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	<title>kunst Archive -</title>
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		<title>Theaterspielen mit und für Menschen mit Demenz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Aug 2023 07:11:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das hier vorgestellte Buch ist recht speziell. Theaterspielen mit und für Menschen mit Demenz vermittelt Erfahrungen und eine Vielfalt an Möglichkeiten der Theaterarbeit mit Betroffenen. Das Buch *&#8222;Theatertechniken für Menschen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/08/25/theaterspielen-mit-und-fuer-menschen-mit-demenz/">Theaterspielen mit und für Menschen mit Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Das hier vorgestellte Buch ist recht speziell. Theaterspielen mit und für Menschen mit Demenz vermittelt Erfahrungen und eine Vielfalt an Möglichkeiten der Theaterarbeit mit Betroffenen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch *<a href="https://amzn.to/3sp2G1c">&#8222;Theatertechniken für Menschen mit Demenz&#8220;</a> von Jessica Höhn (u.a. Theaterpädagogin), Erpho Bell (u.a. Autor und Regisseur) und Michael Ganß (u.a. Kunsttherapeut) umfasst 180 Seiten und ist im <a href="https://www.mabuse-verlag.de/">Mabuse-Verlag</a> erschienen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-secondary-color has-text-color has-link-color wp-elements-a12c0149e407c485b56b7d973807347f">Klärungsbedarf, Lebensqualität und Demenz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mir war von den Autoren bisher nur Michael Ganß ein Begriff, wenn ich ihn auch nie persönlich kennengelernt habe. Das Buch richtet sich an jene, die mittles Theatertechniken Menschen mit Demenz erreichen wollen, zur Lebensqualität beitragen und sich in entsprechenden Projekten engagieren oder diese initiieren wollen. Es ist kein „Alltagsbuch“ für Pflege- und Betreuungskräfte und auch keins für pflegende Angehörige in meinen Augen. Schon auf den ersten Seiten wird die Spezialisierung deutlich, wenn die Autoren relativ viele Seiten zur Handhabung des Buchs und dessen Sinn und Zweck verwenden (müssen).</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">

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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Ab Seite 25 wird sich mit dem Thema Lebensqualität auseinandergesetzt: </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Es kann davon ausgegangen werden, auch Menschen mit ausgeprägter Beeinträchtigung der Kognition haben ein Empfinden zu ihrer Lebensqualität, und über einen langen Zeitraum des demenziellen Prozesses haben die Betroffenen die Fähigkeit, ihre individuelle Lebensqualität differenziert zu bewerten.“.</em></p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Theaterarbeit, so wird fortgeführt, bedeutet denn auch aktive gesellschaftliche Teilhabe, soziale Akzeptanz, Integration, kann sinnliche und emotionale Erfahrungen bieten und einiges mehr. Lebensqualität wird aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt bzw. Untersuchungen dazu und Instrumente im Wandel der Zeit angesprochen. Etwas aus der Zeit gefallen hingegen wirken die längeren Passagen, die sich mit einer angeblich weit verbreiteten (im Sinne von üblichen) Sichtweise befassen, dass Menschen mit Demenz keine vollwertigen Mitglieder der Gesellschaft (mehr) wären. Das wirkt zum Teil etwas sehr „80iger“, wenn es auch kaum verwundert im Hinblick auf die angeführten Quellen /Zitate.  </p>



