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	<title>betreuung Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>Empathisch leiden lassen: Warum Menschen mit Demenz mehr brauchen als Verständnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 07:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wer mit Menschen mit Demenz arbeitet oder lebt, hört heute oft Sätze wie diese: Man müsse mehr mitfühlen. Man müsse verstehen, dass Verhalten Ausdruck von Not ist. Man brauche die&#8230;</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wer mit Menschen mit Demenz arbeitet oder lebt, hört heute oft Sätze wie diese: Man müsse mehr mitfühlen. Man müsse verstehen, dass Verhalten Ausdruck von Not ist. Man brauche die richtige Haltung. Das alles stimmt. Und doch beginnt genau hier auch ein Problem, das mir immer wieder begegnet: Empathie allein lindert noch kein Leid.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ein Mensch mit Demenz hat nicht weniger Schmerzen, nur weil wir ihm freundlich begegnen. Er ist nicht weniger verängstigt, nur weil wir verständnisvoll nicken. Er schläft nicht besser, weil wir sein nächtliches Rufen „einordnen“ können. Und eine Verstopfung, ein Harnwegsinfekt, Hunger, Durst, Reizüberflutung oder ein beginnendes Delir verschwinden nicht durch Zuwendung allein.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Das klingt härter, als es gemeint ist. Aber genau dieser Punkt wird im Alltag oft zu weich formuliert. Haltung ist wichtig. Sehr wichtig sogar. Nur: Haltung ohne Analyse bleibt oft unzureichend. Und Unzulänglichkeit bedeutet für Betroffene nicht Neutralität, sondern häufig anhaltendes Leid.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verstehen ist nicht dasselbe wie helfen ist nicht dasselbe wie pflegerisches Handeln</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Es ist zweifellos ein Fortschritt, dass in Schulungen heute weniger über „schwierige Bewohner“ und mehr über Bedürfnisse, Biografie, Würde und Beziehung gesprochen wird. Das war notwendig. Pflege hat lange genug unter einem Denken gelitten, das Verhalten vor allem kontrollieren wollte.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nur ist die &#8222;Gegenbewegung&#8220; manchmal genauso verkürzt. Dann klingt es so, als genüge es schon, Verhalten anders zu bewerten: nicht als Störung, sondern als Ausdruck. Nicht als Angriff, sondern als Botschaft. Nicht als Widerstand, sondern als Not.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Genau an diesem Punkt wird es heikel. Denn mitunter entsteht der Eindruck, als könne Haltung fachliche Kompetenz ersetzen. Als reiche es aus, empathisch zu sein, um dem Menschen gerecht zu werden. Das tut es nicht.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wer zwar anerkennt, dass ein Verhalten einen Grund hat, diesen Grund aber nicht systematisch prüft, ändert für den betroffenen Menschen oft zu wenig. Dann wird aus einem an sich richtigen Gedanken schnell eine beruhigende Erzählung für Helfende: „Wir haben verstanden, warum er so ist.“ Für die betroffene Person kann das trotzdem heißen: Der Schmerz bleibt. Die Überforderung bleibt. Die Angst bleibt. Die Auslöser bleiben. Und mit ihnen das Leid.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Haltung und Empathie gehören fachlich dazu – aber sie sind nicht alles</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Empathie kann verhindern, dass wir Menschen moralisch abwerten. Sie ersetzt aber keine pflegerische Kompetenz. Jeder Laie kann mitfühlen. Das ist menschlich und wertvoll. Pflegefachpersonen müssen jedoch mehr leisten. Sie müssen beobachten, ohne sich vom ersten Eindruck täuschen zu lassen. Sie müssen Veränderungen wahrnehmen, Hypothesen bilden, Ursachen prüfen und gezielt handeln.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gerade dort, wo Demenz vermittelt, geschult oder konzeptionell begleitet wird, reicht es nicht, nur Haltung zu predigen. Wer professionell Verantwortung trägt, muss mehr vermitteln als Zugewandtheit. Es geht auch um Schmerzerkennung, Delir, Überforderung, Kommunikation, Umgebung, Auslöser, Verlauf und ganz konkrete Maßnahmen. Es ist teilweise erstaunlich, wer heute alles glaubt Pflegefachpersonen schulen zu können. Führungskräfte scheinen auch immer wieder vor lauter „Haltung“ zu vergessen, dass &#8222;Nettsein&#8220; nicht Aufgabe der Pflege ist. Vor diesem Hintergrund sind die &#8222;Pflege mit Herz&#8220;-Stelleanzeigen und ein &#8222;Wir-haben-alte-Menschen-doch-so-lieb&#8220;-Bild auf SocialMedia durchaus manchmal vielsagend. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Herausforderndes Verhalten ist ein Hinweis. Manchmal ein leiser, manchmal ein massiver</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Unruhe kann auf Schmerzen hinweisen. Aggression kann Ausdruck von Angst sein. Abwehr bei der Körperpflege kann bedeuten, dass jemand friert, sich schämt, die Handlung nicht versteht oder eine Bewegung weh tut. Rückzug kann Überforderung sein – oder Depression. Nächtliches Rufen kann Einsamkeit bedeuten, aber auch Desorientierung, Durst, Schmerzen oder einen gestörten Tag-Nacht-Rhythmus. Ständiges Aufstehen kann Bewegungsdrang sein, aber ebenso Harndrang, innere Unruhe oder das Bedürfnis, „nach Hause“ zu müssen.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<div style="background:#ffffff; border-left:6px solid #7a5aa6; padding:28px 32px; margin:32px 0; border-radius:10px; box-shadow:0 2px 8px rgba(0,0,0,0.04);">
  <p style="margin:0; font-size:1.65rem; line-height:1.7; color:#222222; font-weight:500;">
    Wer hier nur mitfühlt, aber nicht prüft, bleibt an der Oberfläche. Das kann freundlich aussehen und kurzfristig sogar beruhigend wirken – und dennoch unzureichend sein.
  </p>
</div>
</div>
</div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Gerade darin liegt die fachliche Herausforderung: Das sichtbare Verhalten sagt noch nicht, was die Ursache ist. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mit anderen Worten: Wer Verhaltenssymptome nur als „demenztypisch“ hinnimmt oder nur beziehungsorientiert beantwortet, riskiert, behandelbare Ursachen zu übersehen. Das ist nicht nur ein fachliches Defizit. Es ist für den betroffenen Menschen eine reale Belastung. Wichtige und in der Praxis tragfähige und umsetzbare Strategien und Vorgehensweisen zu etablieren hat daher die größere Bedeutung, als &#8222;Freundlichkeit&#8220; zu trainieren. