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	<title>Digitalisierung Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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	<title>Digitalisierung Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>Pflegeheim: unzufrieden mit Roboter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jan 2025 09:29:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>n einem Mannheimer Pflegeheim wurde der soziale Roboter &#8222;Pepper&#8220; eingeführt, um das Pflegepersonal zu unterstützen. Allerdings zeigt sich, dass &#8222;Pepper&#8220; derzeit keine spürbare Entlastung bietet. Der Roboter kann einfache Aufgaben&#8230;</p>
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<p class="wp-block-paragraph">n einem Mannheimer Pflegeheim wurde der soziale Roboter &#8222;Pepper&#8220; eingeführt, um das Pflegepersonal zu unterstützen. Allerdings zeigt sich, dass &#8222;Pepper&#8220; derzeit keine spürbare Entlastung bietet. Der Roboter kann einfache Aufgaben wie das Vorlesen von Nachrichten oder das Spielen von Musik übernehmen, jedoch fehlen ihm die Fähigkeiten für komplexere Pflegetätigkeiten. Zudem erfordert seine Bedienung zusätzlichen Aufwand vom Personal. Experten betonen, dass technische Hilfsmittel wie &#8222;Pepper&#8220; zwar Potenzial haben, aber aktuell noch keine Lösung für den Fachkräftemangel in der Pflege darstellen. <a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-mannheim-sozialer-roboter-noch-keine-entlastung-im-pflegeheim-100.html">Quelle: Tagesschau.</a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier zeigt sich einmal deutlich, dass Unterhaltungselektronik mit menschlichem Aufbau keineswegs zur Entlastung Pflegender beitragen. Es entsteht zusätzlicher Aufwand. Keine Pflegefachperson muss befürchten, durch solch ein Gerät ersetzt zu werden. Jedenfalls nicht in absehbarer Zeit. Erst wenn ein gewisser Grad an Autonomie gewährleistet ist, neben weiteren Aspekten, können Roboter zur Entlastung von Pflegenden beitragen. Lesen Sie hierzu auch das <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/06/15/roboter-in-pflege-und-betreuung-moeglichkeiten-und-grenzen/">Interview mit Professor Bendel: Möglichkeiten und Grenzen. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Vorstellung: Digitalisierung in der Altenpflege</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/10/23/vorstellung-digitalisierung-in-der-altenpflege/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 11:46:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Reihe essentials von Springer ist „Digitalisierung in der Altenpflege“ von Ronald Deckert, Ingolf Rascher und Heinrich Recken im September 2022 erschienen. Essentials – ein verdichteter Auszug Wichtig vorab&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/10/23/vorstellung-digitalisierung-in-der-altenpflege/">Vorstellung: Digitalisierung in der Altenpflege</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">In der Reihe essentials von Springer ist „Digitalisierung in der Altenpflege“ von Ronald Deckert, Ingolf Rascher und Heinrich Recken im September 2022 erschienen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-8f2d451aa691505c5bb0b81a64ff66b8">Essentials – ein verdichteter Auszug</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">

</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Wichtig vorab zu wissen: bei der Reihe essentials handelt es sich um konzentrierte Wissensbausteine in kompakter Darstellung. Im Buch selbst wird angegeben, dass diese Reihe dazu dient</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>in ein aktuelles Thema aus dem eigenen Fachbereich einzuführen,</li>



<li>einen Einstieg in ein dem Leser unbekanntes Themenfeld zu bieten oder</li>



<li>einen Einblick zu gewinnen, um bei einem Thema mitreden zu können.</li>
</ul>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei lediglich 64 Seiten wäre mehr auch zuviel erwartet. Schließlich fallen bereits Broschüren zum Thema oft umfangreicher aus, ohne knapp 15€ (Taschenbuch) zu kosten.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-c5563524fe2bee74ca7d2f0d8fe3b933">Menschen, Dienstleistungen und Ihre Beziehung zu Maschinen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten beiden Kapitel befassen sich in erster Linie mit Begriffsklärungen und der Historie, sowie mit Entwicklungen – bei denen selbstverständlich der Mensch im Mittelpunkt stehen sollte. Das bedeutet auch, worauf richtigerweise hingewiesen wird, dass die Digitalisierung neue Wege und Chancen zur Teilhabe bietet. Kapitel 3 und 4 heben die Besonderheiten der Dienstleistung Altenpflege hervor und beschreiben die vielschichtige, komplexe Lage im Pflegegeschehen. Anwendungsgebiete wie die Pflegedokumentation, Sturzerkennung aber auch Bedingungen der Implementierung und natürlich der Nutzen werden dargestellt. Und auch – natürlich – „Pepper“ bekommt seinen eigenen Text als humanoider Roboter in der Pflege. Allerdings muss hier „Pflege“ wirklich als Branche gelesen werden und weit gefasst werden. Die Schaffung der technischen Voraussetzungen sowie der Qualifizierung runden das vorletzte Kapitel ab, bevor es zum Ausblick (ab S. 41) geht. Dieser fällt kaum erwähnenswert allgemein und sehr kurz aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color has-link-color wp-elements-5533283d7eb43a01eb731df5894a130c">Digitalisierung der Altenpflege – ohne Pflege</h2>



<p class="wp-block-paragraph">*<a href="https://amzn.to/45HITHZ">Man merkt dem kleinen Büchlein an</a>*, dass die pflegerische Perspektive fehlt und Außen vorgeblieben ist. Die Autoren sind keine Pflegeprofis – und so liest es sich auch. Pflegefachpersonen, die nicht generell erstmals ins Thema einsteigen oder als Projektbeauftragte entsprechend tätig sind bzw. werden, sollten sich – auch angesichts des Preises – meiner Meinung <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/06/15/roboter-in-pflege-und-betreuung-moeglichkeiten-und-grenzen/">nach weiter zum Thema umsehen</a>, statt hier zuzugreifen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/category/rezensionen/">Weitere Buchvorstellungen finden Sie hier</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens: Nachrichten und Infos können Sie auch direkt auf Ihr Handy erhalten: abonnieren Sie <a href="https://whatsapp.com/channel/0029Va883Qs6hENroqdrta2v">den WhatsApp-Kanal Demenz.</a></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelfoto: Shantanu Kumar on pexels</p>