<h2 class="wp-block-heading has-secondary-color has-text-color has-link-color wp-elements-1aac1dfbd364ad6f1c161eadd64b8af9">Erfahrungsberichte und Hinweise zum Start eigener Projekte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Leser*innen die sich mit dem Gedanken tragen, ein Theaterprojekt zu initiieren können von den im Buch enthaltenen Erfahrungsberichten sicher profitieren. Angenehm ist, dass in den Schilderungen auch Hürden, mögliche Kritik und Bedenken aufgenommen werden und Möglichkeiten aufgezeigt, damit umzugehen. Bücher in Sachen Demenz sind häufig dann besonders wertvoll und hilfreich, wenn sie von Macherinnern und Machern, von Umsetzer*innen geschrieben wurden – also von Leuten, die tatsächlich Dinge bewegt und bewirkt haben, statt lediglich über Praktikums- und Schreibtischerfahrung zu verfügen. Das ist hier erkennbar der Fall. Ob geeignete Räume, Gruppengrößen, Zeitbedarf, Finanzierung, Abläufe oder auch mögliche Themen – hier bietet das Buch eine ganze Menge Informationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann mir vorstellen, dass es genau der richtige Ratgeber für beruflich Theater- und Kulturschaffende ist. Aber auch Menschen die sich als Laienschauspielende auf kleineren Bühnen engagieren und hier viel Erfahrung haben und sich vorstellen können, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse beim Thema Demenz einzubringen werden mit dem Buch sicher eine nützliche Informationsquelle in den Händen halten. Inspiration inbegriffen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-white-color has-accent-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-886d5c0498901d30407f24e55a675980 wp-block-paragraph"><strong>In dieser Buchvorstellung: Theatertechniken für Menschen mit Demenz (Demenz Support Stuttgart), von Jessica Höhn (Autor), Erpho Bell (Autor), Michael Ganß (Autor); Mabuse-Verlag 21.08.2023; 180 Seiten, ISBN-10‏ : ‎ 386321403X; 30€.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Buchvorstellungen finden Sie auf dieser Webseite, z.B. zum <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/07/22/buchempfehlung-bindung-und-demenz/">Thema Bindung und Demenz</a>. </p>



<p class="has-light-gray-background-color has-background wp-block-paragraph"><em>*Auf dieser Webseite / in einzelnen Artikeln sind bei einigen Links zu Produkten – Büchern z.B., sog. Amazon-Affiliate-Links gesetzt. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen: für den Käufer ändert sich nicht, jedoch bekomme ich eine kleine Werbekostenerstattung.</em></p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelbild: Monica Silvestre on pexels</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/08/25/theaterspielen-mit-und-fuer-menschen-mit-demenz/">Theaterspielen mit und für Menschen mit Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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		<title>(de)mentia+art: Kultur für Menschen mit und ohne Demenz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jan 2023 18:49:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[dementiaart]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
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		<category><![CDATA[schmauck-langer]]></category>
		<category><![CDATA[teilhabe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kulturelle Teilhabe auch für Menschen mit Demenz ist ein Thema, was zunehmend mehr Beachtung findet. Mehr und mehr entwickelt sich ein Bewusstsein dafür, dass die Teilhabe an Kunst und Kultur&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/01/07/dementiaart-kultur-fuer-menschen-mit-und-ohne-demenz/">(de)mentia+art: Kultur für Menschen mit und ohne Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Kulturelle Teilhabe auch für Menschen mit Demenz ist ein Thema, was zunehmend mehr Beachtung findet. Mehr und mehr entwickelt sich ein Bewusstsein dafür, dass die Teilhabe an Kunst und Kultur zu allen Zeiten des Lebens dazugehört. Und zwar auch dann, wenn eine Demenz eine Anpassung des Angebots erfordert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Museumsführung und online-Angebote</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Museen können ihr Spektrum zum Beispiel durch für die Besucher mit Demenz angepasste Führungen erweitern. Aber auch online-Führungen bzw. digitale Besuche in Ausstellungen und Museen sind längst keine exotischen Angebote mehr. Das ist wichtig, einerseits weil so weite Wege erspart werden. Andererseits weil für manche Menschen z.B. mit starken Mobilitätseinschränkungen, nur so Teilhabe überhaupt erst möglich wird. Beispiele für virtuelle Besuchsmöglichkeiten sind zum Beispiel die <a href="https://digitalekunsthalle.zdf.de/index.