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Empathie ist unverzichtbar. Aber sie ist kein Ersatz für Analyse</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wer Menschen mit Demenz wirklich helfen will, darf sich nicht damit zufriedengeben, Verhalten freundlich zu betrachten. Er muss nach Ursachen suchen, Auslöser erkennen, körperliche Belastungen mitdenken, Situationen verändern und die Wirkung seines Handelns prüfen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mitgefühl ohne Fachlichkeit kann gut gemeint sein. Für Betroffene bleibt es trotzdem oft unzureichend. Oder zugespitzt gesagt: Nett sein nimmt keinem Menschen mit Demenz den Schmerz durch Harnverhalt. Fachlich gutes Handeln am Ende schon. Denken Sie immer daran: Haltung darf nicht gegen Analyse ausgespielt werden &#8211; und sie auch nicht überstimmen oder gar dazu führen, dass sie für Pflegeprofis obsolet wird. </p>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Enkel betreuen scheint gut fürs Gehirn zu sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Feb 2026 20:40:35 +0000</pubDate>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Eine neue niederländische Studie legt nahe: Großeltern, die ihre Enkelkinder betreuen, schneiden in kognitiven Tests besser ab – und bei Großmüttern zeigte sich über die Zeit ein geringerer kognitiver Abbau als bei Nicht-Betreuenden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Untersucht wurden Daten von knapp 3.000 Großeltern (Durchschnittsalter rund 67 Jahre). Die Forschenden fanden höhere Werte bei Gedächtnis und verbaler Flüssigkeit, wenn Großeltern in den vergangenen zwölf Monaten an der Betreuung beteiligt waren. Auffällig: Es spielte in den Analysen weniger eine Rolle, wie häufig oder in welcher konkreten Form die Betreuung stattfand – entscheidender war offenbar, überhaupt als betreuende Großmutter bzw. betreuender Großvater eingebunden zu sein. Die Autorinnen und Autoren betonen zugleich, dass es sich um einen Zusammenhang handelt; aus den Daten allein lässt sich nicht sicher ableiten, dass die Enkelbetreuung die Ursache für bessere kognitive Werte ist.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Quelle</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://doi.org/10.1037/pag0000958">Chereches, F. S., Olaru, G., Ballhausen, N., &amp; Brehmer, Y. (2026). Grandparents’ cognition and caregiving for grandchildren: Frequency, type, and variety of activities. Psychology and Aging.</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">American Psychological Association (APA). (26.01.2026). Grandparenting is good for the brain (Pressemitteilung).</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/21/enkel-betreuen-scheint-gut-fuers-gehirn-zu-sein/">Enkel betreuen scheint gut fürs Gehirn zu sein</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Verhalten verstehen und handhaben – wie geht man sachlich und kriteriumsgeleitet vor?</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/11/verhalten-verstehen-und-handhaben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 17:25:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In Klinik, ambulanter Versorgung und Pflegeheimen begegnet Ihnen Verhalten, das als seltsam, auch als „abnorm“ oder „herausfordernd“ erlebt wird: Unruhe, Abwehr, Rufen, Aggression, Weglaufdrang, Misstrauen, Mitmachen verweigern, Entkleiden, dauerndes Klingeln,&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/11/verhalten-verstehen-und-handhaben/">Verhalten verstehen und handhaben – wie geht man sachlich und kriteriumsgeleitet vor?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">In Klinik, ambulanter Versorgung und Pflegeheimen begegnet Ihnen Verhalten, das als seltsam, auch als „abnorm“ oder „herausfordernd“ erlebt wird: Unruhe, Abwehr, Rufen, Aggression, Weglaufdrang, Misstrauen, Mitmachen verweigern, Entkleiden, dauerndes Klingeln, Fixiertsein auf ein Thema. Die entscheidende Frage ist selten: &#8222;Wie kriege ich das weg?&#8220; – sondern: &#8222;Was will mir dieses Verhalten sagen, und was braucht die Person jetzt, damit sich die Situation normalisiert?&#8220;. Da der Pflegealltag vielerorts häufig von Zeitdruck geprägt ist, braucht es griffige, einprägsame Methoden. Schritte, die auch unter Druck gelingen sind wichtiger als der gute Rat: &#8222;Setzen Sie sich doch mal ne halbe Stunde zum Betroffenen.&#8220; &#8211; weil man &#8222;die halbe Stunde&#8220; im normalen Dienst einfach meist nicht hat. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Herausforderndes Verhalten wirkt im Moment oft wie ein persönlicher Angriff oder wie „reine Unkooperativität“. Im Alltag hilft es, den emotionalen Impuls kurz zu parken und in einen strukturierten Modus zu wechseln: erst beobachten, dann prüfen, dann handeln – und das Ganze so dokumentieren, dass es in Übergabe, Visite und Verlegungsbericht sofort nutzbar ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Drei Merksätze, die Sie durch fast jede Situation tragen</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/02/zwischenbild1-1-scaled.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="538" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/02/zwischenbild1-1-1024x538.jpg" alt="" class="wp-image-3443" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/02/zwischenbild1-1-1024x538.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/02/zwischenbild1-1-300x158.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/02/zwischenbild1-1-768x403.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/02/zwischenbild1-1-1536x806.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/02/zwischenbild1-1-2048x1075.jpg 2048w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2026/02/zwischenbild1-1-1320x693.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Der einfache 5-Schritt-Algorithmus: STOPP – PRÜFEN – EINORDNEN – HANDELN – DOKUMENTIEREN</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">STOPP: Sichern Sie in den ersten 20 Sekunden Beziehung und Sicherheit, indem Sie Tempo rausnehmen (Merksatz: Langsam werden, um schneller zu werden). Halten Sie ggfs. Abstand, bleiben Sie offen in der Körperhaltung, <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/03/19/stay-focused-kontakt-und-kommunikationsverhalten-verbessern/">sprechen Sie ruhig und in kurzen Sätzen</a>, reduzieren Sie nötigenfalls Reize (Licht, Lärm, Personenanzahl) und bieten Sie echte Wahlmöglichkeiten an (zwei akzeptable Optionen). Wenn möglich, spricht nur eine Bezugsperson. Mini-Sätze, die fast immer tragen: „Ich sehe, das ist gerade zu viel. Ich bleibe bei Ihnen.“ / „Wir machen erst eine kurze Pause. Dann schauen wir gemeinsam weiter.“ / „Sie müssen das nicht jetzt. Wollen Sie erst sitzen oder erst trinken?“</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">PRÜFEN: Wechseln Sie direkt in den „Körper zuerst“-Schnellcheck, vor allem wenn das Verhalten plötzlich kippt (Merksatz: <strong>Wenn Verhalten plötzlich kippt, ist es oft Körper</strong>) und nicht auf den ersten Blick eine in Frage kommende Ursache wahrscheinlich ist. Prüfen Sie je nach Setting systematisch Schmerz (auch „stumm“: Mimik, Schonhaltung, Abwehr bei Berührung), Harndrang/Obstipation/Übelkeit, Atemnot/Hypoxie, Fieber/Infekt/Dehydratation, Hypo-/Hyperglykämie und Blutdruckentgleisung, Nebenwirkungen/Interaktionen (neue Medikamente, Dosisänderungen, Sedierung), Sinnesprobleme (Brille/Hörgerät fehlt, Blendung, Dunkelheit) sowie Entzug (Nikotin, Alkohol, Benzodiazepine) und Schlafmangel. Pragmatischer Merksatz: Wenn Sie keinen Auslöser finden: Abstimmung mit Team / Arzt und: behandeln Sie zuerst das Naheliegende, das gefährlich ist oder zu werden droht.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">EINORDNEN: Trennen Sie konsequent Fakten von Deutung (Merksatz: Fakt ist messbar. Deutung ist eine Hypothese). Beschreiben Sie konkret, was passiert (was, wie lange, wie oft, in welcher Situation, mit welchen Worten) und markieren Sie erst danach Ihre Vermutung als Hypothese, statt sie als Eigenschaft der Person zu formulieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Drei robuste Interventionsblöcke, die fast immer helfen</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">A) Orientierung und Kontrolle zurückgeben</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">ankündigen, erklären, in kleine Schritte zerlegen</li>