<p class="has-light-gray-background-color has-background wp-block-paragraph"><em>*Auf dieser Webseite / in diesem Artikel sind bei einigen Links zu Produkten – Büchern z.B., sog. Amazon-Affiliate-Links gesetzt. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen: für den Käufer ändert sich nicht, jedoch bekomme ich eine kleine Werbekostenerstattung.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/10/23/vorstellung-digitalisierung-in-der-altenpflege/">Vorstellung: Digitalisierung in der Altenpflege</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Innovation aus Soest: Notrufarmband der neuen Generation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 May 2023 12:07:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich sind Notrufarmbänder keine spannende Sache, oder? Man drückt auf einen Knopf wenn man Hilfe braucht, irgendwo wird Alarm ausgelöst – fertig. Ein Besuch in Soest bei der Firma Microsynetics&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/25/innovation-aus-soest-notrufarmband-der-neuen-generation/">Innovation aus Soest: Notrufarmband der neuen Generation</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich sind Notrufarmbänder keine spannende Sache, oder? Man drückt auf einen Knopf wenn man Hilfe braucht, irgendwo wird Alarm ausgelöst – fertig. Ein Besuch in Soest bei der <a href="https://careforinnovation.com/portfolio-item/microsynetics/">Firma Microsynetics</a> belehrt jedoch eines Besseren. Da geht viel mehr. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Basisstation und Funkfinger? Komponenten von gestern!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Brüderstraße in Soest (NRW) sitzt die Firma von Marlon Besuch und Michael Hummels, die mittlerweile über 25 Mitarbeitende verfügt. Microsynetics hat das Notrufarmband Caera entwickelt. Und das kann viel mehr, als normalerweise unter dem Begriff „Notrufarmband“ verstanden wird. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Altenpfleger hätte ich im Laufe meines Arbeitslebens einige Dinge gerne weniger gemacht: <a href="https://digidem-bayern.de/stuerze-vermeiden-aber-wie/?utm_source=mailpoet&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=digidem-bayern-science-watch-newsletter-12_12&amp;fbclid=IwAR1EmlORBLE-gkIFowh7SeGHuVqjHx6cZ_oKlhFdyvvacMyOqSeYkucZKNU">zum Beispiel Senioren in den unmöglichsten, hilflosen Lagen vorgefunden</a>, den Rettungsdienst informiert und anschließend Sturzprotokolle ausgefüllt. In meiner Zeit in der Geriatrie war der Zustand nach Sturz häufig der Beginn einer langen Phase, Betroffenen das einigermaßen sichere Gehen wieder beizubringen. Und längst nicht alle Patienten erholten sich von den Folgen. <a href="https://gesund.bund.de/stuerze-aeltere-menschen#haeufigkeit">Wußten Sie, dass etwa 30 von 100 Menschen über 65 mindestens einmal pro Jahr Zuhause stürzen?</a> Oder, dass es in Pflegeeinrichtungen noch viel häufiger zum Sturz kommt? Angesichts des demographischen Wandels ist der Bedarf an assistiver Technik riesig. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Mehr als ein Notrufarmband</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://caera.de/de/">&#8222;Caera&#8220; </a>sieht aus wie ein Fitnesstracker oder eine Smartwatch – das fällt mir als erstes auf. Der Schließmechanismus ist mit einer Hand zu bedienen und zugleich gegen ein unbeabsichtigtes Öffnen gesichert. Geladen wird es an einer Ladeschale, so dass für Menschen die motorisch eingeschränkt sind oder auch Probleme mit dem Sehen haben, ein umständliches fummeln mit dem Ladekabel wegfällt. </p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Die Akkuleistung indes fällt erstaunlich aus: 21 Tage (ja, Tage!) gibt Microsynetics an. Das Armband erfasst selbständig, wenn die Person stürzt und wählt ebenso selbständig die zuvor in einer App hinterlegten Notfallkontakte an oder den Notruf. Das bedeutet konkret, dass der gestürzte alte Mensch keinen Knopf drücken muss um den Anruf auszulösen und mit ihm zu sprechen. Natürlich kann der Notruf auch manuell ausgelöst oder abgebrochen werden. Auch ist mit Caera Geo- und Indoorfencing möglich und sogar das Auffinden der Person (Ortung) – schließlich kann auch während des Waldspaziergangs oder im Schrebergarten gestürzt werden. Diese Komponente könnte <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2020/11/03/verlaufen-vermisst-verstorben/">gerade für Menschen mit Demenz lebensrettend sein – im Notfall wird die Rettung auf Wunsch zum Sturzort navigiert</a>.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow"><div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/previewed-3-1-1.png" alt="" class="wp-image-1633" width="302" height="600" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/previewed-3-1-1.png 356w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/previewed-3-1-1-151x300.png 151w" sizes="(max-width: 302px) 100vw, 302px" /></figure>
</div></div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine SIM-Karte ist für das Gerät nicht notwendig, sie ist fest verbaut. Das Armband wählt automatisch das beste Netz für die Verbindung was sicherstellen soll, dass nicht nur in mit Mobilfunk gut ausgerüsteten Innenstädten eine zuverlässige Funktion gegeben ist, sondern auch auf dem Land. Ein wichtiger Baustein von Caera ist die Möglichkeit zur Bewegungsanalyse. Damit wird der Notrufarmband nicht nur zum Ersatz veralteter Hausnotruftechnik. Die Bewegungsdaten könnten z.B. im Rahmen von Forschung dazu beitragen, zielgenauere Sturzprophylaxemaßnahmen zu entwickeln. Marlon Besuch und Michael Hummels wollen, so mein Eindruck, nicht „nur“ reaktive Technik entwickeln. Sie wollen einen Beitrag dazu leisten, dass weniger gestürzt wird und falls doch, entsprechend schnell für Hilfe gesorgt ist. Dabei fließen die Bedürfnisse der Nutzerinnen und ihrer Angehörigen kontinuierlich in den Entwicklungsprozess mit ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Kosten und Entwicklung</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://caera.de/de/p/notrufarmband/#caera-faq">Das Armband kostet aktuell rund 200 Euro</a> und ist derzeit noch nicht erstattungsfähig (rezeptierbar). Die Beantragung läuft und die Genehmigung wäre ein wichtiger Schritt nach vorne für das noch junge Soester Unternehmen. Zur Nutzung bietet Microsynetics aktuell zwei Abomodelle an: beim Basismodell (17,95 € monatl.) sind sechs Notfallkontakte in der App hinterlegbar. Das Premiummodell (32,90 € monatl.) ist zusätzlich mit einer professionellen 24-Stunden-Notrufhotline (Bosch) verbunden. Fertigung und Vertrieb finden in Deutschland statt. Angestrebt ist, dass möglichst alle verbauten Komponenten aus Europa kommen, so die beiden Gründer.</p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://caera.de/de/info/ueber-caera/"><img decoding="async" width="1024" height="716" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/sturzarmbandinlightbox-2-1024x716.jpg" alt="" class="wp-image-1632" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/sturzarmbandinlightbox-2-1024x716.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/sturzarmbandinlightbox-2-300x210.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/sturzarmbandinlightbox-2-768x537.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/sturzarmbandinlightbox-2-1536x1074.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/05/sturzarmbandinlightbox-2-2048x1432.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Das durchdachte Design, vor allem aber die Leistungsfähigkeit überzeugen bei Caera. Die zuverlässige Kontaktmöglichkeit zum Beispiel zu den eigenen Angehörigen oder Pflegekräften im Notfall ist ideal, vor allem wenn eine Bedienung per Knopfdruck nicht mehr möglich ist. Zugleich sind weitere wichtige Funktionen verfügbar, die aus dem &#8222;Sturzarmband&#8220; ein mobiles Notfallsystem machen. Sowohl in der eigenen Häuslichkeit als auch in Kliniken, im Betreuten Wohnen oder in Pflegeheimen ist der Einsatz möglich. </p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Standortermittlung gehört sicher ebenfalls zu den Features: Seniorinnen und Senioren können ihren persönlichen Notrufassistenten – und damit ein Stück Sicherheit &#8211; überallhin mitnehmen.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Foto: Caera Notrufarmbad; selbst</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Screenshot aus d. App von Doris Krajisnik; caera | Microsynetics GmbH</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelfoto: iStock; KatarzynaBialasiewicz</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/05/25/innovation-aus-soest-notrufarmband-der-neuen-generation/">Innovation aus Soest: Notrufarmband der neuen Generation</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Visite per Bildschirm: Telemedizin im Pflegeheim</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/03/29/visite-per-bildschirm-telemedizin-im-pflegeheim/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2023 19:20:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hausärztemangel aller Orten. Vor allem in ländlichen Gebieten kann es selbst für relativ junge Menschen schwer sein, einen neuen Hausarzt zu finden oder einen (zeitnahen) Termin zu bekommen. Von Facharztterminen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/03/29/visite-per-bildschirm-telemedizin-im-pflegeheim/">Visite per Bildschirm: Telemedizin im Pflegeheim</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Hausärztemangel aller Orten. Vor allem in ländlichen Gebieten kann es selbst für relativ junge Menschen schwer sein, einen neuen Hausarzt zu finden oder einen (zeitnahen) Termin zu bekommen. Von Facharztterminen ganz zu schweigen. Pflegebedürftige Menschen in Einrichtungen sind vom Ärztemangel nochmal ganz anders und besonders betroffen. Und es wird nicht besser werden. Immer weniger Ärztinnen und Ärzte mit immer weniger Zeit treffen auf immer mehr Pflegebedürftige in Altenheimen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Digitalisierung als Ausweg?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schon öfter war auch hier im Blog die Digitalisierung im Gesundheitswesen ein Thema – z.B. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/06/15/roboter-in-pflege-und-betreuung-moeglichkeiten-und-grenzen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">im Interview mit Professor Bendel.</a> Ende Februar 2023 fand im Rahmen der <a href="https://ruhrgebietskonferenz-pflege.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ruhrgebietskonferenz Pflege</a> ein Digitalisierungsgipfel statt. Einer der Referenten war Arno Brauckmann, Pflegedienstleiter bei der Stiftung Evangelisches Alten- und Pflegeheim Gemünd. Dort findet die ärztliche Visite (auch) per Bildschirm statt im Rahmen des Projektes AIDA, gefördert durch <a href="https://www.efre.nrw.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EFRE</a> und mitumgesetzt von <a href="https://docsinclouds.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Docs in Clouds</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Arno Brauckmann war so freundlich, hier einige Fragen zur Televisite im Pflegeheim zu beantworten:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div><figcaption class="wp-element-caption">Weitere Videos finden Sie im Kanal: <a href="Aufmerksam gemacht." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Demenz: Aufmerksam gemacht. </a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading has-tertiary-color has-text-color">Ohne Moos nix Digitalisierung</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/01/19/bad-sassendorf-innovationszentrum-fuer-die-pflege/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pflegeberufler sind technologieoffen</a> – und die Seniorinnen und Senioren stehen ebensowenig auf der Bremse wie deren Angehörige oder die Einrichtungen. Woran es bislang in der Fläche fehlt ist eine auskömmliche Refinanzierung der notwendigen Investitionen und der laufenden Kosten. Soll es, außerhalb von Inselförderungen und Projekten, zügig vorangehen müssen Politik und Kassen hier nachlegen. Denn wir können wohl sicher sein: zumindest mittelfristig wird die personelle Situation im Gesundheitswesen nicht besser. Unabhängig davon ob man die Entwicklung zur Telemedizin als neue Normalität der ärztlichen Visite begrüßt oder nicht – mittelfristig führt kaum ein Weg daran vorbei.  </p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Fotos: Titlbildkombi: Anna Nekrashevich u. Antoni Shkraba via pexels; Logo und Porträtfoto mit freundl. Genehmigung v. A. Brauckmann</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/03/29/visite-per-bildschirm-telemedizin-im-pflegeheim/">Visite per Bildschirm: Telemedizin im Pflegeheim</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Digitalisierung: Pflegebetten als sensible Helfer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2023 17:46:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[alarmtrittmatte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vielerorts sind die Bedingungen für eine angemessene Pflege schwierig: es mangelt an Fachpersonal und das teilweise noch immer verstaubte und nie richtig gewesene Image der Pflegebranche zwischen „Herz haben“ und&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/02/15/digitalisierung-pflegebetten-als-sensible-helfer/">Digitalisierung: Pflegebetten als sensible Helfer</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Vielerorts sind die Bedingungen für eine angemessene Pflege schwierig: es mangelt an Fachpersonal und das teilweise noch immer verstaubte und nie richtig gewesene Image der Pflegebranche zwischen „Herz haben“ und &#8222;Seniorenreinigung&#8220; schreckt gerade junge Leute vom Beruf ab. Dabei ist das Gesundheitswesen und speziell die Pflege ein enorm vielfältiges, anspruchsvolles Feld – und Motor für manche Innovation. Die Pflegeprofis der Zukunft werden (noch mehr) als heute auch Profis der digitalen Versorgung sein. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Digitalisierung bedeutet weder pdf noch Roboter</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pflegefachleute sind technologieoffen. Zurecht jedoch häufig sehr skeptisch, wenn unter Digitalisierung entweder nur der Einsatz von <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/06/15/roboter-in-pflege-und-betreuung-moeglichkeiten-und-grenzen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Robotern</a> verstanden wird, oder, dass Papierformulare jetzt auch als pdf-Dateien im eigenen Intranet abrufbar sind.<a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/05/26/virtuelle-fahrradtouren-spass-und-bewegung-trotz-demenz-und-mobilitaetseinschraenkungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Moderne Technik im Gesundheitswesen </a>ersetzt weder pflegerisches Handeln noch die <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/01/21/betreuung-und-aktivierung-2-kartensets-und-1-buch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aktivierung und Betreuung</a> von Mensch zu Mensch. Ähnlich wie in neuen Fahrzeugen können intelligente Systeme jedoch entscheidenden Anteil daran haben, schwere Schäden zu verhindern.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Verirrt und gestürzt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kolleginnen und Kollegen – gerade, aber nicht nur aus dem Nachtdienst kennen das: man findet einen Pflegebedürftigen gestürzt im Zimmer vor. Und neben allem anderen schießen einem auch Fragen durch den Kopf wie: wann war mein letzter Kontrollgang? Wann habe ich ihn das letzte Mal gesehen? Hätte ich früher wieder reinschauen müssen? Zur Sturzvermeidung wird manchmal mit <a href="https://amzn.to/3jVd1Oz" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Alarmtrittmatten</a> gearbeitet, manchmal werden auch Matratzen vor Betten gelegt, um mögliche Sturzfolgen zu mindern. Man geht davon aus, dass <a href="https://smart-altern.de/thema-sturz-statistische-erhebung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr als die Hälfte der Senioren in Pflegeheimen mindestens einmal im Jahr stürzt</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch beim Thema <a href="https://www.wegweiser-demenz.de/wwd/alltag-und-pflege/alltagssituationen/lauftendenzen-bewegungsdrang" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hin-/Weglauftendenz</a> kommen u.a. <a href="https://amzn.to/3I9YMxs" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Alarmtrittmatten</a> zum Einsatz. Wenn Menschen mit fortgeschrittener Demenz absichtlich oder zufällig unbegleitet ihre gewohnte Wohnumgebung verlassen, können sie in Lebensgefahr geraten. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Von der Alarmtrittmatte zum intelligenten Pflegebett</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/SafeSenseunterMatratze-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1477" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/SafeSenseunterMatratze-768x1024.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/SafeSenseunterMatratze-225x300.jpg 225w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/SafeSenseunterMatratze-1152x1536.jpg 1152w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/SafeSenseunterMatratze-1536x2048.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/SafeSenseunterMatratze-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Durch ein Gespräch mit dem <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/01/19/bad-sassendorf-innovationszentrum-fuer-die-pflege/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Leiter des Digitalen Pflegezentrums</a> Bad Sassendorf bin ich auf den „Bettenhersteller“ <a href="https://www.wi-bo.com/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wissner-Bosserhoff</a> aufmerksam geworden. Nicht nur, aber auch für <a href="https://www.demenz-pflegen.de/ratgeber/?widget%5b391%5d%5bcampaignId%5d=33490" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Demenz Pflege und Betreuung</a> schaue ich mir regelmäßig Produkte an und Berichte darüber. Und Wissner-Bosserhoff stellt eben nicht nur einfach Pflegebetten her, sondern bietet mit dem <a href="https://safe-sense3.wi-bo.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">SafeSense-System</a> noch mehr an. Da die Firma in Wickede an der Ruhr sitzt  &#8211; also quasi um die Ecke, war es ein Leichtes hinzufahren und sich das anzuschauen: das dort produzierte SafeSense3-System hat mehrere Features, was das Pflegebett vom reinen Schlafplatz zum digitalen Pflegeassistenzsystem aufwerten soll. Das sieht man dem Bett an sich zunächst nicht an: die Sensorik befindet sich unter dem Bett bzw. unter der Matratze. </p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Beispiel<strong> Bed-Exit-Monitoring</strong>. Steht der Pflegebedürftige auf, wird die Pflege informiert. Das System lässt sich dabei so fein justieren, dass die Pflegefachfrau vom Dienst nicht etwa dauernd (falsch) alarmiert wird, nur weil der Bewohner nachts zur Toilette geht. Das Alarmintervall kann eingestellt werden – von der Sofortmeldung bis zur notwendigen zeitlichen Toleranz die es für einen Toilettengang individuell haben muss. Das verhindert unnötige Rennerei für die Pflege und verschafft zugleich mehr Sicherheit. In verschiedenen denkbaren Konstellationen können solche Bettsensoren auch dazu beitragen, Fixierungen zu vermeiden. Das System kann auch Puls und Atemfrequenz messen – ohne, dass der Heimbewohner bzw. Patient irgendwie selbst verkabelt wäre: der Sensor liegt ja unter der Matratze. Dargestellt werden die Daten und ggfs. Alarmmeldungen auf einem übersichtlich gehaltenen Bildschirm &#8211;  z.B. auf dem PC im Stationszimmer.  </p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Druckgeschwüre vermeiden &amp; Feuchtigkeitsalarm</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Richtig sinnvoll – das System wurde mir vorgeführt von Produktmanager Lars Kossmann, Sebastian Plothe und Katharina Adrian (beide Marketing), kam mir jedoch eine weitere Form der „Bewegungsüberwachung“ vor: Dekubitus vermeiden durch die systemseitige Feststellung, ob genug Eigenbewegung da ist. </p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Das bringt in der Pflege ggfs. nicht nur eine Zeitersparnis – wenn genug Bewegung da ist, sind schließlich keine positionsunterstützenden Maßnahmen notwendig. Durch die Darstellung über 24 Stunden mittels Grafik lassen sich auf einen Blick auch noch weitere Erkenntnisse ableiten und Risiken identifizieren. Weiter ist ein Feuchtigkeitssensor im Portfolio als Bettauflage (auch „Glücksstädter“ oder „Hospitex“ genannt), so dass die Pflege eine entsprechende Meldung erhält, wenn Handlungsbedarf besteht. Das könnte in der Praxis dazu beitragen, die Bewohner nachts nicht unnötig wecken zu müssen zur Kontrolle. Wer sich die umfangreichen Möglichkeiten anschauen will, sollte <a href="https://safe-sense3.wi-bo.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Homepage besuchen</a>. </p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/HerrPlotheimBett-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1478" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/HerrPlotheimBett-768x1024.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/HerrPlotheimBett-225x300.jpg 225w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/HerrPlotheimBett-1152x1536.jpg 1152w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/HerrPlotheimBett-1536x2048.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/02/HerrPlotheimBett-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Informationen schützen – Daten müssen der Pflege dienen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte mich zuvor noch nie mit einem intelligenten Bettsystem beschäftigt. Und nicht alles was es kann&nbsp; &#8211; oder vielleicht in Zukunft noch können wird – ist mir persönlich gleich wichtig. Wichtig ist aber, dass die Möglichkeiten der Digitalisierung uns in der Pflege zur Verfügung gestellt werden, uns und damit den uns anvertrauten Menschen dienen. Ich habe mehrmals im Gespräch nachgefragt: bei SafeSense3 haben mir die Anwesenden versichert: es werden keine Daten der Nutzer durch die Firma selbst abgerufen oder für Firmenzwecke ausgewertet. Die Speicherung (max. 24 Stunden) erfolgt datenschutzkonform lokal im Pflegeheim oder Krankenhaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich ebenfalls gut finde am System: der Sensor und die Box – der Technikkram &#8211; liegt unter dem Bett bzw. unter der Matratze. Keine Kabel im Weg, nichts was Bewohner / Pflegebedürftige zusätzlich stören oder eine Stolperfalle darstellen könnte fiel mir während der Vorführung auf – und ja, ich habe auch unters Bett geschaut. Die Bettauflage mit Kabel jedoch lädt vielleicht manchen Pflegebedürftigen ein, gerade mit Demenz, daran herumzufummeln. Was passiert, wenn man das Kabel bei scharfgestelltem System einfach herauszieht, habe ich vergessen zu erfragen. Wahrscheinlich erfolgt auch dann eine Meldung an die Pflege.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Entwicklungen – zusätzliche Features – sind bei <a href="https://www.wi-bo.com/de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wissner-Bosserhoff</a> in der Pipeline. Wann ist zwar noch nicht klar (oder man wollte es mir nicht verraten), aber auch für die häusliche Pflege soll es in der Zukunft intelligente Bettlösungen aus Wickede geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Digitalisierung dient Pflegebedürftigen und Pflegenden bei der Bewältigung des Alltags, trägt zur Prävention bei und unterstützt darin, mit den knappen Zeitressourcen besser umzugehen:  abseits der sonstigen „Belustigungsinstrumente“ und Servicegeräte die sonst häufig unter Digitalisierung der Pflege verstanden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">PS: KollegInnen und Kollegen die ein solches System bereits im Einsatz auf Ihrer Station haben: teilt gerne Eure Erfahrung in einem Kommentar mit.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div><figcaption class="wp-element-caption">Youtube-Teaser</figcaption></figure>
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		<title>Bad Sassendorf: Innovationszentrum für die Pflege</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2023 09:07:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Kurort im Zentrum der Soester Börde zählt keine 13000 Einwohner – und doch tut sich hier etwas besonders in Sachen Pflege: noch in diesem Jahr wird dort ein Zentrum&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2023/01/19/bad-sassendorf-innovationszentrum-fuer-die-pflege/">Bad Sassendorf: Innovationszentrum für die Pflege</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Kurort im Zentrum der Soester Börde zählt keine 13000 Einwohner – und doch tut sich hier etwas besonders in Sachen Pflege: noch in diesem Jahr wird dort ein Zentrum für digitale Pflege eröffnet werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Pflegefachleute von heute sind technologieoffen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Digitalisierung kann Pflegenden wie Pflegebedürftigen zu Gute kommen. Allzu oft wird unter Digitalisierung in der Pflege vor allem die Umstellung auf eine elektronische Aktenführung und Dokumentation verstanden. Schlimmstenfalls stehen Papierformulare dann im Intranet als pdf-Dateien zum Herunterladen zur Verfügung – und das war`s. Das genügt jedoch den heutigen Pflegeprofis schon lange nicht mehr. Und denen von Morgen, die wir als Auszubildende gewinnen wollen und dringend brauchen, erst recht nicht. <a href="https://www.ipsos.com/sites/default/files/2022-12/CARE_Klima-Index_2022_02Sep2022_SN.pdf?fbclid=IwAR299N_kCJxcU1hA_D2zwa5i55gygQaP_m9yM8B-8b4QWPquB02IhNG5Pzc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dabei stehen Pflegefachleute Digitalisierungsthemen offen gegenüber</a>. Wer nun direkt <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/06/15/roboter-in-pflege-und-betreuung-moeglichkeiten-und-grenzen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">an „Pflegeroboter“ denkt</a>, greift zu kurz. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Vielzahl von Produkten, Innovationen und Entwicklungen sind am Markt – Digitalisierung ist ein Megathema für die Pflege – und die Gesundheitswirtschaft. Aber wie kommen Pflegefachleute, Auszubildende und auch Pflegebedürftige mit Ihnen in Berührung? Wo ist buchstäblich der Raum fürs Ausprobieren, Testen, Kennenlernen – und für Feedback an die Entwickler?</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Bismarckstraße 5 – da wird die Zukunft greifbar</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kreis Soest meint es ernst in Sachen Pflege und Digitalisierung – und schafft 2023 mit eigenen Mitteln Fakten: die <a href="https://www.wfg-kreis-soest.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wirtschaftsförderung des Kreises Soest</a>, zu dem auch Bad Sassendorf gehört, hat federführend mit Marcel Frischkorn (Prokurist) schon 2020 ein Projekt vorgestellt, das nun realisiert wird. In einem Ladenlokal wird es in verschiedenen Bereichen Vorführräume für technische Innovationen geben. Geleitet von Benedikt Meyer zu Theenhausen wird das Zentrum für digitale Pflege aller Voraussicht nach noch in der ersten Jahreshälfte seine Türen öffnen können. Zahlreiche Partner und Interessenten sind bereits gewonnen und werden Pflegetechnologie „zum Anfassen und Erleben“ dort für Pflegeprofis und solche die es werden möchten, möglich machen.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/01/Benedikt-Meyer-zu-Theenhausen2-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1406 size-full" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/01/Benedikt-Meyer-zu-Theenhausen2-768x1024.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/01/Benedikt-Meyer-zu-Theenhausen2-225x300.jpg 225w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/01/Benedikt-Meyer-zu-Theenhausen2-1152x1536.jpg 1152w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/01/Benedikt-Meyer-zu-Theenhausen2-1536x2048.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2023/01/Benedikt-Meyer-zu-Theenhausen2-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er wird das Zentrum digitale Pflege in Bad Sassendorf leiten: <br><strong><em>Benedikt Meyer zu Theenhausen (29) ist gebürtiger Bielefelder und hat in seiner Heimatstadt sowie in Heidelberg Gesundheitswissenschaften und Versorgungsforschung (Master) studiert. Aus Tätigkeiten als Digital-Lotse für Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen sowie Vorstandsreferent einer Krankenkasse bringt er vielfältige Berufserfahrung aus der Branche in das Zentrum Digitale Pflege ein.</em></strong></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wird ein wichtiger Kontakt- und Kommunikationsraum geschaffen – ein Care-Working-Space sozusagen, der in weitem Umkreis seines Gleichen sucht. Das ist auch dringend notwendig – nicht nur, um den hochanspruchsvollen Beruf den Pflegefachleute ausüben aufzuwerten und an einer zukunftsfähigen Pflege zu arbeiten. Auch können hier möglicherweise Vorurteile abgebaut werden, die sich gelegentlich immer noch zwischen herzensgutem Pflegeengelchen und Urinkellner bewegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-primary-color has-text-color">Ausstellung zum Anfassen &#8211; mit Themenwechsel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Zentrum für digitale Pflege in Bad Sassendorf wird offen für Besucher sein. Das heißt, ob in der Gruppe, mit Angehörigen oder allein: auch Menschen die pflegebedürftig sind, als Angehörige ein Familienmitglied versorgen oder sich für unterstützende Technologien, z.B. intelligente Rollatoren oder Sturz-Melde-Systeme sind im Zentrum richtig aufgehoben. Mit wechselnden Schwerpunkten wird es für Interessierte dort die Möglichkeit geben sich zu informieren – ganz ohne Druck, denn direkt im Zentrum kann kein Produkt erworben werden noch kostet der Besuch Eintritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Auftrag des Kreises stellt hier die Wirtschaftsförderung GmbH ein wichtiges Projekt auf die Beine. Möglich wird es, weil sich im Kreis parteiübergreifend bei diesem wichtigen Thema auf die Finanzierung geeinigt wurde – geht doch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell wird das Ladenlokal, ein ehemaliges Bekleidungsgeschäft, noch auf Vordermann gebracht und den Bedürfnissen für die künftige Nutzung durch Profis aus dem Handwerk angepasst. Deshalb gibt es noch keinen genauen Eröffnungstermin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich werde weiter berichten.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelfoto: cedric-fauntleroy</p>
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		<title>Technik im Einsatz &#8211; und der Support?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jul 2022 08:52:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Assisted Living]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Senioren]]></category>
		<category><![CDATA[Support]]></category>
		<category><![CDATA[Techniknutzung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die meisten Menschen möchten im eigenen Zuhause bleiben, auch bei Pflege- und Betreuungsbedürftigkeit. Technische Entwicklungen, die Digitalisierung auch des Alltags alter und hochaltriger Menschen kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten.&#8230;</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Menschen möchten im eigenen Zuhause bleiben, auch bei Pflege- und Betreuungsbedürftigkeit. Technische Entwicklungen, die Digitalisierung auch des Alltags alter und hochaltriger Menschen kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Doch, wer pflegt und betreut eigentlich in Zukunft die Technik?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.rnd.de/digital/siri-alexa-und-co-koennen-smarte-assistenzen-bei-demenz-helfen-4BIJBB2C2FEUZGFECUWN7CSNG4.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das RedaktionsNetzwerk Deutschland </a>berichtet heute von einem Versuch, in dem Alexa &amp; Co. in Familien mit einem Menschen mit Demenz zu dessen Unterstützung genutzt wurde. Es war keine Studie, sondern man hat durch das Feedback Informationen und Erkenntnisse gewonnen, welche auf die weitere Entwicklung Einfluss nehmen werden. </p>



