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		<title>AOK-Qualitätsatlas zeigt alarmierende Pflegeunterschiede – kaum Fortschritte bei riskanter Medikation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jun 2025 16:07:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die neueste Auswertung des Qualitätsatlas Pflege 2025 offenbart weiterhin eklatante regionale Unterschiede in der stationären Pflege. So erhalten bundesweit 7,14 % der Pflegeheimbewohner dauerhaft Benzodiazepine oder vergleichbare Substanzen – ein Wert,&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/06/02/aok-qualitaetsatlas-zeigt-alarmierende-pflegeunterschiede-kaum-fortschritte-bei-riskanter-medikation/">AOK-Qualitätsatlas zeigt alarmierende Pflegeunterschiede – kaum Fortschritte bei riskanter Medikation</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die neueste Auswertung des Qualitätsatlas Pflege 2025 offenbart weiterhin eklatante regionale Unterschiede in der stationären Pflege. So erhalten bundesweit 7,14 % der Pflegeheimbewohner dauerhaft Benzodiazepine oder vergleichbare Substanzen – ein Wert, der sich trotz langjähriger Kritik kaum verbessert hat. Besonders häufig erhalten Heimbewohner im Saarland und in NRW solche Mittel. Auch sturzbedingte Klinikeinweisungen und mangelnde augenärztliche Vorsorge bei Diabetikern bleiben ungelöst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stürze und fachärztliche Versorgung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuelle Auswertung des <a href="https://www.qualitaetsatlas-pflege.de/">AOK-Qualitätsatlas Pflege</a> zeigt erneut deutliche Versorgungsprobleme in der stationären Altenpflege – insbesondere bei der Medikation, Prävention und augenärztlichen Vorsorge. Besonders auffällig bleibt der hohe und regional sehr unterschiedliche Einsatz von Beruhigungsmitteln. Man darf davon ausgehen, dass besonders häufig Menschen mit Demenz diese Mittel verabreicht werden. Besorgniserregend sind auch die sturzbedingten Krankenhausaufenthalte, insbesondere bei Bewohnern mit risikobehafteter Dauermedikation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer zentraler Schwachpunkt betrifft die augenärztliche Versorgung von Pflegebedürftigen mit Diabetes. Fast 80 % von ihnen erhalten keine regelmäßige augenärztliche Kontrolle – obwohl dies dringend empfohlen wird, um Folgeschäden wie Erblindung zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede Pflegefachperson kennt die Probleme, für schwer Pflegebedürftige und oder Menschen mit fortgeschrittener Demenz neben einer neurologischen fachärztlichen Versorgung auch andere fachärztliche Expertise für Heimbewohner zu gewinnen, egal ob zahnärztliche, gynäkologische, dermatologische oder eben augenärztliche regelmäßige Behandlung: für Pflegeheimbewohner ist das kritisch, sobald sie nicht mehr ohne Begleitung durch Dritte eine fachärztliche Praxis aufsuchen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: aktualisierter Qualitätsatlas Pflege; <a href="https://www.aok.de/pp/bv/qualitaetsatlas-pflege/">zur Pressemitteilung</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/09/22/aok-pflege-report-2023-starke-regionale-qualitaetsunterschiede-in-pflegeheimen/">Zur Meldung aus dem Pflegereport / Qualitätsatlas 2023. </a></p>
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		<title>Herbergen für Menschen mit Demenz &#8211; 5 Standorte in NRW geplant</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2025 07:22:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Pflege von älteren Menschen und Menschen mit Demenz in den Niederlanden unterscheidet sich in einigen Aspekten grundsätzlich von der deutschen. Das beginnt schon damit, dass die Kommunen eine sehr&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/03/04/herbergen-fuer-menschen-mit-demenz-5-standorte-in-nrw-geplant/">Herbergen für Menschen mit Demenz &#8211; 5 Standorte in NRW geplant</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Pflege von älteren Menschen und Menschen mit Demenz in den Niederlanden unterscheidet sich in einigen Aspekten grundsätzlich von der deutschen. Das beginnt schon damit, dass die Kommunen eine sehr viel aktivere Rolle spielen, da sie für soziale Angebote und Dienstleistungen verantwortlich sind und die Finanzierung über Steuermittel erfolgt. Auch haben die Niederlande eine lange Tradition darin, Menschen in die Gemeinschaft zu integrieren, die individuelle Lebensgeschichte zu beachten und Normalität und teilhabe mit passenden Angeboten zu ermöglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-dbe2683eb8571c710ca0151fd20220ce"><strong>Herbergier – Gastgeber für Menschen mit Demenz</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Herbergier&#8220; ist ein niederländisches Wort und bedeutet auf Deutsch sinngemäß &#8222;Gastgeber&#8220;<strong>.</strong> <a href="https://www.herbergier.de/">Das Herbergier-Konzept</a> basiert auf kleinen, familiären Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz. In diesen Einrichtungen leben die Bewohner gemeinsam mit dem Gastgeberpaar, das in den Niederlanden auch „Unternehmerpaar“ genannt wird. Die Gastgeber und die Mitarbeitenden strukturieren und bieten den Rahmen &#8211; der Bewohnende gestaltet selber! Der Fokus liegt dabei auf einer warmherzigen und persönlichen Betreuung in einer Umgebung, die ein möglichst normales Leben trotz der Erkrankung ermöglicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-998be92415390aebc2ee4933c39910ab">Deutschlandstart 2026</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%"><div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.linkedin.com/in/sabine-dr-becker-klunder-81914782/"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="946" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-1024x946.jpg" alt="" class="wp-image-2732" style="width:221px;height:auto" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-1024x946.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-300x277.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-768x710.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-1536x1419.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-2048x1892.jpg 2048w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-1320x1220.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Dr. Sabine Becker-Klunder<br>Ländermanagerin Deutschland</figcaption></figure>
