebnisse und erarbeitet Empfehlungen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das klingt erstmal innovativ. Aber es wirft viele offene Fragen auf: Arbeiten diese Gruppen rein ehrenamtlich? Gibt es überhaupt ein Budget für Maßnahmen? Wer priorisiert was – und nach welchen Kriterien? Die dringend notwendige Geschäftsstelle soll fortgeführt werden. Hoffentlich dann mit mehr fachlichem Input und nicht überwiegend mit Verwaltungsaufgaben. Die bisherige Steuerungsgruppe soll offenbar in einen fachlichen Beirat überführt werden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Man muss jetzt abwarten, was die Diskussionen in den nächsten Wochen tatsächlich ergeben. Ich bin gespannt. Und eine Anmerkung noch: Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hatte in den vergangenen Jahren den Co-Vorsitz der NDS inne. Im neuen Konzept der Ministerien war dieser Co-Vorsitz – trotz wirklich guter Zusammenarbeit – einfach verschwunden. Mittlerweile konnten wir das aber in einem konstruktiven Gespräch klären. Es wird dabei bleiben.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Muss die nächste Phase der NDS stärker an messbaren Verpflichtungen hängen – also an Zuständigkeiten, Finanzierung, regionaler Umsetzung und überprüfbaren Standards?</p>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Swen Staack:</strong> Darauf mal eine ganz kurze Antwort: Ja.</p>



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		<title>Pflegeversicherung: Gerechtigkeit hängt stärker vom Wohnort der Betroffenen ab als vom Pflegegrad</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/11/gerechtigkeit-in-der-pflegeversicherung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 07:30:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
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		<category><![CDATA[versorgungslücken im gesundheitswesen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Arbeitspapier der Fakultät für Sozialwissenschaft der RUB stellt der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) ein ungemütliches Zeugnis aus: Gerechtigkeitsfragen entstehen weniger nur durch „zu hohe Heimkosten“, sondern vor allem durch die&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/11/gerechtigkeit-in-der-pflegeversicherung/">Pflegeversicherung: Gerechtigkeit hängt stärker vom Wohnort der Betroffenen ab als vom Pflegegrad</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein Arbeitspapier der Fakultät für <a href="https://www.sowi.ruhr-uni-bochum.de/index.html.de">Sozialwissenschaft der RUB</a> stellt der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) ein ungemütliches Zeugnis aus: Gerechtigkeitsfragen entstehen weniger nur durch „zu hohe Heimkosten“, sondern vor allem durch die unterschiedliche Systemlogik zwischen häuslicher und stationärer Pflege.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Drei Punkte stechen heraus</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Erstens: Die SPV ist zwar als Teilversicherung gedacht, aber es ist nicht klar definiert, welcher „Teil“ eigentlich abgesichert werden soll. Dadurch entsteht ein System, das je nach Versorgungssetting anders wirkt – mit schwer vermittelbaren Verteilungseffekten.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Zweitens: Pflegegrade bilden Hilfebedürftigkeit ab, aber nicht automatisch den konkreten Hilfebedarf und die entstehenden Kosten. Gleicher Pflegegrad kann in der Praxis sehr unterschiedliche Unterstützungsumfänge bedeuten – und damit auch sehr unterschiedliche finanzielle Belastungen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Drittens: Das Papier macht „unsichtbare Eigenanteile“ <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/11/28/bedingt-pflegebereit-weniger-als-die-haelfte-kann-sich-die-versorgung-angehoeriger-vorstellen/">in der Häuslichkeit sichtbar</a>, indem es informelle Pflegezeit monetarisiert. Ergebnis: Der geschätzte Eigenanteil zu Hause liegt im Median bei rund 2.085 Euro pro Monat; in höheren Belastungslagen deutlich darüber. Zum Vergleich werden für die stationäre Pflege (ohne Unterkunft und Verpflegung) durchschnittliche pflegebedingte Eigenanteile in einer Größenordnung von grob 910 bis 1.916 Euro pro Monat genannt – je nach Verweildauer. Daraus folgt: Für viele Haushalte kann <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/09/16/angehoerige-bleiben-groesster-pflegedienst-in-deutschland-politik-muss-strukturen-anpassen/">häusliche Pflege finanziell</a> (und organisatorisch) belastender sein als häufig angenommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Papier ist keine amtliche Reformvorlage, sondern eine Gerechtigkeitsanalyse</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gerade für die Häuslichkeit weist die Autorin ausdrücklich auf Datenlücken hin und arbeitet deshalb mit transparenten, eher konservativen Schätzannahmen. Trotzdem ist die Botschaft politisch relevant: Wer über „Fairness“ in der Pflegeversicherung spricht, sollte ambulante Belastungen und die Rolle von An- und Zugehörigen systematisch mitdenken – und nicht ausschließlich auf den Eigenanteil im Heim schauen.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Weitere Infos:</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://www.aerzteblatt.de/news/pflegeversicherung-benachteiligt-hausliche-gegenuber-stationarer-pflege-7a575a1a-0cde-4c4a-b6c4-0bb3ddd722c8">Artikel beim Ärzteblatt</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://www.sowi.ruhr-uni-bochum.de/mam/fak/lehre/sozpol/wie_gerecht_ist_die_spv.pdf">Direkt zum Arbeitspapier (pdf)</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/11/gerechtigkeit-in-der-pflegeversicherung/">Pflegeversicherung: Gerechtigkeit hängt stärker vom Wohnort der Betroffenen ab als vom Pflegegrad</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Unsichtbarer Mehraufwand: Demenz ist im Krankenhaus (auch) ein Steuerungsproblem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jan 2026 10:45:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[1:1-Betreuung]]></category>
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		<category><![CDATA[Verlaufsdokumentation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> Patienten mit Demenz bringen im Krankenhaus nicht automatisch „mehr Pflege“, sondern ein anderes Profil von Pflegearbeit: mehr Präsenz, mehr Kommunikation, mehr Prävention, mehr Koordination. Genau dieses Profil verschwindet im Alltag&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"> Patienten mit Demenz bringen im Krankenhaus nicht automatisch „mehr Pflege“, sondern ein anderes Profil von Pflegearbeit: mehr Präsenz, mehr Kommunikation, mehr Prävention, mehr Koordination. Genau dieses Profil verschwindet im Alltag leicht hinter Routinewerten, ADL-Logiken und knappen Übergaben. Das Ergebnis ist eine paradoxe Lage: Die Station arbeitet sichtbar am Limit, aber in der Organisationslogik wirkt es wie Normalbetrieb.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für Führung und Pflegeleitung ist das kein „Pflegeproblem“, sondern ein Steuerungsproblem. Denn solange Zusatzaufwand und Risikodynamik nicht strukturiert abgebildet sind, werden sie weder planbar noch argumentierbar. Und was nicht planbar ist, wird im Akutbetrieb zwangsläufig reaktiv gelöst: mit Feuerwehrmodus, 1:1-Bindungen ohne Vorwarnung, fixierungsnahen Situationen, eskalierenden Angehörigengesprächen und vermeidbaren Komplikationen. Hinzu kommt, dass eine fehlende Abbildung den tatsächlichen Aufwand unsichtbar macht. Damit sind Ergebnisse schlecht steuerbar &#8211; und auch nicht nutzbar zum Beispiel für die Öffentlichkeitsarbeit. </p>