<h2 class="has-tertiary-color has-text-color wp-block-heading">Technik im Pflege- und Betreuungsalltag</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich ein bisschen zum Thema im Internet umschaut findet schnell lange Übersichten, pdf-Kataloge mit mehr als 100 Seiten, in denen es <a href="https://www.innovativ-altern.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">um Produkte, den Technikeinsatz und die technischen Möglichkeiten</a> geht die heute zumindest theoretisch zur Verfügung stehen. Die Hoffnung vieler ist nicht nur ein gutes Geschäft &#8211; das wird es für einige Firmen sein &#8211; sondern auch Kosteinsparungen und für die Nutzer von Morgen manchmal schlicht die einzige Möglichkeit, in den eigenen vier Wänden bleiben zu können in Zukunft. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/06/15/roboter-in-pflege-und-betreuung-moeglichkeiten-und-grenzen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Digitalisierung, der Einsatz von technischen Möglichkeiten löst bei einigen Pflegefachleuten und Betreuungskräften zwar noch Abwehrreflexe aus, ist aber nicht aufzuhalten. Nein, die Arbeit ebenjener wird deswegen nicht überflüssig.</a> Es geht um Assistenz, oftmals viel kleinschrittiger, viel alltäglicher als tatsächliche Pflege- oder Betreuungsleistungen bzw. vor dieser Schwelle aber als Teil des Alltags der pflegebedürftigen Menschen. </p>



