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	<title>misshandlung Archive -</title>
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		<title>Vorsicht Vollmacht: wenn Menschen mit und ohne Demenz alles verlieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Sep 2024 19:07:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/09/28/vorsicht-vollmacht-wenn-menschen-mit-und-ohne-demenz-alles-verlieren/">Vorsicht Vollmacht: wenn Menschen mit und ohne Demenz alles verlieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Menschen mit Demenz sind aufgrund ihrer Erkrankung besonders gefährdet, Opfer von Missbrauch zu werden. Ihre zunehmenden kognitiven Einschränkungen und die Schwierigkeiten, sich verbal auszudrücken, machen sie besonders verwundbar. Leider führt die Diagnose Demenz oft dazu, dass Außenstehende den Betroffenen ihre Glaubwürdigkeit absprechen. Dies schafft Raum für Missbrauch und Misshandlung. Betroffene können schwer geschädigt werden &#8211;  körperlich oder psychisch-emotional. Und vor allem auch finanziell.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele pflegende Angehörige übernehmen via Vollmacht Aufgaben, aber auch Rechte und Pflichten, die zwingend nötig sind um den Alltag und die Versorgung von Menschen mit Demenz organisieren und leisten zu können. Das ist aller Ehren wert und das gegenwärtige professionelle Versorgungssystem könnte die tagtäglich durch pflegende Angehörige erbrachte Leistung nicht kompensieren, fiele sie weg. So weit, so bekannt. Doch es gibt eben auch die andere Seite. Vollmachten werden von Angehörigen oder auch Dritten für den eigenen Vorteil zum Schaden der Betroffenen genutzt. <a href="https://www.vollmachtmissbrauch.de/">Rechtsanwältin Hilda Winnebeck hat sich mit ihrer Initiative dem Thema Vollmachtmissbrauch verschrieben</a>. Sie stellt wichtige Informationen bereit, um Menschen zu sensibilisieren und Betroffene zu unterstützen. Denn in vielen Fällen wird der Missbrauch durch die Vollmacht der Betroffenen erst möglich.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-secondary-color has-text-color has-link-color wp-elements-7b5d6645a814066a45092f1aa6b83498"><strong>Von der Vollmacht zur Ausbeutung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Aspekt des Missbrauchs ist die Ausnutzung von Vollmachten. Oft geht es dabei nicht nur um das Vermögen der Betroffenen, sondern auch um Leistungen aus der Pflegeversicherung. Für die Senioren kann dies gravierende Folgen haben – bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen, wenn notwendige pflegerische oder medizinische Versorgung verweigert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Problem ist erschreckend groß, doch bleibt es in den meisten Fällen unsichtbar. In Deutschland gibt es keine genauen Statistiken über das Ausmaß dieses Missbrauchs. Nur Berlin hat bislang eine spezialisierte Dienststelle beim Landeskriminalamt (LKA), die sich mit der Bekämpfung und Prävention von Vollmachtmissbrauch befasst. Das Dunkelfeld ist daher hoch.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-secondary-color has-text-color has-link-color wp-elements-536a42363bfce50cef3afa2012dff8c9"><strong>Ein vertrautes Bild für Pflegefachpersonen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pflegefachpersonen kennen diese Szenarien gut: Während eines Krankenhausaufenthalts oder einer Kurzzeitpflege wird plötzlich die Wohnung einer pflegebedürftigen Person gekündigt und ausgeräumt – ohne deren Zustimmung bzw. obwohl Patienten eindeutig äußern, wieder nach Hause zu wollen. Oder in der Langzeitpflege werden wichtige Dinge wie feste Schuhe, ein Hörgerät oder die Brille werden verweigert mit dem Hinweis auf die Kosten. Die Teilnahme an Aktivitäten wie Ausflügen oder Friseurbesuchen wird mit den Worten „Lohnt doch nicht mehr“ abgetan. Besonders in der häuslichen Pflege treten häufig innerfamiliäre Konflikte zutage, bei denen es letztlich oft um das Vermögen der Pflegebedürftigen geht. Natürlich bedeuteten nicht jede Ablehnung oder jeder Konflikt, dass hier eine Vollmacht missbraucht wird. Trotzdem sollten und müssen auch Pflegefachpersonen wachsam bleiben und die ihnen anvertrauten Menschen vor Missbrauch schützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-secondary-color has-text-color has-link-color wp-elements-f9a51a36b5fde5331c5cbf9badbf478a"><strong>Vollmachtmissbrauch folgt einem Muster</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl der Ablauf eines solchen Missbrauchs variieren kann, lässt sich dennoch ein typisches Muster erkennen.