<h2 class="wp-block-heading">„Nicht dokumentiert“ ist meist auch „nicht geplant“ </h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Krankenhäuser steuern über Daten, Routinen und Standards: Dienstbesetzung, Skill-Mix, Prozessdesign, Risiko- und Qualitätsmanagement, Schnittstellen zum Entlassmanagement. Wenn das abweichende Pflegeprofil bei Demenzpatienten in diesen Logiken nicht auftaucht, entsteht eine systematische Verzerrung:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Der Aufwand wird als „Normalfall“ missverstanden. Personalplanung und Erwartungsmanagement passen nicht zur Realität.</li>



<li class="has-medium-font-size">Risiken werden zu Einzelfällen erklärt, statt als wiederkehrende Prozessrisiken behandelt.</li>



<li class="has-medium-font-size">Ökonomische Argumente bleiben weich: Ohne strukturierte Abbildung wirkt der Hinweis auf Mehrarbeit wie subjektive Belastung, nicht wie nachvollziehbarer Leistungs- und Risikofaktor.</li>



<li class="has-medium-font-size">Lernen wird verhindert: Häufungen (z. B. „Nächte kippen“, „Diagnostik triggert Abwehr“, „Essen und Trinken eskaliert“) bleiben unsichtbar, weil es keine vergleichbare Sprache und keine Marker gibt.</li>



