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	<title>demenzrisiko Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>Neue WHO-Leitlinie: Was Demenzprävention leisten kann – und was nicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 11:07:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimerprävention]]></category>
		<category><![CDATA[bluthochdruck]]></category>
		<category><![CDATA[demenzprävention]]></category>
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		<category><![CDATA[Luftverschmutzung]]></category>
		<category><![CDATA[nahrungsergänzungsmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktoren]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Aktivität]]></category>
		<category><![CDATA[WHO-Leitlinie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Weltgesundheitsorganisation hat ihre Leitlinie zur Verringerung des Risikos für kognitiven Abbau und Demenz grundlegend überarbeitet. Die zweite Auflage bewertet, welche konkreten Maßnahmen bei bekannten Risikofaktoren tatsächlich einen Nutzen für&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/07/20/neue-who-leitlinie-was-demenzpraevention-leisten-kann-und-was-nicht/">Neue WHO-Leitlinie: Was Demenzprävention leisten kann – und was nicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Weltgesundheitsorganisation hat ihre Leitlinie zur Verringerung des Risikos für kognitiven Abbau und Demenz grundlegend überarbeitet. Die zweite Auflage bewertet, welche konkreten Maßnahmen bei bekannten Risikofaktoren tatsächlich einen Nutzen für die Kognition oder das Demenzrisiko zeigen. Dabei fällt die WHO vielfach deutlich vorsichtiger aus, als es manche öffentliche Botschaft über Demenzprävention vermuten lässt. Manche Schlagzeile verfälscht völlig, was wir über das Thema Prävention bei Demenz wissen &#8211; und dabei <a href="https://www.sciencemediacenter.de/angebote/praevention-von-14-risikofaktoren-koennte-demenzfaelle-verhindern-24109?utm_source=chatgpt.com">spielen &#8222;45%&#8220; eine besondere Rolle</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Risikofaktor ist noch keine wirksame Präventionsmaßnahme</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bluthochdruck, Diabetes, Depressionen oder Schlafprobleme können mit einem erhöhten Demenzrisiko verbunden sein. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass ihre Behandlung nachweislich eine Demenz verhindert.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die WHO unterscheidet deshalb zwischen allgemeinen medizinischen Empfehlungen und einem zusätzlichen demenzpräventiven Nutzen. Depressionen und Schlafstörungen sollen selbstverständlich behandelt werden. Für die Aussage, dass ihre Behandlung zugleich das spätere Demenzrisiko senkt, reicht die bisherige Evidenz jedoch nicht aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was neu ist oder aktualisiert wurde</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Neu ist eine bedingte Empfehlung für kognitive Stimulation, etwa durch Lesen, Erzählen, Spiele oder strukturierte Gruppenangebote. Die Evidenzsicherheit ist allerdings sehr gering. Auch soziale Aktivitäten können nun bedingt empfohlen werden. <strong>Ob sie ursächlich vor Demenz schützen, ist damit nicht bewiesen.</strong></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Neu aufgenommen wurden außerdem Maßnahmen zur Verringerung der Luftverschmutzung sowie individuell zugeschnittene Programme, die mehrere vorhandene Risikofaktoren gleichzeitig angehen. Bei diesen Mehrkomponentenprogrammen stuft die WHO die Evidenzsicherheit teilweise als moderat bis hoch ein. Das beschreibt jedoch nicht die Größe der Wirkung, sondern wie verlässlich das gefundene Ergebnis ist. Und dieses Ergebnis fällt ernüchternd aus: In den wenigen Studien, die neu auftretende Demenzerkrankungen erfassten, hatten solche Programme wenig oder keinen Effekt. Verbesserungen in kognitiven Tests waren sehr klein.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Aktualisiert wurden unter anderem <a href="https://www.who.int/publications/i/item/9789240123557">die Empfehlungen</a> zu ausgewogener Ernährung, Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und Hörgeräten. Die meisten dieser Empfehlungen bleiben bedingt; die Evidenz reicht je nach Maßnahme von sehr gering bis moderat.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/07/WhoTabelle.