<li class="has-medium-font-size">Zustimmung aktiv einholen (auch nonverbal)</li>



<li class="has-medium-font-size">Optionen: „Jetzt oder in 10 Minuten?“ – „Links oder rechts?“</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">B) Reiz und Tempo anpassen</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Umgebung beruhigen, Personenzahl reduzieren</li>



<li class="has-medium-font-size">Pausen einbauen, Tätigkeiten verkürzen</li>



<li class="has-medium-font-size">bekannte Routinen nutzen (gleiche Reihenfolge, gleiche Worte)</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">C) Beziehung und Würde schützen</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">nicht diskutieren, nicht belehren, nicht „gewinnen“</li>



<li class="has-medium-font-size">bei Abwehr: „Rückzug statt Druck“</li>



<li class="has-medium-font-size">bei Angst: „Sicherheitssätze“ wiederholen, nicht argumentieren</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wenn Gefahr im Verzug ist:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Teamruf, klare Rollen, Schutz vor Verletzungen</li>



<li class="has-medium-font-size">medizinische Abklärung priorisieren (z. B. akutes Delir, Hypoxie, Hypoglykämie)</li>



<li class="has-medium-font-size">freiheitsentziehende Maßnahmen sind Hochrisiko: immer verhältnismäßig, begründet, so kurz wie möglich, sauber dokumentiert und nach Hausstandard/gesetzlichen Vorgaben</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Dokumentieren: Kurz, standardisiert, übergabefähig</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Merksatz: Dokumentation ist Teamgedächtnis und Patientensicherheit.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Nutzen Sie ein kurzes Schema, das in Übergabe, Visite und Verlegungsbericht andockt. Am praktikabelsten ist ein kurzer Eintrag im Muster Situation – Observation – Vermutete Faktoren – Maßnahme – Effekt.</p>



<!-- Infobox: S-O-V-M-E für Übergabe / Informationsweitergabe -->
<section class="infobox-so-vme" aria-label="S-O-V-M-E Schema für Übergabe, Visite und Verlegungsbericht">
  <div class="infobox-so-vme__header">
    <span class="infobox-so-vme__icon" aria-hidden="true"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4e4.png" alt="📤" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></span>
    <h3 class="infobox-so-vme__title">Kurzschema für Übergabe, Visite und Verlegungsbericht</h3>
  </div>

  <p class="infobox-so-vme__lead">
    Nutzen Sie ein kurzes Schema, das in Übergabe, Visite und Verlegungsbericht andockt:
  </p>

  <div class="infobox-so-vme__acronym">
    <span class="infobox-so-vme__tag">S-O-V-M-E</span>
    <span class="infobox-so-vme__meaning">(Situation – Observation – Vermutete Faktoren – Maßnahme – Effekt)</span>
  </div>

  <ul class="infobox-so-vme__list">
    <li><span class="infobox-so-vme__letter">S</span> Situation: Wann, wo, wodurch ausgelöst?</li>
    <li><span class="infobox-so-vme__letter">O</span> Observation: Was genau, wie stark, wie lange?</li>
    <li><span class="infobox-so-vme__letter">V</span> Vermutete Faktoren: Körper/Kopf/Kontext (nur als Hypothese markieren)</li>
    <li><span class="infobox-so-vme__letter">M</span> Maßnahme: Was wurde konkret getan?</li>
    <li><span class="infobox-so-vme__letter">E</span> Effekt: Was hat sich geändert, woran erkennbar?</li>
  </ul>
</section>

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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wir bewerten Verhalten nicht moralisch – wir lösen ein Versorgungsproblem. Wenn Ihr Team eine gemeinsame Sprache hat (Fakt vs. Deutung, Körper-Kopf-Kontext, S-O-V-M-E), sinkt das Konfliktpotential im Team, Übergaben werden kürzer, und die betroffene Person erlebt mehr Sicherheit und weniger Eskalation. <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/01/17/unsichtbarer-mehraufwand-demenz-ist-im-krankenhaus-auch-ein-steuerungsproblem/">Gerade Krankenhäuser sollten zudem darauf achten, dass möglicher Mehraufwand auch dokumentiert wird.</a> </p>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2026/02/11/verhalten-verstehen-und-handhaben/">Verhalten verstehen und handhaben – wie geht man sachlich und kriteriumsgeleitet vor?</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zukunftspakt Pflege und die Chancen für die Versorgung von Menschen mit Demenz</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/13/zukunftspakt-pflege-und-die-chancen-fuer-die-versorgung-von-menschen-mit-demenz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Dec 2025 08:35:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 11. Dezember 2025 hat die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ ihre fachliche Arbeit abgeschlossen und ein Papier mit Optionen für eine Struktur- und Finanzierungsreform der Pflegeversicherung samt Roadmap vorgelegt. Wichtig ist&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/13/zukunftspakt-pflege-und-die-chancen-fuer-die-versorgung-von-menschen-mit-demenz/">Zukunftspakt Pflege und die Chancen für die Versorgung von Menschen mit Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Am 11. Dezember 2025 hat die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ ihre fachliche Arbeit abgeschlossen und ein Papier mit Optionen für eine Struktur- und Finanzierungsreform der Pflegeversicherung samt Roadmap vorgelegt.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wichtig ist dabei: Das Dokument ist kein Gesetz. Es sind Vorschläge und Optionen „unter Finanzierungsvorbehalt“ – und außerdem steht im Papier als Maßgabe, dass keine Vorschläge gemacht werden sollen, die zu Mehrausgaben führen, soweit diese nicht unmittelbar demografisch bedingt sind.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Für die Demenzversorgung würden die Vorschläge vor allem dann spürbar, wenn frühe Unterstützung (Prävention, Reha, Pflegegrad 1), verlässliche Lotsung („Kümmerer“) und Krisenhilfen außerhalb der Regelzeiten tatsächlich verbindlich umgesetzt werden. Risiko: Wenn im Zuge der Finanzierung Zugänge oder Leistungsansprüche in der Frühphase enger werden, kämen Hilfen später – und Krisen würden wahrscheinlicher.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<!-- Infokasten: Bund-Länder-Kommission (WordPress-HTML-Block) -->
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">
  <div style="font-size:22px; line-height:1.25; margin:0 0 10px 0;">
    Was ist eine Bund-Länder-Kommission in diesem Kontext?
  </div>

  <div style="font-size:18px; line-height:1.55; margin:0;">
    „Bund-Länder-Kommission“ ist hier keine einzelne Behörde, sondern ein politisch abgestimmtes Arbeitsformat:
    Bund und Länder setzen gemeinsam einen Arbeitsauftrag, lassen auf der Fachebene Vorschläge ausarbeiten und nutzen
    diese als Grundlage für spätere politische Entscheidungen und Gesetzgebung.
  </div>

  <div style="font-size:18px; line-height:1.55; margin:12px 0 0 0;">
    Im Papier wird das ausdrücklich so beschrieben: Die politische Ebene (Bundesministerin für Gesundheit und die für Pflege
    zuständigen Länder-Ministerinnen/Minister bzw. Senatorinnen/Senatoren) nimmt den Bericht der Fach-Arbeitsgemeinschaften
    zur Kenntnis und bewertet ihn als Grundlage für anstehende Entscheidungen.
  </div>
</div>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">5 Vorschläge und ihre mögliche Wirkung</h2>



<p class="has-pale-cyan-blue-background-color has-background wp-block-paragraph">Wichtig: bei den nachfolgend dargestellten Punkten handelt es sich um eine Auswahl, nicht etwa um das gesamte Ergebnis. Am Ende des Artikels finden Sie einen Link zum vollständigen Ergebnispapier. </p>