<li class="has-medium-font-size">Verbesserungen und ergebnisse die das Krankenhaus hinsichtlich des handlings und Verhaltens der Betroffenen erzielen, bleiben ungesehen und ungenutzt. </li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Konsequenz: Nicht nur Mitarbeitende leiden unter &#8222;unerwarteter&#8220; Mehrbelastung. Auch die Organisation verliert Steuerungsfähigkeit. Sie sieht zu spät, wo Risiken entstehen, welche Maßnahmen wirken und wo Prozesse angepasst werden müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Patientensicherheit als Prozessfrage: Delir, Sturz, Aspiration, Eskalationen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Im Krankenhaus sind die zentralen Gefährdungen bei Menschen mit Demenz selten „die Demenz“. An sich ist eine Demenz ohnehin nicht krankenhauspflichtig. Es sind akute Entgleisungen und Folgekaskaden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Delir und delirnahe Verläufe: wechselnde Aufmerksamkeit, Tag-Nacht-Umkehr, plötzliche Verwirrtheit, Halluzinationen.</li>



<li class="has-medium-font-size">Stürze und Verletzungen: häufig als Folge von Unruhe, impulsivem Aufstehen, Überforderung in ungewohnter Umgebung.</li>



<li class="has-medium-font-size">Aspiration, Pneumonie, Mangelernährung/Exsikkose: wenn Schluckauffälligkeiten und Ess- und Trinkunterstützung nicht früh genug sichtbar werden.</li>



<li class="has-medium-font-size">Eskalationen in körpernahen Situationen oder bei Diagnostik/Transport: Abwehr, Angst, Aggression, Fixierungs- oder Sedierungsdruck.</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Leitlinien betonen seit Jahren: Delir ist häufig, hat schwere Folgen (u. a. längere Verweildauer, höhere Mortalität, Funktionsverlust) und erfordert systematische Prävention, Erkennung und Behandlung.  Wichtig für die Führungslogik: Das sind keine „Patiententhemen“, sondern Prozessereignisse. Sie binden Personal, stören Abläufe, erzeugen Zusatzdiagnostik, Beschwerden, Dokumentationsaufwand und erschweren Entlassentscheidungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Typische Aufwandtreiber im Alltag: wo Zeit wirklich gebunden wird</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wenn ich in Krankenhaus-Teams frage, wo Zeit „verschwindet“, kommen selten große Einzelaufgaben. Stattdessen sind es wiederkehrende Mikrointerventionen, die sich pro Schicht addieren. Das ist die reale Pflegearbeit. Sie wird nur häufig nicht als steuerungsrelevante Leistung codiert. Genau hier entsteht der Bruch zwischen „gefühlt viel mehr“ und „organisatorisch nicht sichtbar“.</p>



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  <div style="font-size:22px; font-weight:700; margin:0 0 10px 0;">
    Führungslogik in einem Satz
  </div>
  <div style="font-size:18px; margin:0;">
    Nicht zusätzliche Dokumentation ist das Ziel, sondern ein kurzer, standardisierter Datensatz, der Risiken früh sichtbar macht und Entscheidungen steuerbar macht.
  </div>
</div>

</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<h2 class="wp-block-heading">Handlungsfähigkeit, ohne in Eurobeträge ausweichen zu müssen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Prozessanpassungen (Diagnostikabläufe, Transportlogik, Schlafschutz, Reizreduktion), ein passender Personal- und Skill-Mix (definierte Sicherheitszeiten, gezielte 1:1-Optionen, priorisierte Spitzenzeiten), gezielte Qualifizierung (Delirmanagement, Kommunikation, Ess- und Trinkunterstützung inklusive Schluckwarnzeichen) sowie klare Pfade und Standards (Delirpfad, Schluckauffälligkeits-Standard, Transferregeln, Eskalationsregeln) machen Versorgung planbar und sicherer. Gleichzeitig wird Rechtssicherheit greifbarer: Bei Stürzen, fixierungsnahen Situationen oder Beschwerden zählt häufig die nachvollziehbare Kette „erkannt – begründet – gehandelt“. Leitlinien betonen, dass strukturierte Erkennung und Management dokumentierbar und nachvollziehbar sein müssen, weil Delir und vergleichbare Risiken erhebliche Folgen haben.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Brücke zur Praxis: wie eine kurze Verlaufsdokumentation den Alltag stabilisiert</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine kurze, verlaufsorientierte Dokumentation wirkt in der Praxis meist schneller als große Programme, weil sie genau an den neuralgischen Punkten ansetzt: Übergabequalität, Frühbesprechung, Eskalationsregeln, Entlassplanung.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="675" height="367" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/01/Steuerung1.jpg" alt="" class="wp-image-3390" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/01/Steuerung1.jpg 675w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/01/Steuerung1-300x163.jpg 300w" sizes="(max-width: 675px) 100vw, 675px" /></figure>
</div>


