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	<title>vermögen und demenz Archive -</title>
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		<title>Gefahr der finanziellen Ausbeutung: Menschen mit Demenz besonders gefährdet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Oct 2025 06:51:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die ZQP-Analyse 2025 beleuchtet finanzielle Ausbeutung pflegebedürftiger Menschen aus Sicht von 1.006 pflegenden Angehörigen. Im Zentrum stehen Nähebeziehungen und professionelle Unterstützung – Cyberkriminalität wird ausdrücklich getrennt betrachtet. Insgesamt berichten 16 % der Befragten von mindestens einem Verdachtsfall finanziellen Missbrauchs in den letzten zwölf Monaten; bei Demenz liegt dieser Anteil signifikant höher (23 %) als ohne Demenz (14 %).</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Im familiären und nachbarschaftlichen Umfeld nennen 8 % einen frischen Verdachtsfall (weitere 7 % länger zurückliegend). Genannt werden u. a. das An-sich-Bringen von Geld/Wertsachen (3 %), Manipulation zu Übertragungen (3 %), Unterschlagung bei Besorgungen (2 %) sowie das Vereinnahmen von Pflegegeld ohne Zustimmung (1 %). Häufig stammt der Verdacht von der pflegebedürftigen Person selbst (50 %) oder von Angehörigen (49 %). Auch Missbrauch von Vorsorge-/Bankvollmachten wird berichtet (3 % in den letzten zwölf Monaten).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verdacht auf Leistungsbetrug &#8211; Cyberkriminalität und Geschenke nachrangig </h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wo externe Dienste eingebunden sind, erinnern sich 12 % an Verdachtsfälle gegen professionelle Unterstützerinnen/Unterstützer im letzten Jahr. Konkret geht es etwa um abgerechnete, aber nicht (voll) erbrachte Leistungen (10 %), über die Wünsche hinausgehende Leistungen (4 %), unrechtmäßig an sich gebrachte Werte (2 %) oder das gezielte Beeinflussen zu Geschenken (1 %). Zusammengenommen nennt die Studie damit ein deutliches Risikobild für Menschen mit Demenz in Nähe- und Unterstützungssystemen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Parallel zeigen die Befragten eine hohe Grundsorge: 90 % halten Pflegebedürftige allgemein für besonders gefährdet, finanziell geschädigt zu werden; 50 % sorgen sich konkret um die von ihnen betreute Person, bei Demenz 55 %. Zugleich brauchen viele Betroffene Hilfe bei Geldgeschäften: 57 % der Angehörigen unterstützen regelmäßig, derweil ein Teil der Pflegebedürftigen weiterhin über eigene Ressourcen verfügt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Cyberkriminalität bleibt ein wichtiger, aber nachgeordneter Befund: 37 % berichten mindestens einen Fall von (versuchtem) Betrug/Trickdiebstahl durch Unbekannte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Transparenz und finanzielle Selbstbestimmung</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Finanzielle Ausbeutung spielt sich oft dort ab, wo Vertrauen herrscht – in Familie, Freundeskreis und professioneller Hilfe. Menschen mit Demenz sind dabei besonders vulnerabel. Prävention bedeutet deshalb, finanzielle Selbstbestimmung sensibel zu sichern, Zuständigkeiten transparent zu regeln (z. B. bei Vollmachten) und zugleich Angehörige zu entlasten und zu informieren; Cyberrisiken sollten mitgedacht, aber nicht isoliert behandelt werden.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.zqp.de/angebot/finanzielle-ausbeutung/">Eggert, S., &amp; Teubner, C. (2025). Finanzielle Ausbeutung pflegebedürftiger Menschen und die Perspektive pflegender Angehöriger in Deutschland. Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP), Berlin. DOI: 10.71059/ATJI8885. ISSN (online): 3052-0231.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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