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/07/WhoTabelle-1024x768.png" alt="" class="wp-image-3698" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/07/WhoTabelle-1024x768.png 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/07/WhoTabelle-300x225.png 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/07/WhoTabelle-768x576.png 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/07/WhoTabelle-1320x990.png 1320w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/07/WhoTabelle.png 1448w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Was die WHO nicht empfiehlt</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Von Vitamin B und E, Omega-3-Fettsäuren sowie Multivitamin- und Mineralstoffpräparaten zur gezielten Demenzprävention rät die WHO bei Menschen ohne nachgewiesenen Mangel ab. Hier spricht sie eine starke Empfehlung aus.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine menopausale Hormontherapie soll bei Frauen ab 65 Jahren ebenfalls nicht eigens begonnen oder eingesetzt werden, um kognitiven Abbau oder Demenz zu verhindern. Für jüngere Frauen reicht die Evidenz weder für eine Empfehlung dafür noch dagegen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Keine ausreichenden Belege sieht die WHO außerdem für einen demenzpräventiven Nutzen der Behandlung von Depressionen, Schlafstörungen und Sehbeeinträchtigungen sowie bestimmter Maßnahmen nach einem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma. <strong>Das bedeutet nicht, diese Erkrankungen oder Beeinträchtigungen unbehandelt zu lassen.</strong> Es markiert vielmehr die Grenze dessen, was derzeit über eine zusätzliche Wirkung auf das Demenzrisiko behauptet werden sollte.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<aside style="margin: 2rem 0; padding: 1.4rem 1.6rem; background-color: #f3f7f8; border-left: 5px solid #39778a; border-radius: 4px;" aria-labelledby="infokasten-praevention">

  <h3 id="infokasten-praevention" style="margin: 0 0 0.8rem 0; font-size: 1.2em; line-height: 1.35;">
    Was bedeutet die Zahl von 45 Prozent?
  </h3>

  <p style="margin: 0; line-height: 1.65;">
    Die WHO verweist auf eine Modellschätzung der Lancet-Kommission, nach der
    <strong>14 veränderbare Risikofaktoren zusammengenommen mit bis zu 45 Prozent des weltweiten Demenzgeschehens verbunden sein könnten.</strong>
  </p>

  <p style="margin: 1rem 0 0 0; padding: 0.9rem 1rem; line-height: 1.65; background-color: #ffffff; border: 2px solid #39778a; border-radius: 4px;">
    <strong>Wichtig:</strong> Die Zahl von 45 Prozent bedeutet nicht, dass tatsächlich 45 Prozent aller Demenzerkrankungen verhindert werden können. Sie bedeutet ebenso wenig, dass ein einzelner Mensch sein persönliches Demenzrisiko durch einen gesunden Lebensstil annähernd halbieren kann.
  </p>

  <p style="margin: 1rem 0 0 0; line-height: 1.65;">
    Die neue WHO-Leitlinie prüft vielmehr, welche konkreten Interventionen nachweislich wirken – und fällt dabei wesentlich zurückhaltender aus.
  </p>

</aside>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Prävention ist keine persönliche Vollkaskoversicherung</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, Rauchstopp und die Behandlung gesundheitlicher Risiken sind sinnvoll. Einen garantierten Schutz vor Demenz bieten sie nicht. Zudem liegen viele Voraussetzungen nicht allein in der Hand des Einzelnen. Bildungschancen, medizinische Versorgung, soziale Teilhabe, sichere Lebensbedingungen und saubere Luft sind auch gesellschaftliche und politische Aufgaben.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gerade deshalb ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der Zahl von 45 Prozent notwendig. Sie lässt sich leicht in die scheinbar eingängige Botschaft übersetzen, ein Mensch könne sein persönliches Demenzrisiko durch 14 Maßnahmen nahezu halbieren. <strong>Das sagen weder die zugrunde liegende Modellrechnung noch die neue WHO-Leitlinie. Eine vollständige Beseitigung aller Risikofaktoren ist unrealistisch, und selbst aufwendige Programme verhindern Demenz nicht zuverlässig.</strong></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Überschriften, die dennoch eine persönliche Halbierung des Risikos versprechen, vermitteln eine Illusion umfassender Kontrolle. Im schlimmsten Fall entsteht daraus sogar der rückblickende Verdacht, Erkrankte hätten nicht gesund, aktiv oder diszipliniert genug gelebt. Das alles schrammt stets hart an der Grenze entlang, Betroffenen letztlich selbstverschulden zu unterstellen. Prävention verdient eine ernsthafte Debatte – aber kein Versprechen, das die Wissenschaft nicht einlösen kann. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gerade Gesundheitsberufler, aber auch Redaktionen die sich als seriös betrachten, sollten dem Thema Demenz mit der notwendigen Ernsthaftigkeit begegnen. Schlagzeilen wie &#8222;So halbieren Sie Ihr Demenzrisiko&#8220; mögen Klicks bringen &#8211; gerade im Umgang mit Erkrankungen wäre es aber angebracht, wenn sich Journalistinnen und Journalisten selbst verpflichtet sähen, Informationen zu bieten und diese einzuordnen, statt Luftblasen &#8211; oder sogar Falschinformationen, zu verbreiten. </p>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Kolleginnen und Kollegen der Pflege sind auch aufgerufen, solche Behauptungen nicht unkommentiert weiterzuverbreiten. Das heißt auch, entsprechende Beiträge in den sozialen Medien nicht zu teilen / liken. Das mag im Zeitalter der Sekundenaufmerksamkeit vielleicht nicht viel bedeuten. Fördern muss man unsinnige / unbelegte Behauptungen jedoch auch nicht. <br><br>Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Grafiken mit KI erstellt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Auszug verwendeter Quellen</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>WHO-Leitlinie, zweite Auflage:</strong><br><a href="https://www.who.int/publications/i/item/9789240123557?utm_source=chatgpt.com">https://www.who.int/publications/i/item/9789240123557</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>WHO-Pressemitteilung zur neuen Leitlinie:</strong><br><a href="https://www.who.int/news/item/15-07-2026-new-who-guidelines--up-to-45--of-dementia-risk-could-be-prevented-or-delayed?utm_source=chatgpt.com">https://www.who.int/news/item/15-07-2026-new-who-guidelines&#8211;up-to-45&#8211;of-dementia-risk-could-be-prevented-or-delayed</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lancet Commission 2024:</strong><br><a href="https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736%2824%2901296-0/fulltext?utm_source=chatgpt.com">https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736%2824%2901296-0/fulltext</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Deutsches Ärzteblatt:</strong><br><a href="https://www.aerzteblatt.de/news/neue-empfehlungen-der-weltgesundheitsorganisation-gegen-demenz-erschienen-4511b953-9ff1-4640-8192-e30c604727a8?utm_source=chatgpt.com">https://www.aerzteblatt.de/news/neue-empfehlungen-der-weltgesundheitsorganisation-gegen-demenz-erschienen-4511b953-9ff1-4640-8192-e30c604727a8</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kritische Einordnung durch Fachleute beim Science Media Center Germany:</strong><br><a href="https://www.sciencemediacenter.de/angebote/praevention-von-14-risikofaktoren-koennte-demenzfaelle-verhindern-24109?utm_source=chatgpt.com">https://www.sciencemediacenter.de/angebote/praevention-von-14-risikofaktoren-koennte-demenzfaelle-verhindern-24109</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/07/20/neue-who-leitlinie-was-demenzpraevention-leisten-kann-und-was-nicht/">Neue WHO-Leitlinie: Was Demenzprävention leisten kann – und was nicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Demenzprävention ist mehr als Bewegung und gesunde Ernährung</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/06/07/demenzpraevention-ist-mehr-als-bewegung-und-gesunde-ernaehrung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 11:45:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[American Heart Association]]></category>
		<category><![CDATA[Darmmikrobiom]]></category>
		<category><![CDATA[demenzprävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Demenzprävention und Gehirngesundheit dürfen nicht auf „mehr Bewegung und gesünder essen“ verkürzt werden. Darauf weist ein neues wissenschaftliches Statement der American Heart Association hin. Die Autorinnen und Autoren beschreiben Gehirngesundheit&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Demenzprävention und Gehirngesundheit dürfen nicht auf „mehr Bewegung und gesünder essen“ verkürzt werden. Darauf weist ein neues wissenschaftliches Statement der American Heart Association hin. Die Autorinnen und Autoren beschreiben Gehirngesundheit als Ergebnis vieler Einflüsse über die gesamte Lebensspanne – von frühen Kindheitserfahrungen bis ins hohe Alter.