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	<title>zopa Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>Schmerzmanagement im Alter neu sortiert: Was die neue S3-Leitlinie GeriPAIN bringt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2025 20:10:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Schmerz ist bei älteren Menschen selten „nur ein Symptom“. Er ist häufig ein Kipppunkt: für Mobilität und Funktion, für Schlaf und Appetit, für Stimmung und Kooperation. Bei Menschen mit Demenz&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/16/schmerzmanagement-im-alter-neu-sortiert-was-die-neue-s3-leitlinie-geripain-bringt/">Schmerzmanagement im Alter neu sortiert: Was die neue S3-Leitlinie GeriPAIN bringt</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Schmerz ist bei älteren Menschen selten „nur ein Symptom“. Er ist häufig ein Kipppunkt: für Mobilität und Funktion, für Schlaf und Appetit, für Stimmung und Kooperation. Bei Menschen mit Demenz nicht selten auch für Unruhe, Abwehr oder Rückzug. Genau deshalb ist es konsequent, dass die neue S3-Leitlinie „Schmerzmanagement bei geriatrischen Patient:innen in allen Versorgungssettings“ (GeriPAIN) Schmerz nicht als Einzelthema behandelt, sondern als durchgängigen Versorgungsprozess.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Worum geht es in GeriPAIN – und für wen gilt die Leitlinie?</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">GeriPAIN richtet sich an geriatrische Patienten, also an ältere Menschen mit typischerweise komplexer Multimorbidität, funktionellen Einschränkungen und besonderer Vulnerabilität. Die Leitlinie betont ausdrücklich die Versorgungsrealität dieser Patientengruppe: Polypharmazie, Frailty, kognitive Einschränkungen, häufige Sektorwechsel, mehrere beteiligte Professionen. Daraus leitet sie ihren Anspruch ab: Schmerzmanagement darf nicht bei der Skala stehen bleiben, sondern muss als strukturierter Prozess organisiert werden: wiederkehrende Screenings, gezieltem Assessments, Verlaufskontrolle, Therapieentscheidungen und Koordination.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für Pflegefachpersonen bringt die neue S3-Leitlinie GeriPAIN vor allem drei praktische Veränderungen: Erstens wird Schmerzmanagement konsequent als Prozess definiert. Das macht Schmerzerfassung weniger zufällig und stärker routinisiert: Zuständigkeiten, Zeitpunkte und eine einheitliche Dokumentationslogik rücken in den Vordergrund. Zweitens schärft die Leitlinie den demenzsensiblen Blick: Auch bei kognitiver Beeinträchtigung soll die Selbstauskunft grundsätzlich versucht werden, aber bei Verdacht oder Vorliegen einer Einschränkung ist zusätzlich eine strukturierte Fremdeinschätzung vorgesehen. Drittens stärkt GeriPAIN die Rolle der Pflege in der Koordination: Interprofessionelle Abstimmung, saubere Übergaben und Versorgungskontinuität sind Kernaufgaben, inklusive der Möglichkeit, dass Pflegefachpersonen (je nach Setting und Qualifikation) koordinierende Funktionen übernehmen. </p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<section class="infokasten-geripain" style="border:1px solid #d9d9d9; border-left:6px solid #444; padding:16px 18px; margin:20px 0; background:#fafafa;">
  <h3 style="margin:0 0 10px 0; font-size:1.1em; line-height:1.3;">
    Ist die S3-Leitlinie GeriPAIN verpflichtend?
  </h3>

  <p style="margin:0 0 10px 0; line-height:1.5;">
    Nein – eine S3-Leitlinie wie GeriPAIN ist in Deutschland grundsätzlich keine gesetzlich verbindliche Muss-Vorschrift.
