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	<title>antipsychotika Archive - Demenz im Krankenhaus</title>
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		<title>Demenz und Psychopharmaka: &#8222;zu viel“ ist oft „zu lang“ – und wie Pflege Einfluss nehmen kann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Dec 2025 17:56:41 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/12/29/demenz-und-psychopharmaka-zu-viel-ist-oft-zu-lang-und-wie-pflege-einfluss-nehmen-kann/">Demenz und Psychopharmaka: &#8222;zu viel“ ist oft „zu lang“ – und wie Pflege Einfluss nehmen kann</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Wenn in Deutschland über „zu viele Psychopharmaka“ bei Menschen mit Demenz gesprochen wird, geht es fachlich selten um einzelne Gaben an einem Tag. Der kritische Punkt ist viel häufiger die Dauer: Ein Medikament wird in einer Krise begonnen und läuft dann über Wochen, Monate oder Jahre weiter, ohne konsequente Reevaluation, Reduktion oder Absetzen. Genau diese Diskrepanz zwischen restriktiven Empfehlungen und Versorgungsrealität wird im <a href="https://www.wido.de/fileadmin/Dateien/Dokumente/Publikationen_Produkte/Buchreihen/Pflegereport/2017/Kapitel%20mit%20Deckblatt/wido_pr2017_kap11.pdf">Pflege-Report 2017</a> sowie in der<a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/038-013l_S3_Demenzen_2025-07.pdf"> S3-Leitlinie Demenzen</a> ausdrücklich beschrieben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zu viel“ ist eine Steuerungsfrage: 43%</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"> Neuroleptika sollten nur zeitlich begrenzt eingesetzt werden; zugleich werde in der Praxis eine Diskrepanz zwischen restriktiven Empfehlungen und tatsächlicher Verordnungsprävalenz beobachtet. Ein häufig zitierter Marker ist die Zahl „43 Prozent“: Laut Berichterstattung zum Pflege-Report 2017 erhalten 43 Prozent der Menschen mit Demenz im Pflegeheim dauerhaft ein Neuroleptikum; dies verstoße gegen Leitlinien. Unabhängig davon, ob man die Zahl als Schlagzeile oder als Versorgungsindikator liest, ist sie vor allem eines: eine Aussage zur Dauer.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Warum ist „zu lang“ so problematisch? Weil die Risiko-Nutzen-Bilanz bei Antipsychotika in der Demenzversorgung eng ist und Risiken nicht nur theoretisch sind. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft dokumentierte bereits früh Signale für erhöhte Mortalität und zerebrovaskuläre Ereignisse unter Antipsychotika bei Demenz. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie kann Pflege Einfluss nehmen, wenn Ärzte verordnen?</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Mich ärgert es gelegentlich auf Stationen, wenn gestandene Fachkräfte etwas wie &#8222;Naja, wenn der Arzt das so verordnet&#8230;.&#8220; sagen. Das ist häufig nicht mehr, als ein sich-aus-der-Verantwortung-stehlen. : Je strukturierter Pflege beobachtet, dokumentiert und nichtmedikamentös arbeitet, desto leichter wird leitlinienkonformes Überprüfen und Absetzen. Dementsprechend wäre es auch sinnvoll, die eigene Dokumentation zu betrachten: als ein Instrument zur Entscheidung, eine Entscheidungsvorlage &#8211; nicht nur als Pflichtprotokoll.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="996" height="1008" src="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/12/SchaubildPsychopharmaka2jg.jpg" alt="" class="wp-image-3338" srcset="https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/12/SchaubildPsychopharmaka2jg.jpg 996w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/12/SchaubildPsychopharmaka2jg-296x300.jpg 296w, https://demenz-im-krankenhaus.de/wp-content/uploads/2025/12/SchaubildPsychopharmaka2jg-768x777.jpg 768w" sizes="(max-width: 996px) 100vw, 996px" /></figure>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Konkret können Pflegefachpersonen den „zu lang“-Mechanismus durch drei Standards brechen: Erstens bei Start einer antipsychotischen Medikation immer ein Review-Datum (nach etwa zwei Wochen) und einen Absetz- oder Reduktionszeitpunkt (nach wenigen Wochen) verbindlich festhalten. Zweitens <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/08/30/hilfreiches-therapieprinzip-mit-risiken-und-folgen-bedarfsmedikation/">Bedarfsmedikation strikt von Dauermedikation</a> trennen und jede Gabe mit Anlass, Wirkung und Nebenwirkungen dokumentieren, damit „Bedarf“ nicht unbemerkt zur Dauer wird. Drittens in Teamsitzungen oder kurzen Fallbesprechungen die Frage zur Routine machen: Ist das Zielsymptom noch da, und ist ein Auslassversuch fällig?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn von „zu vielen Psychopharmaka“ bei Demenz die Rede ist, ist der fachlich Kern häufig „zu lange“</h2>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Zu lange ohne Review, zu lange ohne Reduktions- oder Auslassversuch, zu lange ohne klare Zielsymptome und Stop-Kriterien. Genau hier liegt der wirksamste pflegerische Einfluss: Pflege macht Verlauf, Nutzen und Nebenwirkungen so transparent, dass ärztliches Überprüfen und Absetzen nicht nur möglich, sondern naheliegend wird.</p>