<h2 class="has-tertiary-color has-text-color wp-block-heading">Rollout, Finanzierung, Support</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Digitalisierung des Alltags pflege- und betreuungsbedürftiger Menschen droht die gleiche Entwicklung, die sich im Gesundheitswesen an sich beobachten lässt. Insellösungen, Projekte, Spitzenwissen auf der einen Seite die jenen nützt, die inkludiert sind. Der große Rest bleibt außen vor bzw. auf sich allein gestellt. Fraglich ist bei vielen schon heute machbaren technischen Untertützungen im Privathaushalt einerseits die Finanzierung der Anschaffung und Ausstattung. Während Tablet und Smartphone heute allgegenwärtig und auch bei älteren Menschen vorhanden sind, ist dies für Assistenzsysteme im Wohnraum nochmals eine ganz andere Nummer, weil auch andere Beträge zu stemmen sind. </p>



<h2 class="has-tertiary-color has-text-color wp-block-heading">&#8222;Hallo, mein Dings geht nicht &#8211; können Sie mal eben?&#8220;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf werden im Takt versorgt der entweder durch Zeit oder Vergütung bzw. beides bestimmt wird. Nimmt Technik deutlich mehr Raum ein, wird sie &#8222;normaler&#8220;, wird sich in der Zukunft die Frage nach dem Support stellen. Denn was, wenn der Monitor zur ärztlichen Videosprechstunde gestern gar nicht funktionierte? Mein Kommentar: </p>



<figure class="wp-block-video"><video height="480" style="aspect-ratio: 640 / 480;" width="640" controls src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/07/FinaldateidikKommentar.mp4"></video></figure>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Titelfoto: Andrea Piacquadio</p>
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		<title>Roboter in Pflege und Betreuung: Möglichkeiten und Grenzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2022 11:19:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Maschinenpflege]]></category>
		<category><![CDATA[Patientenverfügung]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegeroboter]]></category>
		<category><![CDATA[technik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Roboter in Pflege und Betreuung: einige halten das für den Ausweg aus der Versorgungskrise Pflegebedürftiger. Andere lehnen jegliche Form mit häufig eher emotionalen Begründungen ab. Tatsächlich steht ihr Einsatz fest.&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/06/15/roboter-in-pflege-und-betreuung-moeglichkeiten-und-grenzen/">Roboter in Pflege und Betreuung: Möglichkeiten und Grenzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Roboter in Pflege und Betreuung: einige halten das für den Ausweg aus der Versorgungskrise Pflegebedürftiger. Andere lehnen jegliche Form mit häufig eher emotionalen Begründungen ab. Tatsächlich steht ihr Einsatz fest. Die Frage ist: wann kommen sie zum Einsatz und in welchem Umfang?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spätestens wenn Roboter auf Personalschlüssel angerechnet werden, wird sich ihr Einsatz etablieren. Denn dann amortisieren sich die aktuell enormen Kosten für deren Anschaffung und Betrieb. Eine Maschine benötigt weder Pausen, noch Urlaub. Sie wird nicht krank, beschwert sich nicht über Arbeitsbedingungen und auch nicht darüber, dass sie den Bedürfnissen des Pflegebedürftigen nicht gerecht werden kann. Träger und Betreiber haben spätestens dann ein großes Interesse am Einsatz von Robotern als Dienstleister am Menschen, wenn das Einsparungen bedeutet.</p>