<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Aktuell passt dazu auch die Entwicklung der Leitlinienlandschaft: In Deutschland gibt es inzwischen eine S3-Leitlinie „Delir im höheren Lebensalter“ (AWMF-Register), die Prävention, Diagnostik und Therapie sektorenübergreifend adressiert. Das unterstreicht, dass Delir- und Risikomanagement im Krankenhaus kein Randthema ist, sondern Standard werden soll.</p>



<p class="has-light-green-cyan-background-color has-background wp-block-paragraph">Mein Tipp für die Umsetzung (für Pflegeleitung und PDL)<br>Starten Sie nicht mit einem perfekten Konzept, sondern mit einem testbaren Minimal-Set auf einer Pilotstation: 8 Marker, 1 Zeitband, 1 Ereignisschema. Nach vier Wochen sehen Sie schon Muster (Schicht, Diagnostik, Aufnahmephase). Danach entscheiden Sie datenbasiert, was wirklich ergänzt werden muss.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Unsichtbarer Mehraufwand ist kein individuelles Belastungsthema, sondern ein Systemfehler in der Steuerung. Menschen mit Demenz bringen im Krankenhaus ein anderes Pflegeprofil mit: Präsenz, Kommunikation, Prävention und Koordination. Wenn dieses Profil nicht strukturiert abgebildet wird, bleiben Risiken, Aufwand und wirksame Maßnahmen unsichtbar. Ein  standardisiertes Minimal-Set reicht häufig aus, um Patientensicherheit, Planbarkeit, Rechtssicherheit und Entlassqualität spürbar zu verbessern.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/17/unsichtbarer-mehraufwand-demenz-ist-im-krankenhaus-auch-ein-steuerungsproblem/">Unsichtbarer Mehraufwand: Demenz ist im Krankenhaus (auch) ein Steuerungsproblem</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kanzler kritisiert Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reform der Pflegeversicherung</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/18/kanzler-kritisiert-bund-laender-arbeitsgruppe-zur-reform-der-pflegeversicherung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Dec 2025 18:50:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Bund-Länder-Arbeitsgruppe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Bund-Länder-Arbeitsgruppe für die Zukunft der Pflege kritisiert. Die Arbeit des Gremiums sei mit einem „nicht befriedigenden Ergebnis“ zu Ende gegangen, sagte Merz am Mittwoch&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/18/kanzler-kritisiert-bund-laender-arbeitsgruppe-zur-reform-der-pflegeversicherung/">Kanzler kritisiert Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reform der Pflegeversicherung</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Bund-Länder-Arbeitsgruppe für die Zukunft der Pflege kritisiert. Die Arbeit des Gremiums sei mit einem „nicht befriedigenden Ergebnis“ zu Ende gegangen, sagte Merz am Mittwoch (17.12.2025) im Bundestag. Über das Thema müsse im nächsten Jahr noch ausführlich gesprochen werden.<br>Merz antwortete während der Regierungsbefragung auf eine Frage der SPD-Abgeordneten und ehemaligen Pflegebevollmächtigten Claudia Moll. Sie bat ihn um eine „Botschaft“ an Pflegebedürftige. Dazu sagte der Kanzler, ihm sei vor allem wichtig, dass sich heutige und künftige Pflegebedürftige auf „die Solidarität unseres Sozialstaates“ verlassen könnten. Das gelte in besonderer Weise für Menschen im Pflegeheim.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><video controls src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/12/BKKritikPflegeversicherung.mp4"></video></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Quelle: Deutscher Bundestag (Parlamentsfernsehen), Regierungsbefragung im Deutschen Bundestag, 17.12.2025. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading">Finanzfragen weiter offen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Arbeitsgruppe, bestehend aus Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Bundesländern, hatte am vergangenen Donnerstag ihre Ergebnisse veröffentlicht. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/13/zukunftspakt-pflege-und-die-chancen-fuer-die-versorgung-von-menschen-mit-demenz/">Lesen Sie dazu auch hier.</a><br></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/18/kanzler-kritisiert-bund-laender-arbeitsgruppe-zur-reform-der-pflegeversicherung/">Kanzler kritisiert Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reform der Pflegeversicherung</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zukunftspakt Pflege und die Chancen für die Versorgung von Menschen mit Demenz</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/13/zukunftspakt-pflege-und-die-chancen-fuer-die-versorgung-von-menschen-mit-demenz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Dec 2025 08:35:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 11. Dezember 2025 hat die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ ihre fachliche Arbeit abgeschlossen und ein Papier mit Optionen für eine Struktur- und Finanzierungsreform der Pflegeversicherung samt Roadmap vorgelegt. Wichtig ist&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/13/zukunftspakt-pflege-und-die-chancen-fuer-die-versorgung-von-menschen-mit-demenz/">Zukunftspakt Pflege und die Chancen für die Versorgung von Menschen mit Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Am 11. Dezember 2025 hat die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ ihre fachliche Arbeit abgeschlossen und ein Papier mit Optionen für eine Struktur- und Finanzierungsreform der Pflegeversicherung samt Roadmap vorgelegt.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wichtig ist dabei: Das Dokument ist kein Gesetz. Es sind Vorschläge und Optionen „unter Finanzierungsvorbehalt“ – und außerdem steht im Papier als Maßgabe, dass keine Vorschläge gemacht werden sollen, die zu Mehrausgaben führen, soweit diese nicht unmittelbar demografisch bedingt sind.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für die Demenzversorgung würden die Vorschläge vor allem dann spürbar, wenn frühe Unterstützung (Prävention, Reha, Pflegegrad 1), verlässliche Lotsung („Kümmerer“) und Krisenhilfen außerhalb der Regelzeiten tatsächlich verbindlich umgesetzt werden. Risiko: Wenn im Zuge der Finanzierung Zugänge oder Leistungsansprüche in der Frühphase enger werden, kämen Hilfen später – und Krisen würden wahrscheinlicher.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<!-- Infokasten: Bund-Länder-Kommission (WordPress-HTML-Block) -->
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">
  <div style="font-size:22px; line-height:1.25; margin:0 0 10px 0;">
    Was ist eine Bund-Länder-Kommission in diesem Kontext?
  </div>

