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	<title>entlassung Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>&#8222;Die muss ins Heim!&#8220; &#8211; Wirklich?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2020 20:31:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Demenzbeauftragte im Krankenhaus sind sie mit einer Reihe von Aufgaben und Anforderungen beschäftigt. In Ihrer Klinik dazu beizutragen, dass mit dem Thema Demenz systematisch und professionell umgegangen wird, gehört&#8230;</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Als Demenzbeauftragte im Krankenhaus sind sie mit einer Reihe von Aufgaben und Anforderungen beschäftigt. In Ihrer Klinik dazu beizutragen, dass mit dem Thema Demenz systematisch und professionell umgegangen wird, gehört dazu. Zu Ihrer Liste sollte auch die systematische Beobachtung und Auswertung des Krankenhausaufenthaltes gehören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menschen mit Demenz kehren oft nach der Behandlung im Krankenhaus nicht mehr in die eigene Häuslichkeit zurück. Das hat eine ganze Reihe von Ursachen, die natürlich nicht immer im Einflussbereich des Krankenhauses liegen. Beispielsweise kann der körperliche Zustand in Verbindung mit den häuslichen Bedingungen einfach keine verantwortbare Entlassung nach Hause zulassen.</p>



<h5 class="has-text-align-center has-primary-color has-text-color wp-block-heading">Kann dieser Patient wirklich nicht Zuhause versorgt werden?</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Es kommt jedoch meiner Erfahrung nach auch aus anderen Gründen zu Überleitungen in Pflegeheime. Hier liegen Potentiale und Aufgaben, die sie als Demenzbeauftragte nicht unbeachtet lassen sollten:</p>



<ol class="wp-block-list" type="1"><li>Wird der Patient mit Demenz überhaupt gefragt wie und wo er künftig versorgt werden will? Und wie ernst wird in ihrem Haus der Wille des Patienten mit Demenz genommen?</li><li>Werden pflegende Angehörige in den Entscheidungsprozess ausreichend miteinbezogen?</li><li>Sind diejenigen die einen Umzug ins Pflegeheim empfehlen oder sogar darauf drängen auch diejenigen, die über die Möglichkeiten der häuslichen Versorgung gut Bescheid wissen?</li><li>Wenn der Patient mit Demenz aufgrund einer Verhaltensweise oder Reaktion („Patient steht mehrmals nachts auf und ist unruhig.“) Ins Pflegeheim umziehen soll: ist sichergestellt, dass man in der Zieleinrichtung besser mit der Verhaltensweise umgehen kann, als es in der eigenen Häuslichkeit möglich wäre?</li><li>Wird ausreichend die Möglichkeit zur Kurzzeitpflege geprüft, statt sofort einem Umzug zur Langzeitpflege einzuleiten?</li><li>Wird der Betroffene, seine An- und Zugehörigen und / oder rechtliche Betreuer frühzeitig auf den Entlassungstermin vorbereitet und hingewiesen um ausreichend Gelegenheit zu haben, sich Gedanken über die weitere Versorgung zu machen und ggfs. erforderliche Schritte in die Wege leiten zu können?</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph">Für alle sechs Punkte gilt: geschieht das nach einem System und standardisiert? Erfolgt die entsprechende Dokumentation und Auswertung?</p>