<h2 class="has-primary-color has-text-color wp-block-heading">Maschinen als Ausweg</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich: intelligenter Menschenersatz könnte dazu dienen, Personallücken zu schließen bzw. die Annahme dessen könnte ihre Einführung beschleunigen. Langsam wird auch außerhalb des Gesundheitswesens begriffen, dass der Pflegenotstand kein Notstand für Pflegefachleute ist, sondern ein gesamtgesellschaftlicher. Pflegefachpersonen werden bessere Bedingungen für sich verhandeln oder aussteigen. Pflege wird auch dadurch für Pflegebedürftige immer teurer. Am Ende wird auch immer mehr Kostenträgern und Politikern der &#8222;billige&#8220; Ersatzdienstleister mit Sensoren als Ausweg erscheinen. Auch werden Pflegefachpersonen in der Zukunft möglicherweise die teilautonomen Helfer für ihren Arbeitsplatz einfordern, wenn sie diese als Unterstützung ihrer Arbeit betrachten. Ebenso werden Pflegebedürftige und Angehörige vermehrt die Möglichkeiten der (teil)autonomen Helfer nutzen wollen &#8211; oder müssen &#8211; um möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden realisieren zu können. </p>



<h2 class="has-primary-color has-text-color wp-block-heading">Roboter und Selbstbestimmung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es kann, es wird noch Jahre dauern bis es zu einem flächendeckenden Einsatz von Robotern in Pflege und Betreuung kommt. Die Bedingungen hierfür sind variabel. Dennoch ist es erforderlich schon heute darüber zu sprechen wie die Zukunft in der Versorgung Pflegebedürftiger auch mit Hilfe von Maschinen aussehen wird. Das größte Risiko für jedes Individuum wird sonst verwirklicht: es hat irgendwann nicht mehr die Wahl. Schlimmstenfalls bestimmen Menschen nicht mehr selbst darüber, ob und in welchem Umfang Roboter sie versorgen &#8211; ausgerechnet in der Lebensphase, in der sie als Erwachsene am stärksten auf andere Menschen angewiesen sind. Bestenfalls bestimmen sie mit Unterstützung von Maschinen trotz Pflegebedarfs weitestgehend selbständig, wie und wo sie leben und unterstützt werden. </p>



