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	<title>hospiz Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>Demenz im Hospiz: Beruhigungsmittel können das Sterberisiko erhöhen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2025 14:53:42 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/11/14/demenz-im-hospiz-beruhigungsmittel-koennen-das-sterberisiko-erhoehen/">Demenz im Hospiz: Beruhigungsmittel können das Sterberisiko erhöhen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein Hospiz soll am Lebensende vor allem eines bringen: Ruhe, Linderung und Würde erhalten – auch für Menschen mit Demenz. Um Unruhe, Angst oder Delir zu dämpfen, wird auch in Hospizen bzw. der Palliativversorgung auch zu Benzodiazepinen und Antipsychotika gegriffen. Eine aktuelle US-Studie legt jetzt nahe: Genau diese Medikamente können das Sterberisiko im Hospiz für Menschen mit Demenz deutlich erhöhen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neuverordnungen im Hospiz</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das Forschungsteam um Lauren Gerlach von der University of Michigan hat die Daten von über 139.000 Bewohnerinnen und Bewohnern US-amerikanischer Pflegeheime ausgewertet, die zwischen 2014 und 2018 neu in ein Hospiz aufgenommen wurden. Alle hatten eine Alzheimer-Demenz oder eine verwandte Form und in den sechs Monaten vor der Hospizaufnahme weder Benzodiazepine noch Antipsychotika erhalten.<br>Im Fokus der Forscher stand die Frage: Was passiert, wenn diese Medikamente erst nach Beginn der Hospizversorgung neu angesetzt werden? Sie verglichen mit Menschen mit Demenz im Hospiz, die diese Mittel nicht bekamen. Die Forschenden verfolgten den Verlauf über 180 Tage nach Hospizaufnahme.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wichitge Erkenntnisse</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Auswertung zeigt mehrere Befunde, die aufhorchen lassen. Knapp die Hälfte der Menschen mit Demenz (48 Prozent) erhielt nach Aufnahme ins Hospiz erstmals ein Benzodiazepin, 13 Prozent bekamen neu ein Antipsychotikum verordnet. Die meisten dieser Verordnungen erfolgten bereits in den ersten Tagen nach Hospizaufnahme. Gleichzeitig lag die durchschnittliche Hospizdauer bei über 130 Tagen – viele Patientinnen und Patienten befanden sich also nicht in den letzten Tagen oder Wochen ihres Lebens. Beim Blick auf die Sterblichkeit über sechs Monate zeigte sich: Wer im Hospiz neu ein Benzodiazepin erhielt, hatte ein um 41 Prozent erhöhtes Risiko, innerhalb von 180 Tagen zu sterben, verglichen mit sehr ähnlichen Personen ohne Benzodiazepin. Bei neu angesetzten Antipsychotika lag das erhöhte Sterberisiko immer noch bei 16 Prozent.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<div class="infobox infobox-medikamente" style="background-color:#e6f3ff; border-left:4px solid #4a90e2; padding:12px 16px; margin:16px 0;">
  <h3>Was sind Benzodiazepine und Antipsychotika?</h3>
  <p>
    Benzodiazepine sind Medikamente zur Beruhigung und Angstlösung, zum Beispiel
    Lorazepam (Ativan) oder Diazepam (Valium).
  </p>
  <p>
    Antipsychotika wie Haloperidol (Haldol) oder Olanzapin (Zyprexa) werden häufig
    bei starker Unruhe, Halluzinationen oder aggressivem Verhalten eingesetzt.
  </p>
</div>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Mögliche Erklärungen – und Grenzen der Studie</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Daten beantworten nicht alle Fragen, sie zeigen zunächst „nur“, dass Neuverordnungen dieser Medikamente mit einer höheren Sterblichkeit einhergehen. Dafür kommen mehrere Erklärungen infrage. Zum einen könnte ein Indikations-Bias vorliegen: Menschen, die besonders schwer krank, stark unruhig oder insgesamt stärker belastet sind, erhalten eher Benzodiazepine oder Antipsychotika – sie hätten möglicherweise auch ohne diese Medikamente ein höheres Sterberisiko. Zum anderen spielen die bekannten Risiken der Substanzen selbst eine Rolle: Sedierung, Stürze, Aspirationspneumonien oder Herz-Kreislauf-Effekte könnten tatsächlich zur erhöhten Sterblichkeit beitragen. Hinzu kommt, dass Versorgungsmuster sehr unterschiedlich sind. In einigen Hospizen scheinen Benzodiazepine und Antipsychotika eher „Standard“ im Rahmen eingespielter Routinen zu sein, während andere Einrichtungen diese Mittel deutlich zurückhaltender und stärker individuell abgewogen einsetzen.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://amzn.to/441c7ne"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/11/SchreiCoverWerbung-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3250" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/11/SchreiCoverWerbung-683x1024.jpg 683w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/11/SchreiCoverWerbung-200x300.jpg 200w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/11/SchreiCoverWerbung-768x1152.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/11/SchreiCoverWerbung.jpg 1024w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Amazon-Affiliate-Link</figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Auch wenn die Studie im US-System mit Medicare-Daten durchgeführt wurde, ist die Botschaft für die Versorgung von Menschen mit Demenz allgemein relevant:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Benzodiazepine und Antipsychotika sind in der Versorgung von Menschen mit Demenz Hochrisiko-Medikamente.</li>



