<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>räumen Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
	<atom:link href="https://demenz-im-krankenhaus.de/tag/raeumen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/tag/raeumen/</link>
	<description>demenz-zeitung.de / demenz-im-krankenhaus.de / demenz-nrw.de</description>
	<lastBuildDate>Tue, 19 Dec 2023 08:43:41 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/01/cropped-LeitbildFremdmeldungen-32x32.jpg</url>
	<title>räumen Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
	<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/tag/raeumen/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Reizlos unglücklich: sensorische Deprivation und Demenz</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/12/13/reizlos-ungluecklich-sensorische-deprivation-und-demenz/</link>
					<comments>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/12/13/reizlos-ungluecklich-sensorische-deprivation-und-demenz/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Dec 2023 20:39:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[basale stimulation]]></category>
		<category><![CDATA[betreuung]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[emotionale deprivation]]></category>
		<category><![CDATA[hospitalisiert]]></category>
		<category><![CDATA[hospitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[nesteln]]></category>
		<category><![CDATA[pflege]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegeheim]]></category>
		<category><![CDATA[räumen]]></category>
		<category><![CDATA[reizmangel]]></category>
		<category><![CDATA[Rufen]]></category>
		<category><![CDATA[Schreien]]></category>
		<category><![CDATA[sensorische deprivation]]></category>
		<category><![CDATA[soziale deprivation]]></category>
		<category><![CDATA[überforderung]]></category>
		<category><![CDATA[unterforderung]]></category>
		<category><![CDATA[wühlen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://demenz-im-krankenhaus.de/?p=2156</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sensorische Deprivation bei Menschen mit Demenz kann besonders herausfordernd sein, da kognitive Fähigkeiten und sensorischen Funktionen ohnehin beeinträchtigt werden. Deprivation (lat. „Beraubung“) ist der Zustand der Reizverarmung. Er wird in&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/12/13/reizlos-ungluecklich-sensorische-deprivation-und-demenz/">Reizlos unglücklich: sensorische Deprivation und Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Sensorische Deprivation bei Menschen mit Demenz kann besonders herausfordernd sein, da kognitive Fähigkeiten und sensorischen Funktionen ohnehin beeinträchtigt werden. Deprivation (lat. „Beraubung“) ist der Zustand der Reizverarmung. Er wird in sensorische und emotionale oder soziale Deprivation eingeteilt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Emotionale Deprivation kann vereinfacht als ein <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/07/22/buchempfehlung-bindung-und-demenz/">Mangel an Zuwendung / Kontakt verstanden</a> werden, während mit sensorischer Deprivation fehlende Sinnesreize /-erfahrungen gemeint sind. Manchmal wird auch noch von psychischem Hospitalismus gesprochen im Zusammenhang. Besonders alleinlebende und sehr zurückgezogene <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/09/01/mehr-als-vergesslich-warum-es-schadet-demenzerkrankungen-auf-vergesslichkeit-zu-reduzieren/">Menschen mit Demenz</a> sind gefährdet, ebenso wie Bewohner von Langzeitpflegeeinrichtungen oder auch Patienten mit Demenz im Krankenhaus: durch zu wenig Reize stehen sie in einem hohen Risiko, ein Deprivationssyndrom zu erleiden. Bereits das fortgeschrittene Lebensalter des Großteils der Menschen mit Demenz schränkt häufig die Sinnesleistungen ein – kommt eine Demenz hinzu und ziehen sich Betroffene zurück oder werden über weite Strecken des Tages sich selbst überlassen, wird es bald gefährlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-c653a47c7cecd677795b91f072dad360">Deprivation hat schwere Folgen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen mangelnder Reize und Stimuli können stark variieren. Vielen Angehörigen wie auch Pflegefachleuten fällt besonders auf, wie stark oder schnell Betroffene &#8222;plötzlich abbauen&#8220;. Nicht selten tritt der Zustand auch im Zusammenhang mit einer anderen Erkrankung auf: zwingt ein Infekt den Menschen mit Demenz z.B. über Tage ins Bett, steigt das Risiko eines Reizmangelzustandes nochmals enorm an. Neben apathischen Zuständen, weiterem oder sich verstärkendem Rückzug und auch Desorientierung,<a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/01/13/und-dann-schlug-sie-ploetzlich-zu/"> verschlechtern sich Stimmungslage</a> und Lebensqualität erheblich. Ausdruck findet ein Reizmangelzustand nicht ausschließlich, aber typischer Weise auch im Verhalten. Das heißt, betroffene Menschen mit Demenz zeigen Ihre Not, den Mangel, häufig deutlich.