<ol class="wp-block-list">
<li class="has-medium-font-size">Prävention und Reha stärken<br>Pflegerelevante Risiken sollen früher erkannt werden, u. a. durch die Erprobung freiwilliger regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen (Gesundheits-Check-up) für ältere Menschen. Außerdem sollen Strategien, Programme, Fördermittel und Leistungen der GKV sowie die Leistungserbringung in Pflegeeinrichtungen stärker auf präventive und rehabilitative Bedarfe ausgerichtet werden.</li>
</ol>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz:</strong> Früher erkennen, früher unterstützen; Funktionen und Selbstständigkeit können länger erhalten bleiben.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">2. „Kümmerer vor Ort“ in der Häuslichkeit<br>„Kümmerer vor Ort“: mehr fachliche Begleitung in der Häuslichkeit – inklusive Pflegekrisen<br>Die bisherigen Beratungs- und Schulungsansätze werden als zu punktuell und zu wenig abgestimmt beschrieben. Vorgeschlagen wird ein zusammengefasstes Angebot „fachlicher Begleitung und Unterstützung“, das Pflegebedürftigen (auch ohne Pflegedienst) und An- und Zugehörigen konkrete Hilfestellungen gibt, insbesondere in Pflegekrisen. Das kann auch durch Kommunen und weitere Akteure erbracht werden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz:</strong> Weniger „Zuständigkeits-Lücken“, mehr konkrete Anleitung und Krisenhilfe für Angehörige – bevor Situationen eskalieren.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">3. Notfallbudget (Nacht/Randzeiten/Wochenende)</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Ergänzend soll ein Notfallbudget geschaffen werden, damit in der Nacht, zu Randzeiten, an Wochenenden sowie in Krisensituationen verlässlich Unterstützung verfügbar ist.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz:</strong> Akute Krisen (Unruhe, Sturz, Verwirrtheit) können häufiger durch kurzfristige Hilfen abgefedert werden statt durch Rettungsdienst oder Einweisung.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">4. Gebündelte Budgets, weniger Bürokratie ambulant</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Zur Vereinfachung des Leistungsrechts wird als erster Schritt vorgeschlagen, verschiedene ambulante Leistungen in einem Sachleistungs- und einem Entlastungsbudget zu bündeln, zu flexibilisieren und einfacher zugänglich zu machen. Zusätzlich soll ergebnisoffen geprüft werden, ob die heutigen Leistungen zu sektoren- und wohnformenunabhängigen Leistungsbudgets weiterentwickelt werden können.<br><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz: </strong>Unterstützungsleistungen könnten passgenauer und schneller genutzt werden (z. B. Entlastung, Aufsicht, Alltagshilfen), mit weniger Antragshürden.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">5. Flächenversorgung absichern und Finanzierung skizzieren</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Bei regionaler Unterversorgung sollen Pflegekassen und Kommunen mehr Möglichkeiten bekommen, selbst Träger von Pflegeeinrichtungen zu werden; zudem werden konkrete Unterstützungspflichten der Pflegekassen bei fehlenden Angeboten sowie bessere Datengrundlagen für Pflegeplanung und Pflege-(personal)-Monitoring genannt.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Wirkung in der Versorgung von Menschen mit Demenz:</strong> In Regionen mit Unterversorgung könnten Angebote schneller entstehen; zugleich hängt viel davon ab, ob frühe Zugänge (v. a. Pflegegrad 1) eher ausgebaut oder erschwert werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Breite Kritik am Ergebnis</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Am Ergebnispapier wird vor allem kritisiert, dass es eher eine Sammlung von Prüfaufträgen und Optionen ist als ein Paket mit klaren politischen Festlegungen. Die Finanzierung bleibt weitgehend offen („Finanzierungsvorbehalt“), wodurch unklar ist, welche Vorschläge überhaupt realistisch umgesetzt werden können. Besonders sensibel sind die angedeuteten Instrumente zur Ausgabendämpfung: Änderungen bei Zugangsschwellen oder eine reduzierte Leistung in der Anfangsphase könnten nach Ansicht von Kritikerinnen und Kritikern ausgerechnet dann entlastende Hilfen verzögern, wenn Familien sie am dringendsten brauchen (Frühphase, Pflegekrisen). Zudem wird die Umsetzbarkeit neuer Aufgaben wie „fachliche Begleitung/Kümmerer“ hinterfragt, solange kein belastbares Konzept für Personal, Qualifikationsmix und Zuständigkeiten vorliegt. Ein großes Problem: uns läuft die Zeit davon. Wirklich neu ist an den Vorschlägen nichts &#8211; die Politik muss endlich &#8222;ins Machen&#8220; kommen. </p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://www.deutsche-alzheimer.de/artikel/deutsche-alzheimer-gesellschaft-zu-ergebnissen-der-bund-laender-ag-zukunftspakt-pflege-ansaetze-vorhanden-loesungen-fehlen">Folgerichtig auch die Kritik der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) kommentiert die am 11.12.2025 vorgestellten Ergebnisse der Bund-Länder-AG „Zukunftspakt Pflege“ und kommt im Kern zu dem Fazit: gute Ansätze, aber zu wenig konkrete, praxistaugliche Lösungen.</a></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/zukunftspakt-pflege-11-12-2025.html">Das vollständige Ergebnis der Bund-Länder-Kommission wurde vom Gesundheitsministerium hier veröffentlicht. Die Dokumente können dort heruntergeladen werden. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/13/zukunftspakt-pflege-und-die-chancen-fuer-die-versorgung-von-menschen-mit-demenz/">Zukunftspakt Pflege und die Chancen für die Versorgung von Menschen mit Demenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>BGH stärkt Rechte von Angehörigen bei der Betreuerauswahl</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/05/20/bgh-staerkt-rechte-von-angehoerigen-bei-der-betreuerauswahl/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2025 07:53:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Panorama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit seinem Beschluss vom 5. März 2025 (Az.: XII ZB 260/24) die Rechte von Familienangehörigen bei der Bestellung zum rechtlichen Betreuer gestärkt. Demnach sollen nahe Angehörige&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/05/20/bgh-staerkt-rechte-von-angehoerigen-bei-der-betreuerauswahl/">BGH stärkt Rechte von Angehörigen bei der Betreuerauswahl</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit seinem Beschluss vom 5. März 2025 (Az.: XII ZB 260/24) die Rechte von Familienangehörigen bei der Bestellung zum rechtlichen Betreuer gestärkt. Demnach sollen nahe Angehörige vorrangig zum Betreuer bestimmt werden, sofern sie geeignet sind. Dabei darf vergangenes Fehlverhalten nicht automatisch zur Ablehnung führen; vielmehr ist eine zukunftsorientierte Eignungsprüfung erforderlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Auf die Zukunft kommt es an</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Angehörigen erlebt man viele unterschiedliche Situationen und es ist enorm wichtig für die Versorgung, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelingt. Pflegeprofis tun in der Regel viel dafür, damit dies klappt &#8211; gerade auch, weil sie um die Belastungen pflegender Angehörige wissen. Bestehen ernsthafte Zweifel am Handeln eines Betreuers, kann unter bestimmten Voraussetzungen <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/09/28/vorsicht-vollmacht-wenn-menschen-mit-und-ohne-demenz-alles-verlieren/">eine Kontrollbetreuung</a> angeregt werden. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Pflegeeinrichtung berichtete von positiver Wendung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundesgerichtshof hat mit seinem Urteil erklärt, dass es bei der Beurteilung um die <em>Eignung</em> auf das künftige zu erwartende Verhalten ankommt. Im vorliegenden Fall wurde auch seitens der profressionellen Pflege eine positive Verhaltensänderung festgestellt und für die Zukunft erwartet, was wohl zur Entscheidung beigetragen haben dürfte. Aus dem Beschluss:<br><em>&#8222;Der Sohn sei gerne in der Einrichtung gesehen, da er das Pflegepersonal wesentlich bei der schweren und belastenden Arbeit entlaste und sich fürsorglich und beispielhaft um seine Mutter kümmere.&#8220;.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;Datum=Aktuell&amp;Sort=12288&amp;nr=141407&amp;anz=1138&amp;pos=19">Zum Beschluss des BGH: Az.: XII ZB 260/24 vom 5. März 2025</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><br></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/05/20/bgh-staerkt-rechte-von-angehoerigen-bei-der-betreuerauswahl/">BGH stärkt Rechte von Angehörigen bei der Betreuerauswahl</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Ich sehe was, was Du nicht siehst&#8230;.&#8220;: Illusionen bei Demenz erkennen</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/04/30/ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-illusionen-bei-demenz-erkennen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 2025 14:26:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
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		<category><![CDATA[was tun bei halluzinationen bei demenzkranken?]]></category>
		<category><![CDATA[was tun bei wahnhaftem erleben?]]></category>
		<category><![CDATA[was wenn demenzkranke dinge sehen die nicht da sind?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Menschen mit Demenz erleben die Welt anders – und manchmal nehmen Sie Dinge wahr, die so nicht vorhanden sind. Ein Vorhang wird zur Person, ein Schatten zur Bedrohung. Solche Sinnestäuschungen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/04/30/ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-illusionen-bei-demenz-erkennen/">&#8222;Ich sehe was, was Du nicht siehst&#8230;.&#8220;: Illusionen bei Demenz erkennen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Menschen mit Demenz erleben die Welt anders – und manchmal nehmen Sie Dinge wahr, die so nicht vorhanden sind. Ein Vorhang wird zur Person, ein Schatten zur Bedrohung. Solche Sinnestäuschungen verunsichern Betroffene, Angehörige und auch Pflegeprofis hinsichtlich des Umgangs damit. Allzuschnell wird angenommen, Betroffene halluzinieren. Doch nicht immer handelt es sich um eine Halluzination. Häufig liegen sogenannte <em>Illusionen</em> vor – also Fehlinterpretationen realer Reize.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Illusion, Halluzination oder Wahn – was ist was?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz gefasst:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Illusionen: Ein realer Reiz ist vorhanden, wird aber falsch gedeutet – etwa wenn ein Gardinenschatten als Eindringling wahrgenommen wird. Sie treten bei allen Demenzformen auf und sind häufig durch äußere Bedingungen wie Licht, neue Veränderungen in der Umgebung, aber auch durch Müdigkeit oder Sinnesbeeinträchtigungen begünstigt.</li>