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt stehen ausdrücklich nicht nur klassische vaskuläre Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder Rauchen. Das Papier rückt weitere Faktoren in den Blick: psychische Gesundheit, chronischer Stress, Schlafqualität, Umweltbelastungen, chronische Entzündung, das Darmmikrobiom, soziale Benachteiligung, Bildung, belastende Kindheitserfahrungen, chronische Erkrankungen und Infektionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gehirngesundheit unter Bedingungen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Damit wird deutlich: Wer über Demenzprävention spricht, darf die Verantwortung nicht allein beim einzelnen Menschen abladen. Natürlich bleiben Bewegung, ausgewogene Ernährung, guter Schlaf, Rauchverzicht und ein maßvoller Umgang mit Alkohol wichtig. Aber sie sind nur ein Teil des Bildes. Gehirngesundheit hängt auch davon ab, unter welchen Bedingungen Menschen aufwachsen, arbeiten, wohnen, altern und medizinisch versorgt werden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Botschaft des AHA-Statements ist deshalb weniger eine einfache Verhaltensregel als ein Perspektivwechsel: Gehirngesundheit entsteht im Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren. Wer Demenzprävention ernst nimmt, muss dieses Zusammenspiel berücksichtigen – im Alltag, in der Versorgung und in politischen Entscheidungen.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.ahajournals.org/doi/10.1161/STR.0000000000000518">Marsh EB et al.: Brain Health Across the Life Span: A Framework for Future Studies. Scientific Statement der American Heart Association, veröffentlicht in Stroke, 2026. DOI: 10.1161/STR.0000000000000518.</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/06/07/demenzpraevention-ist-mehr-als-bewegung-und-gesunde-ernaehrung/">Demenzprävention ist mehr als Bewegung und gesunde Ernährung</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gürtelrose-Impfung mit geringerem Demenzrisiko verbunden</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/05/31/guertelrose-impfung-mit-geringerem-demenzrisiko-verbunden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 06:44:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer-Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[demenzprävention]]></category>
		<category><![CDATA[demenzrisiko]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung zu Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Gürtelrose-Impfung]]></category>
		<category><![CDATA[herpes zoster]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung im Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[rekombinanter Zoster-Impfstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Shingrix]]></category>
		<category><![CDATA[vaskuläre demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Zoster-Impfung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Impfung gegen Herpes zoster, den Erreger der Gürtelrose, könnte möglicherweise mit einem geringeren Risiko für eine neu auftretende Demenz verbunden sein. Darauf weist eine große US-amerikanische Beobachtungsstudie mit Medicare-Versicherten&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/05/31/guertelrose-impfung-mit-geringerem-demenzrisiko-verbunden/">Gürtelrose-Impfung mit geringerem Demenzrisiko verbunden</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine Impfung gegen Herpes zoster, den Erreger der Gürtelrose, könnte möglicherweise mit einem geringeren Risiko für eine neu auftretende Demenz verbunden sein. Darauf weist eine große US-amerikanische Beobachtungsstudie mit Medicare-Versicherten ab 65 Jahren hin.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Daten von mehr als 1,5 Millionen ältere Menschen ausgewertet</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Forschenden verglichen 502.845 Personen, die zwei Dosen des rekombinanten Herpes-zoster-Impfstoffs erhalten hatten, mit 1.005.690 nicht entsprechend geimpften Personen. Zu Beginn der Untersuchung lag bei keiner der eingeschlossenen Personen eine Demenzdiagnose vor. Die Gruppen wurden unter anderem nach Alter, Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit abgeglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weniger neue Demenzdiagnosen bei Geimpften</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Im