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/09/infokastenkontrollbetreuer.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/09/infokastenkontrollbetreuer-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2516" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/09/infokastenkontrollbetreuer-1024x1024.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/09/infokastenkontrollbetreuer-300x300.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/09/infokastenkontrollbetreuer-150x150.jpg 150w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/09/infokastenkontrollbetreuer-768x768.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/09/infokastenkontrollbetreuer.jpg 1120w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<p class="has-highlight-color has-text-color has-link-color wp-elements-12b8182166ad90e29e3a9faaf93df167 wp-block-paragraph"><strong>Phase 1: Das hilfsbereite Auftreten.</strong> Zunächst geben sich die Missbrauchenden betont hilfsbereit, oft auch in Bereichen, in denen die betroffene Person noch gar keine Unterstützung benötigt. Eine (Über-)Fürsorglichkeit wird regelrecht zur Schau gestellt. </p>
</div>
</div>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-highlight-color has-text-color has-link-color wp-elements-c7157f77fdddfbd8ea120d5dce25ad76"><strong>Phase 2: Die Isolation.</strong> In dieser Phase wird das Opfer systematisch von seinem sozialen Umfeld abgeschottet. Die Pflegebedürftigen werden von früheren Vertrauenspersonen entfremdet, um die Kontrolle der Missbrauchenden zu festigen. Pflegefachpersonen können in dieser Phase beispielsweise gebeten werden, keine Telefonate oder Besuche von Familienmitgliedern zuzulassen.</li>



<li class="has-highlight-color has-text-color has-link-color wp-elements-a7352b4ada2fff0ae641b5d8e7c4f8dc"><strong>Phase 3: Die Ausbeutung.</strong> Sobald die Betroffenen isoliert sind, nutzen die Missbrauchenden ihre Vollmacht – meistens für finanzielle Zwecke. Häufig werden auch lebenswichtige Hilfsmittel wie Brillen oder Hörgeräte gezielt zurückgehalten, um die Pflegebedürftigen weiter zu schwächen.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading has-secondary-color has-text-color has-link-color wp-elements-d12eb1a3076c19ffd24302a907ca5080"><strong>Wachsam bleiben und handeln</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wichtig, dass Pflegefachpersonen solche Muster erkennen. Häufig wissen jedoch auch gestandene Pflegeprofis nicht, an wen sie sich wenden können, wenn sie den Missbrauch einer Vollmacht feststellen und haben z.B. von der Möglichkeit, eine Kontrollbetreuung bei Gericht anzuregen, nie gehört. Dabei ist es wichtig zu erkennen, dass man Geschehnissen keineswegs hilflos &#8222;zusehen&#8220; muss, die offensichtlich zum Schaden von Pflegebedürftigen sind. Pflegefachpersonen können und sollten hier ihre Vorgesetzen in die Pflicht nehmen, sie zu unterstützen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Erste Informationen zur Missbrauchsthematik finden Interessierte auf der Webseite <a href="http://www.vollmachtmissbrauch.de">www.vollmachtmissbrauch.de</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/09/28/vorsicht-vollmacht-wenn-menschen-mit-und-ohne-demenz-alles-verlieren/">Vorsicht Vollmacht: wenn Menschen mit und ohne Demenz alles verlieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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		<item>
		<title>Staatsanwaltschaft ermittelt: Gewalt gegen Pflegeheimbewohnerin in Berlin gefilmt</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/07/09/staatsanwaltschaft-ermittelt-gewalt-gegen-pflegeheimbewohnerin-in-berlin-gefilmt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jul 2024 16:10:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[altenpflege]]></category>