</div></div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Das Herbergier-Konzept wird in Deutschland von der niederländischen Organisation <a href="https://www.dedrienotenboomen.nl/">De Drie Notenboomen (DDN)</a> als Franchisegeber eingeführt. DDN, Entwicklerin und Eigentümerin der Franchise-Formel &#8222;De Herbergier&#8220;, plant das erfolgreiche niederländische Modell auch in Deutschland zu etablieren. Für die Umsetzung in Deutschland sucht DDN <a href="https://www.herbergier.de/nachrichten/wir-suchen-franchisenehmerpaare">Gastgeberpaare als Franchisenehmer</a>, die gemeinsam mit DDN das Konzept an deutsche Bedürfnisse anpassen und umsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.herbergier.de/kontakt">Dr. Sabine Becker-Klunder</a> ist Gesundheits- und Krankenpflegerin, Pädagogin und promovierte Gesundheitswissenschaftlerin. Sie ist bei DDN International in Amsterdam beschäftigt und setzt sich dafür ein, das niederländische Wohnkonzept &#8222;Herbergier&#8220; in Deutschland zu etablieren.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-d14fc802bf20050e5e08865bbe6c702f">4 Antworten zum Herbergier-Konzept </h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Frau Becker-Klunder – was unterscheidet die Wohngemeinschaft Herbergier von den in Deutschland vorhandenen Demenz-Wohngemeinschaften?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. Sabine Becker-Klunder:</strong> Für mich sind es drei Dinge, die so speziell sind, dass ich mich für diese Aufgabe gerne engagiere: 1. das Gastgeberpaar wohnt im gleichen Gebäudekomplex, wohl in einer eigenständigen Wohnung für die Privatsphäre aber gleichzeitig so nah, dass sie die Bewohnenden kennen und für die Qualität Garant stehen. 2. die niederländische Sicht auf die Erscheinungsform „dementielle Veränderung“, unterschiedliche Gedächtnisschwächen, die geprägt ist von Erhöhung der Lebensqualität durch Schaffung von Glücksmomenten statt einer Fokussierung auf Lebensquantität. Und 3. die Organisation innerhalb einer Wohngruppe, wo die Mitarbeitenden in respektvoller Weise im Prozess coachend mitgenommen werden, so dass sie sich selbststeuernd kontinuierlich verbessern können.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Beim Herbergier-Konzept gibt es ein Gastgeberpaar, dass hauptverantwortlich die Begleitung und Versorgung von Menschen mit Demenz organisiert. Da 24/7 Bedarf ist, können die Gastgeber dies unmöglich allein stemmen. Gehen Sie davon aus, dass in Deutschland zusätzlich ambulante Dienste engagiert werden oder werden die Gastgeber Mitarbeiter dafür einstellen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. Sabine Becker-Klunder:</strong> In der Tat – die Gastgeber können diese Aufgabe sicher nicht alleine erfüllen. Abrechnungstechnisch melden Sie einen eigenen Pflegedienst an. Sie stellen ihre Mitarbeitenden selber ein, so dass sie einen Mix haben aus Betreuungs- und Pflegefachkräften. Gemeinsam begleiten Sie die Bewohnenden und ihre An- und Zugehörigen.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="579" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/Flux_Dev_Several_senior_citizens_are_walking_around_in_a_beaut_2-1024x579.jpeg" alt="" class="wp-image-2739" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/Flux_Dev_Several_senior_citizens_are_walking_around_in_a_beaut_2-1024x579.jpeg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/Flux_Dev_Several_senior_citizens_are_walking_around_in_a_beaut_2-300x170.jpeg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/Flux_Dev_Several_senior_citizens_are_walking_around_in_a_beaut_2-768x434.jpeg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/Flux_Dev_Several_senior_citizens_are_walking_around_in_a_beaut_2-1320x746.jpeg 1320w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/Flux_Dev_Several_senior_citizens_are_walking_around_in_a_beaut_2.jpeg 1472w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.herbergier.de/standorte">Zudem wird DDN zeitnah 5 Herbergier-Standorte in NRW gründen</a>. Denn natürlich muss ein Gastgeberpaar auch mal in Urlaub fahren können und dann vertreten die anderen Franchisenehmer diesen Standort. Auch hier spiegelt sich die zusammenarbeitende Arbeitskultur wider.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-251605bdffbdc5d82ac77fa4485981c9">Es muss ein Paar sein &#8211; Recklinghausen soll starten</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Als Franchise-Geber bestimmt DDN die Ausrichtung des Herbergiers – können Sie wesentliche Eckpunkte nennen, die erfüllt sein müssen um Franchisenehmer werden zu können?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. Sabine Becker-Klunder:</strong> Ja – DDN setzt den Rahmen, aber gefüllt wird die Ausrichtung des Herbergiers durch die Franchisenehmer – das macht die Häuser individuell so unterschiedlich. Formelle Anforderung ist, dass es sich um ein Paar handelt – verheiratet oder nicht. Bei einem Paar ergänzen sich häufig die Eigenschaften – sozial mit analytisch, weich mit hart, gesprächig mit still. Durch diese Ergänzung können sich viele Bewohnenden angesprochen fühlen. Zudem haben Paare Höhen und Tiefen gemeinsam durchlebt, so dass sie das „Abenteuer Herbergier“ für fünf Jahre angehen können. Eine/r der beiden muss eine PDL Ausbildung haben, dies hat technische und qualitätssichernde Gründe, allerdings ist eine Affinität und Kenntnis zu Menschen mit Gedächtnisschwäche für beide eine Voraussetzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Geplant ist der Deutschlandstart 2026 in Recklinghausen – können Sie mehr zum Franchisegeber sagen? Stehen Privatpersonen dahinter oder ein bereits etablierter Träger der Pflege? Gibt es weitere Standorte, bei denen die Planung einen konkreteren Ausblick erlaubt?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. Sabine Becker-Klunder:</strong> Hier in den Niederlanden gibt es das Wohnen in Gruppe – ähnlich wie in Deutschland seit mehr als 25 Jahren. DDN war hierbei Pionier und der Anlass war sehr persönlich. Der DDN-Gründer Hans van Putten entwickelte anfänglich für seinen Sohn Thomas die Wohnform Thomashuis, für junge geistig eingeschränkte Menschen. Aus dieser Erfahrung heraus folgte schnell das Herbergier-Konzept, für dementiell veränderte Menschen. 2016 hat der Arzt und Unternehmer Loek Winter DDN erworben und seitdem ständig weiterentwickelt. Inzwischen gibt es in den Niederlanden 130 Thomashäuser und 55 Herbergiers. In den Niederlanden sind wir also sehr erfolgreich, in Deutschland starten wir mit einem Haus, so dass wir erste Erfahrungen sammeln können. Allerdings bin ich, wie bereits erwähnt, bereits damit beschäftigt, in anderen Städten in NRW nach Standorten zu schauen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Ich danke Ihnen für Ihre Antworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Herbergier-Konzept beinhaltet nicht nur eine besondere Konzeption des Aufbaus und der Struktur des Zusammenlebens. Im Umgang mit Betroffenen gehört ganz wesentlich dazu, mehr Freiheit, auch mehr Entscheidungsfreiheit, zu ermöglichen, individuelle Wünsche zu berücksichtigen und Prägungen und Eigenarten in die Gemeinschaft zu integrieren.<br>Ich bin auf die Etablierung gespannt und werde wieder berichten.