<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>rivastigmin Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
	<atom:link href="https://demenz-im-krankenhaus.de/tag/rivastigmin/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/tag/rivastigmin/</link>
	<description>demenz-zeitung.de / demenz-im-krankenhaus.de / demenz-nrw.de</description>
	<lastBuildDate>Fri, 31 Jan 2025 13:56:04 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.4</generator>

<image>
	<url>https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/01/cropped-LeitbildFremdmeldungen-32x32.jpg</url>
	<title>rivastigmin Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
	<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/tag/rivastigmin/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Pflanzliche Arzneimittel: Nicht ohne Rücksprache</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/22/pflanzliche-arzneimittel-nicht-ohne-ruecksprache/</link>
					<comments>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/22/pflanzliche-arzneimittel-nicht-ohne-ruecksprache/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2025 12:38:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[altenpflege]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[antidementiva]]></category>
		<category><![CDATA[baldrain]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[donepezil]]></category>
		<category><![CDATA[frontotemporale demenz]]></category>
		<category><![CDATA[ftd]]></category>
		<category><![CDATA[galantamin]]></category>
		<category><![CDATA[ginkgo biloba]]></category>
		<category><![CDATA[ginseng]]></category>
		<category><![CDATA[heilpflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[knoblauch]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[medikation]]></category>
		<category><![CDATA[memantin]]></category>
		<category><![CDATA[nahrungsergänzungsmittel]]></category>
		<category><![CDATA[naturheilmittel]]></category>
		<category><![CDATA[pflanzliche arzneistoffe]]></category>
		<category><![CDATA[pflege]]></category>
		<category><![CDATA[rivastigmin]]></category>
		<category><![CDATA[wechselwirkung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://demenz-im-krankenhaus.de/?p=2662</guid>

					<description><![CDATA[<p>Viele Menschen greifen bei gesundheitlichen Beschwerden gerne zu pflanzlichen Arzneimitteln, den sogenannten Phytopharmaka. Sie gelten als natürlich, sanft und oft sogar als frei von Nebenwirkungen. Doch dieser Trugschluss kann im&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/22/pflanzliche-arzneimittel-nicht-ohne-ruecksprache/">Pflanzliche Arzneimittel: Nicht ohne Rücksprache</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen greifen bei gesundheitlichen Beschwerden gerne zu pflanzlichen Arzneimitteln, den sogenannten Phytopharmaka. Sie gelten als natürlich, sanft und oft sogar als frei von Nebenwirkungen. Doch dieser Trugschluss kann im Einzelfall sogar gefährlich werden. Denn anders als beim Zauberzucker (Homöopathie) können pflanzliche Arzneimittel durchaus Wirkung erzielen, die über den Placeboeffekt hinaus gehen. Das betrifft auch Menschen mit Demenz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ganz natürlich &#8211; Pflegefachpersonen in der Verantwortung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wirkung von Arzneimitteln hängt nicht nur von ihrem Ursprung ab, sondern auch von Zusammensetzung, Dosierung und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Während synthetische Arzneistoffe meist gut untersucht sind und klare Wirkmechanismen haben, können pflanzliche Medikamente eine Vielzahl an Pflanzenextrakten enthalten, deren Zusammenspiel nicht immer vorhersehbar ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar können leichte Beschwerden wie Erkältungen oder Magenverstimmungen gut mit pflanzlichen Mitteln behandelt werden, doch das bedeutet nicht, dass diese Mittel grundsätzlich unbedenklich sind. Gerade bei frei verkäuflichen Produkten aus dem Discounter, der Drogerie oder dem Internet besteht die Gefahr, dass ihre Wirkung unterschätzt wird. Pflegefachleute erleben nicht selten, dass sie durch Angehörige aufgefordert werden etwas Selbstgekauftes zu verabreichen. Man meint es gut.