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/SDbild1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/SDbild1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-2158" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/SDbild1-1024x576.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/SDbild1-300x169.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/SDbild1-768x432.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/12/SDbild1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-8cbf2517064270c511df62ffe243b2e5">Keine Zeit: sensorische Deprivation „übersehen“</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn sensorische Deprivation als Therapiemittel über eine kurze Dauer als wohltuend erlebt werden kann: über einen längeren Zeitraum ist sie schädlich und gefährlich. Nicht umsonst wird Isolation in Kombination mit Reizabschirmung auch als Straf- und Folterinstrument eingesetzt (Isolationshaft). &nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Versorgungsalltag ist der Mangel an Mitarbeitenden an sich bereits ein Risikofaktor für Menschen mit Demenz in Pflegeeinrichtungen <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/07/03/altersmedizin-notwendig-aber-nicht-die-regel/">und Krankenhäusern</a>. Wenig menschliche Kontakte die überdies <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/10/26/non-compliance-in-therapie-und-reha-verweigert-das-therapeutische-setting/">unter hohem Zeitdruck</a> „Maßnahmen“ durch- oder Anordnungen ausführen, keine Aufgaben für die Betroffenen, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/06/23/buch-aktivieren-rund-ums-jahr/">wenig Betreuung</a> im Sinne von Gemeinschaft oder auch Erlebnissen, Zuhause ein zurückgefahrener Alltag durch Überbehütung („Bleib einfach da sitzen.“).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sensorische Deprivation kann zudem auch bequem sein. Ein zurückgezogener Mensch, apathisch, abgeschottet, „von schnellem Abbau betroffen“, stört Abläufe weniger, ist weniger anstrengend zu beaufsichtigen, macht „keinen Ärger“ – weil er eben nichts mehr macht. Das kann für überforderte Angehörige rettend sein, für eine mangelhaft vorhandene Pflege <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/11/06/buchvorstellung-soziale-dienste-in-langzeitpflegeeinrichtungen/">und Betreuung</a> die Abläufe stabilisieren. Der Zustand wird dann der Demenz zugeschrieben, als sei er automatische Folge. Äußert er sich durch Nesteln, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2021/06/06/verhalten-im-grenzbereich-schreien-und-rufen-bei-demenz/">Rufen, Schreien, </a>Halluzinationen, wird „die demenzbedingte Unruhe“ medikamentös bekämpft…. .</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-0e31e7071b17302b5a60afe6fe38b20d">Prävention braucht Zeit und Kenntnis</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Festzuhalten ist, dass ein Reizmangelzustand zu vermeiden ist – genauso wie Überforderung. Um das Risiko einer möglichen Deprivation einzuschätzen braucht es dafür kompetentes Gesundheitspersonal mit der nötigen Zeit. Prinzipiell sind es zwei Strategien, die hierfür individuell auf die im Risiko stehende Person zugeschnitten werden müssen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Fördern und ermöglichen von sozialen Kontakten und den damit verbundenen Emotionen</li>



<li>Vermeiden von reizarmer, stereotyper Umgebung und Tagesgestaltung, fördern und ermöglichen der Wahrnehmung von Sinneseindrücken und Stimuli und ggfs. Unterstützung bei deren Einordnung.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Für <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/11/02/was-macht-eigentlich-ein-demenzbeauftragter-im-krankenhaus/">Demenzbeauftragte im Krankenhaus</a> und Gesundheitsfachleute allgemein sind die Punkte der Biografie-/Gewohnheitenerhebung, Check der Sinnesorgane auf Funktion / Leistungsniveau und Vorlieben des Patienten, sowie Tages- und Lebensraumgestaltung (Bettumgebung!) und kontrollierte Reizsetzung die entscheidenden Punkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Formen bzw. das angemessene Vorgehen ist dabei stark kontextabhängig. Die richtige Balance zu finden zwischen Unter- und Überforderung kann dabei mutige Schritte im Modus des Versuch- und Irrtum erfordern. Nicht nur Demenzbeauftragte im Krankenhaus sollten diesen Mut aufbringen – alle an der Versorgung von Menschen mit Demenz Beteiligten sollten eine systematisches Vorgehen hinsichtlich der Vermeidung von sensorischer Deprivation einfordern und in ihren Einrichtungen und Diensten fördern sowie pflegende Angehörige auf die Gefahren hinweisen, die Reizmangelzustände mit sich bringen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/ihr-persoenlicher-gespraechstermin/">Jochen