  </p>

  <ul style="margin:0; padding-left:18px; line-height:1.5;">
    <li>Keine Rechtsnorm: AWMF-Leitlinien sind Empfehlungen, keine Gesetze und keine G-BA-Richtlinien.</li>
    <li>Hoher Orientierungsmaßstab: S3-Leitlinien gelten als wichtiger Maßstab für fachlich anerkannte Versorgungsqualität und können in Haftungsfragen als Referenz herangezogen werden.</li>
    <li>Abweichen ist möglich: Abweichungen sind im Einzelfall zulässig, sollten aber begründet und dokumentiert werden (z. B. Patient:innenwunsch, Kontraindikationen, besondere Situation).</li>
    <li>Intern kann es verbindlich werden: Übernimmt eine Einrichtung Inhalte in SOPs, Pflegestandards oder QM-Vorgaben, entsteht eine organisationsinterne Verbindlichkeit.</li>
  </ul>
</section>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Was wissen wir aktuell zur Schmerzlage bei Menschen mit Demenz?</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Vor allem dies: Schmerzen sind häufig, aber die Spannbreite der berichteten Häufigkeiten ist groß, weil sie stark davon abhängt, wie Schmerzen erfasst werden. Das ist keine akademische Nuance, sondern ein zentraler Grund für Untererkennung. Eine systematische Übersichtsarbeit zu Beobachtungsstudien in Pflegeheimen berichtet je nach Studie und Messansatz Prävalenzen von unter 10 Prozent bis knapp 80 Prozent; gegen Lebensende lagen einzelne Werte ebenfalls in dieser Größenordnung. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37817061/">Die Autoren betonen, dass Messmethode und Erfassungsstrategie entscheidend sind und dass Beobachtungsinstrumente eine wichtige Rolle spielen</a>. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Praktisch heißt das: Wenn man sich nur auf spontanes Benennen oder auf reine Selbstauskunft verlässt, unterschätzt man Schmerz bei Menschen mit Demenz. Strukturierte Beobachtung, idealerweise auch in Aktivitätssituationen, erhöht die Chance, Schmerz überhaupt zu erkennen – ein Vorgehen, das durch die S3-Leitlinie GeriPAIN ausdrücklich gestützt wird. </p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/12/ChatGPT-Image-16.-Dez.-2025-19_24_21-683x1024.png" alt="" class="wp-image-3317" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/12/ChatGPT-Image-16.-Dez.-2025-19_24_21-683x1024.png 683w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/12/ChatGPT-Image-16.-Dez.-2025-19_24_21-200x300.png 200w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/12/ChatGPT-Image-16.-Dez.-2025-19_24_21-768x1152.png 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/12/ChatGPT-Image-16.-Dez.-2025-19_24_21.png 1024w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bei den Schmerzorten dominieren – wie bei vielen älteren Menschen – muskuloskelettale Ursachen: Arthrose (häufig Knie, Hüfte, Hände), degenerative Wirbelsäulenveränderungen, chronischer Rückenschmerz, schmerzhafte Bewegungseinschränkungen, Kontrakturen sowie Sturzfolgen und Frakturen. Das erklärt, warum geriatrische Schmerzleitlinien inhaltlich stark auf muskuloskelettale Schmerzbilder fokussieren. Gleichzeitig gibt es Bereiche, die in der Demenzversorgung besonders häufig übersehen werden. Dazu zählen orofaciale und dentale Schmerzen: Eine Meta-Analyse aus 2024 schätzt die gepoolte Prävalenz orofacialer Schmerzen bei Menschen mit Demenz oder leichter kognitiver Störung auf rund 19 Prozent. Mundschmerzen zeigen sich dabei oft unspezifisch, etwa durch Essverweigerung, Unruhe, Abwehr beim Zähneputzen oder eine veränderte Mimik. Ebenfalls unterschätzt werden „körperliche Basics“ mit hoher Schmerzlast wie Obstipation, Harnverhalt, Druckstellen, Hämatome, ungünstige Lagerung oder schlecht sitzende Hilfsmittel. <a href="https://www.jpain.org/article/S1526-5900(07)00601-3/fulltext">Ein klassischer Überblick zu Schmerz bei Demenz betont, dass Schmerz bei Demenz häufig und oft komplex ist und dass gerade behandelbare Ursachen konsequent gesucht werden sollten. </a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Auslöser und Verstärker entstehen bei Demenz häufig aus einer Mischung von degenerativen, neuropathischen und situativen Faktoren. Immobilität, Schlafmangel, akute Erkrankungen sowie Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Medikamenten können bestehende Schmerzen verstärken oder neue Beschwerden auslösen. Erschwerend kommt hinzu: Bei Demenz werden solche Faktoren schneller übersehen, weil Schmerz nicht immer als „Ich habe Schmerzen“ formuliert wird, sondern sich als Verhalten zeigen kann.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Schmerzen professionell managen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">GeriPAIN ist eine Leitlinie, die die Versorgung neu ordnet: systematisch, interprofessionell, sektorübergreifend und mit einem besonderen Blick auf Risikokonstellationen wie kognitive Einschränkung. Gerade für die Demenzversorgung im Krankenhaus liefert sie ein starkes Argument: Wenn Schmerzen nicht verlässlich erkannt werden, entstehen Folgeprobleme, die dann viel mehr Ressourcen binden als ein strukturiertes Schmerzassessment und konsequentes Nachsteuern. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Demenzsensibles Arbeiten im Krankenhaus ist ohne konsequentes Schmerzmanagement nicht vollständig. Und konsequentes Schmerzmanagement bei Demenz gelingt nur, wenn man Selbstauskunft und strukturierte Beobachtung systematisch kombiniert.