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	<title>verzerrung Archive -</title>
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		<title>Heimspiel 1: mehr „Bedarf“ für den Unsympathen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2023 12:59:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Pflege und Betreuung ist die selbstkritische Auseinandersetzung mit dem was man mit sich selbst und mit anderen Menschen macht, unabdingbar. Gegenüber Menschen mit Demenz ist das Risiko groß, die&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/02/03/heimspiel-1-mehr-bedarf-fuer-den-unsympathen/">Heimspiel 1: mehr „Bedarf“ für den Unsympathen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">In Pflege und Betreuung ist die selbstkritische Auseinandersetzung mit dem was man mit sich selbst und mit anderen Menschen macht, unabdingbar. Gegenüber Menschen mit Demenz ist das Risiko groß, die selbstkritische Betrachtung eigener Handlungen weniger zu hinterfragen. Schließlich kann man seinen eigenen Verstand, sein Wissen, problemlos einsetzen um die verschiedensten Situationen zu bewältigen, während Menschen mit Demenz die hilfe- und unterstützungsbedürftigen sind. In Pflege und Betreuung sind wir objektiv, wenn wir Maßnahmen planen, Therapie einleiten oder eskalieren, die Versorgung sicherstellen und optimale Unterstützung zu ermöglichen. Richtig?</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Denkfehler – Irren ist menschlich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Denkfehler ist eine Verzerrung oder eine Fehlinterpretation der Wahrnehmung oder Bewertung von Informationen, die zu einer falschen Schlussfolgerung führen kann. In der Versorgung von Menschen kann das fatal sein – und zum Beispiel zu weniger Kontakt für die Betroffenen führen, zu weniger Unterstützung – und möglicherweise zu einem größeren Medikamenteneinsatz. Dabei sind Denkfehler zutiefst menschlich – und für niemanden völlig zu vermeiden. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Wenn 2 das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe</h2>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/definition-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-1448" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/definition-1024x1024.png 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/definition-300x300.png 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/definition-150x150.png 150w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/definition-768x768.png 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/definition-1536x1536.png 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/definition-2048x2048.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Mit ausreichend zeitlichem Versatz und natürlich anonymisiert ein Beispiel aus meiner Arbeit: <br>Frau Müller lebt mit Demenz im Haussonnenschein. Sie wird von allen sehr geschätzt. Die adrette alte Dame läuft viel herum, geht auch mal in fremde Zimmer und legt sich dort ins Bett für ein Nickerchen. Dafür hat man viel Verständnis („Orientierungsgestört“) und warb auch bei den Mitbewohnern immer wieder darum, wenn die sich über die fremde Frau in ihren Betten beschwerten. Außerdem umarmt sie spontan sowohl die Mitarbeitenden, als auch ihre Mitbewohner – einfach weil ihr danach ist. Sie gilt als <em>„richtig liebe Omi.“</em> – so wird sie mir beschrieben, als ich wegen einer anderen Sache in der Einrichtung war.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Schon beim ersten Besuch in dem Haus habe ich es – allerdings nicht richtig bewusst – wahrgenommen. Erst in der Übergabe bei meinem dritten Gastspiel fiel es mir richtig auf: &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf derselben Station war Peter K. untergebracht. Ein großer, hagerer, ungepflegt wirkender und sehr dementer Mann. Dieser Bewohner <em>„störte“</em> die anderen Bewohner, und immer öfter <em>„respektiert er die Privatsphäre anderer Bewohner nicht“</em>. Manchmal lief Peter K. nämlich in fremde Zimmer und setze sich dort in Sessel oder auf die Betten, meist um Zeitung zu lesen. Peter K. verstand wenig von dem was man ihm sagte. Auf deutliche Ansprachen, dass er in fremden Zimmern <em>„nichts zu suchen“</em> habe, so berichtete man mir, reagierte er sogar <em>„übergriffig“</em> in dem er den Mitarbeitenden <em>„völlig distanzlos“</em> auf die Schulter klopfte oder den Arm tätschelte. Eine Kollegin gab an, Angst vor dem Mann zu haben – schon seit er im Haus sei… .