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Lebensfreude zwischen Wildpark und Möhne</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/03/21/lebensfreude-zwischen-wildpark-und-moehne/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2024 11:28:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>#werbung #anzeige Tagespflege für Senioren entlastet nicht nur pflegende und betreuende Angehörige. Sie hat auch viele positive Effekte für die Gäste selbst. Komfortabel werden die Gäste zum vereinbarten Tag abgeholt&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/03/21/lebensfreude-zwischen-wildpark-und-moehne/">Lebensfreude zwischen Wildpark und Möhne</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>#werbung #anzeige</strong> Tagespflege für Senioren entlastet nicht nur pflegende und betreuende Angehörige. Sie hat auch viele positive Effekte für die Gäste selbst. Komfortabel werden die Gäste zum vereinbarten Tag abgeholt und am späten Nachmittag wieder zurückgebracht. Wie wichtig dieser Baustein in der Unterstützung älterer Menschen und ihrer Angehörigen ist, hat auch der Gesetzgeber erkannt. Durch Reformen hat er die Entstehung von Tagespflegen befördert – und die Kosten werden zum <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/tagespflege-und-nachtpflege">weit überwiegenden Teil über die Pflegekassen</a> gedeckt.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-secondary-color has-text-color has-link-color wp-elements-c8cc339123a5505f59e82dc414e35d5b"><strong>Tagespflege – viele Vorteile für die Lebensqualität</strong></h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-video"><video height="1920" style="aspect-ratio: 1084 / 1920;" width="1084" controls src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/Finalteasertagespflege.mp4"></video></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.pflegewegweiser-nrw.de/tages-und-nachtpflege">Tagespflege trägt dazu</a> bei, die häusliche Versorgungssituation zu stabilisieren. Angehörige gewinnen Zeit für sich und ihre Bedürfnisse und Aufgaben. Zugleich bietet Tagespflege für ihre Gäste einen Ort der Gemeinschaft – das beugt Vereinsamung vor. Auch die geistige (kognitive) Aktivierung und körperliche Aktivitäten sind äußert förderlich für die Gesundheit und helfen, vorhandene Fähigkeiten zu stabilisieren und zu erhalten. Studien haben das belegt – in der Zeitschrift „The Gerontologist“ wurde beispielsweise dargelegt, dass Senioren die Tagespflege nutzen Vorteile bei kognitiven Funktionen und täglichen Aktivitäten in der Selbständigkeit hatten (2016). Einen Rückgang depressiver Symptome wurde bei pflegebedürftigen Senioren im Zusammenhang mit Tagespflege ebenfalls festgestellt (International Psychogeriatrics; 2018). </p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade soziale Isolation, Einsamkeit und mangelnde Aktivitäten schaden besonders älteren Menschen mit Unterstützungsbedarf. Wie gut, dass es mit Tagespflege die Möglichkeit gibt, dem entgegenzuwirken.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-secondary-color has-text-color has-link-color wp-elements-e618291579e08c93ae43f75166e8128d"><strong>3 Fragen an Cornelia Wilding, Leiterin der Tagespflege in Völlinghausen (Möhnesee)</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.seniorenresidenz-moehnesee.de/">Die Senioren-Residenz Völlinghausen</a> besteht aus dem Haupthaus, dass auf mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Versorgung von Menschen mit Pflegebedarf zurückschauen kann und sich insbesondere auch auf die Versorgung von Menschen mit Demenz versteht. <a href="https://www.seniorenresidenz-moehnesee.de/tagespflege-moehnesee.html">Angegliedert ist die Tagespflege</a> seit 2020 speziell in eigenes dafür errichteten und ausgestatteten Räumen. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Frau Wilding, was macht die Qualität der Betreuung in Völlinghausen so besonders?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Cornelia Wilding: </strong>Aufgrund der Gästezahl, wir können max 12 Gäste pro Tag begrüßen, ist natürlich alles sehr persönlich, harmonisch, fast schon familiär. Wir haben für unsere Gäste eine individuelle, gemütliche Atmosphäre geschaffen und eine persönliche Beziehungen kann aufgebaut und gepflegt werden. Das erlaubt uns, die Wünsche und Bedürfnisse unserer Gäste gut zu kennen und individuell auf sie einzugehen – und es bleibt genügend Zeit für Einzelbetreuung ebenso wie für spontane Aktionen. Unser Team profitiert dabei von jahrelanger, individueller Erfahrung im Beruf, vorrangig auch mit Menschen mit Demenz und wird regelmäßig fortgebildet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Befragungen unserer Gäste spiegeln uns eine hohe Zufriedenheit zurück – das spornt uns an, so weiterzumachen.&nbsp; Außerdem profitieren wir von kurzen Dienstwegen zur Senioren Residenz, können uns austauschen, schnelle Entscheidungen treffen und umsetzten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Bieten Sie die Möglichkeit, die Tagespflege einmal unverbindlich auszuprobieren?</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Cornelia Wilding: </strong>Selbstverständlich. Wir bieten das bei jeder Anfrage an und halten es für äußerst wichtig und sinnvoll. Für viele Menschen ist so ein Besuch zu Beginn befremdlich. Man lebte vielleicht schon längere Zeit mehr oder weniger allein, isoliert, ist eine größere Gruppe an Personen um sich herum gar nicht mehr gewohnt. Schnuppern ist hier erstmal eine gute Sache.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir besprechen und planen das mit dem Gast und seinen Angehörigen im Beratungsgespräch vorab sehr individuell. Es kann ein ganzer Tag sein, es können ein paar Stunden sein. </p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/wilding1-scaled.jpg"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/wilding1-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2364" style="width:284px;height:auto" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/wilding1-768x1024.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/wilding1-225x300.jpg 225w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/wilding1-1152x1536.jpg 1152w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/wilding1-1536x2048.