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Digitale Kunsthalle des ZDF</a> oder auch das <a href="https://artsandculture.google.com/streetview/rijksmuseum/iwH5aYGoPwSf7g?sv_lng=4.885283712508563&amp;sv_lat=52.35984312584405&amp;sv_h=319&amp;sv_p=0&amp;sv_pid=fOVcUXQW2wpRf33iUmxEfg&amp;sv_z=1.0000000000000002" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rijksmuseum (Amsterdam)</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Kultur und Demenz – Fragen an Jochen Schmauck-Langer</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kunst und Kultur wird manchmal ausschließlich mit einem Bildungsauftrag gleichgesetzt. Museen als Bildungsorte, nach deren Besuch man mehr über das alte Ägypten, die Geschichte der Landwirtschaft oder die Maltechniken alter Meister weiß. Diese Verengung, vielleicht bei dem ein oder anderen durch schulischen Pflichtbesuch so geprägt, wird dem Thema nicht gerecht. Nicht nur, dass Kunst und Kultur selbstverständlich mehr ist als Museen zu besuchen. Auch bieten sie so viel mehr als Wissen. Kunst kann Menschen emotional berühren, Türen öffnen – oder einfach eine schöne Zeit jenseits von Alltag und Hilfebedürftigkeit bieten.</p>



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<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3170388487&amp;Format=_SL160_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=demenzguj-21&amp;language=de_DE" alt=""/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Jochen Schmauck-Langer ist Gründer und Geschäftsführer <a href="https://www.dementia-und-art.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">von (de)mentia+art</a>.  Er <a href="https://amzn.to/3GQ8i9v" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ist Autor</a>, Geisteswissenschaftler und als Referent zum Thema Kulturelle Teilhabe ein Experte und auch Vorreiter auf dem Gebiet der Angebote für Menschen mit kognitiven Einschränkungen. Bereits seit 2011 bietet er Führungen in Museen für Menschen mit Demenz an. Seit etwa 6 Jahren kommen noch Angebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen hinzu.</p>
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</div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Herr Schmauck-Langer, Menschen mit kognitiven Einschränkungen stehen im Zentrum ihrer Arbeit. Interessieren sich die Betroffenen <em>anders</em> für Kunst als Menschen ohne kognitive Einschränkungen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Schmauck-Langer: </strong>Ich wähle die Bilder und Objekte danach aus, ob sie sich dazu eignen, <strong>gemeinsam</strong> in der Gruppe „entdeckt“ zu werden. Da kognitive Fähigkeiten und Kenntnisse dabei nicht im Vordergrund stehen können, sind es stattdessen starke emotionale Bezüge, vertraute Situationen, tief verankerte Affekte, die wir oft schon von Kindheit an kennen. Etwa eine Mutter mit Kind, ein Liebespaar, ein trauriger Gesichtsausdruck. Die Details eines Bildes werden dann gemeinsam im Gespräch zusammengetragen. Ich agiere dabei vornehmlich als Moderierender, gebe nur wenig an klassischem Bildungsinput und stattdessen Orientierung dazu, um selbst fündig zu werden. Vor allem ermuntere ich, die eigenen Wahrnehmungen, Erinnerungen und Meinungen zu äußern – ohne Angst davor, etwas Falsches zu sagen. Die Äußerungen orientieren sich dann erkennbar an der eigenen Lebenswelt, an Erfahrungen, soweit sie noch zur Verfügung stehen, kaum an kunsthistorischen Bezügen. Als Historiker habe ich eine ungefähre Vorstellung von „Alltag“ und Populärkultur vor etwa 60 bis 70 Jahren und nutze dies für meine Auswahl. Diese Zeitspanne ist für die Generation heutiger Heimbewohner (mit einem Durchschnittsalter von 80 bis 90 Jahren) besonders prägend gewesen. Sie betrifft besonders ihre Jugend und die Zeit als junge Erwachsene.