<h5 class="has-text-align-center has-primary-color has-text-color wp-block-heading">Werten Sie aus, was geschieht</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Untersuchen Sie als Demenzbeauftragte, wieviele Patienten mit Demenz Ihres Hauses nach dem Klinikaufenthalt nach Hause gehen und wieviele nicht. Vermutlich wird man im Entlassmanagement oder Controlling Ihnen hierfür Rohdaten liefern können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend gilt es zu untersuchen, welche Umstände zu einer Entlassung in die Häuslichkeit und welche zu einer Entlassung ins Pflegeheim führen. Lassen sich bestimmte Faktoren identifizieren? Liegen davon welche im Einflussbereich des Krankenhauses?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daraus können Sie wahrscheinlich neue Ansätze entwickeln, das outcome der Behandlung von Patienten mit Demenz zu verbessern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Items die Sie dazu untersuchen sollten, machen Sie anhand bestehender Assessments fest. In einem weiteren Schritt können diese ggfs. erweitert werden um z.B. Gehstörungen und schwierige Verhaltensweisen oder Komplikationen wie z.B. ein Delir in Beziehung setzen zu können. Auf diese Weise finden Sie vielleicht ganz neue Wege für Ihr Haus, systematisch die Arbeit mit Patienten mit Demenz und den Behandlungserfolg zu verbessern. Und es wird dazu beitragen, diejenigen wieder nach Hause zu bringen, bei denen es möglich ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Viel Erfolg. </p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Ihr</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:234px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Foto by: Mariia Chalaya on Unsplash</p>
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		<title>Aufnahme, Anruf, – ansprechbar?</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/11/19/aufnahme-anruf-ansprechbar/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Nov 2019 13:56:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[anrufe]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/11/19/aufnahme-anruf-ansprechbar/">Aufnahme, Anruf, – ansprechbar?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Viele Mitarbeitende im Krankenhaus sind von Anrufen genervt. Auch von den „ständigen“ Anrufen Angehöriger, die wissen wollen wie es ihrem Angehörigen im Krankenhaus geht. Menschen mit Demenz können meist nicht mehr selbst Auskunft an ihre Angehörigen geben was „der Doktor“ bei der Visite gesagt hat. Also rufen die Angehörigen an. Oder bitten um ein Gespräch, wenn sie vor Ort sind. Das ist natürlich nachvollziehbar. Bei entsprechend vielen Patienten die zu behandeln sind, sind die wiederholten Anrufe und Gespräche häufig echte Zeitfresser. Hinzu kommt, dass sie nicht selten unterbrochen werden durch dringendes Stationsgeschehen, der Krankenhausmitarbeiter nur mit halbem Ohr zuhören kann. Eine weitere Quelle für Missverständnisse, Unzufriedenheiten und Fehler. </p>



<h5 class="wp-block-heading"> Als Demenzbeauftragte/r können Sie nach Wegen suchen, hier eine Verbesserung herbeizuführen.  </h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Prüfen Sie, ob es möglich ist bei Patienten mit Demenz einen festen Gesprächstermin bereits zu Beginn festzulegen. Beispielsweise drei oder fünf Tage nach der Aufnahme. Dieser Termin wird in Zeit und Dauer festgelegt, sobald der Patient mit Demenz auf seiner voraussichtlichen End-Station angekommen ist. Der Stationsarzt und eine Pflegefachkraft erhalten natürlich ebenfalls diesen Termin, ebenso wie die Kolleginnen und Kollegen des Entlassungsmanagements. Zu diesem Termin müssen die oder derjenige Kontaktverantwortliche alle relevanten Informationen zum Patienten parat haben: </p>



<ul class="wp-block-list"><li> Was wurde diagnostiziert und wie ist der aktuelle Status?</li><li> Wie wird behandelt? </li><li> Wie lange wird der Krankenhausaufenthalt voraussichtlich dauern? </li><li> Was können / sollten die Angehörigen jetzt und im Hinblick auf die Entlassung tun? </li><li>An wen können Sie sich nach dem Krankenhausaufenthalt in Sachen Demenz wenden? </li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es gelingt einen standardisierten, festen Gesprächstermin jeweils automatisiert im Zusammenhang mit der Aufnahme festzulegen, kann dies sowohl die Mitarbeitenden als auch die Angehörigen erheblich entlasten. „Dauernde“ Anrufe unterbleiben zumindest zu einem guten Teil – denn die Angehörigen können sich darauf verlassen, dass es einen Termin für sie gibt an dem man wirklich Zeit hat. Ein Termin, in dem sie die nötigen Informationen bekommen und möglicherweise auch schon Hinweise darauf, was hinsichtlich der Entlassung zu tun ist. &nbsp;</p>