<li class="has-medium-font-size">Risiken und Nutzen müssen stets besonders sorgfältig abgewogen werden, insbesondere wenn ein Versterben nicht in Kürze zu erwarten ist.</li>



<li class="has-medium-font-size">Nicht-medikamentöse Maßnahmen sollten immer zuerst ausgeschöpft werden: Schmerzbehandlung, Nähe und Begleitung, Anpassung der Umgebung, Deeskalation, klare Tagesstruktur, Musik, vertraute Rituale usw., gut geschulte Pflegefachpersonen sind hier entscheidend. </li>



<li class="has-medium-font-size">Wenn Medikamente nötig sind, sollten Dosis und Dauer so gering wie möglich gehalten und engmaschig überprüft werden.</li>
</ul>
</div>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die neue Studie von Gerlach und Kolleg:innen macht deutlich: Häufig eingesetzte Medikamente wie Benzodiazepine und Antipsychotika können bei Menschen mit Demenz im Hospiz mit einem deutlich erhöhten Sterberisiko verbunden sein. Das zwingt nicht zum kategorischen Verzicht – aber zu einer sehr bewussten, gut begründeten und regelmäßig überprüften Verordnung.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <br><a href="https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2840039">Gerlach LB, Zhang L, Kim HM, Teno J, Maust DT. Benzodiazepine or Antipsychotic Use and Mortality Risk Among Patients With Dementia in Hospice Care. JAMA Network Open. 2025;8(10):e2537551. doi:10.1001/jamanetworkopen.2025.37551</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
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		<title>Palliative Begleitung bei Menschen mit Demenz</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/07/10/palliative-begleitung-bei-menschen-mit-demenz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Jul 2023 19:30:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das ist der Titel des Buchs von Tanja Frank. Die Autorin ist unter anderem Krankenschwester, Pain Nurse Plus und Mitglied der Expertenrunde Curriculum „Palliative Praxis“ der Robert-Bosch-Stiftung. Professionelle palliative Begleitung&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/07/10/palliative-begleitung-bei-menschen-mit-demenz/">Palliative Begleitung bei Menschen mit Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das ist der Titel des Buchs von Tanja Frank. Die Autorin ist unter anderem Krankenschwester, Pain Nurse Plus und Mitglied der Expertenrunde Curriculum „Palliative Praxis“ der Robert-Bosch-Stiftung.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Professionelle palliative Begleitung und Demenz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch ist bei <a href="https://schluetersche.de/">schlütersche</a> 2021 erschienen und umfasst 240 Seiten. Unterteilt in 11 Kapitel beginnt das Buch mit der was Palliative Geriatrie ist und schon früh macht die Autorin die entscheidende Frage deutlich: wer braucht wann wovon wie viel? Ein weiterer Fokus des Buchs liegt auf der Rolle verschiedener Mitglieder der sorgenden Umgebung – der pflegenden Angehörigen ebenso wie den beruflich Pflegenden und Betreuenden im Krankenhaus oder der ambulanten Versorgung.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Demenz – im Westen nichts Neues</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ab Seite 39, im Kapitel *<a href="https://amzn.to/3PJuuqC">„Demenz – Begleitung am Lebensende“</a>, hatte ich erwartet eine oder mehrere Besonderheiten zu finden. Palliative Versorgung im Zusammenhang mit Menschen mit Demenz erläutert zu bekommen. Das geschieht auch, bleibt aber in Selbstverständlichkeiten und bereits sattsam bekannten Informationen stecken.  Wenn die Autorin etwa schreibt (S. 46) „Verlässliche Bezugspersonen sind ebenso wichtig wie einfache Regeln und die Beibehaltung liebgewonnener Gewohnheiten, eine sichere und überschaubare Umgebung.“ – dann ist das wahr, aber bereits 1000fach in anderen Publikationen nachzulesen. Die Zwischenüberschrift auf der nächsten Seite (3.1.2.) lautet denn auch „Die Pflege / Betreuung muss sich anpassen“. Wer hätte das gedacht? Weitere „Binsenweisheiten“ in Sachen Demenz reproduziert die Autorin das bis Seite 78 in Sachen Demenz, ohne dass ein besonderer / spezieller Bezug zum Thema palliative Begleitung für mich erkennbar wäre. In diesem Buchteil findet der/die demenzerfahrene LeserIn jedenfalls nichts, was er nicht schon woanders gelesen, in Schulungen erfahren oder auf Vorträgen gehört hat und gängiges Wissen und Praxis im Umgang ist oder sein sollte.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Besondere Symptome – besonderer Umgang</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">