<li>Halluzinationen: Es werden Dinge wahrgenommen, für die es keine Reizgrundlage gibt &#8211; die gar nicht existieren – z. B. Tiere im Raum. Besonders häufig bei Lewy-Körperchen- oder Parkinson-Demenz.</li>



<li>Wahn: Eine feste Überzeugung, die nicht der Realität entspricht – etwa das Gefühl, bestohlen oder vergiftet zu werden. Vor allem bei Alzheimer-Demenz verbreitet und emotional belastend.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Illusionen: Die häufig übersehene Sinnestäuschung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Pflegepraxis stehen Illusionen oft im Schatten der Halluzination – zu Unrecht. Denn gerade bei Reizüberflutung, schlechter Beleuchtung, Sehproblemen oder Übermüdung sind sie häufig. Illusionen basieren auf realen Sinneseindrücken, die vom Gehirn aufgrund gestörter Verarbeitung fehldeutet werden. Typische Auslöser:<br>Flackerndes Licht oder Schatten, Spiegel oder gemusterte Vorhänge, neues Mobiliar, Geräusche ohne klare Quelle, Müdigkeit oder Fieber, Seh- oder Hörminderungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders problematisch ist es, wenn Menschen mit Demenz nicht mehr ausdrücken können, was sie beunruhigt oder beeinträchtigt. Sie zeigen dann häufig durch Verhalten, was sie bewegt. In der Praxis kann das dazu führen, dass Betroffene falsch behandelt werden. Jemand der sich tatsächlich bedroht fühlt weil er einen fremden Mann in seinem Wohnung wahrnimmt (Fremde Jacke an der Garderobe) wird schwerlich an einer Aktivierung teilnehmen, sich womöglich unkooperativ bei der Pflege verhalten oder gar weglaufen wollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Problematisch ist auch, dass unerkannte Illusionen leicht als Halluzinationen oder Wahn fehlgedeutet werden können &#8211; die dann möglicherweise zu einer medikamentösen Behandlung führen, die die Person gar nicht braucht. Genau hinschauen ist für Pflegeprofis also unbedingt wichtig. </p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<div style="border: 1px solid #ccc; padding: 0.8em; border-radius: 6px; max-width: 500px; font-family: sans-serif; background-color: #fefefe; font-size: 0.9em; line-height: 1.4;">
  <h3 style="margin: 0 0 0.5em 0;"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f9e0.png" alt="🧠" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Schnellcheck: Illusion oder Halluzination?</h3>
  <ul style="list-style-type: none; padding-left: 0; margin: 0;">
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <strong>1. Gibt es einen realen Reiz?</strong><br>
      → Z. B. Gardine, Schatten, Geräusch</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <strong>2. Ist die Umgebung unklar?</strong><br>
      → Schlechte Beleuchtung, Spiegel, Lärm</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <strong>3. Seh- oder Hörbeeinträchtigung?</strong><br>
      → Brille oder Hörgerät vergessen/defekt?</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <strong>4. Müdigkeit oder Überforderung?</strong><br>
      → Verwirrung, Erschöpfung, Infekt</li>
    <li><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <strong>5. Falsche Reaktion auf realen Reiz?</strong><br>
      → Z. B. erkennt Gardine als Mensch</li>
  </ul>
  <p style="margin: 0.8em 0 0 0; font-weight: bold;">
    <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f449.png" alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Ab 3x Ja: Wahrscheinlich eine <strong>Illusion</strong>.
  </p>
  <p style="margin: 0.3em 0 0 0; font-size: 0.85em; color: #666;">
    Tipp: Umgebung anpassen, beruhigen, nicht konfrontieren.
  </p>
</div>