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/wilding1-1320x1760.jpg 1320w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/03/wilding1-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Leitet die Tagespflege in Völlinghausen: Cornelia Wilding</figcaption></figure>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Gern kann die Bezugsperson von zu Hause auch erstmal mitkommen. Das bringt Sicherheit und Vertrauen. Durch das detaillierte Gespräch vorab können wir dann gemeinsam eruieren, was für den Gast am besten ist. Auch für die pflegenden Angehörigen ist es hilfreich. Sie haben oft emotionale Hürden zu bewältigen, einen Elternteil bzw. Verwandten „abzugeben“. Deshalb kann es manchmal außerordentlich wichtig sein, dass sie mitkommen und bei einer Tasse die Atmosphäre und den Umgang untereinander in der Tagespflege selbst erleben. Ein paar wenige Daten und Informationen brauchen wir natürlich auch für einen Probetag – auch, um z.B. in einem Notfall richtig reagieren zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Manche Senioren oder auch deren Angehörige machen sich sorgen, dass in der Tagespflege ausschließlich Maßnahmen der Betreuung und Aktivierung stattfinden, aber der tagsüber anfallende medizinisch-pflegerischen Versorgungsbedarf nicht erfüllt werden kann. Was kann in der Tagespflege in dieser Hinsicht leisten?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Cornelia Wilding: </strong>An jedem Tag ist mindestens eine Pflegefachkraft anwesend. Auch verfügen wir über alle notwenigen baulichen Voraussetzungen&nbsp;und Hilfsmittel um z.B. Toilettengänge zu begleiten, die Inkontinenzversorgung zu gewährleisten inklusive Intimpflege, aber auch Teilkörperwäsche können durchgeführt werden. Ebenso bieten wir alle möglichen Hilfen im Bereich der Mobilität an, bei der Nahrungsaufnahme, bei Prophylaxen. Die Gäste haben ein kleines Schrankfach für ihre persönlichen Hilfsmittel oder Wechselwäsche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei medizinisch notweniger Behandlungspflegen sind wir natürlich auf die Verordnungen von Hausärzten angewiesen. Wir benötigen auch eine schriftliche Bestätigung von den Angehörigen oder dem Pflegedienst, wenn Medikamente im Rahmen des Besuchstages von uns verabreicht werden sollen. Die Medikamente werden üblicherweise vorgestellt im Dispenser mitgebracht und da brauchen wir eine Zusage, das alles korrekt gestellt wurde. Grenzen gesetzt sind uns z.B. bei Beatmungspatienten oder auch sehr komplizierten Wundversorgungen.<br></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sie möchten sich zur Tagespflege beraten lassen? Nehmen Sie Kontakt zu Cornelia Wilding auf.<br>Tel.: 02925 805-450 oder per EMail <a href="mailto:tagespflege@srm-gmbh.de">tagespflege@srm-gmbh.de</a></p>
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		<title>Generalistische Pflege-Ausbildung: &#8222;Ich hätte mir ein deutschlandweites, einheitliches Curriculum gewünscht.&#8220;</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/10/13/generalistische-pflege-ausbildung-ich-haette-mir-ein-deutschlandweites-einheitliches-curriculum-gewuenscht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Oct 2023 10:57:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die bisher getrennten Ausbildungen in der Altenpflege, der Kranken- und Kinderkrankenpflege wurden zusammengelegt und hatte zum Ziel, den Auszubildenden eine zeitgemäße, moderne und hochwertige Ausbildung anzubieten. Nach der Neugestaltung durch&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/10/13/generalistische-pflege-ausbildung-ich-haette-mir-ein-deutschlandweites-einheitliches-curriculum-gewuenscht/">Generalistische Pflege-Ausbildung: &#8222;Ich hätte mir ein deutschlandweites, einheitliches Curriculum gewünscht.&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die bisher getrennten Ausbildungen in der Altenpflege, der Kranken- und Kinderkrankenpflege wurden zusammengelegt und hatte zum Ziel, den Auszubildenden eine zeitgemäße, moderne und hochwertige Ausbildung anzubieten. Nach der Neugestaltung durch das Gesetz zur Reform der Pflegeberufe sind 2020 die ersten Ausbildungsjahrgänge für den Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ und „Pflegefachmann“ gestartet und in diesem Jahr fertig geworden. <br>Ist die Reform gelungen? Ich habe einen Schulleiter gefragt. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color has-link-color wp-elements-2214750953c1e19e6d0c61bea0c19b8e">4 Fragen an Christian Horstmann, Schulleiter der Pflegeschule Lippstadt der ESTA-Bildungswerk gGmbH zur generalistischen Pflegeausbildung</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Herr Horstmann – die ersten Auszubildenden haben die generalistische Pflegeausbildung durchlaufen: wie sieht Ihre Bilanz aus? Was hat sich durch die Reform verbessert?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christian Horstmann: </strong>Vielen Dank, Herr Gust, für diese Frage. Meine Bilanz nach den ersten Durchläufen der generalistischen Pflegeausbildung sieht durchwachsen aus. Ich beginne einmal mit meinen positiven Erfahrungen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">In meiner 17jährigen Tätigkeit an unserer Schule, erinnere ich mich sehr gut an die deutliche jahrzehntelange Unterfinanzierung der Altenpflegeausbildung. Hier wurden die ehemaligen Krankenpflegeschulen erheblich finanziell bevorzugt. Im Zuge der generalistischen Umstellung, haben alle Pflegeschulen den gleichen Status erhalten und bekommen in diesem Zuge eine identische Ausbildungspauschale. Dies halte ich für eine sehr positive Entwicklung, auch hinsichtlich der Wertschätzung für die Altenpflege, wobei die Ausbildungspauschale mir noch ausbaufähig erscheint.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erfreulicherweise hat die hiesige Landesregierung außerdem über das NRW-Sonderinvestitionsprogramm „Krankenhäuser und Pflegeschulen“ auch den staatlich anerkannten Pflegeschulen, die nicht den Vorgaben des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KHG) unterliegen, finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, um sich zukunftsfähig aufzustellen. Dies hat zwar auch mit der Pandemie zu tun, jedoch wäre dies meines Erachtens nicht ohne die generalistische Umstellung erfolgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als weiteren positiven Erfolg sehe ich die beruflichen Möglichkeiten für die Auszubildenden an, mit der auch eine Gehaltsannäherung in den Versorgungsbereichen einhergeht. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/10/Foto-Horstmann-1.jpg" alt="" class="wp-image-1912 size-full" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/10/Foto-Horstmann-1.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/10/Foto-Horstmann-1-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em><strong>Christian Horstmann, Leiter der Lippstädter Akademie für Pflege und Gesundheit im ESTA-Bildungswerk, zieht nach drei Jahren generalistischer Pflegeausbildung eine durchwachsene Bilanz.