Beobachtungszeitraum traten bei den Geimpften 10,45 neue Demenzdiagnosen pro 1.000 Personenjahre auf, bei den Ungeimpften waren es 15,73. In den ersten drei Jahren nach der Impfung war das statistisch errechnete Risiko für eine neu diagnostizierte Demenz bei den Geimpften um 33 Prozent niedriger. Auch nach mehr als drei Jahren bestand noch ein um 26 Prozent niedrigeres Risiko. Vergleichbare Zusammenhänge zeigten sich sowohl für die Alzheimer-Krankheit als auch für vaskuläre Demenzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Einordnung: Kein Nachweis, dass die Impfung Demenz verhindert</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Ergebnisse ergänzen frühere Untersuchungen, in denen ebenfalls ein Zusammenhang zwischen einer Impfung gegen Gürtelrose und einem geringeren Demenzrisiko beobachtet wurde. Dennoch lässt sich aus der Studie nicht ableiten, dass die Impfung Demenz verhindert. Es handelt sich um eine Auswertung von Versorgungsdaten, nicht um eine randomisierte kontrollierte Studie.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<div style="background-color: #eaf4f8; border-left: 5px solid #4f90a8; padding: 16px 18px; margin: 20px 0; line-height: 1.6; font-size: 1em;">
  <p style="margin: 0 0 8px 0; font-weight: 600; color: #2f5968;">Wichtig zur Einordnung</p>
  <p style="margin: 0;">
    Nicht erfasste Unterschiede zwischen geimpften und ungeimpften Personen – etwa Gesundheitsverhalten, Bildungsstand, körperliche Aktivität oder die generelle Nutzung von Vorsorgeangeboten – könnten das Ergebnis mit beeinflusst haben.
  </p>
</div>
</div>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Weitere Forschung ist nötig: Zudem konnten die Forschenden die Demenzdiagnosen nicht anhand der Krankenakten überprüfen. Für die weitere Forschung ist deshalb entscheidend, ob sich der beobachtete Zusammenhang in anderen Studien bestätigen lässt und welche biologischen Mechanismen dabei eine Rolle spielen könnten.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://alz-journals.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/alz.71407">Susan dos Reis, Phuong Tran, Kareshma Mohanty, Alejandro Amill-Rosario, Abree Johnson, Kathleen Ryan, Hannah Alsdurf, Driss Oraichi, Huifeng Yun: Reduced risk of dementia with recombinant zoster vaccine in US adults age 65 or older. Alzheimer’s &amp; Dementia. 2026; 22(5): e71407. doi: 10.1002/alz.71407</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/05/31/guertelrose-impfung-mit-geringerem-demenzrisiko-verbunden/">Gürtelrose-Impfung mit geringerem Demenzrisiko verbunden</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Altersschwerhörigkeit: nicht nur ein Hörproblem</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/03/24/altersschwerhoerigkeit-nicht-nur-ein-hoerproblem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 21:10:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Altersschwerhörigkeit wird oft vor allem als Kommunikationsproblem wahrgenommen. Die aktuelle Forschung legt aber nahe, dass mehr dahinterstecken könnte: Eine 2026 veröffentlichte Studie stützt die Annahme, dass Altersschwerhörigkeit und kognitive Einbußen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/03/24/altersschwerhoerigkeit-nicht-nur-ein-hoerproblem/">Altersschwerhörigkeit: nicht nur ein Hörproblem</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Altersschwerhörigkeit wird oft vor allem als Kommunikationsproblem wahrgenommen. Die aktuelle Forschung legt aber nahe, dass mehr dahinterstecken könnte: Eine 2026 veröffentlichte Studie stützt die Annahme, dass Altersschwerhörigkeit und kognitive Einbußen biologisch im Gehirn miteinander verknüpft sein können. Die Forscher fanden Hinweise darauf, dass sich bei Presbyakusis nicht nur das Hören verschlechtert, sondern auch Hirnregionen verändert sind, die für Aufmerksamkeit, Gedächtnis und andere kognitive Leistungen wichtig sind.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wer schlechter hört, wirkt mitunter unaufmerksam, vergesslich oder desorientiert. Tatsächlich kann es aber sein, dass Gesprächsinhalte nicht sicher ankommen, Reize falsch eingeordnet werden oder die kognitive Belastung in Gesprächen stark zunimmt. Die Studie zeigt genau in diese Richtung: Je ausgeprägter die Hörprobleme waren, desto eher zeigten sich auch Zusammenhänge mit schlechteren Ergebnissen in kognitiven Tests.