  <div style="font-size:18px; line-height:1.55; margin:0;">
    „Bund-Länder-Kommission“ ist hier keine einzelne Behörde, sondern ein politisch abgestimmtes Arbeitsformat:
    Bund und Länder setzen gemeinsam einen Arbeitsauftrag, lassen auf der Fachebene Vorschläge ausarbeiten und nutzen
    diese als Grundlage für spätere politische Entscheidungen und Gesetzgebung.
  </div>

  <div style="font-size:18px; line-height:1.55; margin:12px 0 0 0;">
    Im Papier wird das ausdrücklich so beschrieben: Die politische Ebene (Bundesministerin für Gesundheit und die für Pflege
    zuständigen Länder-Ministerinnen/Minister bzw. Senatorinnen/Senatoren) nimmt den Bericht der Fach-Arbeitsgemeinschaften
    zur Kenntnis und bewertet ihn als Grundlage für anstehende Entscheidungen.
  </div>
</div>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">5 Vorschläge und ihre mögliche Wirkung</h2>



<p class="has-pale-cyan-blue-background-color has-background wp-block-paragraph">Wichtig: bei den nachfolgend dargestellten Punkten handelt es sich um eine Auswahl, nicht etwa um das gesamte Ergebnis. Am Ende des Artikels finden Sie einen Link zum vollständigen Ergebnispapier. </p>