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pflege muss sicher sein können &#8211; es geht um Wirkung und Wechselwirkung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wesentliches Risiko pflanzlicher Arzneimittel besteht in unerwünschten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Besonders gefährlich wird es, wenn Patienten oder ihre Angehörigen &#8222;sanfte&#8220; Mittel unkritisch einsetzen, ohne Rücksprache mit Arzt oder Apotheker zu halten. Angehörige reagieren gelegentlich verärgert, wenn Pflegende sich weigern ohne Rücksprache bzw. Verordnung mit dem behandelnden Arzt das „natürliche“ Mittel Pflegebedürftigen zu geben. Besonders bei Menschen mit Demenz, die dazu selbst nicht (mehr) entscheiden und die Anwendung oder Einnahme auch selbst nicht bewerkstelligen können. Pflegefachleute dürfen in diesem Fall die Auseinandersetzung mit Angehörigen und Betreuern nicht scheuen. Beispiele für mögliche Wechselwirkungen bezogen auf die zur Behandlung von Demenz eingesetzten Medikamenten finden Sie in der nachfolgenden Tabelle. </p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Pflanzlicher Wirkstoff</th><th>Häufige Anwendung</th><th>Mögliche Wechselwirkungen mit Antidementiva</th></tr></thead><tbody><tr><td>Ginkgo biloba</td><td>Gedächtnisförderung, Durchblutung</td><td>Kann die Wirkung von Antidementiva verstärken oder unkontrollierbar machen. Erhöht das <strong>Blutungsrisiko</strong>, insbesondere bei Kombination mit <strong>Memantin oder Acetylcholinesterase-Hemmern (Donepezil, Rivastigmin, Galantamin)</strong>.</td></tr><tr><td>Johanniskraut<br></td><td>Depression, Stimmungsaufhellung</td><td>Fördert den Abbau von Medikamenten in der Leber und kann dadurch die <strong>Wirkung von Donepezil und Rivastigmin abschwächen</strong>. Kann außerdem das Risiko für <strong>unerwünschte Nebenwirkungen wie Unruhe und Schlafstörungen erhöhen</strong>.</td></tr><tr><td>Ginseng</td><td>Leistungssteigerung, Energie</td><td>Kann das <strong>Zentralnervensystem stimulieren</strong> und die Wirkung von Antidementiva verstärken, was zu <strong>Unruhe, Schlaflosigkeit oder erhöhter Reizbarkeit</strong> führen kann.</td></tr><tr><td>Baldrian</td><td>Beruhigung, Schlafstörungen</td><td>Kann die sedierende Wirkung von Antidementiva verstärken, was zu <strong>verstärkter Müdigkeit und Schläfrigkeit</strong> führen kann.</td></tr><tr><td>Echinacea</td><td>Immunsystemstärkung</td><td>Kann den Abbau von Antidementiva in der Leber beeinflussen, was deren Konzentration im Blut und damit ihre Wirkung verändern kann.</td></tr><tr><td>Knoblauch</td><td>Herzgesundheit, Blutdruck</td><td>Kann den <strong>Abbau von Memantin beeinflussen</strong> und möglicherweise die Konzentration im Blut verändern. Außerdem verstärkt es das <strong>Blutungsrisiko</strong> bei gleichzeitiger Einnahme von Ginkgo.</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich betrifft dies nicht nur <a href="https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-45225-7_2">Antidementiva</a>. Auch Menschen mit Demenz, gerade wenn hochaltrig, nehmen häufig eine Vielzahl anderer Medikamente ein zur Behandlung anderer Zustände oder Erkrankungen. Pflanzliche Arzneistoffe können auch mit diesen Medikamenten interagieren, z.B. Ingwer (verstärkt Blutverdünner, kann mit Diabetes-Medikamenten interagieren), Süßholzwurzel (kann Kortikosteroide beeinflussen, erhöht Blutdruck), Passionsblume (kann Beruhigungsmittel verstärken), Pfefferminze (kann die Aufnahme bestimmter Medikamente im Magen-Darm-Trakt beeinflussen) und viele andere mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pflanzlich bedeutet nicht gleich harmlos. Tollkirschen sind auch pflanzlich, trotzdem ist es lebensgefährlich sie zu essen – oder? Durch Selbstmedikation können Risiken entstehen. Pflegende sollten ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt keinen Bitten folgen, „irgendetwas“ zu verabreichen. Sie sind Gesundheitsprofis, deren Arbeit auf Wissenschaft beruht. Ihr Handeln muss auf Wissen, nicht auf Glauben beruhen. Es muss geklärt sein, ob pflanzliche und synthetische Arzneimittel gefahrlos kombiniert werden können. Selbiges gilt für sogenannte <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel">Nahrungsergänzungsmittel &#8211; die Verbraucherzentrale </a>bietet hier wichtige Infos verständlich aufbereitet. </p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<script type='text/javascript' src='https://storage.ko-fi.com/cdn/widget/Widget_2.js'></script><script type='text/javascript'>kofiwidget2.init('Für die Arbeit bedanken  ', '#005bf7', 'G2G019UKTS');kofiwidget2.draw();</script> 