Gust</a></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/10/23/demenzinfos-auf-dem-smartphone-whatsapp-kanal-demenz-gestartet/">Nachrichten und Infos zum Thema Demenz können Sie sich auch via Whatsapp-Kanal aufs Smartphone senden lassen. </a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/12/13/reizlos-ungluecklich-sensorische-deprivation-und-demenz/">Reizlos unglücklich: sensorische Deprivation und Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/12/13/reizlos-ungluecklich-sensorische-deprivation-und-demenz/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weil es so praktisch ist: Einheitskleidung für Menschen mit Demenz</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/11/10/weil-es-so-praktisch-ist-einheitskleidung-fuer-menschen-mit-demenz/</link>
					<comments>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/11/10/weil-es-so-praktisch-ist-einheitskleidung-fuer-menschen-mit-demenz/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Nov 2023 12:11:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[accessoires]]></category>
		<category><![CDATA[aktivität]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[anziehen]]></category>
		<category><![CDATA[auszeiehen]]></category>
		<category><![CDATA[bekleidung]]></category>
		<category><![CDATA[betreuung]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[einheitskleidung]]></category>
		<category><![CDATA[individualität]]></category>
		<category><![CDATA[jogginanzug]]></category>
		<category><![CDATA[jogginghose]]></category>
		<category><![CDATA[kleiderwahl]]></category>
		<category><![CDATA[kleidung und ihre bedeutung]]></category>
		<category><![CDATA[mode]]></category>
		<category><![CDATA[pflegebedürftigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegeheim]]></category>
		<category><![CDATA[praktisch]]></category>
		<category><![CDATA[pyjama paralysis]]></category>
		<category><![CDATA[räumen]]></category>
		<category><![CDATA[shoppen]]></category>
		<category><![CDATA[suchen]]></category>
		<category><![CDATA[wäsche]]></category>
		<category><![CDATA[wühlen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://demenz-im-krankenhaus.de/?p=1962</guid>

					<description><![CDATA[<p>Grau oder blau? Diese beiden Farben dominieren meistens, sieht man Menschen mit Demenz in Pflegeeinrichtungen oder Wohngemeinschaften. Je hilfsbedürftiger, desto einfarbiger, könnte man sagen. Fällt einem das auf, werden in&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/11/10/weil-es-so-praktisch-ist-einheitskleidung-fuer-menschen-mit-demenz/">Weil es so praktisch ist: Einheitskleidung für Menschen mit Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Grau oder blau? Diese beiden Farben dominieren meistens, sieht man Menschen mit Demenz in Pflegeeinrichtungen oder Wohngemeinschaften. Je hilfsbedürftiger, desto einfarbiger, könnte man sagen. Fällt einem das auf, werden in der Regel dafür zwei Gründe angeführt seitens der Pflege:</p>



<p class="wp-block-paragraph">1. Jogginganzüge sind halt ungemein praktisch und bequem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2. Für die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kleidung#Physiologische_Schutzfunktion_und_Gefahren">Kleidung</a> sorgen nun mal Betreuer und Angehörige. Und was diese mitbrächten, darauf habe man keinen Einfluss.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-742d1212c513e3d9ba9c6415a9e7e164">Demenz-Diagnose = Jogginghose?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zentral scheint also die Mutmaßung zu sein, die Betroffenen würden diese grauen oder dunkelblauen Jogginganzüge bevorzugen, weil sie so bequem sind. Das ist bestimmt im Einzelfall so – ich bezweifle aber, dass die Betroffenen regelmäßig eine (Aus-)Wahl haben und sich für diese Art Bequemlichkeit entschieden haben. Was für „meinen Dementen“ bequem ist, entscheide immer noch ich als Altenpfleger – oder?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Praktisch – nunja. Das ist ein Argument. Für viele Pflegende. Für die kann es im Einzelfall praktisch sein. Hinterfragt man, was „praktisch“ konkret bedeutet lautete die Antwort an mich häufig, dass das halt schneller gehe, morgens. Ich habe zugegebenermaßen die Zeit nie gemessen, ich bin aber relativ sicher, dass ich nicht oder nicht wesentlich länger brauche, dem älteren Herrn in eine Stoffhose oder passende Jeans zu helfen, als in eine Jogginghose. Es gibt ganz sicher Umstände, in denen eine Jogginghose praktischer ist für die Versorgung. Drückende Knöpfe, je nach Verhalten Gefahr durch Reißverschlüsse, die Möglichkeit zum (Platz) Verbandswechsel oder Anbringung / Leeren von Urinbeuteln ohne lange mit dem An- und Auskleiden zu tun zu haben. Das kann ich noch nachvollziehen – im Einzelfall, aber nicht für die Masse der zu Pflegenden mit Demenz. Ein dritter Aspekt den ich argwöhne ist – bezogen auf „praktisch“ ist die Reinigung. Diese erfolgt in den Institutionen oder bei einem Wäschedienstleister. Und da ist es ungemein praktisch, möglichst „pflegeleichte“ Wäsche die eine bestimmte Gradzahl aushält, zu nutzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-10d2f746ce2a965a493609115ae514ad">Wäsche, Wetter, Wertigkeiten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte daran erinnern, dass Bekleidung mehr ist als Stoff umherzutragen und längst nicht nur die Funktion hat, um uns vor Wettereinflüssen zu schützen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/11/BekleidungsInfografikfin.