</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Demenz beeinträchtigt die Fähigkeit, Reize korrekt zu verarbeiten und zu bewerten:<br>Bei Illusionen liegt ein Reiz vor, doch das Gehirn interpretiert ihn falsch – oft wegen Überforderung, Kontextverlust oder reduzierter Aufmerksamkeitssteuerung.<br>Bei Halluzinationen erzeugt das Gehirn Bilder oder Geräusche ohne Reiz – meist bei gestörtem visuellen Kortex oder verändertem Neurotransmitter-Haushalt (z. B. zu viel Dopamin).<br>Beim Wahn versucht das Gehirn, Erinnerungslücken zu füllen – mit subjektiv logischen, aber falschen Deutungen.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Was tun bei Illusionen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die wichtigste Regel: Nicht konfrontieren – begleiten. Ein Streit über die Realität hilft selten, sondern verunsichert zusätzlich.<br>Tipps bei Illusionen<br>Umgebung prüfen: Ist die Beleuchtung diffus? Gibt es Spiegel, Vorhänge oder Muster, die verwirren könnten? Kann der auslösende Gegenstand / Umstand ggfs. entfernt werden?<br>Hilfsmittel nutzen: Brille aufsetzen lassen, Hörgerät überprüfen.<br>Reize reduzieren: Klare Lichtquellen, ruhige Atmosphäre.<br>Beruhigen und validieren: „Ich sehe das anders, nehme aber wahr wie Sie sich damit fühlen.“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Illusionen erkennen und von Halluzinationen abgrenzen heißt: die Pflege von Menschen mit Demenz zu verbessern</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Illusionen bei Demenz sind nicht nur häufig, sondern oft &#8222;behandelbar&#8220; – durch eine gute Beobachtung, eine angepasste Umgebung und empathischen Umgang. Pflegeprofis, die Illusionen erkennen und einordnen können, verhindern unnötige Angst, Missverständnisse, Fehlbehandlungen und weitere negative Folgen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/04/30/ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-illusionen-bei-demenz-erkennen/">&#8222;Ich sehe was, was Du nicht siehst&#8230;.&#8220;: Illusionen bei Demenz erkennen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie ein Roboter die Gesundheit im Heim stärkt: &#8222;ROBUST&#8220;</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/04/11/wie-ein-roboter-die-gesundheit-im-heim-staerkt-robust/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Apr 2025 07:41:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[bendel]]></category>
		<category><![CDATA[betreuung]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[maschinenliebe]]></category>
		<category><![CDATA[pflege]]></category>
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		<category><![CDATA[projekt robust]]></category>
		<category><![CDATA[roboter im pflegeheim]]></category>
		<category><![CDATA[roboter in der pflege]]></category>
		<category><![CDATA[vdek]]></category>
		<category><![CDATA[was bringen roboter in der pflege?]]></category>
		<category><![CDATA[werden roboter in der pflege eingesetzt?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bewegung fördern, Isolation reduzieren, Freude wecken – und das mit einem Roboter? Was zunächst ungewöhnlich klingt, hat im Rahmen des Projekts „ROBUST“ in mehreren Pflegeeinrichtungen in Schleswig-Holstein und NRW funktioniert.&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/04/11/wie-ein-roboter-die-gesundheit-im-heim-staerkt-robust/">Wie ein Roboter die Gesundheit im Heim stärkt: &#8222;ROBUST&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bewegung fördern, Isolation reduzieren, Freude wecken – und das mit einem Roboter? Was zunächst ungewöhnlich klingt, hat im Rahmen <a href="https://www.vdek.com/LVen/NRW/Service/praevention/ersatzkassenexklusive-projekte/robust.html">des Projekts „ROBUST“</a> in mehreren Pflegeeinrichtungen in Schleswig-Holstein und NRW funktioniert. Im Mittelpunkt: der humanoide Roboter „Charlie“. Sein Auftrag: die Gesundheit von Seniorinnen stärken. Mehr Bewegung, mehr Aktivierung, mehr Teilhabe – genau hier setzt „Charlie“ an. Er führt mit den Bewohnern spielerische Gymnastikübungen durch, stellt Quizfragen, motiviert zum Mitmachen und bringt viele zum Lächeln. Damit leistet er einen konkreten Beitrag zur körperlichen und kognitiven Gesundheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-9dc800005ae7d1fd4c0b06bdbce01b58">Pflege nicht zusätzlich belastet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die regelmäßige Interaktion mit dem Roboter wirkte sich positiv auf die Gesundheit der Pflegebedürftigen aus. Mobilität, Stimmung und Aufmerksamkeit verbesserten sich – und das in einem Rahmen, der das Pflegepersonal nicht zusätzlich belastet, sondern entlastet hat.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="683" height="1024" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/04/Leonardo_Phoenix_10_In_a_warm_and_inviting_nursing_home_a_slee_0-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2839" style="aspect-ratio:0.6669877393256446" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/04/Leonardo_Phoenix_10_In_a_warm_and_inviting_nursing_home_a_slee_0-683x1024.jpg 683w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/04/Leonardo_Phoenix_10_In_a_warm_and_inviting_nursing_home_a_slee_0-200x300.jpg 200w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/04/Leonardo_Phoenix_10_In_a_warm_and_inviting_nursing_home_a_slee_0-768x1152.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/04/Leonardo_Phoenix_10_In_a_warm_and_inviting_nursing_home_a_slee_0.jpg 832w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Zunächst gab es Skepsis. Doch im Laufe des Projekts wandelte sich die Haltung: „Charlie“ wurde nicht als Konkurrenz, sondern als ergänzende Unterstützung wahrgenommen. Er übernahm kleine, aber wichtige aktivierende Aufgaben – und verschaffte dem Personal damit neue Freiräume. „Die Pflegeeinrichtungen berichteten übereinstimmend von einer hohen Akzeptanz des Roboters durch die Bewohnerinnen und Bewohner sowie von einer spürbaren Entlastung des Pflegepersonals“,<br>sagt Kathrin Herbst, Leiterin der vdek-Landesvertretung Schleswig-Holstein. <a href="https://www.vdek.com/LVen/SHS/Presse/Pressemitteilungen/2025/erfolgreicher-abschluss-praeventionsprojekt-robust.html">Quelle: vdek-Pressemitteilung vom 9. April 2025</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.vdek.com/LVen/NRW/Service/praevention/ersatzkassenexklusive-projekte/robust.html">Das Projekt „ROBUST“</a> zeigt: Humanoide Roboter können mehr als nur technische Spielerei sein. Sie können echte Unterstützung im Pflegealltag werden – gerade dann, wenn sie gezielt zur Gesundheitsförderung eingesetzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/18/pflegeheim-unzufrieden-mit-roboter/">Projekt in Mannheim war zuletzt von durchwachsenen Erfahrungen</a> berichtet worden, insbesondere von einem zeitlichen Mehraufwand, da der Roboter stets Begleitung bedurfte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Lesenswert dazu auch ein Interview, dass ich 2022 führte mit <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2022/06/15/roboter-in-pflege-und-betreuung-moeglichkeiten-und-grenzen/">Prof. Dr. Bendel, dem Autor der Bücher „Pflegeroboter“, „Maschinenliebe“ und „Soziale Roboter“</a>.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>
</div>
</div>



<div style="display: flex; justify-content: center; margin: 20px 0;">
  <div id="robotik-umfrage" style="max-width: 400px; width: 100%; font-family: sans-serif; border: 1px solid #ccc; padding: 16px; border-radius: 8px; box-shadow: 0 2px 6px rgba(0,0,0,0.1);">
    <h4 style="text-align: center;">Umfrage: Robotik in der Demenzversorgung</h4>
    <form id="umfrageForm">
      <label><input type="radio" name="antwort" value="positiv"> Ich habe bereits positive Erfahrung mit Robotik in der Versorgung von Menschen mit Demenz gemacht.</label><br><br>
      <label><input type="radio" name="antwort" value="negativ"> Ich habe negative Erfahrungen mit Robotik in der Versorgung von Menschen mit Demenz gemacht.</label><br><br>
      <label><input type="radio" name="antwort" value="keine"> Ich habe keine Erfahrung mit dem Einsatz von Robotik in der Pflege.</label><br><br>
      <div style="text-align: center;">
        <button type="submit">Abstimmen</button>
      </div>
    </form>

    <canvas id="umfrageChart" width="300" height="300" style="display: none; margin: 20px auto;"></canvas>
  </div>
</div>

<script src="https://cdn.jsdelivr.net/npm/chart.js"></script>
<script>
  const form = document.getElementById('umfrageForm');
  const chartCanvas = document.getElementById('umfrageChart');
  let votes = { positiv: 0, negativ: 0, keine: 0 };

  form.addEventListener('submit', function (e) {
    e.preventDefault();
    const selected = form.antwort.value;
    if (!selected) return alert('Bitte wählen Sie eine Option aus.');

    votes[selected]++;
    form.style.display = 'none';
    chartCanvas.style.display = 'block';

    const ctx = chartCanvas.getContext('2d');
    new Chart(ctx, {
      type: 'doughnut',
      data: {
        labels: ['Positive Erfahrung', 'Negative Erfahrung', 'Keine Erfahrung'],
        datasets: [{
          data: [votes.positiv, votes.negativ, votes.keine],
          backgroundColor: ['#4caf50', '#f44336', '#9e9e9e']
        }]
      },
      options: {
        responsive: false,
        plugins: {
          legend: {
            position: 'bottom'
          }
        }
      }
    });
  });
</script>