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		<category><![CDATA[berliner staatsanwaltschaft ermittelt gegen altenpflegerin]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[gewalt in berliner pflegeheim]]></category>
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		<category><![CDATA[heimlich gefilmt im pflegeheim]]></category>
		<category><![CDATA[misshandlung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt wegen einer möglichen Misshandlung durch eine Mitarbeiterin eines Pflegeheims. Videomaterial, welches die Angehörigen zur Verfügung gestellt haben, sollen die Tat belegen. Ein schlimmer Verdacht und gebrochenes&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt wegen einer möglichen Misshandlung durch eine Mitarbeiterin eines Pflegeheims. Videomaterial, welches die Angehörigen zur Verfügung gestellt haben, sollen die Tat belegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein schlimmer Verdacht und gebrochenes Vertrauen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Angehörige die jemanden in ein Heim geben, müssen sich auf die Professionalität der dortigen Mitarbeiter verlassen können. Das erfordert einen Vertrauensvorschuss – den Pflegende jeden Tag hunderttausendfach rechtfertigen. In diesem Wissen gaben auch Michaela G.* und ihre Schwester die an einer Demenz leidende Mutter in ein Pflegeheim im Stadtteil Grunewald.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch bald sahen sich die Angehörigen in ihrem Vertrauen erschüttert. Sowohl durch den Umgangston und die Atmosphäre die im Heim herrschte, als auch durch nicht erklärbare Blessuren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein schwieriger Schritt – und das Protokoll eines Übergriffs</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das führte im Dezember 2023 dazu, dass sich Tochter Michaela zu einem problematischen Schritt entschloss: im Zimmer der Mutter wurde eine versteckte Kamera platziert. Was die Aufnahmen zeigen, schildert die Tochter so:</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img decoding="async" width="604" height="1007" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/07/geschnittenessenzwingen-1.jpg" alt="" class="wp-image-2459" style="width:208px;height:auto" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/07/geschnittenessenzwingen-1.jpg 604w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2024/07/geschnittenessenzwingen-1-180x300.jpg 180w" sizes="(max-width: 604px) 100vw, 604px" /></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Eine Mitarbeiterin der Pflege ist auf den Aufnahmen zu sehen. Sie versucht der im Rollstuhl sitzenden alten Dame Medikamente (oder ein Medikament – Tablettenform) zu verabreichen. Die Mutter möchte die Medikamente nicht nehmen. Das wird spätestens dann sehr deutlich, als die Mitarbeiterin – nennen wir sie Anita H.*, einen Tabletten-Joghurt-Mix auf einem Löffel ohne vorherige Ankündigung Richtung Mund der alten Dame führt. Diese schiebt den schnell auf ihr Gesicht zukommenden Arm energisch weg. Die Heimmitarbeiterin stutzt einen Augenblick, schaut dann der alten Dame direkt ins Gesicht: „Da sind Ihre Schmerztabletten drin!“. Die Seniorin schüttelt den Kopf.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Erneut versucht die Mitarbeiterin des Pflegeheims trotzdem, den Löffel in den Mund der Frau zu stecken. Wieder wehrt sich die Seniorin. Mitarbeiterin Anita H. versucht es trotzdem weiter. Zunächst in dem Sie mit der Hand mit dem sie den Joghurtbecher hält versucht, den abwehrenden Arm nach unten zu drücken und mit der anderen Hand das Joghurt-Tabletten-Gemisch doch noch in den Mund der alten Dame zu zirkeln. Es gelingt nicht. Die Mitarbeiterin stellt daraufhin den Joghurt zur Seite um mit der freien Hand den noch beweglichen, abwehrenden Arm der alten Dame zu fixieren. Den anderen Arm kann die Pflegebedürftige aufgrund einer Erkrankung nicht nutzen, um sich gegen den Übergriff zu wehren. So gelingt es schließlich, der alten Dame doch noch den Löffel in den Mund zu stecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sofort danach wendet sich Anita H* ab. Michaela G.