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/22/pflanzliche-arzneimittel-nicht-ohne-ruecksprache/">Pflanzliche Arzneimittel: Nicht ohne Rücksprache</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/22/pflanzliche-arzneimittel-nicht-ohne-ruecksprache/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blutdruckmessen bei Menschen mit Demenz</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/12/blutdruckmessen-bei-menschen-mit-demenz/</link>
					<comments>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/12/blutdruckmessen-bei-menschen-mit-demenz/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jan 2025 11:51:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[akzeptanz]]></category>
		<category><![CDATA[altenpflege]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[anordnung]]></category>
		<category><![CDATA[antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[antidepressivum]]></category>
		<category><![CDATA[antipychotikum]]></category>
		<category><![CDATA[blutdruckmessung]]></category>
		<category><![CDATA[bluthochdruck]]></category>
		<category><![CDATA[compliance]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[diastole]]></category>
		<category><![CDATA[galantamin]]></category>
		<category><![CDATA[geriatrie]]></category>
		<category><![CDATA[klinik]]></category>
		<category><![CDATA[manuelle blutdruckmessung]]></category>
		<category><![CDATA[pflege]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegeheim]]></category>
		<category><![CDATA[risperidon]]></category>
		<category><![CDATA[riva-rocci]]></category>
		<category><![CDATA[rivastigmin]]></category>
		<category><![CDATA[rr]]></category>
		<category><![CDATA[sthetoskop]]></category>
		<category><![CDATA[systole]]></category>
		<category><![CDATA[tachykardie]]></category>
		<category><![CDATA[vitalwerte bei demenz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://demenz-im-krankenhaus.de/?p=2595</guid>

					<description><![CDATA[<p>Inspiriert durch ein Posting auf X von @twundesminister, heute etwas zum Thema Blutdruckmessen. In seinem Post zeigte sich der Twundesminister verwundert (verärgert), über sein Erlebnis im Pflegeheim in dem es&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/12/blutdruckmessen-bei-menschen-mit-demenz/">Blutdruckmessen bei Menschen mit Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Inspiriert durch ein Posting auf X von @twundesminister, heute etwas zum Thema Blutdruckmessen. In seinem Post zeigte sich der Twundesminister verwundert (verärgert), über sein Erlebnis im Pflegeheim in dem es offenbar niemanden gab, der sich zu einer manuellen Blutdruckmessung und der Interpretation der Ergebnisse in der Lage sah. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-67e3bc1619ea1842bfa23b4c20f1e4ba">Elektronisches Messen: üblich und alltagstauglich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als <a href="https://www.dhzc.charite.de/ratgeber/bluthochdruck/">die Hälfte der über 60jährigen</a> hat einen zu hohen Blutdruck. Natürlich sind auch Menschen mit Demenz betroffen. Aber auch andere verschiedenste Zustände und Anlässe geben in der Pflege Anlass, den Blutdruck von Patienten bzw. Pflegeempfängern zu kontrollieren. Vitalwerte geben nunmal Auskunft. Bei der Blutdruckmessung (Blutdruck, oft RR abgekürzt nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scipione_Riva-Rocci">Riva-Rocci</a>) kommen oft digitale, elektronische Messgeräte zum Einsatz. Ebenso wie beim manuellen Messen ist m.W. hinsichtlich der Genauigkeit nichts dagegen einzuwenden, sofern die Handhabung korrekt ist (Armhaltung etc.). Auch kann man annehmen, dass die Entwicklung von elektronischen Blutdruckmessgeräten auch in sofern ein Segen sind, dass auch Laien damit leicht umgehen können. Manschette um, auf den Knopf drücken, Werte ablesen. So weit, so gut. Die Geräte sind Alltag geworden &#8211; ob in der professionellen Pflege oder in der privaten Nutzung. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-5d10c431703b9dd8a0d30934c2162e63">Medikamente können den Blutdruck beeinflussen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wichtig um mögliche Veränderungen des Blutdrucks zu wissen, wenn es um die Einnahme bzw. Gabe von Medikamenten geht. Das gilt auch für Antidementiva oder andere Medikamente, die nicht selten Menschen mit Demenz verordnet werden. Ob und wie stark der individuelle Blutdruck beeinflusst wird, gilt es zu beobachten und Veränderungen dem behandelnden Arzt/Ärztin mitzuteilen. In der Tendenz ist eine Senkung des Blutdrucks häufiger zu erwarten.    </p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">Medikamente</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Wirkstoffgruppe</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Auswirkungen auf den Blutdruck</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Info </td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">Donepezil</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Cholinesterase-Hemmer</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Senkung oder keine signifikante Änderung</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Schwindel möglich,  Blutdrucksenkung möglich bei sensibel ansprechenden Patienten</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">Rivastigmin</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Cholinesterase-Hemmer</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Selten Senkung</td><td class="has-text-align-center" data-align="center"></td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">Galantamin</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Cholinesterase-Hemmer</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Selten Senkung</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Blutdruckveränderungen sind selten</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">Memantin</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">NMDA-Antagonist</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Erhöhung</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Kann zu leichtem Bluthochdruck führen</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">Risperidon</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Antipsychotikum</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Senkung</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Risiko für Schwindel und orthostatische Hypotonie</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">Quetiapin</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Antipsychotikum</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Senkung</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">kann das Risiko für Stürze bei älteren Patienten erhöhen</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">Antidepressiva (z. B. SSRI)</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Antidepressivum</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">je nach Subtyp</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Individuelle Reaktion auf das Medikament beachten</td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">Alle Angaben ohne Gewähr; bitte sprechen Sie Einnahme und Gabe jeglicher Medikamente stets mit einer Ärztin / einem Arzt ab und weisen sie unverzüglich auf Veränderungen von Blutdruck- oder anderen Werten hin. </figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading has-secondary-color has-text-color has-link-color wp-elements-e1045bc645ec7d78690559ab9c49915a">Weshalb ich immer wieder zur manuellen Messung zurückkehre</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, es ist manchmal eine persönliche Präferenz. Ein Gefühl. Ich will das sehen, hören, fühlen, was ich da messe. Das mag &#8222;oldschool&#8220; sein &#8211; kommt aber je nach Situation vor. Das heißt nicht, dass ich Blutdruckmessgeräten grundsätzlich misstraue &#8211; keineswegs. Es ist manchmal mein Gefühl, meinetwegen Intuition. Und ich neige dazu, ihre nachzugeben, wenn sie anklopft. <br>Aber es hat auch noch einen weiteren Grund. Den, der Akzeptanz von Menschen mit Demenz. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vergangenes Jahr: Ich wurde in ein Pflegeheim gebeten, weil ein ausgesprochen „wehrfähiger“, hochaltriger Herr mit Demenz die Versorgung fast durchgehend komplett verweigerte. Eine verbale Kommunikation war kaum mehr möglich, erschöpfte sich in Lauten und manchmal in Einwortsätzen. Man bat mich zu schauen, was vielleicht doch noch geht ohne eine Einweisung. Es dauerte, schließlich hatte ich ihn leidlich körperlich (Hygiene) versorgen können. Beim dritten Besuch bat man mich schließlich, den RR zu messen da er dies konsequent und wiederum auch aggressiv verweigerte. Dazu drückte man mir ein elektronisches Blutdruckmessgerät in die Hand.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="575" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/01/Leonardo_Vision_XL_A_nurse_barely_out_of_her_twenties_gently_t_1-1024x575.jpg" alt="" class="wp-image-2603" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/01/Leonardo_Vision_XL_A_nurse_barely_out_of_her_twenties_gently_t_1-1024x575.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/01/Leonardo_Vision_XL_A_nurse_barely_out_of_her_twenties_gently_t_1-300x169.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/01/Leonardo_Vision_XL_A_nurse_barely_out_of_her_twenties_gently_t_1-768x432.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/01/Leonardo_Vision_XL_A_nurse_barely_out_of_her_twenties_gently_t_1-1536x863.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/01/Leonardo_Vision_XL_A_nurse_barely_out_of_her_twenties_gently_t_1-2048x1151.jpg 2048w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/01/Leonardo_Vision_XL_A_nurse_barely_out_of_her_twenties_gently_t_1-1320x742.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild zu Illustrationszwecken erstellt mit Leonardo AI</figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Ich bat um Stethoskop und Manschette. Lächelnd kommentierte die Kollegin auf Station, dass sie sowas noch dahaben, weil manche „ältere Kollegen“ dies bevorzugen würden. Uff. <br>Ich bedankte mich. </p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frühversorgung brachten wir relativ zügig hinter uns. Er blieb missgestimmt bis unterschwellig aggressiv und da die RR-Messung noch vor uns lag, hielt ich mich nicht lange damit auf ihn mehr Gründlichkeit ertragen zu lassen. Das hätte sein abwehrendes Verhalten nur weiter angeheizt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Blutdruckmessen lief nach einer kurzen Verschnaufspause relativ problemlos ab. Zeit ist hier, wie immer, sicher ein Faktor gewesen. Ich habe mir aber grundsätzlich zumindest den Versuch der manuellen Messung des RR angewöhnt, wenn Menschen mit Demenz dabei große Schwierigkeiten machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist eine reine persönliche Erfahrung, keine allgemeingültige Aussage: manuelles Messen gelingt manchmal besser bzw. überhaupt erst, zumindest bei hochaltrigen Personen mit weit fortgeschrittener Demenz. Ich vermute stark, dass dies einfach „medizinischer“, „doktorartiger“ wirkt, wenn man mit Stethoskop und im Kasack vor dem Gegenüber steht. Vielleicht ist Menschen mit Demenz bei diesem Anblick einfach klarer was passieren wird bzw. soll &#8211;  weil sie vielleicht zumindest das Stethoskop einordnen können. Ähnliche Erfahrungen gibt es z.B. auch mit elektrischer und manueller Zahnbürste.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Also, liebe Kolleginnen und Kollegen: bewahrt Euch die „alte Art“ und versucht es mal damit, falls die Messung immer wieder zuvor mit der elektronischen Variante gescheitert ist. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><br>Jochen Gust</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/12/blutdruckmessen-bei-menschen-mit-demenz/">Blutdruckmessen bei Menschen mit Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/12/blutdruckmessen-bei-menschen-mit-demenz/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