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Stoßen Sie auf Vorbehalte, wenn es darum geht, kulturelle Teilhabe zu ermöglichen? Bei wem und aus welchen Gründen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Schmauck-Langer: </strong>Zunächst: Es gibt mittlerweile weit über hundert Museen in Deutschland, in denen Demenzführungen stattfinden. In Köln begleite ich selbst in fünf großen Museen solche Gruppen. Der Museumsdienst Köln ist dabei unser Partner. Mittlerweile sind es einige hundert Führungen geworden, und wenn eine Gruppe von Menschen mit Demenz durch ein internationales Haus wie das Museum Ludwig zieht, zu normalen Öffnungszeiten, und nicht viel anders als andere Gruppen auch, dann sollten etwaige Vorbehalte dem Staunen weichen, was ungeachtet einer dementiellen Veränderung noch möglich ist. Allerdings, ich habe schon die Objektauswahl genannt, aber auch die Kommunikation muss situativ angepasst werden. Sie richtet sich geschmeidig nach den aktuellen Ressourcen der Besucher. Also kein kunsthistorischer Vortrag. Andere Vorbehalte betreffen die Logistik: die Gruppen kommen oftmals mit drei, vier oder fünf Rollstühlen aus einem 10 oder 20 km entfernten Seniorenhaus. Für die Betreuungskräfte ist ein solcher „Ausflug“ ein großer Aufwand – den eine gute Einrichtung dennoch zwei- oder dreimal im Jahr für interessierte Bewohner leistet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Was ist Ihr erklärtes Ziel, wie sollen Menschen mit Demenz profitieren bzw. welchen Effekt wollen Sie erzielen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Schmauck-Langer: </strong>Eine schöne Zeit erleben – wenn das für alle Beteiligten gelingt, wäre das auch für mich sehr schön. Ein Ziel, was damit verbunden ist, ist eine größtmögliche Ressourcen-Aktivierung. Die besonderen Besucher sollen sich selbst erfahren als Menschen, die trotz ihrer krankheitsbedingten kognitiven Einschränkungen ihren individuellen Beitrag leisten zum Erkennen von Welt und Gesellschaft – am Beispiel von einigen Kunstwerken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Was wünschen Sie sich für 2023 im Sinne der kulturellen Teilhabe von Menschen mit Demenz?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Schmauck-Langer: </strong>In der Pandemie waren die Museen und zugleich auch die Pflegeeinrichtungen sehr stark betroffen. (de)mentia+art hat dort seine Schwerpunkte. Viele alte Netzwerke sind weggebrochen. Aktuell kommt auch der Krieg in der Ukraine und die Energiekrise hinzu. Ich wünsche mir, dass der kleine und besonders vulnerable Inklusionsbereich angesichts solcher Schwierigkeiten nicht „hintenüber“ fällt. Dabei hoffe ich auf das Engagement einer aufgeklärten Stadtgesellschaft für die Schwächeren in der Gesellschaft.</p>



<div style="height:57px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell wurde (de)mentia+art für 2023 mit einem digitalen Projekt für das Land NRW betraut. Dabei geht es um Chancen auf kulturelle Teilhabe für Menschen mit und ohne kognitive Beeinträchtigungen, bei dem mit digitalen Museumsführungen vor allem der ländliche Raum im Fokus steht. <a href="https://www.dementia-und-art.de/index.php/blog/14-demenz-basics/631-nrw-projekt-museumsfuehrungen-fuer-menschen-mit-demenz-in-pflegeeinrichtungen-im-laendlichen-raum-digital-und-interaktiv.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Interessierte Senioreneinrichtungen finden hier mehr dazu.</a> Die Teilnahme ist übrigens kostenlos.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Foto: Dina Mroczowski, Führung im Wallraf-Richartz-Museum für das Caritas Seniorenhaus St. Bruno, Köln; vor einem Selbstporträt von Max Liebermann, 1908</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen: für den Käufer ändert sich nicht, jedoch bekomme ich eine kleine Werbekostenerstattung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/01/07/dementiaart-kultur-fuer-menschen-mit-und-ohne-demenz/">(de)mentia+art: Kultur für Menschen mit und ohne Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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