<ol class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Prävention und Reha stärken<br>Pflegerelevante Risiken sollen früher erkannt werden, u. a. durch die Erprobung freiwilliger regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen (Gesundheits-Check-up) für ältere Menschen. Außerdem sollen Strategien, Programme, Fördermittel und Leistungen der GKV sowie die Leistungserbringung in Pflegeeinrichtungen stärker auf präventive und rehabilitative Bedarfe ausgerichtet werden.</li>
</ol>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz:</strong> Früher erkennen, früher unterstützen; Funktionen und Selbstständigkeit können länger erhalten bleiben.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">2. „Kümmerer vor Ort“ in der Häuslichkeit<br>„Kümmerer vor Ort“: mehr fachliche Begleitung in der Häuslichkeit – inklusive Pflegekrisen<br>Die bisherigen Beratungs- und Schulungsansätze werden als zu punktuell und zu wenig abgestimmt beschrieben. Vorgeschlagen wird ein zusammengefasstes Angebot „fachlicher Begleitung und Unterstützung“, das Pflegebedürftigen (auch ohne Pflegedienst) und An- und Zugehörigen konkrete Hilfestellungen gibt, insbesondere in Pflegekrisen. Das kann auch durch Kommunen und weitere Akteure erbracht werden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz:</strong> Weniger „Zuständigkeits-Lücken“, mehr konkrete Anleitung und Krisenhilfe für Angehörige – bevor Situationen eskalieren.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">3. Notfallbudget (Nacht/Randzeiten/Wochenende)</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ergänzend soll ein Notfallbudget geschaffen werden, damit in der Nacht, zu Randzeiten, an Wochenenden sowie in Krisensituationen verlässlich Unterstützung verfügbar ist.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz:</strong> Akute Krisen (Unruhe, Sturz, Verwirrtheit) können häufiger durch kurzfristige Hilfen abgefedert werden statt durch Rettungsdienst oder Einweisung.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">4. Gebündelte Budgets, weniger Bürokratie ambulant</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Zur Vereinfachung des Leistungsrechts wird als erster Schritt vorgeschlagen, verschiedene ambulante Leistungen in einem Sachleistungs- und einem Entlastungsbudget zu bündeln, zu flexibilisieren und einfacher zugänglich zu machen. Zusätzlich soll ergebnisoffen geprüft werden, ob die heutigen Leistungen zu sektoren- und wohnformenunabhängigen Leistungsbudgets weiterentwickelt werden können.<br><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz: </strong>Unterstützungsleistungen könnten passgenauer und schneller genutzt werden (z. B. Entlastung, Aufsicht, Alltagshilfen), mit weniger Antragshürden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">5. Flächenversorgung absichern und Finanzierung skizzieren</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bei regionaler Unterversorgung sollen Pflegekassen und Kommunen mehr Möglichkeiten bekommen, selbst Träger von Pflegeeinrichtungen zu werden; zudem werden konkrete Unterstützungspflichten der Pflegekassen bei fehlenden Angeboten sowie bessere Datengrundlagen für Pflegeplanung und Pflege-(personal)-Monitoring genannt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz:</strong> In Regionen mit Unterversorgung könnten Angebote schneller entstehen; zugleich hängt viel davon ab, ob frühe Zugänge (v. a. Pflegegrad 1) eher ausgebaut oder erschwert werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Breite Kritik am Ergebnis</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Am Ergebnispapier wird vor allem kritisiert, dass es eher eine Sammlung von Prüfaufträgen und Optionen ist als ein Paket mit klaren politischen Festlegungen. Die Finanzierung bleibt weitgehend offen („Finanzierungsvorbehalt“), wodurch unklar ist, welche Vorschläge überhaupt realistisch umgesetzt werden können. Besonders sensibel sind die angedeuteten Instrumente zur Ausgabendämpfung: Änderungen bei Zugangsschwellen oder eine reduzierte Leistung in der Anfangsphase könnten nach Ansicht von Kritikerinnen und Kritikern ausgerechnet dann entlastende Hilfen verzögern, wenn Familien sie am dringendsten brauchen (Frühphase, Pflegekrisen). Zudem wird die Umsetzbarkeit neuer Aufgaben wie „fachliche Begleitung/Kümmerer“ hinterfragt, solange kein belastbares Konzept für Personal, Qualifikationsmix und Zuständigkeiten vorliegt. Ein großes Problem: uns läuft die Zeit davon. Wirklich neu ist an den Vorschlägen nichts &#8211; die Politik muss endlich &#8222;ins Machen&#8220; kommen. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://www.deutsche-alzheimer.de/artikel/deutsche-alzheimer-gesellschaft-zu-ergebnissen-der-bund-laender-ag-zukunftspakt-pflege-ansaetze-vorhanden-loesungen-fehlen">Folgerichtig auch die Kritik der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) kommentiert die am 11.12.2025 vorgestellten Ergebnisse der Bund-Länder-AG „Zukunftspakt Pflege“ und kommt im Kern zu dem Fazit: gute Ansätze, aber zu wenig konkrete, praxistaugliche Lösungen.</a></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/zukunftspakt-pflege-11-12-2025.html">Das vollständige Ergebnis der Bund-Länder-Kommission wurde vom Gesundheitsministerium hier veröffentlicht. Die Dokumente können dort heruntergeladen werden. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/13/zukunftspakt-pflege-und-die-chancen-fuer-die-versorgung-von-menschen-mit-demenz/">Zukunftspakt Pflege und die Chancen für die Versorgung von Menschen mit Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Caritas gegen Sawatzki-Schelte: Warum wir genauer auf die Altenpflege schauen müssen</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/08/caritas-gegen-sawatzki-schelte-warum-wir-genauer-auf-die-altenpflege-schauen-muessen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Dec 2025 15:51:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn prominente Menschen über Pflegeheime sprechen, hören viele zu. Genau deshalb haben die Aussagen der Schauspielerin Andrea Sawatzki in einem Interview der Westfälischen Nachrichten (15.11.) so eingeschlagen: Sie sagte, sie&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/08/caritas-gegen-sawatzki-schelte-warum-wir-genauer-auf-die-altenpflege-schauen-muessen/">Caritas gegen Sawatzki-Schelte: Warum wir genauer auf die Altenpflege schauen müssen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wenn prominente Menschen über Pflegeheime sprechen, hören viele zu. Genau deshalb haben die Aussagen der Schauspielerin Andrea Sawatzki in einem Interview der Westfälischen Nachrichten (15.11.) so eingeschlagen: Sie sagte, sie werde „vermeiden, in ein Heim zu kommen“ und zeichnete ein Bild, in dem Menschen mit schweren Erkrankungen und Demenz im Heim ihre Würde verlieren und nicht mehr am Leben teilhaben könnten.<a href="https://www.caritas-bistum-muenster.de/aktuelles/presse-und-medien/presse/caritas-fordert-fairen-blick-auf-die-altenpflege-06c90c14-52b7-4921-bde1-4a3098342254?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Fairer Blick gefordert</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nun ist Frau Sawatzki sicher keine Expertin für die Altenpflege noch für das Thema Demenz. Die Reaktion aus der katholischen Altenhilfe im Bistum Münster ließ daher auch nicht lange auf sich warten. Die Caritas-Einrichtungen dort fordern einen „fairen Blick“ auf die Altenpflege – und wehren sich gegen das, was sie als falsches und pauschales Bild von Pflegeheimen empfinden. <br>Natürlich: Es gibt Missstände in der Pflege, es gibt schlechte Häuser und Haltungen in Teams die hochproblematisch sind. Personalmangel und Überlastung kommen häufig hinzu. Wer in der Altenpflege arbeitet oder Angehörige in Heimen hat, weiß das nur zu gut. Kritik ist notwendig – gerade wenn sie konkrete Zustände benennt und Veränderung anstößt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Problematisch wird es dort, wo einzelne Erfahrungen oder zugespitzte Bilder verallgemeinert werden<br>Die Bandbreite der Reaktionen in den Einrichtungen reichte laut Bericht von Enttäuschung über Wut bis hin zu Entsetzen: <a href="https://www.kirche-und-leben.de/artikel/caritas-fordert-fairen-blick-altenpflege-bistum-muenster-pflegeheime-schaupielerin-andrea-sawatzki-kritik-senioren">bei Kirche &amp; Leben können Sie weiterlesen</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/08/caritas-gegen-sawatzki-schelte-warum-wir-genauer-auf-die-altenpflege-schauen-muessen/">Caritas gegen Sawatzki-Schelte: Warum wir genauer auf die Altenpflege schauen müssen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bedingt pflegebereit: weniger als die Hälfte kann sich die Versorgung Angehöriger vorstellen</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/11/28/bedingt-pflegebereit-weniger-als-die-haelfte-kann-sich-die-versorgung-angehoeriger-vorstellen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 09:08:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nicht einmal die Hälfte der Deutschen traut sich die Pflege naher Angehöriger zu: Laut einer INSA-Umfrage im Auftrag des Arbeitgeberverbands Pflege (AGVP) geben nur 43,7 Prozent an, Angehörige sowohl pflegen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/11/28/bedingt-pflegebereit-weniger-als-die-haelfte-kann-sich-die-versorgung-angehoeriger-vorstellen/">Bedingt pflegebereit: weniger als die Hälfte kann sich die Versorgung Angehöriger vorstellen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nicht einmal die Hälfte der Deutschen traut sich die Pflege naher Angehöriger zu: Laut einer INSA-Umfrage im Auftrag des Arbeitgeberverbands Pflege (AGVP) geben nur 43,7 Prozent an, Angehörige sowohl pflegen zu können als auch zu wollen. Jeder Dritte (34,4 Prozent) sieht sich aufgrund der eigenen Lebensumstände nicht in der Lage dazu, weitere 10,7 Prozent möchten grundsätzlich nicht pflegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pflegebereitschaft ist begrenzt – und bei Demenz ist die Versorgung besonders anspruchsvoll</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Umfrage zeigt: Schon allgemein traut sich nur ein Teil der Menschen zu, Angehörige zu pflegen. Bei Demenz kommen zusätzlich im Verlauf herausfordernde Verhaltensweisen und später eine völlige Abhängigkeit der Betroffenen &#8211; d.h. eine 24-Stunden-Aufmerksamkeit für Pflegende, hinzu. Realistisch heißt das: Für viele Familien ist eine ausschließliche häusliche Versorgung von Menschen mit Demenz weder leistbar noch dauerhaft gesund.</p>