</strong></em></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Prinzipiell halte ich einen deutschlandweit einheitlichen Berufsabschluss mit EU-weiter Anerkennung für sehr sinnvoll. Und da wären wir nun bei den verbesserungswürdigen Aspekten der Reform:<br>Ich hätte mir ein deutschlandweites einheitliches Curriculum gewünscht. Stattdessen war es Aufgabe jeder einzelnen Pflegeschule – in anderen Bundesländern gab es später teils länderspezifische Curricula &#8211; unter Beachtung der Vorgaben des Pflegeberufegesetzes, der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe und des Rahmenlehrplans &#8211; ein schulinternes Curriculum zu erstellen. Dies war ein enormer Kraftakt für die Pflegeschulen und ich wage es zu bezweifeln, dass damit eine bundeseinheitliche oder gar europaweite Vergleichbarkeit des Abschlusses „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“ erzielt werden konnte. Die wissenschaftliche Begründung, dass sich so jede Schule individuell mit „Ihrem“ Curriculum identifizieren könne, ist zwar korrekt, rechtfertigt aber meines Erachtens nicht das unzureichend gelenkte Vorgehen.<br>Auch die Beurteilungsinstrumente, sonstigen Formalitäten und auch die Prüfungskonzepte mussten überwiegend von den einzelnen Schulen erstellt werden. Hinzu kommen teils unterschiedliche Vorgaben der einzelnen Bundesländer und sogar einzelner Bezirksregierungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als nächsten Punkt, der nicht zufriedenstellend ist, sehe ich den Mangel an geeigneten Lehrpersonen. Der Stellenmarkt ist aktuell „leer gefegt“ und das Konkurrenzverhalten unter den Pflegeschulen ist verständlicherweise massiv. Um eine ausreichende Zahl an Pflegefachleuten auszubilden, wäre eine angemessene Anzahl an Pflegepädagoginnen und Pflegepädagogen wichtig, die es jedoch noch bei weitem nicht gibt. Die Pflegeschulen können somit flächendeckend ihre Ausbildungskapazitäten nicht steigern und mussten/müssen teils sogar ihre Ausbildungszahlen reduzieren. Einzelne Bundesländer haben Übergangsregeln bezüglich der Qualifikation der Lehrenden geschaffen. Für NRW reicht dies jedoch meines Erachtens nicht aus und ich sehe auch für die nächsten Jahre eine Fortführung und Erweiterung der Sonderregelung für wichtig an. Bis die Hochschulen eine ausreichende Anzahl an qualifiziertem Personal ausgebildet haben, werden noch mehrere Jahre vergehen. Ich rechne mit deutlichen Einbrüchen der Zahlen ausgebildeter Pflegefachpersonen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch ein Aspekt, der zu überdenken wäre: Die generalistische Pflegeausbildung verlangt von den Auszubildenden komplexe Denkprozesse. Das Ausbildungsniveau wurde deutlich, aus meiner Sicht teils zu massiv, angehoben und hier sollte einmal hinterfragt werden, ob dem Ausbildungsmarkt – gerade im Bereich der stationären oder ambulanten Langzeitpflege &#8211; eine ausreichende Anzahl an Bewerbern/-innen zur Verfügung steht, welche die Voraussetzungen und auch das Interesse für eine erfolgreiche Ausbildung mitbringen. Es gibt viele tolle Bewerberinnen und Bewerber, die praktisch tolle Pflegefachkräfte wären, jedoch Schwierigkeiten hätten, die Ausbildung erfolgreich zu durchlaufen und am Ende auch zu bestehen (für NRW verspreche ich mir für diese Bewerbergruppe jedoch viel von der Pflegefachassistenzausbildung, die wir im Dezember erstmals an unserer Schule starten werden).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wurde nicht extra das Pflegestudium (B.Sc.) mit dem Berufsabschluss „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“ geschaffen, um eine entsprechende Klientel zu begeistern und dadurch akademisierte Pflegepersonen für die Basis zu generieren?<br>Ein weiterer Punkt meiner Bilanz betrifft die Praxisanleitung in den Betrieben: Vergleichbar mit der Situation der nicht ausreichenden Zahl an Pflegepädagoginnen und Pflegepädagogen, kämpfen die Betriebe damit, eine gesetzeskonforme Zahl an geeigneten Praxisanleitenden vorzuhalten. Hier sehe ich eine weitere Hemmschwelle für eine Ausweitung der Ausbildungszahlen, welche im Rahmen einer Evaluation vom Gesetzgeber her, dringend beleuchtet werden müsste. Auch hier halte ich Sonderregelungen für den Übergang als wichtig an. Ich frage mich zudem für NRW, wieso in der Pflegefachassistenzausbildung langjährige Pflegefachpersonen die Anleitung der Auszubildenden übernehmen können, in der dreijährigen Ausbildung jedoch ausschließlich weitergebildete Fachkräfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun zwei letzte Punkte meiner Bilanz:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich nehme wahr, dass der Erwerb eines Führerscheins für junge Menschen – auch im ländlichen Bereich – zunehmend eine geringe Rolle zu spielen scheint bzw. an fehlenden finanziellen Ressourcen scheitert. In unserer Region gibt es sehr viele Pflegeauszubildende, welche über keinen Führerschein verfügen. Hier würde ich mir finanzielle Anreize für Auszubildende in der Pflege wünschen, damit diese frühzeitig einen Führerschein erwerben. Durch die Vorgabe der verschiedenen externen Einsatzbereiche in der Ausbildung, wird Mobilität der Auszubildenden gefordert, was diese – und auch die einsatzkoordinierenden Pflegeschulen – vor große Herausforderungen stellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gesetzgeber sieht, wie schon erwähnt, verpflichtende externe Einsätze vor. Dies halte ich auch für wichtig. Jedoch zeigt sich in unserer Region deutlich, dass gerade die Einsätze in der stationären Akutpflege sehr gefragt sind und teils viel zu wenig freie Plätze zur Verfügung stehen. Als einsatzkoordinierende Schule müssen wir dann auf entferntere Krankenhäuser zugreifen, was dann mit der meist nicht ausreichenden Mobilität der Auszubildenden kollidiert. Mein Vorschlag an das Landesministerium, auch ausgewählte Rehabilitationskliniken – nach intensiver Prüfung – als Einsatzort der stationären Akutpflege auszuweisen, wurde leider als nicht realisierbar bezeichnet. Erfahrungsgemäß besteht im Rehabereich eine große Bereitschaft, praktische Einsätze für die angehenden Pflegefachfrauen und –männer zu ermöglichen. Schade, dass diese Chance an behördlichen Hürden scheitert und sich ein Einsatz im rehabilitativen Bereich auf den kurzen „weiteren Einsatz“ in der Ausbildung begrenzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color has-link-color wp-elements-41dc7a581a5ecb5c125919db664df0fc">Generalistische Pflegeausbildung: Nachteil für die Altenpflege?</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Die generalistische Ausbildung eröffnet den Auszubildenden mehr berufliche Perspektiven, ermöglicht mehr Entscheidungsfreiheit in welchem Feld die Pflegefachfrauen /-männer schließlich arbeiten. Sehen Sie auch Nachteile der gemeinsamen (Grund-)Ausbildung – z.B. für die Altenpflege?