<h5 class="wp-block-heading">Entlassungsmanagement</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist die Einbindung des Entlassungsmanagements zu einem frühen Zeitpunkt. Angehörige berichten immer wieder, dass dies nicht funktioniert und ihr kranker Angehörige von „heute auf Morgen“ auf „die Straße“ gesetzt wird. Schlimmstenfalls wird daraus eine Entlassung mit vorprogrammiertem „Drehtüreffekt“. Heute entlassen – nach zwei Tagen wieder in der Klinik. Das ist für Menschen mit Demenz unter Umständen katastrophal und ökonomisch seitens des Krankenhauses nicht so richtig clever. &nbsp; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens: die Verpflichtung die Entlassung ordentlich zu organisieren ist nicht an eine Aufenthaltsdauer gekoppelt. Vor nicht allzu langer Zeit berichteten Angehörige von einem Fall in Baden-Württemberg, bei dem die Organisation der Entlassung durch die Klinik schlicht verweigert wurde. Mit der Begründung, dass eine viertägige Aufenthaltsdauer zu keinerlei Entlassungsmanagement „berechtige“. Wenn ein Krankenhaus so wenig von sich selbst und seinen Patienten hält ist es verständlich und richtig, wenn es gemieden wird. Von Patienten, Angehörigen – und Gesundheitsberuflern. S<a rel="noreferrer noopener" aria-label="eit 2015 schon besteht nach § 39 Abs. 1a SGB V ein Anspruch auf ein Entlassungsmanagement. (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/e/entlassmanagement.html" target="_blank">eit 2015 schon besteht nach § 39 Abs. 1a SGB V ein Anspruch auf ein Entlassungsmanagement.</a> Weiteres dazu <a href="https://www.dnqp.de/fileadmin/HSOS/Homepages/DNQP/Dateien/Expertenstandards/Entlassungsmanagement_in_der_Pflege/Entlassung_2Akt_Auszug.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="hier (öffnet in neuem Tab)">hier</a>. </p>



<h5 class="wp-block-heading">Infomaterial</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Auch eine Stationsvisitenkarte ist eine Überlegung wert. Dies kann dem Krankenhaus „Fehlanrufe“, die zeitfressend weitergeleitet werden, ersparen. Hängen in der Warteschleife oder zig mal weiterverbunden zu werden, entspannt einfach niemanden. Als Demenzbeaufragte/r haben Sie hoffentlich ohnehin eigene, damit die Angehörigen bei Fragen zum Thema Demenz direkt einen kompetenten Ansprechpartner erreichen können. Sie können zudem versuchen Verständnis für notwendige Klinikabläufe zu schaffen. &nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demenzbeauftragte und das Entlassungsmanagement sollten zudem in einem Formbrief übersichtlich die wichtigsten Adressen der Region in Sachen Demenz vorhalten. Dieser kann den Angehörigen gezielt ausgehändigt, oder standardisiert beim Patienten mit Demenz hinterlegt werden. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Demenzbeauftragte suchen Sie alternativ oder zusätzlich nach einer Möglichkeit, <strong>einen Infopoint</strong> für Angehörige von Menschen mit Demenz einzurichten. Ein Ständer mit Flyern und Broschüren, vielleicht mit einer Sitzmöglichkeit dabei, reichen fürs Erste vollkommen aus. <br>V<a rel="noreferrer noopener" aria-label="iele Broschüren und Flyer sind kostenlos erhältlich. (öffnet in neuem Tab)" href="https://shop.deutsche-alzheimer.de/broschueren" target="_blank">iele Broschüren und Flyer sind kostenlos erhältlich</a>, die Kosten jedenfalls überschaubar. Auch für diesen stellen Sie die wichtigsten Anlaufstellen in der Region zusammen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/11/19/aufnahme-anruf-ansprechbar/">Aufnahme, Anruf, – ansprechbar?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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