<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/04/11/wie-ein-roboter-die-gesundheit-im-heim-staerkt-robust/">Wie ein Roboter die Gesundheit im Heim stärkt: &#8222;ROBUST&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Herbergen für Menschen mit Demenz &#8211; 5 Standorte in NRW geplant</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/03/04/herbergen-fuer-menschen-mit-demenz-5-standorte-in-nrw-geplant/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2025 07:22:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Becker-Klunder]]></category>
		<category><![CDATA[betreuung]]></category>
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		<category><![CDATA[De Drie Notenboomen]]></category>
		<category><![CDATA[demenz]]></category>
		<category><![CDATA[demenz-wg]]></category>
		<category><![CDATA[Franchaise]]></category>
		<category><![CDATA[herberge]]></category>
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		<category><![CDATA[nordrhein-westfalen]]></category>
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		<category><![CDATA[pflege]]></category>
		<category><![CDATA[pflege-wg]]></category>
		<category><![CDATA[pflegedienst]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnform]]></category>
		<category><![CDATA[wohngemeinschaft für demenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Pflege von älteren Menschen und Menschen mit Demenz in den Niederlanden unterscheidet sich in einigen Aspekten grundsätzlich von der deutschen. Das beginnt schon damit, dass die Kommunen eine sehr&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/03/04/herbergen-fuer-menschen-mit-demenz-5-standorte-in-nrw-geplant/">Herbergen für Menschen mit Demenz &#8211; 5 Standorte in NRW geplant</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Pflege von älteren Menschen und Menschen mit Demenz in den Niederlanden unterscheidet sich in einigen Aspekten grundsätzlich von der deutschen. Das beginnt schon damit, dass die Kommunen eine sehr viel aktivere Rolle spielen, da sie für soziale Angebote und Dienstleistungen verantwortlich sind und die Finanzierung über Steuermittel erfolgt. Auch haben die Niederlande eine lange Tradition darin, Menschen in die Gemeinschaft zu integrieren, die individuelle Lebensgeschichte zu beachten und Normalität und teilhabe mit passenden Angeboten zu ermöglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-dbe2683eb8571c710ca0151fd20220ce"><strong>Herbergier – Gastgeber für Menschen mit Demenz</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Herbergier&#8220; ist ein niederländisches Wort und bedeutet auf Deutsch sinngemäß &#8222;Gastgeber&#8220;<strong>.</strong> <a href="https://www.herbergier.de/">Das Herbergier-Konzept</a> basiert auf kleinen, familiären Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz. In diesen Einrichtungen leben die Bewohner gemeinsam mit dem Gastgeberpaar, das in den Niederlanden auch „Unternehmerpaar“ genannt wird. Die Gastgeber und die Mitarbeitenden strukturieren und bieten den Rahmen &#8211; der Bewohnende gestaltet selber! Der Fokus liegt dabei auf einer warmherzigen und persönlichen Betreuung in einer Umgebung, die ein möglichst normales Leben trotz der Erkrankung ermöglicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-998be92415390aebc2ee4933c39910ab">Deutschlandstart 2026</h2>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%"><div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.linkedin.com/in/sabine-dr-becker-klunder-81914782/"><img decoding="async" width="1024" height="946" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-1024x946.jpg" alt="" class="wp-image-2732" style="width:221px;height:auto" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-1024x946.jpg 1024w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-300x277.jpg 300w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-768x710.jpg 768w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-1536x1419.jpg 1536w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-2048x1892.jpg 2048w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/03/DSC04175_Portrait-bijgesneden1-1320x1220.jpg 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Dr. Sabine Becker-Klunder<br>Ländermanagerin Deutschland</figcaption></figure>
</div></div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Das Herbergier-Konzept wird in Deutschland von der niederländischen Organisation <a href="https://www.dedrienotenboomen.nl/">De Drie Notenboomen (DDN)</a> als Franchisegeber eingeführt. DDN, Entwicklerin und Eigentümerin der Franchise-Formel &#8222;De Herbergier&#8220;, plant das erfolgreiche niederländische Modell auch in Deutschland zu etablieren. Für die Umsetzung in Deutschland sucht DDN <a href="https://www.herbergier.de/nachrichten/wir-suchen-franchisenehmerpaare">Gastgeberpaare als Franchisenehmer</a>, die gemeinsam mit DDN das Konzept an deutsche Bedürfnisse anpassen und umsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.herbergier.de/kontakt">Dr. Sabine Becker-Klunder</a> ist Gesundheits- und Krankenpflegerin, Pädagogin und promovierte Gesundheitswissenschaftlerin. Sie ist bei DDN International in Amsterdam beschäftigt und setzt sich dafür ein, das niederländische Wohnkonzept &#8222;Herbergier&#8220; in Deutschland zu etablieren.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-d14fc802bf20050e5e08865bbe6c702f">4 Antworten zum Herbergier-Konzept </h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust: </strong>Frau Becker-Klunder – was unterscheidet die Wohngemeinschaft Herbergier von den in Deutschland vorhandenen Demenz-Wohngemeinschaften?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. Sabine Becker-Klunder:</strong> Für mich sind es drei Dinge, die so speziell sind, dass ich mich für diese Aufgabe gerne engagiere: 1. das Gastgeberpaar wohnt im gleichen Gebäudekomplex, wohl in einer eigenständigen Wohnung für die Privatsphäre aber gleichzeitig so nah, dass sie die Bewohnenden kennen und für die Qualität Garant stehen. 2. die niederländische Sicht auf die Erscheinungsform „dementielle Veränderung“, unterschiedliche Gedächtnisschwächen, die geprägt ist von Erhöhung der Lebensqualität durch Schaffung von Glücksmomenten statt einer Fokussierung auf Lebensquantität. Und 3. die Organisation innerhalb einer Wohngruppe, wo die Mitarbeitenden in respektvoller Weise im Prozess coachend mitgenommen werden, so dass sie sich selbststeuernd kontinuierlich verbessern können.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Beim Herbergier-Konzept gibt es ein Gastgeberpaar, dass hauptverantwortlich die Begleitung und Versorgung von Menschen mit Demenz organisiert. Da 24/7 Bedarf ist, können die Gastgeber dies unmöglich allein stemmen. Gehen Sie davon aus, dass in Deutschland zusätzlich ambulante Dienste engagiert werden oder werden die Gastgeber Mitarbeiter dafür einstellen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. Sabine Becker-Klunder:</strong> In der Tat – die Gastgeber können diese Aufgabe sicher nicht alleine erfüllen. Abrechnungstechnisch melden Sie einen eigenen Pflegedienst an. Sie stellen ihre Mitarbeitenden selber ein, so dass sie einen Mix haben aus Betreuungs- und Pflegefachkräften. Gemeinsam begleiten Sie die Bewohnenden und ihre An- und Zugehörigen.</p>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
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<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.herbergier.de/standorte">Zudem wird DDN zeitnah 5 Herbergier-Standorte in NRW gründen</a>. Denn natürlich muss ein Gastgeberpaar auch mal in Urlaub fahren können und dann vertreten die anderen Franchisenehmer diesen Standort. Auch hier spiegelt sich die zusammenarbeitende Arbeitskultur wider.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-251605bdffbdc5d82ac77fa4485981c9">Es muss ein Paar sein &#8211; Recklinghausen soll starten</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Als Franchise-Geber bestimmt DDN die Ausrichtung des Herbergiers – können Sie wesentliche Eckpunkte nennen, die erfüllt sein müssen um Franchisenehmer werden zu können?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. Sabine Becker-Klunder:</strong> Ja – DDN setzt den Rahmen, aber gefüllt wird die Ausrichtung des Herbergiers durch die Franchisenehmer – das macht die Häuser individuell so unterschiedlich. Formelle Anforderung ist, dass es sich um ein Paar handelt – verheiratet oder nicht. Bei einem Paar ergänzen sich häufig die Eigenschaften – sozial mit analytisch, weich mit hart, gesprächig mit still. Durch diese Ergänzung können sich viele Bewohnenden angesprochen fühlen. Zudem haben Paare Höhen und Tiefen gemeinsam durchlebt, so dass sie das „Abenteuer Herbergier“ für fünf Jahre angehen können. Eine/r der beiden muss eine PDL Ausbildung haben, dies hat technische und qualitätssichernde Gründe, allerdings ist eine Affinität und Kenntnis zu Menschen mit Gedächtnisschwäche für beide eine Voraussetzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Geplant ist der Deutschlandstart 2026 in Recklinghausen – können Sie mehr zum Franchisegeber sagen? Stehen Privatpersonen dahinter oder ein bereits etablierter Träger der Pflege? Gibt es weitere Standorte, bei denen die Planung einen konkreteren Ausblick erlaubt?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. Sabine Becker-Klunder:</strong> Hier in den Niederlanden gibt es das Wohnen in Gruppe – ähnlich wie in Deutschland seit mehr als 25 Jahren. DDN war hierbei Pionier und der Anlass war sehr persönlich. Der DDN-Gründer Hans van Putten entwickelte anfänglich für seinen Sohn Thomas die Wohnform Thomashuis, für junge geistig eingeschränkte Menschen. Aus dieser Erfahrung heraus folgte schnell das Herbergier-Konzept, für dementiell veränderte Menschen. 2016 hat der Arzt und Unternehmer Loek Winter DDN erworben und seitdem ständig weiterentwickelt. Inzwischen gibt es in den Niederlanden 130 Thomashäuser und 55 Herbergiers. In den Niederlanden sind wir also sehr erfolgreich, in Deutschland starten wir mit einem Haus, so dass wir erste Erfahrungen sammeln können. Allerdings bin ich, wie bereits erwähnt, bereits damit beschäftigt, in anderen Städten in NRW nach Standorten zu schauen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Jochen Gust:</strong> Ich danke Ihnen für Ihre Antworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Herbergier-Konzept beinhaltet nicht nur eine besondere Konzeption des Aufbaus und der Struktur des Zusammenlebens. Im Umgang mit Betroffenen gehört ganz wesentlich dazu, mehr Freiheit, auch mehr Entscheidungsfreiheit, zu ermöglichen, individuelle Wünsche zu berücksichtigen und Prägungen und Eigenarten in die Gemeinschaft zu integrieren.<br>Ich bin auf die Etablierung gespannt und werde wieder berichten.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/03/04/herbergen-fuer-menschen-mit-demenz-5-standorte-in-nrw-geplant/">Herbergen für Menschen mit Demenz &#8211; 5 Standorte in NRW geplant</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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		<title>Schluckstörungen: erkennen und handeln</title>
		<link>https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/02/13/schluckstoerungen-erkennen-und-handeln/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Feb 2025 20:42:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein & Speziell]]></category>
		<category><![CDATA[alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[atemgeräusche bei demenz]]></category>
		<category><![CDATA[betreuung]]></category>
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		<category><![CDATA[logopädisches gutachten bei demenz]]></category>
		<category><![CDATA[nahrungskonsistenz]]></category>
		<category><![CDATA[nahrungsverweigerung bei demenz]]></category>
		<category><![CDATA[pflege]]></category>
		<category><![CDATA[schluckstörungen bei demenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schluckstörungen (Dysphagie) sind ein häufiges, aber oft unterschätztes Problem bei Menschen mit fortgeschrittener Demenz. Es ist wichtig, die Anzeichen frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen, um die Lebensqualität und&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/02/13/schluckstoerungen-erkennen-und-handeln/">Schluckstörungen: erkennen und handeln</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Schluckstörungen (Dysphagie) sind ein häufiges, aber oft unterschätztes Problem bei Menschen mit fortgeschrittener Demenz. Es ist wichtig, die Anzeichen frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen, um die Lebensqualität und Sicherheit der Betroffenen zu gewährleisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen mit Demenz im Krankheitsverlauf Schluckstörungen entwickeln, liegt zwischen 40 % und 93 %. Besonders im fortgeschrittenen Stadium treten vermehrt Probleme auf, da die Symptome oft schleichend beginnen und nicht sofort erkennbar sind. Zu den Hauptursachen zählen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Abnahme der motorischen Kontrolle: Die Muskelschwäche und der Verlust feinmotorischer Fähigkeiten erschweren die Bewegungen von Mund, Zunge und Rachen.</li>