</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin sicher, es ist Ihnen schon beim Lesen aufgefallen. Die „liebe Omi“ zeigt prinzipiell dasselbe Verhalten – und wird durch die Mitarbeitenden geschützt und ihr großes Verständnis entgegengebracht. Sie kann nichts falsch machen, die alte Sympathin.</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Peter K. der große, wenig attraktive und vielleicht sogar etwas unnahbar wirkende alte Herr galt niemandem als „sympathischer Opi“ – und erfährt ein ganz anderes Urteil durch die Pflege <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/01/21/betreuung-und-aktivierung-2-kartensets-und-1-buch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">und Betreuung</a>. Der Entschluss lautete, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/12/11/pillen-statt-personal-die-pflege-von-menschen-mit-demenz-ist-nicht-ausreichend-durch-kompetentes-personal-abgesichert/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">den Hausarzt aufzufordern etwas gegen die Distanzlosigkeit zu unternehmen</a>, bevor es möglicherweise zu einem tätlichen Angriff kommen würde. Viele Mitarbeitende sahen sich durch die Handlungen der beiden Bewohner jeweils in ihrem Sympathie-Antipathie-Urteil bestätigt: die liebe Frau Müller umarmt, weil sie eben die liebe Frau Müller ist und so auch <em>„Dankbarkeit“</em> ausdrückt. Egal was sie tat, alles floss in die Bestätigung ein, was für ein <em>„guter Fang sie für die Station“</em> sei. Wie schön, mal so einen Sonnenschein versorgen zu dürfen.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz dazu Peter K.. Alles was er tat bestätigte, dass er <em>„unangenehm“</em> ist. Der Unsympath tätschelt während einer (sinnlosen) Strafpredigt nicht etwa zur Beruhigung den Arm seines Gegenübers um zu signalisieren, „Okay, tut mir leid. Sind wir wieder gut?“. Nein, er zeigt damit, dass er sich in der Vorstufe eines körperlichen Angriffs befindet, sein Verhalten wurde als <em>„respektlos“</em> und <em>„bedrohlich“</em> gewertet. Während Frau Müller auch mal Essen von ihren Mitbewohnern <em>„stibitzte“</em>, griff Herr K. unverschämt anderen in die Teller und musste daher allein an einem Tisch essen…..</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Ach, Ihnen nicht?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht finden Sie das Beispiel aus meinem Arbeitsalltag albern denn etwas in dieser Art kann Ihnen als Profi natprlich nicht passieren. Sind Sie sicher? Kognitive Verzerrungen, Denkfehler haben viele Formen. Vielleicht haben Sie von einigen gehört. Z.b. dem Horn-Effekt, dem Halo-Effekt, dem Bestätigungsfehler oder von Übergeneralisierung? Lohnt es sich wirklich nicht, die stark übergewichtige Pflegebedürftige zur Sitzgymnastik oder pflege der Hochbeete mitzunehmen, weil sie von Bewegung offensichtlich nicht viel hält?<br>Ohne Zahlen dazu parat zu haben: wenn jeder Mensch Denkfehlern unterliegt, unterliegen wir diesen auch in der Versorgung von Menschen mit Demenz an der ein oder anderen Stelle. Und vielleicht ist das ein Thema, mit dem wir uns viel mehr beschäftigen sollten, als wir es tun. Um unserer (Vor-)Urteile willen. In jedem Fall halte ich es für eine Aufgabe aller Demenzbeauftragten in allen Einrichtungen und Standorten. <br><br><strong>Einen Tipp</strong> habe ich, weil ich es vor Jahren während einer langen Autofahrt genossen habe: <a href="https://amzn.to/3DHeBtR" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Glaub nicht alles was Du denkst“ von Alexandra Reinwarth.</a> Das (Hör-)Buch bietet einen tollen, leichten Einstieg mit völlig aus dem Leben gegriffenen Beispielen von Denkfehlern. Die wir alle machen.<br></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelfoto: Max Vakhtbovych on pexels</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Bei einigen Links zu Produkten – Büchern z.B., sind sog. Amazon-Affiliate-Links gesetzt. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen: für den Käufer ändert sich nicht, jedoch bekomme ich eine kleine Werbekostenerstattung.</p>