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christian Horstmann:</strong> Die Idee der generalistischen Ausbildung fußt auf dem Grundsatz des lebenslangen Lernens. So erwerben die Teilnehmer/-innen mittels dieser Basisausbildung ein Fundament, auf dem es aufzubauen gilt. Und hier sehe ich ein Problem für alle Versorgungsbereiche: Es muss ein übersichtliches, ineinander verzahntes Fort- und Weiterbildungsprogramm geben, das den Pflegepersonen eine berufliche Qualifizierungsperspektive liefert. Hier sehe ich den Gesetzgeber in der Pflicht, zeitnah für solche Strukturen zu sorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachteile für die Altenpflege sehe ich darin, dass die Sogwirkung für Interessenten/-innen der Pflegeausbildung in einem Krankenhaus immer noch deutlich größer zu sein scheint, als dies für die Altenpflege der Fall ist. Hier spielt natürlich auch die mediale Präsenz des Krankenhausbereiches eine große Rolle. Aktuell nehme ich jedoch wahr, dass sich dies ggf. schleichend ändert, aber das müssen wir abwarten. Viele Senioreneinrichtungen – gerade im ländlichen Bereich – haben weiterhin viel zu wenig Zulauf an geeigneten Bewerbern/-innen. Natürlich hängt dies auch mit der Attraktivität eines potenziellen Arbeitgebers zusammen: Werden Auszubildende in der Pflege gut behandelt, werden sie dort auch die Ausbildung erfolgreich abschließen und später auch als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann das Team verstärken.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color has-link-color wp-elements-b2d9bb6cf6f13b09e7b7e5242489637a">Bürokratieabbau, Bürgerdienst, Gesundheitsunterricht</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Der Fachkräftemangel ist in Deutschland Dauerthema geworden, auch in der Pflege. Was braucht es aus Ihrer Sicht – der Sicht des Schulleiters – um mehr Menschen für die Ausbildung zur Pflegefachfrau /-mann zu gewinnen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christian Horstmann: </strong>Ausgehend von meiner eigenen Berufsbiografie, würde ich mir die Einführung eines verpflichtenden Sozialen Bürgerdienstes für alle jungen Frauen und Männer wünschen. Ich habe selbst – wie viele andere junge Männer damals auch – nur durch den Zivildienst Erstkontakt mit dem Pflegebereich erhalten, der meinen Wunsch weckte, eine Pflegeausbildung zu absolvieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die allgemeinbildenden Schulen halte ich ein Pflicht-Unterrichtsfach „Gesundheit, Pflege und Soziales“ für sinnvoll. Somit werden schon die Kinder und Jugendlichen an den Bereich heran geführt und verlieren die Hemmschwelle, sich mit einer möglichen Berufsperspektive im Pflegeberuf zu beschäftigen. In den letzten Jahren ist die Nachfrage an Ausbildungsplätzen durch Bewerber/-innen aus dem Ausland stark gestiegen. Ich bin beeindruckt von vielen Interessenten/-innen, die bereits ein hohes Sprachniveau mit sich bringen und meist sogar über einen in Deutschland anerkannten Fachhochschulabschluss verfügen. Leider erschwert die deutsche Bürokratie – u.a. auch aufgrund der föderalistischen Unterschiede – die Einreise dieser in der Regel hoch motivierten zukünftigen Kolleginnen und Kollegen.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<p class="has-black-color has-light-gray-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-44fcbe9a282f8bdb3fa7e831a3de0852 wp-block-paragraph"><em>Direkt am Hauptbahnhof von Lippstadt ist die <a href="https://www.esta-bw.de/schulen/lippstadt/">Pflegeschule der ESTA-Bildungswerk gGmbH</a> &#8211; zusammen mit dem angegliederten Zentrum für Aus-, Fort- und Weiterbildung &#8211; unter dem Dach der Lippstädter Akademie für Pflege und Gesundheit verortet. Nach einer umfassenden Modernisierung präsentiert sie sich in frisch renovierten, hellen, klimatisierten und modern ausgestatteten Räumlichkeiten – technisch auf dem neuesten Stand. Das Herzstück der Pflegeschule bildet das neue SkillsLab, über das sich Azubis und Kollegium besonders freuen.</em></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.esta-bw.de/schulen/lippstadt/"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/10/ESTA-Foto-Akademie-Lippstadt-Stand-Sept-16-1-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1914" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/10/ESTA-Foto-Akademie-Lippstadt-Stand-Sept-16-1-768x1024.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/10/ESTA-Foto-Akademie-Lippstadt-Stand-Sept-16-1-225x300.jpg 225w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/10/ESTA-Foto-Akademie-Lippstadt-Stand-Sept-16-1-1152x1536.jpg 1152w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/10/ESTA-Foto-Akademie-Lippstadt-Stand-Sept-16-1-1536x2048.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/10/ESTA-Foto-Akademie-Lippstadt-Stand-Sept-16-1-1320x1760.jpg 1320w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/10/ESTA-Foto-Akademie-Lippstadt-Stand-Sept-16-1-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Bei allen Bemühungen mehr Menschen für die Pflege zu begeistern – am Ende sind es pure Zahlen, die uns aktuell sagen: wir werden die angemessene Versorgung so wie bisher personell nicht stemmen können. Wir werden mehr Hilfsberufe benötigen, mehr nachbarschaftliches Engagement. Erwarten Sie, dass es eine Art Fachpflegefundament für alle geben wird, aber die Versorgung insgesamt in mehrere Assistenz- und Hilfsberufe zerfasert? Und dementsprechend Standards – z.B. die Pflege-Patient-Ratio weiter abgesenkt werden wird?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christian Horstmann:</strong> Auch die Einführung der generalistischen Pflegeausbildung, die zweifelsfrei ein wichtiger – jedoch dringend zu evaluierender &#8211; Schritt war, die Pflegeausbildung den sich wandelnden gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen, wird es allein nicht schaffen, die Zahl an ausgebildeten Pflegefachkräften zu erhöhen. Ein verstärkter Einbezug von pflegerischem Assistenzpersonal wird unumgehbar sein. Hier halte ich es jedoch für wichtig, bundeseinheitliche Vorgaben zu schaffen, um eine qualitativ hochwertige und einheitliche Assistenzausbildung zu erzielen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Herr Horstmann, ich danke Ihnen für Ihre Antworten. <br></p>