<div style="height:64px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Pflege ist manchmal mächtiger als sie denkt, in jedem Fall aber mächtiger und wichtiger für die Versorgung von Menschen mit Demenz, als sie oft zeigt. Ändern wir das. </p>



<p class="has-text-align-right has-medium-font-size wp-block-paragraph">Jochen Gust</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Hilfreiche Tipps zum Umgang mit nächtlicher Unruhe oder auch Schrei- und Rufphänomen finden Sie bei Amazon (Affiliate-Links / Amzonlinks): <a href="https://amzn.to/4aDjMMU">Schlaf und Demenz</a> / <a href="https://amzn.to/4pgdiHq">Schreien und Rufen bei Demenz</a>. </p>
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		<title>Untersuchung: Vorsicht beim Einsatz von Benzodiazepinen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jochen Gust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2025 07:53:41 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/06/13/untersuchung-vorsicht-beim-einsatz-von-benzodiazepinen/">Untersuchung: Vorsicht beim Einsatz von Benzodiazepinen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Bei älteren Menschen mit schwerer Agitation geht es immer wieder auch um die Herausforderung in bestimmten Situationen rasch für Beruhigung zu sorgen, wenn nicht-medikamentöse Maßnahmen versagen. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit fasst nun erstmals die Sicherheit verschiedener Medikamente zusammen, die in der Notaufnahme oder im Rettungsdienst zum Einsatz kommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Komplikationen für Atmung, Kreislauf und Delir</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Untersucht wurden insgesamt neun Studien mit 838 Patient:innen, die Antipsychotika der ersten (Haloperidol, Droperidol) und zweiten Generation (Olanzapin, Quetiapin, Ziprasidon) sowie Benzodiazepine (Lorazepam, Midazolam) erhielten. Erfasst wurden dabei vor allem atembezogene Komplikationen (Apnoe, Hypoxie, Intubation) und kardiovaskuläre Ereignisse (Arrhythmien, Hypotonie) sowie <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2024/06/22/delir-risiko-arzneimittel/">verschlechterte Delirsymptome</a> und Sterblichkeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt traten bei 16,8 % aller behandelten Patient:innen unerwünschte Ereignisse auf. Besonders auffällig war das Risiko unter Midazolam: Über die Hälfte der älteren Menschen (53 %) entwickelte Komplikationen, mit einer fünffach erhöhten Wahrscheinlichkeit gegenüber Haloperidol. Lorazepam lag hier deutlich niedriger, blieb aber nicht ohne Nebenwirkungen. Unter den Antipsychotika zeigte Quetiapin das günstigste Profil mit signifikant weniger Komplikationen als Haloperidol, während Droperidol und Olanzapin im mittleren Bereich lagen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Überwachung möglicher Nebenwirkung zwingend</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Praxis heißt das: Benzodiazepine sollten bei älteren Patienten mit schwerer Agitation nur mit großer Vorsicht eingesetzt werden. Wenn medikamentöse Beruhigung unumgänglich ist, kann Quetiapin aufgrund seines vergleichsweise niedrigen Nebenwirkungsrisikos eine gute Alternative zu Haloperidol sein. Unabhängig von der Wahl des Wirkstoffs bleibt eine enge Überwachung von Atmung und Herz-Kreislauf-Funktion essenziell.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://agsjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jgs.19485">Zur Studie: Comparative Safety of Medications for Severe Agitation: A Geriatric Emergency Department Guidelines 2.0 Systematic Review</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de/2025/06/13/untersuchung-vorsicht-beim-einsatz-von-benzodiazepinen/">Untersuchung: Vorsicht beim Einsatz von Benzodiazepinen</a> erschien zuerst auf <a href="https://demenz-im-krankenhaus.de">Demenz im Krankenhaus</a>.</p>
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