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		<title>Kognitive Verzerrung auf der Inneren! Wie Sie Wissen um Denkfehler beim Entwickeln von Haltung nutzen können.</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/09/22/kognitive-verzerrung-auf-der-inneren-wie-sie-wissen-um-denkfehler-beim-entwickeln-von-haltung-nutzen-koennen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2020 15:45:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
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		<category><![CDATA[verzerrung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Demenzbeauftragte sind Sie sicher bemüht, Formen des Austauschs und der Wissensvermittlung zum Thema Demenz in Ihrem Haus zu finden. Dabei geben Sie den aktuellen Wissenstand in Teams, unterbreiten Verbesserungsvorschläge,&#8230;</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Als Demenzbeauftragte sind Sie sicher bemüht, Formen des Austauschs und der Wissensvermittlung zum Thema Demenz in Ihrem Haus zu finden. Dabei geben Sie den aktuellen Wissenstand in Teams, unterbreiten Verbesserungsvorschläge, ringen um den richtigen Weg und die machbaren Veränderungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Häufig, insbesondere in hierarchisch starren Gefügen die Kliniken zumeist sind, können Sie jedoch nur zum Nachdenken anregen. Eine Haltung zum Thema Demenz kann nicht „angeordnet“ werden. „Richtiges“ Verhalten sicherlich in gewissen Grenzen (do´s and dont`s). Eine Haltung hat jedoch immer mit der inneren Position Ihrer Kolleginnen und Kollegen etwas zu tun. Diese bildet sich heraus, entwickelt sich – es gibt keine Zauberformel die Sie in Ihrer Klinik verbreiten können. Keine Formel, die Sie auf Leitbilder schreiben oder als Dienstanweisung abzeichnen lassen können. Sie müssen Wege finden, sich dem Thema (anders) zu nähern. </p>



<h2 class="has-text-align-center has-primary-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-heading">Haltung nicht anordnen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Demenzbeauftragte ist es für Sie nicht sehr ratsam, einfach eine „bessere Haltung“ einzufordern oder Kolleginnen und Kollegen zu belehren, was diese (in Ihren Augen) ausmacht. Bedienen Sie sich eher Elementen und Beispielen, die jede/r kennt und auf sich beziehen kann – aber sich nicht verteidigen muss. Ein gutes Beispiel sind Themen die unter sogenannten kognitiven Verzerrungen verstanden werden. Wir alle machen Denkfehler. Davon ist weder die Chefärztin noch der Pflegehelfer frei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über Denkfehler die Sie selbst machen und gemacht haben, können Sie Beispiele anhand des Klinikalltags finden um Sie in Übergaben oder Fallbesprechungen miteinzubeziehen. Oder später auch gezielt Äußerungen zu hinterfragen. Wenn Sie über Denkfehler sprechen, fällt es auch um ein Vielfaches leichter, zu bestehenden Rollen- oder Altersbildern überzuleiten die wir zum Teil verinnerlicht haben. Am Ende kann dies dazu beitragen, dass dem alten verwirrten Herrn nicht zum 7x in einer Nacht wieder in den Schlafanzug „geholfen“ wird, weil er ja „irgendwas anhaben muss“.  </p>