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hörbeeinträchtigungen früh erkennen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für die Praxis heißt das nicht, dass Schwerhörigkeit automatisch Demenz verursacht. Aber es heißt, dass Pflegefachpersonen Hörverluste ernst nehmen sollten. Wenn Bewohner oder Patienten sich zurückziehen, auffallend oft nachfragen, Inhalte missverstehen oder in Gesprächen rasch erschöpfen, sollte nicht nur an „Verwirrtheit“ gedacht werden, sondern auch an ein mögliches Hörproblem. Eine gute Hörumgebung, deutliches Sprechen, Blickkontakt, reduzierte Nebengeräusche und die Prüfung vorhandener Hörhilfen sind deshalb keine Kleinigkeiten, sondern wichtige pflegerische Maßnahmen.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Studie:<br><a href="https://www.eneuro.org/content/13/3/ENEURO.0294-25.2026">Wang X. et al. (2026): Functional-Structural Disruption in Presbycusis: Evidence from Multimodal MRI. eNeuro, 13(3), ENEURO.0294-25.2026.</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://www.aerzteblatt.de/news/warum-ein-horverlust-im-alter-zum-kognitiven-abbau-fuhren-kann-09dd5cf9-e595-41ec-a07b-683d2a76b814">Das Ärzteblatt berichtete hier. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/03/24/altersschwerhoerigkeit-nicht-nur-ein-hoerproblem/">Altersschwerhörigkeit: nicht nur ein Hörproblem</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Kindheit wirkt nach: Langzeitstudie über Alzheimer-Risiko, Gefäßrisiken und „kognitive Reserve“</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/30/fruehe-lebensjahre-demenzrisiko-studie-alzheimer-nicht-alzheimer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 07:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Präventionsübersichten nennen „Bildung“ als Schutzfaktor gegen Demenz. Das stimmt als grobe Richtung – ist aber unscharf. Eine neue prospektive Kohortenstudie aus Alzheimer’s &#38; Dementia trennt genauer: Welche frühen Einflüsse&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/30/fruehe-lebensjahre-demenzrisiko-studie-alzheimer-nicht-alzheimer/">Kindheit wirkt nach: Langzeitstudie über Alzheimer-Risiko, Gefäßrisiken und „kognitive Reserve“</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Viele Präventionsübersichten nennen „Bildung“ als Schutzfaktor gegen Demenz. Das stimmt als grobe Richtung – ist aber unscharf. Eine neue <a href="https://alz-journals.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/alz.70967">prospektive Kohortenstudie</a> aus Alzheimer’s &amp; Dementia trennt genauer: Welche frühen Einflüsse liegen vermutlich hinter dem Bildungseffekt, und unterscheiden sie sich je nach Demenzform?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurzfassung der Ergebnisse</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Forschenden zeigen an einer nahezu lebenslangen Beobachtungskohorte: Entscheidend sind vor allem Einflüsse, die vor dem Ende der High School liegen (Kindheit/Jugend). Spätere Bildungsjahre im jungen Erwachsenenalter (College/weiterführende Abschlüsse) hatten in den Modellen keinen eigenständigen Schutzeffekt vor Demenz.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Und noch wichtiger: Die Mechanismen unterscheiden sich je nach Demenzform.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Nicht-Alzheimer-Demenzen (häufig mit Gefäßschäden assoziiert): eher verbunden mit Ressourcen im Elternhaus, besonders elterlichem Einkommen und auch Bildung der Mutter. </li>



<li class="has-medium-font-size">Alzheimer-Demenz: eher verbunden mit Markern der „kognitiven Reserve“ in der Jugend, hier über Jugend-IQ und schulische Leistung (High-School-Rang). </li>



<li class="has-medium-font-size">Zusätzlich: Gute schulische Leistung in der Jugend schwächte in den Analysen den Zusammenhang zwischen genetischem Risiko (APOE-Risikoscore) und Alzheimer-Demenz ab.</li>
</ul>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div style="background:#f2f7ff;border:1px solid #d7e6ff;border-radius:10px;padding:16px;line-height:1.5;">
  <h3 style="margin:0 0 10px 0;font-size:18px;">Praxis-Übersetzung in 3 Punkten</h3>
  <ul style="margin:0;padding-left:18px;">
    <li>
      <strong>Biografie als Hinweis:</strong> Bei belasteter Kindheit eher den „Gefäßpfad“ mitdenken und Gefäß- und Funktionsrisiken
      (z. B. Blutdruck, Diabetes, Schlaf, Bewegung, Schmerz, Sinnesdefizite, Isolation) eng begleiten und früh handeln.