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/11/BekleidungsInfografikfin-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-1964" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/11/BekleidungsInfografikfin-1024x576.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/11/BekleidungsInfografikfin-300x169.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/11/BekleidungsInfografikfin-768x432.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/11/BekleidungsInfografikfin.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://endpjparalysis.org/"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/11/pyjamaparalysispostit-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-1966" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/11/pyjamaparalysispostit-1024x1024.png 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/11/pyjamaparalysispostit-300x300.png 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/11/pyjamaparalysispostit-150x150.png 150w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/11/pyjamaparalysispostit-768x768.png 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/11/pyjamaparalysispostit-1536x1536.png 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/11/pyjamaparalysispostit-2048x2048.png 2048w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/11/pyjamaparalysispostit-1320x1320.png 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Die vielgetragenen Jogginganzüge könnten auch ein Faktor sein, der zu einer Absenkung des Aktivitätsniveaus führt. Mehr Ruhe durch grau-blaue Bequemlichkeit. Die Forschung kennt jedenfalls das Phänomen der <a href="https://www.medinside.ch/post/raus-aus-dem-bett-und-schluss-mit-dem-nachthemd">pyjama paralysis</a>, was in anderen Ländern bereits zu vielbeachteten <a href="https://endpjparalysis.org/">Kampagnen auch in den sozialen Medien geführt hat.</a> Ich halte es für nachvollziehbar, dass das Phänomen nicht nur direkt auf Schlafbekleidung wie Nachthemden oder Schlafanzüge übertragbar ist, sondern insbesondere bei Menschen mit Demenz auch auf Schlafbekleidung ähnlicher Bekleidung.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-52b9379e9c0824ff151dbd8d06844c0c">„Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt.“</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade Pflegeeinrichtungen und Betreuungskräfte, täten gut daran wenigstens 2x im Jahr eine Bekleidungsverkauf innerhalb ihrer Räumlichkeiten zu organisieren. Das trüge dem Umstand Rechnung, dass Angehörige und Betreuer nicht immer in der Lage sind, Menschen mit Demenz zum shoppen zu begleiten. Betroffene hätten so mehr Chancen, auszusuchen was ihnen gefällt und entspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn: Aspekte wie Robustheit der Stoffe, praktischer Schnitt und aufwendige (oder ganz fehlende) Verschlüsse müssen hinter die individuellen Wünsche von Menschen mit Demenz zurückstehen. Und auch hinter den mutmaßlichen Bedürfnissen und Gewohnheiten, wenn Betroffene nicht mehr in der Lage sind sich zu äußern. Und hier haben Pflegefachleute wie Betreuungskräfte auch eine Aufgabe und Verantwortung gegenüber Angehörigen und Betreuern: sie bei der Wahl der Kleidung für ihren Angehörigen nicht dadurch zu beeinflussen, was sie für sich selbst als praktisch und bequem definieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonst steht, egal was in Leitbildern behauptet wird, der Menschen eben nicht im Mittelpunkt – sondern eher den praktischen Erwägungen der Pflege im Weg.     </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-center has-light-gray-background-color has-background wp-block-paragraph"><strong>Termine und Informationen rund ums Thema Demenz können Sie übrigens künftig ganz bequem auch auf dem Smartphone erhalten. Abonnieren Sie <a href="https://www.whatsapp.com/channel/0029Va883Qs6hENroqdrta2v">den WhatsApp-Kanal Demenz mit diesem Link.</a></strong></p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelbild: Original Angela Roma on pexels</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/11/10/weil-es-so-praktisch-ist-einheitskleidung-fuer-menschen-mit-demenz/">Weil es so praktisch ist: Einheitskleidung für Menschen mit Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/11/10/weil-es-so-praktisch-ist-einheitskleidung-fuer-menschen-mit-demenz/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