</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Besser wird es auf den anschließenden Seiten, im Kapitel „Pflegerischer Umgang mit besonderen Symptomen“. Vor allem deshalb, weil Frank hier Verhalten von Menschen mit Demenz in seinen Kontext setzt, deutlich macht, dass Betroffene stets Gründe für ihr Verhalten haben – mag es uns herausfordernd erscheinen oder nicht. Zwar ist für mich auch hier kein Bezug zu einer besonderen palliativen Situation zu erkennen, sondern es werden wiederum mehr oder minder bekannte Vorgehensweisen im Umgang mit Menschen mit Demenz, Alten, Kranken, Pflegebedürftigen dargestellt – aber zumindest hier können die Leserinnen und Leser sicherlich die ein oder andere Maßnahme entdecken, die ihnen nicht bekannt war oder schon lange nicht mehr praktisch angewandt wurde, z.B. Fersenhalten oder Nestbildung bei der Lagerung. </p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Ab Seite 98 schließlich (Schmerzerfassung / -einschätzung) gewinnt das Buch noch einmal: zwar dürften Demenzprofis mindestens die BESD ohnehin bekannt sein. Aber es ist gut dem Thema den nötigen Raum zu geben und auch weitere Methoden darzustellen und kennenzulernen, sowie die Therapie von Schmerzen wiederum intensiv zum Thema zu machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Die Sterbephase</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ab Seite 155 geht es schließlich um das Sterben an sich. Von den Anzeichen des nahen Todes bis zur Frage, wie lang mit Infusionen und Sauerstoffgaben was genau erreicht werden kann gibt es hier wiederum gute und interessante Anteile, wobei es zwischendurch auch etwas abgleitet in Sätze wie „Der Mensch verstirbt. Den Zeitpunkt wählt er selbst, mal im Beisein einer anderen Person, mal allein.“. Vermutlich soll die Zuschreibung des willentlichen finalen Versagens von lebenswichtigen Organen einfach tröstlich klingen. Themen wie Trauer, Patientenverfügung und Selbstpflege (mit kleinen Übungen) führen schließlich zum Ende des Buchs.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Mein Fazit:</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Erfahrene Pflegefachpersonen mit Demenz-Spezialisierung benötigen das Buch eher nicht. Der Erkenntnisgewinn ist aus meiner Sicht zu gering im Verhältnis zum Preis. Was das Buch vom Titel her für mich suggeriert, löst es in meinen Augen nicht vollumfänglich ein. Mir fehlt das spezifische. Das Wort „Demenz“ könnte in weiten Teilen komplett wegfallen – trotzdem wären die Informationen und Hinweise wichtig und genauso richtig wie eben mit dem Wort Demenz. Betreuungskräfte oder auch Berufsanfänger in der Pflege jedoch können *<a href="https://amzn.to/3PJuuqC">viel aus dem Werk mitnehmen</a>: es bietet obwohl ein kompaktes und ordentlich strukturiertes Basiswissen rund ums Thema Demenz, als auch einige Informationen zum Thema Sterben bzw. zur palliativen Begleitung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade auf die Rolle der Angehörigen und einen angemessenen und würdigen Umgang zu achten und konkret darauf zu schauen, wie sich das in der Praxis verwirklichen lässt – da hält das Buch einige gute Anregungen und Hinweise bereit. Pflegende Angehörige können sich ggfs. durch einige der Inhalte überfrachtet fühlen, vielleicht auch „ohnmächtig“ an der ein oder anderen Stelle, weil ihr Einfluss auf pflegerische Handlungsweisen nicht unbedingt allzu groß ist, z.B. aufgrund des Zeit- und Personalmangels bei den professionellen Dienstleistern.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-light-gray-background-color has-background wp-block-paragraph"><em>*Auf dieser Webseite / in diesem Artikel sind bei einigen Links zu Produkten – Büchern z.B., sog. Amazon-Affiliate-Links gesetzt und mit Stern * gekennzeichnet. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen: für den Käufer ändert sich nicht, jedoch bekomme ich eine kleine Werbekostenerstattung.</em></p>



<p class="has-white-color has-accent-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><strong><a href="https://amzn.to/3PJuuqC">Palliative Begleitung bei Menschen mit Demenz: Professionell begleiten, einfühlsam kommunizieren, kompetent handeln (Pflege Praxis)</a> Taschenbuch – 25. Oktober 2021 von Tanja Frank; ISBN 3842608667; <a href="https://schluetersche.de/">schluetersche</a>. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Titelfoto: RDNE Stock project on pexels</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Suche nach einem guten Buch mit Aktivierungsideen? <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/06/23/buch-aktivieren-rund-ums-jahr/">Eins finden Sie hier.</a> </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/07/10/palliative-begleitung-bei-menschen-mit-demenz/">Palliative Begleitung bei Menschen mit Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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