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		<title>MAGS (NRW) rechnet mit Etablierung der Übergangspflege in 2023</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Jul 2023 08:17:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem 01.01.2023 können Krankenhäuser in NRW eine Tagespauschale für Übergangspflege in Höhe von 237,50€ abrechnen. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) erwartet eine Etablierung&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/07/01/mags-nrw-rechnet-mit-etablierung-der-uebergangspflege-in-2023/">MAGS (NRW) rechnet mit Etablierung der Übergangspflege in 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 01.01.2023 können Krankenhäuser in NRW eine Tagespauschale für Übergangspflege in Höhe von 237,50€ abrechnen. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) erwartet eine Etablierung in der Fläche in diesem Jahr</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Übergangspflege als Entlassungspuffer</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übergangspflege im Krankenhaus ist im § 39e SGB V geregelt. Sie ist auf maximal 10 Tage beschränkt. Hintergrund ist, dass häufig nicht ausreichend Möglichkeiten der Weiterversorgung für Patienten vorhanden sind, die eigentlich entlassen werden sollten. Vor allem der Mangel an Kurzzeitpflegeplätzen führt immer wieder zu Versorgungsbrüchen, Drehtüreffekten und / oder zur Erlösminderung der behandelnden Klinik. Krankenhäuser haben nun die Möglichkeit, sich unter bestimmten Bedingung die Weiterversorgung eines eigentlich zu entlassenden Patienten vergüten zu lassen (Landesvertrag nach § 132m SGB V), quasi Kurzzeitpflege im Krankenhaus durchzuführen. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/06/29/kurzzeitpflege-verzweifelt-gesucht-uebergangspflege/">Eine Grundinformationen finden Sie hier.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Kurzzeitpflege soll gestärkt werden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Antwort vom 30.06.2023 teilte das Ministerium mit, dass die Übergangspflege in diesem Jahr etabliert wird. Dementsprechend soll 2024 eine erste Auswertung erfolgen. Auf Landesebene soll die Anzahl der Kurzzeitpflegeplätze erhöht werden. Dazu werden in Nordrhein-Westfalen Maßnahmen auf den Weg gebracht wie</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eine bessere Vergütung (30%) für Pflegeheime die ein bis zwei Plätze ausschließlich für Kurzzeitpflege vorhalten (sog. Fix/Flex-Regelung).</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Möglichkeit, Kurzzeitpflegepatienten in Pflegeheimen nach Pflegegrad 3 statt 2 abzurechnen.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Beibehaltung von Doppelzimmern in Pflegeheimen, auch wenn die Einzelzimmerquote von 80% unterschritten wird sofern ausschließlich Kurzzeitpflegegäste dort aufgenommen wurden.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Obergrenze von 80 Plätzen je Einrichtung darf überschritten werden, wenn zusätzlich je Dauerpflegeplatz ein Kurzzeitpflegeplatz geschaffen wird bis zu einer Maximalkapazität von 120 Plätzen.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Versorgungsprobleme nehmen zu</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Immer häufiger klagen gerade pflegende Angehörige über große Schwierigkeiten bei der Heimplatzsuche. Aber auch eine ambulante (Weiter-)Versorgung scheint immer öfter schwer zu finden. Der Fachkräftemangel schlägt auf die Versorgung durch – Anbieter kommen an die Grenzen, was ihnen leistbar ist und Kolleginnen und Kollegen aus der Pflege wissen allesamt von Situationen zu berichten, in denen diese Grenzen überschritten wurden und werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übergangspflege zu etablieren ist ein sinnvoller Schritt, ebenso wie das Angebot an Kurzzeitpflegeplätzen zu erhöhen. Allerdings pflegen weder Räume noch Betten Menschen. Auf eine ausreichende Anzahl von Pflegeprofis kommt es an, damit weder Übergangs- noch Kurzzeitpflege mehr ist, als ein „Aufheben“ bis zur nächsten Eskalation.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelbild: generiert via labs.openai</p>
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		<title>Achtung Überlieger: Kurzzeitpflege im Krankenhaus</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/12/11/achtung-ueberlieger-kurzzeitpflege-im-krankenhaus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Dec 2019 19:52:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[kurzzeitpflege]]></category>
		<category><![CDATA[modellprojekt]]></category>
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		<category><![CDATA[vdek]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Juni dieses Jahres meldete die Ärztezeitung: „Nordrhein-Westfalen erprobt neue Wege mit Kurzzeitpflege im Krankenhaus“. Im Dezember ging durch die Presse, dass Union und SPD einen Rechtsanspruch auf Kurzzeitpflege verankern&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2019/12/11/achtung-ueberlieger-kurzzeitpflege-im-krankenhaus/">Achtung Überlieger: Kurzzeitpflege im Krankenhaus</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Im Juni dieses Jahres meldete die Ärztezeitung: <a href="https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Pflege?nid=103732" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="„Nordrhein-Westfalen erprobt neue Wege mit Kurzzeitpflege im Krankenhaus“. (öffnet in neuem Tab)">„Nordrhein-Westfalen erprobt neue Wege mit Kurzzeitpflege im Krankenhaus“.</a> Im Dezember ging durch die Presse, dass <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/pflege-kurzzeitpflege-spahn-union-spd-1.4711754" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Union und SPD einen Rechtsanspruch auf Kurzzeitpflege (öffnet in neuem Tab)">Union und SPD einen Rechtsanspruch auf Kurzzeitpflege</a> verankern wollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im § 42 SGB XI heißt es zur Kurzzeitpflege: (1) Kann die häusliche Pflege zeitweise nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden und reicht auch teilstationäre Pflege nicht aus, besteht für Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 Anspruch auf Pflege in einer vollstationären Einrichtung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch der Mangel an Kurzzeitpflegeplätzen in Pflegeheimen hat dramatische Zustände erreicht. Vielerorts sind schlicht keine zu bekommen. Betroffene und Angehörige suchen vergeblich, stehen auf Wartelisten oder müssen &#8211; von wegen wohnortnaher Versorgung &#8211; weite Wege in Kauf nehmen, um einen solchen Platz zu bekommen. Und das, obwohl dieses Entlastungsinstrument grundsätzlich geeignet ist eine akute Überlastungssituation zu entzerren. Insbesondere bei den Herausforderungen, die eine Versorgung von Menschen mit Demenz mit sich bringen kann.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gesetz heißt es weiter, wann Kurzzeitpflege in Frage kommt ( § 42 SGB XI ):  1.<em> für eine Übergangszeit im Anschluß an eine stationäre Behandlung</em> des Pflegebedürftigen oder<br>2. in  sonstigen Krisensituationen, in denen vorübergehend häusliche oder  teilstationäre Pflege nicht möglich oder nicht ausreichend ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Man könnte also diese Aspekte betrachtend sagen, dass es doch nahe liegt die Kapazitäten der Krankenhäuser auch für Kurzzeitpflege zu nutzen.