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Quellen und Weiterführendes<br><a href="AWMF-Leitlinienregister: S3-Leitlinie „Schmerzmanagement bei geriatrischen Patient:innen in allen Versorgungssettings (GeriPAIN)“, Reg.-Nr. 145-005">AWMF-Leitlinienregister: S3-Leitlinie „Schmerzmanagement bei geriatrischen Patient:innen in allen Versorgungssettings (GeriPAIN)“, Reg.-Nr. 145-005</a><br><a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/145-005l_S3_Schmerzmanagement-bei-geriatrischen-Patientinnen-in-allen-Versorgungssettings-GeriPAIN_2025-10.pdf">AWMF-Leitlinien-PDF (Langfassung, Version 1.0, 2025-10)</a><br><a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37817061/">Helvik AS et al. Systematic Review: Prävalenz von Schmerz bei Pflegeheimbewohner:innen mit Demenz (BMC Geriatrics, 2023)</a><br><a href="https://www.schmerzgesellschaft.de/topnavi/patienteninformationen/leitlinien-zur-schmerzbehandlung/geripain">Deutsche Schmerzgesellschaft – Leitlinienübersicht GeriPAIN </a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/16/schmerzmanagement-im-alter-neu-sortiert-was-die-neue-s3-leitlinie-geripain-bringt/">Schmerzmanagement im Alter neu sortiert: Was die neue S3-Leitlinie GeriPAIN bringt</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Schmerz und Demenz</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/02/schmerz-und-demenz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2023 08:19:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schmerzen bei Menschen mit Demenz zu erkennen, kann schwierig sein. Auch gibt es Hinweise, dass Betroffene schmerztherapeutisch versorgt sind, als Menschen ohne Demenz. Verhaltensänderungen deren Ursache in Schmerzen liegen werden&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/02/schmerz-und-demenz/">Schmerz und Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Schmerzen bei Menschen mit Demenz zu erkennen, kann schwierig sein. Auch gibt es Hinweise, dass Betroffene schmerztherapeutisch versorgt sind, als Menschen ohne Demenz. Verhaltensänderungen deren Ursache in Schmerzen liegen werden mitunter mit Neuroleptika begegnet, die Menschen mit <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/12/11/pillen-statt-personal-die-pflege-von-menschen-mit-demenz-ist-nicht-ausreichend-durch-kompetentes-personal-abgesichert/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Demenz hierzulande ohnehin in einem Übermaß erhalten</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Schmerzen erkennen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer Schmerzen hat, wird normalerweise etwas dagegen unternehmen. &nbsp;Je nach Art und Ursache greifen Menschen zu Hausmittelchen, nehmen Schmerzmittel und oder wenden sich im Zweifelsfall an einen Arzt. Bei fortgeschrittener Demenz haben Betroffene all diese Möglichkeiten in der Regel nicht mehr bzw. können nicht selbständig zu diesen Maßnahmen greifen. Für Dritte kann es ausgesprochen schwer sein, überhaupt zu erkennen, dass Betroffene Schmerzen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gründe dafür liegen u.a.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>in den<a href="https://amzn.to/40XSFDs" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> zurückgehenden sprachlichen Fähigkeiten</a> Betroffener bis hin zu Einwortsätzen oder dem völligen Verstummen</li>



<li>den nachlassenden Fähigkeiten Körpersignale zu deuten und oder zu lokalisieren</li>



<li>die (anerzogene) Neigung älterer Menschen, Dritten Schmerzen nicht mitzuteilen</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Signale richtig deuten</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz1-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-1559 size-full" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz1-1024x1024.png 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz1-300x300.png 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz1-150x150.png 150w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz1-768x768.png 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz1-1536x1536.png 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz1-2048x2048.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Problem ist, dass eine Demenz an sich nicht schmerzhaft ist – aber Betroffene eine Reihe <a href="https://amzn.to/3Vl5sih" target="_blank" rel="noreferrer noopener">weitere Erkrankungen oder Zustände haben können, die Schmerzen verursachen.</a> Da die Demenz in jeder Betrachtung, z.B. bei Verhaltensänderungen, im Vordergrund steht, wird an Schmerzen als Ursache gar nicht mehr gedacht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-tertiary-color">Beispiel: </mark>Frau D. hat bereits vor 5 Jahren die Diagnose Alzheimer erhalten. Sie spricht schon lange nicht mehr bzw. was sie sagt, ist nicht mehr zu verstehen. In den letzten Tagen läuft die sonst so ruhige alte Dame auf den Fluren des Pflegeheimes hin und her, wirkt unruhig und zunehmend gereizt und abwehrend den Mitarbeitenden gegenüber. Mit dem behandelnden Hausarzt kommt man überein, die Dame mit Risperidon zu versorgen, um die demenzbedingte zunehmende Unruhe zu dämpfen. Eigentlich hat Frau D. Zahnschmerzen…..</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Schmerzen erkennen bei Demenz</h2>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Viele <a href="https://foam-rd.health.blog/2019/03/13/numerische-schmerzskala-hilfreich-oder-zahlenbingo/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schmerzskalen arbeiten mit Selbstauskünften </a>die entweder auf Bildern, Grafiken oder Texten / Zahlen aufbauen. Grundsätzlich gilt selbstverständlich auch für Menschen mit Demenz: die Eigenauskunft hat Vorrang und das höhere Gewicht. Jemand der angibt Schmerzen zu haben, ist immer ernst zu nehmen.