`s Mutter jedoch greift sich zum Mund als ihre Hand wieder frei ist. Ob sie die Tablette(n) wieder herausnimmt, ist nicht klar zu sehen. Sehr wohl zu sehen ist, wie die offenbar frustrierte Mitarbeiterin die alte Dame im Vorbeigehen mit der rechten Hand gegen den Kopf stößt, angeblich mit dem Zusatz: „Blöde Kuh!“. Dann wendet sich die Mitarbeiterin glücklicherweise anderen Aufgaben zu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erst zur Aufsichtsbehörde &#8211; dann online-Anzeige</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Töchter sind entsetzt. Es sollen auch Fotos von Blessuren existieren, die der Mutter in der Einrichtung zugefügt wurden. Auch von weiteren aggressiven Handlungen und Beleidigungen im Rahmen der pflegerischen Versorgung ist die Rede. Anbrüllen und Demütigungen beim Ankleiden mit Sätzen wie <em>„Ich habe so die Schnauze voll von Dir!“</em> oder <em>„Bist Du blöde oder was?</em>“ werden in der Anzeige vom 04. Februar 2024 geschildert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor hatten sich die Töchter bereits an die zuständige Aufsichtsbehörde – die Heimaufsicht beim Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin – gewandt. Dort sei man derart schrill und regelrecht wütend in erster Linie belehrt worden wegen der heimlichen Filmaufnahmen, dass sich die Angehörigen verschreckt zurückzogen. Der Umstand des „illegalen Filmens“ habe bei der zuständigen Mitarbeiterin der Heimaufsicht riesige Empörung ausgelöst, so dass man nicht gewagt habe die notwendigen konkreten Daten dort mitzuteilen, so die Tochter. Seitens der Heimaufsicht passierte also erstmal nichts weiter. Die Töchter fanden schließlich eine Senioren-Wohngemeinschaft und zogen mit fristloser Kündigung ihre Mutter aus dem Pflegeheim aus. Als die eigene Mutter in Sicherheit war, erstattete Tochter Michaela schließlich Anzeige.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Anzeige im Februar &#8211; Staatsanwaltschaft ermittelt noch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. Februar war Michaela G.* als Zeugin zur Vernehmung bei der Polizei, händigte Video und Fotos aus, welche die Misshandlungen belegen sollen. Seitdem ermittelt die Staatsanwaltschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Nachfrage vom 09.Juli d.J. durch demenz-zeitung.de teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass das Videomaterial derzeit ausgewertet werde. Es sei zudem aktuell Gegenstand der Ermittlungen, ob es sich bei der beschuldigten Heimmitarbeiterin um eine Pflegefachfrau oder eine Hilfskraft handelt. Wann die Ermittlungen voraussichtlich zu einem Abschluss kommen werden, vermochte man aktuell nicht mitzuteilen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-highlight-color has-text-color has-link-color wp-elements-8853293b9ce6a1a166aafa6246331fbe">Update 09/09/24</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischenzeitlich liegen Informationen zum Fall vor, wonach</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>die zuständige Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von 1000.- Euro von der Beschuldigten fordert. Zahlt die Beschuldigte innerhalb der von der Staatsanwaltschaft gesetzten Frist, wird das Strafverfahren eingestellt. Ansonsten wird es zum Prozess kommen.</li>



<li>Das Ermittlungsverfahren gegen eine der Angehörigen wegen des Aufstellens der Kamera, wurde eingestellt. </li>



<li>Die Angehörigen haben über das Strafverfahren hinaus die Möglichkeit, Ansprüche auf Schadensersatz / Schmerzensgeld geltend zu machen und / oder ggfs. einen Täter-Opfer-Ausgleich anzustreben. Ob die Angehörigen das anstreben, ist noch offen. </li>
</ul>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>*alle Namen im Artikel wurden geändert</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/07/09/staatsanwaltschaft-ermittelt-gewalt-gegen-pflegeheimbewohnerin-in-berlin-gefilmt/">Staatsanwaltschaft ermittelt: Gewalt gegen Pflegeheimbewohnerin in Berlin gefilmt</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de"></a>.</p>
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