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Plätze werden als Puffer &#8222;eingestreut&#8220;</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Im nordrhein-westfälischen Modellvorhaben sollen nun zeitlich befristet Kurzzeitpflegeplätze in den Krankenhäusern eingestreut werden. Eingestreut bedeutet, dass es hierfür keine fest zugewiesenen Räumlichkeiten gibt (geben muss), sondern freie Betten mit Kurzzeitpflegepatienten belegt werden können wie sie eben vorhanden (frei) sind. Bislang haben rund 50 Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen Interesse am Projekt bekundet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hintergrund ist, dass auch in Krankenhäusern der Mangel an Kurzzeitpflegeplätzen &#8222;draußen&#8220; dazu führt, dass pflegebedürftige Patienten nicht &#8222;rechtzeitig&#8220; verlegt werden können. Die notwendige Krankenhausbehandlung ist also abgeschlossen &#8211; aber da kein Kurzzeitpflegeplatz zur Verfügung steht, kann der Patient nicht verlegt werden. &#8222;Überlieger&#8220; nennt man diese Patienten gerne. &#8222;Abflusstörungen&#8220; werden durch die Mitarbeiter des Entlassmanagements gemeldet, die heutzutage oft deutlich mehr Aufwand betreiben müssen die Entlassung vorzubereiten. Krankenhäuser sind grundsätzlich verpflichtet, die Weiterversorgung des Patienten sicherzustellen. </p>



<p class="has-text-color has-black-color wp-block-paragraph">Auf die Fragen: <br>Ist die Maßnahme Kurzzeitpflege in NRW durch Krankenhäusern auch mit der Intension entstanden, „zeitliche Puffer“ zu ermöglichen, so dass ggfs. bis zum Ende der Klinikkurzzeitpflege wohnortnah ein ambulanter Dienst zur Weiterversorgung gefunden werden kann oder ein Dauerpflegeplatz in einem Pflegeheim? Dient die Kurzzeitpflege im Krankenhaus also (auch) der Entschärfung sogenannter „blutiger Entlassungen“? antwortet Wilhelm Rohe <br> Referatsleiter Pflege beim Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) NRW denn auch am 11.12.19:</p>



<p class="has-text-color has-primary-color wp-block-paragraph"><em>&#8222;Der Übergang in die Kurzzeitpflege im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung scheitert häufig an fehlenden und nicht ausreichenden Versorgungskapazitäten in der Kurzzeitpflege. Hier ist seit  Jahren ein Rückgang der ausschließlich für Kurzzeitpflege nutzbaren Plätze festzustellen. Durch Kurzzeitpflege im Krankenhaus wird ein zeitlicher Puffer geschaffen der es den Beteiligten ermöglicht, die Weiterversorgung in der eigenen Häuslichkeit sowie den Übergang in die vollstationäre Pflege zu organisieren.&#8220; </em></p>



<h5 class="wp-block-heading">Kurzzeitpflege im Krankenhaus: neue Gefahr oder Chance für Menschen mit Demenz?</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Krankenhäuser sind nicht ausreichend auf Patienten mit Demenz vorbereitet. Der Mangel an Fachkräften ist eklatant, mancherorts gefährlich. Die Stationen sind häufig weder in Ausstattung noch räumlich auf die Erfordernisse eingerichtet. Hinzu kommt, dass Krankenhausmitarbeiter häufig nicht oder unzureichend auf den Umgang mit schwierigen Situationen mit Menschen mit Demenz vorbereitet sind. In &#8211; zumeist freiwilligen &#8211; Schulungen zum Thema wird häufig von &#8222;Wertschätzung&#8220; theoretisiert oder die Thematik auf rein pathologischer/ neurologischer Ebene behandelt, den Mitarbeitenden aber wenig konkretes &#8222;Handwerkszeug&#8220; vermittelt. Mehrminuten für die Betreuung von Menschen mit Demenz sind ohnehin nicht vorgesehen, was viele Fortbildungen gar nicht berücksichtigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen? Fixierungen mechanischer oder chemischer Natur, delirante Zustände entstehen oder werden nicht erkannt und behandelt, nach Entlassung schlechteres kognitives Leistungsniveau und schlechtere Selbstversorgungsfähigkeit als vor der Aufnahme, nosokomiale Infektionen, dauerhafte Übersiedlung ins Pflegeheim und andere. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn sich die Bedingungen &#8211; und dazu gehören in erster Linie gute Bedingungen für die Klinikmitarbeiter &#8211; für die Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus nicht verbessern: wie sollte dann ein längerer Krankenhausaufenthalt, auch wenn er sich Kurzzeitpflege nennt, zur Verbesserung seines Zustandes beitragen? </p>



<p class="wp-block-paragraph">(Nicht nur) Demenzbeauftragte im Krankenhaus sind bereits mit dem Anlaufen des Modellvorhabens Kurzzeitpflege im Krankenhaus  gefordert, sich für eine Verbesserung der Bedingungen einzusetzen. Dazu gehört vor allem auch die ehrliche Bestandsaufnahme, wie derzeit auf die besonderen Bedürfnisse und Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz in der Klinik reagiert wird. Sie müssen an Konzepten für Kurzzeitpflege im Krankenhaus für Menschen mit Demenz mitarbeiten dürfen, um diese gelingend zu gestalten. Denn, noch einmal  Wilhelm Rohe vom vdek NRW erläuternd: </p>



<p class="has-text-color has-primary-color wp-block-paragraph">&#8222;Bei Krankenhäusern mit „eingestreuter Kurzzeitpflege“ erfolgt die Versorgung im Regelfall durch das dort bereits vorhandene Pflegepersonal.&#8220;.  </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2019/12/couplehospital-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-268" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2019/12/couplehospital-1024x683.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2019/12/couplehospital-300x200.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2019/12/couplehospital-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"> Werden jedoch auch entsprechende Bedingungen für Menschen mit Demenz in der Kurzzeitpflege im Krankenhaus geschaffen, idealerweise verpflichtend zum Beispiel von einem Geriater und Fachpflegekräften begleitet und durch Betreuung flankiert, könnte sich aus dem Modellvorhaben tatsächlich auch für Menschen mit Demenz eine echte Chance entwickeln. Sie könnten länger im gleichen Team behandelt werden um herausforderndes Verhalten zu reduzieren und dabei auch Strategien zu entwickeln, die eine weitere Versorgung in der eigenen Häuslichkeit für pflegende Angehörige ermöglicht. Drehtüreffekte könnten vermieden werden, weil der Patient nicht (vor)schnell entlassen wird und sowohl dem eigenen Entlassmanagement als auch der sorgenden Familie die Möglichkeit geben, sich in der gebotenen Sorgfalt und Ruhe auf die Weiterversorgung zu konzentrieren und diese vorzubereiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hoffen wir, dass NRW nicht nur ein erfolgreiches Modellprojekt für die Kurzzeitpflege in Krankenhäusern im Allgemeinen schafft, sondern auch im Speziellen. Die Politik und die Kostenträger sind aufgerufen, auch in diesem Zusammenhang den besonderen Bedarf von Menschen mit Demenz in Vereinbarungen zu berücksichtigen. Nicht nur im Interesse der Patienten, sondern auch im Interesse der Klinikmitarbeiter. </p>
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