<h2 class="has-primary-color has-text-color wp-block-heading">Nachgefragt beim Experten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es sind viele Fragen offen in diesem Zusammenhang – Zeit für Fragen an einen Experten: <a href="https://www.fhnw.ch/de/personen/oliver-bendel" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Professor Dr. Oliver Bendel ist Forscher und Dozent </a>am Institut für Wirtschaftsinformatik der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz. Er ist Autor der Bücher „<a href="https://library.oapen.org/handle/20.500.12657/23155" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pflegeroboter</a>“, „<a href="https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-29864-7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Maschinen</a><a href="https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-29864-7">liebe</a>“ und „<a href="https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-31114-8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Soziale Roboter</a>“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Sie sind auch Dozent für Informationsethik und haben auf der Website <a href="https://www.informationsethik.net" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Informationsethik.net</a> eine Erweiterung um den Bereich <a href="https://www.informationsethik.net/wp-content/uploads/2017/03/PV_Robots_V_1_0.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Einsatz von Robotern“ für Patientenverfügungen</a> vorgeschlagen. Ist der Einsatz von Robotern – zumindest in den Bereichen Pflege und Therapie, derart verbreitet zu erwarten, dass sich früher oder später jeder Mensch damit auseinandersetzen sollte?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Prof. Dr. Bendel:</strong> Diese Erweiterung einer Patientenverfügung ist zuerst auf der Plattform informationsethik.net erschienen, etwas später dann im Buch „Pflegeroboter“, das ich 2018 herausgegeben habe. Sie sollte die Grundlage für eine Diskussion sein, die bis heute allerdings nicht richtig zustande kam. Meiner Meinung nach sollte man weitgehend selbst bestimmen können, ob man von einem Operationsroboter operiert, von einem Pflegeroboter gepflegt und betreut oder von einem Therapieroboter therapiert werden will. Eine Patientenverfügung, in der zu einem geeigneten Zeitpunkt dazu Angaben gemacht werden, ist ein denkbarer Ansatz. Hinzufügen muss man, dass Operationsroboter ferngesteuerte Roboter sind, Pflege- und Therapieroboter dagegen teilautonome oder autonome.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich vermute, dass der Einsatz von Pflegerobotern noch über Jahre eher verhalten sein wird, in Pflegeheimen und Krankenhäusern, erst recht im betreuten Wohnen. Dennoch kann es bereits heute Menschen treffen, zumindest im Rahmen von Tests und Experimenten. Zudem sind Roboter in der Pflege nicht immer Pflegeroboter im engeren Sinne, sondern auch Transport-, Sicherheits- und Reinigungsroboter. Diese rechnen sich schon und gehören mehr und mehr zum alltäglichen Bild in Gebäuden und Straßen.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="724" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/06/Bendel_2016_Windisch_aussen-1024x724.jpg" alt="" class="wp-image-1078 size-full" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/06/Bendel_2016_Windisch_aussen-1024x724.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/06/Bendel_2016_Windisch_aussen-300x212.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/06/Bendel_2016_Windisch_aussen-768x543.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/06/Bendel_2016_Windisch_aussen-1536x1086.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2022/06/Bendel_2016_Windisch_aussen-2048x1448.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Prof. Dr. Bendel: &#8222;Zunächst einmal glaube ich nicht, dass Pflegeroboter eine Lösung des Problems des Pflegenotstands sind.&#8220;</em></strong>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Wenn von „Pflegerobotern“ die Rede ist, sind es bislang allerdings mehr oder minder Servicegeräte. Sie erledigen Hol- und Bringdienste oder Reinigungsarbeiten, leisten aber keine Pflege im engeren Sinn, die schließlich weit über die rein somatische Versorgung hinausgeht. Sehen Sie technische Entwicklungen, die deutlich mehr direkt am Patienten leisten werden in Krankenhäusern, als das heute in Pflege und Therapie der Fall ist? Wann werden wir als Krankenhauspatienten in Zukunft damit rechnen müssen, von einem Roboter versorgt zu werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Prof. Dr. Bendel:</strong> Ein Assistenzroboter, der in der Schweiz produziert wird und mit dem ich sehr vertraut bin, kann Dinge wegbringen, aufheben und reichen, Flaschen nehmen und öffnen sowie Patienten einsammeln, indem er von Tür zu Tür geht, sie jeweils öffnet, etwas zum Bewohner sagt und die Tür wieder schließt. Er kann zudem Patienten geistig und körperlich aktivieren, durch Gespräche, Spiele sowie Geschicklichkeits- und Bewegungsübungen. Er dient ferner als Rollator bzw. als Stütze, wie sie eine Pflegekraft darstellen kann. Andere Pflegeroboter wie Robear können Patienten zusammen mit der Pflegekraft aufrichten und umbetten, wobei dieses Modell im Moment nicht weiterentwickelt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist aber tatsächlich auffällig, dass Pflegeroboter z.B. Patienten keine Nahrung reichen, sie nicht waschen und sie nicht aus- oder anziehen können. Man hat einzelne Modelle so programmiert, dass sie einen Löffel halten und vor und zurück bewegen können, aber das ist keine Standardanwendung, schon aus Gründen der individuellen Unterschiede und der Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sehe drei wichtige Bereiche, in denen Pflegeroboter bereits heute oder demnächst eingesetzt werden können. Zunächst ist das der physische, motorische Bereich. Die Roboter bringen etwas, bringen etwas weg, öffnen und schließen etwas, dienen als Stütze und Gegenüber. Dieses Gegenüber – und nun sind wir schon beim zweiten Bereich – kann auch Berührungen und Umarmungen bieten. Diese können vorübergehend nützlich und wertvoll sein, aber genauso übergriffig. Deshalb ist es wichtig, dass der Patient sie steuern kann. Und schließlich wäre da der verbale Bereich. Man unterhält sich mit dem Roboter, bekommt Informationen von ihm, gibt ihm Befehle, vertraut sich ihm an. Auch hier existieren Missbrauchsmöglichkeiten, die etwa Intim- und Privatsphäre tangieren, und Patienten oder Angehörigen müssen Funktionen einschränken oder abschalten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Angesichts der personellen Not vieler Krankenhäuser – wie beurteilen Sie das Risiko, dass der Einsatz von Robotern in Pflege und Therapie schlicht umständehalber hingenommen werden muss? Also entweder bringt der Roboter das Wasser – oder niemand? Entweder der Roboter hilft dem Patienten beim Aufstehen – oder niemand bzw. deutlich seltener? Haben Krankenhauspatienten so gesehen überhaupt eine Wahl in Zukunft?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Prof. Dr. Bendel:</strong> Zunächst einmal glaube ich nicht, dass Pflegeroboter eine Lösung des Problems des Pflegenotstands sind. Dafür müssten sie viel weitreichendere Möglichkeiten haben, und sie müssten in hoher Anzahl vorhanden sein. Im Moment sind es vor allem Prototypen und Kleinserien, mit denen Tests und Experimente durchgeführt werden. Die Preise sind recht hoch, wobei 3D-Druck und modulhafte Herstellung sie nach und nach drücken dürften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann ist zu betonen, dass Pflegeroboter vor allem für Tandems und Teams taugen. Nehmen wir Robear, der aus Japan stammt, derzeit aber nicht weiterentwickelt wird. Er ist sehr groß und schwer und kann Pflegekräfte dabei unterstützen, Patienten aufzurichten und umzubetten. Das ist eine wertvolle Fähigkeit und verhindert den Verschleiß der Pflegekräfte. Aber er kann das eben nicht alleine – die Pflegekraft muss die ersten Griffe machen und die letzten. Es ist also insgesamt nicht so, dass Pflegekräfte einfach ersetzt werden. Sie werden eher ergänzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr Beispiel mit dem Wasser ist freilich technisch in vielfältiger Weise lösbar. Ein üblicher Transportroboter kann hier heute schon einiges leisten. Und tatsächlich ist es denkbar, dass solche Routineangelegenheiten in Pflegeheimen und Krankenhäusern bald von Maschinen übernommen werden. Schwieriger ist es, wenn das Wasser eingeflößt werden muss. Hier fehlen noch Fähigkeiten, und aus Sicherheitsgründen ist nicht alles erlaubt oder sinnvoll.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Sind hochentwickelte Roboter in der Lage die Ablehnung, das „Nein“ eines Menschen zu erkennen, auch wenn er dies verbal nicht klar äußern kann? Besonders Menschen mit Demenz, der Fähigkeiten sich durch Sprechen verständlich zu machen im Verlauf stark eingeschränkt wird, könnten im Risiko stehen von einem Roboter versorgt zu werden – obwohl sie das im Augenblick nicht wünschen. Was ist, was wird möglich sein?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Prof. Dr. Bendel:</strong> Man kann im Zusammenhang mit Gesichtserkennung sogenannte Emotionserkennung anwenden und überhaupt nonverbale Signale deuten, auch mit Hilfe von Gestikerkennung. Dennoch werden sich so Übergriffe nicht durchgehend vermeiden lassen. Ich empfehle generell, Pflegeroboter vor allem im Tandem oder Team mit Pflegekräften einzusetzen. Diese sollten in der Regel anwesend sein. In den nächsten Jahren kann man vor allem auf diese Weise verhindern, dass etwas passiert, was die Dementen nicht wünschen. Wobei man sagen muss, dass Verantwortliche ebenfalls versagen können, selbst wenn sie ihren Beruf lieben und möglichst gut ausüben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine spezialisierte Patientenverfügung, die zur rechten Zeit erlassen wird, kann ein Stück weit nützlich sein. Der Betroffene hat dann bei voller Urteilsfähigkeit wichtige Entscheidungen für sein Leben und für Pflege und Betreuung getroffen. Natürlich können sich seine Bedürfnisse in dieser Phase auch ändern. Dann braucht es eine Abwägung aller Interessen, wobei ich von einer vernunftbasierten, aufgeklärten Entscheidung viel halte und der Meinung bin, dass sie zu respektieren ist, selbst wenn sie sich als falsch erweist. Natürlich gibt es Ausnahmen, etwa wenn unerträgliche Situationen entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Was sollten, was muss getan werden um mit Ängsten, Vorbehalten und berechtigte Bedenken sowohl innerhalb der Gesellschaft, als auch innerhalb der verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheitswesen abzubauen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Prof. Dr. Bendel: </strong>Im Moment ist unser Bild von Robotern stark von Science-Fiction-Büchern und -Filmen geprägt, und wir nehmen sie in Europa eher als Bedrohung wahr. Das ist sehr schade, denn sie können ein wertvolles Werkzeug sein, von dem Pflegekräfte wie Pflegebedürftige profitieren. Diese Haltung kam übrigens nicht über Nacht und nicht erst mit der modernen Literatur. Seit tausenden Jahren erträumen sich Menschen künstliche Kreaturen, die ihnen zu Diensten sind. Im Falle von Galatea von Pygmalion, der Puppe, die zur Geliebten wird, läuft alles so, wie man es sich wünscht, aber im Falle von Pandora nicht, ebenso wenig – wir machen zwei Zeitsprünge – beim Golem oder bei Frankensteins Monster.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fordere seit einiger Zeit Roboterparks, in denen schon Kinder die realen Fähigkeiten von Robotern kennenlernen können, ihre Möglichkeiten und Grenzen. Dort könnte man auf hunderte Modelle treffen. Für Privatpersonen, ja sogar für Institute und Hochschulen ist es im Moment schwierig, an bestimmte Modelle heranzukommen. In Asien wird zuweilen nur für den asiatischen Markt produziert. Ein Roboterpark mit entsprechender Finanzierung und entsprechendem Personal hätte hier eine ganz andere Macht. Letztlich könnten alle Besucher profitieren, und auch die verschiedenen Berufsgruppen, wenn man spezielle Bereiche in den Roboterparks einrichtet, etwa mit Pflege- und Therapierobotern.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Ich danke Prof. Bendel für seine Antworten.<br>Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Titelfoto: Pexels Tara Winstead</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fotograf Prof. Bendel: Kai R. Joachim</p>
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			</item>
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		<title>Brief an die Ampel: Digitalisierung &#038; Pflege</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2021/10/19/brief-an-die-ampel-digitalisierung-pflege/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Oct 2021 12:34:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[ampel]]></category>
		<category><![CDATA[diga]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[epa]]></category>
		<category><![CDATA[koalition]]></category>
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		<category><![CDATA[pflege]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Liebe Ampelnde, sehr geehrte künftige Bundesregierung, Digitalisierung ist großartig. Ich profitiere auf vielfältige Weise davon. Wie wir alle. Und Digitalisierung &#8211; so weit gefasst der Begriff auch ist &#8211; wird&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2021/10/19/brief-an-die-ampel-digitalisierung-pflege/">Brief an die Ampel: Digitalisierung &#038; Pflege</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Liebe Ampelnde, sehr geehrte künftige Bundesregierung, </p>