    </li>
    <li>
      <strong>„Kognitive Reserve“ im Alltag:</strong> Nicht IQ, sondern Kompensation. Konsequenz: klare Struktur, Reizreduktion, machbare Aufgaben
      mit Erfolgserlebnissen und Aktivierung als Funktionsschutz statt Beschäftigung.
    </li>
    <li>
      <strong>Angehörige entlasten:</strong> Die Vorgeschichte erklärt Unterschiede, ohne zu bewerten. Gleichzeitig bleibt heute viel gestaltbar:
      Sicherheit, Beziehung, Umfeld, Risikomanagement und somatische Trigger konsequent behandeln.
    </li>
  </ul>
</div>

</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für die Praxis ist der differenzierte Blick zentral. Wenn Nicht-Alzheimer-Demenzen stärker mit frühen sozialen Ressourcen zusammenhängen, passt das zu einem Gefäß-/Umweltpfad: frühe Armut, Stress, schlechterer Zugang zu gesunder Entwicklung und später mehr kardiovaskuläre Risiken. Die Studie argumentiert explizit: Wenn man nur Bildungsjahre misst, vermischt man Lebensphasen. Man sieht dann nicht, ob der Effekt eher aus Kindheit/Jugend stammt oder aus späterer Ausbildung. In dieser Kohorte war der relevante Anteil offenbar vor dem Ende der Schulzeit zu verorten.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Wichtige Einschränkungen der Studie</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die WLS besteht überwiegend aus weißen High-School-Absolventen aus Wisconsin; die Ergebnisse sind daher nicht automatisch auf alle Bevölkerungsgruppen übertragbar. Die Autoren betonen außerdem, dass die Stichprobe eher etwas „vorteilhafter“ ist und der Einfluss früher Nachteile dadurch sogar unterschätzt sein könnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Prävention differenziert betrachten</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Die Studie schärft den Blick: Nicht „Bildung“ im Allgemeinen schützt, sondern spezifische, frühe Mechanismen – und diese unterscheiden sich je nach Demenzform. Für die Versorgung bedeutet das: Demenzprävention und Demenzversorgung profitieren von einem Lebenslauf-Blick, der soziale Vorgeschichte, Gefäßrisiken und kognitive Reserve auseinanderhält, statt alles in einem Bildungsindikator zu verstecken.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: erd P, Sicinski K, Williams V, Asthana S, Engelman M. Early-life influences on the risk for later-life Alzheimer’s and non-Alzheimer’s dementia: A nearly full life course prospective cohort study. Alzheimer’s &amp; Dementia. 2026;22:e70967. <a href="https://doi.org/10.1002/alz.70967">https://doi.org/10.1002/alz.70967</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/30/fruehe-lebensjahre-demenzrisiko-studie-alzheimer-nicht-alzheimer/">Kindheit wirkt nach: Langzeitstudie über Alzheimer-Risiko, Gefäßrisiken und „kognitive Reserve“</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Ist die Ehe schlecht fürs Gehirn?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jun 2025 08:56:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Links und Weiterführendes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine neue Studie stellt die bisherige und weit verbreitete Annahme in Frage, dass Verheiratete ein geringeres Demenzrisiko aufweisen. Die Studie prüfte den Zusammenhang bei älteren Erwachsenen. 24107 Personen (Durchschnittsalter 71,8&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/06/09/ist-die-ehe-schlecht-fuers-gehirn/">Ist die Ehe schlecht fürs Gehirn?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine neue Studie stellt die bisherige und weit verbreitete Annahme in Frage, dass Verheiratete ein geringeres Demenzrisiko aufweisen. Die Studie prüfte den Zusammenhang bei älteren Erwachsenen. 24107 Personen (Durchschnittsalter 71,8 Jahre) wurden über einen Zeitraum von 18 Jahren begleitet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ergebnisse werden viel diskutiert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vergleich zu Verheirateten hatten Verwitwete ein um 27 % geringeres Risiko, Geschiedene ein um 34 % geringeres Risiko und niemals verheiratete Personen ein um 40 % geringeres Risiko.