<li>Beeinträchtigte sensorische Wahrnehmung: Eine reduzierte Empfindung für Temperatur, Geschmack und Textur kann dazu führen, dass Nahrung oder Flüssigkeit unbemerkt im Mund bleibt und das Aspirationsrisiko steigt.</li>



<li>Kognitive Einschränkungen: Menschen mit fortgeschrittener Demenz können das Essen nicht mehr richtig koordinieren.</li>



<li>Veränderungen im Essverhalten: Manche Betroffene essen hastig oder horten Nahrung im Mund.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Symptome frühzeitig erkennen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die rechtzeitige Feststellung von Schluckstörungen ist entscheidend, um Komplikationen wie Mangelernährung oder Aspirationspneumonie zu vermeiden und Risiken zu minimieren. </p>



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<p class="wp-block-paragraph">Pflegende können Assessments einsetzen, wie z.B. das <a href="https://www.dggeriatrie.de/images/Dokumente/191227-DSTG-befundbogen-und-handlungsanleitung-dysphagie-screening-tool-geriatrie.pdf">Dysphagie Screening Tool Geriatrie: DSTG</a> oder auch <a href="https://alliedhealth.ceconnection.com/files/HowtoTryThisTheEdinburghFeedingEvaluationinDementiaScale-1454601642978.pdf?utm_source=chatgpt.com">The Edinburgh Feeding Evaluation in Dementia scale (engl.)</a>. Angehörige können bei der <a href="https://www.deutsche-alzheimer.de/archiv-alzheimer-info/medizinische-versorgung/umgang-mit-schluckstoerungen-bei-demenz">Deutschen Alzheimer Gesellschaft hier etwas zum Umgang mit Schluckstörungen</a> nachlesen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Stille Aspiration &#8211; besonders gefährlich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders gefährlich ist die sogenannte<em> stille Aspiration</em>, bei der Nahrung oder Flüssigkeit unbemerkt in die Atemwege gelangt, da der Betroffene nicht husten oder würgen kann. Die richtige Haltung, Ernährung und Schlucktherapie können das Risiko minimieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Früh intervenieren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Verdacht auf eine Schluckstörung ist das Hinzuziehen logopädischer Expertise ratsam. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt in der Regel die Kosten für die logopädische Diagnostik und Therapie mit einer ärztlichen Verordnung. Durch standardisierte Testverfahren die z.B. ein klinisches Dysphagie-Screening, Schluckversuche mit verschiedenen Konsistenzen, Beobachtung von Atemgeräuschen und Hustenreflex sowie Stimmanalyse kann die Logopädin / der Logopäde einen entsprechenden Befundbericht erstellen und weitere Maßnahmen empfehlen. Zur Evidenz verschiedener Interventionen siehe z.B. hier: <a href="https://www.rosenfluh.ch/ernaehrungsmedizin-2020-04/dysphagie-und-ernaehrungsstoerung-bei-demenz">Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin (Übersicht Seite 13)</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Mehr als Demenz sehen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Thema Dysphagie zeigt sich einmal mehr wie wichtig es ist, dass Pflegefachpersonen sich davon frei machen, jedes veränderte Verhalten der Diagnose Demenz zuzuschreiben und es dabei zu belassen. Es ist eben durchaus nicht immer die berühmte demenzbedingt veränderte Geschmackswahrnehmung (&#8222;mag Süßes&#8220;), Vergesslich- oder Appetitlosigkeit für jede Verhaltensveränderung verantwortlich. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Jochen Gust </p>



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<p class="wp-block-paragraph">Werbung: Buchtipp (Amazon Affiliate-Link): <a href="https://amzn.to/4aVnOON">Dysphagien im Alter erkennen und behandeln: Grundlagen und Praxis für die Pflege </a>von Monika Hübner.</p>



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		<title>Delir: Dauer der Aufnahme steigert das Risiko</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jan 2025 14:09:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Links und Weiterführendes]]></category>
		<category><![CDATA[ärzte]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/01/25/delir-dauer-der-aufnahme-steigert-das-risiko/">Delir: Dauer der Aufnahme steigert das Risiko</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Einer US-Veröffentlichung zur Folge steigern lange Wartezeiten in den Notaufnahmen das Risikofür Patienten, ein Delir zu erleiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie &#8222;Boarding Duration in the Emergency Department and Inpatient Delirium and Severe Agitation&#8220; untersuchte den Zusammenhang zwischen der Verweildauer in der Notaufnahme und dem Risiko für Delirium und schwere Agitation. Die Ergebnisse zeigten, dass mit jeder zusätzlichen Stunde des Wartens in der Notaufnahme das Risiko für Delirium und schwere Agitation um 4,8 % anstieg. Patienten, die mehr als 10 Stunden in der Notaufnahme verbrachten, hatten ein um 23,9 % höheres Risiko im Vergleich zu denen, die weniger als 10 Stunden dort verweilten. Diese Daten unterstreichen die Bedeutung einer zügigen Verlegung von Patienten aus der Notaufnahme, um das Risiko für Delirium und schwere Agitation zu minimieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: June 11, 2024. doi:10.1001/jamanetworkopen.2024.16343; Corresponding Author: Joshua W. Joseph, MD, MS, MBE, Department of Emergency Medicine, Brigham and Women’s Hospital, 75 Francis St, Neville House, Second Floor, Boston, MA 02115 (jjoseph24@mgb.org). <a href="https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2819838 ">https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2819838 </a></p>



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