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    <title id="title">Grobe Schätzung: Versorgungssituation von Menschen mit Demenz</title>
    <desc id="desc">
      Kreisdiagramm: etwa 65 Prozent der Menschen mit Demenz werden zu Hause versorgt, etwa 35 Prozent leben im Pflegeheim.
    </desc>

    <!-- Kreiszentrum (60,60), Radius 50 -->

    <!-- 65 %: Zu Hause versorgt -->
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    <!-- 35 %: Im Pflegeheim -->
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    <!-- Beschriftung im großen Segment (zu Hause) -->
    <text x="40" y="62" text-anchor="middle">
      <tspan x="40" dy="-2">Zu Hause</tspan>
      <tspan x="40" dy="10">ca. 65 %</tspan>
    </text>

    <!-- Beschriftung im kleinen Segment (Pflegeheim) -->
    <text x="85" y="40" text-anchor="middle">
      <tspan x="85" dy="-2">Pflegeheim</tspan>
      <tspan x="85" dy="10">ca. 35 %</tspan>
    </text>
  </svg>

  <div class="demenz-pie-caption">
    Grobe Schätzung für Deutschland: Anteil der Menschen mit Demenz in häuslicher Versorgung
    im Vergleich zur stationären Pflege (Basis: Demenz- und Pflegestatistik 2023/24).
  </div>
</div>

</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mehr professionelle und gemischte Versorgungsformen sind nötig. Politik muss die häusliche Versorgung strukturell absichern. Dazu gehört die Stärkung niedrigschwelliger häuslicher Angebote, Tagespflege, Kurzzeitpflege &#8211; im Prinzip jede Form der Kombination aus häuslicher Versorgung durch Angehörige und professioneller Pflege. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Umfrage unterstreicht: Ohne gute Rahmenbedingungen wird es bei Demenz eher zu Überforderung, Abbrüchen der häuslichen Pflege und Verlegenheitsaufnahmen in Krankenhäuser kommen. Schon heute kann es je nach Region sehr schwer sein, entlastende Angebote überhaupt zu bekommen. Zu befürchten ist auch, dass der &#8222;graue Pflegemarkt&#8220; und Schwarzarbeit wachsen werden, fehlt es an bezahlbaren und erreichbaren Angeboten.   </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Begrenzte Pflegebereitschaft und steigende Zahl von Menschen mit Demenz </h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mit dem Älterwerden vieler Menschen in der Republik, wird auch die absolute Zahl von Menschen mit Demenz zunehmen. Es ist naheliegend, dass in der Folge Lücken in der Versorgung zu Hause für die Betroffenen wahrscheinlicher werden. Das spricht dafür, dass Menschen mit Demenz tendenziell früher im Verlauf in eine stationäre Versorgung wechseln könnten. Nicht unbedingt wegen ihrer „Pflegebedürftigkeit an sich“, sondern, weil das familiäre System schneller erschöpft ist. Wenn weniger Menschen bereit sind, zu pflegen, konzentriert sich die reale Pflege auf einen kleineren Teil der Familien – diese sind dann besonders belastet. Belastung ist ein klassischer Risikofaktor für Fehler, Vernachlässigung und Konflikte.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="Quelle: zur Umfrage des AGVP von INSA geht es hier.">Quelle: zur Umfrage des AGVP von INSA geht es hier.</a>  </p>
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