<h2 class="has-text-align-center has-primary-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-heading">Horn-Effekt und falsche Zuschreibungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Horn-Effekt beschreibt, dass wir dazu neigen von einer (von uns so empfundenen) negativen Eigenschaft einer Person auf weitere negative Eigenschaften zu schließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beispiel 1:</strong> <em>Die neue Kollegin für den Nachtdienst ist wiederholt unpünktlich, drittes Mal in einer Woche. Wieder stürzte sie gerade erst zur Tür rein, als mit der Übergabe begonnen werden sollte. Ihre erste Nachtwoche – und dann so ein Verhalten. Als wir am nächsten Morgen zusammensaßen nach der Übergabe, sagt die Stationsleiterin: „Bitte schau mal nachher nach, ob die (Nachtdienstlerin) die Medis abgehakt hat.“. </em>Durch die wiederkehrende Unpünktlichkeit (die nicht in Ordnung ist, keine Frage) wird der neuen Kollegin unterstellt, auch ihre sonstige Arbeit nicht ordentlich zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beispiel 2:</strong> <em>Patient Meier, 87 Jahre, Alzheimer. Er verweigert morgens die Versorgung: heißt, die körpernahe Pflege – er lässt sich also u.a. nicht waschen bzw. dabei unterstützen. Ich bin im vierten Frühdienst bei ihm. Müde und etwas genervt, weil ich schon das vierte Mal nun erfolglos versucht habe, die körpernahe Pflege bei ihm durchzuführen. Irgendwann gebe ich auf. Und dann ist plötzlich dieser Satz in meinem Kopf: „Dieser Schmuddel! Möchte nicht wissen, wie es bei dem Zuhause aussieht.“. </em>Eine Unterstellung von mir, für die ich weder Anlass noch Hinweise hatte und die auch nicht gerade professionell genannt werden kann.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche negativen Zuschreibungen gibt es sicherlich auch in Ihrem Haus. Menschen mit Demenz im Krankenhaus können wegen ihres Verhaltens besonders davon betroffen werden. Sprechen Sie im Team über Denkfehler – z.B.  über den Horn-Effekt: niemand ist frei davon – aber ein Bewusstsein zu schaffen, z.B. in Kurzinterventionen, wie schnell wir richtig falsch liegen, kann dabei helfen die Haltung anderen Menschen gegenüber zu verändern. Und vielleicht sogar Stress mit Menschen mit Demenz reduzieren. Besonders eignen sich auch sog. Attributions-Fehler hierfür.</p>



<h2 class="has-text-align-center has-primary-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-heading">Der ist so&#8230;.</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beispiel:</strong> <em>Der Patient mit Demenz reagiert mit lautstarker Ablehnung auf Behandlungsversuche. Seine Eigenheit, seinen Willen laut und deutlich kund zu tun führt dazu, dass man ihm unterstellt ein „aggressiver Typ“ zu sein. Ein potentieller Gewalttäter. „Mit dem möchte ich nicht verheiratet sein, die arme Frau.“ wäre so ein Satz, der die aktuellen Umstände (Demenz, Einlieferung ins Krankenhaus nach Verirren in der Stadt und Sturz) völlig außer Acht lässt und das Verhalten der Persönlichkeit des Patienten zuschreibt. Hier sogar unterstellt, gewalttätig gegenüber der pflegenden Ehefrau zu sein.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche und ähnliche Denkfehler sind wie gesagt nicht ungewöhnlich. Aber auf dem Weg einer verstehenden Versorgung, einer menschengerechteren Haltung wäre es ungemein hilfreich, sich dessen hin und wieder bewusst zu werden. Vielleicht finden Sie auf diese Weise Beispiele die geeignet sind, Veränderungsprozesse hinsichtlich der Haltung in Ihrem Haus anzustossen und in Ihrer Arbeit zu verwenden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Liste mit Denkfehlern finden Sie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_kognitiver_Verzerrungen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">z.B. bei Wikipedia.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Empfehlen kann ich wirklich jedem das Buch „Glaub nicht alles was Du denkst“ von Alexandra Reinwarth, im mvg-Verlag erschienen. Die Autorin geht die Thematik sehr anschaulich und lebendig an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Viel Spaß beim Selbsterwischen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Ihr</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:161px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Photo by Mert Talay on Unsplash</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/09/22/kognitive-verzerrung-auf-der-inneren-wie-sie-wissen-um-denkfehler-beim-entwickeln-von-haltung-nutzen-koennen/">Kognitive Verzerrung auf der Inneren! Wie Sie Wissen um Denkfehler beim Entwickeln von Haltung nutzen können.</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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