<p class="wp-block-paragraph">Digitalisierung ist großartig. Ich profitiere auf vielfältige Weise davon. Wie wir alle. Und Digitalisierung &#8211; so weit gefasst der Begriff auch ist &#8211; wird sehr stark auch die Gesundheitsversorgung in diesem Land verändern. Tut sie bereits laufend. Schon seit langer Zeit. Und damit auch mehr und mehr die pflegerische Versorgung.  <br>Dennoch: Digitalisierung als Mittel gegen den #Pflegenotstand ist wie ein Blaulicht mehr auf dem Polizeiauto, wenn es an Polizisten mangelt. Wenn wir zu wenig Feuerwehrleute haben um Brände zu löschen, nützen die besseren, schnelleren Schlauchverbindungen wenig. Und gar nichts, wenn keine Hydranten in der Nähe sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Digitalisierung wird auch Pflegefachpersonen nützen, keine Frage. Effizienter, schneller, genauer, fehlerreduzierend etc. pp. . Alles denkbar, alles machbar.<br>Sie wird aber den Mangel an Pflegefachpersonen nicht beenden.<br>Denn der Mangel ist absolut, nicht relativ zur Menge nichtdigitalisierter Prozesse in der Pflege.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Euch (und uns als Land und Gesellschaft) liegt eine riesige Aufgabe. Und ich mache mir manchmal Sorgen, dass Digitalisierung zum Zauberwort verkommt welches unsere Probleme in der Pflege lösen soll. So häufig wie der Begriff im Zusammenhang mit dem Pflegenotstand genannt wird, macht mich das misstrauisch. <br>Denn Digitalisierung wird den Pflegenotstand nicht lösen. Jedenfalls nicht in der Geschwindigkeit die erforderlich wäre, um vielfaches Leid, Schmerz, Trauer, Wut, Verzweiflung, Krankheit und Tod so zu begegnen, wie es hunderttausende meiner Kolleginnen und Kollegen jeden Tag tun. Wir alle sind früher oder später Empfänger von Pflege. Und noch sehr lange nicht digital genug, als dass es uns allein dadurch besser ginge. <br>Pflege ist durch Digitalisierung entlastbar. Dessen bin ich mir sicher.<br>Ersetzbar wird sie dadurch nicht.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><br>Liebe künftige Bundesregierung,<br>machen Sie bitte niemandem vor, der #Pflegenotstand wäre durch Digitalisierung lösbar.<br>Vor allem nicht sich selbst oder Ihrem Gegenüber, wenn Sie dieser Tage so wichtige Gespräche führen.<br><br>Danke.<br><br>Jochen Gust</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Start-up aus Aachen möchte pflegende Angehörige unterstützen &#8211; App gestartet</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2021/10/07/start-up-aus-aachen-moechte-pflegende-angehoerige-unterstuetzen-app-gestartet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Oct 2021 12:59:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[aachen]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[eldertech]]></category>
		<category><![CDATA[häusliche pflege]]></category>
		<category><![CDATA[nrw]]></category>
		<category><![CDATA[pflegende angehörige]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Deutschland leben mehr als 4 Mio. Menschen mit Pflegebedarf. Etwa 80% werden in der eigenen Häuslichkeit versorgt.Ungefähr die Hälfte davon ausschließlich durch Angehörige. Unterstützung dringend geboten Angehörige sind dabei&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2021/10/07/start-up-aus-aachen-moechte-pflegende-angehoerige-unterstuetzen-app-gestartet/">Start-up aus Aachen möchte pflegende Angehörige unterstützen &#8211; App gestartet</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland leben mehr als 4 Mio. Menschen mit Pflegebedarf. Etwa 80% werden in der eigenen Häuslichkeit versorgt.Ungefähr die Hälfte davon ausschließlich durch Angehörige. </p>



<h2 class="has-primary-color has-text-color wp-block-heading">Unterstützung dringend geboten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Angehörige sind dabei <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/pflege-zu-hause.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vielfältigen Belastungen ausgesetzt</a>, die Versorgung des pflegebedürftigen Familienmitgliedes erfordert Kraft, Geld, Nerven und viel Zeit. Nicht immer reichen die bisherigen Hilfeformen aus, die Herausforderungen zu stemmen. Zwar haben in den <a href="https://www.vdk.de/deutschland/pages/themen/pflege/83130/kaum_verbesserungen_vdk-tv_zeigt_wie_unzureichend_die_pflegereform_2021_ist" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vergangenen Jahren Pflegereformen</a> auch immer wieder zum Ziel gehabt, die häuslichen Situationen zu stützen und Belastung zu reduzieren, jedoch ist der Alltag der Angehörigen – überwiegend Frauen – noch immer von einer hohen Stressbelastung geprägt. Für die häusliche Versorgung eines Menschen mit Demenz ist ein stabiles sorgendes Umfeld ein entscheidender Faktor, damit es nicht zu einem verfrühten Heimübertritt kommt, den die meisten Menschen sich nicht wünschen. Anders formuliert: der Umzug ins Pflegeheim ist bei weitem nicht immer durch die Schwere der Erkrankung oder den Grad der Pflegebedürftigkeit getriggert: vielmehr bricht das sorgende häusliche System unter den vielfältigen Belastungen zusammen. In der Summe geht’s dann Zuhause nicht mehr.</p>



<h2 class="has-primary-color has-text-color wp-block-heading">Digitalisierung nimmt nicht alle Sorgen – kann sie aber mindern</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Pflege wird häufig unter Digitalisierung eine Dienstplansoftware verstanden oder ein Zeiterfassungssystem. Manchmal auch, dass umständliche Prozesse „digital gemacht“ werden – also Formular X halt auch als pdf zum Selbstausdrucken online zur Verfügung steht. Dabei bedeutet die Digitalisierung sowohl für die professionelle Pflege und Betreuung als auch die häusliche Versorgung umfassende Änderungen mit geradezu revolutionären Chancen, gerade auch wenn es um SmartHome-Anwendungen geht. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/10/ELDERTECH-Team_vlnr-Anna-Lisa-Cramer-David-Fiebig-Andre-Fiebig-Laura-Hajek-Artur-Janiszek-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-830" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/10/ELDERTECH-Team_vlnr-Anna-Lisa-Cramer-David-Fiebig-Andre-Fiebig-Laura-Hajek-Artur-Janiszek-1024x681.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/10/ELDERTECH-Team_vlnr-Anna-Lisa-Cramer-David-Fiebig-Andre-Fiebig-Laura-Hajek-Artur-Janiszek-300x199.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/10/ELDERTECH-Team_vlnr-Anna-Lisa-Cramer-David-Fiebig-Andre-Fiebig-Laura-Hajek-Artur-Janiszek-768x511.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2021/10/ELDERTECH-Team_vlnr-Anna-Lisa-Cramer-David-Fiebig-Andre-Fiebig-Laura-Hajek-Artur-Janiszek.jpg 1411w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Das Team von Eldertech aus Aachen: vlnr Anna-Lisa Cramer, David Fiebig, André Fiebig, Laura Hajek, Artur Janiszek</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://eldertech.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Startup Eldertech</a> aus dem nordrhein-westfälischen Aachen stellt sich der Herausforderung und möchte – in einem ersten Schritt – Angehörige in der häuslichen Pflege unterstützen. Am 06. Oktober hat es seine App gelauncht, die nun bis zum Jahresende kostenfrei genutzt werden kann. Mittels der App soll eine vereinfachte Videotelefonie ermöglicht werden. Auch eine intelligente Steuerung bzw. Überwachung eines Tablettenspenders und Organisationstools zur Vereinfachung des Pflegealltags sind laut Eldertech möglich. „Wir legen großen Wert darauf, dass die App besonders einfach zu bedienen ist. Vor allem für die Senioren und Seniorinnen wollen wir durch möglichst wenig Nutzungsaktivitäten Technik-Frust vermeiden“, so Gründer André Fiebig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ganze <a href="https://eldertech.de/wp-content/uploads/2021/10/Pressemitteilung-App-Release-ELDERTECH-6.10.2021.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pressemitteilung lesen Sie hier</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Erfahrungen mit der Eldertech-App interessieren mich – schreiben Sie gerne einen Kommentar oder eine Nachricht.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
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