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch nach Kontrolle für demografische, verhaltensbezogene, klinische, genetische und diagnostische Einflussfaktoren blieben die Ergebnisse Signifikant. Das Muster galt auch für Alzheimer- und Lewy‑Body‑Demenz, zeigte sich jedoch nicht bei vaskulärer Demenz oder leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI). Die Ergebnisse ließen zudem vermuten, dass die Demenzdiagnose bei Unverheirateten eher verzögert erfolgen könnte. Schlussfolgerung: Unverheiratete ältere Menschen hatten ein niedrigeres Demenzrisiko als Verheiratete. Entweder wird bei diesen später diagnostiziert oder die eher verbreitete Annahme, dass Ehe vor Demenz schützt, steht infrage. Interessanterweise war es auch weniger wahrscheinlich, dass unverheiratete Personen von leichten Gedächtnisproblemen in eine voll ausgeprägte Demenz übergingen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Heiraten an sich bietet keinen Schutz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Andere Studien deuten darauf hin, dass nicht die Ehe selbst, sondern die Stärke sozialer Bindungen für die geistige Gesundheit entscheidend sein könnte. So ergab eine 2022 in Frontiers in Aging Neuroscience veröffentlichte Studie, dass Menschen mit starken sozialen Netzwerken – unabhängig davon, ob sie verheiratet waren oder nicht – eine bessere kognitive Gesundheit und ein geringeres Demenzrisiko hatten. Das bedeutet: Für verheiratete Menschen kann es zwar hilfreich sein, sozial aktiv und emotional verbunden zu bleiben – die Ehe allein garantiert diesen Schutz aber nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Studie: <a href="https://alz-journals.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/alz.70072">Marital status and risk of dementia over 18 years: Surprising findings from the National Alzheimer&#8217;s Coordinating Center</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/06/09/ist-die-ehe-schlecht-fuers-gehirn/">Ist die Ehe schlecht fürs Gehirn?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Studie sieht Zusammenhang zwischen der Impfung gegen Gürtelrose und Demenz-Risiko</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2025 11:34:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Links und Weiterführendes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Studie sieht Zusammenhang zwischen der Impfung gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) und einem reduzierten Risiko, an Demenz zu erkranken.Veröffentlicht im Fachjournal Nature, analysierte die Studie Gesundheitsdaten von über 280.000 älteren Erwachsenen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/04/07/studie-sieht-zusammenhang-zwischen-der-impfung-gegen-guertelrose-und-demenz-risiko/">Studie sieht Zusammenhang zwischen der Impfung gegen Gürtelrose und Demenz-Risiko</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Studie sieht Zusammenhang zwischen der Impfung gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) und einem reduzierten Risiko, an Demenz zu erkranken.<br>Veröffentlicht im Fachjournal Nature, analysierte die Studie Gesundheitsdaten von über 280.000 älteren Erwachsenen in Wales. Die Ergebnisse zeigen, dass Personen, die den Lebendimpfstoff gegen Gürtelrose erhalten hatten, ein um etwa 20 % geringeres Risiko aufwiesen, innerhalb von sieben Jahren eine Demenzdiagnose zu erhalten, verglichen mit Nicht-Geimpften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Studie: <a href="https://www.nature.com/articles/s41586-025-08800-x">Nature.com</a>.  Weitere Infos: <a href="https://www.pharmazeutische-zeitung.de/zoster-impfung-koennte-vor-demenz-schuetzen-155098/">Pharmazeutische Zeitung</a>, <a href="https://nypost.com/2025/04/02/health/this-vaccine-lowered-seniors-dementia-risk-by-20/">New York Post</a>, <a href="https://www.welt.de/gesundheit/plus255845050/Guertelrose-Die-Impfung-die-vor-Demenz-schuetzt.html">Welt.de</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/04/07/studie-sieht-zusammenhang-zwischen-der-impfung-gegen-guertelrose-und-demenz-risiko/">Studie sieht Zusammenhang zwischen der Impfung gegen Gürtelrose und Demenz-Risiko</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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