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz2-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-1561 size-full" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz2-1024x1024.png 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz2-300x300.png 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz2-150x150.png 150w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz2-768x768.png 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz2-1536x1536.png 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/postitschmerz2-2048x2048.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile gibt es auch mehrere standardisierte Verfahren, um <a href="https://amzn.to/40ZUhwy" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schmerzen trotz Demenz</a> zu erkennen. Leider sind sie längst nicht überall etabliert.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>BESD-Skala (Beurteilung von Schmerz bei Demenz)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Als <a href="https://www.oegari.at/web_files/dateiarchiv/editor/besd-skala.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">pdf-Datei z.B. hier</a> oder <a href="https://ag-d.ch/fileadmin/user_upload/downloads/pdf/BESD_beurteilung_schmerzen_demenz.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier erhältlich</a>. Eine Anleitung findet <a href="https://www.schmerzgesellschaft.de/fileadmin/pdf/BESD_Kurzanleitung_130626.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">sich hier</a>. &nbsp;</p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>BISAD-Skala</strong></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich wie die BESD-Skala, umfasst allerdings auch die Veränderungen in der Beweglichkeit und im Sozialverhalten des Patienten. <a href="https://netzwerk-palliativmedizin-essen.de/wp-content/uploads/2019/03/BISAD_2011.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Als pdf-Datei z.B. hier </a>erhältlich oder <a href="https://www.oegari.at/web_files/dateiarchiv/editor/bisad-skala.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">auch hier</a> und hier <a href="https://www.schmerzgesellschaft.de/fileadmin/pdf/BISAD_Kurzanleitung_2012_06.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">eine Info dazu</a>.  </p>
</div>
</div>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Serial Trial Intervention (STI)</strong></p>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Weniger eine Skala, denn <a href="https://medizinsoziologie-reha-wissenschaft.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/m_cc01/medizinsoziologie-reha-wissenschaft/STI-D_Projektbericht.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">eine Vorgehensweise</a> kann man <a href="https://vbmb.ch/userfiles/downloads/Tagung_Schmerz/Resume/Fischer_Schmerzassessment_Demenz.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">etwas hier</a> oder <a href="https://gesguk.at/wp-content/uploads/2020/08/Geyrhofer_Demenz.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier dazu finden</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Es gibt eine ganze Reihe weiterer Assessments zu Schmerzen,<a href="https://www.pflegeportal.ch/pflegeportal/ZOPA_Das_Zurich_Observation_Pain_Assessment.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> z.B. ZOPA</a>. Pflegefachleute sollten auch unbedingt den <a href="https://www.dnqp.de/fileadmin/HSOS/Homepages/DNQP/Dateien/Expertenstandards/Schmerzmanagement_2020/Schmerz-Akt2020_Auszug.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Expertenstandard Schmerzmanagement zu Grunde legen</a>, um ein strukturiertes Vorgehen hinsichtlich der Beachtung und Überprüfung von Schmerzen bei Menschen mit Demenz zu etablieren. Im Idealfall steht eine <a href="https://www.medi-karriere.de/weiterbildung/pain-nurse/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">spezialisierte Pain Nurse</a> einem Pflegeteam zur Seite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für pflegende Angehörige hat auch die <a href="https://www.deutsche-alzheimer.de/fileadmin/Alz/pdf/factsheets/infoblatt18_schmerz_erkennen_dalzg.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V</a>. Informationen sowie der <a href="https://www.wegweiser-demenz.de/wwd/medizinisches/behandlung/demenz-und-schmerz-180118" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wegweiser Demenz des BMFSFJ</a>.</p>



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<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



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<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelfoto: Andrea Piacquadio</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-light-gray-background-color has-background wp-block-paragraph">In diesem Artikel führen einige Links zu Büchern auf Amazon, sog. Amazon-Affiliate-Links,. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen: für den Käufer ändert sich nichts, jedoch bekomme ich eine kleine Werbekostenerstattung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/02/schmerz-und-demenz/">Schmerz und Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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